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Dokumentenidentifikation DE4326639A1 16.02.1995
Titel Verfahren zum Erzeugen einer Tonuntermalung
Anmelder Domarkas, Andrew, 78333 Stockach, DE;
Howieler, Thomas, 78333 Stockach, DE
Erfinder Hohwieler, Thomas, 78333 Stockach, DE
Vertreter Weiß, P., Dipl.-Forstwirt Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 78234 Engen
DE-Anmeldedatum 09.08.1993
DE-Aktenzeichen 4326639
Offenlegungstag 16.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.02.1995
IPC-Hauptklasse G09B 9/042
IPC-Nebenklasse G09B 9/02   B60Q 5/00   
Zusammenfassung Bei einem Verfahren zur Erzeugung einer Tonuntermalung in einem Fahrzeug mit einer Lautsprecheranlage soll ein aufgezeichnetes Motorengeräusch laufend mit einem aktuellen Fahrzustand und/oder einer realen Motordrehzahl synchronisiert und über die Lautsprecheranlage zur Beschallung eines Fahrzeuginnenraumes verwendet werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen einer Tonuntermalung in einem Fahrzeug mit einer Lautsprecheranlage oder Fahrsimulator, sowie ein Gerät hierfür.

Bei den heutigen Fahrzeugen, insbesondere bei PKW und LKW, wird großer Wert auf die Verringerung der Geräuschemissionen und insbesondere auf die Verringerung des Geräuschpegels innerhalb der Fahrgastzelle gelegt. Diese Entwicklung ist an sich grundsätzlich zu begrüßen, jedoch fehlt einem nicht unerheblichen Teil von Benutzern des Fahrzeuges ein animierendes Motorengeräusch als unverzichtbarer Bestandteil des Ambientes beim Autofahren.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesem Nachteil abzuhelfen.

Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß ein aufgezeichnetes Motorengeräusch laufend mit einer Art aktuellem Fahrzustand und/oder einer realen Motorendrehzahl synchronisiert und über die Lautsprecheranlage zur Beschallung eines Fahrzeuginnenraumes verwendet oder durch beliebige Daten vorgegebener Parameter gesteuert wird.

Der Wunsch nach einem animierenden Motorengeräusch ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit einem Wunsch nach mehr Lautstärke. Deshalb braucht die Beschallung eines Fahrzeuginnenraums in Synchronisation mit dem aktuellen Fahrzustand bzw. der realen Motorendrehzahl nicht unbedingt zu einer Erhöhung der Lautstärke zu führen. Es genügt, wenn eine gleichwirkende Änderung der Tonuntermalung stattfindet.

Das Ganze geschieht unter Verzicht auf eine ungesetzliche Manipulation an beispielsweise der Abgasanlage oder dem Motor selbst. Lediglich anhand des aktuellen Fahrzustandes bzw. der realen Motordrehzahl wird die Beschallung des Fahrzeuginnenraumes verändert.

Als Fahrzustände, welche zur Synchronisation mit der Beschallung verwendet werden, kommen zum einen der Leerlauf und ferner die Beschleunigung durch Steigerung der Drehzahl bis zum Gangwechsel oder dem jeweiligen Drehzahllimit in Betracht. Auch das Halten einer konstanten Drehzahl oder das Abfallen der Drehzahl beim Gangwechsel bis zur Leerlaufdrehzahl dienen zur Änderung der Tonuntermalung. Das Gleiche gilt auch für einen Schiebebetrieb unter Last, d. h. kostante bis ansteigende Drehzahl bei gleichzeitig geschlossener Drosselklappe.

Das Signal zur Simulation von Leerlauf, Beschleunigung und konstanter Drehzahl wird vor allem an der Zündspule oder am Drehzahlgeber abgenommen. Das entsprechende Signal für die Fahrzustände Abfallen der Drehzahl und Schiebebetrieb wird am Signalgeber für die Schubabschaltung oder, falls nicht vorhanden, an einen anzubringenden pneumatischen Sensor im Ansaugtrakt abgegriffen.

Kernstück eines entsprechenden erfindungsgemäßen Gerätes ist ein Signalprozessor, der einerseits mit einer Lautsprecheranlage und andererseits mit einem Speicher für Simulations-Grundsignale verbunden ist. Bevorzugt wird als Signalprozessor ein Digital/Analog-Wandler verwendet. Für Speicher kommen zum einen ein irreversibler, zum anderen aber auch ein reversibler Speicher in Betracht. Letzterer dürfte bevorzugt mit einem CD-ROM Abspielgerät und/oder einer externen Lademöglichkeit für ein Simulations-Grundsignal in Verbindung stehen.

Zur Abstimmung mit anderen Audiogeneratoren innerhalb der Fahrgastzelle, beispielsweise mit einem Autoradio, ist bevorzugt zwischen Signalprozessor und der Lautsprecheranlage ein Interface eingeschaltet.

Der Steuerung des Signalprozessors dient ein Micro-Controller, der zumindest einen Anschluß an einen Unterbrecher, eine Zündspule oder einen Drehzahlgeber aufweist. Ferner kann noch ein Anschluß an einen Geschwindigkeitsgeber vorhanden sein.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in ihrer einzigen Figur ein Schaltschema eines erfindungsgemäßen Audio-Signal-Generators R zum Einsatz in eine nicht näher gezeigten Fahrzeug.

Kernstück dieses Generators R ist ein Signalprozessor 1, der als Digital/Analog-Wandler ausgelegt ist. Dieser Signalprozessor 1 ist mit einem irreversiblen EPROM 2 und einem reversiblen Speicher 3 (RAM/ROM) verbunden und wird alternativ durch das EPROM 2 bzw. den Speicher 3 gespeist.

Der Speicher 3 weist einen Anschluß 4 an eine externe Lademöglichkeit für ein Simulations-Grundsignal (Klangcharakteristik) sowie einen Input-Anschluß 5 und einen Output-Anschluß 6 an ein CD-ROM Abspielgerät auf.

Andererseits steht der Signalprozessor 1 über ein Interface 7 und einen Ausgang 8 mit das Audio-Signal verarbeitenden Komponenten, insbesondere mit einer im Auto vorhandenen Stereoanlage, in Verbindung. Dieses Interface 7 erhält ferner über einen Anschluß 9 Stereosignale von einem Autoradio oder anderen Signalquellen.

Der Signalprozessor 1 wird ferner durch einen Micro-Controller 10 gesteuert. Dieser steht über einen Anschluß 11 mit einer Klemme an einem Unterbrecher oder Drehzahlengeber, über einen Anschluß 12 mit einem Geber für Schubabschaltung und über einen Anschluß 13 mit einem Geschwindigkeitsgeber bzw. dessen Signalspannung in Verbindung. Dieser Micro-Controller 10 koppelt die Steuerungssignale der Anschlüsse 11 bis 13 mit einem simultativen Grundsignal. Durch diese Verbindung entsteht ein generiertes Audio-Signal, welches einen Klangeffekt erzeugt.

Optionell kann dem Micro-Controller 10 noch eine Infrarot- Steuerung 14 mit einem entsprechenden Anschluß 15 zugeordnet sein. Ferner weist der Micro-Controller 10 eine Schnittstelle 16 auf.

Wichtigster Parameter für die Erzeugung eines realistisch klingenden, synchronisierten Tonsignals ist die Auslegung des Signalprozessors 1, der die Aufgabe hat, ausgehend von einem Simulations-Grundsignal durch Interpolation das Frequenzspektrum abzudecken.

Bezugszeichenliste

1 Signalprozessor

2 EPROM

3 Speicher

4 Anschluß

5 Input-Anschluß

6 Output-Anschluß

7 Interface

8 Ausgang

9 Anschluß

10 Micro-Controller

11 Anschluß

12 Anschluß

13 Anschluß

14 Infrarot-Steuerung

15 Anschluß

16 Schnittstelle

R Generator


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Erzeugung einer Tonuntermalung in einem Fahrzeug mit einer Lautsprecheranlage oder Fahrsimulator, dadurch gekennzeichnet,

    daß ein aufgezeichnetes Motorengeräusch laufend mit einem aktuellen Fahrzustand und/oder einer realen Motordrehzahl synchronisiert und über die Lautsprecheranlage zur Beschallung eines Fahrzeuginnenraumes verwendet oder durch beliebige Daten vorgegebener Parameter gesteuert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß folgende Fahrzustände zur Synchronisation verwendet werden:
    1. - Leerlauf und/oder
    2. - Beschleunigung durch Steigung der Drehzahl bis zum Gangwechsel oder dem jeweiligen Drehzahllimit und/oder
    3. - Konstante Drehzahl und/oder
    4. - Abfallen der Drehzahl beim Gangwechsel bis zur Leerlaufdrehzahl und/oder
    5. - Schiebebetrieb unter Last, d. h. konstante bis ansteigende Drehzahl bei gleichzeitig geschlossener Drosselklappe.
  3. 3. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Signalprozessor (1) einerseits mit einer Lautsprecheranlage und andererseits mit einem Speicher (2, 3) verbunden ist.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalprozessor (1) als Digital/Analog-Wandler ausgelegt ist.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Signalprozessor (1) ein irreversibler Speicher (EPROM 2) zugeordnet ist.
  6. 6. Gerät nach einem der Ansprüche 3-5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Signalprozessor (1) ein reversibler Speicher (RAM/ROM 3) zugeordnet ist, welcher mit einem CD- ROM Abspielgerät und/oder einer externen Lademöglichkeit für ein Simulations-Grundsignal in Verbindung steht.
  7. 7. Gerät nach wenigstens einem der Ansprüche 3-6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Lautsprecheranlage und dem Signalprozessor (1) ein Interface (7) eingeschaltet ist, welches auch eine Verbindung zu einem Autoradio oder anderen Signalquellen aufweist.
  8. 8. Gerät nach wenigstens einem der Ansprüche 3-7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Signalprozessor (1) ein Micro-Controller (10) zur Steuerung zugeordnet ist, welcher zumindest einen Anschluß (11) an einen Unterbrecher, Zündspule oder Drehzahlgeber aufweist.
  9. 9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Controller auch mit einem Signalgeber für eine Schubabschaltung und/oder einem Geschwindigkeitsgeber verbunden ist.
  10. 10. Gerät nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Controller (10) eine Infrarot-Steuerung (14, 15) und gegebenenfalls eine Schnittstelle (16) zugeordnet ist.






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