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Dokumentenidentifikation DE68917981T2 12.01.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0342487
Titel Vorrichtung zur Trocknung eines Fasergewebes.
Anmelder Osakeyhtiö Tampella AB, Tampere, FI
Erfinder Rautakorpi, Paavo, SF-33410 Tampere, FI;
Lehtinen, Jukka, SF-00250 Helsinki, FI;
Majaniemi, Pekka, SF-33980 Pirkkala, FI
Vertreter von Kreisler, A., Dipl.-Chem.; Selting, G., Dipl.-Ing.; Werner, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Fues, J., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Böckmann gen. Dallmeyer, G., Dipl.-Ing.; Hilleringmann, J., Dipl.-Ing.; Jönsson, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meyers, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Weber, T., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 68917981
Vertragsstaaten AT, DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 10.05.1989
EP-Aktenzeichen 891083529
EP-Offenlegungsdatum 23.11.1989
EP date of grant 07.09.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.01.1995
IPC-Hauptklasse F26B 13/10
IPC-Nebenklasse F26B 3/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen einer Faserschicht mit wenigstens einem Trockenfilz zum Aufnehmen von Wasser von der zu trocknenden textilen Schicht, einer Einrichtung zum Entfernen von Wasser von dem Filz, einer Einrichtung zum Entfernen von Luft aus der Schicht und dem Filz, und wenigstens zwei in Bewegungsrichtung der Schicht aufeinanderfolgend angeordneten Trockenbereichen, wobei das Gewebe und der Filz in den Trockenbereichen zwischen zwei gegeneinander angeordneten Trockenelementen hindurchlaufen, die sich parallel zu und mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen wie die Schicht und der Filz, derart, daß die Schicht die Oberfläche eines Trockenelements und der Filz die Oberfläche des anderen Trockenelements berührt, wobei jedes Trockenelement ein luftdichtes Endlosband mit guter Wärmeleitfähigkeit und eine Einrichtung zum Bewegen des Bandes auf die genannte Weise aufweist, einer Einrichtung zum Erwärmen jedes die Schicht berührenden Bandes, und einer Einrichtung zum Kühlen jedes den Filz berührenden Bandes.

Solche Vorrichtungen sind beispielsweise aus den Finnischen Patenten 54514 und 63078 bekannt, die im wesentlichen US-A-4 112 586 entsprechen. Beide in diesen Entgegenhaltungen offenbarte Vorrichtungen weisen zwei separate Trockenzonen auf, die jeweils mit zwei übereinanderliegenden, endlosen, luftdichten Bändern mit guter Wärmeleitfähigkeit versehen sind. Eine textile Schicht wird zusammen mit einem Trockenfilz derart zwischen den Bändern geführt, daß die textile Schicht in Anlage an der Oberfläche des einen Bandes und der Filz in Anlage an der Oberfläche des anderen Bandes ist. Die an der textilen Schicht anliegende Fläche wird erwärmt, während die an dem Filz anliegende Fläche gekühlt wird.

Bei beiden Entgegenhaltungen sind die Trockenzonen separate Einheiten mit einem erwärmbaren und einem kühlbaren Band, die jeweils mit Umlenkrollen und Streckrollen aufweist, mittels derer die Bänder parallel zu der Schicht und dem Filz und nebeneinanderliegend bewegt werden.

Ein Nachteil der in diesen Entgegenhaltungen offenbarten Lösungen besteht darin, daß mehrere aufeinanderfolgende Trockenzonen in Längsrichtung sehr viel Raum und demzufolge sehr viel Bodenfläche benötigen; im ungünstigsten Fall können sie fast die Länge herkömmlicher Trockenbereiche erreichen. Ferner kühlt sich das warme Band während des Rückführens ab, was zu Energieverschwendung und einer erheblichen Verschlechterung der Effizienz der Vorrichtung führt. Ferner kann der leere Raum oberhalb der Trockenvorrichtung in keiner Weise genutzt werden und die um die Vorrichtung zu errichtende Dampfhaube ist großformatig und daher teuer.

Ein weiterer Nachteil der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen besteht darin, daß möglicherweise durch Faserbüschel gebildete dickere Schichtbereiche die Rollen, um die die Bänder bewegt werden, plötzlichen stoßartigen Belastungen aussetzen, da der Zwischenraum zwischen den Bändern für eine im wesentlichen gleichmäßige textile Schicht ausgelegt ist.

US-A-1 401 303 betrifft einen Papiertrockner, bei dem ein netzartiges Band durch Hindurchleiten von elektrischem Strom erwärmt wird, wobei das Erwärmen des Netzes eine Erwärmung des zu trocknenden Materials bewirkt, so daß Wasser durch das Netz aus diesem entfernt wird. Der Papiertrockner weist ferner mehrere übereinander angeordnete Endlos-Netzbänder auf.

Die Schrift DE-A-24 14 654 betrifft eine Preß- und Trockenvorrichtung, in der Sperrholz getrocknet wird, indem es auf einem oder mehreren Bändern durch separate gegeneinander drückbare Heizplatten geführt wird und der Transportvorgang für die Dauer des Aneinanderdrückens der Heizplatten angehalten wird, wobei sich die Transportbänder und das Holz dazwischen befinden, so daß die Wärme der Platten beim Gegeneinanderdrücken der Platten das Trocknen bewirkt. Das Trocknen erfolgt in periodischen Bewegungen, indem die Holzlagen mittels der Transportbänder jedes Mal in einem solchen Maße vorgeschoben werden, daß zwischen zwei aufeinanderfolgenden Transportzonen befindliche Lagen in die nachfolgende Trockenzone verschoben werden, bevor die Elemente erneut aneinandergedrückt werden. Nach dieser Schrift dienen die Bänder als Transporteinrichtungen, die Holzlagen von einer Trockenzone in eine andere transportieren, jedoch in keiner Weise als Trockenelemente wirken.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die die genannten Nachteile überwindet, verhältnismäßig kurz ist, die verfügbare Höhe effizient nutzt und den Belastungen durch Faserbüschel, deren Dicke diejenige der Schicht übersteigt, gegenüber unempfindlich ist.

Die Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Trocknen einer Faserschicht mit wenigstens einem Trockenfilz zum Aufnehmen von Wasser von der zu trocknenden Schicht; einer Einrichtung zum Entfernen von Wasser von dem Filz; einer Einrichtung zum Entfernen von Luft aus der Schicht und dem Filz; und wenigstens zwei in Bewegungsrichtung der Schicht aufeinanderfolgend angeordneten Trockenbereichen, wobei die Schicht und der Filz in den Trockenbereichen zwischen zwei gegeneinander angeordneten Trockenelementen hindurchlaufen, die sich parallel zu und mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen wie die Schicht und der Filz, derart, daß die Schicht die Oberfläche eines Trockenelements und der Filz die Oberfläche des anderen Trockenelements berührt, wobei jedes Trockenelement ein luftdichtes Endlosband mit guter Wärmeleitfähigkeit und eine Einrichtung zum Bewegen des Bandes auf die genannte Weise aufweist; einer Einrichtung zum Erwärmen jedes die Schicht berührenden Bandes; und einer Einrichtung zum Kühlen jedes den Filz berührenden Bandes, wobei mindestens jeweils eine Kühl- oder eine Heizeinrichtung und wenigstens jeweils zwei Heiz- oder Kühleinrichtungen abwechselnd übereinander senkrecht zur Oberfläche der Schicht angeordnet sind, wodurch wenigstens zwei Trockenbereiche gebildet sind, die wenigstens eine Kühl beziehungsweise Heizeinrichtung zweimal auf das Endlosband einwirkt, ein Teil der Endlosbänder eines der Trockenelemente in zwei übereinanderliegenden und in Richtung der Bewegung der Schicht aufeinanderfolgend angeordneten Trockenbereichen bildet, die Bewegungsrichtung der Schicht den beiden Trockenbereichen gegenläufig ist.

Es ist die grundlegende Idee der Erfindung, mehrere Trockenzonen übereinander in zur Oberfläche der Schicht transversaler Richtung vorzusehen, wodurch die mechanische Gesamtlänge der Vorrichtung sehr gering ist. Die grundlegende Idee der Erfindung beinhaltet ferner, daß dasselbe Endlosband als Trockenelement auf benachbarten Seiten zweier übereinanderliegender Trockenzonen verwendet wird. Auf diese Weise wird insbesondere das erwärmte Band, anstatt während der Rückkehr zum Einlaß derselben Trockenzone abzukühlen, nunmehr auch auf dem Weg zurück erwärmt, so daß es in der nachfolgenden Trockenzone als erwärmtes Band wirkt, wenn es sich in entgegengesetzter Richtung bewegt. Anders ausgedrückt die Schicht kann auf einfache Weise mittels derselben Heizeinrichtung in zwei in der Bewegungsrichtung der Schicht aufeinanderfolgenden Trockenzonen erwärmt werden, wodurch Energie gespart wird.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der zugehörigen Zeichnungen im einzelnen beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 - eine schematische Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht;

Figur 2 - eine detailliertere Darstellung eines besonderen Ausführungsbeispiels der Vorrichtung von Figur 1, und

Figur 3 - eine detailliertere Darstellung der Anbringung der Umlenkrollen der Bänder der Vorrichtung von Figur 2 in bezug zueinander.

Figur 1 zeigt eine Vorrichtung zum Trocknen eines Faserschichts, die übereinander angeordnete Endlosbänder 1a-1d aufweist. Jedes Band ist derart zur Bewegung um voneinander beabstandete Rollen 2a-2d beziehungsweise 3a-3d angeordnet, daß benachbarte Bänder zwischen den Rollen im wesentlichen parallel zueinander und derart voneinander beabstandet sind, daß eine Schicht 4 und ein Filz 5 zwischen ihnen hindurchgeführt werden kann. Die Rollen 2a-2d und 3a-3d sind jeweils im wesentlichen übereinander angebracht, so daß die Bänder 1a-1d ebenfalls übereinander angeordnet sind. Der Trockenfilz 5 läuft zwischen den Bändern 1a und 1b, 1b und 1c und 1c und 1d hindurch, wobei er als Trockenfilz für jede Trokkenzone dient. Am Einlaß der Vorrichtung, d.h. an der Verbindungsstelle der Bänder 1a und 1b an den Rollen 2a und 2b, sind Luftentfernungseinrichtungen 6 vorgesehen, die eine mit einem Schlitz für die Schicht 4 und den Filz 5 versehene Haube aufweisen. In der Luftentfernungseinrichtung wird in den Poren der Schicht 4 und des Filzes 5 enthaltene Luft entfernt, indem die Poren mit heißem gesättigtem Dampf gefüllt werden, der durch die Schicht 4 und den Filz 5 geblasen wird. Ein Behälter 7 ist innerhalb des Bandes 1a zwischen den Rollen 2a und 3a vorgesehen. Der Behälter ist gegen die Innenfläche der oberen Hälfte des Bandes 1a abgedichtet. Ein kühles oder kaltes Medium, beispielsweise Wasser, wird über ein Ende des Behälters 7 zum Kühlen des Bandes 1a in den Behälter 7 eingeleitet und am anderen Ende ausgelassen. Ein Behälter oder Raum 8, der gegen die Innenfläche des Bandes 1b sowohl am Boden als auch an der Oberseite abgedichtet ist, ist zwischen den Rollen 2b und 3b des Bandes 1b vorgesehen. über nicht dargestellte Leitungen wird ein heißes Medium, beispielsweise gesättigter Dampf, zum Erwärmen des Bandes 1b an der Ober- und der Unterseite zwischen den Rollen 2b und 3b in den Behälter B eingeleitet. Ferner ist zwischen den Rollen 2c und 3c des Bandes 1c ein Raum oder Behälter 9 vorgesehen, der zwischen den Rollen 2c und 3c an der Ober- und der Unterseite gegen die Innenfläche des Bandes 1c abgedichtet ist. Ein kaltes Medium, beispielsweise Wasser, kann in den Behälter oder Raum 9 über nicht dargestellte Leitungen eingeleitet werden, um das Band 1c zwischen den Rollen 2c und 3c an der Ober- und der Unterseite zu kühlen. In ähnlicher Weise ist zwischen den Rollen 2d und 3d innerhalb des Bandes 1d ein Behälter oder Raum 10 vorgesehen, der gegen die Unterseite des Bandes abgedichtet ist. Ein heißes Medium, beispielsweise gesättigter Dampf, kann in den Behälter 10 eingeleitet werden. Rakel 11 liegen an der unteren Innenfläche der Bänder 1b und 1d innerhalb der Räume 8 und 10 an. Die Rakel 11 sammeln das auf der Oberfläche der Bänder kondensierte Wasser und leiten es aus dem Raum.

Die zu trocknende Schicht 4 wird zusammen mit dem Trockenfilz 5 derart in die durch die Bänder 1a und 1b gebildete erste Trockenzone geführt, daß die Schicht 4 an dem erwärmten Band 1b und der Filz an dem gekühlten Band 1a anliegt. Am Ende der ersten Trockenzone drehen die Schicht 4 und der Filz 5 mit dem Band 1b um dessen Umlenkrolle 3b, so daß die Schicht in Anlage an die Oberfläche des Bandes 1b gedrückt wird, während die eine Oberfläche des Filzes in Anlagen an der Schicht und die andere Oberfläche in Kontakt mit der Luft ist. Die Schicht 4 und der Filz 5 werden zwischen den Bändern 1b und 1c weiterbewegt. Das Band 1b wird erneut erwärmt und das Band 1c wird gekühlt, so daß die Schicht 4 an der Oberfläche des Bandes 1b und der Filz 5 an der Oberfläche des Bandes 1c anliegt, während die Schicht 4 und der Filz 5 ebenfalls aneinander anliegen. Nachdem sie die von den Bändern 1b und 1c gebildete zweite Trockenzone durchlaufen haben, werden sie zusammen mit dem Band 1c um dessen Umlenkrolle 2c zwischen die Bänder 1c und 1d geführt. Nun bildet die textile Schicht 4 die Außenschicht, so daß sie der Luft zugewandt wäre, wodurch jedoch eine effektive Trocknung behindert würde. Daher ist außerhalb der Rolle 2c zwischen den Rollen 2b und 2d eine Dampfhaube 12 vorgesehen, um das Eindringen von Luft in die Schicht 4 zu verhindern. Nachdem die Schicht 4 und der Filz 5 die von den Bändern 1c und 1d gebildete dritte Trockenzone durchlaufen haben, werden die Schicht 4 und der Filz 5 voneinander getrennt, wobei die Schicht 4 dem nachfolgenden Verarbeitungsgang zugeführt und der Filz 5 durch Hilfsrollen 13 zum Einlaßende der Trockenvorrichtung zurückgeführt wird. Vor dem Rückführen zur Trockenvorrichtung wird der Filz mittels an sich bekannter (nicht dargestellter) Entwässerungsvorrichtungen entwässert.

In Figur 2 werden für entsprechende Teile die selben Bezugszeichen wie in Figur 1 verwendet. Figur 2 ist eine gegenüber Figur 1 detailliertere schematische Darstellung eines Praktischen Ausführungsbeispiels der Vorrichtung. Im unterschied zu der Vorrichtung nach Figur 1 weist sie einen separaten Transportdraht 14 auf, der sich, wie in der Figur dargestellt, gleichzeitig mit dem Filz 5 durch alle Trockenzonen bewegt. Die Schicht 4 wird beispielsweise über eine Rolle 15 von einem Preßabschnitt 16 auf den Draht 14 und weiter durch die Luftentfernungseinrichtung 6 zum Einlaß der ersten Trokkenzone bewegt, und zwar in ähnlicher Weise wie der Trockenfilz 5, der ebenfalls durch die Luftentfernungseinrichtung 6 geführt wird. Die erste Trockenzone, in der das meiste Wasser aus der Schicht 4 entfernt wird, weist einen separaten Trockenfilz 5' auf, der sich um das Band 1a und somit ebenfalls um die Rollen 2a und 3a bewegt. Am Ende der ersten Trockenzone wird der Filz 5' von dem Draht 14 getrennt und in an sich bekannter Weise mittels verschiedener Hilfs- und Streckrollen von unterhalb des Bandes 1a zum Einlaß der ersten Trockenzone zurückbewegt. Während des Rückführens wird Wasser aus dem Filz 5' durch Entwässerungseinrichtungen 17 entfernt. Der Draht 14 und die Schicht 4 drehen mit dem Band 1b um die Rolle 3b, während sich der Draht 14 auf der Außenseite befindet, und sie laufen zwischen den Bändern 1b und 1c in die von diesen gebildete zweite Trockenzone, wodurch die Schicht 4 erneut in Anlage an das erwärmte Band 1b gebracht wird. An der Verbindung zwischen den beiden Bändern 1b und 1c und den Rollen 3b und 3c sind Luftentfernungseinrichtungen 18 für einen Trockenfilz 5" vorgesehen. Die Luftentfernungseinrichtungen weisen eine geschlossene und dichte Kammer auf, die der Filz 5" durchläuft, bevor er in die Trockenzone eintritt. In der Kammer wird heißer gesättigter Dampf durch den Filz 5" geleitet, um das in den Poren des Filzes enthaltene Wasser zu entfernen und durch Dampf zu ersetzen. Der zweite Filz 5" wird durch die zweite Luftentfernungseinrichtung 18 und ferner zwischen den Draht 14 und das gekühlte Band 1c geleitet, so daß er an der Oberfläche des Bands 1c anliegt. Während die Schicht 4 an dem erwärmten Band 1b und der Filz 5" an der Oberfläche des gekühlten Bandes 1c anliegt, bewegen sie sich zusammen mit dem zwischen ihnen angeordneten Draht 14 durch die zweite Trockenzone und aus dieser heraus, während die Bänder 1b und 1c sich um die Rollen 2b und 2c herumdrehend voneinander entfernen. In dieser Stufe drehen sich der Filz 5", der Draht 14 und die Schicht 4 mit dem Band 1c um die Rolle 2c, wobei sie in die dritte Trockenzone zwischen den Bändern 1c und 1d geführt werden. Um die Schicht 4 zu schützen und das Füllen seiner Poren mit Luft zu verhindern, ist außerhalb der Rolle 2c zwischen den Bändern 1b und 1d eine Dampfhaube 12 vorgesehen. Die Haube verhindert das Eindringen von Luft in die Schicht.

In der dritten Trockenzone gelangt der Filz 5" erneut in Anlage an der Oberfläche des gekühlten Bandes 1c, während die Schicht in Anlage an der Oberfläche des erwärmten Bandes 1d gebracht wird, so daß das Schicht 4 und der Filz 5" sowie der dazwischen angeordnete Draht 14 die dritte Trokkenzone durchlaufen, während die Schicht 4 in Anlage an der erwärmten Oberfläche und der Filz 5" in Anlage an der gekühlten Oberfläche ist. Am Ende der dritten Trockenzone wird der Filz 5" von dem Draht 14 gelöst und durch an sich bekannte Hilfs- und Streckrollen abwärts und durch Entwässerungseinrichtungen 19 zurück in die zweite Trockenzone geführt. Der Draht 14 transportiert jedoch die Schicht 4 weiter bis zur Übergabe auf einen nachfolgenden Draht 20 und, beispielsweise über die Rollen 20 und 21, weiter zur nachfolgenden Bearbeitungsstufe. Der Draht 14 wird weiter über an sich bekannte Hilfs- und Streckrollen zum Einlaßende der Trockenvorrichtung und, zusammen mit der Schicht, weiter zum Einlaß transportiert.

Ein Vorteil der Vorrichtung besteht darin, daß sie einfach und kompakt ist und die Bänder 1a-1d nicht über die gesamte Länge des Trockners gestützt werden müssen, da die Bänder in jeder Trockenzone im wesentlichen gerade gehalten werden, indem die Medien in geeigneter Weise in bezug zueinander druckbeaufschlagt werden. Lediglich die Bereiche der Bänder 1a und 1d, die nicht Teil der Trockenzonen bilden, müssen beispielsweise durch separate Stützrollen 23 gestützt werden, um sie in diesen Abschnitten gerade zu halten. Außerhalb der Trockenzonen werden die Filze und die Drähte mittels an sich bekannter Stütz-, Streck- und Umlenkrollen weitergeleitet. Die Zahl und die Positionen der Rollen sind für den Fachmann offensichtlich und werden je nach den Erfordernissen des einzelnen Falles gewählt.

Wie in Figur 2 dargestellt, sind die jeweils übereinander angeordneten Rollen 2a-2d und 3a-3d nicht in vertikaler Flucht angeordnet; stattdessen sind benachbarte Rollen in Längsrichtung der Bänder voneinander entfernt angeordnet.

Dies ist detaillierter in Figur 3 dargestellt, die die jeweilige Position der übereinander angeordneten Rollen 2a und 2b darstellt. Die Achsen der in der Figur 3 dargestellten Rollen 2a und 2b sind in Richtung der durch die Bänder 1a und 1b gebildeten Trockenzone voneinander beabstandet, so daß der punkt, an dem das Band 1b eine Tangente der Rolle 2b bildet, das heißt, der Punkt, an dem es die Rolle verläßt, vor dem entsprechenden Punkt der Rolle 2a und des Bandes 1a liegt. Die Schicht 4, der Draht 14 und der Filz 5' gelangen daher derart in Anlage zwischen den Bändern 1a und 1b, daß, wenn sie gleichzeitig an beiden Bändern anliegen, eine Rolle hinter nur einem der Bänder ist. Diese Struktur ist vorteilhaft, wenn aus irgend einem Grunde Faserbüschel oder andere Ansammlungen in der Schicht vorhanden sind, die dicker als der Rest der Schichts sind. Das Band, in dem vorliegenden Fall das Band 1b, gibt daher von der Rolle 2a weggerichtet nach, so daß kein solcher plötzlicher Stoßeffekt erzeugt wird wie bei miteinander fluchtenden Rollen. Bei Verwendung dieser Struktur bei allen Rollen 2a-2d und 3a-3d sämtlicher Bänder, wird der gleiche Vorteil am Beginn jeder Trockenzone erreicht, wodurch die auf die Vorrichtung ausgeübten Belastungen verringert werden.

Die zugehörigen Zeichnungen und die Beschreibung beschreiben eine bestimmte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung mehrere übereinander angeordnete Trockenzonen auf und die Schicht tritt von einem Ende der Vorrichtung her in die erste Trockenzone ein und verläßt die Vorrichtung an der letzten Trockenzone am entgegengesetzten Ende. In diesem Fall wurde eine ungerade Zahl von Trockenzonen gewählt, so daß eine gerade Zahl von Bändern in zwei unmittelbar übereinanderliegenden Trockenzonen arbeiten konnte. Jedoch kann die Vorrichtung auch eine gerade Zahl von Trockenzonen aufweisen, wodurch die Schicht vom Ende der letzten Trockenzone unter Verwendung herkömmlicher Mittel in die nachfolgende Verarbeitungsstufe überführt werden kann. Obwohl die zuvor beschriebene Vorrichtung in horizontaler Richtung ausgerichtet ist, so daß die Trockenzonen im wesentlichen horizontal sind, ist es ebenfalls möglich, die Vorrichtung derart anzubringen, daß sie vertikal angeordnet ist, wobei die Schicht je nach Anzahl der Trockenzonen am oberen oder unteren Ende eingeführt und entsprechend am oberen oder unteren Ende abgenommen werden kann. Bei der beschriebenen Lösung werden ein separater Transportdraht und zwei separate Trockenfilze verwendet. Die Vorrichtung kann auch derart ausgebildet sein, daß sich ein Filz durch die gesamte Vorrichtung hindurch erstreckt, wobei der Filz gegebenenfalls zwischen den Trockenzonen entwässert werden kann. Es ist kein Transportdraht erforderlich, sondern die Schicht kann auf einem Filz transportiert werden. Es ist ferner möglich, mehrere Trokkenfilze zu verwenden und die Schicht mittels eines speziellen Aufnahmedrahtes von einer Trockenzone in die nächste zu bewegen.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Trocknen einer Faserschicht (4) mit

- wenigstens einem Trockenfilz (5; 5', 5") zum Aufnehmen von Wasser von der zu trocknenden Schicht (4);

- einer Einrichtung (17, 19) zum Entfernen von Wasser von dem Filz (5; 5', 5");

- einer Einrichtung (6, 18) zum Entfernen von Luft aus der Schicht (4) und dem Filz (5; 5', 5"); und

- wenigstens zwei in Bewegungsrichtung der Schicht (4) aufeinanderfolgend angeordneten Trockenbereichen,

- wobei die Schicht (4) und der Filz (5; 5', 5") in den Trockenbereichen zwischen zwei gegeneinander angeordneten Trockenelementen hindurchlaufen, die sich parallel zu und mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen wie die Schicht und der Filz, derart, daß die Schicht (4) die Oberfläche eines Trockenelements und der Filz (5; 5', 5") die Oberfläche des anderen Trockenelements berührt, wobei jedes Trockenelement ein luftdichtes Endlosband (1a-1d) mit guter Wärmeleitfähigkeit und eine Einrichtung zum Bewegen des Bandes (1a-1d) auf die genannte Weise aufweist;

- einer Einrichtung (8, 10) zum Erwärmen jedes die Schicht (4) berührenden Bandes (1b, 1b); und

- einer Einrichtung (7, 9) zum Kühlen jedes den Filz (5; 5', 5") berührenden Bandes (1a, 1c),

dadurch gekennzeichnet,

- daß mindestens jeweils eine Kühl (7, 9) oder eine Heizeinrichtung (8, 10) und wenigstens jeweils zwei Heiz- (8, 10) oder Kühleinrichtungen (7, 9) abwechselnd übereinander senkrecht zur Oberfläche der Schicht (4) angeordnet sind, wodurch wenigstens zwei Trockenbereiche gebildet sind,

- daß die wenigstens eine Kühl (7, 9) beziehungsweise Heizeinrichtung (8, 10) zweimal auf das Endlosband einwirkt,

- daß ein Teil der Endlosbänder (1b, 1c) eines der Trockenelemente in zwei übereinanderliegenden und in Richtung der Bewegung der Schicht aufeinanderfolgend angeordneten Trokkenbereichen bildet,

- daß die Bewegungsrichtung der Schicht (4) in den beiden Trockenbereichen gegenläufig ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der übereinander angeordneten Trockenbereiche ungerade ist und daß die Trockenelemente auf benachbarten Seiten jedes Paares von unmittelbar übereinanderliegenden Trockenbereichen durch dasselbe Endlosband (1b, 1c) gebildet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Band (1b, 1c), das in aufeinanderfolgenden Trockenbereichen zwei Trockenelemente bildet, in beiden Erwärmungs- oder Kühlbereichen erwärmt oder gekühlt wird.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens der erste Trockenbereich einen separaten Trockenfilz (5') und eine Einrichtung (17) zum Entfernen von Wasser aus dem Filz (5') aufweist.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen separaten Draht (14) zum Transportieren der Schicht (4) aufweist, der derart angeordnet ist, daß er sich zwischen der Schicht (4) und dem Filz (5; 5', 5") durch jeden Trockenbereich erstreckt.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens das zwei Trockenelemente bildende erste Endlosband (1b) derart angeordnet ist, daß es in beiden Trockenbereichen in Berührung mit der Schicht (4) ist und daß es in beiden Bereichen durch die Heizeinrichtung (8) erwärmt ist.

7. Vorrichtung zum Trocknen eines Faserschichts (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (1a, 1d) um an der Schichtoberfläche anliegende Rollen (2a-2d und 3a-3d) laufen, derart, daß einander benachbarte Bänder (1a, 1b; 1b, 1c; 1c, 1d) zwischen den Rollen (2a, 3a; 2b, 3b; 2c, 3c; 2d, 3d) im wesentlichen parallel sind, und daß zwei Rollen (2a, 2b; 2b, 2c; 2c, 2d; 3a, 3b; 3b, 3c; 3c, 3d), die in Querrichtung zur Oberfläche der Schicht (4) unmittelbar übereinander angeordnet sind, derart in der Bewegungsrichtung der Schicht (4) versetzt angebracht sind, daß ihre Achsen einen Abstand (L) voneinander aufweisen.







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