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Dokumentenidentifikation DE3720575C2 27.04.1995
Titel Vorrichtung zur Aufbewahrung von Diapositiven
Anmelder Bonacker, Artur, 2820 Bremen, DE
Erfinder Bonacker, Artur, 2820 Bremen, DE
Vertreter Depmeyer, L., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., 30823 Garbsen
DE-Anmeldedatum 22.06.1987
DE-Aktenzeichen 3720575
Offenlegungstag 05.01.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse B42F 5/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbewahren von Diapositiven od. dgl. mit einem plattenförmigen Lagerkörper für die Diapositive, wobei die Diapositive in nahe beieinander liegenden Reihen und in jeder Reihe dicht bei dicht angeordnet und durch Rippen od. dgl. gegen seitliches Verschieben gesichert sind.

Diese Vorrichtungen dienen ohne zusätzliche Abdeckung zur horizontalen Anordnung der Diapositive; wenn sie jedoch eine meist durchsichtige Abdeckung haben, können sie auch senkrecht oder schräg angeordnet werden, wie dies z. B. aus dem Gebrauchsmuster 17 24 334 bekannt ist. Dabei sorgen die auf dem Lagerkörper befindlichen Rippen dafür, daß die Diapositive nicht verrutschen können. Allerdings bereiten diese Einrichtungen dann Schwierigkeiten, wenn in etwa waagerechter Lage bei abgenommener Abdeckung einzelne Diapositive entnommen werden sollen. Eine Erleichterung dieser Schwierigkeiten zeigt das oben genannte Gebrauchsmuster, wonach vor den Diapositiven halbkreisförmige Ausnehmungen angeordnet sind.

Es ist schon vorgeschlagen worden, die Diapositive nicht genau waagerecht, sondern sich schindelartig überdeckend anzuordnen, um so den überstehenden Rand der Diapositive erfassen zu können. Die dabei meist entstehende Überdeckung der Diapositive führt aber zu einer Abdeckung der Beschriftung. Dies ist aber meist unerwünscht.

Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnten Vorrichtungen so zu verbessern, daß nachteilige Schrägstellungen mit Überständen zum Erfassen der Ränder überflüssig werden und demgemäß bei vergleichsweise flacher Anordnung der Vorrichtung die Diapositive bei etwa waagerechter Lage der Vorrichtung ohne Schwierigkeiten für den Benutzer entnommen werden können.

Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäß in den durch die Rippen begrenzten Aufnahmen ein oder mehrere Vorsprünge auf dem Lagerkörper vorgesehen, auf welchen die Diapositive wippenartig verschwenkbar sind. Ein Diapositiv kann somit durch Fingerdruck von oben auf einen Rand wippenartig verschwenkt werden und dabei mit dem gegenüberliegenden Rand in eine zum Erfassen dieses Randes geeignete Höhenlage gelangen. Um dabei eine möglichst flache Anordnung, dennoch aber eine ausreichende Höhenlage des sich anhebenden Diapositivrandes bewirken zu können, sind der bzw. die Vorsprünge dem Rand zugekehrt, der mit Fingerdruck beaufschlagt werden soll. Von Vorteil ist es dabei auch, den oder die Vorsprünge nicht über die gesamte Breite des Diapositivs anzuordnen bzw. sich erstrecken zu lassen, sondern paarweise so vorzusehen, daß sie nur am Rand des Diapositives wirksam sind. Diese Anordnung hat auch den Vorteil, daß sie nicht erkennbar sind, wenn eine durchsichtige oder durchscheinende Ausbildung der Vorrichtung gewünscht wird.

Die erwähnte flache Form der Vorrichtung macht es auch möglich, die Vorrichtung als Bestandteil einer Hängeregistratur entsprechend der DE-OS 15 36 543 des Anmelders auszubilden, indem die Vorrichtung am oberen Rand Hängeelemente erhält, zudem aber auch eine abklappbare oder abnehmbare Abdeckung, um ein Herausfallen der Diapositive auszuschließen.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung dargestellt, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist. Es zeigen

Fig. 1 eine in waagerechter Lage verwendbare Vorrichtung zur Aufbewahrung von Diapositiven im senkrechten Teillängsschnitt,

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1 und

Fig. 3 eine Vorrichtung zur Aufbewahrung von Diapositiven in der Ansicht, und zwar zur Verwendung in einer Hängeregistratur.

Eine aus durchsichtigem oder durchscheinendem steifen Kunststoff bestehende ebene Platte 1 hat in senkrechten und waagerechten Reihen angeordnete Aufnahmen 2 für die Diapositive 3 - nachstehend Dias genannt, - die in üblicher Weise in einem mittigen Fenster 4 das eigentliche Dispositiv und darüber und darunter als umlaufenden Rand einen nicht durchsichtigen Abschnitt aufweisen, der auch zum Beschriften od. dgl. dienen kann. Zur Festlegung der Dia-Reihen hat die Platte 1 parallele Rippen 5, deren gegenseitiger Abstand geringfügig größer ist als Breite und Länge der Dias 3. Die Höhe h dieser Rippen 5 ist geringfügig größer als die Wandstärke s der Dias 3. Im allgemeinen soll die Höhe h nur etwa 1 mm größer sein als das Maß s.

Aussermittig in bezug auf das Dia 3 bzw. die zugehörige Aufnahme 2 ist die Platte 1 im Randbereich der Aufnahmen 2 mit zwei kurzen, rippenförmigen Vorsprüngen 6 versehen. Der Abstand A dieser Vorsprünge 6 von der benachbarten, parallelen Rippe 5 beträgt etwa 15-25% der Gesamtlänge L der Aufnahme 2. Die Höhe dieser das Dia an gegenüberliegenden Randteilen unterstützenden Vorsprünge 6 ist wesentlich kleiner als diejenige der Rippen 5. Insb. wird hier eine solche Höhe gewählt, daß - wie in Fig. 1 dargestellt - das Dia 3 an der dem Vorsprung 6 benachbarten Rippe 5 diese nach oben nicht überragt, während das gegenüberliegende Ende des Dias 3 auf der Platte 1 aufliegt. Hierdurch wird sichergestellt, daß das Dia 3 die durch die Rippen 5 begrenzten Aufnahmen 2 nach oben hin nicht überragt.

Durch Fingerdruck in Richtung des Pfeiles 7 erfährt das Dia 3 eine wippenartige Schwenkbewegung, wobei das den Vorsprüngen 6 abgekehrte Ende 8 der Dias 3 im Sinne des Pfeiles 9 angehoben wird, um zwar um ein solches Maß, dass der Rand 10 die Rippe 5 übersteigt und nunmehr mit der Fingerkuppe im Sinne des Pfeiles 11 das Dia 3 von unten her erfaßt und angehoben werden kann, um dann das Dia 3 in üblicher Weise ergreifen und entfernen zu können.

Die den beiden Vorsprüngen 6 zugekehrten Rippen 5 müssen nicht unbedingt durchlaufend, sich über die ganze Rippenbreite erstreckend ausgeführt sein, vielmehr können auch nur kleinere Rippenenden vorgesehen sein, und zwar vorzugsweise in den Eckbereichen der Dias 3.

Eine solche Ausführung ist in Fig. 2 am linken Abbildungsrand dargestellt.

Es sei noch erwähnt, daß die Höhe der Vorsprünge 6 etwa 40-60% der Höhe h beträgt. Es sind jedoch Abweichungen bei entsprechend abweichenden Wandstärken der Dias 3 möglich.

Wie in Fig. 1 durch gestrichelte Linien angedeutet, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch eine flache Abdeckung 12 aufweisen, die deckelartig ausgeführt sein kann.

Die Vorrichtung gemäß Fig. 3 weist eine solche deckelartige Abdeckung 12 auf. Sie ist oben und unten durch eine Steckverbindung befestigt kann unten aber auch scharnierartig angelenkt sein kann. Am oberen Rand der Vorrichtung befindet sich noch eine Leiste 13, die an beiden Enden mit Haken 14 zur Anbringung in Hängeregistraturen ausgestattet ist. Um einen besonders guten Zusammenhalt der Vorrichtung zu gewährleisten, kann am oberen Rand der Vorrichtung noch ein klammerartiger Schieber 15 angeordnet werden. Ggfs. sind auch noch Flächen zum Beschriften vorgesehen. Es ist auch zweckmäßig, wenn die Platte 1 und die Abdeckung 12 durchsichtig ausgeführt sind, um den Inhalt der Dias 3 ohne weiteres erkennen zu können.

Unter gewissen Voraussetzungen kann auch auf eine Abdekkung 12 verzichtet werden. Damit unter diesen Bedingungen die Dias nicht aus der Vorrichtung herausfallen können, sind zweckmäßigerweise in den Kreuzungsstellen der Rippen 5 Vertiefungen 16 vorgesehen, in die Stifte mit verbreitertern Kopf eingeklemmt werden können. Ggfs. können diese Fixierungsstifte herausgezogen und dann evtl. wieder druckknopfartig eingesetzt werden.

Wie aus Fig. 1 ohne weiteres erkennbar ist, kann der Rand der Dias 3 beschriftet werden. Die Dias 3 überlappen sich nicht, daher kann die Vorrichtung trotz der Vorsprünge 6 noch vergleichsweise flach ausgeführt werden.

Die Abdeckung 12 kann auch mit nach unten gerichteten vorsprungartigen Rippen 12&min; versehen sein, deren Anordnung und Bemessung den Vorsprüngen 6 entsprechend vorgenommen werden sollen, jedoch spiegelbildartig am gegenüberliegenden Ende der Aufnahmen 2 befindlich. Diese Rippen 12&min; sollen die Schrägstellung der Dias 3 erhalten, jedoch eine Fixierung der Dias 3 erreichen und somit zum Beispiel Klappern verhindern.

Es sei noch erwähnt, daß die Vorrichtung auch für ähnliche ( im Vergleich zu Dias ) Gegenstände durchscheinende oder durchsichtige, z. B. Objektträger in der Mikroskopie geeignet ist, deren Herausnahme aus flachen Aufnahmen im Regelfalle Schwierigkeiten bereitet, geeignet ist. Normalerweise sind aber nur rechteckige oder quadratische, flache Gegenstände gemeint.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Aufbewahren von Diapositiven od. dgl. mit einem plattenförmigen Lagerkörper für die Diapositive, wobei die Diapositive in nahe beieinander liegenden Reihen und in jeder Reihe dicht bei dicht angeordnet und durch Rippen od. dgl. gegen seitliches Verschieben gesichert sind, dadurch gekennzeichnet, daß in den durch die Rippen (5) begrenzten Aufnahmen (2) ein oder mehrere Vorsprünge (6) auf dem Lagerkörper (1) vorgesehen sind, auf welchen die Diapositive (3) wippenartig verschwenkbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge außermittig in bezug auf die Längenerstreckung der Aufnahmen (2) für die Diapositive (3) angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (6) nur die seitlichen Ränder der Diapositive (3) unterfangen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Vorsprünge (6) so bememessen ist, daß bei einem auf dem Lagerkörper (1) aufliegenden Rand des Diapositivs (3) der andere, gegenüberliegende Rand die die Aufnahmen (2) begrenzenden Rippen (5) od. dgl nicht überragt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (h) der Rippen (5) od. dgl. geringfügig größer ist als die Wandstärke der Diapositive (3).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Höhenunterschied etwa 1 mm beträgt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (h) der Vorsprünge (6) etwa 40-60% der Höhe der Rippen (5) od. dgl. beträgt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (A) der Vorsprünge (6) von der benachbarten Rippe (5) od. dgl. 15-25% der Gesamtlänge der Diapositive bzw. ihrer Aufnahmen (2) beträgt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Vorsprüngen (6) benachbarten Rippen (5) od. dgl. sich nur über den Randbereich der Diapositive (3) erstreckt (Fig. 2 linker Rand).
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich in den Kreuzungsbereichen der Rippen (5) Vertiefungen (16) zur lösbaren Befestigung von Halteelementen für die Diapositive (3) befinden, wobei diese Elemente eine die Ecken der Diapositive übergreifende Kopfausbildung haben.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine vorzugsweise durchsichtige Abdeckung (12) hat und an ihrem oberen Rand mit seitlich überstehenden Haken (14) zum Einhängen in die Schienen von Hängeregistraturen ausgestattet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerkörper (1) und dessen Abdeckung (12) durch eine am oberen Rand der Vorrichtung befindliche, vorzugsweise verschiebbare Klammer gesichert bzw. zusammengehalten sind.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer die Aufnahmen für die Diapositive (3) übergreifenden Abdeckung (12) diese mit einer vorsprungartigen Rippe (12&min;) versehen ist, deren Anordnung und Bemessung zumindest im wesentlichen dem Vorsprung (6) entspricht, jedoch in entgegengesetzter Richtung in die Aufnahme für die Diapositive hineinragend und zudem am gegenüberliegenden Ende befindlich, angeordnet ist.






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