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Dokumentenidentifikation DE3390396C2 27.04.1995
Titel Sprinklereinheit
Anmelder G.W. Sprinkler A/S, Holte, DK
Erfinder Jacobsen, Allan, Haarby, DK
Vertreter Dahlke, W., Dipl.-Ing., 5060 Bergisch Gladbach; Lippert, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 51427 Bergisch Gladbach
DE-Anmeldedatum 06.12.1983
DE-Aktenzeichen 3390396
WO-Anmeldetag 06.12.1983
PCT-Aktenzeichen DK8300113
WO-Veröffentlichungsnummer 8402280
WO-Veröffentlichungsdatum 21.06.1984
Date of publication of WO application in German translation 03.10.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse A62C 37/14

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Montieren einer Sprinklereinheit der im Oberbegriff des Anspruches angegebenen Art, die in fertig montiertem Zustand ab Fabrik geliefert und an Ort und Stelle in einem bestehenden Rohrsystem zur Zuführung eines feuerlöschenden Fluidums zu Bauräumen u. a.m. montierbereit ist.

Solche Sprinklereinheiten werden in der Fabrik durch Einführen der Ampulle zur Anlage an der Buchse und nachfolgendes Einsetzen der Dichtung und des Ventilkörpers montiert, worauf die gesamte Einheit einer Druckprüfung nach geltenden Normen unterzogen wird.

Aus der französischen Patentanmeldung 75 03 879 ist eine Sprinklereinheit bekannt, die einen Ventilkörper aufweist, der in einer zentralen Bohrung in einem Körperstück, welches an ein Rohrsystem anschließbar ist, axial beweglich ist. Zwischen dem Körperstück und dem Ventilkörper ist eine im betriebsfertigen Zustand eng anschließende Dichtung angeordnet. Zur Aufnahme dieser Dichtung ist der Strömungskanal für das Druckfluidum zwischen der Oberfläche der Durchbohrung des Körperstückes und der Außenfläche des Ventilkörpers mit einer Kröpfung in Form komplementärer Anlageschultern versehen, auf die sich die Dichtung abstützt.

Weiterhin ist bei dieser bekannten Lösung angegeben, daß der Strömungskanal mit einer am Ventilkörper stromaufwärts ausgebildeten zweiten Schulter profiliert ist, die durch eine Aufwärtsbewegung des Ventilkörpers mit der Dichtung eingreifen und diese mit sich führen. Damit wird ein ungehindertes Ausströmen des Fluidums erreicht.

In der betriebsbereiten Stellung drückt eine Ampulle, die so ausgeführt ist, daß sie beim Erhitzen zerberstet, mit ihrem zum Körperstück weisenden Innenende gegen das Außenende des Ventilkörpers.

Dieser Druck wird dadurch erzeugt, daß das dem Innenende gegenüberliegende Außenende der Ampulle in einer Buchse geführt ist, die mit einem Druckstück verbunden ist. Dieses Druckstück ist axial beweglich und wird über zwei in das Körperstück eingeschraubte Schrauben geführt. Zwischen den Schraubenköpfen und der dem Körperstück abgewandten Seite des Druckstückes sind Druckfedern angeordnet, die die Ampulle permanent gegen das Außenende des Körperstückes drücken und damit ein Austreten des Druckfluidums verhindern, bis ggf. ein Zerbersten der Ampulle eintritt.

Bei der Montage dieser bekannten Sprinklereinheit ist eine große Anzahl von Einzelteilen vor der Befestigung zu positionieren, wonach erst das ordnungsgemäße Eindrehen der Schrauben erfolgen kann. Dadurch entsteht ein hoher Montageaufwand.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 23 00 434 ist eine Sprinklereinheit der angegebenen Art bekannt, bei der eine Zwillingsampulle in den von außen zur Anlage an der Dichtung einzuführenden Ventilkörper eingesetzt wird und die Ampulle und der Ventilkörper dann gegen das Innenende des Körperstückes durch Zuspannen der Buchse am Außenende des Körperstückes zusammengespannt werden. Dieser Einsetzvorgang ist kompliziert.

Aus der englischen Patentschrift Nr. 1 582 360 ist eine Sprinklereinheit der gleichen Art bekannt, bei der das Innenende der Ampulle direkt im Außenende des Ventilkörpers gelagert und der Strömungskanal für das Fluidum im wesentlichen kreisrundzylindrisch ausgebildet ist, indem die Oberfläche der Durchbohrung im Körperstück eine Vertiefung zur Aufnahme der Dichtung aufweist. Diese Konstruktion erfordert ebenfalls besondere Sorgfalt bei der Montage.

Aus der englischen Patentschrift Nr. 1 595 116 und der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 29 21 304 ist eine Sprinklereinheit ähnlicher Art bekannt, bei der das Außenende der Ampulle - aber ohne dazwischenliegendem Ventilkörper - am Körperstück oberhalb der Dichtung anliegt, die nach dem Einsetzen durch Einschieben einer dünnen Rohrbuchse am Platz gehalten wird. Dabei ist es nachteilig, daß das zarte Ende der Ampulle während der Montage ungeschützt ist.

Es ist Aufgabe der Erfindung, den Aufwand beim Montieren einer Sprinklereinheit erheblich zu verringern.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Montieren einer solchen Sprinklereinheit der im Oberbegriff des Anspruches angegebenen Art gelöst, welches durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches angegebenen Arbeitsstufen gekennzeichnet ist.

Beim Fabrikmontieren der erfindungsgemäßen Sprinklereinheit wird die Dichtung ganz einfach um den Ventilkörper gelegt und während des Eindrückes des Ventilkörpers von inen mit eingesetztem O-Ring zur zuerst eingesetzten Ampulle hin von dem von der anderen Schulter auf der Ventilkörperoberfläche gebildeten Kragen hinabgepreßt. Bei der eigentlichen nachfolgenden obligatorischen Druckprüfung wird das Druckfluidum dann automatisch die Dichtung zwischen den Schultern an der Kröpfungsstelle im Strömungskanal zurechtdrücken, ohne daß zusätzliche manuelle Vorgänge erforderlich sind, und die Dichtung wird dann sowohl als ein Verschlußring für den Ventilkörper gegen eine mögliche Einwärtsbewegung von diesem durch eine im Rohrsystem entstehende Druckverminderung und als ein Ausgleichsorgan zur teilweisen Aufnahme von Spannungen infolge zufälliger Längsvariationen der Ampulle wirken, ohne daß Dichtungsfunktionen verlorengehen. Beim Auslösen ist gewährleistet, daß die Dichtung ganz ausgeschleudert wird, so daß eine neue Ampulle ungehindert eingesetzt werden kann. Der O-Ring nimmt den restlichen Teil der Längsvariationsspannungen auf und gewährt zusätzliche Sicherheit gegen ein Zerbersten der Ampulle während der Montage.

Die Dichtung für den Ventilkörper kann zweckmäßig ein O-Ring aus dem gleichen Material sein wie der O-Ring zur Lagerung der Ampulle, vorzugsweise VITON®, das Temperaturen bis zu 250°C widerstehen kann.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Sprinklereinheit im verkaufsfertigen Zustand und

Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Sprinklereinheit während der Fabrikationsmontage von dieser.

Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt die Sprinklereinheit ein Körperstück 1 mit einem Außengewinde 9 zum Anschrauben an ein bestehendes Rohrsystem in einer Feuerlöschanlage, eine als Strömungskanal wirkende Durchbohrung 6 mit einer über eine Innenschulter erweiterten Dichtungsfläche 8, die parallel zur Achsrichtung sein oder einen Winkel von bis zu 15° zu dieser bilden kann. Das Körperstück 1 ist weiterhin in herkömmlicher Weise um zwei Stützschenkel 10 nach außen verlängert worden, an denen eine Buchse 11 als äußerste Lagerung für die Ampulle 5 des Sprinklers mit einem herkömmlichen Profil befestigt ist.

Der Ventilkörper 2 des Sprinklers ist als eine Endmuffe mit einem Hohlraum zur Aufnahme des Innenendes der Ampulle 4 und einer erweiterten Endpartie mit einer Außenschulter für eine den Endanschluß bildende Dichtung 3 in Form eines O-Ringes und einer Innenschulter für einen anderen O-Ring 4 zur Bildung einer elastischen Lagerung des Halsteiles der Ampulle 5 ausgebildet und dafür vorgesehen, zusammen mit der Dichtung 3 die Ausdehnungen und Zusammenziehungen der Ampulle infolge der Temperaturänderungen der Umgebung aufzunehmen. Die Dichtungsfläche 7 des Ventilkörpers 2 kann, wie die Dichtungsfläche 8 des Körperstücks, zur Achsrichtung parallel sein oder einen Winkel von bis zu 15° zu dieser bilden.

Erfindungsgemäß wird die Sprinklereinheit in der Fabrik durch Hindurchführen der Ampulle 5 durch die Durchbohrung des Körperstücks 1 und Zentrieren von dieser in der Buchse 11 montiert. Dann wird der mit der Dichtung 3 vormontierte Ventilkörper 2 in die Durchbohrung 6 eingeführt, wie in Fig. 2 gezeigt. Die Sprinklereinheit wird dadurch fertig montiert, daß sie einem genormten Probedruck von der Einlaufseite unterzogen wird, und die Dichtung 3 wird dann, wie in Fig. 1 gezeigt, automatisch in Verschlußstellung zurechtgleiten.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Montieren einer Sprinklereinheit zur Verwendung in Anlagen für temperaturausgelöste Zuführung eines Fluidums unter Druck durch ein Rohrsystem zum Löschen entstehender Feuer in Gebäuden mit einem für stationäre Anordnung am Rohrsystem und mit einer axialen zentralen Durchbohrung (6) ausgebildeten Körperstück (1), einem im Verhältnis zum Körperstück (1) in dessen Durchbohrung (6) im wesentlichen axial beweglichen Ventilkörper (2), einer zwischen dem Körperstück (1) und dem Ventilkörper (2) in betriebsfertigem Zustand eng anschließenden Dichtung (3) und mit einer beim Erhitzen zerberstlichen Ampulle (5), deren Außenende zwischen einer Buchse (11) am freien Ende der vom Körperstück (1) nach außen ragenden Stützschenkel (10) eingesetzt und deren Innenende gegen das Außenende des Ventilkörpers (2) gelagert ist, wobei der Strömungskanal (6; 7; 8) für das Druckfluidum zwischen der Oberfläche der Durchbohrung (6) des Körperstücks (1) und der Außenfläche des Ventilkörpers (2) mit einer Kröpfung (7; 8) in Form komplementärer Anlageschultern für die Dichtung (3) auf den beiden erwähnten Flächen ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ampulle (5) von innen durch die Durchbohrung (6) im Körperstück (1) zur Lagerung des Außenendes der Ampulle (5) in der Buchse (11) eingesetzt, der Ventilkörper (2) mit eingesetztem O-Ring (4) und lose aufgesetzter Dichtung (3) dann von innen durch die Durchbohrung (6) zur Anlage an dem Innenende der Ampulle (5) eingeführt und die so gesamte Einheit einer Druckprüfung nach geltenden Normen unterzogen wird, wobei die Dichtung (3) ohne zusätzliche Manipulationen zurechtgedrückt wird.






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