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Dokumentenidentifikation DE4436446A1 20.04.1995
Titel Elastisches Lager
Anmelder Phoenix AG, 21079 Hamburg, DE
Erfinder Bächle, Erwin, 70327 Stuttgart, DE;
Ehlbeck, Dieter, 22869 Schenefeld, DE
DE-Anmeldedatum 13.10.1994
DE-Aktenzeichen 4436446
Offenlegungstag 20.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.1995
IPC-Hauptklasse F16F 5/00
IPC-Nebenklasse F16F 9/10   F16F 9/14   B62D 33/10   B60K 5/12   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein elastisches Lager (1), insbesondere Lkw-Fahrerhauslager, mit hydraulischer Dämpfung, bestehend aus
a) einem topfförmigen Gehäuse (6) und Kern (3) aus Metall und/oder einem entsprechenden Kunststoff;
b) zwei mit Flüssigkeit gefüllten Kammern (8, 10), nämlich einer Arbeits- und Ausgleichskammer, zwischen denen eine Düsenplatte (9) angeordnet ist, wobei die Ausgleichskammer (10) von einem Balg (11) aus elastomerem Werkstoff umschlossen ist;
c) einer Druckluftkammer (12) mit Füllventil (8), die sich an den Balg (11) der Ausgleichskammer (10) anschließt;
sowie
d) einem elastischen Element aus Gummi oder Kunststoff, das unter Begrenzung der Arbeitskammer (8) den Kern (3) mit dem Gehäuse (6) verbindet;
wobei
e) das elastische Element als druckfeste Rollmembrane (2) ausgebildet ist, wobei die Arbeitslage der Rollmembrane mittels des Druckes in der Druckluftkammer (12) einstellbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elastisches Lager, insbesondere Lkw-Fahrerhauslager, mit hydraulischer Dämpfung, bestehend aus einem topfförmigen Gehäuse und Kern aus Metall und/oder einem entsprechenden Kunststoff (z. B. Vestoran, Firma Hüls); zwei mit Flüssigkeit gefüllten Kammern, nämlich einer Arbeits- und Ausgleichskammer, zwischen denen eine Düsenplatte angeordnet ist, wobei die Ausgleichskammer von einem Balg aus elastomerem Werkstoff umschlossen ist; einer Druckluftkammer mit Füllventil, die sich an den Balg der Ausgleichskammer anschließt; sowie einem elastischen Element aus Gummi oder Kunststoff, das unter Begrenzung der Arbeitskammer den Kern mit dem Gehäuse verbindet (DE-A-34 18 123, DE-A-36 07 043, DE-A-37 29 563, EP-A-0 281 937).

Der Weiterentwicklung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die hydraulische Dämpfung zum Schwingungsabbau eines Lagers, insbesondere eines Lkw-Fahrerhauslagers, durch einen Dämpfer ohne mechanisch bewegte Bauteile und geringe Eigensteifigkeit in X, Y- oder Z-Richtung zu erreichen.

Gelöst wird diese Aufgabe nun dadurch, daß das elastische Element als druckfeste Rollmembrane ausgebildet ist, wobei die Arbeitslage der Rollmembrane mittels des Druckes in der Druckluftkammer einstellbar ist.

Zweckmäßigerweise erfolgt die Befestigung der Rollmembrane am Kern mit Hilfe einer Nut, in die das flanschförmige Ende der Rollmembrane einsitzt, sowie am Gehäuse mittels eines Spannringes.

Ferner ist es zweckmäßig, wenn die Rollmembrane einen textilen Festigkeitsträger besitzt, der von Gummi oder gummiähnlichem Kunststoff ummantelt ist. Auch die Verwendung einer Rollmembrane als Folie, insbesondere auf der Basis von Polyester, Polyamid oder einem fluorhaltigen Polymer, ist möglich.

Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf schematische Darstellungen erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 den Querschnitt eines elastischen Lagers;

Fig. 2 ein Diagramm.

In Verbindung mit der Fig. 1 gilt folgende Bezugsziffernliste:

Bezugszeichenliste

1 elastisches Lager

2 Rollmembrane

3 Kern aus Metall

4 im Kern integrierte Befestigungsnut

5 flanschförmiges Ende der Rollmembrane

6 topfförmiges Gehäuse aus Metall

7 Spannring

8 Arbeitskammer

9 Düsenplatte

10 Ausgleichskammer

11 Balg aus elastomerem Werkstoff

12 Druckluftkammer

13 Füllventil

Das Diagramm nach Fig. 2 zeigt den Kurvenverlauf der Federsteifigkeit (Kurve 1) und der Dämpfung (Kurve 2), und zwar unter dem Gesichtspunkt der dynamischen Steifigkeit in N/mm² (Ordinate links) bzw. des Verlustwinkels in Grad (Ordinate rechts) in Abhängigkeit der Frequenz in Hz (Abszisse).

Der Kurvenverlauf verdeutlicht, daß das erfindungsgemäße elastische Lager bei 1 Hz eine geringe Anfangssteifigkeit aufweist, während dann bis zur maximalen Dämpfung bei etwa 5 Hz ein starker Anstieg der dynamischen Steifigkeit zu verzeichnen ist. Dieser Kurvenverlauf ist in Verbindung mit der eingangs erwähnten Aufgabenstellung erwünscht.


Anspruch[de]
  1. 1. Elastisches Lager (1), insbesondere Lkw-Fahrerhauslager, mit hydraulischer Dämpfung, bestehend aus
    1. a) einem topfförmigen Gehäuse (6) und Kern (3) aus Metall und/oder einem entsprechenden Kunststoff;
    2. b) zwei mit Flüssigkeit gefüllten Kammern (8, 10), nämlich einer Arbeits- und Ausgleichskammer, zwischen denen eine Düsenplatte (9) angeordnet ist, wobei die Ausgleichskammer (10) von einem Balg (11) aus elastomerem Werkstoff umschlossen ist;
    3. c) einer Druckluftkammer (12) mit Füllventil (13), die sich an den Balg (11) der Ausgleichskammer (10) anschließt; sowie
    4. d) einem elastischen Element aus Gummi oder Kunststoff, das unter Begrenzung der Arbeitskammer (8) den Kern (3) mit dem Gehäuse (6) verbindet;
  2. wobei
    1. e) das elastische Element als druckfeste Rollmembrane (2) ausgebildet ist, wobei die Arbeitslage der Rollmembrane mittels des Druckes in der Druckluftkammer (12) einstellbar ist.
  3. 2. Elastisches Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung der Rollmembrane (2) am Kern (3) mittels einer Nut (4), in die das flanschförmige Ende (5) der Rollmembrane einsitzt, erfolgt.
  4. 3. Elastisches Lager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung der Rollmembrane (2) am Gehäuse (6) mittels eines Spannringes (7) erfolgt.
  5. 4. Elastisches Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollmembrane (2) einen textilen Festigkeitsträger besitzt, der von Gummi oder gummiähnlichem Kunststoff ummantelt ist.
  6. 5. Elastisches Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollmembrane (2) eine Folie ist.
  7. 6. Elastisches Lager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie aus Polyester, Polyamid oder einem fluorhaltigen Polymer besteht.






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