PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4327511A1 23.02.1995
Titel Gefahrenmeldezentrale
Anmelder Esser Sicherheitstechnik GmbH & Co KG, 4040 Neuss, DE
Erfinder Görres, Thomas, 40479 Düsseldorf, DE
Vertreter Prietsch, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 80687 München
DE-Anmeldedatum 16.08.1993
DE-Aktenzeichen 4327511
Offenlegungstag 23.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1995
IPC-Hauptklasse G08B 25/14
IPC additional class // G08B 13/00  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Gefahrenmeldezentrale mit einem Gehäuse, dessen Frontplatte ein Anzeigefeld umfaßt, das für jede an die Zentrale anschließbare Meldelinie eine deren Zustand signalisierende Leuchtdiode hat, sowie mit einer nach Öffnen eines Deckels des Gehäuses zugänglichen Steuerschaltung mit einem Mikroprozessor, der über einen durch Öffnen des Deckels betätigten Kontakt von seinem Betriebsmodus in einen Einstellmodus umgeschaltet wird, in welchem sich über Potentiometer funktionswesentliche Zeiten, z. B. die Hauptalarmdauer, die Einschalt- und/oder die Alarmverzögerung, einstellen lassen, wobei die Abgriffe der Potentiometer über je einen zugeordneten Kontakt einzeln mit dem Eingang eines A/D-Wandlers verbindbar sind, der das jeweils anliegende, der eingestellten Zeit proportionale, analoge Eingangssignal in ein digitales Signal umwandelt, das über den Mikroprozessor den Leuchtdioden zugeführt wird, so daß die Leuchtdioden die eingestellte Zeit digital im BCD-Code anzeigen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Gefahrenmeldezentrale der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.

Derartige Gefahrenmeldezentralen sind bekannt und erfüllen beispielsweise als Einbruchmeldezentralen Sicherheitsaufgaben im gewerblichen und privaten Bereich. Im Anzeigefeld der in Rede stehenden Gefahrenmeldezentralen werden Meldungen, beispielsweise über die Scharfschaltung der Zentrale oder über den Alarm auf einer Meldelinie optisch mittels Leuchtdioden angezeigt, die in zumindest einem Anzeigefeld zusammengefaßt sind. Ferner umfaßt die Gefahrenmeldezentrale üblicherweise ein Bedienfeld mit Tasten für die Bedienung der Zentrale.

Eine Besonderheit der in Rede stehenden Gefahrenmeldezentrale sieht die Umschaltung des Mikroprozessors der Steuerschaltung von einem Betriebsmodus in einen Einstellmodus vor, wenn der im Betriebsmodus geschlossene Deckel des Gefahrenmeldezentralengehäuses geöffnet wird. Bei geöffnetem Gehäusedeckel werden Potentiometer zugänglich, über die funktionswesentliche Zeiten, z. B. die Scharfschaltverzögerung, die Voralarmdauer und die Hauptalarmdauer einstellbar sind. Bei den Potentiometern handelt es sich üblicherweise um drehverstellbare Regelorgane, wobei beispielsweise über Markierungen auf dem Potentiometergehäuse die Stellung des Potentiometerabgriffs abgelesen und daraus die Größe der eingestellten Zeit grob abgeschätzt werden kann. Diese Art der Zeiteinstellung ist jedoch nicht hinreichend präzise. Eine genauere Ablesung der mit den Potentiometern eingestellten Zeiten ließe sich mittels hochpräziser Mehrgangpotentiometer, die jedoch sehr teuer sind, oder aber dadurch erreichen, daß die Potentiometer an eine aufwendige Auswerteinheit mit einer eigenen Anzeige angeschlossen sind, wodurch die Herstellung der Gefahrenmeldezentrale entsprechend verteuert wird. Daher werden die eingestellten Zeiten gewöhnlich durch Auslösen der zugeordneten Funktion und Messung, z. B. mittels Stoppuhr, kontrolliert und ggf. korrigiert, was zeitaufwendig ist.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Gefahrenmeldezentrale der eingangs genannten Art zu schaffen, die zeitsparend, kostengünstig und mit einfachen Mitteln eine hinreichend genaue Einstellung der funktionswesentlichen Zeiten ermöglicht.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung ist es demnach vorgesehen, die standardmäßig für den Zustand der Meldelinien im Anzeigefeld vorgesehenen Leuchtdioden zur digitalen Anzeige der über die Potentiometer einzustellenden funktionswesentlichen Zeiten zu verwenden. Zu diesem Zweck muß die standardmäßige Steuerschaltung der gattungsgemäßen Gefahrenmeldezentrale lediglich um einen einzigen A/D-Wandler erweitert werden, der zwischen die Potentiometer und den Mikroprozessor geschaltet wird und durch den Potentiometerabgriffen zugeordnete Kontakte einzeln nacheinander mit diesem verbindbar ist. Am Ausgang des A/D-Wandlers steht dann ein digitales, die eingestellte Zeit repräsentierendes Signal im BCD-Code zur Verfügung, das über die im Anzeigefeld enthaltenen Leuchtdioden angezeigt wird. Vorteilhaft an der Zeitanzeige im BCD-Code ist der damit erreichbare, relativ weite zeitliche Anzeigebereich, der mit einer geringen Anzahl an Leuchtdioden, z. B. mit sechs Leuchtdioden erzielbar ist.

Vorteilhafterweise werden im Bedienfeld der Gefahrenmeldezentrale vorgesehene Bedientaster im Einstellmodus zwischen die Potentiometerabgriffe und den Eingang des A/D Wandlers geschaltet.

Vorteilhaft ist es ferner, die Potentiometer relativ zu den Verbindungskontakten so anzuordnen, daß der das Potentiometer zu dem A/D-Wandler durchschaltende Kontakt eindeutig dem jeweiligen Potentiometer zugeordnet ist.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der schematisch vereinfachten Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 ein Blockschaltbild des Anzeigefelds und der Steuerschaltung der erfindungsgemäßen Gefahrenmeldezentrale;

Fig. 2 eine bevorzugte räumliche Zuordnung der Einstellpotentiometer und der Taster zu dem Anzeigefeld;

Fig. 3 eine erste beispielhafte Zeitanzeige mittels der Leuchtdioden des Anzeigefelds und

Fig. 4 eine zweite beispielhafte Zeitanzeige mittels der Leuchtdioden des Anzeigefelds.

Die erfindungsgemäß ausgebildete Steuerschaltung 1 der Gefahrenmeldezentrale umfaßt einen Mikroprozessor 2 mit einem RAM- Speicher 3, einen A/D-Wandler 4, drei Potentiometer 5, 6 und 7, einen Deckelkontakt 8, einen Reset-Taster 9 und eine Tastatur 10 mit fünf nebeneinander angeordneten Tastern 11 bis 15. Ein übliches Anzeigefeld 16 umfaßt sechs nebeneinander angeordnete Leuchtdioden G1 bis G6.

Der Deckelkontakt 8 ist über eine Leitung 17 an den Mikroprozessor 2 sowie mit seinem Betätigungsorgan an den Deckel eines nicht dargestellten Gehäuses der Gefahrenmeldezentrale angeschlossen. Der Reset-Taster 9 ist ebenfalls an den Mikroprozessor 2 angeschlossen. Durch seine Betätigung wird ein Kalt- bzw. Warmstart der Steuerschaltung 1 bewirkt. Die Tastatur 10 ist über eine mehradrige oder mehrbahnige Leitung 18 an den Mikroprozessor 2 angeschlossen, wobei jeweils eine Ader an den Schaltkontakt des jeweiligen Tasters 11 bis 15 angeschlossen ist. Das Anzeigefeld 16 ist an den Mikroprozessor 2 ebenfalls über eine mehradrige oder mehrbahnige Leitung 19 angeschlossen, die eine Steuerader für die Leuchtdioden G1 bis G6 hat. Die Potentiometer 5, 6 und 7 sind über eine mehradrige oder mehrbahnige Leitung 20 an den Mikroprozessor 2 und den A/D-Wandler 4 angeschlossen.

Bei geschlossenem, nicht dargestellten Gehäusedeckel nimmt der Deckelkontakt 8 eine von zwei Stellungen ein, in der die Steuerschaltung 1 bzw. der Mikroprozessor 2 im Betriebsmodus betrieben wird. Im Betriebsmodus zeigen die Leuchtdioden G1 bis G6 den Zustand von an die Gefahrenmeldezentrale angeschlossenen, nicht dargestellten Meldelinien an, wobei die Bedienung der Gefahrenmeldezentrale über die Tastatur 10 erfolgt. Bei geschlossenem Gehäusedeckel ist von den Elementen des Blockschaltbilds von Fig. 1 lediglich das Anzeigefeld 16 und die Tastatur 10 sichtbar bzw. zugänglich, während die Potentiometer 5 bis 7 und der Prozessor 2 sowie die weiteren Schaltelemente unter dem Gehäusedeckel verborgen sind. Wird der Gehäusedeckel geöffnet, nimmt der Kontakt 8 seine andere Stellung ein, in der die Steuerschaltung 1 in den Einstellmodus umgeschaltet wird, in welchem über die Potentiometer 5 bis 7 funktionswesentliche Zeiten, wie beispielsweise die Hauptalarmdauer, die Einschaltund/oder die Alarmverzögerung eingestellt werden können. Im Einstellmodus sind die Schaltkontakte der Tasten 11, 12 und 13 der Tastatur 10 in die Verbindungsleitungen 20 zwischen den Abgriffen der Potentiometer 5, 6, 7 und dem einzigen Eingang des A/D-Wandlers 4 eingeschleift. Durch Betätigung jeweils einer der Tasten 11, 12 oder 13, läßt sich entweder das Potentiometer 5, 6 oder 7 bezüglich seines Abgriffs mit dem Eingang des A/D- Wandlers verbinden. Der A/D-Wandler 4 wandelt das mittels dem jeweiligen Potentiometer 5 bis 7 eingestellte analoge Eingangssignal, das der gewünschten einzustellenden Zeit proportional ist, in ein digitales Signal um und übergibt dieses an den Mikroprozessor, der es dann im BCD-Code über seine parallelen Ausgänge den entsprechenden Leuchtdioden G1 bis G6 zuführt, die daher im Einstellmodus die über das jeweilige Potentiometer 5 bis 7 eingestellte Zeit digital anzeigen.

Bevorzugt haben die sechs Ausgänge des Mikroprozessors 2 eine binäre Wertigkeit von 3×2n-1, so daß das durch die Leuchtdiode G6 repräsentierte niederwertigste Bit einer Zeiteinheit von 3 Sekunden entspricht. Das nächsthöhere Bit entspricht einer Zeiteinheit von 6 Sekunden und wird durch die Leuchtdiode G5 repräsentiert. Dementsprechend symbolisiert die dritte Leuchtdiode G4 ein Zeiteinheit von 12 Sekunden, die darauffolgende Leuchtdiode G3 eine Zeiteinheit von 24 Sekunden, die darauffolgende Leuchtdiode G2 eine Zeiteinheit von 48 Sekunden und darauffolgende Leuchtdiode G1 eine Zeiteinheit von 96 Sekunden.

Wenn daher, wie in den Fig. 1 und 4 gezeigt, die Leuchtdioden G3 und G5 leuchten, beträgt die mittels des betreffenden Potentiometers eingestellte Zeit 30 Sek. Als weiteres Beispiel zeigt Fig. 3 die Wiedergabe von 60 Sek. durch Aufleuchten der Leuchtdioden G2 und G4.

Beispielsweise wird mit dem Potentiometer 5 die Hauptalarmdauer, mit dem Potentiometer 6 die Einschaltverzögerung und mit dem Potentiometer 7 die Scharfschaltverzögerung eingestellt, und die eingestellte Zeit wird jeweils durch das Anzeigefeld 16, wie vorstehend beschrieben, angezeigt. Vorteilhaft ist dabei, daß das standardmäßig den Zustand von Meldelinien wiedergebende Anzeigefeld erfindungsgemäß auch die im Einstellmodus mittels der Potentiometer 5 bis 7 einzustellenden Zeiten anzeigt. Vorteilhaft ist ferner, daß die im Betriebsmodus der Steuerschaltung 1 standardmäßig zur Einstellung von Betriebsparametern verwendete Tastatur 10 bei im Einstellmodus befindlicher Steuerschaltung 1 zur wahlweisen Verbindung der Potentiometer 5 bis 7 mit dem Eingang des A/D-Wandlers 4 verwendet werden.

Fig. 2 zeigt eine bevorzugte räumliche Zuordnung der drei Potentiometer 5 bis 7 zu der Tastatur 10 und dem Anzeigefeld 16 derart, daß die zur Durchschaltung der Potentiometerabgriffe verwendeten Taster 11, 12 und 13 jeweils einem der Potentiometer 5 bis 7 gegenüberliegen, wodurch sofort augenfällig ist, welcher Taster zu betätigen ist, um ein bestimmtes Potentiometer zu aktivieren und damit die diesem zugeordnete Zeit verstellen zu können und/oder angezeigt zu erhalten.

Alle eingestellten Zeiten müssen selbstverständlich abgespeichert werden, und zwar vorzugsweise digital in einem nichtflüchtigen Schreib/ Lese-Speicherbereich des Mikroprozessors.


Anspruch[de]
  1. 1. Gefahrenmeldezentrale mit einem Gehäuse, dessen Frontplatte ein Anzeigefeld umfaßt, das für jede an die Zentrale anschließbare Meldelinie eine deren Zustand signalisierende Leuchtdiode hat, sowie mit einer nach Öffnen eines Deckels des Gehäuses zugänglichen Steuerschaltung mit einem Mikroprozessor, der über einen durch Öffnen des Deckels betätigten Kontakt von seinem Betriebsmodus in einen Einstellmodus umgeschaltet wird, in welchem sich über Potentiometer funktionswesentliche Zeiten, z. B. die Hauptalarmdauer, die Einschalt- und/oder die Alarmverzögerung, einstellen lassen, dadurch gekennzeichnet, daß im Einstellmodus der Abgriff mindestens eines der Potentiometer (5, 6, 7) über einen diesem Potentiometer zugeordneten Kontakt (11, 12, 13) einzeln mit dem Eingang eines A/D-Wandlers (4) verbindbar ist, der das jeweils anliegende, der einzustellenden Zeit proportionale, analoge Eingangssignal in ein digitales Signal umwandelt, das im BCD- Code über parallele Ausgänge des Mikroprozessors (2), die einzeln mit den Leuchtdioden (G1 bis G6) verbunden sind, ausgegeben wird, so daß die Leuchtdioden (G1 bis G6) die eingestellte Zeit digital im BCD-Code anzeigen.
  2. 2. Gefahrenmeldezentrale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der n Ausgänge des A/D-Wandlers eine binäre Wertigkeit von 3×2n-1 hat.
  3. 3. Gefahrenmeldezentrale nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem niederwertigsten Bit angesteuerte Leuchtdiode eine Zeiteinheit von 3 Sekunden anzeigt.
  4. 4. Gefahrenmeldezentrale nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Potentiometern (5, 6, 7) zugeordneten Kontakte durch Kontakte der Taster (11, 12, 13) zum Ein/Aus-Schalten von Meldelinien gebildet werden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com