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Dokumentenidentifikation DE4029861C2 27.04.1995
Titel Mehrprozessorsystem und Speichersteuerverfahren dafür
Anmelder Hitachi, Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Miyazaki, Yoshihiro, Hitachi, Ibaraki, JP;
Takahashi, Yoshiaki, Mito, Ibaraki, JP;
Araoka, Manabu, Hitachi, Ibaraki, JP;
Takaya, Soichi, Hitachi, Ibaraki, JP;
Fukumaru, Hiroaki, Hitachi, Ibaraki, JP
Vertreter Strehl, P., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.; Schübel-Hopf, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Groening, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 20.09.1990
DE-Aktenzeichen 4029861
Offenlegungstag 28.03.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse G06F 13/14

Beschreibung[de]

Ein Mehrprozessorsystem mit den im Oberbegriff des Anspruchs 5 angegebenen Merkmalen sowie ein Speichersteuerverfahren für ein solches Mehrprozessorsystem sind aus US 4 811 216 bekannt. Das bekannte System umfaßt mehrere CPUs, deren jede sowohl einen lokalen als auch einen globalen Speicher aufweist. Die globalen Speicher dienen zwar einem gemeinsamen Zweck, enthalten aber nicht dieselben Daten und können auch nicht beliebig von anderen CPUs angesteuert werden.

Bei einem weiteren, aus DE 37 36 169 A1 bekannten Mehrprozessorsystem sind mehrere Slave-Prozessoren einem Master-Prozessor untergeordnet. Die den einzelnen Slave-Prozessoren zugeordneten Speicher weisen alle unterschiedliche Inhalte auf. Ein Zugriff einer CPU auf den Speicher einer anderen CPU findet nicht statt.

Bei dem aus DE 36 10 155 A1 bekannten Mehrprozessorsystem arbeiten zwei Prozessoren mit zwei Speichern zusammen, die jedoch unterschiedliche Inhalte aufweisen und auch nicht von mehreren CPUs angesteuert werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einem Mehrprozessorsystem bei geringer Gesamt-Speicherkapazität hohe Zuverlässigkeit auch bei Auftreten von Speicherfehlern sowie hohe Flexibilität bei Systemerweiterungen zu erreichen.

Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 gekennzeichnete Speichersteuerverfahren und das in Anspruch 5 gekennzeichnete Mehrprozessorsystem gelöst.

Danach sind mindestens zwei gemeinsame Speicher vorhanden, in denen dieselben Daten gespeichert werden. Diese gemeinsamen Speicher werden von allen CPUs gemeinsam benutzt. Tritt in einem Speicher ein Fehler auf, so stehen die Daten in dem anderen Speicher noch fehlerlos zur Verfügung. Im Normalfall, d. h. wenn kein Fehler vorliegt, nimmt jede der mit einem gemeinsamen Speicher ausgerüsteten CPUs bei Anforderung von "gemeinsamen" Daten auf den eigenen gemeinsamen Speicher Zugriff, so daß die Zugriffszeit so kurz wie möglich wird. Weitere vorhandene CPUs weisen keinen oder einen kleineren gemeinsamen Speicher auf und nehmen bei Anforderung von "gemeinsamen" Daten, die nicht in ihrem gegebenenfalls vorhandenen gemeinsamen Speicher geringerer Kapazität enthalten sind, auf den gemeinsamen Speicher einer der erstgenannten CPUs Zugriff. Dadurch wird es möglich, das System um beliebige CPUs zu erweitern, auch wenn diese keinen gemeinsamen Speicher aufweisen, so daß die Flexibilität des Systems bei geringem Gesamt-Speicheraufwand erhöht wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert, in denen

Fig. 1(a) ein Blockschaltbild eines gesamten Mehrprozessorsystems zeigt,

Fig. 1(b) eine einzelne Einheit aus dem Blockschaltbild nach Fig. 1(a) veranschaulicht,

Fig. 2 ein Blockschaltbild über den inneren Aufbau einer CPU nach Fig. 1(a) zeigt,

Fig. 3 ein Blockschaltbild des inneren Aufbaus einer Bus-Anschlußeinheit der Fig. 2 darstellt,

Fig. 4 ein Blockschaltbild ist, das die Innenanordnung eines untergeordneten Systembus-Interface (System Bus Slave Interface) innerhalb des GMP zeigt,

Fig. 5 ein Blockschaltbild ist, das die Innenanordnung eines Abfrage-Kontrollabschnitts (Request Control Section) innerhalb des GMP zeigt,

Fig. 6 die logische Struktur zum Festlegen der Bestimmung des Zugriffs für den Kontrollabschnitt zeigt,

Fig. 7 ein Blockschaltbild ist, das die Innenanordnung eines Haupt-Interface (Master Interface) für den gemeinsamen Speicher-Bus (Common Memcry Bus) innerhalb des GMP zeigt,

Fig. 8 ein Zeitablaufdiagramm für den gemeinsamen Speicher-Bus ist,

Fig. 9 ein Zeitablaufdiagramm für den gemeinsamen Speicher-Bus im Fall des "Belegungszugangs" (Reserve Access) ist,

Fig. 10 ein Blockschaltbild ist, das die innere Anordnung eines untergeordneten Interface für den gemeinsamen Speicher- Bus innerhalb des GMP zeigt,

Fig. 11 eine Tabelle ist, die die Wirkungsweise des Steuerabschnitts des Arbeitsrechner-Interface darstellt,

Fig. 12 ein Diagramm ist, um ein Beispiel des Einstellens von Server-Flaggen (Server Flags) im untergeordneten Interface zu erläutern,

Fig. 13 ein Blockschaltbild ist, das die innere Anordnung eines Systembus-Hauptinterface innerhalb des GMP zeigt,

Fig. 14 eine Tabelle ist, die die Wirkungsweise des Kontrollabschnitts des Haupt-Interface darstellt,

Fig. 15 ein Diagramm ist, um Beispiele des Einstellens für eine Abbildungseinheit (Mapping Unit) innerhalb des GMP zu zeigen,

Fig. 16 ein Flußdiagramm ist, das eine Folge von System-Programmschritten zeigt, wenn man einen Bereich des eigenen gemeinsamen Speichers ändert,

Fig. 17 ein Flußdiagramm ist, das eine Folge des Kopierens des gemeinsamen Speichers zeigt,

Fig. 18 und 19 Diagramme sind, um ein Konzept einer Speicher-Managementeinheit (Memory Management Unit) innerhalb des GMP zu erläutern, und

Fig. 20 ein Diagramm ist, um die Korrespondenz der Adressen vor und nach der Adressenübersetzung zum Zeitpunkt der Online-Ausweitung zu erläutern.

Es folgt nun die Beschreibung bevorzugter Beispiele.

Fig. 1(a) zeigt eine gesamte Ausbildung eines Systems gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, und Fig. 1(b) zeigt die Hauptelemente des GMP 1&min; des Systems in Fig. 1(a).

Eine Anzahl von Zentral-Prozessoreinheiten CPU sind über Doppel-Gemeinschaftsspeicherbusse (Dual Common Memory Buses) 3A und 3B miteinander verbunden (G-BUS A und G-BUS B). Jede der Zentral-Prozessoreinheiten CPU besteht aus einer Anschlußeinheit 1 (GMP: Gesamt- Speicher-Port) zum Anschluß an die gemeinsamen Speicherbusse, einem verteilten gemeinsamen Speicher 8 (GM: Gesamt-Speicher), der in jeder Zentral-Prozessoreinheit CPU enthalten ist, einer Grund-Prozessoreinheit (Basic Processor Unit) BPU 5, und einem Haupt-Speicher (Main Storage) MS 4. Im Prinzip ist jeder Gesamt-Speicher-Port GMP so angeordnet, daß er eine gemeinsame Speicher-Ablesetätigkeit nur von jenem Gesamtspeicher GM durchführt, der in seiner Zentral-Prozessoreinheit CPU enthalten ist, und eine gemeinsame Speicher- Schreibtätigkeit an alle in allen Zentral-Prozessoreinheiten CPU enthaltenen Gesamt-Speicher GM über die Doppel-Gesamt-Busse G-BUS durchführt.

Der Gesamt-Speicher-Port GMP mindestens einer Zentral-Prozessoreinheit CPU (in diesem Beispiel CPU 1), der den gesamten Bereich des gemeinsamen Speichers aufweist, ist mit einer Einrichtung versehen, um die Gesamt-Speicher- (GM-) Ablesedaten zum Gesamt-Bus G-BUS A zu senden, und der Gesamt-Speicher-Port GMP mindestens einer anderen Zentral-Speichereinheit CPU (in diesen Beispiel CPU 2), der ebenfalls den gesamten Bereich des gemeinsamen Speichers aufweist, ist mit einer Einrichtung bzw. Mitteln versehen, um Gesamt-Speicher(GM-) Ablesedaten zum Gesamt-Bus G-BUS B zu senden.

Zusätzlich ist jeder der Gesamt-Speicher-Ports GM der anderen Zentral-Prozessoreinheiten CPU mit einer Abbildungseinrichtung (GMAP- mapping means) 24 versehen, die als eine Adressen-Zuordnungseinrichtung funktioniert, um einen Adressenbereich eines Gesamt-Speichers GM, der in seiner eigenen Zentral-Prozessoreinheit CPU enthalten ist, innerhalb des Adressenbereiches der gemeinsamen Speicher der Zentral-Prozessoreinheiten CPU 1 und 2 einzustellen, sowie eine Ableseeinrichtung, um die Daten von den Zentral-Prozessoreinheiten CPU 1 und 2 abzulesen, von denen jede die Ablesedaten-Sendeeinrichtung aufweist, und zwar durch den Gesamt-Bus G-BUS, wenn sie außerhalb des Adressenbereiches des Gesamt-Speichers GM liegen. Ferner ist der Gesamt-Speicher-Port GMP mit einem Adressenübersetzer (GMMU: Global Memory Management Unit/Gesamt-Speicher-Managementeinheit) 18 versehen, um die Adressen auf den G-BUSsen zu übersetzen, die allen Zentral-Prozessoreinheiten CPU gemeinsam sind (gemeinsame bzw. allgemeine virtuelle Adressen/Common Virtual Addresses), in die entsprechenden physischen Adressen des Gesamt- Speichers GM zu übersetzen, der in seiner eigenen Zentral-Prozessoreinheit CPU enthalten ist.

Die detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung werden nun vorgenommen, wobei man der bislang beschriebenen Anordnung Rechnung trägt.

Es wird nun auf Fig. 2 Bezug genommen, die die innere Anordnung der Zentral-Prozessoreinheit CPU zeigt; die gemeinsame Speicher-Bus-Anschlußeinheit GMP 1, der Haupt-Speicher MS 4, der gemeinsame Speicher GM 8, die Grund-Prozessoreinheit (Basic Processor Unit) BPU 5 und ein Eingangs-/Ausgangs-Bus-Adapter (Input/Output Bus Adapter) 10A 6 sind über einen System-Bus SYSBUS 2 verbunden. Der Gesamt- Speicher-Port 1 ist mit den Doppel-Gemeinschaftsbussen 3A und 3B (G-BUSe A und B) verbunden. Der Haupt-Speicher MS und der gemeinsame Speicher GM können getrennt an unterschiedlichen Speicherplatten angebracht sein, sind in diesem Ausführungsbeispiel jedoch an derselben Speicherplatte angebracht und werden entsprechend ihren Adressen als "MS" und "GM" unterschieden. (Es ist auch möglich, den Gesamt-Speicher GM innerhalb des Gesamt-Speicher-Ports GMP anzubringen.) Die Grund-Prozessoreinheit BPU gibt, wenn man zum gemeinsamen Speicher Zugriff sucht, eine Nachfrage ab (die Adressen- und Schreibdaten umfaßt), und zwar an den Gesamt-Speicher-Port GMP, der dann eine Antwort (die die Ablesedaten umfaßt) zur Grund-Prozessoreinheit GPU abgibt, nach dem Zugang zum Gesamt-Speicher GM in seiner eigenen Zentral-Prozessoreinheit CPU über SYSBUS oder dem Zugang zum Gesamtspeicher GM in einer anderen Zentral-Prozessoreinheit CPU über den Gesamt-Bus G-BUS Zugang genommen hat.

Fig. 3 zeigt die innere Anordnung der Anschlußeinheit GMP 1 an den Gemeinschaftsspeicher-Bus (Common Memcry Bus Connection Unit). Ein System-Bus-Unter-Interface SYSBUS SLAVE 11 empfängt den Zugriff vom System-Bus 2. Eine Abfragesteuerung bzw. -kontrolle REQCTL 12 überprüft den Inhalt dieses Zugangs, um seine Bestimmung zu festzulegen. Ein Haupt-Interface für den Gemeinschaftsspeicher-Bus G-BUS MASTER 13 empfängt die Anfrage von der Anfragesteuerung 12 und unterstützt den Zugriff zu den Doppel-Gemeinschaftsspeicher-Bussen 3A und 3B. Ein Unter-Interface für den Gemeinschaftsspeicher-Bus G-BUS SLAVE 14 empfängt einen Zugriff von dem Gemeinschaftsspeicher-Bus 3A oder 3B und bestimmt, ob er bearbeitet werden soll oder nicht. Ein Haupt-Interface für den System-Bus SYSBUS MASTER 19 empfängt eine Anfrage für die Bearbeiturg von der Anfragekontrolle 12 oder von dem Unter-Interface 14 für den Gemeinschaftsspeicher-Bus über einen örtlichen Bus LOCAL BUS 22 und führt eine Lese-/Schreibe-Tätigkeit zum Gesamt-Speicher GM der eigenen Zentral-Prozessoreinheit CPU über den System-Bus 2 durch.

Fig. 4 zeigt die innere Anordnung des Unter-Interface 11 des System-Bus bei der Einheit GMP zum Anschluß an einen gemeinsamen Speicher, die in Fig. 3 gezeigt ist. Das Unter-Interface 11 des System-Bus empfängt eine Anfrage-Information (zusammen mit der Adresse (A) 101, Schreibdaten (WD) 102, einem Rückfragesignal (MREQ) 105 und einem Belegungssignal (Reserve Signal) (MRSV) 104) vom System- Bus 2, akzeptiert eine solche Information jedoch nur, wenn die Adresse 101 innerhalb jenes Bereichs liegt, der dem Gesamt-Speicher-Port GMP zugeordnet ist, und sendet die Frageinformation (zusammen mit der Adresse 108, den Schreibdaten 106, einem Anfragesignal 112 und einem Belegungssignal 111) an das Interface 20 der Abfragekontrolle 12. Zusätzlich empfängt das Unter-Interface 11 des System-Bus die Antwortinformation (zusammen mit den Ablesedaten (RD) 110, einem Antwortsignal (MACK) 113 und einem Fehlersignal (MERR) 114) und sendet das Antwortsignal (das die Ablesedaten 103, ein Antwortsignal 106 und ein Fehlersignal 107 umfaßt) an den System-Bus 2.

Fig. 5 zeigt die innere Anordnung der Abfrage- bzw. Auftragskontrolle (request control) 12 innerhalb der Anschlußeinheit an den gemeinsamen Speicher GMP, die in Fig. 3 gezeigt ist. Die Abfragekontrolle 12 empfängt eine Abfrageinformation vom Interface 20 des untergeordneten System-Bus-Interface 11, legt eine Bestimmung des Zugriffs gemäß der nachfolgend beschriebenen Bedingung fest, sendet die Abfrageinformation an das Interface 21, wenn ein Zugriff zu dem Gemeinschafts-Speicher-Bus vorgenommen werden soll, oder an das Interface 22, wenn der Zugriff zu dem eigenen gemeinsamen Speicher vorgenommen werden soll, empfängt eine Antwortinformation und sendet die Antwortinformation an das Interface 20. Eine Abbildungseinheit MAP 131, die in übereinstimmung mit einem der Merkmale der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist, indiziert eine Abbildung (Map) in Abhängigkeit von der Adresse 108 und setzt das Ergebnis in ein Bit- bzw. Treffer-Signal (Bit bzw. Hit Signal) 133. Wenn das Treffer-Signal bei "1" liegt, dann bezeichnet dies, daß ein Teil des gemeinsamen Speichers entsprechend der Adresse innerhalb des eigenen gemeinsamen Speichers vorliegt. Wenn dagegen das Treffer- Signal 133 "0" beträgt, dann bedeutet dies, daß kein Abschnitt des gemeinsamen Speichers entsprechend der Adresse am gemeinsamen Speicher vorliegt. Die Einstellung der Abbildung wird unter dem Systemprogramm der Zentral-Prozessoreinheit CPU ausgeführt. Die zeitliche Einstellung der Abbildung kann dynamisch vorgenommen werden, wenn die Initiierung der Zentral-Prozessoreinheit CPU ausgeführt wird, oder sonst in Übereinstimmung mit der Transaktion der Zentral-Prozessoreinheit CPU.

Fig. 6 zeigt den logischen Ablauf zum Ermitteln der Bestimmung des Zugriffs, der durch den Steuer- bzw. Kontrollkreis 132 in der Abfragekontrolle 12 bewirkt wird, die in Fig. 5 gezeigt ist. Wenn das Treffer-Signal "0" beträgt, dann wird ein Zugriff zu einem externen gemeinsamen Speicher über einen der Gemeinschaftsspeicher-Busse vorgenommen. Wenn das Treffer-Signal "1" beträgt und ein Nicht-Belegungszugriff (Non-Reserver Access) vorgenommen wird, dann wird der Zugriff zum eigenen gemeinsamen Speicher vorgenommen. Ferner wird zum Sicherstellen der Kohärenz während des Schreibbetriebes auch ein Schreibvorgang zum externen gemeinsamen Speicher vorgenommen. Wenn das Treffer-Signal "1" beträgt und ein Belegungszugriff (Reserve Access) vorgenommen werden soll, dann wird eine Ablese-/ Schreib-Tätigkeit und eine Belegung beim gemeinsamen Speicher durchgeführt und ein Zugriff wird sowohl zu den externen gemeinsamen Speichern als auch zum eigenen gemeinsamen Speicher vorgenommen.

Fig. 7 zeigt die innere Anordnung des Gemeinschaftsspeicher-Bus- Hauptinterface 13 im Gemeinschaftsspeicher-Verbindungsmechanismus GMP, der in Fig. 3 gezeigt ist. Das Bus-Hauptinterface 13 empfängt eine Abfrageinformation vom Interface 21 der Abfragekontrolle 12. Eine Doppelsteuerung bzw. -kontrolle DUAL CTL 140 im Bus-Hauptinterface 13 erlangt den Zugriff zu einem Gemeinschaftsspeicher-Bus 3A über das Interface 26A und gibt im Fall einer normalen Antwort, worin das Speicher-Fehlersignal 138 "0" beträgt und das Speicher- Antwortsignal 137 aufrechterhalten ist, die Antwortinformation, die die abgelesenen Daten 143A umfaßt, an das Interface 21 ab. Im Fall einer abnormalen Antwort jedoch, bei der das Speicher-Fehlersignal 138 "1" beträgt und das Speicher-Antwortsignal 137 aufrechterhalten ist, wird ein Zugriff zum Gemeinschaftsspeicher-Bus 3B über das Interface 26B vorgenommen. Wenn der letztgenannte Zugriff als normale Antwort angenommen wird, dann liefert die Doppelkontrolle 140 eine normale Antwort (das Signal 121 beträgt "0" und das Signal 120 ist aufrechterhalten) an das Interface 21. Zu diesem Zeitpunkt wählt ein Wähler (Selector) 141 die abgelesenen Daten 143B. Wenn jedoch der letztgenannte Zugriff ebenfalls als abnormale Antwort aufgefaßt wird, dann gibt die Doppelkontrolle 140 eine abnormale Antwort (das Signal 121 beträgt "1" und das Signal 120 wird aufrechterhalten) an das Interface 21 ab.

Die Gemeinschaftsspeicher-Buskontrolle 142 dient dazu, eine Belegung zu kontrollieren und an den Gemeinschaftsspeicher-Bus zu übertragen. Eine Busbelegungs-Anforderungs-Signalleitung (Bus Occupation Request Signal Line) 139 ist für jede Zentral-Prozessoreinheit CPU vorgesehen. Eine Adressen/Daten-(AD)Signalleitung 134 ist ein Bus, auf dem Adressen, Schreibdaten und Lesedaten zeitüberlappt übertragen werden.

Fig. 8 ist ein zeitliches Ablaufdiagramm, das die Belegung und Übertragung auf dem Gemeinschaftsspeicher-Bus zeigt. Es wird davon ausgegangen, daß die Bus-Belegungsanforderung BREQi der Zentral- Prozessoreinheit CPUi aufrechterhalten ist. Dann tritt nach der Zeit T1 jede Zentral-Prozessoreinheit CPU in die Halte-(HCLD)-Betriebsart, in der sie keine neue Bus-Belegungsanfrage abgibt, und nach der Zeit T2 erlangt eine Zentral-Prozessoreinheit CPU mit dem höchsten Vorrang unter den Zentral-Prozessoreinheiten CFU, die die Belegungsanfrage aufrechterhalten, die Belegung des Bus und sendet eine Adresse auf 134 und erhält das Fragesignal 136 aufrecht, wobei sie den Übertragungsbetrieb startet. Wenn das Antwortsignal 137 aufrechterhalten wird, dann wird die Übertragungstätigkeit beendet und das Programm geht auf die nachfolgende Kontrolle der Bus-Belegung über.

Fig. 9 ist ein Zeitablaufdiagramm, das die Belegung und Übertragung auf den Gemeinschaftsspeicher-Bus im Fall des Belegungszugriffs (Reserve Access) zeigt. Der Unterschied zwischen dem Belegungszugriff in Fig. 9 und dem Normalbetrieb in Fig. 8 ist so, daß infolge der Aufrechterhaltung des Belegungssignales 135 die Bus-Belegung (Bus Occupation) zum Zeitpunkt der Antwort auf dem erstzeitigen Zugriff (Lese-Zugriff) gehalten wird. Zum Zeitpunkt eines zweiten Zugriffs jedoch (Schreib-Zugriff) geht das Programm auf die nachfolgende Kontrolle der Bus-Belegung über, infolge des Widerrufs des Belegungssignals 135.

Fig. 10 zeigt die innere Anordnung des untergeordneten Gemeinschaftsspeicher-Bus-Interface 14 in der Gemeinschaftsspeicher-Anschlußeinheit GMP, wie in Fig. 3 gezeigt. Eine Adresse auf dem Adressen-/Daten-Bus 134 des Gemeinschaftsspeicher-Bus 3A wird in einem Register 163 empfangen, und die Einschreibedaten werden in einem Register 164 empfangen. Die empfangene Information wird durch eine Überprüfungseinheit 159 überprüft, und wenn irgendein Fehler aufgetreten ist, dann wird ein empfangenes Fehlersignal 165 aufrechterhalten. Ein Kontrollabschnitt 157 (der aus 157a und 157b besteht) gibt die empfangene Information auf einem örtlichen Bus 22 als Abfrageinformation gemäß dem unten festgestellten Zustand ab und gibt die Antwortinformation vom örtlichen Bus 22 auf den Gemeinschaftsspeicher-Bus 3A ab, und zwar ebenfalls gemäß dem unten festgestellten Zustand. Wähler 160, 161 und 162 dienen dazu, irgendeinen der Gemeinschaftsspeicher-Busse 3A und 3B auszuwählen. Die Belegung des örtlichen Bus 22 wird durch Bus-Belegungs-Abfragesignale 151A/151B sowie Bus-Belegungs-Gewährungssignale 152A/152B kontrolliert. Server-Flaggen 156A/156B, die in Übereinstimmung mit einem der Merkmale der vorliegenden Erfindung angeordnet sind, sind solche Flaggen, welche das untergeordnete Interface 14 als Server für einen der Gemeinschaftsspeicher-Busse bestimmen. Die Einstelltätigkeit hiervon wird unter dem Systemprogramm zum Zeitpunkt der Initiierung bewirkt. Ansonsten kann die Einstellung in der Hardware festgelegt sein.

Fig. 11 zeigt den Betrieb (genauer gesagt, die Zuordnung zu den Server-Flaggen 156 A und B des Kontrollabschnitts 157 im untergeordneten Interface 14. Im Fall des Betriebs ohne Server (die Server-Flagge = AUS) bleibt das Antwortsignal 137 (MACK) AUS. Das Fehlersignal 138 (MERR) ergeht, wenn das Empfangs-Fehlersignal 165 EIN ist. Das Fehlersignal 138 (MERR) ist so angeordnet, daß es ein verdrahtetes ODER (Wired-OR) am Gemeinschafts-Speicher-Bus ist, so daß das verdrahtete ODER-Signal selbst dann auftritt, wenn ein aufrechterhaltenes Fehlersignal am Bus ermittelt wird. Um die Kohärenz aufrechtzuerhalten, wird der Schreib-Zugriff zum eigenen gemeinsamen Speicher infolge des Schreibbetriebs vorgenommen. Im Fall des Server-Betriebes (die Server-Flagge = EIN) wird das Antwortsignal 137 (MACK) aufrechterhalten. In einem solchen Server-Betrieb wird der Lese-Zugriff zum eigenen gemeinsamen Speicher so vorgenommen, daß man die gelesenen Daten auf dem Bus 134 abgibt. Für den Schreib-Zugriff wird dieselbe Operation wie jene beim Betrieb ohne Server vorgenommen, ausgenommen das Aufrechterhalten des Antwortsignals 137.

Fig. 12 zeigt ein Beispiel des Setzens der Server-Flaggen 156A und B. Die Einstellregel ist so, daß die Server-Flagge 156A einer der Gemeinschafts-Speicher-Anschlußeinheiten GMP im System EIN ist, die Server-Flagge 156B einer anderen Gemeinschafts-Speicher-Anschlußeinheit GMP EIN ist und alle verbleibenden Server-Flaggen AUS sind. In anderen Worten, es gibt einen einzigen Server für jeden der Busse A und B, und die verbleibenden sind ohne Server. Für das Systemprogramm wird ein Festeinstellverfahren verkörpert, bei dem die Anzahl der Zentral-Prozessoreinheiten CPU (die in der Systemdatei oder am Schalter festgesetzt ist, der an der gedruckten Schalttafel angebracht ist) dann überprüft wird, wenn das System beispielsweise unter Strom gesetzt wird, und das Einstellen der Server-Flaggen wird dementsprechend ausgeführt. Es wird beispielsweise die Flagge 156A für die Zentral-Prozessoreinheit CPU Nr. 1 auf EIN geschaltet und die Flagge 156B wird für die Zentral-Prozessoreinheit CPU Nr. 2 auf EIN geschaltet. Es kann aber auch ein Halbfest-Einstell-Verfahren (Semi-Fixed Setting Method) als Abänderung hiervon verkörpert sein, bei dem das Einstellen der Server-Flaggen in Abhängigkeit von der Reihenfolge der Stromversorgung der Zentral-Prozessoreinheiten CPU bewirkt wird. Zusätzlich kann auch ein anderes Verfahren der dynamischen Änderung entsprechend der Variation der Vorgänge ausgeführt werden. Ferner kann noch ein weiteres Verfahren ausgeführt werden, bei dem in der Hardware festgelegte Server-Flaggen statt schreibbarer Flaggen verwendet werden, die Zentral-Prozessoreinheit CPU 1 GMP mit der Server-Funktion für den Bus A umfaßt, die Zentral-Prozessoreinheit CPU 2 GMP mit der Server-Funktion für den Bus B umfaßt und die Zentral-Prozessoreinheiten CPU 3 bis N GMFs ohne Server-Funktion umfassen. In jedem der oben erwähnten Fälle ist es erwünscht, daß die Zentral-Prozessoreinheit CPU, die GMP als Server umfaßt, den gesamten Bereich des gemeinsamen Speichers aufweist.

Fig. 13 zeigt die innere Anordnung eines System-Bus-Hauptinterface 19 im Gemeinschaftsspeicher-Anschlußmechanismus GMP, wie in Fig. 3 gezeigt. Eine Orts-Bus-Entscheidungseinrichtung (Local Bus Arbiter) 174 trifft die Entscheidung, welche der Belegungsanforderungen 151A, 151B oder 128 des örtlichen Bus den höchsten Vorrang hat, und gemäß dem Ergebnis der Entscheidung setzt sie eines der Belegungs- Erlaubnissignale 152A, 152B und 129 auf dem örtlichen Bus ein. Eine Abbildungseinheit 171, die in Übereinstimmung mit einem der Merkmale der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist, trifft die Entscheidung der Adresse 122 auf dem örtlichen Bus, bezieht sich auf die Abbildung, die auf der Adresse beruht, und setzt deren Inhalt in das Treffersignal 175 ein. Wenn das Treffersignal 175 "1" beträgt, dann bezeichnet es, daß der gemeinsame Speicher entsprechend dieser Adresse im eigenen Gemeinschaftsspeicher vorliegt. Wenn das Treffersignal 175 "0" beträgt, dann liegt der gemeinsame Speicher, der dieser Adresse entspricht, nicht im eigenen Gemeinschaftsspeicher vor. Die Abbildungseinheit 171 hat dieselben Funktionen, und dieselbe Einstellmethode und Einstell-Zeitsteuerung der Abbildung sind auf jene der Abbildungseinheit 131 anwendbar, die in der Abfragekontrolle 12 enthalten ist, wie in Fig. 5 gezeigt. Obwohl die Zentral-Prozessoreinheiten CPU mit oder ohne gesamten Bereich des gemeinsamen Speichers nicht notwendigerweise die Abbildungseinheit 131 oder 171 aufweisen (wegen eines ständigen "Treffers" oder "Trefferfehlers"), ist es im Hinblick auf die Flexibilität bevorzugt, daß sie solche Abbildungseinheiten umfassen.

Die Adresse 122 wird dann in eine Speicher-Managementeinheit MMU 172 eingegeben, wo die Adressenübersetzung durchgeführt wird. Nach der Übersetzung wird die Adresse als Adresse 108 auf dem Zentral- Prozessoreinheit-Systembus (CPU-Systembus) 2 abgegeben, wie er zu dem Zeitpunkt des Zugriffs zum eigenen Gemeinschaftsspeicher benutzt wird. Ein Steuerabschnitt 173 dient dazu, die Abfrage vom örtlichen Bus 22 zu empfangen, die Entscheidung der Annehmbarkeit des Zugriffs zum Systembus 2 gemäß der unten eingesetzten Bedingung vorzunehmen und den Zugriff zum Systembus 2 zu ergreifen, wenn die Zustimmung hierfür vorliegt, wobei die endgültige Antwort auf den örtlichen Bus 22 zurückkehrt.

Fig. 14 zeigt den Zustand zum Bestimmen der Annehmbarkeit des Zugriffs zum Systembus 2 des Steuerabschnitts 173 im Haupt-Interface 19. Unter der bezeichneten Bedingung wird, wenn das Treffersignal 175 "0" beträgt, der Zugriff zum Systembus 2 nicht bewirkt, sondern die Antwort wird unmittelbar zurückgeführt. Wenn das Treffersignal 175 "1" beträgt, dann wird der Zugriff zum Systembus 2 bewirkt und die Antwort wird zum örtlichen Bus 22 zurückgeführt, nachdem die Antwort vom Systembus 2 empfangen wurde.

Fig. 15 zeigt Beispiele des Einstellens von GMP-Abbildungseinheiten 131 (Fig. 5) und 171 (Fig. 13). Das Beispiel (a) in Fig. 15 stellt den Fall dar, bei dem alle Zentral-Prozessoreinheiten CPU den gesamten Bereich gemeinsamer Speicher aufweisen, der dem bereits früher beschriebenen "Stand der Technik 2" entspricht. Das Beispiel (b) in Fig. 15 stellt den Fall dar, in welchem zwei Zentral-Prozessoreinheiten CPU den gesamten Bereich gemeinsamer Speicher aufweisen, die verbleibenden Zentral-Prozessoreinheiten CPU jedoch keine gemeinsamen Speicher aufweisen; dieser Fall ist ähnlich dem bereits früher erläuterten "Stand der Technik 1". Die Anordnung der vorliegenden Erfindung hat jedoch den Vorteil, daß eine verkürzte Ablesezeit erreicht wird, verglichen mit dem "Stand der Technik 1", und zwar wegen der Tatsache, daß die Ablesetätigkeit stets an dem gemeinsamen Speicher vorgenommen wird, der in der Zentral-Prozessoreinheit CPU fest enthalten ist, genauer gesagt am eigenen gemeinsamen Speicher der Zentral-Prozessoreinheit CPU. Das Beispiel (c) in Fig. 15 stellt den Fall dar, in dem vier Zentral-Prozessoreinheiten CPU den gesamten Bereich gemeinsamer Speicher aufweisen, um eine Verarbeitung mit hoher Geschwindigkeit zu ermöglichen, während die verbleibenden zwei Zentral-Prozessoreinheiten CPU keine gemeinsamen Speicher aufweisen, sondern einen der gemeinsamen Speicher der Zentral-Prozessoreinheiten CPU 1 und 2 benutzen können. Die Anordnung des Beispiels (c) ist für einen solchen Umstand geeignet, daß die Zentral-Prozessoreinheiten CPU 5 und 6 lediglich für Eingang-/Ausgang-Funktionen bestimmt sind und demzufolge die Kostenleistung verschlechtert werden kann, wenn auch sie eigene gemeinsame Speicher aufweisen, oder daß die Zentral-Prozessoreinheiten 5 und 6 wegen der unterschiedlichen Arten der Zentral-Prozessoreinheiten CPU keine eigenen Speicher aufweisen können. Das Beispiel (d) in Fig. 15 stellt den Fall dar, in dem die Zentral-Prozessoreinheiten CPU 1 und 2 den gesamten Bereich gemeinsamer Speicher aufweisen, während die verbleibenden Zentral-Prozessoreinheiten CPU nur einen Teil des gemeinsamen Speichers in einem Bereich aufweisen, der für schnelles Auslesen im Hinblick auf spezielle Vorgänge erforderlich ist, die mit dem eigenen Speicherbereich befaßt sind, und keinen gemeinsamen Speicher an einem anderen Bereich aufweisen, bei welchem das Auslesen der Daten vom gemeinsamen Speicher der Zentral-Prozessoreinheit CPU 1 oder 2 erfolgt. Die oben beschriebene Einstellung kann dynamisch in Abhängigkeit von den betroffenen Vorgängen geändert werden, aber erfordert die nachstehende Folge von Schritten.

Fig. 16 zeigt ein Systemprogramm mit mehreren Schritten zum dynamischen Ändern der Bereiche des eigenen gemeinsamen Speichers. Nach dem "START"-Schritt geht das Programm auf den Schritt 1010 über, in dem die Hauptabbildung (Abbildungseinheit 131) gelöscht wird. Nachfolgend bezieht sich das Zentral-Prozessorprogramm (CPU-Programm) nicht auf seinen eigenen gemeinsamen Speicher. Dann wird im Schritt 1020 die untergeordnete Abbildung (Abbildungseinheit 171) gelöscht, wobei der eigene gemeinsame Speicher vollständig vom Gemeinschaftsspeicher-Bus isoliert wird. Dann wird im Schritt 1030 die Einstellung der untergeordneten Abbildung erneut vorgenommen, wobei der eigene gemeinsame Speicher wieder an den Gemeinschaftsspeicher- Bus angeschlossen wird. Das Programm geht auf den Schritt 1040 über, in dem das Kopieren des gesamten Bereichs des gemeinsamen Speichers oder seines Adressenbereichs, der neuerdings eingerichtet ist, so bewirkt wird, daß die Inhalte des eigenen gemeinsamen Speichers zu denen des gemeinsamen Speichers der Server-Zentral-Prozessoreinheit CPU treffen. Nachfolgend wird im Schritt 1050 die Einstellung der Hauptabbildung erneut vorgenommen, damit das Zentral- Prozessoreinheit-(CPU-)Programm den eigenen gemeinsamen Speicher benutzen kann.

Fig. 17 zeigt eine Folge von Schritten zum Kopieren des Inhalts des gemeinsamen Speichers. Das Programm beginnt mit dem "START"-Schritt und geht auf den Schritt 1041 über, wo eine Kopie-Anforderungsseite (Kopie-Empfangsseite) eine Sendeanforderung für eine Kopie an die Zentral-Prozessoreinheit CPU des Servers A (oder B) über den Gemeinschafts-Speicher-Bus 3A (oder 3B) abgibt. Die Server-Zentral- Prozessoreinheit CPU, die die Anforderung empfängt, setzt den Beginn der Kopieradresse in Gang (Schritt 1042), nimmt die Reservierung des Gemeinschafts-Speicher-Bus vor, liest Daten unter der Adresse des eigenen gemeinsamen Speichers ab und gibt die Daten an den Gemeinschafts-Speicher-Bus ab (Schritt 1043). Dann wird an der Empfangsseite das Schreiben der aufgenommenen Daten für den eigenen gemeinsamen Speicher bewirkt (Schritt 1044). Nachfolgend wird die Kopieradresse auf Stand gebracht (Schritt 1045), und dieselben Schritte 1043 bis 1045 werden wiederholt ausgeführt, bis die Kopie des gesamten Bereiches des gemeinsamen Speichers fertiggestellt ist (Schritt 1046). Nach Fertigstellung des Kopiervorganges wird ein Kopiervorgang-Fertigstellungssignal an den Gemeinschafts-Speicher- Bus abgegeben (Schritt 1047), und die Empfangsseite erkennt die Fertigstellung des Kopiervorganges an (Schritt 1048). Auf diese Weise wird der Inhalt des gesamten Bereiches des gemeinsamen Speichers aufeinanderfolgend kopiert. Es muß vermerkt werden, daß während der Kopiertätigkeit jeder normale Zugriff vorgenommen wird, aber keine Inkohärenz stattfinden kann, und zwar wegen der Art, daß die Belegung des Gemeinschafts-Speicher-Bus jedesmal dann bewirkt wird, wenn eine Kopieradresse vorgenommen wird. Ferner wird die Reservierung des Gemeinschafts-Speicher-Busses zum Zeitpunkt einer jeden Fertigstellung des Kopierzuganges so gelöst, daß die normale Zugriffstätigkeit für nur einen kürzeren Zeitraum wartet. Wenn es erwünscht ist, daß ein Teil des gesamten Bereiches des gemeinsamen Speichers kopiert wird, dann führt die Sendeseite den Vorgang zum Senden der Daten des gesamten Bereiches an den gemeinsamen Speicher durch, doch die Empfangsseite empfängt und schreibt lediglich die Daten der zu ihrem eigenen gemeinsamen Speicher zugeordneten Adressen. Es kann auch die Sendezeit so angeordnet sein, daß sie nur die Daten eines Abschnitts des gesamten Bereiches senden.

Es wird nun auf die Fig. 18 und 19 Bezug genommen; das Konzept der Adressenübersetzung in der Speicher-Management-Einheit 172 (Fig. 13) des GMP wird nun beschrieben. Die Adresse 181, die die Gemeinschaftsspeicher-Anschlußeinheit (GMP) vom Systembus empfangen hat, wird die Gemeinschaftsspeicher-Busadresse 182 ohne jede Änderung. Die Gemeinschaftsspeicher-Adresse wird von der Speicher-Management- Einheit 172 übersetzt. Die übersetzte Adresse 184 ist die Systembus-Adresse, die der Adresse 185 des eigenen Gemeinschaftsspeichers der Zentral-Prozessoreinheit CPU entspricht. Jedes Element mit Sternchenmarkierung (*) ist unabhängig für jeden der vielen gemeinsamen Speicher. In anderen Worten, die Gemeinschaftsspeicher- Busadresse ist für alle die vielen gemeinsamen Speicher gemeinsam, aber die Speicher-Management-Einheiten 172 sind für jeden der vielen gemeinsamen Speicher vorgesehen, wobei die physische Speicheradresse erzeugt wird. Dies ist eines der Merkmale der vorliegenden Erfindung, wodurch es möglich ist, die gemeinsame Adresse als virtuelle Adresse zu benutzen, die von jedem Zentral-Prozessoreinheits-Programm (CPU-Programm) benutzt wird, und die unabhängige Einstellung der Korrespondenz mit dem physischen Speicher für jeden der vielen Speicher vorzunehmen, wobei die Online-Aufweitung der Funktion ermöglicht wird.

Fig. 20 zeigt die Ergebnisse der Adressenübersetzung vor und nach der Online-Aufweitung. Es wird nun auf diese Figur Bezug genommen; die Tabellen A, B und C sind mit hinlänglich Zwischenraum auf der Gemeinschaftsspeicher-Busadresse oder virtuellen Adresse zum Zwecke zukünftiger Aufweitung angeordnet, sind aber ohne Zwischenabstand auf dem physischen Speicher mittels der Adressen-Übersetzungsfunktion angeordnet.

Wenn man davon ausgeht, daß es erwünscht ist, die Tabelle A aus mancherlei Gründen auszuweiten, etwa um die Anzahl der Eingangs-/ Ausgangsvorrichtungen zu erhöhen, die unterstützt werden sollen und dergl., dann wird der Online-Betrieb der Zentral-Prozessoreinheit CPUi bendet und nachfolgend wird eine zusätzliche Speicherplatte angebracht, die Tabelle A wird aufgeweitet, so daß sie die Tabelle A&min; bildet, und die Korrespondenz der Adressenübersetzung wird wiederhergestellt. Dann wird der Inhalt des gemeinsamen Speichers einer anderen Zentral-Prozessoreinheit CPU, die unter Online-Bedingung läuft, auf neue Adressenzonen des aufgeweiteten gemeinsamen Speichers kopiert, wobei man ihn in den Online-Betrieb versetzt. Die Adressen, die während der Kopiertätigkeit zwischen den Zentral-Prozessoreinheiten CPU übertragen werden, sind die virtuellen Adressen, die allen Zentral-Prozessoreinheiten CPU gemeinsam sind. Obwohl die Adressen der Tabellen B und C auf der Grundlage der physischen Adressen tatsächlich geändert werden, werden die gemeinsamen Adressen für die anderen Zentral-Prozessoreinheiten CPU unverändert gehalten, so daß sie fortfahren können, die Bearbeitung des Programmes auszuführen. Dann wird die Korrespondenz der Adressenübersetzung für andere Zentral-Prozessoreinheiten CPU aufeinanderfolgend wiederhergestellt und der Inhalt der Tabelle A&min; wird vom gemeinsamen Speicher der Zentral-Prozessoreinheit CPUi her abkopiert. Auf diese Weise wird die Aufweitung für alle die gemeinsamen Speicher wiederholt. Nach der Aufweitung aller gemeinsamer Speicher wird die aufgeweitete Tabelle A&min; benutzt, um aufeinanderfolgend das funktionell erweiterte Programm in die Zentral-Prozessoreinheiten CPU zu laden. Somit kann die Online-Aufweitung der vielen gemeinsamen Speicher erreicht werden.

Angesichts der oben geäußerten Lehren kann eine andere Anordnung verkörpert werden, bei welcher die Gemeinschaftsspeicher-Busse G-BUS aus Kabeln bestehen, die innerhalb des Gehäuses der Bus-Einheit aufgenommen sind, oder sind aus Leitern der gedruckten Schaltplatte der Buseinheit hergestellt. Obwohl im oben erläuterten Ausführungsbeispiel die Übertragungsleitungen in Form eines Bus vorliegen, können ferner auch andere Formen von Übertragungsleitungen herangezogen werden, etwa eine Ringleitung, Einzelanschlußverbindungen und dergl. Zusätzlich kann die Abbildungseinheit 131 durch Hardware fest eingerichtet sein, wenn kein Erfordernis für Modifizierungen vorliegt.

Es ist somit aus dem vorangehenden ersichtlich, daß gemäß der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Gemeinschaftsspeichersystem vorgesehen ist, bei dem nicht für alle Zentral-Prozessoreinheiten CPU das Erfordernis besteht, die selbe Kapazität der gemeinsamen Speicher aufzuweisen, es hinsichtlich der Ausgeglichenheit der Kosten und der Leistung optimiert ist, und es eine hervorragende Kompatibilität hat. Ferner wird im Gemeinschaftsspeichersystem der vorliegenden Erfindung das virtuelle Adressieren für Gemeinschaftsspeicheradressen realisiert, die allen Zentral-Prozessoreinheiten CPU gemeinsam sind, und die Korrespondenz mit den physischen Speichern kann unabhängig für jeden der physischen Speicher wiederhergestellt werden, wobei man die Online(Nonstop)-Aufweitung ermöglicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Speichersteuerverfahren für ein Mehrprozessorsystem mit mindestens drei CPUs, von denen mindestens zwei jeweils einen gemeinsamen Speicher enthalten, dadurch gekennzeichnet,

    daß die beiden in einer ersten und einer zweiten CPU enthaltenen gemeinsamen Speicher mit gleicher Kapazität versehen und denselben, gemeinsamen Daten geladen werden,

    daß in einer dritten CPU kein gemeinsamer Speicher vorgesehen wird oder ein gemeinsamer Speicher mit geringerer Kapazität vorgesehen und mit einem Teil der gemeinsamen Daten geladen wird,

    daß die erste und die zweite CPU bei Lese-Anforderung von gemeinsamen Daten im Normalbetrieb jeweils ihren eigenen gemeinsamen Speicher ansteuert, und

    daß die dritte CPU bei Lese-Anforderung von gemeinsamen Daten, die nicht in ihrem gemeinsamen Speicher mit geringerer Kapazität enthalten sind, den gemeinsamen Speicher der ersten oder der zweiten CPU ansteuert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Schreibmodus dieselben Daten in die gemeinsamen Speicher des ersten und des zweiten CPU an den jeweiligen Adressen eingeschrieben werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Inhaltsänderung des dem gemeinsamen Speicher mit geringerer Kapazität der dritten CPU entsprechenden Teils des in der ersten und der zweiten CPU enthaltenen gemeinsamen Speichers die entsprechenden Daten aus dem gemeinsamen Speicher der ersten oder der zweiten CPU in den gemeinsamen Speicher der dritten CPU kopiert werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß den jeweiligen tatsächlichen Adressen jedes der gemeinsamen Speicher virtuelle Adressen zugeordnet werden, die für alle gemeinsamen Speicher gleich sind.
  5. 5. Mehrprozessorsystem mit mindestens drei CPUs, von denen mindestens zwei jeweils einen gemeinsamen Speicher enthalten, dadurch gekennzeichnet,

    daß die beiden in einer ersten und einer zweiten CPU enthaltenen gemeinsamen Speicher die gleiche Kapazität zur Aufnahme derselben, gemeinsamen Daten aufweisen,

    daß eine dritte CPU keinen gemeinsamen Speicher oder einen gemeinsamen Speicher mit geringerer Kapazität zur Aufnahme eines Teils der gemeinsamen Daten aufweist,

    daß die erste und die zweite CPU jeweils eine Steuerung enthält, die bei Lese-Anforderung von gemeinsamen Daten im Normalbetrieb den jeweils eigenen gemeinsamen Speicher ansteuert, und

    daß die dritte CPU eine Steuerung aufweist, die bei Lese-Anforderung von gemeinsamen Daten, die nicht in ihrem gemeinsamen Speicher mit geringerer Kapazität enthalten sind, den gemeinsamen Speicher der ersten oder der zweiten CPU ansteuert.
  6. 6. Mehrprozessorsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte CPU zum wahlweisen Empfang von gemeinsamen Daten über zwei Datenleitungen jeweils sowohl mit der ersten als auch mit der zweiten CPU verbunden ist.
  7. 7. Mehrprozessorsystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte CPU eine Zuordnungseinrichtung aufweist, mit der sich der Inhalt des in der dritten CPU enthaltenen gemeinsamen Speichers auf einen wählbaren Teil der in den gemeinsamen Speichern der ersten und der zweiten CPU gespeicherten Daten einstellen läßt.
  8. 8. Mehrprozessorsystem nach einem der Ansprüche 5 bis 7, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Einschreiben derselben, gemeinsamen Daten in die gemeinsamen Speicher der ersten und der zweiten CPU.
  9. 9. Mehrprozessorsystem nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite CPU jeweils einen Adressenübersetzer aufweisen, der bei Ansteuerung des gemeinsamen Speichers mit einer für alle gemeinsamen Speicher geltenden virtuellen Adresse diese in die tatsächliche Adresse des gemeinsamen Speichers der betreffenden ersten bzw. zweiten CPU übersetzt.






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