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Dokumentenidentifikation DE3825293C2 27.04.1995
Titel Kurvengelenkförderer
Anmelder Udo Adam Maschinenfabrik, 44805 Bochum, DE
Erfinder Krohm, Reinhold, Dipl.-Ing., 4690 Herne, DE
Vertreter Schulte, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 26.07.1988
DE-Aktenzeichen 3825293
Offenlegungstag 01.02.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse B65G 19/28
IPC-Nebenklasse B65G 23/44   E21F 13/02   E21D 9/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kettenkratzförderer für den Transport von Massengut im untertägigen Berg- und Tunnelbau, bestehend aus einer mit Mitnehmern bestückten endlosen Kette und den Ober- und Untertrum aufweisenden Förderrinnen, von denen einige über ein die einander überlappenden Boden- und Grundbleche mittig zusammenfassendes Bolzengelenk horizontal begrenzt verschwenkbar miteinander verbunden sind und im Gelenkbereich ineinanderfassende und einander führende Seitenprofile aufweisen.

Im untertägigen Berg- und Tunnelbau werden sog. Kettenkratzförderer für die Massengutförderung, insbesondere für die Förderung von Steinkohle sowie von Bergen und des Gemisches aus beiden verwendet. In den Kettenkratzförderern verlaufende Ketten mit Mitnehmern transportieren das Massengut im Obertrum von der Umkehre bis zur die Übergabe tragenden entgegengesetzt liegenden Umkehre, wobei gleichzeitig Kette und Mitnehmer im Untertrum in die entgegengesetzte Richtung zurückgeführt werden. Sowohl im Streb wie auch in der Strecke verlegte Kettenkratzförderer bestehen aus einer Vielzahl von Förderrinnen, die jeweils über in den Seitenprofilen gelagerte Verbindungsmittel so miteinander verbunden sind, daß sie horizontal begrenzt gegeneinander verschoben werden können. Dadurch können mit derartigen Kettenkratzförderern Unregelmäßigkeiten im Verlauf des Förderers aufgefangen werden, ohne daß eine Beschädigung oder gar ein Stillstand des Förderers zu befürchten ist. Allerdings können mit derartigen Kettenkratzförderern nur Kurven mit großem Durchmesser und in der Regel auch nur auf kurze Längen durchfahren werden, weil ansonsten Probleme bei der Kettenführung auftreten. Im Streb-/Streckenübergangsbereich sind zwar sog. Rollkurven bekannt, doch handelt es sich dabei um Sonderkonstruktionen, die fest verlegt sind und die eine besondere Wartung erfordern, um einen immer gleichmäßig sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Nachteilig dabei ist insbesondere, daß der Kurvenradius vorgegeben ist und zwar in der Regel 90°, so daß davon abweichende Kurven oder aber ein Durchfahren von Kurven mit einem solchen Kettenkratzförderer nicht möglich ist. Aus der DE-OS 31 30 756.5-22 ist ein sog. "Kurvenverfahrbarer Versorgungszug" bekannt, bei dem insbesondere das Auffahren von Strecken und dabei das Ansetzen von Strecken dadurch ermöglicht wird, daß der eigentliche Kettenkratzförderer aus kurzen Förderrinneneinheiten bestehend einer verfahrbaren Zugeinheit zugeordnet ist, auf der er begrenzt beweglich geführt ist. Dadurch ist es möglich, 90°-Kurven und davon abweichende Kurven zu durchfahren, allerdings nur über die schienengebundene Zugeinheit. Nachteilig ist außerdem, daß um ein gewisse Abwinkelbarkeit zu erreichen, sehr kurze Förderrinnenschüsse zum Einsatz kommen müssen, bei denen jede Verbindung in gewisser Hinsicht eine Gefährdung, insbesondere durch Entgleisung beinhaltet. Nachteilig ist schließlich, daß eine derart hergestellte Verfahreinheit in der Länge vorgegeben ist, so daß eine Verlängerung nur über das zugehörige Streckenfördermittel möglich ist. Aufgrund des großen Aufwandes wird in aller Regel ein derartiger Versorgungszug lediglich für das Ansetzen von Strecken zum Einsatz kommen und danach gegen andere Förderaggregate ausgetauscht werden. Dafür sind aber im Verhältnis die Investitionskosten sehr hoch.

Die DE-OS 23 04 560 zeigt einen sog. Kratzförderer, der an eine Streckenvortriebsmaschine angeschlossen bzw. in dieser verlegt werden soll. Der über das Fahrwerk hervorstehende Endbereich des Förderers soll im bestimmten Bereich verschwenkt werden, nämlich um eine einwandfreie Übergabe auf das nachfolgende Fördergerät oder auf die Förderwagen zu ermöglichen. Hier wird dementsprechend eine der Förderrinnen verschwenkt, bei der die für die Führung der Mitnehmer der Kette notwendigen Seitenprofile einfach weggelassen sind. Statt dieser Seitenprofile sind Stege vorgesehen, die aus Federstahl bestehen und ein seitliches Abrutschen der Mitnehmer und der Kette nicht verhindern können. Dadurch ist eine genaue Führung der Mitnehmer in diesem Bereich nicht gewährleistet.

Auch die US-PS 3 557 937 zeigt eine ähnliche Lösung, wobei der Abwurfkopf in einem bestimmten Bereich verschwenkt wird. Auch hier ist eine spezielle Förderrinne vorgesehen, die in dieser Form absolut untragbar in einem durchgehenden Kettenkratzförderer wäre, weil damit eine einwandfreie Führung der Mitnehmer und der Kette nicht möglich ist. Ähnlich ist auch die US-PS 2 766 871 zu bewerten. Die Teile der Abwurfrinne sind über ein Bolzengelenk miteinander so verbunden, daß der Abwurfkopf schwenkbar ist. Es fehlt in diesem Bereich völlig an der Führung der Mitnehmer, so daß eine derartige Lösung für einen durchgehenden Kettenkratzförderer, der in einer Kurve verlegt werden soll, nicht einsetzbar ist. Gleiches gilt für die US-PS 2 690 834.

Die US-PS 2 512 610 zeigt eine Lösung, bei der eine Vielzahl kurzer, gelenkig miteinander verbundene Segmente eine Rinne ergeben. Zum Einsatz kommt aber in dem Sinne kein Kettenkratzförderer, sondern vielmehr eine Art Gliederband, dem legiglich rechtwinklig abstehende Mitnehmer zugeordnet sind. Ähnliches zeigt die Lösung gemäß US-PS 2 689 034, wobei hier ein Doppelgelenk vorgesehen ist, da hier auch die Braken des Förderers über ein entsprechendes Gelenk miteinander verbunden sind. Im Verbindungsbereich sind wiederum nur senkrechte Stege vorhanden, die bei einer entsprechenden Vielzahl von Kurvenrinnen nicht für die notwendige sichere Führung von Mitnehmer und Kette herangezogen werden können.

Die DE-GM 86 17 839 und die DE-OS 36 22 422 zeigen eine Lösung, nach der im Streb-/Streckenübergangsbereich angeordnete Förderer so ausgebildet werden, daß der Abwurfkopf jeweils optimal auf das nachgeordnete Fördergerät bzw. den entsprechenden Förderer übergibt. Eine weitere Lösung, die in Fig. 1 angedeutet ist, ist die der Rollkurve, wo jeweils am Ende der Kurve eine solche gelenkige Rinne angeordnet wird, um sich hier wiederum evtl. Winkeln der nachfolgendenen Fördererbereiche günstig anpassen zu können. Bei diesen bekannten Kettenkratzförderern ist seinerzeit als nachteilig erkannt worden, daß sie jeweils nur für den Einsatz im Endbereich, d. h. vor allem im Bereich des Abwurfkopfes vorteilhaft einsetzbar sind. Dabei ist das Bolzengelenk in eine entsprechende Rinne integriert, die quasi aus zwei oder mehr oder weniger gleich ausgebildeten Teilstücken besteht. Diese kompletten Schwenkrinnen werden in den bestehenden Kettenkratzförderer dort eingebaut, wo sie, wie beispielsweise im Bereich des Abwurfkopfes, zweckmäßig zu verwenden sind. Wollte man aus solchen vorbereiteten Gelenkrinnen einen gesamten Gelenkförderer zusammenbauen, würde dies aufgrund der Vielzahl von Verbindungsbereichen erheblichen Aufwand darstellen, da jede der einzelnen Gelenkrinnen endseitig wieder mit einer gleich ausgebildeten Gelenkrinne zu verbinden wäre. Nachteilig wäre darüber hinaus, daß derartige Gelenkrinnen zusammengefügt zwangsweise einen relativ großen Kurvenradius aufweisenden Gelenkförderer ergeben würden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen auch in engsten Kurven verlegbaren, dem jeweiligen Kurvenradius anpaßbaren und sicher zu betreibenden Kettenkratzförderer zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Vielzahl der gleichausgebildeten Förderrinnen über Bolzengelenke miteinander verbunden sind, wobei die Förderrinnen eine dem gewünschten Kurvenradius entsprechende Länge, d. h. bei engem Kurvenradius eine geringe und bei weitem Kurvenradius eine große Länge aufweisen, daß die Boden- bzw. Grundbleche endseitig der Förderrinnen mit zungenförmigen Enden einander überlappend und das Bolzengelenk auf nehmend angeordnet sind und daß das Bolzengelenk verstarrbar ausgebildet ist.

Mit Hilfe eines derartigen Kettenkratzförderers kann ein Kurvenförderer geschaffen werden, der mehr oder weniger jeder Kurve angepaßt betrieben werden kann, wobei dies vor allem dadurch möglich wird, daß die einzelnen Förderrinnen, gleich welche Länge sie aufweisen, jeweils an den Enden so ausgebildet sind, daß sie hier über das Bolzengelenk verbunden werden können. Erst durch diese besondere Ausbildung ist es überhaupt möglich, den notwendigen engen oder auch etwas größeren Kurvenradius darzustellen, wobei durch die verstarrbare Ausbildung der Bolzengelenke erreicht wird, daß die einmal vorgegebene Kurve für den vorgesehenen Einsatz auch eingehalten wird. Durch Überlasten oder aber auch durch Hängenbleiben der Kette kann so die vorgegebene Kurve nicht beeinträchtigt werden, so daß es zu Verschiebungen u.ä. nicht kommen kann.

Eine Verstarrbarkeit des Bolzengelenkes wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, daß das Bolzengelenk eine die beiden einander überlappenden Zungen vom Boden- und Grundblech gegeneinander verspannende Schraube zugeordnet ist. Auf diese Weise kann der Kettenkratzförderer in der einmal vorgegebenen Kurve für den vorgesehenen Arbeitszeitraum insgesamt fixiert und verstarrt werden.

Dort, wo der Kettenkratzförderer hinter Streckenvortriebsmaschinen zum Einsatz kommt, ist es zur Übergabe auf das Streckenband vorteilhaft, wenn das Grundblech einen Tragrahmen aufnehmend ausgebildet ist, der zur Verbindung mit einer Tragkatze mit einem Drehbolzen am oberen Querbügel ausgerüstet ist. Hierdurch kann der Kettenkratzförderer, der ja durch die gelenkige Verbindung eine Einheit darstellt, ohne weiteres in Streckenlängsrichtung an der EHB-Schiene verfahren werden, d. h. hinter der Streckenvortriebsmaschine hergezogen werden, um jeweils in der optimalen Lage zu sein. Dabei ist es aufgrund der vorgegebenen Stabilität im Gelenkbereich möglich, daß die beiden Umkehren und im Abstand vorzugsweise jede fünfte Förderrinne von einem Tragrahmen unterfaßt sind. Dies reicht aus, um den Kettenkratzförderer abzustützen und ihn gleichzeitig in Längsrichtung der EHB-Schiene zu verfahren. Um dabei den üblicherweise vorhandenen Höhenunterschied zwischen Übergabe von der Streckenvortriebsmaschine auf den Kettenkratzförderer und Übergabe vom letzteren auf das Streckenförderband zu erreichen, sind die Seitenholme der Tragrahmen teleskopierbar ausgebildet, wobei beide Rohre korrespondierende Bohrungen aufweisen. Dadurch kann durch Veränderung der Ringe der Seitenholme der Kettenkratzförderer mit vorgegebener Steigung bis in entsprechender Übergabehöhe auf das Streckenförderband hochgeführt werden. Die notwendige Kettenvorspannung wird dabei unabhängig von der jeweiligen Verlegung des Kettenkratzförderers dadurch vorgegeben und eingestellt, daß eine einer der Umkehre zugeordneten Förderrinnen beidseitig mit einem Doppelaußenzylinder ausgerüstet ist. Über die Doppelaußenzylinder kann die Kettenvorspannung jeweils den Notwendigkeiten entsprechend angepaßt werden.

Zur Verbindung von Streckenvortriebsmaschine und Kettenkratzförderer ist die Umkehre über eine Zugkette mit der Streckenvortriebsmaschine verbunden. Sie weist darüber hinaus zweckmäßigerweise einen als Räumpflug ausgebildeten Vorbau auf. Der Kettenkratzförderer kann so hinter der Streckenvortriebsmaschine hergezogen werden, ohne daß besondere Wartungsarbeiten erforderlich sind.

Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Kettenkratzförderer geschaffen ist, der als Kurvengelenkförderer für die Auffahrung oder die Verlegung in unterschiedlichst verlaufenden Strecken und Streben zum Einsatz kommen kann. Durch die Vielzahl gleich ausgebildeter Förderrinnen und ihre gelenkige Verbindung untereinander ist eine Möglichkeit gegeben, auch bei sich ändernden Gegebenheiten einen solchen Kettenkratzförderer ohne Probleme zu verlegen. Dort, wo die vorgegebene Abwinkelbarkeit nicht ausreichen sollte, um eine Kurve zu durchfahren, kann durch Verwendung kürzerer Förderrinnen eine weitere Kurvenradiusverringerung erreicht werden.

Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der dazugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Kurvengelenkförderer,

Fig. 2 eine Draufsicht auf die antriebsabgewandte Umkehre,

Fig. 3 eine Seitenansicht der antriebsseitigen Umkehre,

Fig. 4 einen Schnitt durch eine Strecke mit Kurvengelenkförderer und Streckenförderband,

Fig. 5 eine Draufsicht auf die antriebsseitige Umkehre,

Fig. 6 einen Schnitt durch eine Strecke im Bereich der Umkehre nach Fig. 5 und

Fig. 7 eine Draufsicht auf den Gelenkbereich zwischen zwei Förderrinnen.

Fig. 1 zeigt die Draufsicht auf einen Übergangsbereich zwischen Strecke 1 und Abzweig 2, wobei in diesem Übergangsbereich ein Kettenkratzförderer 3 in Form eines Kurvengelenkförderers installiert ist. Der Kettenkratzförderer 3 ist über das Streckenförderband 4 hinweggezogen, um das Fördergut sicher übergeben zu können.

Fig. 1 verdeutlicht, daß der Kettenkratzförderer 3 in der bestimmten gezeigten Ausführung die Möglichkeit gibt, um eine 90°-Kurve herum das Fördergut einwandfrei zu fördern. Dazu besteht der Kettenkratzförderer 3 zunächst aus der üblichen Kette 5 mit Mitnehmern 6, 7 sowie aus Förderrinnen 8, 9, die jeweils über ein Gelenk 10 in Form eines Bolzengelenkes 11 miteinander in Verbindung stehen.

Fig. 1 verdeutlicht, daß auch eine von der gezeigten abweichende Verlegung des Kettenkratzförderers 3 z. B. eine im größeren Winkel oder ggf. auch noch im kleineren Winkel möglich ist. Die dargestellte Verlegung weist einen etwa 4 m Radius auf.

Fig. 2 zeigt die dem Abwurf abgewandte Umkehre 14, die teleskopierbar ausgebildet ist, wobei über die Doppelaußenzylinder 15, 15&min; eine Nachspannung bzw. Einstellung der Kettenvorspannung ohne große Probleme erreicht werden kann.

Bei der aus Fig. 2 ersichtlichen Ausführung ist der Kettenkratzförderer 3 hinter einer hier nicht dargestellten Streckenvortriebsmaschine verlegt. Um eine sichere Auflage auf dem Liegenden zu erreichen und zu sichern, ist der Kopfbereich der Umkehre 14 als Räumpflug 16 ausgebildet, wobei die Zugkette 17 vorne an die Spitze des Räumpfluges 16 angeschlagen ist. Die Umkehre 14 selbst ist erhöht und trichterförmig ausgebildet, um so die Übergabe in den Einlauf zu sichern und zu erleichtern.

Fig. 3 zeigt die abwurfseitige Umkehre 20. Durch Verwendung von Tragrahmen 21, 22 kann der Kettenkratzförderer 3 so verlegt werden, daß ein einwandfreier Abwurf auf das Streckenförderband 4 sichergestellt ist. Die Seitenholme 23 sind teleskopierbar ausgebildet und mit Bohrungen 24, 25 versehen, so daß durch einfache Steckvorrichtungen eine unterschiedliche Länge der Seitenholme 23 zu erreichen ist. Der untere Querbügel 26 ermöglicht ein Aufliegen der einzelnen Förderrinnen 8, 9. Der obere Querbügel 27 sorgt für die Verbindung mit der an der EHB-Schiene 28 verfahrbaren Tragkatze 29. Fig. 4 zeigt ergänzend, daß über den Drehbolzen 30 beim Verfahren des Kurvengelenkförderers eine entsprechende Verdrehung der Tragrahmen 21, 22 ohne weiteres möglich ist.

Der Kettenkratzförderer 3 verfügt bei der aus den bisher beschriebenen Figuren ersichtlichen Ausführung über das übliche Grundblech 32 sowie über das Ober- und Untertrum trennende Bodenblech 33. Die Bleche 32, 33 sind über die Seitenprofile 34, 35 miteinander verbunden, wobei diese eine Führungsnut 36, 37 aufweisen, in der die Mitnehmer 6 bzw. 7 sicher geführt sind.

Die Fig. 5 und 6 geben eine Draufsicht und eine Vorkopfansicht der aus Fig. 4 ersichtlichen Umkehre 20 wieder, wobei ergänzend verdeutlicht wird, daß bei sicherer Führung der Mitnehmer 6, 7 eine einwandfreie Übergabe auf das Streckenförderband gewährleistet ist.

Fig. 7 verdeutlicht den Gelenkbereich zwischen zwei Förderrinnen 8, 9. Dieser Gelenkbereich wird auch als Bambusknotengelenk bezeichnet. Die jeweils letzte Förderrinne 8 umfaßt mit den jeweils bogenförmigen Teilen 38 der Seitenprofile 34, 35 die etwas verdickt ausgeführten Seitenprofile 34, 35 der jeweils nächsten Förderrinne 9. In der Außenseite 40 dieser nachfolgenden Förderrinne 9 ist eine Führung 39 ausgebildet, die in einem Endanschlag 41 endet, so daß die gegeneinander abwinkeibaren Förderrinnen 8, 9 nur die vorgegebene Abwinkelung erreichen können. Die Führungsnut 36, 37 ist im Bereich des Gelenkes 10 abgewinkelt und zwar beidseitig nach außen, so daß die Führung der Mitnehmer in diesem Bereich wie Fig. 7 verdeutlicht gesichert ist.

Neben dem beschriebenen Gelenk sind auch das Bodenblech 33 und das Grundblech 32 durch entsprechende überlappenden Zungen 42, 43 und das Bolzengelenk 11 gelenkig miteinander verbunden. Über die Schraube 44 kann dieses Gelenk verstarrt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Kettenkratzförderer für den Transport von Massengut im untertägigen Berg- und Tunnelbau, bestehend aus einer mit Mitnehmern bestückten endlosen Kette und den Ober- und Untertrum aufweisenden Förderrinnen, von denen einige über ein die einander überlappenden Boden- und Grundbleche mittig zusammenfassendes Bolzengelenk horizontal begrenzt verschwenkbar miteinander verbunden sind und im Gelenkbereich ineinanderfassende und einander führende Seitenprofile aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl der gleich ausgebildeten Förderrinnen (8, 9) über Bolzengelenke (10, 11, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41) miteinander verbunden sind, wobei die Förderrinnen (8, 9) eine dem gewünschten Kurvenradius entsprechende Länge, d. h. bei engem Kurvenradius eine geringe und bei weitem Kurvenradius eine große Länge aufweisen, daß die Bodenbleche (33) bzw. Grundbleche (32) endseitig der Förderrinnen (8, 9) mit zungenförmigen Enden (42, 43) einander überlappend und das Bolzengelenk aufnehmend angeordnet sind und daß das Bolzengelenk (10, 11) verstarrbar ausgebildet ist.
  2. 2. Kettenkratzförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bolzengelenk (11) eine die beiden einander überlappenden Zungen (42, 43) vom Boden- und Grundblech (33, 32) gegeneinander verspannende Schraube (44) zugeordnet ist.
  3. 3. Kettenkratzförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundblech (32) einen Tragrahmen (21, 22) aufnehmend ausgebildet ist, der zur Verbindung mit einer Tragkatze (29) mit einem Drehbolzen (30) am oberen Querbügel (27) ausgerüstet ist.
  4. 4. Kettenkratzförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine einer der Umkehren (14) zugeordneten Förderrinnen beidseitig mit einem Doppelaußenzylinder (15, 15&min;) ausgerüstet ist.






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