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Dokumentenidentifikation DE4215715C2 16.02.1995
Titel Lagerbuchse
Anmelder Telair International Cargo Systems GmbH, 83734 Hausham, DE
Erfinder Huber, Thomas, 8127 Iffeldorf, DE
Vertreter Popp, E., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.pol.; Sajda, W., Dipl.-Phys.; Reinländer, C., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Bohnenberger, J., Dipl.-Ing.Dr.phil.nat., 80538 München; Bolte, E., Dipl.-Ing.; Möller, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 28209 Bremen
DE-Anmeldedatum 13.05.1992
DE-Aktenzeichen 4215715
Offenlegungstag 18.11.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.02.1995
IPC-Hauptklasse F16C 33/08
IPC-Nebenklasse B23P 19/00   F16B 4/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lagerbuchse zum Lagern eines Endes einer Welle oder Achse in einer Wand, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Insbesondere bei Verankerungseinrichtungen für Frachtgut in Flugzeugen müssen Wellen oder Achsen mit ihren beiden Enden in einander gegenüberliegenden, vertikalen Seitenwänden eines nach oben offenen Profils auf möglichst einfache und kostengünstige Weise gelagert werden. Derartige Profile bilden beispielsweise die Basis von Frachtcontainer-Verankerungen, die mit Hilfe von Schnellverschlüssen in Schienen verankert werden müssen, die im Boden des Frachtraums eingelassen sind.

Die Lagerung der Wellen bzw. Achsen kann entweder drehbar oder drehfest sein. Im ersteren Fall dreht sich die Welle bezüglich der Profilseitenwände, während im zweiten Fall auf der feststehenden Achse ein weiteres Element drehbar gelagert ist.

Entscheidend ist, daß derartige Wellen oder Achsen und ihre Lager so ausgebildet sein müssen, daß sie vom halternden Profil her gesehen insbesondere in radialer Richtung erhebliche Kräfte aufnehmen können. Sitzt z. B. auf einer derartigen Welle ein festschnappbarer Riegel, mit dem ein Frachtcontainer am Boden des Flugzeug-Frachtraums festgehalten werden soll, so muß die Welle gemeinsam mit ihren Lagern bei Flugbewegungen, die vom Horizontalflug abweichen, Kräfte aufnehmen, die außerordentlich groß werden können.

Dabei soll das Profil, in dem diese Wellen oder Achsen gelagert sind, möglichst leicht sein. Es wird daher aus Aluminium gefertigt und seine einander gegenüberliegenden Schenkel bzw. Seitenwände haben miteinander fluchtende, durchgehende Bohrungen, durch die hindurch sich die jeweiligen Wellen so erstrecken, daß die Wellenenden über die jeweilige Profilwand-Außenseite nur wenig oder nicht hinausragen. Da das Aluminium zu weich ist, um die Wellen in diesen Bohrungen mit der erforderlichen Festigkeit zu lagern, ist in jede Bohrung eine aus Stahl bestehende Lagerbuchse eingesetzt, die aus einem im wesentlichen hohlzylindrischen, d. h. eine durchgehende Innenbohrung besitzenden Buchsenkörper besteht, an dessen einen Stirnende sich ein radial vorstehender Bund befindet.

Aus der DE-AS 12 09 396 ist ein Verfahren zur Herstellung von Lagerstellen in Platinen mit gestanzten oder gebohrten Löchern sowie eine Ausgestaltung von Lagerbuchsen zur Durchführung dieses Verfahrens bekannt. Die bekannte Lagerbuchse ist in der eingangs genannten Weise ausgebildet, insbesondere liegt bei in das jeweilige gestanzte oder gebohrte Loch einer Platine eingeführter Lagerbuchse ein radial vorstehender Bund derselben an einer Seitenfläche der Wand dieser Platine bündig an. Nach dem Einführen der Lagerbuchse in das entsprechende Loch wird auf der dem radial vorstehenden Bund gegenüberliegenden Seite mittels eines Stanzwerkzeuges ein Nietrand umgebördelt, so daß die Lagerbuchse bezüglich der Platine fixiert ist.

Nachteilig hierbei ist, daß der Nietrand schwach ausgebildet sein kann bzw. die Umbördelung die Lagerbuchse oder die Platine an dieser Stelle schwächt. Dadurch ist es möglich, daß sich bei einer großen Belastung der Nietring lockert, so daß sich die Fixierung zwischen Lagerbuchse und Platine löst.

Die gleiche Problematik ist auch bei einer Lagerbuchse gegeben, wie sie aus "Fertigungs- und stoffgerechtes Gestalten in der Feinwerktechnik", K.-H. Sieker, Springer Verlag, 1994, Seiten 4, 123 sowie 139, bekannt ist. Auch bei dieser bekannten Lagerbuchse wird die Fixierung zwischen einer Unterlegscheibe und der Lagerbuchse mittels Nietung durchgeführt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lagerbuchse der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß eine lange Funktionssicherheit bei gleichbleibender, hoher Belastbarkeit auch dann gewährleistet ist, wenn dünnwandige Profile verwendet werden, wobei ein Herausrutschen der Wellen bzw. der Achsen aufgrund einer Verformung der Lagerbohrungen oder der Profile selbst sicher vermieden werden soll.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die im Anspruch 1 zusammengefaßten Merkmale vor.

Diese erfindungsgemäßen Maßnahmen haben zur Folge, daß sich die formschlüssig mit den Profilwänden verbundenen Lagerbuchsen in ihren Öffnungen nicht mehr unter Aufweitung und Verformung dieser Öffnung verkippen können. Um eine solche Verkippung herbeizuführen, müßte die gesamte Profil-Seitenwand S-förmig verbogen werden. Die hierfür erforderlichen Kräfte sind aber wesentlich höher als Kräfte, die ausreichen, um die Lagerbohrungen aufzuweiten und zu verformen. Die Lagerbuchsen können wegen ihrer formschlüssigen Verbindung mit den Profilseitenwänden nicht mehr aus diesen herausrutschen. Da keine Verkippung der Lagerbuchsen gegen die Einbaulage möglich ist, ist auch mit Sicherheit ausgeschlossen, daß die Wellenenden aus den Lagerbuchsen herausgezogen werden.

Somit lassen sich also gleich große Kräfte mit Profil-Seitenwänden aufnehmen, die durchgehend eine geringe Wandstärke haben, d. h. insbesondere in den Bereichen, in denen Lagerbuchsen vorgesehen sind, keine größere Wandstärke als in ihren übrigen Teilen aufweisen müssen. Wegen der durchgehenden gleichförmigen Wandstärke können derartige Profile stranggepreßt werden, ohne daß in ihnen nachträglich zur teilweisen Wandstärkenverminderung dienende Ausnehmungen oder dergleichen durch Fräsen oder andere Bearbeitungsvorgänge ausgebildet werden müssen.

Läßt man die freien Enden einer Welle oder einer Achse, die mit Hilfe erfindungsgemäßer Lagerbuchsen in einem derartigen Profil gelagert ist, nach außen über die zusammengedrückten Lagerbuchsen etwas vorstehen, so können hier Vorrichtungen, beispielsweise einfache Seeger-Ringe aufgesetzt werden, die eine axiale Verschiebung der gelagerten Welle oder Achse bezüglich der Lagerbuchsen und damit auch bezüglich der Profilseitenwände ausschließen. Eine Welle bzw. Achse, die auf diese Art in einem einseitig offenen U-Profil gelagert ist, wirkt als Zugglied, das verhindert, daß die Profilseitenwände sich in der eingangs beschriebenen Art voneinander entfernen können.

Vorzugsweise werden die Lagerbuchsen so in die Profilseitenwände eingesetzt, daß ihre von vorneherein vorhandenen radial überstehenden Bünde auf der Profilinnenseite angeordnet sind. Diese, eine gleichförmige Dicke aufweisenden Bünde können dann gleichzeitig als Anlaufflächen und Abstandshalter für auf den Wellen oder Achsen gelagerte, sich gegen das Profil bewegende Teile dienen.

Gemäß einem besonders bevorzugten Einbauverfahren werden die zunächst noch nicht verformten Lagerbuchsen in die sie aufnehmenden Bohrungen eingesetzt. Danach wird in die Innenbohrung der Lagerbuchse ein Dorn eingeführt, dessen Außendurchmesser paßgenau an den Innendurchmesser der Lagerbuchsenbohrung angepaßt ist. Erst nach Einführen dieses Dorns wird die Lagerbuchse in axialer Richtung unter plastischer Verformung zusammengedrückt. Dadurch ist sichergestellt, daß der Materialfluß in radialer Richtung nur nach außen erfolgt und zur Ausbildung der gewünschten Aufwölbung führt. Der für das spätere Einführen der zu lagernden Welle oder Achse erforderliche Innenraum der Lagerbuchsen-Innenbohrung bleibt unverändert. Außerdem wird durch den Dorn sichergestellt, daß der sich in axialer Richtung bewegende Teil der Lagerbuchse nicht radial versetzt oder verkantet wird.

Statt eines gesonderten Dorns, der nach dem Zusammendrücken der Lagerbuchsen wieder herausgezogen werden muß, kann, wenn die geometrischen Verhältnisse es zulassen, die Lagerbuchse auch bei bereits eingesetzter Welle oder Achse in axialer Richtung zusammengepreßt werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lagerbuchse sind in den Unteransprüchen niedergelegt.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt die einzige Figur eine Querschnittsansicht durch ein U-förmiges Profil, in dessen Seitenwände zwei zur Lagerung einer durchgehenden Welle einander gegenüberliegende, erfindungsgemäße Lagerbuchsen teilweise (linke Seite) bzw. vollständig (rechte Seite) eingebaut sind.

Wie man der Figur entnimmt, besitzt das U-förmige Profil 1 einen in der Zeichnung unteren, horizontalen, durchgehenden Quersteg 2, dessen Mittelteil der einfacheren Darstellung halber in der Figur weggelassen ist.

An jedem der Enden des Querstegs 2 schließt sich ein in rechtem Winkel nach oben ragender Schenkel 4 bzw. 5 an. Über die gesamte Länge des Profils erstrecken sich am oberen bzw. unteren Ende eines jeden der beiden Schenkel 4 bzw. 5 im Querschnitt L-förmige Versteifungsrippen 6, 7 bzw. 8, 9, die so an die Schenkel 4 bzw. 5 angesetzt sind, daß sie mit diesen einen C-förmigen Querschnitt bilden, der nach außen, d. h. von der Längsmittelebene des Profils 1 weggerichtet offen ist.

Die beiden Wände bzw. Schenkel 4, 5 des Profils 1 weisen einander gegenüberliegende Bohrungen 10, 11 auf, von denen in der Figur zwei wiedergegeben sind. In diese Bohrungen sind Lagerbuchsen 14 eingesetzt, von denen die in der Figur linke noch die Form besitzt, mit der sie hergestellt und in die Bohrung 11 eingeschoben wurde, während die in der Figur rechts wiedergegebene Lagerbuchse durch Zusammendrücken in axialer Richtung bereits fertig montiert ist.

Wie man der Figur entnimmt, besitzt jede der Lagerbuchsen einen zylindrischen Buchsenkörper 16, dessen Außendurchmesser so gewählt ist, daß die Buchsen 14 im Paßsitz in die Bohrungen 10 bzw. 11 eingeführt werden können. An dem einen seiner beiden Stirnenden besitzt jeder der zylindrischen Buchsenkörper 16 einen radial überstehenden Bund 18, der im eingebauten Zustand mit seiner dem Buchsenkörper 16 zugewandten Stirnfläche an der inneren Seitenfläche des Profilschenkels 4 bzw. 5 anliegt. Um diese bündige Anlage zu ermöglichen ohne an den Bohrungen 10, 11 einen Kantenbruch vorsehen zu müssen, ist im Übergangsbereich zwischen dem Bund 18 und der zylindrischen Außenfläche des Buchsenkörpers 16 in letzterer ein Freistich in Form einer sich über den gesamten Umfang ersteckenden Nut 19 mit geringer radialer Tiefe ausgebildet.

Die axiale Länge des zylindrischen Buchsenkörpers 16 ist im unzusammengedrückten Zustand der Lagerbuchse 14 etwa doppelt so groß wie die Wandstärke der Schenkel 4 bzw. 5.

Durch den Buchsenkörper 16 erstreckt sich in axialer Richtung eine durchgehende, im Querschnitt kreiszylindrische Bohrung 20, die zur Aufnahme der zu lagernden Welle 22 einen Innendurchmesser besitzt, der gleich dem Außendurchmesser der Welle 22 ist. Die Wandstärke des zylindrischen Buchsenkörpers 16 ist etwas kleiner als der halbe Innendurchmesser der durchgehenden Bohrung 20. Um das Einführen der Welle 22 zu erleichtern, ist die Innenbohrung 20 an ihren beiden axialen Enden geringfügig trichterförmig erweitert.

In die innere Zylinderfläche der Bohrung 20 ist eine in Umfangsrichtung verlaufende, sich in etwa über 2/3 der Wandstärke radial nach außen erstreckende Nut 24 eingearbeitet, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen in etwa quadratischen Querschnitt besitzt. Der Abstand der näher beim Bund 18 liegenden Nutseitenwand 25 von der dem Buchsenkörper zugewandten Stirnfläche des Bundes 18 ist gleich der Wandstärke der Profilschenkel 4, 5.

Nachdem eine solche Lagerbuchse 14 in die zugehörige Bohrung 10 bzw. 11 in der in der Figur links dargestellten Weise eingesetzt worden ist, wird in ihre Bohrung 20 ein Dorn eingeführt, der ähnlich wie die in der Figur rechts gezeigte Welle 22 den Buchseninnenraum vollständig ausfüllt. Danach wird die Lagerbuchse 14 in axialer Richtung zusammengepreßt, wobei der eingeführte Dorn verhindert, daß bei dieser plastischen Verformung ein Materialfluß in die Bohrung 20 hinein erfolgt und dadurch deren lichte Weite verengt. Außerdem sorgt der Dorn dafür, daß sich derjenige Teil des Buchsenkörpers 16, der beim axialen Zusammendrücken zu dem betreffenden Profilschenkel 4 bzw. 5 hin verschoben wird, sich tatsächlich nur in axialer Richtung bewegt, ohne daß es zu einer radialen Verschiebung oder Verkantung kommt, die ebenfalls das spätere Einführen der Welle 22 erschweren bzw. im ungünstigsten Fall sogar verhindern würde.

Das axiale Zusammendrücken der Lagerbuchsen 14 erfolgt so weit, daß die einander gegenüberliegenden Nutseitenwände 25, 26 aneinander zum Anliegen kommen, d. h. also noch etwas weiter als auf der rechten Seite der Figur dargestellt. Dort ist die Nut 24 der Deutlichkeit halber noch mit einer etwas größeren Restweite wiedergegeben.

Durch die durch das Zusammendrücken in axialer Richtung bewirkte plastische Verformung wölbt sich auf der dem Bund 18 gegenüberliegenden Seite des Profilschenkels 4 bzw. 5 ein Randwulst 28 auf, der sich über den gesamten Umfang der Lagerbuchse 16 erstreckt. Mit seiner zur Außenfläche des Buchsenkörpers nahezu rechtwinkelig radial verlaufenden, der Außenfläche des Profilschenkels 4 zugewandte Stirnfläche liegt der Randwulst 28 bündig an dieser Außenfläche an, so daß zwischen der Lagerbuchse 14 und dem Schenkel 4 bzw. 5 eine feste, formschlüssige Verbindung geschaffen wird, die mit Sicherheit verhindert, daß die Lagerbuchse in der einen oder anderen axialen Richtung aus der zugehörigen Bohrung 10 bzw. 11 herausgezogen werden kann. Wie auf der rechten Seite der Figur dargestellt, ragt die Welle 22 mit ihrem zugehörigen Ende 30 über die zusammengepreßte Lagerbuchse 14 geringfügig nach außen vor. Entsprechendes gilt natürlich auch für das gegenüberliegende, in der Figur nicht dargestellte Ende der Welle 22, wenn die dort befindliche Lagerbuchse 14 in entsprechender Weise in axialer Richtung zusammengedrückt worden ist.

Auf die beiden geringfügig überstehenden Enden 30 der Welle 22 kann dann jeweils ein Seeger-Ring aufgesetzt werden, der verhindert, daß auch dann, wenn in Richtung des Pfeiles F extrem große Kräfte auf die Welle 22 wirken, die Enden 30 der Welle 22 aus den zugehörigen Lagerbuchsen herausgezogen werden können.

Vielmehr wird durch diese Anordnung in das nach oben offene Profil 1 eine Querversteifung eingezogen, die verhindert, daß sich die Schenkel 4, 5 des Profils beim Einwirken der oben geschilderten Kräfte voneinander wegbewegen und damit das Verbiegen der Welle 22 und das Herausrutschen ihrer Enden 30 aus den Lagerbuchsen 16 erleichtern können. Eine Verschiebung der Lagerbuchsen 14 gegen die Schenkel 4 bzw. 5 ist durch die formschlüssige Verbindung, die mit Hilfe des Bundes 18 und des Randwulstes 28 erzeugt worden ist, ohnehin ausgeschlossen. Auch ein unter Auslaibung der Bohrungen 10 bzw. 11 auftretendes Verkippen der Längsachsen der Lagerbuchsen 14 gegen die Einbaurichtung wird zuverlässig verhindert.

Entsprechendes gilt auch für Kräfte, die der Richtung des Pfeiles F entgegengerichtet wirken und ohne die erfindungsgemäßen Maßnahmen ein Einknicken der Profilseitenwände 4, 5 nach innen verursachen könnten.

Aufgrund der durch die beschriebene Ausbildung der Lagerbuchsen erzielbaren hohen Steifigkeit der zusammengebauten Vorrichtung kann für gleichbleibende Belastbarkeit die Wandstärke der Profilschenkel 4, 5 wesentlich geringer gewählt werden, als dies bisher der Fall war. Dadurch wird es möglich, bei gleichzeitiger Gewichtsverminderung diese Schenkel 4, 5 über die gesamte Länge mit gleichbleibender Wandstärke auszubilden. Als Folge hiervon kann das gesamte Profil 1 im Strangpreßverfahren fertig hergestellt werden, was zu einer erheblichen Kostenverminderung führt.

Die eben beschriebenen Vorteile lassen sich unabhängig davon erzielen, ob die Welle 22 in den Lagerbuchsen 14 drehbar oder drehfest gelagert ist.

Bei dem wiedergegebenen Ausführungsbeispiel haben die Welle 22, die Innenbohrungen 20 der Buchsen 14 und auch die Lagerbohrungen 10, 11 der Profilschenkel 4, 5 jeweils einen kreisförmigen Querschnitt. Das erfindungsgemäße Prinzip ist von dieser Querschnittsform jedoch unabhängig und kann auch bei quadratischen oder anders geformten Querschnitten zur Anwendung kommen. Entsprechendes gilt auch, wenn die beiden Wände, in denen die Wellenenden gelagert werden sollen, nicht Bestandteile ein und desselben Profils sind und/oder nicht parallel zueinander verlaufen.


Anspruch[de]
  1. 1. Lagerbuchse (14) zum Lagern eines Endes (30) einer Welle oder Achse (22) in einer Wand, insbesondere in einem Schenkel (4, 5) eines in etwa U-förmigen Profils (1), wobei die Lagerbuchse (14) einen Buchsenkörper (16), durch den sich eine durchgehende Innenbohrung (20) zur Aufnahme der Welle oder Achse (22) erstreckt, und einen an dem einen Stirnende des Buchsenkörpers (16) über diesen radial vorstehenden Bund (18) aufweist, der im eingebauten Zustand, in welchem die Lagerbuchse (14) mit ihrem Buchsenkörper (16) in eine durchgehende Bohrung (10, 11) in der Wand (4, 5) eingesetzt ist, an der einen Seitenfläche dieser Wand (4, 5) bündig anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Länge des Buchsenkörpers (16) größer als die Dicke der die Lagerbuchse (14) aufnehmenden Wand (4, 5) ausgebildet ist, daß in die Innenfläche der Innenbohrung (20) des Buchsenkörpers (16) eine umfangsmäßig verlaufende, sich radial nach außen erstreckende Nut (24) eingearbeitet ist, deren Abstand von der stirnseitigen Anlagefläche des radial überstehenden Bundes (18) gleich der axialen Dicke der Wand (4, 5) ist und die den Buchsenkörper (16) in zwei in axialer Richtung voneinander abgesetzte Teile mit gleichem Innendurchmessesr unterteilt, so daß der Buchsenkörper (16) nach dem Einsetzen der Lagerbuchse (14) in die Wand (4, 5) unter plastischer Verformung in axialer Richtung so zusammendrückbar ist, daß sich seine voneinander abgesetzten Teile in axialer Richtung aufeinanderzubewegen und sich auf der dem Bund (18) der Lagerbuchse (14) gegenüberliegenden Seite der Wand (4, 5) eine radial vorstehende Auswölbung (28) bildet, die gemeinsam mit dem Bund (18) die Lagerbuchse (14) mit der Wand (4, 5) formschlüssig verbindet.
  2. 2. Lagerbuchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehende Innenbohrung (20) in einer Ebene senkrecht zu ihrer Längsachse einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
  3. 3. Lagerbuchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehende Innenbohrung (20) in einer Ebene senkrecht zu ihrer Längsachse einen quadratischen Querschnitt aufweist.
  4. 4. Lagerbuchse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur des Buchsenkörpers (16) im Querschnitt die Form eines kreisförmigen Zylinders aufweist.
  5. 5. Lagerbuchse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur des Buchsenkörpers (16) im Querschnitt die Form eines quadratischen Prismas aufweist.
  6. 6. Lagerbuchse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Längsschnitt die Nut (24) mit einem quadratischen Querschnitt ausgebildet ist.
  7. 7. Lagerbuchse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Übergangsbereich zwischen der Außenfläche des Buchsenkörpers (16) und dem radial überstehenden Bund (18) ein Freistich in Form einer über den gesamten Außenumfang des Buchsenkörpers (16) verlaufenden, sich radial nach innen erstreckenden Nut (19) vorgesehen ist.
  8. 8. Lagerbuchse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende (30) einer in der Lagerbuchse (14) gelagerten Welle oder Achse (22) in axialer Richtung so weit aus der Lagerbuchse (14) vorsteht, daß auf ihm eine Vorrichtung befestigt werden kann, die eine axiale Verschiebung des Endes (30) zur Lagerbuchse (14) hin begrenzt.
  9. 9. Verfahren zum Einbau einer Lagerbuchse (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbuchse (14) so in die durchgehende Bohrung (10, 11) in der Wand (4, 5) eingesetzt wird, daß ihr radial überstehender Bund (18) an der einen Seitenfläche der Wand (4, 5) anliegt, daß in die Innenbohrung (20) der Lagerbuchse (14) im Paßsitz ein Dorn eingeführt wird, daß die Lagerbuchse (14) bei eingeführtem Dorn in axialer Richtung unter plastischer Verformung zusammengedrückt wird, und daß der Dorn nach dem Zusammendrücken aus der Innenbohrung (20) der Lagerbuchse (14) wieder herausgezogen wird, um das Einführen der zu lagernden Welle (22) zu ermöglichen.
  10. 10. Verfahren zum Einbau einer Lagerbuchse (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbuchse (14) so in die durchgehende Bohrung (10, 11) in der Wand (4, 5) eingesetzt wird, daß ihr radial überstehender Bund (18) an der einen Seitenfläche der Wand (4, 5) anliegt, daß in die Innenbohrung (20) der Lagerbuchse (14) die zu lagernde Welle oder Achse (22) eingeführt wird, und daß die Lagerbuchse (14) bei eingeführter Welle oder Achse (22) in axialer Richtung unter plastischer Verformung zusammengedrückt wird.
  11. 11. Verfahren zum Einbau einer Lagerbuchse (14) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammendrücken der Lagerbuchse (14) so erfolgt, daß einander gegenüberliegende, zuvor voneinander axial beabstandete Seitenwände (25, 26) der Vertiefung (24) aneinander zum Anliegen kommen.






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