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Dokumentenidentifikation DE4331121A1 16.03.1995
Titel Verbrennungsgase erzeugende Anlage, insb. Warmwasserheizkessel
Anmelder Vetter, Richard, 31226 Peine, DE
Erfinder Vetter, Richard, 31226 Peine, DE
Vertreter Depmeyer, L., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., 30823 Garbsen
DE-Anmeldedatum 14.09.1993
DE-Aktenzeichen 4331121
Offenlegungstag 16.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.1995
IPC-Hauptklasse F24D 5/10
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von einer Verbrennungsgase erzeugenden Anlage, insb. einer Warmwasserheizanlage, mit einem Absaugventilator für die Verbrennungsgase und mit einem oder mehreren nachgeschalteten Wärmetauschern. Um die Sicherheit dieser Anlagen zu verbessern und zu vermeiden, daß Verbrennungsgase zu Schäden führen können, ist erfindungsgemäß der Verbrennungskammer ein Unterdruckmesser zugeordnet und zudem ist der Absaugventilator in Strömungsrichtung der Verbrennungsgase gesehen hinter dem letzten Wärmetauscher angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verbrennungsgase erzeugende Anlage, insb. eine Warmwasserheizkesselanlage, mit einem Absaugventilator für die Verbrennungsgase und mit einem oder mehreren nachgeschalteten, von den Verbrennungsgasen durchströmten Wärmetauschern, insb. zur Fußboden-, Wand- und Deckenheizung.

Eine solche Beheizung von Wärmetauschern insb. aber die Nutzung von Verbrennungsgasen zum Betreiben von Wärmetauschern bzw. Heizkörpern für Wände, Fußböden und Decken hat den großen Vorteil, daß die Abgastemperaturen vergleichsweise stark gesenkt werden können, um so eine günstige Wärmeausbeute zu erzielen. Allerdings besteht bei derartigen Heizanlagen die Gefahr, daß schädliche Gase die Heizkörper verlassen und dann zu Schäden führen können, zumal gasdichte Installationen schwer zu überwachen sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnten Anlagen so zu verbessern, daß die Sicherheit dieser Anlagen vergrößert und somit verhindert wird, daß Verbrennungsgase zu irgendwelchen Schäden führen können.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß der Verbrennungskammer ein Unterdruckmesser zugeordnet und zudem ist der Absaugventilator in Strömungsrichtung der Verbrennungsgase hinter dem letzten Wärmetauscher angeordnet.

Bei einer solchen Anlage ist sichergestellt, daß einerseits auch die die Verbrennungsgase führenden Kanäle der Wärmetauscher unter Unterdruck stehen, andererseits befindet sich der Unterdruckmesser gerade an der Stelle, an der die Verbrennungsgase entstehen. Ergibt sich der Fall, daß der in der erwähnten Weise angeordnete und den Wärmetauschern nachgeschaltete Absaugventilator nicht mehr oder ungenügend arbeitet, so wird dieser Mangel unverzüglich an der Brennkammer festgestellt. Der Brenner wird dann unverzüglich abgeschaltet. Darüber hinaus können aber auch bei normal arbeitendem Absaugventilator Undichtigkeiten z. B. im Bereich der Wärmetauscher eingetreten sein. Auch in diesem Fall wird der Brenner abzuschalten sein, weil sich in der Brennkammer nicht der gehörige Unterdruck einstellen kann.

Demgemäß werden nicht nur die Brennkammer, sondern auch die Funktionsfähigkeit der gesamten Abgasleitung und die Tüchtigkeit der Wärmetauscher überwacht.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist. Es zeigen

Fig. 1 eine Warmwasserkesselanlage in schaubildlicher Darstellung und

Fig. 2 die zugehörige Schornsteineinrichtung in Form eines senkrechten Schnittes durch die Wand eines Hauses.

Innerhalb eines Warmwasserheizkessels 1 mit Brenner 2 befindet sich im oberen Teil eine Brennkammer und darunter ein Vorwärmer für die Verbrennungsluft, die einen Lufteintritt 3 und einen Luftaustritt 4 aufweist, der zur Weiterleitung der vorgewärmten Luft über die Leitung 5 zum Brenner 2 führt. Die Verbrennungs- oder Abgase verlassen den Warmwasserheizkessel bei 6.

Zur Erzielung einer guten Wärmeausbeute werden die Abgase einer Bodenheizung 7 und einer Wandheizung 8 zugeleitet. Beide Heizungen bestehen aus Rohrschlangen, von denen die Schlangen der Bodenheizung 7 in einer waagerechten und die Rohrschlangen der Wandheizung 8 in einer senkrechten Ebene angeordnet sind. Die Rohrschlangen können dabei frei oder verdeckt, aber auch in die Wand bzw. die Decke oder Boden eingebettet sein.

Von den beiden Heizungen 7, 8 gelangen die Abgase im Sinne der Pfeile 9 in die Schornsteinanlage des Hauses, die in Fig. 2 schematisch wiedergegeben ist. Die Abgase werden zunächst über ein waagerechtes Rohr 10 und dann senkrecht nach oben geführt. Der senkrechte Rohrabschnitt ist mit 11 bezeichnet, der an seinem oberen, freien Ende einen Absaugventilator 12 trägt. Von ihm aus gelangen die Abgase im Sinne des Pfeiles 13 ins Freie.

Die Rohrabschnitte 10, 11 sind zentrisch in einem größeren Rohr 14 angeordnet, das bis nahe unterhalb des Absaugventilators 12 reicht; dort strömt die Außenluft im Sinne der Pfeile 14&min; in das Rohr 14 ein. Von dem waagerechten unteren Teil 15 des Rohres 14 ist eine Zuluftleitung 16 abgezweigt, die zum Lufteintritt 3 führt. Die durch die heißen Abgase vorgewärmte Luft wird innerhalb des Warmwasserheizkessels 1 weiter angewärmt und gelangt so zum Brenner 2 bzw. in die Brennkammer, die nicht weiter dargestellt ist.

Demgemäß sind insg. drei Wärmetauscher vorgesehen, um eine gesteigerte Nutzung der Abgase zu ermöglichen; einmal sind die beiden Heizungen 7, 8, zum anderen ist der Schornsteinwärmetauscher vorgesehen, der eine Vorwärmung der Verbrennungsluft ermöglicht. Dabei sorgt der Abgasventilator 12 für einen gewünschten Unterdruck in der Abgasleitung, damit einerseits die Abgase abgeführt werden, andererseits aber auch keine Abgase z. B. ungewollt über die Heizungen 7, 8 austreten können. Um dies sicherzustellen, sieht die Erfindung eine Prüfung des Unterdrucks an der Stelle vor, die am weitesten vom Absaugventilator entfernt ist. Die Unterdruckmessung findet nämlich in der Brennkammer des Warmwasserheizkessels 1, und zwar an der Stelle statt, die dem Brenner 2 zugekehrt ist,. Dazu wird eine Sonde od. dgl. benutzt, um an dieser Stelle die gewünschte Messung vornehmen zu können.

Stellen sich Undichtigkeiten in der Abgasleitung oder im Warmwasserheizkessel 1 ein, wird also der Unterdruck nicht eingehalten, oder arbeitet der Absaugventilator 12 nicht oder nur unzureichend, so wird dieser Tatbestand sofort vom Unterdruckmesser ermittelt. Alsdann wird in Abhängigkeit hiervon der Brenner 2 abgeschaltet, um Schäden zu vermeiden und die Möglichkeit einer Reparatur zu geben oder eine Änderung der Gesamtanlage durchführen zu können. Wichtig ist dabei in jedem Falle, daß die beiden Hauptelemente - Absaugventilator 12 einerseits und Unterdruckmesser andererseits - wirkungsmäßig an entgegengesetzten Enden der Anlage angeordnet sind, um eine optimale Wirkung erreichen zu können.


Anspruch[de]
  1. 1. Verbrennungsgase erzeugende Anlage, insb. Warmwasserheizkesselanlage, mit einem Absaugventilator für die Verbrennungsgase und mit einem oder mehreren, von den Verbrennungsgasen durchströmten Wärmeaustauschern, insb. für die Fußboden-, Decken, Wandheizung und Verbrennungsluftvorwärmung, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdruckmessung innerhalb der Brennkammer der Anlage (1) erfolgt und der Absaugventilator (12) in Strömungsrichtung der Verbrennungsgase gesehen hinter dem letzten Wärmeaustauscher (11, 14) angeordnet ist.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, bei einer Anlage, bei der die Zuluft für die Verbrennung von der schornsteinartigen Abgasleitung (10, 11) vorgewärmt ist, der Absaugventilator (12) am Ende der Abgasleitung angeordnet ist.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdruckmessung in dem dem Brenner (2) zugekehrten Wandbereich der Verbrennungskammer erfolgt.
  4. 4. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Wärmeaustauscher in Form von schlangenförmig verlegten, in einer Ebene angeordneten Rohren als Fußboden-, Decken- oder Wandheizungen (7, 8) vorgesehen sind.






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