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Dokumentenidentifikation DE3313367C2 27.04.1995
Titel Skikantenschärfer
Anmelder Kunzmann, Friedrich, 85053 Ingolstadt, DE
Erfinder Kunzmann, Friedrich, 8070 Ingolstadt, DE;
Belu, Sever, 8070 Ingolstadt, DE
Vertreter Glöser, O., Pat.-Anw., 85107 Baar-Ebenhausen
DE-Anmeldedatum 13.04.1983
DE-Aktenzeichen 3313367
Offenlegungstag 23.08.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse A63C 11/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Skikantenschärfer, der eine Art Griffbacken darstellt, dem die Skilauffläche als Widerlager dient und der mit einer Feile oder einem anderen Schneidwerkzeug die zu schärfende Skikante übergreift, wobei der Winkel des Schneidwerkzeugs verstellbar ist.

Skikantenschärfer sind seit geraumer Zeit bekannt. Früher hat man sich mit einem Kantenwinkel von 90° begnügt; neuerdings wird ein etwas kleinerer Kantenwinkel als vorteilhaft angesehen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, sind die eingangs erwähnten Skikantenschärfer entwickelt worden. Diesen Bauarten haftet aber der Nachteil an, daß ihre Verstellmöglichkeiten beschränkt, ihre Einstellungen zu ungenau und die vorgenommenen Einstellungen nicht nachprüfbar sind. Dies trifft auch für den Skikantenhobel gemäß dem DE-GM 82 04 890 zu, der dem eingangs erwähnten Skikantenschärfer entspricht und wegen der erwähnten Nachteile verbesserungsbedürftig erscheint.

Demgegenüber wird die konkrete technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin gesehen, einen Skikantenschärfer anzugeben, bei dem Verstellmöglichkeiten bis zu 6° (abweichend von 90°) möglichst stufenlos möglich sind, der eingestellte Winkel erhalten bleibt und die vorgenommene Einstellung bzw. die gewünschte Einstellung kontrollierbar ist. Außerdem soll die Handhabung einfach sein.

Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß der Griffbacken aus zwei Teilen besteht, von denen der einen Handgriff bildende erste Teil die Halterung für das jeweilige Schneidwerkzeug aufweist, während der zweite Teil der Abstützung auf der Skilauffläche dient und letzterer zur Winkelverstellung des Schneidwerkzeugs eine in Arbeitsrichtung verlaufende Zylinderfläche aufweist, auf die der erste Teil mit einer der Zylinderfläche entsprechenden Gegenfläche feststellbar aufgesattelt ist und die beiden Teile mit Markierungen für die jeweilige Winkelstellung ausgestattet sind. Durch das feststellbare Aufsatteln des ersten Teiles der beiden den Skikantenschärfer bildenden Teile ist es möglich, Feineinstellungen des Schneidwerkzeuges in der gewünschten Winkellage - auch stufenlos - vorzunehmen und so den Erfordernissen der neuzeitlichen Entwicklung gerecht zu werden, zumal die jeweilige Einstellung kontrollierbar ist, ohne einen untragbaren Aufwand hinnehmen zu müssen.

Damit der einmal genau eingestellte Kantenwinkel sich nicht ungewollt verändert, erscheint es nach der Erfindung zweckmäßig, daß die Zylinderfläche und die Gegenfläche der beiden Teile mit Längsriefen, z. B. mit einer 1/2°-Teilung besetzt sind. Eine Gradeinteilung erleichtert das Einstellen des gewünschten Winkels. Eine kleine Teilung kommt der Stufenlosigkeit nahe.

Damit auch ein bevorzugter Winkel leicht auffindbar ist, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß die Normalstellung der beiden Teile, also bei einem Winkel von 90° zwischen Werkzeug und Abstützfläche, durch Anschläge markiert ist.

Zweckmäßig erscheint es ferner, daß die beiden Teile bevorzugt mit einer Rändelschraube miteinander verbindbar sind, die ein vom Werkzeug entfernt liegendes und zu letzterem querverlaufendes Langloch des Werkzeughalterungsteiles durchsetzt. Dadurch ist es möglich, auf einfache Weise den Arbeitswinkel zu verstellen und zu fixieren.

Eine wirtschaftliche Bauart eines Skikantenschärfers ergibt sich dann, wenn bei einem winkeligen Abstützteil und aufgesatteltem Werkzeughalterungsteil eine ein Langloch desselben durchsetzende Rändelschraube od. dgl. gleichzeitig die beiden Teile gegeneinander und das jeweilige Werkzeug festlegt, das in einer Schlitzaussparung sitzt, die sich in einen Sägeschlitz fortsetzt. Hier werden also mit einer einzigen Rändel- oder Knebelschraube zwei Funktionen beherrscht.

Um das Eindrücken oder Einreiben von Schärfspänen in die Skilauffläche zu verhindern, wird vorgeschlagen, daß der mit der Skilauffläche in Berührung kommende Teil des beliebig aufgebauten Abstützteiles od. dgl. mit Riefen, Rippen, Rasterierungen, Wälzkörpern usw. ausgestattet ist. Auf diese Weise werden Schärfspäne oder sonstige, für die Skilauffläche gefährliche Teilchen in Räume abgedrängt, wo sie keinen Schaden anrichten können.

In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht; es zeigen:

Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung eines Skikantenschärfers;

Fig. 2 den Skikantenschärfer gemäß Fig. 1 im Schnitt und

Fig. 3 eine gegenüber Fig. 2 geänderte Ausführungsform.

Gemäß den Fig. 2 und 3 ist ein in Fig. 1 schaubildlich dargestellter Skikantenschärfer 1 auf einen angedeuteten Ski 2 aufgesetzt, der mit seiner Lauffläche 3 die Widerlagerfläche für den Skikantenschärfer 1 bildet. Mit 4 ist der Bereich der Skikante bzw. die Skikante 4 selbst bezeichnet, die geschärft werden soll.

Zum Schärfen selbst dient eine Feile 5, die in einen Schlitz 6 eingesetzt und mit einer Rändelschraube 7 festgehalten ist (vgl. auch Fig. 1).

Damit die Skikante 4 auch in einem von 90° abweichenden Winkel geschärft werden kann, sind die Bauarten nach den Fig. 2 und 3 entwickelt worden, die aus zwei Teilen 9, 10 bestehen. Der Teil 9 ist, wie dies die Fig. 1 klar erkennen läßt, als Handgriff ausgebildet, und er nimmt das Schneidwerkzeug 5 auf. Zur Verstellung des Kantenwinkels an der Skikante 4 weist der sich auf der Skilauffläche 3 abstützende Teil 10 eine zylindrische Fläche 11 auf, auf die der Teil 9 mit einer entsprechenden Gegenfläche 12 aufgesattelt ist, so daß die Teile 9, 10 entsprechend der eingezeichneten Pfeile gegeneinander bewegt werden können.

In Fig. 2 ist das Verspannen der beiden Teile 9, 10 mit einer Rändelschraube 13 bewerkstelligt, während sie nach Fig. 3 nicht nur die Feile 5 festlegt, sondern auch die beiden Teile 9, 10 zusammenzieht. In Fig. 3 setzt sich der Schlitz 6 in einen Sägeschlitz 14 fort, wodurch sich eine gewisse Federwirkung ergibt. Es versteht sich, daß bei beiden Ausführungsformen für die Rändelschraube 13entsprechende Langlöcher 15 vorgesehen sein müssen.

Um ein ungewolltes Verstellen der Teile 9, 10 zu vermeiden, sind sie mit Riefen, Rippen 16 od. dgl. ausgestattet, die auch der Sichtkontrolle dienen. Mit 17 ist ein Anschlag bezeichnet, welcher einen 90°-Winkel an der Skikante 4 markiert. Damit auf die Skilauffläche 3 fallende Schärfspäne die Oberfläche nicht beschädigen, sind im Teil 10 Rinnen 18 od. dgl. vorgesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Skikantenschärfer, der eine Art Griffbacken darstellt, dem die Skilauffläche als Widerlager dient und der mit einer Feile oder einem anderen Schneidwerkzeug die zu schärfende Skikante übergreift, wobei der Winkel des Schneidwerkzeugs verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffbacken (1) aus zwei Teilen (9, 10) besteht, von denen der einen Handgriff bildende erste Teil (9) die Halterung (vgl. 6) für das jeweilige Schneidwerkzeug (5) aufweist, während der zweite Teil (10) der Abstützung auf der Skilauffläche (3) dient und letzterer (10) zur Winkelverstellung des Schneidwerkzeugs (5) eine in Arbeitsrichtung verlaufende Zylinderfläche (11) aufweist, auf die der erste Teil (9) mit einer der Zylinderfläche (11) entsprechenden Gegenfläche (12) feststellbar aufgesattelt ist und die beiden Teile (9, 10) mit Markierungen (vgl. 16) für die jeweilige Winkelstellung ausgestattet sind.
  2. 2. Skikantenschärfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderfläche (11) und die Gegenfläche (12) der beiden Teile (9, 10) mit Längsriefen (16), z. B. mit einer 1/2°-Teilung besetzt sind.
  3. 3. Skikantenschärfer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Normalstellung der beiden Teile (9, 10), also bei einem Winkel von 90° zwischen Werkzeug (5) und Abstützfläche (3), durch Anschläge (17) markiert ist.
  4. 4. Skikantenschärfer nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile (9, 10) mit einer Rändelschraube (13) miteinander verbindbar sind, die ein vom Werkzeug (5) entfernt liegendes und zu letzterem querverlaufendes Langloch (15) des Werkzeughalterungsteiles (9) durchsetzt.
  5. 5. Skikantenschärfer nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem winkeligen Abstützteil (10) und aufgesatteltem Werkzeughalterungsteil (9) eine ein Langloch (15) durchsetzende Rändelschraube (13) od. dgl. gleichzeitig die beiden Teile (9, 10) gegeneinander und das jeweilige Werkzeug (5) festlegt, das in einer Schlitzaussparung (6) sitzt, die sich in einen Sägeschlitz (14) fortsetzt.
  6. 6. Skikantenschärfer nach Anspruch 1 und mindestens einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Skilauffläche (3) in Berührung kommende Teil (10) mit Riefen (18) ausgestattet ist.






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