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Dokumentenidentifikation DE3721013C2 27.04.1995
Titel Vorrichtung zum Polieren und Schleifen eines Dentalinstrumentes
Anmelder G-C Dental Industrial Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Kojima, Norio, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Deufel, P., Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.nat., 80331 München; Schön, A., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 8000 München; Hertel, W., Dipl.-Phys., 80331 München; Lewald, D., Dipl.-Ing., 81679 München; Otto, D., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 25.06.1987
DE-Aktenzeichen 3721013
Offenlegungstag 14.01.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse B24B 27/02
IPC-Nebenklasse A61C 19/00   B24B 3/60   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Polieren und Schleifen eines Dentalinstrumentes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der japanischen Gebrauchsmusteranmeldung 53-1672 ist eine Vorrichtung zum Polieren und Schleifen eines Dentalinstrumentes bekannt. Ein solches Dentalinstrument, wie zum Beispiel ein Kratzer zum Entfernen von Zahnstein oder ein Instrument zum Füllen und Formen von Harzzusammensetzungen oder Zementen für Zähne in und an proximalen Flächen von Zähnen oder Zahnhohlräumen, weist kantige Arbeitsabschnitte mit zumeist gekrümmten oder gebogenen Kantenflächen auf. Die Kantenflächen müssen dabei von Zeit zu Zeit poliert und geschliffen werden, da sie bei der Benutzung einem Verschleiß unterworfen sind. Zu diesem Zweck umfaßt diese Vorrichtung ein Basisteil und einen auf dem Basisteil angeordneten Elektromotor. An der Welle des Elektromotors ist endseitig eine Schleifscheibe befestigt. Von Nachteil bei dieser Vorrichtung ist allerdings die Tatsache, daß ein exaktes Polieren und Schleifen des jeweiligen Dentalinstrumentes nicht möglich ist, da das Dentalinstrument gegenüber der Schleifscheibe nicht genau und fest positioniert werden kann. Dies hat zur Folge, daß die fein ausgestalteten Dentalinstrumente aufgrund eines nicht fachgerechten, d. h. möglicherweise zu starken Polierens bzw. Schleifens einerseits mit scharfkantigen Graten versehen werden oder andererseits derart bearbeitet, d. h. stark poliert bzw. abgeschliffen werden, daß sich die Lebensdauer der Dentalinstrumente insgesamt erheblich verringert.

Ferner ist in der US 2,324,025 eine Vorrichtung zum Polieren und Schleifen eines Dentalinstrumentes beschrieben. Diese Vorrichtung umfaßt ein Basisteil, in dem ein etwa rechteckförmiger, von Hand zu betätigender Schleifstein verschiebbar angeordnet ist. An dem Basisteil ist des weiteren ein Halter mit Nuten zur Festlegung des jeweiligen Dentalinstrumentes gegenüber dem Schleifstein angelenkt. Ein exaktes Polieren bzw. Schleifen des Dentalinstrumentes ist allerdings auch mit dieser Vorrichtung nicht möglich. Dies umso mehr, als die kantigen Arbeitsabschnitte meistens mit gekrümmten oder gebogenen Kantenflächen ausgestattet sind. Damit ist jedenfalls eine beträchtliche Erfahrung und Handfertigkeit sowie ein ausgesprochen großer Zeitaufwand erforderlich, um derartig gekrümmte bzw. gebogene Kantenflächen mit dem Schleifstein einigermaßen genau zu behandeln.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Polieren und Schleifen eines Dentalinstrumentes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bereitzustellen, die konstruktiv besonders einfach ausgebildet und leicht handhabbar ist sowie eine hohe Genauigkeit beim Polieren und Schleifen des Dentalinstrumentes ermöglicht.

Diese Aufgabe wird bei der Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 auf überraschend einfache Weise durch dessen kennzeichnenden Merkmale gelöst.

Demnach ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine auf dem Basisteil angeordnete Abstützeinrichtung für das Dentalinstrument vorgesehen. Infolge einer solchen Abstützeinrichtung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung konstruktiv besonders einfach ausgebildet. Zudem ist die die Vorrichtung nach der Erfindung ausgesprochen leicht handhabbar, da sich das Dentalinstrument in der wenigstens einen Kerbe von der Abstützplatte der Abstützeinrichtung stabil und unverrückbar abstützen läßt. Schließlich ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung auch eine sehr große Genauigkeit beim Polieren und Schleifen des Dentalinstrumentes. Insoweit lassen sich zum einen scharfkantige Grate an den kantigen Arbeitsabschnitten des jeweiligen Dentalinstrumentes mit den gekrümmten oder gebogenen Kantenflächen vermeiden und zum anderen ein ausreichend geringes Polieren bzw. Schleifen erzielen, wodurch die Lebensdauer des Dentalinstrumentes erhöht wird.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung nach der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 7 beschrieben.

Das besonders exakte Polieren oder Schleifen des Dentalinstrumentes ist dabei nicht zuletzt eine Folge der sehr genauen Positionierungsmöglichkeit des Dentalinstrumentes gegenüber der Schleifscheibe aufgrund der relativen Verschiebbarkeit der wenigstens einen Abstützplatte und/oder des Tisches und/oder der weiteren Abstützplatte.

Ein Ausführungsbeispiel einer tragbaren Polier- und Schleifvorrichtung für Dentalinstrumente gemäß der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Ausführungsform einer tragbaren Polier- und Schleifvorrichtung für Dentalinstrumente gemäß der Erfindung,

Fig. 2 in perspektivischer Darstellung ein Dentalinstrument, welches mit der tragbaren Polier- und Schleifvorrichtung gemäß der Erfindung geschliffen und poliert wird,

Fig. 3 in vergrößertem Maßstab den Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 1,

Fig. 4 und 5 perspektivische Ansichten anderer Ausführungsformen der Abstützplatten der Polier- und Schleifvorrichtung und

Fig. 6 in perspektivischer Darstellung ein Dentalinstrument, welches mit der erfindungsgemäßen tragbaren Polier- und Schleifvorrichtung geschliffen wird, wobei die Abstützplatte nach Fig. 4 verwendet ist.

In den Fig. 1 bis 3 und 6 ist ein Basisteil 1 zu sehen, auf welchem ein Gehäuse 2 befestigt ist, in welchem ein Elektromotor angeordnet ist, der beispielsweise über eine Trockenbatterie angetrieben wird. Ein Schalter 2a zum Ein- und Ausschalten des Elektromotors ist in einer gegebenen Stellung an dem Gehäuse 2 angeordnet (beispielsweise in der vorderen Endstellung der Oberseite des Gehäuses 2, wie gezeigt). Vorzugsweise ist der Ein/Ausschalter 2a vom Wechseltyp, so daß der Elektromotor entweder mit hoher oder geringer Geschwindigkeit rotiert, wodurch der Polier- oder Schleifgrad der Klinge 6b des Dentalinstrumentes 6 einstellbar ist. Eine von dem Elektromotor angetriebene Schleifscheibe 3 ist aus zwei Einzelscheiben 3a, 3b zusammengesetzt, wobei die Scheibe 3b als Schleifstange mit runder Form ausgebildet und an dem Elektromotor befestigt ist, und die Scheibe 3a, deren Durchmesser größer ist als derjenige der Schleifstange 3b, an ihrer Endfläche eben ist. Die Schleifstange 3b ist vorgesehen, um Grate zu entfernen, die an der Klinge 6b des Dentalinstrumentes 6 auftreten, und weist vorzugsweise einen Durchmesser von 4 bis 6 mm auf, wobei die Gestalt der Klinge 6b berücksichtigt wird. Ein Tisch 4 ist auf dem Basisteil 1 in einer Stellung angeordnet, welche gegenüber und in Nähe der Seite der Einzelscheibe 3a der Schleifscheibe 3 angeordnet ist, welche nicht zu dem Elektromotor gerichtet ist. Die Auflagefläche 4a des Tisches 4 erstreckt sich parallel zur Oberfläche des Basisteils 1 mit einer Länge, die größer ist als der Durchmesser der Einzelscheibe 3a. In der gezeigten Ausführungsform ist ein Langloch 1a in dem Basisteil 1 ausgebildet. In dem Langloch 1a ist eine verschiebbare und sich auf der Unterseite des Basisteils 1 abstützende Blattfeder unterhalb des Abstützelementes 4 angeordnet, so daß sich der Tisch 4 in axialer Richtung des Elektromotors längs des Langloches 1a bewegen kann. Eine Abstützplatte 5 ist in Nähe der Seitenkante des Tisches 4 angeordnet, an dem Basisteil 1 befestigt und weist eine Kerbe 5a zum Abstützen des Endes einer Klinge 6b auf, die sich von dem Griff 6a des Dentalinstrumentes 6 aus erstreckt. Vorzugsweise ist die Abstützplatte 5 mit einer Vielzahl von Kerben 5a versehen und ist längs der Seiten des Basisteils 1 in axialer Richtung der Schleifscheibe 3 verschiebbar wie der Tisch 4. In der gezeigten Ausführungsform hält die Seite der Abstützplatte 5, die zu dem Gehäuse 2 gerichtet ist, das Basisteil 1 an beiden Seiten sowie von oben und von unten. Dabei ist dieser Halteabschnitt mit einem federnden nach unten gerichteten Vorsprung ausgebildet, wodurch die Abstützplatte 5 in einer Stellung gehalten wird, in welcher sie längs der Seiten des Basisteils 1 verschoben wird.

Was die Abstützplatte 5 betrifft, so sind deren Kerben 5a in Nähe der Kanten beider Seiten des Tisches 4 angeordnet, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Alternativ dazu können bei einer Abstützplatte 5&min; Kerben 5&min;a in Nähe der Kante der Seite des Tisches 4 angeordnet sein, welche nicht zu dem Elektromotor gerichtet ist, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Ferner können die Kerben 5a bzw. 5&min;a sowohl in Nähe der Kanten beider Seiten des Tisches 4 und in Nähe der Kante der Seite des Tisches 4, die nicht zu dem Elektromotor gerichtet ist, angeordnet sein, wie aus Fig. 5 zu ersehen ist. Wenn die Abstützplatte 5 längs der Seiten des Basisteils 1 verschiebbar ist, ist das Basisteil 1 vorzugsweise mit einer Skala 1b versehen, um die verschobene Stellung festzulegen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Polieren und Schleifen eines Dentalinstrumentes (6), umfassend ein Basisteil (1) und einen auf dem Basisteil (1) angebrachten Elektromotor, an dessen Welle endseitig eine Schleifscheibe (3) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Basisteil (1) eine Abstützeinrichtung (4, 5) für das Dentalinstrument (6) vorgesehen ist, welche aus einem auf dem Basisteil (1) in axialer Richtung der Schleifscheibe (3) verschiebbaren Tisch (4) und mindestens einer seitlich vom Tisch (4) und parallel zur Welle angeordneten Abstützplatte (5) besteht, deren Oberkante höher als die Auflagefläche (4a) des Tisches (4) verläuft und mindestens eine das Dentalinstrument (6) aufnehmende Kerbe (5a) aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützplatte (5) in axialer Richtung der Schleifscheibe (3) verschiebbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch (4) in axialer Richtung der Schleifscheibe (3) längs eines in dem Basisteil (1) ausgebildeten Langloches (1a) verschiebbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere Abstützplatte (5&min;) vorgesehen ist, die sich quer zu der wenigstens einen Abstützplatte (5) und parallel zur Schleifscheibe (3) erstreckt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Abstützplatte (5) und die sich dazu quer erstreckende, weitere Abstützplatte (5&min;) miteinander integral ausgebildet sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Abstützplatte (5&min;) mindestens eine das Dentalinstrument (6) aufnehmende Kerbe (5&min;a) aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifscheibe (3) aus zwei Einzelscheiben (3a; 3b) ist, wobei der Durchmesser der einen Scheibe (3a) und die Breite der anderen Scheibe (3b) größer ist als der Durchmesser der anderen Scheibe (3b).






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