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Dokumentenidentifikation DE3851885T2 27.04.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0345335
Titel MEHRZYLINDER-DRUCKFLIESSLÄPPMASCHINE.
Anmelder Extrude Hone Corp., Irwin, Pa., US
Erfinder RHOADES, Lawrence, J. Extrude Hone Corporation, Irwin, PA 15642, US
Vertreter Schönherr, W., Dipl.-Forstw.; Serwe, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 54290 Trier
DE-Aktenzeichen 3851885
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.12.1988
EP-Aktenzeichen 899010359
WO-Anmeldetag 19.12.1988
PCT-Aktenzeichen US8804535
WO-Veröffentlichungsnummer 8905710
WO-Veröffentlichungsdatum 29.06.1989
EP-Offenlegungsdatum 13.12.1989
EP date of grant 19.10.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse B24B 31/00

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung für das Fließschleifen gemäß Präampel des Anspruchs 1 (siehe US-A-3729871). Genauer gesagt diese Erfindung betrifft Verbesserungen an der Vorrichtung für das Abschleifen ausgewählter Oberflächen bei Werkstücken durch Ausstoßen eines viskosen plastischen Materials, das mit einem fein verteilten Schleifsand durchsetzt ist, durch die oder an der Werkstückoberfläche vorbei, um die Schleifwirkung zu beeinflussen. Die Erfindung nutzt mindestens drei Öffnungen für das Einströmen oder Ausströmen des plastischen Materials, so daß die Parameter des Ausstoßens selektiv an den verschiedenen Öffnungen gesteuert werden können, um den Grad und die Art der Schleifwirkung durch eine Vielzahl von sich schneidenden Durchgängen zu verändern.

HINTERGRUND

Da die Maschinen und Motoren komplexer und komplizierter werden, werden natürlich die Konstruktionen der verschiedenen Maschinen- und Motorenteile bei komplexeren und anspruchsvolleren Anforderungen an die spanende Bearbeitung und Oberflächenbearbeitung komplizierter. Beispielsweise können einige Innenflächen für eine spanende Bearbeitung oder ein Schleifen mittels der konventionellen Vorrichtungen sehr schwer erreichbar sein. Andere Flächen, wie beispielsweise sich schneidende Bohrungen, Schlitze und Paßfedern, können ohne weiteres spanend bearbeitet werden, wobei sie ständig scharfe Ecken oder einen erhabenen Grat an den Schnittlinien der Flächen nach der spanenden Bearbeitung zurücklassen, die nicht ohne weiteres mittels der konventionellen Verfahren gehont werden können. Der Vorgang des Abschleifens durch Ausstoßen oder Fließschleifen ist besonders nützlich, wo derartige Bedingungen bei einem Werkstück vorhanden sind, das nicht ohne weiteres mittels konventionelleren Verfahren des Schleifens, Läppens oder Honens feinbearbeitet werden kann. Die Schleifwirkung beim Fließschleifen kann als analog dem Feilen, Schleifen, Läppen oder Honen angesehen werden, wo das ausgestoßene Mittel durch das Werkstück hindurch oder am Werkstück vorbei als ein "Stopfen" passiert. Der Stopfen wird dann zu einer sich selbst ausbildenden Feile, einem Schleifstein oder Läppscheibe während er unter Druck durch die Durchgänge ausgestoßen wird, die seinen Fluß begrenzen, wodurch die ausgewählten Oberflächen des Werkstückes bearbeitet, d. h. abgeschliffen, werden.

Wenn auch das Fließschleifen den anderen Schleifverfahren ein wenig ähnlich ist, bei denen fließende Medien als Mittel für die Beförderung eines Schleifsandes in Suspension für ähnliche Schleifbehandlungen eingesetzt werden, so sind doch beträchtliche Unterschiede zu verzeichnen. Bei Anwendungen, wo fließende Medien eingesetzt werden, d. h., Flüssigkeiten oder Gase, müssen sehr hohe Geschwindigkeiten angewendet werden, um eine Scheuerwirkung zu erreichen, weil das Auftreffen der Sandteilchen mit hoher Geschwindigkeit gegen die abzuschleifende Oberfläche die wesentliche Kraft bei derartigen Vorgängen ist. Bei der vorliegenden Erfindung wie bei den anderen Fließschleifvorgängen ist das Mittel ein halbfestes plastisches Mittel, das durch die Begrenzung unter beträchtlichem Druck bei einer relativ niedrigen Geschwindigkeit gedrückt wird. Das halbfeste plastische Mittel muß nicht nur die Schleifteilchen in einer gleichmäßigen Suspension halten, sondern es muß außerdem einen relativ festen Schleifmittelträger für den Schleifsand zur Verfügung stellen, um den Sand fest gegen die Oberflächen der Durchgänge zu pressen, während das halbfeste Mittel und der Sand dort hindurchgestoßen werden. Daher wird der Sand anstelle des Auftreffens mit hohen Geschwindigkeiten auf die zu schleifende Oberfläche aktiv gegen die zu schleifende Oberfläche arbeiten.

Die Vorrichtung der früheren Ausführung, auf die sich diese Erfindung bezieht, besteht aus einem Rahmenelement, an dem zwei direkt gegenüberliegende Kammern für das Schleifmittel befestigt sind. Diese Kammern für das Schleifmittel sind erweiterungsfähige Verdrängungskammern für das Ausstoßen des plastischen Mittels, die hydraulisch oder mechanisch die darin befindlichen Schleifmittel durch den Durchgang des Werkstückes hindurch und danach in die andere Kammer für das Schleifmittel ausstoßen können. Eine auswechselbare Haltevorrichtung für das Werkstück, die so konstruiert ist, daß sie das Werkstück hält, ist zwischen den zwei Kammern für die Schleifmittel befestigt. Die Haltevorrichtung für das Werkstück muß so konstruiert sein, daß das Werkstück sicher gehalten wird, so daß die Oberfläche des Werkstückes, die bearbeitet werden soll, innerhalb des Durchganges zwischen den zwei Kammern für die Schleifmittel freigelegt wird. Wenn eine zu schleifende Oberfläche nur eine Bohrung durch das Werkstück ist, muß die Haltevorrichtung dazu dienen, nur ein jedes Ende der Bohrung zur Kammer für das Schleifmittel hin abzudichten, so daß die Bohrung selbst ein abgedichteter Durchgang zwischen einer Kammer zur anderen wird. Andererseits, wenn die Oberfläche des zu schleifenden Werkstückes eine äußere Fläche ist, ist die Haltevorrichtung meistens komplizierter und muß so konstruiert sein, daß sie den wesentlichen begrenzten Durchgang angrenzend an jene Fläche so abgrenzt, daß die zu schleifende Fläche einen Abschnitt des Durchganges bildet, und das Mittel wird jene Fläche abschleifen, während es durch den Durchgang gestoßen wird.

Das Ausstoßmittel, das aus einem halbfesten, schwer fließfähigen plastischen Material besteht, das mit einem Schleifsand durchsetzt ist, ist in einer der Kammern für das Schleifmittel enthalten, während die andere Kammer leer ist. Um den Vorgang durchzuführen, wird das Mittel danach hydraulisch oder mechanisch aus der gefüllten Kammer in die leere Kammer über den begrenzten Durchgang durch die zu schleifende Oberfläche des Werkstückes hindurch oder an dieser vorbei ausgestoßen, wodurch die Oberfläche so bearbeitet wird, wie es gewünscht wird. Im typischen Fall wird das Ausstoßmittel danach vorwärts und rückwärts zwischen den Kammern in dem Ausmaß ausgestoßen, das erforderlich ist, um den Grad der gewünschten Schleifwirkung zu erhalten. Zylindrische Senkbohrungen, ausgesparte Flächen und sogar verdeckte Hohlräume können durch Benutzung von Begrenzungseinrichtungen oder Dornen, um den Fluß des Mittels längs der zu schleifenden Oberflächen zu lenken, abgeschliffen werden. Eine detailliertere Beschreibung der früheren Ausführung kann in den U.S. Patenten Nr. 3521412 und 3634973 vorgefunden werden.

Wenn die Verfahren der früheren Ausführung auch sehr wirksam sind, zeigen sie jedoch Einschränkungen, wenn mehrere Wege für das Mittel eingeschlossen sind, oder wenn unterschiedliche Oberflächen unterschiedliche Behandlungen erfordern. Betreffs der mehrfachen Wege für das Mittel, die unterschiedliche Querschnittsflächen aufweisen, muß es klar sein, daß das Volumen des Flusses das größte durch den größeren Durchgang sein wird. Da ein geringer Widerstand gegen die Strömung zu verzeichnen ist, wird die Geschwindigkeit ebenfalls höher sein, verglichen mit dem mehr begrenzten Durchgang, und das Vergleichsvolumen des vorbei gehenden Flusses wird größer sein als die vergleichsweisen Querschnittsflächen der Durchgänge.

Daher wird im größeren, weniger begrenzten Durchgang ein heftigeres Arbeiten oder Abschleifen zu verzeichnen sein. Beispielsweise kann jede Anzahl von parallelen Begrenzungen in einem einzigen Arbeitsgang bearbeitet werden, der eine gleiche Arbeitsleistung in jeder Begrenzung bewirkt, vorausgesetzt, daß die Querschnittsflächen der Durchgänge gleich oder nahezu gleich sind. Wenn zwei parallele Begrenzungen im gleichen Fluß mit bedeutend unterschiedlichen Querschnittsflächen vorhanden sind, wird der weniger begrenzte Durchgang in geringerem Umfang abgeschliffen, weil er weniger als das proportionale Strömungsvolumen durchlassen wird. Diese mehrfachen Anwendungsarten können eine vollständige separate Bearbeitung mit mehreren Haltevorrichtungen erfordern, wobei eine jede separate Durchgänge bildet. In dieser Situation kann das Werkstück mehrmals in unterschiedliche Haltevorrichtungen eingelegt und herausgenommen und innerhalb einer jeden Haltevorrichtung bearbeitet werden, bevor alle Oberflächen so behandelt sind, wie es gewünscht wird.

Ein weiterer Anwendungsbereich für das Fließschleifen, der seine Einschränkungen zeigt, ist die Bearbeitung von Werkstücken mit mehreren sich schneidenden Durchgängen. Ein Beispiel ist das Schleifen von Durchgängen einer einfachen "T"-Verbindung. In Übereinstimmung mit der früheren Ausführung würde das normalerweise dadurch bewirkt, daß in einen der drei Durchgänge hinein- und aus den anderen beiden herausgestoßen wird.

Wenn alle drei Durchgänge die gleiche Querschnittsfläche aufweisen, muß der größte Teil der Bearbeitung jedoch in dem einen Durchgang erfolgen, der die anderen beiden versorgt. Nur durch Anwendung mehrerer Arbeitsgänge oder von Begrenzungseinrichtungen könnte in jedem Durchgang die gleiche Arbeit geleistet werden.

Ein noch weiteres Beispiel für die Einschränkungen beim Verfahren des Fließschleifens der bisherigen Ausführung findet man beim Entgraten eines komplizierten Ventilgehäuses mit mehreren Hauptbohrungen, die miteinander durch Querbohrungen verbunden sind. Das Fließschleifen der bisherigen Ausführung würde fast mit Sicherheit mehrere Einrichtungen erfordern, um alle Durchschneidungen zu bearbeiten, damit der Grat entfernt werden kann.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Ein Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens und einer Vorrichtung für das Fließschleifen von komplizierten Werkstücken, wobei eine Haltevorrichtung benutzt wird, die mindestens drei Öffnungen für das Einströmen und Ausströmen des plastischen Mittels aufweist, und dementsprechend einer Vorrichtung für das Fließschleifen mit mindestens drei Verdrängungskammern, die mit den Öffnungen für das Einströmen und Ausströmen in Verbindung stehen, um dadurch einen einzelnen Arbeitsgang für das Abschleifen aller Oberflächen, wie es gewünscht wird, zu gestatten.

Bei einem Aspekt besteht die Erfindung aus einer Vorrichtung für das Fließschleifen durch Steuerung des Flusses eines strömungsfähigen plastischen Mittels, das die Schleifteilchen enthält, durch einen Durchgang hindurch, wobei der Durchgang mindestens drei Öffnungen für das Einströmen oder Ausströmen des Mittels aufweist, und wobei er die zu schleifenden Werkstückoberflächen umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aufweist:

A. mindestens drei Verdrängungskammern, die so konstruiert sind, daß sie unabhängig das plastische Mittelzuführen und/oder aufnehmen, wobei eine jede Kammer so konstruiert ist, daß sie mit mindestens einer Öffnung des Durchganges in Verbindung steht;

B. eine Antriebsvorrichtung, um jede Verdrängungskammer unabhängig anzutreiben, damit der Fluß des Mittels durch den Durchgang und dadurch das Abschleifen der Werkstückoberfläche bewirkt werden; und

C. eine Steuervorrichtung, um die Antriebsvorrichtung einzeln zu regulieren, um das Mittel von den Kammern aus zuzuführen, und/oder um das Mittel in den Kammern aufzunehmen, als Reaktion auf die Forderungen betreffs des Abschleifens der Werkstückoberflächen.

Das stellt eine Anlage zur Verfügung, die mindestens zwei Zuführkammern und/oder mindestens zwei Aufnahmekammern aufweist. Beim Betrieb müssen mehrere Zuführkammern und/oder mehrere Aufnahmekammern parallel arbeiten und unabhängig reguliert werden, um ein unterschiedliches Abschleifen in den verschiedenen Durchgängen zu bewirken. Das kann erfolgen, indem die Zuführgeschwindigkeiten und/oder die Drücke der mehreren Zuführkammern verändert werden, und/oder indem der Gegendruck der mehreren Aufnahmekammern verändert wird, mit dem Ergebnis, daß der Grad und die Art der Schleifwirkung in jedem der separaten Durchgänge unabhängig auf das gewünschte Ausmaß gesteuert werden kann. Das wird nicht nur beträchtliche Zeit und Mühe sparen, indem die Notwendigkeit des wiederholten Einlegens und Herausnehmens des Werkstückes in die verschiedenen Haltevorrichtungen eliminiert wird, sondern es wird außerdem die Konstruktion vereinfachen, wenn die Haltevorrichtungen konstruiert werden. Das heißt, die Benutzung mehrerer Zuführkammern und/oder mehrerer Aufnahmekammern wird gestatten, daß die Parameter des Ausstoßens eingestellt werden, d. h., die Geschwindigkeiten, Drücke, Gegendrücke, usw., um die Programmierung zu verändern, was in starkem Maße die Konstruktion der Haltevorrichtungen vereinfachen wird. Bei der früheren Ausführung wurden die Ausstoßparameter durch die Geometrie und die Abmessungen des Durchganges begrenzt. Durch ein variables Programmieren der Zuführgeschwindigkeiten, der Zuführdrücke, des Aufnahmewiderstandes und dergleichen durch mehrfache Durchgänge, können variable und komplizierte Strömungsbilder durch und über das Werkstück erzeugt werden. Das bewirkt nicht nur einen größeren Spielraum für den Arbeitsgang, sondern vereinfacht auch die Anforderungen an die Haltevorrichtungen, da die variable Programmierung variable Funktionen durchführen kann, die früher separate spezifische Haltevorrichtungen und genaue Toleranzen bei den Haltevorrichtungen erforderten. Außerdem ist es möglich, die Arbeit in einem Abschnitt des Werkstückes zu beenden, während sie in einem anderen fortgesetzt wird. Das wird die Überbearbeitung minimieren, die Energie vergeudet und tatsächlich für das Werkstück nachteilig sein kann.

Dementsprechend wird diese Erfindung in starkem Maße viele der Einschränkungen der früheren Ausführung, wie sie vorangehend diskutiert wurden, minimieren, wenn nicht sogar eliminieren. Bei jenen Anwendungen der früheren Ausführung des Fließschleifens, wo mehrere Einrichtungen erforderlich waren, wird die Nutzung dieser Erfindung sicherlich die Anzahl der Einrichtungen verringern und in den meisten Fällen gestatten, daß die gesamte Bearbeitung in einer Haltevorrichtung abgewickelt wird. Die größere Möglichkeit einer Automatisierung und der resultierenden besseren Qualitätssicherung durch Eliminieren der Möglichkeiten von Fehlern durch die Arbeiter sollte leicht erkennbar sein.

Die vorliegende Erfindung soll von jener unterschieden werden, die im US-3729871 beschrieben wird, bei der nur eine Schleifmischung nacheinander auf zwei separate Teile des Werkstückes aufgebracht wird, und bei der keine Vorkehrung für die unabhängige Zuführung aus mindestens drei Kammern getroffen wird.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine teilweise herausgeschnittene isometrische Darstellung einer Ausführung dieser Erfindung, bei der vier Zuführkammern und eine Aufnahmekammer genutzt werden.

Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Oberseite des Wagens, der in Fig. 1 gezeigt wird, wobei die Anordnung der vier Sammelleitungen und einer Haltevorrichtung veranschaulicht wird, und wobei eine Sammelleitung im Querschnitt gezeigt wird, um das Innere dieser zu veranschaulichen.

DIE BESTEN METHODEN DER DURCHFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Die vorangehend beschriebenen Fig. veranschaulichen eine Ausführung dieser Erfindung, bei der vier Zuführkammern und eine Aufnahmekammer genutzt werden. Mit Bezugnahme auf Fig. 1 besteht diese Ausführung der Erfindung aus einer Schneckenpresse 10, die einen Auflagetisch 12 aufweist, einem Pressenkopf 14, zwei Schneckenantrieben 16 und vier Führungsstiften 18, so daß der Pressenkopf mit Bezugnahme auf den Auflagetisch 12 selektiv angehoben oder abgesenkt werden kann. Da derartige Pressen im Fachgebiet gut bekannt sind, ist hierbei keine weitere Beschreibung erforderlich, wobei es ausreicht zu sagen, daß jeder Typ von Presse, mechanisch oder hydraulisch, geeignet wäre. Unterhalb der oberen Fläche des Auflagetisches 12 befinden sich vier vertikal angeordnete Zuführkammern 20, deren Achsen einen gleichmäßigen Abstand von der Mittellinie des Pressenkopfes 14 zeigen. Jede Zuführkammer 20 ist eine erweiterungsfähige Verdrängungskammer, und sie ist an der Unterseite des Auflagetisches 12 so gesichert, daß ihr Inhalt vertikal nach oben zu durch Austrittsöffnungen (nicht gezeigt), die sich durch den Auflagetisch 12 erstrecken, ausgestoßen werden kann.

Bei der veranschaulichten Ausführung sind zwei Arbeitstische 30 auf den gegenüberliegenden Seiten des Auflagetisches 12 angeordnet, wobei ein jeder ein Ende am Auflagetisch 12 gesichert hat, und das andere Ende durch die Beine 32 gestützt wird. Zwei gleiche Längen von Stahlwinkelschienen 34 sind in einer parallelen Beziehung zur Oberseite des Auflagetisches 12 und der Arbeitstische 30 gesichert, und sie bilden im wesentlichen Schienen, die sich von einem Arbeitstisch 30 zum anderen über die Mitte des Auflagetisches 12 hinweg erstrecken. Ein Wagen 36. der vier Räder 38 aufweist, liegt drehbar auf den Schienen auf, die durch die Winkel schienen 34 gebildet werden, so daß der Wagen 36 von beiden Arbeitstischen 30 aus auf den Auflagetisch 12 gerollt werden kann. Betreffs eines optimalen Wirkungsgrades müssen zwei derartige Wagen 36 vorgesehen werden.

Vier Eintrittssammelleitungen 40 sind an der oberen Fläche des Wagens 36 gesichert, wobei jede eine Eintrittsöffnung 42 aufweist, die sich von dort nach unten zu durch die obere Fläche des Wagens 36 hindurch erstreckt. Die Sammelleitungen 40 zeigen einen derartigen Abstand, daß, wenn der Wagen 36 unter dem Pressenkopf 14 zentriert wird, die Eintrittsöffnungen 42 richtig zu den Öffnungen (nicht gezeigt) durch den Auflagetisch 12, die eine Verbindung zur Zuführkammer 20 herstellen, ausgerichtet sind. Die Austrittsöffnungen 44 aus den Sammelleitungen 40 erstrecken sich jeweils horizontal in Richtung der Haltevorrichtung 46, die mittig zwischen den vier Sammelleitungen 40 angeordnet ist. Verlängerungsrohre 48 können erforderlich sein, um die Austrittsöffnungen 44 mit den Eintrittsöffnungen (nicht gezeigt) in der Seite der Haltevorrichtung 46 zu verbinden. Die Notwendigkeit derartiger Verlängerungsrohre 48 und deren Länge wird von der Größe und Form der Haltevorrichtungen 46 abhängig sein. Die Größe und die Konstruktion der Haltevorrichtung 46 werden natürlich in starkem Maße in Abhängigkeit vom darin zu bearbeitenden Werkstück oder den zu bearbeitenden Werkstücken variieren. Die Austrittsöffnung 48 aus der Haltevorrichtung 46 wird durch die obere Mittelfläche hindurch bereitgestellt.

Eine Aufnahmekammer ist an der Unterseite des Pressenkopfes 14 auf dessen Mittellinie befestigt. Die Eintrittsöffnung (nicht gezeigt) zur Aufnahmekammer wird durch die Mitte von deren unteren Fläche angeordnet, so daß sie mit der Austrittsöffnung 48 aus der Haltevorrichtung 46 ausgerichtet wird.

Beim Betrieb muß eine geeignete Haltevorrichtung 46 mit dem darin befindlichen Werkstück eingerichtet werden. Während ein Wagen 36 auf dem Arbeitstisch 30 positioniert wird, wird die Haltevorrichtung sachgemäß zwischen den Sammelleitungen 40 gesichert, wobei die erforderlichen Längen der Verlängerungsrohre 48 genutzt werden, um jede Austrittsöffnung 34 der Sammelleitung mit der Eintrittsöffnung (nicht gezeigt) in die Haltevorrichtung zu verbinden.

Ist die Haltevorrichtung erst einmal sachgemäß auf einem Wagen 36 montiert und richtig an der Sammelleitung 40 befestigt und abgedichtet, wird der Wagen 36 mit der Haltevorrichtung 46 und den Sammelleitungen 40 darauf auf den Auflagetisch 12 so gerollt, daß die Eintrittsöffnungen 42 der Sammelleitung richtig zu den Austrittsöffnungen ausgerichtet sind, die sich durch den Auflagetisch 12 von den Zuführkammern 20 aus erstrecken. Wenn der Wagen 36 richtig ausgerichtet ist, wird der Pressenkopf 14 so abgesenkt, daß die Aufnahmekammer mit der oberen Fläche der Haltevorrichtung 46 in Eingriff kommt, wodurch die Eintrittsöffnungen (nicht gezeigt) zur Kammer mit den Austrittsöffnungen 48 an der Haltevorrichtung 46 ausgerichtet werden. Richtige Dichtungen (nicht gezeigt) müssen natürlich zwischen den Öffnungen durch den Auflagetisch 12 und den Öffnungen in den Sammelleitungen 40 ebenso wie zwischen der Eintrittsöffnung zur Aufnahmekammer und der Austrittsöffnung 48 aus der Haltevorrichtung 46 eingesetzt werden, so daß der Weg für das Mittel abgedichtet wird, wenn der Pressenkopf kräftig abgesenkt wird, wobei die Haltevorrichtung 46 und die Sammelleitungen 40 zwischen dem Pressenkopf 14 und dem Auflagetisch 12 fest gesichert werden.

Wenn die Anlage richtig positioniert ist und die Zuführkammern 20 sachgemäß mit dem Arbeitsmittel gefüllt wurden, werden die Zuführkammern 20 aktiviert, um das Mittel nach oben zu in die Sammelleitungen 40, danach durch die Verlängerungsrohre 48 und in die sowie durch die Haltevorrichtung 46 zu stoßen, wo das Werkstück durch das Mittel so abgeschliffen wird, wie es gewünscht wird. Aus der Haltevorrichtung 46 wird das Mittel weiter in die Aufnahmekammer gestoßen.

Wie es bei den früheren Praktiken typisch ist, sind einige Anwendungen dieser Erfindung ohne weiteres für das Zweiwegeausstoßen zugänglich. Das heißt, wenn die Zuführkammern leer und die Aufnahmekammer oder die Aufnahmekammern voll sind, kann der Betrieb so umgekehrt werden, daß die Aufnahmekammern die Zuführkammern werden, die das Mittel durch den begrenzten Durchgang in der umgekehrten Richtung und zurück in die Zuführkammern stoßen. Bei komplizierteren Arbeitsgängen mit komplizierteren Strömungsdurchgängen kann ein derartiges Umkehren des Ausstoßvorganges nicht immer praktisch sein. Bei dieser letzteren Situation wird ein separates System für die Mittelrückführung erforderlich sein, um die Notwendigkeit eines manuellen Austauschens des Mittels aus der Aufnahmekammer in die Zuführkammern 20 zu vermeiden.

Wie in Fig. 1 gezeigt wird, sind zwei Arbeitstische 30 und zwei Wagen 36 vorhanden. Wenn auch nur einer jeweils erforderlich ist, bringt die Bereitstellung von zwei einen beträchtlichen Nutzen darin, daß ein Arbeiter eine Haltevorrichtung 46 auf einem Tisch 30 einrichten kann, während eine andere Haltevorrichtung auf dem anderen Wagen an Ort und Stelle positioniert wird, wobei der Ausstoßvorgang im Gange ist. Wenn ein Arbeitsgang abgeschlossen ist, kann dann der Wagen auf einen Arbeitstisch 30 für eine Unterbrechung herausgerollt werden, während der andere Wagen auf den Auflagetisch 12 vom anderen Arbeitstisch 30 her für die Bearbeitung mittels des Ausstoßens gerollt wird.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung für das Fließschleifen durch Steuerung des Flusses eines fließfähigen plastischen Mittels, das die Schleifteilchen enthält, durch einen Durchgang (48), wobei der Durchgang mindestens drei Öffnungen (42, 44) für das Einströmen oder Ausströmen des Mittels aufweist und die Werkstückoberflächen einschließt, die geschliffen werden sollen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aufweist:

A. mindestens drei Verdrängungskammern (20), die so konstruiert sind, daß sie unabhängig das plastische Mittel zuführen und/oder aufnehmen, wobei eine jede Kammer so konstruiert ist, daß sie mit mindestens einer Öffnung (42) des Durchganges in Verbindung steht;

B. Antriebsvorrichtung, um jede Verdrängungskammer unabhängig anzutreiben, damit der Fluß des Mittels durch den Durchgang und dadurch das Abschleifen der Werkstückoberfläche bewirkt werden;

C. Steuervorrichtung, um die Antriebsvorrichtung einzeln zu regulieren, um das Mittel von der Kammer aus zuzuführen, und/oder um das Mittel in der Kammer aufzunehmen, als Reaktion auf die Anforderungen an das Abschleifen der Werkstückoberfläche.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchgang eine Vielzahl von sich schneidenden Segmenten (48) aufweist.

3. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1 für das Fließschleifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung die Antriebsvorrichtung so reguliert, daß das Schleifmittel aus mindestens einer der Kammern (20) zugeführt und gleichzeitig in mindestens einer anderen Kammer (20) aufgenommen wird.

4. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1 für das Fließschleifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung die Antriebsvorrichtung so reguliert, daß das Schleifmittel sequentiell in einer Vielzahl von Kammern (20) aufgenommen und von einer Vielzahl von Kammern (20) aus zugeführt wird.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, die eine Vielzahl von Durchgängen (48) oder eine Vielzahl von Segmenten des Durchganges aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein jeder Durchgang oder ein jedes Segment einer derartigen Vielzahl von Durchgängen mindestens zwei Öffnungen für das Einströmen und Ausströmen des Schleifmittels aufweist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens vier der Verdrängungskammern aufweist.

7. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6 für das Fließschleifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung die Antriebsvorrichtung reguliert, um ein unterschiedliches Abschleifen in den verschiedenen Durchgängen oder Segmenten zu bewirken.

8. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6 für das Fließschleifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung die Antriebsvorrichtung so reguliert, daß bewirkt wird, daß das Schleifmittel sequentiell durch die verschiedenen Durchgänge oder Segmente fließt.

9. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6 für das Fließschleifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung die Antriebsvorrichtung so reguliert, daß mindestens zwei Kammern als Zuführkammern funktionieren, und daß bewirkt werden kann, daß das plastische Schleifmittel von jeder aus mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit fließt, um ein unterschiedliches Abschleifen zu erreichen.

10. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6 für das Fließschleifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung die Antriebsvorrichtung so reguliert, daß mindestens zwei Kammern als Zuführkammern funktionieren, und daß bewirkt werden kann, daß das plastische Schleifmittel von jeder aus mit einem unterschiedlichen Strömungsdruck fließt, um ein unterschiedliches Abschleifen zu erreichen.

11. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung die Antriebsvorrichtung so reguliert, daß mindestens zwei Kammern als Aufnahmekammern funktionieren, und daß bewirkt werden kann, daß das plastische Schleifmittel in eine jede mit einem unterschiedlichen Gegendruck fließt, um ein unterschiedliches Abschleifen zu erreichen.

12. Verwendung der Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung die Antriebsvorrichtung so reguliert, daß ein Verändern der Strömungsrichtung des plastischen Schleifmittels erreicht werden kann, indem mindestens eine Aufnahmekammer in eine Zuführkammer und mindestens eine Zuführkammer in eine Aufnahmekammer umgewandelt wird, wodurch bewirkt werden kann, daß das plastische Schleifmittel, zumindestens teilweise, zwischen den Kammern hin und her fließt.

13. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 5 oder 6, die außerdem dadurch gekennzeichnet wird, daß sie einen Umgehungskanal aufweist, wodurch bewirkt werden kann, daß das Mittel zur oder zu einer jeden ursprünglichen Zuführkammer zurückfließt.







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