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Dokumentenidentifikation DE3738493C2 27.04.1995
Titel Fehlerortungseinrichtung
Anmelder Mitsubishi Denki K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Nakahata, Minoru, Marugame, Kanagawa, JP;
Orito, Nobuyuki, Marugame, Kanagawa, JP
Vertreter Popp, E., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.pol.; Sajda, W., Dipl.-Phys.; Reinländer, C., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Bohnenberger, J., Dipl.-Ing.Dr.phil.nat., 80538 München; Bolte, E., Dipl.-Ing.; Möller, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 28209 Bremen
DE-Anmeldedatum 12.11.1987
DE-Aktenzeichen 3738493
Offenlegungstag 26.05.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse H02H 7/26
IPC-Nebenklasse G08B 21/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fehlerortungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine solche Fehlerortungseinrichtung ist aus der DE-AS 13 02 253 bekannt. Dort werden durch den Fehlerrückmelder Kurzschluß- oder Erdschlußströme erfaßt. Der Fehlerrückmelder der bekannten Einrichtung umfaßt zu diesem Zweck Relais und Meßtransformatoren, wobei für eine verzögerte Rückstellung der Fehlererfassungseinrichtung die Remanenz des magnetischen Kerns eines Relais benutzt wird. Die Ausnutzung der physikalischen Erscheinung des remanenten Magnetismus in einem Eisenkern hat jedoch eine relativ aufwendige Schaltung zur Folge.

Ein einfaches Schaltelement zur Selbsthaltung der Fehlerrückmeldung ist nicht vorgesehen. Des weiteren läßt sich der bekannten Einrichtung keine Verzögerungsschaltung entnehmen, durch die die Fehlerrückmeldung erst nach Ablauf einer vorbestimmten Verzögerungszeit nach der Erfassungsoperation startet. Insofern stellt sich die bekannte Fehlerortungseinrichtung hinsichtlich der Überwachung eines Verteilungsnetzes als verbesserungswürdig dar.

Eine weitere bekannte Fehlerortungseinrichtung umfaßt in einem Leistungsschutzrelais in Kombination ein Erdschluß-Richtungsrelais mit einer Richtungserkennungsfunktion sowie einen Nullspannungsdetektor, Nullstromtransformatoren etc., und die Fehlerortungseinrichtung erkennt, ob eine Fehlerstelle auf der Primär- oder der Sekundärseite des Nullstromtransformators liegt.

Fig. 1 zeigt einen einspeisungsseitigen Hochspannungstransformator 1, einen Leitungsschutzschalter 2 für die Einspeisungsseite, eine Einspeisungssammelschiene 3, Leitungsschutzschalter 4a-4g für den speiseseitigen Leitungsschutz, verbraucherseitige Transformatoren 5a-5g, Nullstromtransformatoren 6a-6g, die einen Erdschlußstrom erfassen, Erschluß-Richtungsrelais 7a-7g und einen Nullspannungsdetektor 8. Dabei ist jeweils ein Nullstromtransformator 6a-6g mit einem Erdschluß- Richtungsrelais 7a-7g zusammengeschaltet, und der Nullspannungsdetektor 8 ist sämtlichen Erdschluß- Richtungsrelais 7a-7g parallelgeschaltet. Wenn in dem Netz, in dem die verschiedenen Einheiten auf diese Weise zusammengeschaltet sind, ein Erdschlußfehler auftritt, wird der Erdstrom von den Nullstromtransformatoren 6a-6g erfaßt, und die auf den Erdschluß zurückgehende Phasenverschiebung einer Spannung wird vom Nullspannungsdetektor 8 erfaßt.

Der Erdstrom und die Phasenverschiebung der Spannung werden dazu genutzt zu entscheiden, ob der Ort des Auftretens des Erdschlusses auf der Einspeisungsseite oder der Verbraucherseite des entsprechenden Nullstromtransformators 6a-6g liegt. Wenn der Erdschluß auf der Verbraucherseite liegt, wird der entsprechende Leitungsschutzschalter 4a-4g aktiviert und öffnet einen verbraucherseitigen Stromkreis. Liegt der Erdschluß hingegen auf der Einspeisungsseite (Stromschiene 3), wird der Haupt-Leitungsschutzschalter 2 von einem Erdschluß-Richtungsrelais 9 betätigt, und die gesamte Schaltung ist dadurch stromlos.

Da die bekannte Fehlerortungsvorrichtung wie oben beschrieben aufgebaut ist, muß sie zwei Faktoren, nämlich einen Nullstrom und eine Nullspannung, berücksichtigen. Dadurch ergibt sich das Problem, daß die Vorrichtung teuer wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fehlerortungseinrichtung gemäß der DE-AS 13 02 253 so weiterzuentwickeln, daß die Überwachung des Verteilungsnetztes vereinfacht wird.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Bei der Fehlerortungseinrichtung nach der Erfindung entfällt der Nullspannungsdetektor. Die Einrichtung umfaßt Rückmelder mit jeweils einer Spule, die vom Sekundärstrom eines Stromtransformators oder eines Nullstromtransformators erregt wird, und einem Kontakt, der durch die Erregung der Spule betätigbar ist, wobei der Rückmelder eine Rückmeldung nach Maßgabe der Betätigung des Kontaktes ausführt.

Bei der Fehlerortungseinrichtung nach der Erfindung wird der Rückmelder durch den Schnellschaltkontakt auf der Grundlage eines vom Stromtransformator oder vom Nullstromtransformator erfaßten anormalen Stroms aktiviert.

Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 das Schaltbild einer bekannten Fehlerortungseinrichtung;

Fig. 2 das Schaltbild einer Ausführungsform der Fehlerortungseinrichtung nach der Erfindung;

Fig. 3 ein Schaltbild einer Ausführungsform eines Fehlerrückmelders in der Ausführungsform nach Fig. 2; und

Fig. 4 ein Schaltbild einer weiteren Ausführungsform des Fehlerrückmelders.

In Fig. 2 bezeichnen die Ziffern 1-3, 5 und 6 die entsprechenden Teile wie bei der bekannten Einrichtung von Fig. 1, und diese Teile werden nicht erneut beschrieben. Fig. 3 umfaßt einen Fehlerrückmelder 10, der Spulen 12X , 12Y, die jeweils mit Stromtransformatoren 11X, 11Y verbunden sind, sowie eine mit dem Nullstromtransformator 6 verbundene Spule 13 aufweist. Der Fehlerrückmelder 10 enthält ferner einen Kontakt (Schaltelement 14), z. B. einen Blattfederschalter, der durch die Erregung der Spulen 12X, 12Y oder 13 betätigbar ist. Dieser Kontakt 14 ist mit der Spule 15 des Fehlerrückmelders 10 in Reihe geschaltet und ferner mit einer externen Speisespannung an Anschlüssen P und N in Reihe geschaltet. Dem Kontakt 14 ist ein von der Spule 15 angesteuerter Selbsthaltekontakt (Element zur Selbsthaltung) 16 parallelgeschaltet, so daß bei Erregung der Spule 15 des Fehlerrückmelders 10 der Selbsthaltekontakt 16 unter Selbsthaltung dieses Kreises geschlossen wird. Ferner wird durch die Erregung der Spule 15 des Fehlerrückmelders 10 ein weiterer für die Anzeige dienender Kontakt 17 betätigt, so daß ein Fehlersignal ausgegeben wird. Die so aufgebauten Fehlerrückmelder 10 sind in einem Ringverteilungsnetz entsprechend Fig. 2 angeordnet. Insbesondere sind an den jeweiligen Verbraucherpunkten des Verteilungsnetzes Schalteinheiten 21a-21g vorgesehen. Jede Schalteinheit (21a-21g) hat zwei entsprechende Ringschalter 18a, 19a bis 18g, 19g mit der Stromschiene (Wechselstrom-Einspeisungsschiene) 3 in Reihe geschaltet und hat jeweils einen entsprechenden Abzweigschalter 20a-20g in T-Schaltung zwischen den beiden Ringschaltern (Schalterpaar) 18a, 19a bis 18g, 19g. Die verbraucherseitigen Transformatoren 5a-5g sind jeweils mit den Abzweigschaltern 20a-20g verbunden. Auf den Seiten der jeweiligen Ringschalter 19a-19g sind die Stromtransformatoren 11Xa-11Xg sowie 11Ya-11Yg und die Nullstromtransformatoren 6a-6g vorgesehen, deren Ausgänge jeweils mit den Fehlerrückmeldern 10a-10g verbunden sind. Bei dem so aufgebauten Ringverteilungsnetz werden normalerweise die verbraucherseitigen Transformatoren 5a-5g mit elektrischer Energie gespeist, wenn irgendwelche Ringschalter 18a, 19a bis 18g, 19g geöffnet sind, d. h. wenn der Ring aufgetrennt ist. Wie Fig. 2 zeigt, sind die Ringschalter 19d und 18e geöffnet. Wenn bei einer solchen Anordnung ein Kurzschlußfehler, Erdschlußfehler im Ringnetz, also in der Stromschiene 3 oder auf den Seiten der verbraucherseitigen Transformatoren 5a-5g, auftritt, werden die zwischen dem einspeisungsseitigen Leitungsschutzschalter 2 und einer Fehlerstelle liegenden Fehlerrückmelder 10 aktiviert, wenn sie von einem einen vorbestimmten Wert übersteigenden Überstrom durchflossen sind, so daß das Auftreten des Fehlers und dessen Lage nach Maßgabe des Vorliegens und der Anzahl der aktivierten Fehlerrückmelder 10 bestimmt werden. Aufgrund dieses Ergebnisses wird die Fehlerstelle abgeschaltet. Jeder Fehlerrückmelder 10 wird durch den Abschaltvorgang eines Rücksetzschalters 22 z. B. auf der Grundlage einer Fernsteuerung gemäß Fig. 3 rückgesetzt. Wenn der Rücksetzschalter 22 nach einem automatischen Rücksetzplan, der z. B. auf einem Zeitschalter basiert, betätigt wird, kann der Fehlerrückmelder 10 innerhalb eines festen Zeitraums nach der Meldung eines Fehlers automatisch rückgesetzt werden und ist dann für das Auftreten eines weiteren Fehlers bereit.

Bei der beschriebenen Ausführungsform sind zwar die Stromtransformatoren für zwei Phasen und der Nullstromtransformator kombiniert, es können aber auch Stromtransformatoren für drei Phasen verwendet werden, und die Stromtransformatoren können auf beiden Seiten der Ringschalter 18, 19 angeordnet sein.

Das Schaltbild von Fig. 4 zeigt eine weitere zweckmäßige Ausführungsform des Fehlerrückmelders; dabei sind gleiche Teile wie in Fig. 3 mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Ein Begrenzungswiderstand 39 ist mit Spannungsteilerwiderständen 40, 41 in Reihe geschaltet, und diese Elemente sind über einen ersten Kontakt 37 den Anschlüssen P und N einer Steuerspannungsquelle parallelgeschaltet. Ein Kondensator 42 bildet ein Verzögerungsglied und ist den Spannungsteilerwiderständen 40 und 41 parallelgeschaltet. Eine Z-Diode 43 ist mit ihrem einen Ende an den Verbindungspunkt zwischen den Spannungsteilerwiderständen 40, 41 gelegt, und ihr anderes Ende ist mit der Basis eines Transistors 44 verbunden. Ein Hilfsrelais 45 ist mit dem Kollektor des Transistors 44 gekoppelt, dessen Emitter auf die Seite des Anschlusses N der Steuerspannungsquelle geführt ist.

Das vom Transistor 44 ferne Ende des Hilfsrelais 45 ist über eine Diode 68 auf die Seite des Anschlusses P der Steuerspannungsquelle geführt.

Ein Kondensator 69 ist dem Schaltkreis des Hilfsrelais 45 parallelgeschaltet.

Die Elemente 46-52 bilden eine Schaltungsanordnung, die der vorstehend beschriebenen gleicht und mit einem zweiten Kontakt 38 verbunden ist. Dabei sind ein Begrenzungswiderstand 46, Spannungsteilerwiderstände 47 und 48, ein Kondensator 49, eine Z-Diode 50, ein Transistor 51 und ein Hilfsrelais 52 vorgesehen.

28 und 29 sind elektromagnetisch haltende Schauzeichenrückmelder, die jeweils mit Setzspulen 28S, 29S und Rücksetzspulen 28R, 29R versehen sind.

Die Setzspule 28S weist ein damit parallelgeschaltetes Selbsthalterelais 53 auf, und ihr eines Ende ist auf die Seite des Anschlusses N der Steuerspannungsquelle geführt. Das andere Ende dieser Setzspule 28S ist mit einem Arbeitskontakt 54 und einem Ruhekontakt 55, die bei Erregung des Hilfsrelais 45 aktiviert werden, und einem Ruhekontakt 56, der bei Erregung des Selbsthalterelais 53 aktiviert wird, in Reihe geschaltet. Das von der Setzspule 28S ferne Ende des Ruhekontakts 56 ist über einen Begrenzungswiderstand 57 und eine Diode 58 mit dem Anschluß P der Steuerspannungsquelle verbunden.

Ein Ende eines Kondensators 59 ist zwischen den Arbeitskontakt 54 und den Ruhekontakt 55 gelegt, und sein anderes Ende ist auf die Seite des Anschlusses N der Steuerspannungsquelle geführt.

Der Setzspule 29S ist ein Selbsthalterelais 60 parallelgeschaltet. Ebenso wie oben sind ein Arbeitskontakt 61 und ein Ruhekontakt 62, die von dem Hilfsrelais 52 aktivierbar sind, und ein Ruhekontakt 63, der von dem Selbsthalterelais 60 aktivierbar ist, in Reihe mit der Setzspule 29S geschaltet und mit dem Begrenzungswiderstand 57 verbunden.

Ein Ende eines Kondensators 64 ist zwischen den Arbeitskontakt 61 und den Ruhekontakt 62 gelegt, und sein anderes Ende ist auf die Seite des Anschlusses N der Steuerspannungsquelle geführt.

Dioden 65, 66 sind jeweils mit den Rücksetzspulen 28R, 29R verbunden, und ihre von diesen Spulen fernen Enden sind durch den Arbeitskontakt 67 eines Rücksetzrelais 94 mit dem Begrenzungswiderstand 57 verbunden.

Der Kondensator 69 ist normalerweise aufgeladen, und wenn die Spannung der Steuerspannungsquelle ausfällt, speist er den Fehlerrückmelder 10.

Die Rücksetzspulen 70, 71 der Selbsthalterelais 53, 60 sind zusammen mit einer Diode 72 einander parallelgeschaltet. Der Parallelkreis ist mit dem Arbeitskontakt 74 des Rücksetzrelais 94 über einen Kondensator 73 verbunden und dann den Anschlüssen P und N der Steuerspannungsquelle parallelgeschaltet. Die Rücksetzspule 70 ist innerhalb des Selbsthalterelais 53 angeordnet, während die Rücksetzspule 71 innerhalb des Selbsthalterelais 60 angeordnet ist.

Arbeitskontakte 75, 76 werden von den Selbsthalterelais 53, 60 aktiviert und sind zueinander parallel angeordnet. Ein Ende des Parallelkreises ist mit dem Begrenzungswiderstand 57 verbunden, und dieser Parallelkreis ist mit seinem anderen Ende mit einer Diode 77, einer Z-Diode 78, einem Ladewiderstand 79 und einem Kondensator 80 in Reihe geschaltet und dann auf die Seite des Anschlusses N der Steuerspannungsquelle geführt.

Ein Spannungsteilerwiderstand 81 ist dem Kondensator 80 parallelgeschaltet.

Ein Entladewiderstand 82 ist mit dem Kondensator 73 und den Selbsthalterelais 70, 71 parallelgeschaltet. Ein Ende eines Kondensators 83 ist zwischen den Begrenzungswiderstand 57 und die Kontakte 56, 63, 67, 75, 76 geführt, und das andere Ende ist an den Anschluß N der Steuerspannungsquelle gelegt.

Ein Ende einer Z-Diode 84 ist zwischen den Ladewiderstand 79 und den Kondensator 80 geschaltet, während das andere Ende in Darlington-Schaltung mit Transistoren 85 und 86 verbunden ist, wobei der Emitter des Transistors 86 an den Anschluß N der Steuerspannungsquelle gelegt ist. Der Kollektor des Transistors 85 ist mit dem Anschluß F der Steuerspannungsquelle verbunden. Der Kollektor des Transistors 86 ist an das Rücksetzrelais 94 angeschlossen und dann weiter mit dem Anschluß P der Steuerspannungsquelle verbunden, und zwar über eine Reihenschaltung von zwei Ruhekontakten 88 und 89, die von den Hilfsrelais 45, 52 aktivierbar sind.

Die Signalkontakte 90, 91 sind von dem Selbsthalterelais 53 aktivierbar, wobei der Kontakt 90 ein Arbeitskontakt und der Kontakt 91 ein Ruhekontakt ist. Die Signalkontakte 92, 93 sind vom Selbsthalterelais 60 aktivierbar, wobei der Kontakt 92 ein Arbeitskontakt und der Kontakt 93 ein Ruhekontakt ist.

Wenn bei dem so aufgebauten Fehlerrückmelder 10 die Kurzschlußerfassungsspule 12X, 12Y oder die Erdschlußerfassungsspule 13, also die Elemente zur Erfassung einer Anomalität eines Schaltkreisstroms, vom Stromtransformator 11X, 11Y oder dem Nullstromtransformator 6 erregt wird, wird der Arbeitskontakt 37, 38 entsprechend einem einen vorbestimmten Wert überschreitenden Meßstrom betätigt, und der Kondensator 42, 49 wird aufgeladen.

Wenn die Teilungsspannung der Spannungsteilerwiderstände 40, 41 oder 47, 48 die Durchbruchspannung der Z-Diode 43, 50 aufgrund der Aufladung des Kondensators 42, 49 übersteigt, wird der Transistor 44, 51 stromführend und erregt das Hilfsrelais 45, 52. Durch das Anziehen des Hilfsrelais 45, 52 werden der entsprechende Arbeitskontakt 54, 61 und Ruhekontakt 55, 62 aktiviert, und die im Kondensator 59, 64 gespeicherte Energie wird zur Setzspule 28S, 29S des Schauzeichenrückmelders 28, 29 und zum Selbsthalterelais 53, 60 entladen, wodurch die Setzspule 28S, 29S erregt wird und das Selbsthalterrelais 53, 60 anzieht. Wenn das Selbsthalterelais 53, 60 anzieht, wird der entsprechende Ruhekontakt 56, 63 aktiviert, so daß die gesamte Ladung des Kondensators 59, 64 zum Schauzeichenrückmelder 28, 29 und zum Selbsthalterelais 53, 60 entladen wird. Infolge der Aktivierung des Arbeitskontakts 75, 76 des Selbsthalterelais 53, 60 wird die im Kondensator 83 enthaltene Ladung durch die Diode 77, die Z-Diode 78 und den Ladewiderstand 79 in den Kondensator 80 geladen.

Wenn die Steuerspannung dabei nicht ausfällt, fließt auch ein Ladestrom zum Kondensator 80 von dem Anschluß P der Spannungsquelle. Selbst wenn aber die Steuerspannung ausfällt, erfolgt das Aufladen durch den Kondensator 83 nach Maßgabe eines vorbestimmten Ladeverlaufs. Wenn die Ladungen des Kondensators 80 die Durchbruchspannung der Z-Diode 84 überschreiten, werden die Transistoren 85 und 86 durch diese Z-Diode 84 stromführend gemacht, und das Rücksetzrelais 94 wird in einen Zustand erregt, in dem die Steuerspannung nicht ausfällt.

Wenn zu diesem Zeitpunkt der Fehler immer noch besteht, wird der Ruhekontakt 88, 89 des Hilfsrelais 45, 52 wirksam, so daß das Rücksetzrelais 94 ohne Erregung im Bereitschaftszustand ist.

Wenn das Rücksetzrelais 94 anzieht, werden seine Arbeitskontakte 67, 74 aktiviert und erregen die Rücksetzspulen 28R, 29R der jeweiligen Schauzeichenrückmelder 28, 29 sowie die Rücksetzspulen 70, 71 der Selbsthalterelais 53, 60, so daß die entsprechenden Anzeigen und Kontakte in die Ausgangszustände zurückgebracht werden und zur Erfassung des nächsten Fehlers bereit sind.

Die Betriebssignale werden extern von den Kontakten 90, 91, 92, 93 der jeweiligen Selbsthalterelais 53, 60 ausgegeben. In einer Überwachungszentrale werden die Signale der Kontakte 90-93 aufgefangen und zusammen mit weiteren Signalen dazu genützt, die Zustände einer großen Anzahl Vorrichtungen und Steuerschalter in einem elektrischen Netz zu überwachen.

Bei der beschriebenen Ausführungsform wurden die Z-Dioden 43, 50, die Transistoren 44, 51, die Hilfsrelais 45, 52, die Selbsthalterelais 53, 60 und die mit diesen Relais 45, 52, 53, 60 zusammenwirkenden Kontakte als Einzelelemente erläutert, sie können aber auch gemeinsam als Ansteuermittel zur Ansteuerung der Schauzeichenrückmelder 28, 29 angesehen werden.

Ferner können die Stromtransformatoren 11X, 11Y, der Nullstromtransformator 6 sowie die Kurzschlußerfassungsspulen 12X, 12Y und die Erdschlußerfassungsspule 13, die mit diesen Transformatoren jeweils verbunden sind, insgesamt als Mittel zur Erfassung einer Anomalität des Schaltungsstroms betrachtet werden.

Das Ausführungsbeispiel wurde zwar unter Bezugnahme auf die Verwendung von Widerständen und Kondensatoren erläutert; ähnliche Auswirkungen werden aber auch erhalten, wenn Ausgangssignale z. B. eines Mikrorechners verwendet werden.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist ein Eingangsabschnitt mit einer Verzögerungsschaltung versehen, so daß ein fehlerhafter Betrieb des Eingangsabschnitts infolge von Spannungs- und Stromstößen und Störsignalen verhindert wird, und es ist ein Hochpräzisions- Fehlerrückmelder 10 vorgesehen. Da eine Zeitgeberschaltung vorgesehen ist, die für ein automatisches Rücksetzen sorgt, wird der Fehlerrückmelder 10 automatisch innerhalb eines vorher eingestellten bestimmten Zeitintervalls rückgesetzt, wodurch die automatische Überwachung des Verteilungsnetzes vereinfacht wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Fehlerortungseinrichtung mit einer ringförmig verlegten (Wechselstrom-) Einspeisungsschiene (3) und mit Schalteinheiten (21a-21g), die an jeweiligen Verbraucherpunkten der Einspeisungsschiene (3) angeordnet sind, wobei jede Schalteinheit (21a-21g) aufweist:
    1. (a) ein mit der Einspeisungsschiene (3) in Reihe liegendes Schalterpaar (18a-18g, 19a-19g) und einen Abzweigschalter (20a-20g), der T-förmig von einem Verbindungspunkt des Schalterpaars (18a-18g, 19a- 19g) abzweigt und einem Verbraucher Strom zuführt;
    2. (b) Erfassungelemente, die mit einer Erfassungsoperation den jeweiligen Strom durch die Schalteinheit (21a-21g) erfassen und die zur Erfassung von Kurzschlußströmen Stromtransformatoren (11Xa-11Xg, 11Ya-11Yg) und zur Erfassung eines Erdschlußstromes einen Nullstromtransformator (6a-6g) aufweisen, wobei die Stromtransformatoren (11Xa-11Xg, 11Ya-11Yg) und der Nullstromtransformator (6a-6g) jeweils in die Einspeisungsschiene (3) eingefügt sind,
    3. (c) einen Fehlerrückmelder (10a-10g), der durch Ansteuermittel, die aufgrund der Erfassungsoperation der Erfassungselemente aktivierbar sind, eine Fehleranzeige (Fehlerrückmeldung) liefert,
    4. (d) Signalkontakte, die auf die Fehleranzeige des jeweiligen Fehlerrückmelders (10a-10g) hin ein Signal aussenden, so daß ein Fehlerabschnitt der Wechselstrom-Einspeisungsschiene (3) geortet wird, dadurch gekennzeichnet, daß

      - die Ansteuermittel ein Element (16) zur Selbsthaltung der Fehlerrückmeldung aufweisen, wobei die Selbsthaltung der Fehlerrückmeldung dann erreicht wird, wenn durch das Auftreten des Kurzschluß- oder Erdschlußstromes ein Schaltelement (14) geschlossen wird, und dadurch eine Spule (15), die zusätzlich zum Schaltelement (14) in einem Stromkreis enthalten ist, erregt wird und dadurch das dem Schaltelement (14) parallelgeschaltete Element (16) zur Selbsthaltung geschlossen wird; und daß

      - die Ansteuermittel eine Eingangsstufe mit einer Verzögerungsschaltung aufweisen und dadurch die Fehlerrückmeldung erst nach Ablauf einer vorbestimmten Verzögerungszeit nach der Erfassungsoperation der Erfassungselemente startet (Fig. 2, 3).
  2. 2. Fehlerortungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsschaltung aufweist:

    - einen Kontakt (37, 38), der aufgrund der Erfassungsoperation der Erfassungselemente geschlossen wird,

    - einen Kondensator (42, 49), der über den Kontakt (37, 38) an eine Steuerspannungsquelle angeschlossen ist, Spannungsteilerwiderstände (40, 41; 47, 48), die dem Kondensator (42, 49) parallelgeschaltet sind, einen Transistor (44, 51), dessen Basis mit den Spannungsteilerwiderständen (40, 41; 47, 48) verbunden ist, und

    - Relais (45, 52, 53, 60), die über den Transistor (44, 51) mit der Steuerspannungsquelle verbunden sind, wobei ein Schauzeichenrückmelder (28, 29) durch Erregung der Relais (45, 52, 53, 60) aktivierbar ist (Fig. 4).
  3. 3. Fehlerortungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuermittel Elemente (94, 28R, 29R) zum Rücksetzen des Betriebszustands des Schauzeichenrückmelders (28, 29) nach Ablauf eines vorbestimmten Zeitintervalls seit dessen Betätigung aufweisen.






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