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Dokumentenidentifikation DE3836952C2 27.04.1995
Titel Palettenförderer
Anmelder Malatitsch, Matthias, 73614 Schorndorf, DE
Erfinder Malatitsch, Matthias, 73614 Schorndorf, DE
Vertreter Hach, H., Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 74074 Heilbronn
DE-Anmeldedatum 29.10.1988
DE-Aktenzeichen 3836952
Offenlegungstag 03.05.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse B65G 17/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Palettenförderer mit einer Förderbahn, die sich über zwei etwa horizontal übereinandergelegene gerade Strecken und zwei diese an ihren Enden verbindenden Umlenkbögen erstreckt, mit einer entlang der Förderbahn verlegten, umlaufend antreibbaren, endlos über Umlenkzahnräder geführten Antriebskette, mit stationären Führungsbahnen, die den geraden Strecken der Förderbahn zugeordnet sind und sich über deren ganze Länge erstrecken und auf denen die Paletten lasten, mit einem Mitnehmer an jeder Palette für eine schlupfbehaftete Antriebskupplung zwischen Palette und Antriebskette, mit einer Einstellvorrichtung an jeder Palette für die Größe des Schlupfes und mit einer zwangsläufigen Kupplung einer Palette an die Antriebskette, die auf dem ganzen Umlenkbogen der beiden Umlenkzahnräder und nur auf diesen wirksam ist.

Bei einem aus der DE-OS 25 22 299 bekannten Palettenförderer dieser Art ist die Antriebskette der geraden Abschnitte der Förderbahn in einer Nut einer geraden Führungsschiene geführt und die Paletten sind an einem aus der Nut herausragenden Ende der Antriebskette aufgehängt und werden von der gleitend geführten Antriebskette getragen.

Bei dem aus der DE-OS 25 22 299 bekannten gattungsgemäßen Palettenförderer weist jede Palette als Mitnehmer ein verfedert angesetztes Unterteil auf, das auf der Innenseite der Antriebskette angeordnet ist und sich auf dem Umlenkbogen mit den Kettengliedern verklemmt, so daß dort eine zwangsläufige Mitnahme entsteht.

Die aus der DE-OS 27 12 214 bekannte Transportvorrichtung zum umlaufenden horizontalen Transport von Trägern für die Förderung von Gegenständen mittels eines oberen Transporteurs zum Hintransport und mittels eines darunterliegenden Transporteurs zum Rücktransport weist Transporteure auf, die aus einem Paar von parallel nebeneinander angeordneten endlosen Ketten bestehen, die jeweils über die Hubmittel bildenden Umlenkböden den oberen mit dem unteren Transporteur verbinden und auf denen die Träger lose aufgelegt sind, die jeweils mit im Bereich der Umlenkböden gegenüber diesen wirksamen Verbindungsmitteln mit einer Aufhängevorrichtung versehen sind, wobei die Aufhängevorrichtung im Bereich des unteren Transporteurs lose auf den Ketten aufliegt.

Die EP 0 256 926 offenbart einen Palettenförderer, bei dem die Führungsbahn jeweils ein Paar von beidseitig der Förderbahn spiegelbildlich zueinander angeordneten und ausgebildeten Profilen aufweist.

Die DE-OS 30 33 373 zeigt ein Palettenmagazin zum Transport von Werkstücken von einer Beladestation zu einer Entladestation, bei dem das Mitnehmerzahnrad mit durch die Einstellvorrichtung einstellbare Reibung drehbar gelagert ist und in einer Antriebskette kämmt.

Auch in der DE-AS 12 89 781 und FR 25 81 046 ist eine Fördervorrichtung beschrieben, die ein Kettenrad mit einstellbarer Reibung aufweist. Bei diesem Palettenförderer ist eine feststehende Kette vorhanden und die Mitnehmerzahnräder sind starr ausgebildet. Dadurch bewegen sich die Paletten im Umlenkbereich mit halber Geschwindigkeit.

Die DE-OS 31 24 898 offenbart eine Vorrichtung zum Transport von Paletten mit zwei parallel nebeneinander und im Abstand voneinander umlaufenden Ketten, bei der die Paletten am Ende der jeweiligen Bahn im Bereich der entsprechenden einander zugewandten Enden der Bahnen angeordnete Führungen in die andere Bahn übergeführt werden. Dabei wird vorgeschlagen, im Bereich der Führungen Mitnahmescheiben zur Aufnahme von Paletten anzuordnen, damit die Ketten in den Führungsbahnen nicht verkanten oder erhöhten Reibkräften unterworfen sind und zudem eine blockierende Vorrichtung durch ein gleichzeitiges Überführen mehrerer Paletten in den zwischen den jeweiligen Bahnenenden befindlichen Bereichen der Führungen ausgeschlossen ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend vom genannten Stand der Technik, einen Palettenförderer zu schaffen, der in einfacher Weise den Anforderungen eines Stauförderers hinsichtlich unerwünschter Stauwirkung entspricht und konstruktiv eine einfach ausgebildete Umlenkkonstruktion ermöglicht.

Der erfindungsgemäße Palettenförderer ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltung und Weiterbildung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Der erfindungsmäße Stauförderer zeichnet sich demgemäß dadurch aus, daß der Mitnehmer ein zu den Umlenkzahnrädern koaxial an der zugehörigen Palette gelagertes Mitnehmerzahnrad aufweist, das Mitnehmerzahnrad mit durch die Einstellvorrichtung (Schraubbolzen) einstellbarer Reibung drehbar gelagert ist, das Mitnehmerzahnrad mit der Antriebskette kämmt, zumindest ein drehfest auf eine Mitnehmerwelle gestecktes Mitnehmerzahnrad an einer Palette vorgesehen ist, drehfest auf der Mitnehmerwelle eine Exzenterscheibe sitzt, in deren Umlaufbahn ein durch die Einstellvorrichtung (Schraubbolzen) justierbar an der zugehörigen Palette gelagerter Bremsklotz angeordnet ist, den beiden Mitnehmerzahnrädern jeweils ein reibungsbehaftetes Gleitlager für die Mitnehmerwelle zugeordnet ist, wobei sich durch Anlagekontakt der Exzenterscheibe und des Bremsklotzes die Mitnehmerwelle durchbiegt und die Reibung in dem Gleitlager erhöht, an jedem Umlenkzahnrad ein Kranz von Vorsprüngen vorgesehen ist, die in der Zahnteilung des Mitnehmerzahnrades auf einen zum Teilkreis der Umlenkradverzahnung konzentrischen Teilkreis angeordnet sind und mit denen die Mitnehmerzahnräder kämmen, und der Radius des Teilkreises der Vorsprünge um den Durchmesser des Mitnehmerzahnrades kleiner ist als der Radius des Teilkreises der Umlenkradverzahnung.

Die Ausgestaltung des Mitnehmers mit dem Mitnehmerzahnrad macht es möglich, die für die Antriebskupplung auslösende Reibungskraft sehr präzis einzustellen. Die zwangsläufige Kupplung auf dem Umlenkbogen ist sicher, weil während des Umlenkbogens die Mitnehmerzahnräder in zwei Gegenverzahnungen eingreifen, nämlich einerseits in die Glieder der Antriebskette und andererseits in die Vorsprünge. Diese Anordnung bietet auch einen störungsfreien Einlauf in den Umlenkbogen und einen störungsfreien Auslauf aus dem Umlenkbogen, so daß sichergestellt ist, daß exakt immer an der gleichen Stelle der Förderbahn die zwangsläufige Kupplung einsetzt beziehungsweise ausgerückt wird.

Durch die Exzenterscheibe ist in wünschenswerter Weise sichergestellt, daß eine betreffende Palette entweder mit der Geschwindigkeit der Antriebskette umläuft oder aber stehenbleibt. Zwischensituationen, bei denen eine Palette schlupfend und mit langsamerer Geschwindigkeit als die Antriebskette mitgezogen wird, sind durch den Exzenter auszuschließen. Das ist vorteilhaft, weil solche Bewegungen der Palette mit einer Zwischengeschwindigkeit zu Betriebsstörungen führen können. Durch den Exzenter kann sichergestellt werden, daß die Palette bei Beginn ihrer Bewegung sofort mit der Geschwindigkeit der Antriebskette anfährt und am Ende ihrer Bewegung unmittelbar aus der Geschwindigkeit der Antriebskette zum Stillstand kommt.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Strang der Antriebskette als Doppelkette ausgebildet ist, in deren einzelnen Gliedern nebeneinander die Zähne eines Umlenkzahnrades und die Zähne eines Mitnehmerzahnrades kämmend eingreifen. Dann nämlich können die Mitnehmerzahnräder auch entlang der Umlenkbögen mit der Antriebskette in Eingriff bleiben. Dadurch wird es auch möglich, die zwangsläufige Kupplung auf dem Umlenkbogen sehr einfach und betriebssicher zu gestalten.

Eine dementsprechende Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge als Umlenkbolzen ausgebildet sind, die mit ihrer einen Stirnseite am Umlenkzahnrad und mit ihrer anderen Stirnseite an einem Verstärkungsring befestigt sind und daß der Verstärkungsring am Umlenkzahnrad befestigt ist.

Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 einen Palettenförderer von der Seite gesehen,

Fig. 2 den Teilschnitt II aus Fig. 1,

Fig. 3 den vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2 entsprechend der strichpunktierten Linie III aus Fig. 2,

Fig. 4 das Umlenkrad links aus Fig. 1 im Detail mit Konturen von Paletten in verschiedenen Funktionsstellungen,

Fig. 5 das Umlenkzahnrad aus Fig. 4 im Schnitt V,

Fig. 6 eine Palette, vergrößert herausgezeichnet, in der Ansicht wie in Fig. 2,

Fig. 7 die Draufsicht gemäß Pfeil VII aus Fig. 6,

Fig. 8 die Ansicht gemäß dem Pfeil VIII aus Fig. 6, und

Fig. 9 den Teilschnitt IX aus Fig. 6.

In der Zeichnung ist allgemein mit 1 ein Palettenförderer bezeichnet. Die Förderbahn erstreckt sich über zwei horizontal übereinandergelegene gerade Führungsbahnen 2 und 3 und zwei diese an ihren Enden verbindende Umlenkbögen. Entlang der Förderbahn ist eine allgemein mit 6 bezeichnete Antriebskette bezeichnet, die über Umlenkzahnräder 7 und 8 an beiden Enden endlos geführt ist. Das Umlenkzahnrad 8 ist antreibbar über einen nicht dargestellten Antriebsmotor. Der Abstand der Wellen 9 und 10 der Umlenkzahnräder ist durch einen Kettenspanner verstellbar. Entlang der Förderbahn erstrecken sich stationäre Führungsbahnen, und zwar eine geradlinige obere Profilschiene 12, eine geradlinige untere Profilschiene 13, die sich entlang der geraden Bahnen 2 und 3 erstrecken, und die Führungskanten der stationären Platte 19, die sich gebogen entlang der Umlenkbögen 4 und 5 erstrecken. Durch die Profilschienen 12, 13und die Umlenkbögen 4 und 5 wird eine geschlossene stationäre Führungsbahn gebildet, die sich entlang der ganzen geschlossenen Förderbahn erstreckt.

Die Antriebskette 6, die Umlenkzahnräder 7 und 8 und die Führungsschiene 11 ist paarig ausgebildet, das heißt, es sind jeweils 2 spiegelsymmetrisch zur Zeichenebene der Fig. 1 nebeneinander angeordnete Elemente vorgesehen, von denen in Fig. 1 jeweils nur das eine dem Beschauer zugekehrte sichtbar ist. Die beiden Elemente sind mit einer gemeinsamen Bezugsziffer zusammengefaßt bezeichnet und dann, wenn die einzelnen Elemente bezeichnet werden, ist das dem Beschauer von Fig. 1 zugekehrte mit nachgesetztem a und das dem Beschauer von Fig. 1 verdeckte mit nachgesetztem b bezeichnet.

Die genannten Teile sind an dem Gestell 20 gelagert. Die Schienenabschnitte 12 und 13 sind als Profilschienen 12a, b, 13a, b ausgebildet, wie am besten aus Fig. 4 und 6 ersichtlich. Der Schienenabschnitt 12 ist zum Schienenabschnitt 13 spiegelsymmetrisch ausgebildet und angeordnet.

Gefördert werden Paletten 24-29, die nacheinander entlang der Förderbahn aufgereiht sind und ständig umlaufend entlang der Förderbahn gefördert werden. Jede der Paletten weist, wie für die Palette 30 in Fig. 7 gezeichnet, vier um horizontale Achsen drehbare Stützrollen 31 und 33 und vier um vertikale Achsen drehbare Führungsrollen 35 und 37 auf. Die Paletten rollen mit ihren Stützrollen abgestützt und mit ihren Führungsrollen geführt auf den Führungsschienen. Entlang des oberen Schienenabschnittes 12 der Förderstrecke 2 rollen die Stützrollen tragend auf den Stützflächen 40a, 40b der Profilschienen 12a und 12b. Entlang der unteren Förderstrecke 3 rollen die Führungsrollen stützend entlang den der Stützflächen 42a, 42b entsprechenden Stützflächen der Profilschienen 13a und 13b. Die Führungsrollen 35, 37 rollen entlang der geraden Führungsbahn 2 und 3 auf den Profilflächen 44a und 44b und den entsprechenden Profilflächen des Schienenabschnitts 13.

Entlang der Umlenkbögen 4, 5 rollen die Stützrollen 31 und 33 auf den Führungskanten. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die Paletten ständig exakt entlang der endlosen Förderbahn geführt sind und entlang der geraden Abschnitte auch getragen sind allein durch die Führungsrollen und die Stützrollen. Entlang der Umlenkbögen beteiligen sich die Umlenkzahnräder am Tragen der Paletten, was im einzelnen weiter unten noch beschrieben wird.

In Förderrichtung gemäß Pfeil 63 aufwärts der Umlenkbögen 4, 5 sind bewegliche Sperren 54, 55 angeordnet, die in Funktionsstellung als Hindernis in die Bahn der Paletten ragen und diese abstoppen und in funktionslose Stellungen zurückgezogen werden können.

Jede der Paletten weist, wie die Palette 30, zwei Mitnehmerzahnräder 50a, 50b auf, die mit einer gemeinsamen Mitnehmerwelle 51 drehfest verbunden und in reibungsbehafteten Gleitlagern 52a, 52b an der Palette 30 gelagert sind. Die Gleitlager 52 sind dicht neben den zugehörigen Mitnehmerzahnrädern 50 angeordnet.

In der Mitte der Mitnehmerwelle 51 ist drehfest eine Exzenterscheibe 53 aufgesteckt, auf deren Umfangsbahn ein durch einen Schraubenbolzen 56 justierbar stationär an der Palette angeordneter Bremsklotz 57 ragt. Der Bremsklotz 57 wird so eingestellt, daß bei jeder Umdrehung der Welle der Exzenter einmal mehr oder weniger stark an dem Bremsklotz schleift beziehungsweise abrollt. Oben sind auf der Palette verstellbare Halterungen 60, 61 zur Auflage von Werkstücken angeordnet.

Die Antriebskette 6 ist zweispurig ausgebildet, wie dies besonders gut aus Fig. 3 ersichtlich ist. Die beiden Spuren der Antriebskette 6a sind mit 58 und 59 bezeichnet. In die jeweils außen gelegene Spur, zum Beispiel der Spur 58, der Antriebsketten 6a und 6b greifen kämmend die Umlenkzahnräder 7a und 7b sowie 8a und 8b ein. In die jeweils innen gelegene Spur greifen die Mitnehmerzahnräder, zum Beispiel die Mitnehmerzahnräder 50a und 50b ein. Die Antriebskette wird von dem Antriebsmotor 62 über die Welle 10 umlaufend in Pfeilrichtung 63 angetrieben.

Entlang der Führungsbahn 2 und 3 folgen die Paletten, zum Beispiel die Palette 30, der Umlaufbewegung der Antriebskette, ohne daß sich die Welle mitdreht, allein aufgrund der Reibung der Gleitlager 52. Sobald sich dem Vorschub der Palette 30 ein Widerstand entgegenstellt und die Reibungskraft der Gleitlager 52 überwunden wird, wird der Exzenter wirksam und erhöht nach der Einstellung des Bremsklotzes die Reibungskraft, die der Drehbewegung der Mitnehmerwelle 51 entgegensteht. Erst wenn die Bremskraft, die auf die Palette einwirkt, so stark ist, daß auch diese Reibungskraft überwunden wird, bleibt die Palette stehen, die Mitnehmerwelle 51 dreht sich und bei jeder Umdrehung schleift einmal der Exzenter an dem Bremsklotz 57. Der dadurch entstehende Druck auf die Mitnehmerwelle 51 erhöht die Reibung in den Gleitlagern.

Sobald das Hindernis wegfällt oder die Bremskraft, die auf die Palette einwirkt, auf einen Wert absinkt, der kleiner ist als dem Widerstand des Exzenters beziehungsweise des Bremsklotzes 57 entspricht, wird die Palette wieder von der Antriebskette mitgenommen.

Alle Umlenkzahnräder weisen, wie für das Umlenkzahnrad 7a aus Fig. 4 und 5 ersichtlich, einen Kranz 70 von Vorsprüngen 71, 72 auf, die in der Zahnteilung des Mitnehmerzahnrades auf einen zum Teilkreis 73 der Umlenkradverzahnung 74 konzentrischen Teilkreis 75 angeordnet sind. Der Radius 76 des Teilkreises 75 ist um den Durchmesser des Mitnehmerzahnrades kleiner als der Radius 77 des Teilkreises der Umlenkradverzahnung. Die Vorsprünge des Kranzes 70 erstrecken sich in der gleichen Rotationsebene wie der innere Strang der Antriebskette 6a. Die Folge ist, daß, wenn die Palette in den Umlenkbogen gerät, das Mitnehmerzahnrad, zum Beispiel das Mitnehmerzahnrad 50a, mit seiner Verzahnung wie in Fig. 4 dargestellt in den Kranz 70 eingreift. Dadurch ist das Mitnehmerzahnrad mit dem Umlenkzahnrad 7a drehsteif verriegelt und muß der Umlaufbewegung des Umlenkzahnrades über 180° folgen, bis die betreffende Palette in den Schienenabschnitt 13 einläuft und das Mitnehmerzahnrad mit dem Kranz 70 außer Eingriff gerät. Daran anschließend folgt die Palette der Antriebsbewegung der Antriebskette so lange kein Widerstand auftritt. Die Paletten werden demzufolge entlang der Umlenkbögen mit Umlenkzahnrädern getragen und durch die Stützrollen, die auf den Förderkanten 4 und 5 rollen, geführt und hinsichtlich ihrer Schwenkbewegung um die Achse der Umlenkzahnräder, und zwar tangential zum Umfang des Umlenkzahnrades ausgerichtet, wie dies für die Palette 29 in Fig. 4 am besten sichtbar ist.

Die Vorsprünge 71, 72 sind mit ihrer einen Stirnseite am zugehörigen Umlenkzahnrad 7a befestigt und mit ihrer anderen Stirnseite an einem Verstärkungsring 80 befestigt, der seinerseits am Umlenkzahnrad 7a befestigt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Palettenförderer (1) mit einer Förderbahn, die sich über zwei etwa horizontal übereinanderliegende gerade Strecken und zwei diese an ihren Enden verbindenden Umlenkbögen (4, 5) ersteckt,
    1. - mit einer entlang der Förderbahn verlegten, umlaufend antreibbaren, endlos über Umlenkzahnräder (7, 8) geführten Antriebskette (6),
    2. - mit stationären Führungsbahnen (2, 3), die den geraden Strecken der Förderbahn zugeordnet sind und sich über deren ganze Länge erstrecken und auf denen die Paletten (24-30) lasten,
    3. - mit einem Mitnehmer (50a, b) an jeder Palette für eine schlupfbehaftete Antriebskupplung zwischen Palette (24-30) und Antriebskette (6),
    4. - mit einer Einstellvorrichtung (56) an jeder Palette (24-30) für die Größe des Schlupfes und
    5. - mit einer zwangsläufigen Kupplung einer Palette (24-30) an die Antriebskette (6), die auf dem ganzen Umlenkbogen der beiden Umlenkzahnräder und nur auf diesen wirksam ist,

      dadurch gekennzeichnet, daß
    6. - der Mitnehmer ein zu den Umlenkzahnrädern (7, 8) koaxial an der zugehörigen Palette (30) gelagertes Mitnehmerzahnrad (50a, 50b) aufweist,
    7. - das Mitnehmerzahnrad (50a, 50b) mit durch die Einstellvorrichtung (Schraubenbolzen 56) einstellbarer Reibung drehbar gelagert ist,
    8. - das Mitnehmerzahnrad (50a, 50b) mit der Antriebskette (6) kämmt,
    9. - zumindest ein drehfest auf eine Mitnehmerwelle (51) gestecktes Mitnehmerzahnrad (50a, 50b) an einer Palette (30) vorgesehen ist,
    10. - drehfest auf der Mitnehmerwelle (51) eine Exzenterscheibe (53) sitzt, in deren Umlaufbahn ein durch die Einstellvorrichtung (Schraubenbolzen 56) justierbar an der zugehörigen Palette (30) gelagerter Bremsklotz (57) angeordnet ist,
    11. - den beiden Mitnehmerzahnrädern (50a, 50b) jeweils ein reibungsbehaftetes Gleitlager (52) für die Mitnehmerwelle (51) zugeordnet ist, wobei sich durch Anlagekontakt der Exzenterscheibe (53) und des Bremsklotzes (57) die Mitnehmerwelle (51) durchbiegt und die Reibung in dem Gleitlager (52) erhöht,
    12. - an jedem Umlenkzahnrad (7, 8) ein Kranz (70) von Vorsprüngen (71, 72) vorgesehen ist, die in der Zahnteilung des Mitnehmerzahnrades (50) auf einen zum Teilkreis (73) der Umlenkradverzahnung (74) konzentrischen Teilkreis (75) angeordnet sind und mit denen die Mitnehmerzahnräder (50a, 50b) kämmen, und
    13. - der Radius (76) des Teilkreises (75) der Vorsprünge (71, 72) um den Durchmesser des Mitnehmerzahnrades (50) kleiner ist als der Radius des Teilkreises (73) der Umlenkradverzahnung (74).
  2. 2. Palettenförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Strang (6a, 6b) der Antriebskette (6) als Doppelkette ausgebildet ist, in deren einzelnen Gliedern nebeneinander die Zähne eines Umlenkzahnrades (7) und die Zähne eines Mitnehmerzahnrades (50) kämmend eingreifen.
  3. 3. Palettenförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Vorsprünge (71, 72) als Umlenkbolzen ausgebildet sind, die mit ihrer einen Stirnseite am Umlenkzahnrad (7) und mit ihrer anderen Stirnseite an einem Verstärkungsring (80) befestigt sind, und

    daß der Verstärkungsring (80) am Umlenkzahnrad (7) befestigt ist.
  4. 4. Palettenförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Führungsbahnen (4, 5, 12, 13), sich entlang der ganzen, die Umlenkbögen einschließenden Förderbahn erstrecken,

    daß jede Palette (30) um horizontale Achsen drehbare Stützrollen (31, 33) und um vertikale Achsen drehbare Führungsrollen (35, 37) aufweist und

    daß die Paletten (30) mit ihren Stützrollen (31, 33) abgestützt und mit ihren Führungsrollen (35, 37) geführt auf den Führungsbahnen (4, 5, 12, 13) rollen.
  5. 5. Palettenförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn (4, 5, 12, 13) jeweils ein Paar von beidseitig der Förderbahn spiegelbildlich zueinander angeordneten und ausgebildeten Profilschienen (12a, 12b, 13a, 13b) aufweist.






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