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Dokumentenidentifikation DE4105189C2 23.02.1995
Titel Vorrichtung zum Öffnen von flockenförmigem Fasergut
Anmelder Stummer, Josef, 55595 Roxheim, DE
Erfinder Stummer, Josef, 55595 Roxheim, DE
Vertreter Becker, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 55411 Bingen
DE-Anmeldedatum 20.02.1991
DE-Aktenzeichen 4105189
Offenlegungstag 27.08.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1995
IPC-Hauptklasse D01G 9/08
IPC-Nebenklasse D01G 9/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Öffnen von flockenförmigem Fasergut aus natürlichen oder synthetischen Fasern mit einem an einem Ableitungs-Anschlußstutzen angeschlossenen Gehäuse, in das ein mit einem Zuleitungs-Anschlußstutzen verbundener, oben offener Hohlzylinder eingesetzt ist, dem eine oberhalb desselben angebrachte, angetriebene Öffnereinrichtung zugeordnet ist.

Derartige Vorrichtungen sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. So ist beispielsweise aus der DE 33 33 750 A1 eine Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Fasergut mit zwei gegenüberliegenden Walzen bekannt, die oberhalb von Gitterstäben, Rosten oder dergleichen und unterhalb einer geschlossenen Abdeckhaube in einer horizontalen Ebene parallel gelagert und mit Stiften oder dergleichen versehen sind, wobei die Ein- und Austrittsöffnungen so angeordnet sind, daß das Fasergut in einer parallel zu den Walzen liegenden Richtung mittels eines Luftstromes zu- und abgeführt wird. Solche mit Stiftwalzen arbeitende Vorrichtungen benötigen eine große Standfläche, haben bei geringem Durchsatz, einen schlechten Öffnungsgrad und unterliegen einem hohen Verschleiß. Zudem besteht die Gefahr der Wickelbildung auf den Walzen mit anschließendem Blockieren derselben.

Eine nach der GB-PS 478 760 bekannte gattungsgemäße Vorrichtung umfaßt ein auf einem Geschoß-Boden 4 aufgestelltes, umgekehrt U-förmiges Gehäuse 1, das in seinem Innern im unteren Bereich einen sich auf dem Boden 4 abstützenden Schacht 13 (Hohlzylinder) aufnimmt, an dem seitlich ein Zuleitungs-Anschlußstutzen angeschlossen ist. Der Schacht 13 trägt auf seiner Oberseite einen sich von dieser aus kegelstumpfförmig erweiternden Korb aus einzelnen Gitterstäben 14. Oberhalb des Korbes befindet sich eine angetriebene Öffnereinrichtung, die als Kreuzrad ausgebildet ist und als Schläger wirkt, um Fremdstoffe in Richtung des Bodens 4 nach unten zu treiben. Dem Korb sind seitlich innerhalb der Kammer 12 zwischen dem Korb und dem Gehäuse 1 Absaug-Düsen 9 zugeordnet, die über Leitungen 2 mit einem Sauggebläse 3 in Verbindung stehen. Das Sauggebläse 3 erzeugt in der Kammer 12 ein Vakuum, das kleiner ist, als dasjenige in einem oberhalb des Kreuzrades an dem Gehäuse 1 angeschlossenen Ableitungs-Anschlußstutzen 10, jedoch ausreicht, um ein Absaugen der leichteren Fremdstoffe aus der Kammer 12 zu bewirken. Die schwereren Fremdstoffe fallen auf den Boden 4 innerhalb des Gehäuses 1 und werden von diesem in periodischen Abständen per Hand entfernt, während die leichteren Fremdstoffe kontinuierlich über die Absaug-Düsen 9 beseitigt werden. Die Vorrichtung arbeitet als Reinigungsmaschine für Baumwolle, d. h. sie ist nur für den Einsatz von Kurzstapelfasern geeignet, wobei gleichzeitig nur eine geringe Produktion erzielbar ist. Langstapeliges Material kann aufgrund von Wickelbildungen nicht verarbeitet werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen eingangs genannten Art zu schaffen, die bei konstruktiv einfachem und kompaktem Aufbau einen hohen Wirkungsgrad gewährleistet und ein Auftreten von Faserverhängungen im Öffnerbereich vermeidet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelöst, daß

  • - das Gehäuse und der Hohlzylinder zwischen sich eine geschlossene Ringkammer bilden,
  • - der Zuleitungs-Anschlußstutzen an der der Öffnereinrichtung gegenüberliegenden Seite des Hohlzylinders angeschlossen ist, und
  • - die Öffnereinrichtung eine die obere Stirnseite des Hohlzylinders in einem bestimmten, parallelen Abstand abdeckende Öffnerscheibe, die in Richtung des Hohlzylinders mit Stiften bestückt ist, und eine in die obere Stirnseite des Hohlzylinders feststehend eingesetzte, kreissegmentförmige Gegenöffnerscheibe mit in Richtung der Öffnerscheibe bestückten Stiften umfaßt.


Die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielten wesentlichen Vorteile bestehen in einer kleinen Standfläche, einem guten Öffnungsgrad, wenigen Bau- sowie Verschleißteilen und einer hohen Leistung. Der in den Zuleitungs-Anschlußstutzen eintretende Faser-Luftstrom tritt nach dem Passieren des Hohlzylinders aus dessen offener Stirnseite aus und wird dann von der mit relativ hoher Drehzahl laufenden Öffnerscheibe erfaßt, wobei das flockenförmige Fasergut durch die Stifte der Öffnerscheibe geöffnet und aufgrund der Zentrifugalkraft gemeinsam mit der Luft durch den peripheren Austrittsschlitz zwischen Öffnerscheibe und Hohlzylinder in die Ringkammer übergeleitet wird, von der aus dann der Faser- Luftstrom über den Ableitungs-Stutzen abgesaugt wird. Da hierbei das Fasergut im Bereich der Öffnerscheibe einer hohen Zentrifugalkraft unterliegt, tritt keine Wickelbildung an der Öffnerscheibe auf. In die Stirnseite des Hohlzylinders ist eine feststehende, kreissegmentförmige Gegenöffnerscheibe eingesetzt, die in Richtung der Öffnerscheibe mit spitzen Stiften bestückt ist. Auf diese Weise wird der Öffnerscheibe der Faser-Luftstrom komprimiert nur in einem bestimmten Bereich zugeführt, und die Gegenöffnerscheibe sorgt im Zusammenwirken mit der Öffnerscheibe für ein sicheres Öffnen des Fasergutes.

Damit der aus dem Hohlzylinder austretende Faser-Luftstrom nicht im zentralen Bereich auf die Öffnerscheibe auftrifft, verläuft nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Sehne der kreissegmentförmigen Gegenöffnerscheibe in einem Abstand zu dem Durchmesser der Gegenöffnerscheibe, der durch einen Umfangswinkel von ca. 200° definiert ist. Dadurch ist mehr als die Hälfte der Stirnseite des Hohlzylinders durch die Gegenöffnerscheibe abgedeckt.

Zur Verbesserung des Öffnereffektes ist nach einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes die Gegenöffnerscheibe nur in einem Winkelbereich von ca. 120° mit Stiften versehen. Zweckmäßigerweise sind hierbei die Stifte der Gegenöffnerscheibe von einem freien zentralen Bereich aus reihenförmig radial nach außen verlaufend angeordnet. Weiterhin sind bevorzugt die Stifte der Gegenöffnerscheibe in der Drehrichtung der Öffnerscheibe geneigt angebracht. Zur weiteren Erhöhung des Öffnereffektes sind zweckmäßigerweise die Stifte der Öffnerscheibe von einem freien zentralen Bereich aus in sichelförmig ausgebildeten Reihen zu der Peripherie hin verlaufend angeordnet, wobei die Stifte der Öffnerscheibe bevorzugt schräg nach außen geneigt angebracht sind.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des Gegenstandes der Erfindung ist die Öffnerscheibe von einem am Deckel des Gehäuses befestigten Ringflansch umgeben, an dessen Außenseite gleitbeweglich eine an dem Hohlzylinder befestigte, sich über den Umfang des Bestiftungsbereiches der Gegenöffnerscheibe erstreckende Abschirmung anliegt. Durch die Abschirmung kann das Fasergut nicht vorzeitig durch die Zentrifugalkraft der Öffnerscheibe aus dem Bestiftungsbereich hinausgetragen werden. Gleichzeitig verhindert der Ringflansch Faser-Ablagerungen oberhalb der Öffnerscheibe.

Des weiteren ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung die Öffnerscheibe in ihrem zentralen Bereich über einen Halteflansch mit einer Antriebswelle verbunden, die sich durch einen auf den Deckel des Gehäuses aufgesetzten Lagerbock erstreckt und endseitig ein über ein Getriebe mit einem Antriebsmotor gekoppeltes Antriebsrad trägt. So ergibt sich ein insgesamt kompakter Antrieb für die Öffnerscheibe. Selbstverständlich ist auch ein unmittelbarer Antrieb der Öffnerscheibe möglich.

Um das Auftreten eines Unterdruckes oberhalb der Öffnerscheibe zu vermeiden, sind bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung in den Deckel des Gehäuses Entlüftungsbohrungen eingelassen, die in den von der Öffnerscheibe und dem Ringflansch begrenzten Raum einmünden.

Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, daß der untere Bereich des Hohlzylinders, dessen Durchmesser größer als der Durchmesser des Zuleitungs-Anschlußstutzens ist, kegelstumpfförmig ausgebildet ist. Dies bewirkt eine Verlangsamung des aufsteigenden Faser-Luftstromes, wodurch schwere Faserflocken innerhalb des Hohlzylinders durchwirbelt werden, was zu einer Auflockerung derselben führt.

Damit die Leistungsfähigkeit der Vorrichtung an Faser-Luftströme unterschiedlicher Intensität auf einfache Art und Weise angepaßt werden kann, ist nach einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes der innerhalb des Gehäuses mit dem Hohlzylinder verbundene Zuleitungs-Anschlußstutzen in einem an der Außenseite des Bodens des Gehäuses befestigten Ringflansch höhenverstellbar aufgenommen. Zweckmäßigerweise erfolgt die Höhenverstellung des den Hohlzylinder tragenden Zuleitungs-Anschlußstutzens über einen Zahnstangentrieb. So ergibt sich eine einfache Verstellung des Abstandes zwischen der Öffnerscheibe und der Gegenöffnerscheibe, wodurch der Öffnereffekt an den jeweiligen Faser-Luftstrom angepaßt werden kann.

Zur Vermeidung von Faser-Ablagerungen auf dem Boden des Gehäuses ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung der untere Bereich des Gehäuses zum Boden des Gehäuses hin konisch zulaufend ausgebildet, wobei von diesem Bereich der Ableitungs-Anschlußstutzen tangential abgeht. Bevorzugt mündet hierbei in den konischen Bereich des Gehäuses dem Ableitungs-Anschlußstutzen gegenüberliegend ein mit einer Stellklappe versehener Frischluft-Zufuhrstutzen ein. Hierdurch ist es möglich, Faserablagerungen im Bodenbereich des Gehäuses durch Zufuhr von Frischluft zu verhindern.

Der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung,

Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht der Einzelheit "X" der Fig. 1 in einem um 90° gedrehten Schnitt,

Fig. 3 eine Ansicht auf die Öffnerscheibe in Richtung der Linie A-A der Fig. 1,

Fig. 3a eine Ansicht der Öffnerscheibe nach Fig. 3 in Richtung des Pfeiles III,

Fig. 4 eine Ansicht auf die Gegenöffnerscheibe der Vorrichtung nach Fig. 1 gemäß der Linie B-B,

Fig. 4a eine Ansicht auf die Gegenöffnerscheibe nach Fig. 4 in Richtung des Pfeiles IV und

Fig. 5 einen Querschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 gemäß der Linie C-C.

Die Vorrichtung 1 umfaßt ein zylindrisches Gehäuse 2, dessen unterer Bereich konisch zulaufend zum Boden 3 des Gehäuses 2 hin ausgebildet ist. An der Außenseite des Bodens 3 des Gehäuses 2 befindet sich zentrisch ein Ringflansch 4, der gleitbeweglich einen sich in das Gehäuse 2 erstreckenden Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 aufnimmt. In seiner veränderlichen Position innerhalb des Ringflansches 4 ist der Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 durch einen mit ihm gekoppelten Zahnstangentrieb 6 festgelegt. Durch den Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 strömt ein unter Saugdruck stehender, mit Faserflocken beladener Transportluftstrom von einer Faserflocken liefernden Maschine in Richtung des Pfeiles D in die Vorrichtung 1. Innerhalb des Gehäuses 2 ist der Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 an einen Hohlzylinder 7 angeschlossen, wobei der untere Bereich des Hohlzylinders 7 von dem Zuleitungs-Anschlußstutzen 5 aus sich kegelstumpfförmig erweiternd ausgeführt ist. Die parallel zueinander verlaufenden Wände des Hohlzylinders 7 und des Gehäuses 2 bilden zwischen sich eine Ringkammer 8, von der im unteren Bereich tangential ein Ableitungs-Anschlußstutzen 9 abgeht. Des weiteren mündet in den unteren Bereich der Ringkammer 8 tangential ein dem Ableitungs-Anschlußstutzen gegenüberliegender Frischluft-Zufuhrstutzen 10 ein. Zur Zufuhr von Frischluft in die Ringkammer 8 besitzt dieser Stutzen 10 in seinem Innern eine Stellklappe 11. Damit kann Frischluft in Richtung des Pfeiles E in die Ringkammer 8 einströmen, die Faserablagerungen vermeidet. An den Ableitungs-Anschlußstutzen 9 ist eine nichtdargestellte Saugzugleitung eines Ventilators angeschlossen.

Das Gehäuse 2 weist an seinem oberen Ende außenseitig einen umlaufenden Ringflansch 12 auf, der über gleichmäßig über den Umfang verteilte Schrauben 13 mit einer Abdeckringscheibe 14 verbunden ist. Die Öffnung 15 der Abdeckringscheibe 14 ist durch einen auf derselben aufliegenden Deckel 16 verschlossen. Gleichmäßig über den Umfang verteilte Schraubverbindungen 17 sichern den Deckel 16 in seiner Lage. Zentrisch durch den Deckel 16 erstreckt sich eine Antriebswelle 18 für eine innerhalb des Gehäuses 2 liegende Öffnerscheibe 19. Die Antriebswelle 18 stützt sich in einem Lager 20 ab, das in einem auf der Außenseite des Deckels 16 befestigten Lagerbock 21 mit zugehörigem Lagerdeckel 22 untergebracht ist. Das über den Lagerdeckel 22 des Lagerbockes 21 vorstehende Ende der Antriebswelle 18 trägt drehfest ein Antriebsrad 23, das über ein Getriebe an einen Antriebsmotor anschließbar ist.

Das in das Gehäuse 2 hineinragende Ende der Antriebswelle 18 trägt drehfest einen Halteflansch 24 für die Öffnerscheibe 19. Der auf der Antriebswelle 18 über eine Nut-Feder-Verbindung 25 festgelegte Halteflansch 24 weist einstückig eine umlaufende Ringschulter 26 auf, deren Abstand von der mit dem Ende der Antriebswelle 18 fluchtenden Außenseite des Halteflansches 24 der Dicke der Öffnerscheibe 19 entspricht. An der Ringschulter 26 liegt die Öffnerscheibe 19 an, wobei sich der Halteflansch 24 in eine mit ihm korrespondierende Mittenbohrung 27 der Öffnerscheibe 19 erstreckt. Über gleichmäßig über den Umfang der Ringschulter 26 verteilte Schraubverbindungen 28 ist die Öffnerscheibe 19 an der Ringschulter 26 befestigt. Die im Durchmesser geringfügig größer als der Durchmesser des Hohlzylinders 7 ausgeführte Öffnerscheibe 19 ist an ihrer zu dem Hohlzylinder 7 hingewandten Seite mit spitzen Stiften 29 bestückt, die schräg nach außen verlaufen. Die Stifte 29 sind in Form von sechs in gleichem Abstand zueinanderliegenden Sichellinien 30 auf der Öffnerscheibe 19 verteilt. Hierbei sind die Stifte in entsprechend schräg ausgeführte Bohrungen 31 der Öffnerscheibe 19 eingesetzt. Ein an der Innenseite des Deckels 16 befestigter Ringflansch 32 umgibt die Öffnerscheibe konzentrisch. Der Öffnerscheibe 19 gegenüberliegend sind konzentrisch, gleichmäßig über den Umfang verteilte Entlüftungsbohrungen 33 in den Deckel 16 eingelassen. Auf diese Weise kann es bei rotierender Öffnerscheibe 19 nicht zu Faser-Ablagerungen in dem durch die Öffnerscheibe 19, den Ringflansch 32 und den Deckel 16 begrenztem Raum kommen, da in dem Ringspalt 34 zwischen der Öffnerscheibe 19 und Ringflansch 32 durch den an der Unterseite der Öffnerscheibe 19 vorbeigleitenden Faser-Luftstrom ein Sog entsteht.

Der koaxial zu der Öffnerscheibe 19 angeordnete Hohlzylinder 7 endet mit seiner freien Stirnseite in einem bestimmten, parallelen Abstand zu der Öffnerscheibe 19, wobei dieser Abstand mit Hilfe des Zahnstangentriebes 6 in Abhängigkeit von der Art des Faser-Luftstromes zur Erzielung eines optimalen Öffnungsgrades des Fasergutes variiert werden kann. Der Öffnerscheibe 19 liegt eine in die Stirnseite des Hohlzylinders 7 eingesetzte, kreissegmentförmige Gegenöffnerscheibe 35 gegenüber. Die feststehende, mit spitzen Stiften 36 bestückte Gegenöffnerscheibe 35 schließt mit ihrer Sehne 37 einen Umfangswinkel α von ca. 200° ein, d. h. die Gegenöffnerscheibe 35 verschließt mehr als die Hälfte der Stirnseite des Hohlzylinders 7. Die sich somit ergebende verkleinerte Austrittsöffnung 38 des Hohlzylinders 7 führt den Faser-Luftstrom in komprimierter Form zu der Öffnerscheibe 19, die im Zusammenwirken mit der Gegenöffnerscheibe 35 das Fasergut öffnet. Die in der Drehrichtung der Öffnerscheibe 19 geneigt ausgeführten Stifte 36 der Gegenöffnerscheibe 35 sind von einem freien Bereich 39 aus in Radiallinien 40 auf der Oberseite der Gegenöffnerscheibe 35 verteilt, wobei die Stifte jedoch nur in einem vom Durchmesser der Gegenöffnerscheibe 35 ausgehenden Winkelbereich β von ca. 120° angeordnet sind. Zur Erhöhung der Verweildauer des Fasergutes zwischen der Öffnerscheibe 19 und der Gegenöffnerscheibe 35 ist an der Außenseite des Hohlzylinders 7 eine kreisabschnittförmige Abschirmung 41 befestigt, deren freies Ende gleitbeweglich an der Außenseite des an dem Deckel 16 angebrachten Ringflansches 32 anliegt. Die Abschirmung 41 erstreckt sich jedoch nur über den Winkelbereich β der Bestiftung der Gegenöffnerscheibe 35, so daß für den Austritt 42 des Fasergutes zwischen der Öffnerscheibe 19 und der Gegenöffnerscheibe 35 ein Winkelbereich von ca. 240° verbleibt. Von dem Austritt 42 gelangt der Faser-Luftstrom in Richtung des Pfeiles G wendelförmig innerhalb der Ringkammer 8 zu dem Ableitungs-Anschlußstutzen 9 und tritt aus diesem in Richtung des Pfeiles F aus.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Öffnen von flockenförmigem Fasergut aus natürlichen oder synthetischen Fasern mit einem an einem Ableitungs-Anschlußstutzen angeschlossenen Gehäuse, in das ein mit einem Zuleitungs-Anschlußstutzen verbundener, oben offener Hohlzylinder eingesetzt ist, dem eine oberhalb desselben angebrachte, angetriebene Öffnereinrichtung zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - das Gehäuse (2) und der Hohlzylinder (7) zwischen sich eine geschlossene Ringkammer (8) bilden,
    2. - der Zuleitungs-Anschlußstutzen (5) an der der Öffnereinrichtung gegenüberliegenden Seite des Hohlzylinders (7) angeschlossen ist, und
    3. - die Öffnereinrichtung eine die obere Stirnseite des Hohlzylinders (7) in einem bestimmten, parallelen Abstand abdeckende Öffnerscheibe (19), die in Richtung des Hohlzylinders (7) mit Stiften (29) bestückt ist, und eine in die obere Stirnseite des Hohlzylinders (7) feststehend eingesetzte, kreissegmentförmige Gegenöffnerscheibe (35) mit in Richtung der Öffnerscheibe (19) bestückten Stiften (36) umfaßt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sehne (37) der kreissegmentförmigen Gegenöffnerscheibe (35) in einem Abstand zu dem Durchmesser der Gegenöffnerscheibe (35) verläuft, der durch einen Umfangswinkel (α) von ca. 200° definiert ist.
  3. 3. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenöffnerscheibe (35) nur in einem Winkelbereich (β) von ca. 120° mit Stiften (36) versehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (36) der Gegenöffnerscheibe (35) von einem freien zentralen Bereich (39) aus reihenförmig radial nach außen verlaufend angeordnet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (36) der Gegenöffnerscheibe (35) in der Drehrichtung der Öffnerscheibe (19) geneigt angebracht sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (29) der Öffnerscheibe (19) von einem freien zentralen Bereich aus in sichelförmig ausgebildeten Reihen (30) zu der Peripherie hin verlaufend angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (29) der Öffnerscheibe (19) schräg nach außen geneigt angebracht sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnerscheibe (19) von einem am Deckel (16) des Gehäuses (2) befestigten Ringflansch (32) umgeben ist, an dessen Außenseite gleitbeweglich eine an dem Hohlzylinder (7) befestigte, sich über den Umfang des Bestiftungsbereiches der Gegenöffnerscheibe (35) erstreckende Abschirmung (41) anliegt.
  9. 9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnerscheibe (19) in ihrem zentralen Bereich über einen Halteflansch (24) mit einer Antriebswelle (18) verbunden ist, die sich durch einen auf den Deckel (16) des Gehäuses (2) aufgesetzten Lagerbock (21) erstreckt und endseitig ein über ein Getriebe mit einem Antriebsmotor gekoppeltes Antriebsrad (23) trägt.
  10. 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Deckel (16) des Gehäuses (2) Entlüftungsbohrungen (33) eingelassen sind, die in den von der Öffnerscheibe (19) und dem Ringflansch (32) begrenzten Raum einmünden.
  11. 11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Bereich des Hohlzylinders (7), dessen Durchmesser größer als der Durchmesser des Zuleitungs-Anschlußstutzens (5) ist, kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der innerhalb des Gehäuses (2) mit dem Hohlzylinder (7) verbundene Zuleitungs-Anschlußstutzen (5) in einem an der Außenseite des Bodens (3) des Gehäuses (2) befestigten Ringflansch (4) höhenverstellbar aufgenommen ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenverstellung des den Hohlzylinder (7) tragenden Zuleitungs-Anschlußstutzens (5) über einen Zahnstangentrieb (6) erfolgt.
  14. 14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Bereich des Gehäuses (2) zum Boden (3) des Gehäuses (2) hin konisch zulaufend ausgebildet ist, wobei von diesem Bereich der Ableitungs-Anschlußstutzen (9) tangential abgeht.
  15. 15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in den konischen Bereich des Gehäuses (2) dem Ableitungs-Anschlußstutzen (9) gegenüberliegend ein mit einer Stellklappe (11) versehener Frischluft-Zufuhrstutzen (10) einmündet.






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