PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE68917850T2 12.01.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0366001
Titel Zeitgeber zum Unterdrücken von Werbemitteilungen.
Anmelder Thomson Consumer Electronics, Inc., Indianapolis, Ind., US
Erfinder Johnson, Gene Harlow, Indianapolis Indiana, US
Vertreter Wördemann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 3250 Hameln
DE-Aktenzeichen 68917850
Vertragsstaaten AT, DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.10.1989
EP-Aktenzeichen 891193856
EP-Offenlegungsdatum 02.05.1990
EP date of grant 31.08.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.1995
IPC-Hauptklasse H03J 9/00
IPC-Nebenklasse H04B 1/20   H04N 5/445   

Beschreibung[de]
FACHGEBIET DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft Steuerungen zur Schaltung von Radio-/Videorecorder-/Fernsehempfängereingangssignalen.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

In den USA ist es üblich, in Programme an verschiedenen Stellen eine Anzahl von Werbespots der Programmsponsoren einzufügen. Viele Zuschauer empfinden diese Spots als irritierende Unterbrechung ihres Vergnügens.

Dementsprechend wurden viele Techniken im Bemühen darum erfunden, zu vermeiden, daß man diesen Werbespots ausgesetzt ist. Eine solche Technik besteht darin, lediglich den Ton mittels beispielsweise einer Stummschalttaste eines Fernsteuerungshandgerätes abzuschalten. Eine Fernsteuerung mit einer derartigen Stummschaltfunktion ist vom Fernsteuerungshandgerät RCA CRK33 bekannt, das von Thomson Consumer Electronics Inc. Indianapolis, Indiana, USA, hergestellt wird. Leider schaltet die Stummschaltung des Tones nicht das Bild des unerwünschten Werbespots aus und der Zuschauer muß den Werbespot anschauen, um zu wissen, wann er zu Ende ist und der Zuschauer den Ton wieder einschalten kann.

Eine verbesserte Tonstummschalttechnik ist aus US-A-3,870,956 (Wolff), erteilt am 11. März 1975, bekannt. Wolff beschreibt einen Schaltkreis zur Stummschaltung eines Fernsehempfängers für eine vorher festgelegte Zeit, nach der die Tonschaltungen des Empfängers automatisch wieder eingeschaltet werden. Wolffs Schaltung hat jedoch keinen Einfluß auf das Bild, so daß der Zuschauer einer Reihe stummer Werbespots ausgesetzt ist.

Selbstverständlich könnte der Zuschauer einfach auf einen anderen Kanal schalten, wenn ein Werbespot auf dem zunächst eingeschalteten Kanal eingeblendet wird. Ein Problem dieser Technik ist, daß der Zuschauer keine Möglichkeit hat, zu wissen, wann der Werbespot auf dem ersten Kanal beendet ist. Dementsprechend könnte der Zuschauer zu spät zum ersten Kanal zurückschalten und einen Teil des Programmes verpassen, das er verfolgte.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Um den oben genannten Problemen Abhilfe zu schaffen, ist es wünschenswert, daß ein Abstimmsystem einen Zeitschalterkreis enthält, der durch einen Benutzer eingeschaltet werden kann, bevor zur Vermeidung eines Werbespots der Kanal gewechselt wird, und einen Speicherschaltkreis, der, veranlaßt durch das Einschalten des Zeitschalters, Daten speichert, die den augenblicklich eingestellten Kanal bezeichnen. Der Zeitschalterkreis würde nach Ablauf einer vorher festgelegten Zeit das Abstimmsystem unter Verwendung der gespeicherten Kanaldaten wieder auf den ursprünglichen Kanal einstellen.

Ein erfindungsgemäßes Gerät weist die in Patentanspruch 1 definierten Merkmale auf.

In einer Ausführungsform der Erfindung schaltet ein Fernsehsystem, das über eine Bild-im-Bild- (PIX-IN-PIX) Einrichtung verfügt, d.h. über die Möglichkeit, Signale zu erzeugen, die bei Anzeige ein erstes Programm in einem Hauptbildbereich des Bildschirmes und ein zweites Programm in einem Nebenbildbereich (eingefügten Fenster) desselben Bildschirmes enthalten, ein erstes Programm, das dazu ausgewählt wurde, normalerweise im Hauptbildbereich angezeigt zu werden, veranlaßt durch die Folge, mit der ein Zeitschalter betätigt wird, und die Wahl eines anderen Programmes in den Nebenbildbereich. Nach Ablauf der Zeit im Zeitschalters wird das erste Programm wieder im Hauptbildbereich angezeigt.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ermöglicht die Steuereinrichtung die Auswahl von Signalen unterschiedlicher Signalquellen, wie etwa Videorecorder, CD-Spieler, AM/FM- Stereotuner oder dergleichen zum Ersetzen des Signales irgendeiner anderen dieser Quellen während der gestoppten Zeit. Nach Ablauf der gestoppten Zeit wird die ursprünglich ausgewählte Signalquelle wieder eingestellt.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Es zeigen:

Fig. 1 in Form eines Blockdiagrammes ein zum Gebrauch mit der Erfindung geeignetes System,

Fig. 2 ein zum Gebrauch mit der Erfindung geeignetes Fernsteuerungshandgerät,

Fig. 3 und 4 Flußdiagramme eines Programmes, das von der Steuerungseinrichtung der Fig. 1 verwendet wird, die zum Verständnis der Erfindung nützlich sind,

Fig. 5 einen zum Gebrauch mit einem Aspekt der Erfindung geeigneten Bildschirm,

Fig. 6 in Form eines Blockdiagrammes eine zum Gebrauch mit einem anderen Aspekt der Erfindung geeignete Vorrichtung.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Im Folgenden wird die Erfindung bezüglich einer Ausführungsform im Bereich eines Fernsehempfängers beschrieben; es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die Erfindung ebenfalls auf Radioempfänger und Videorecorder anwendbar ist.

Wie in Fig. 1 dargestellt, empfängt eine Antenne 100 Radiofrequenz-(RF-)Signale und übergibt sie an eine Tunereinheit 102.

Die Tunereinheit 102 wählt entsprechend der Steuerung durch eine Tunersteuereinheit 104, die der Tunereinheit 102 über einen Wellenbereichsumschalter 106 Wellenbereichsumschaltungssignale und Abstimmspannungssignale liefert, ein bestimmtes RF- Signal aus und verstärkt es.

Die Tunereinheit 102 wandelt die empfangenen RF-Signale in ein Zwischenfrequenz-(ZF-)Signal um und liefert einem ZF-Verstärker und Demodulator 108 ein ZF-Ausgangssignal. ZF-Verstärker und Demodulator 108 verstärkt das ZF-Signal, das an seinen Eingangsanschluß angelegt wird, und demoduliert die darin enthaltene Videoinformation. Diese demodulierte Videoinformation wird dann als ein Eingangssignal an eine Videomultiplexerschalteinheit 110 angelegt, deren anderer Eingang mit einem Videoeingangsanschluß 112 verbunden ist.

Die Tunersteuereinheit 104 erzeugt die oben genannten Abstimmspannungs- und Wellenbereichsumschaltsignale entsprechend Steuersignalen, die von einem Systemsteuerungsmikrocomputer MC 114 angelegt werden. Der Mikrocomputer 114 empfängt vom Benutzer stammende Befehle von einem Infrarot-(IR-)Empfänger 116 und von einem Tastenfeld 118. Der Mikrocomputer 114 enthält einen Programmspeicher (ROM) (nicht dargestellt) und speichert kanalspezifische Daten in einem Direktzugriffsspeicher (RAM) 120. RAM 120 kann vom selbstlöschenden oder permanenten Typ sein. Dem Fachmann ist einsichtig, daß es bei Verwendung eines selbstlöschenden Speichers wünschenswert sein kann, eine geeignete Form von Ersatzspannungsversorgung zu verwenden, um seinen Inhalt zu erhalten, wenn der Empfänger ausgeschaltet wird.

Die Videomultiplexerschalteinheit 110 wählt, gesteuert durch den Systemsteuerungsmikrocomputer 114 entweder ein aus dem empfangenen RF-Signal abgeleitetes Videosignal aus oder ein am Anschluß 112 angelegtes Videosignal zum Anlegen an eine Videosignalauswertungseinheit (nicht dargestellt).

Der IR-Empfänger 116 empfängt IR-Signale, die beispielsweise von einem Fernsteuerungshandgerät gesendet werden, wie es in Fig. 2 dargestellt und mit 200 bezeichnet ist. Das Fernsteuerungshandgerät 200 kann Tasten 202 zur Eingabe der Zahlen 0-9, zur Eingabe der Erhöhung oder Verringerung der Kanalnummer und zum Ein- und Ausschalten des Empfängers enthalten. Das Fernsteuerungshandgerät 200 kann ebenfalls eine Taste 204 (mit Aufschrift ANT) zur Auswahl entweder der Antenne oder eines Videoeingangsanschlusses als Signalquelle über die Steuerung der Multiplexerschalteinheit 110 enthalten. Das Fernsteuerungshandgerät 200 kann ebenfalls eine Taste 206 (mit Aufschrift TIMER), eine Taste 208 (mit Aufschrift CLEAR) und eine Taste 320 (mit Aufschrift SWAP) enthalten, deren Funktion unten beschrieben wird. Das Fernsteuerungshandgerät 200 enthält elektronische Schaltungen (nicht dargestellt) zur Codierung eines den jeweils gedrückten Tasten entsprechenden Signals zur Sendung durch eine IR-Diode 212.

Die Funktionsweise der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4 beschrieben.

Wenn ein Zuschauer ein Fernsehprogramm beispielsweise auf Kanal 3 verfolgt und das Fernsehprogramm für einen Werbespot unterbrochen wird, kann der Zuschauer den Empfang des Werbespots durch Drücken der Zeitschaltertaste 206 des Fernsteuerungshandgerätes 200 vermeiden und dann andere Kanäle in üblicher Weise einstellen.

Wenn der Systemsteuerungsmikrocomputer 114 IR- oder Tastenfelddaten empfängt, startet er eine Routine zur Decodierung von Tastencodes, deren Hauptteil im Flußdiagramm der Fig. 3 dargestellt ist. Der dargestellte Teil des Decodierprogrammes testet zunächst (Schritt 300), ob der empfangene Code der CLEAR- Tastencode ist. Wenn die CLEAR-Taste gedrückt worden ist, wird der Zeitschalterbetrieb abgebrochen und der Empfänger kehrt nicht automatisch zum gespeicherten Kanal zurück. Handelt es sich beim empfangenen Tastencode nicht um den CLEAR-Tastencode, überprüft die Routine als nächstes (Schritt 310), ob es der "Werbungszeitschalter"- oder TIMER-Tastencode ist. Wenn der TlMER-Tastencode nicht empfangen wurde, wird das Programm verlassen (Schritt 315). Wenn jedoch der TIMER-Tastencode empfangen wurde, stellt das Programm fest, ob der Werbungszeitschalter läuft (Schritt 320). Wenn nicht, wird der augenblickliche Zustand des Antennenschalters gespeichert (Schritt 325) (falls der Empfänger entsprechend ausgestattet ist), die den gerade eingestellten Sender angebenden Daten werden im Speicher 120 gespeichert, das Kennzeichenbit "Werbungszeitschalter läuft" wird gesetzt (Schritt 330) und der Zahler des Zeitschalters wird auf eine Anfangsdauer von 30 Sekunden gesetzt (Werbespots, häufig einfach mit "Werbung" bezeichnet, dauern in den USA üblicherweise Vielfache von 30 Sekunden). Die restliche Zeit im Zähler wird über einen integrierten Schaltkreis 335 für Anzeige auf dem Bildschirm (OSD) dort angezeigt. Die Anzeige der Restzeit auf dem Bildschirm des Empfängers erinnert den Zuschauer daran, daß er die Zeitschalterfunktion gewählt hat, und daß der Empfänger nach Ablauf der Zeit im Zeitschalter automatisch den Tuner wieder auf den Kanal einstellen wird, der verfolgt wurde, als der Zeitschalterbetrieb begonnen wurde, es sei denn, der Zuschauer stoppt den Zeitschalterbetrieb durch Drücken der "CLEAR"-Taste. Dieses Merkmal schützt einen Zuschauer (der vergessen haben könnte, daß er den Zeitschalter eingeschaltet hat) vor der Überraschung, daß der gespeicherte Kanal automatisch nach Ablauf der Zeit im Zeitschalter wieder eingestellt wird.

Wenn bei der Decodierung des empfangenen Tastencodes festgestellt wird, daß es sich um den TIMER-Tastencode handelt, und wenn der Zeitschalter bereits läuft, wird die Zeit um 30 Sekunden erhöht (Schritt 340). Da der Zeitschalter bereits läuft und Kanaldaten bereits gespeichert sind, wird angenommen, daß der Zuschauer lediglich die Zeit zum Anschauen des gerade eingestellten Kanals verlängern will. Daher werden beim zweiten und weiteren Drücken der TIMER-Taste keine Daten über den augenblicklich eingestellten Kanal gespeichert. Die maximale Zeit kann durch den Systemkonstrukteur auf irgendeinen Wert festgelegt und in den Festwertspeicher des Systems programmiert werden. In der dargestellten Ausführungsform ist die maximale Zeit 1 Stunde (Schritt 350). Wenn die Zeit im Zeitschalter durch einen Zuschauer auf mehr als 59 Minuten erhöht wird, ist die bevorzugte Funktionsweise, daß der Zeitschalter auf 0 Minuten gestellt wird, ohne die Sekunden zu löschen (Schritt 360). Diese Funktionsweise wird bevorzugt, weil der Zuschauer die Zeitschalterfunktion gewählt hat und daher auch die Zeitschalterfunktion ausgeführt werden sollte. In diesem Fall wird die Zeitschalterfunktion durch Stoppen der restlichen Sekunden bis 0:00 ausgeführt. Alternativ könnte die Erhöhung auf mehr als 59 Minuten in gleicher Weise behandelt werden, wie ein CLEAR-Befehl. Dies wird nicht bevorzugt, weil der Zuschauer in diesem Fall die Zeitschalterfunktion gewählt hat und nicht einen CLEAR-Befehl erteilt hat, die Zeitschalterfunktion aber trotzdem abgebrochen wird.

Selbstverständlich muß die Zeit im Zeitschalter nicht in diskreten Einheiten von 30 Sekunden erhöht werden, wie oben beschrieben wurde. Alternativ kann die Zeit nach Betätigung der TIMER-Taste Ziffer für Ziffer über die Zahlentasten des Fernsteuerungshandgerätes 200 eingegeben werden.

Der im Flußdiagramm der Fig. 4 dargestellte Teil des Programmes des Mikrocomputers 114 wird einmal pro Sekunde aufgrund einer Unterbrechungsanforderung aufgerufen (die von einem Zähler (nicht dargestellt) stammen könnte, der Perioden der Wechselspannungsleitung zählt). Bei Eintritt in diesen Teil des Programmes prüft der Mikrocomputer 114, ob der Werbungszeitschalter läuft (Schritt 400). Wenn nicht, wird die Routine verlassen. Wenn ja, erfolgt eine Prüfung der Restzeit (Schritt 405), und wenn der Zähler des Zeitschalters nicht gleich 0 Minuten, 0 Sekunden ist, wird der Zähler um 1 Sekunde verringert (Schritt 410), die Restzeit wird zur Anzeige an die OSD-Schaltung weitergeleitet (Schritt 415) und die Routine wird verlassen (Schritt 420). Wenn die Zeit im Zähler gleich 0 Minuten, 0 Sekunden ist, wird der Kanalspeicher 120 adressiert und verglichen (Schritt 425), ob der Empfänger zur Zeit auf denselben Kanal eingestellt ist, wie zum Zeitpunkt, als die Zeitschaltertaste gedrückt wurde. (Wenn der Empfänger mit einer Videomultiplexerschalteinheit 110 zur Umschaltung zwischen einem von der Antenne stammenden und einem Basisbandvideosignal versehen ist, würde ebenfalls eine Prüfung des Zustandes der Videomultiplexerschalteinheit erfolgen.) Wenn der Empfänger auf denselben Kanal eingestellt ist, braucht nichts anderes erfolgen, als die Löschung des Kennzeichenbits "Werbungszeitschalter läuft" (Schritt 430) und die Entfernung der Restzeitanzeige vom Bildschirm (Schritt 435). Wenn der augenblickliche Kanal (oder Zustand der Videomultiplexerschalteinheit) sich vom gespeicherten Kanal (oder Zustand der Videomultiplexerschalteinheit) unterscheidet, wird das Kennzeichenbit "Werbungszeitschalter läuft" gelöscht (Schritt 440), der gespeicherte Kanal gewählt und gegebenenfalls der Zustand der Videomultiplexerschalteinheit wiederhergestellt (Schritt 445), und das Programm beendet (Schritt 450).

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist ein Fernsehsystem (d.h. Fernsehempfänger, Videorecorder oder Videoplattenspieler) eine PIX-IN-PIX- (Bild-im-Bild-) Funktion auf, in der ein Nebenfernsehbild, das aus einer anderen Quelle stammt, als das Hauptbild, kleiner angezeigt und üblicherweise in einem eingefügten Fenster in einer Ecke des Fernsehbildschirmes angeordnet wird.

Fig. 5 stellt eine derartige PIX-IN-PIX-Anzeige auf einem Fernsehbildschirm 500 dar. Das Hauptbild 510 wird auf dem größten Teil des Bildschirmes angezeigt, während das Nebenbild in kleinerer Form in einem Fenster 520 angezeigt wird. Die Stellen der als Hauptbild und als Nebenbild angezeigten Programme können durch Anwendung der SWAP-Taste 210 auf dem Fernsteuerungshandgerät 200 ausgetauscht werden.

Wenn ein Werbespot in einem ersten Programm (das als Hauptbild angezeigt wird) erscheint, kann ein Zuschauer entsprechend einem anderen Aspekt dieser Erfindung den Zeitschalter starten und durch Kanalwechsel das erste Programm an die Fensterstelle bringen und die neu gewählten Kanäle an die Hauptstelle. Auf diese Weise wird das erste Programm an der Fensterstelle angezeigt und der Zuschauer kann während des Betriebs des Zeitschalters den auf dem Hauptschirm angezeigten Kanal ändern. Das erste Programm wird automatisch in den Hauptbildbereich zurückkehren, wenn die Zeit im Zeitschalter abgelaufen ist. Die Restzeit 530 wird als Erinnerung des Zuschauers daran, daß der Zeitschalter läuft und daß das ursprüngliche Programm nach Ablauf der Zeit des Zeitschalters wieder auf dem Hauptschirm angezeigt wird, auf dem Bildschirm angezeigt. Es ist zu beachten, daß das erste Programm nur an die Fensterstelle gesetzt wird, wenn ein anderer Kanal gewählt wurde. Wenn kein anderer Kanal ausgewählt wurde, wird nur der Zeitschalter eingeschaltet, ohne daß eine Umschaltung des Videosignales erforderlich wäre. Es ist zu beachten, daß nach Ablauf der eingestellten Zeit alternativ das ursprüngliche Programm unter Ausschaltung der PIX-IN-PIX-Funktion auf dem gesamten Bildschirm wieder angezeigt werden kann.

Wenn auch das Diagramm der Fig. 1 nur einen einzigen Tuner und einen separaten Videoeingang zeigt, liegt es doch im Rahmen der Erfindung, daß Signale von mehreren Tunern oder mehreren Basisbandquellen (Audio oder Video) oder irgendeiner Kombination davon stammen, sofern Signalwahldaten über ein erstes Signal gespeichert, ein Zeitschalter eingeschaltet und die gespeicherten Signalwahldaten verwendet werden, um automatisch das erste Signal wieder auszuwählen, wenn die Zeit abläuft.

In dieser Hinsicht und entsprechend einem anderen Aspekt der Erfindung kann die Systemsteuerung mehr als eine Art von Signalen steuern. Beispielsweise steuert das von Thomson Consumer Electronics Inc., Indianapolis, Indiana, USA, hergestellte RCA Dimensia System über einen gemeinsamen Steuerungsbus verschiedene Audio- und Videoquellen, wie etwa einen Audioverstärker, einen AM/FM-Stereotuner, einen CD-Spieler und einen Videorecorder zusätzlich zur Steuerung eines Videomonitors.

Wenn die vorliegende Erfindung in ein derartiges System eingebaut wäre, wäre es möglich, den Zeitschalter einzuschalten, wenn ein Fernseh- oder Hörfunkwerbespot anfängt, und durch Befehle auf dem gemeinsamen Steuerungsbus auf eine andere Signalquelle, wie etwa einen CD-Spieler, zu schalten, um während der Laufzeit des Zeitschalters Musik zu hören. Die Steuerung würde, wie oben beschrieben, nach Ablauf der. Zeit zur ursprünglichen Signalquelle zurückschalten. Ein derartiges System ist in Fig. 6 vereinfacht dargestellt. Teile mit ähnlichem Bezugszeichen in Fig. 1 und Fig. 6 erfüllen ähnliche Funktionen. Die Teile 600'-612' und 604" sorgen für die alternative Auswahl von Audioquellen in ähnlicher Weise, wie für die alternative Auswahl von Bildern. Beispielsweise liefert der CD-Spieler 612' ein Basisbandtonsignal und ähnelt daher dem Anschluß 612, an dem ein Basisbandvideosignal anliegt. Es sei darauf hingewiesen, daß in diesem Fall die gespeicherte "Abstimm-"Information ebenfalls umfaßt, welches Gerät eingeschaltet war, als der Zeitschalter eingeschaltet wurde.

Wie in Fig. 6 dargestellt, ist eine Audiomultiplexerschalteinheit 610' in der Lage, Fernsehtonsignale, Hörfunktonsignale oder Tonsignale eines CD-Spielers zur weiteren Verarbeitung durch eine Tonsignalauswertungseinheit (nicht dargestellt) auszuwählen. Daher kann während eines Fernsehwerbespots der Systemsteuerungsmikrocomputer 614 die Audiomultiplexerschalteinheit 610' dazu veranlassen, das Fernsehtonsignal abzuschalten und dem Benutzer zu ermöglichen, es während der Laufzeit des Zeitschalters durch ein Tonsignal entweder aus dem Radio oder dem CD- Spieler zu ersetzen. Zur Vereinfachung wurde die Steuerung für einen Videorecorder nicht dargestellt, es versteht sich aber von selbst, daß die am Anschluß 612 anliegenden Videosignale von einem Videorecorder stammen können.

IN DEN FIGUREN BEDEUTEN: Fig.1:

Tuning voltage Abstimmspannung

Video in Videoeingangsanschluß

Band Wellenbereich

To video signal processor zur Videosignalauswertungseinheit

To on screen display circuit zur Schaltung für Anzeigen auf dem Bildschirm

Data Daten

102 Tunereinheit

104 Steuerungseinheit für Fernsehtuner

106 Wellenbereichsumschalter

108 ZF-Verstärker und Demodulator

110 Videomultiplexerschalter

114 Systemsteuerungsmikrocomputer

116 IR-Empfänger

118 Tastenfeld

120 Speicher

Fig. 2:

Chan up Kanalnummer erhöhen

Chan down Kanalnummer verringern

Fig. 3:

Commercial timer flowchart Flußdiagramm des Werbungszeitschalters

Commercial timer and Betätigung der Tasten TIMER und clear keypresses CLEAR

Enter Eingabe

Yes Ja

No Nein

Exit Verlassen des Programmteiles

300 "CLEAR"-Taste

Commercial Timer OSD Anzeige Werbungszeitschalter auf on screen dem Bildschirm

305 Löschen des Kennzeichenbits "Werbungszeitschalter läuft" und der Restzeit

310 "TIMER"-Taste

320 Werbungszeitschalter läuft

325 Informationen zum Sender und (ggf.) zur aktuellen Antenne speichern

330 Kennzeichenbit "Werbungszeitschalter läuft" setzen ablaufende Zeit auf 00:30 setzen

335 Restzeit an 0SD weitergeben

340 ablaufende Zeit um 20 Sekunden erhöhen

350 ablaufende Zeit > 59 min?

360 ablaufende Minuten auf 0 setzen

Fig. 4:

Commercial timer flowchart Flußdiagramm des Werbungszeitschalters

Countdown sequence interrupts once per second einmal pro Sekunde auftretende Unterbrechungen des Zeitstoppens

Enter Eingabe

Yes Ja

No Nein

Exit Programmteil verlassen

400 Läuft der Werbungszeitschalter?

405 Restzeit

410 Verringerung des Zeitschalters um 1 Sekunde

415 Restzeit an Schaltung zur Anzeige auf dem Bildschirm weitergeben

425 anderer Sender/andere Antenne

430 Kennzeichenbit "Werbungszeitschalter läuft" löschen

435 Bildschirm löschen

440 Kennzeichenbit "Werbungszeitschalter läuft" löschen

445 Sender/Antenne des Zeitschalters einstellen

Fig. 6:

Tuning voltage Abstimmspannung

Video in Videoeingangsanschluß

Band Wellenbereich

To video signal processor zur Videosignalauswertungseinheit

To audio signal processor zur Tonsignalauswertungseinheit

To on screen display circuit zur Schaltung für Anzeigen auf dem Bildschirm

Data Daten

602, 602' Tunereinheit

604 Steuerungseinheit für Fernsehtuner

604' Steuerungseinheit für Hörfunktuner

604" Steuerungseinheit für CD-Spieler

606, 606' Wellenbereichsumschalter

608, 608' ZF-Verstärker und Demodulator

609 Ton-ZF und Demodulator

610 Videomultiplexerschalter

610' Audiomultiplexerschalter

612' CD-Spieler

614 Systemsteuerungsmikrocomputer

616 IR-Empfänger

618 Tastenfeld

620 Speicher


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Gebrauch in einem Fernsehempfänger, umfassend:

Dateneingabemittel (116, 116) zur Erzeugung von Daten aufgrund einer Betätigung durch den Benutzer,

Videosignalauswahlmittel (102, 104, 106, 110), die Abstimmmittel (102, 104, 106) umfassen, die auf ein Steuerungssignal für die Videosignalauswahl ansprechen, um einen Fernsehkanal aus einer Vielzahl von RF-Signalen auszuwählen, die jeweils daran anliegenden Fernsehkanälen entsprechen,

ein Steuerungsmittel (114), das mit den Dateneingabemitteln (116, 118) und mit den Auswahlmitteln verbunden ist, um das Steuerungssignal für die Videosignalauswahl in Abhängigkeit von den Daten zur Steuerung der Auswahl dieses bestimmten Signals aus der Vielzahl von Signalen zu erzeugen,

wobei dieses Steuerungsmittel einen Eingang zum Empfang eines Zeitschalterstartsignales aufweist,

wobei dieses Steuerungsmittel Zeitschaltermittel enthält, die auf das Zeitschalterstartsignal reagieren, um eine vorher festgelegte Zeit zu stoppen, und

ein Speichermittel (120), das mit diesem Steuerungsmittel verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet, daß das Speichermittel veranlaßt durch das Zeitschalterstartsignal Daten über das Steuerungssignal für die Videosignalauswahl speichert,

das Steuerungsmittel (114) das Speichermittel dazu veranlaßt, Videosignalauswahldaten über das zur Zeit ausgewählte Videosignal zu speichern und die Zeitschaltermittel dazu veranlaßt, das Stoppen der vorher festgelegten Zeit zu beginnen und daß das Steuerungsmittel nach Ablauf der vorher festgelegten Zeit die Videosignalauswahlmittel dazu veranlaßt, das gewählte Videosignal in Übereinstimmung mit den gespeicherten Videosignalauswahldaten wieder auszuwählen, wenn die Videosignalauswahlmittel dazu gesteuert worden waren, nach Auftreten des Zeitschalterstartsignals und während der vorher festgelegten Zeit ein anderes Videosignal auszuwählen.

2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerungsmittel (114) ein Mikrocomputer ist.

3. Vorrichtung nach Patentanspruch 2, außerdem ein Mittel zur Anzeige auf dem Bildschirm ("on-screen display circuit") enthält, das mit dem Steuerungsmittel (114) zur Erzeugung eines Signals zur Anzeige auf einem Bildschirm verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Mittel zur Anzeige auf dem Bildschirm ein Signal erzeugt, das die Restzeit der vorher festgelegten Laufzeit angibt.

4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorher festgelegte Laufzeit des Zeitschalters in Reaktion auf vom Benutzer eingegebene Daten geändert wird.

5. Vorrichtung nach Patentanspruch 3 oder 4, bei der das Videosignalauswahlmittel außerdem eine Videomultiplexerschalteinheit (110) zur Auswahl eines Basisbandvideosignals, das von einer Basisbandvideosignalquelle geliefert werden kann, enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Videosignalauswahldaten den Zustand der Videomultiplexerschalteinheit enthalten.

6. Vorrichtung nach Patentanspruch 5, bei der das Fernsehsystem außerdem Mittel zur Kombination eines ersten (510) und eines zweiten (520) Videosignales von entsprechenden unabhängigen Quellen enthält, um ein erstes und ein zweites kombiniertes Signal zu erzeugen, wobei das erste kombinierte Signal bei Anzeige ein kombiniertes Bild erzeugt, das einen ersten Teil aufweist, der dem ersten Videosignal, angezeigt in einen ersten Bereich des Bildschirmes, entspricht und einen zweiten Teil, der dem zweiten Videosignal, angezeigt in einem zweiten Bereich des Bildschirmes, entspricht dadurch gekennzeichnet, daß

das Steuerungsmittel (114) das genannte Speichermittel (120) dazu veranlaßt, in Reaktion auf ein Zeitschalterstartsignal Daten über ein bestimmtes, im ersten Bereich des Bildschirmes anzuzeigendes Signal zu speichern, wobei das Steuerungsmittel (114) auf das Auftreten des Zeitschalterstartsignales und die Auswahl eines dritten Signals in dieser Reihenfolge reagiert, um diese Kombinationsmittel dazu zu veranlassen, das zweite kombinierte Signal zu erzeugen, bei dem der erste Teil des Bildes bei Anzeige den zweiten Bildschirmbereich einnimmt, wobei das Steuerungsmittel das Kombinationsmittel in Reaktion auf das Ablaufen der vorher festgelegten Laufzeit dazu veranlaßt, das genannte erste kombinierte Signal zu erzeugen, bei dem der erste Teil des Bildes bei Anzeige den ersten Bildschirmbereich einnimmt, wenn dieses erste Signal den zweiten Bildschirmbereich eingenommen hatte, nachdem das Zeitschalterstartsignal aufgetreten war und während der vorher festgelegten Laufzeit.

7. Vorrichtung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach Ablauf der vorher festgelegten Laufzeit bewirkt wird, daß das erste Signal den gesamten Bildschirm einnimmt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com