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Dokumentenidentifikation DE4335894A1 27.04.1995
Titel Verfahren zur Untersuchung der Eigenschaften eines Prüflings mit einem Hohlraum sowie für die Durchführung dieses Verfahrens geeignete Einrichtung
Anmelder Leybold AG, 63450 Hanau, DE
Erfinder Nothhelfer, Markus, 50169 Kerpen, DE;
Flosbach, Rudolf, 51688 Wipperfürth, DE;
Klein, Joachim, 51143 Köln, DE
Vertreter Leineweber, J., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 50859 Köln
DE-Anmeldedatum 21.10.1993
DE-Aktenzeichen 4335894
Offenlegungstag 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse G01M 3/04
IPC-Nebenklasse G01M 3/32   G01F 1/00   G01F 17/00   G01L 7/00   F25B 39/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Untersuchung der Eigenschaften eines Prüflings mit einem Hohlraum (8), vorzugsweise eines Verdampfers für eine Kältemaschine sowie eine für die Durchführung dieses Verfahrens geeignete Einrichtung (1); erfindungsgemäß erfolgt die Untersuchung des Prüflings (7) auf Lecks integral; neben der Leckuntersuchung werden das Volumen des Prüflings (7) gemessen und/oder der Durchfluß durch eine Düse (11) des Prüflings (7) bestimmt.

Beschreibung[de]

Umweltschutzgründe haben inzwischen dazu geführt, daß bei Kältemaschinen, insbesondere Kompressionskältemaschinen für Kühlschränke, die bisher verwendeten, FCKW-haltigen Kühlmittel durch neue Kühlmittel, wie Propan, Butan, ersetzt werden. Bei der Verwendung derartiger Kühlmittel besteht eine Explosionsgefahr. An die Dichtheit des Kühlmittelkreislaufs müssen deshalb erhöhte Anforderungen gestellt werden.

Bestandteil des Kühlmittelkreislaufs ist ein Verdampfer, in den kondensiertes Kühlmittel durch eine Düse hineinströmt. Dabei findet ein Verdampfungs- und Abkühlungsprozeß statt. Der Verdampfer kühlt sich ab und ist damit in der Lage, seiner Umgebung Wärme zu entziehen (Kälteleistung). Der Kühlmittelkreislauf einer Kompressionskältemaschine kann einen oder mehrere parallel angeordnete Verdampfer aufweisen.

Bei Haushaltskühlschränken werden in der Regel Plattenverdampfer eingesetzt. Diese bestehen aus zwei z. B. durch Kleben oder durch Walzen dicht miteinander verbundenen Platten, vorzugsweise aus Aluminium. In mindestens einer der Platten ist der vom Kühlmitteldampf durchströmte Kanal durch Wölbung eingeprägt. Auch die Eintrittsdüse ist Bestandteil des Plattenverdampfers. Sie wird beispielsweise dadurch hergestellt, daß der Kühlmittelkanal im Einlaßbereich mit einem zangenartigen Werkzeug verengt wird.

Die Lebensdauer von Kältemaschinen, insbesondere von Kühlschränken hängt maßgeblich von der Dichtheit des Kältemittelkreislaufs ab. Es ist deshalb bekannt, den Kältemittelkreislauf einer Kältemaschine nach dem Prinzip der Schnüffellecksuche auf Lecks zu untersuchen. Mit Hilfe eines sogenannten Schnüfflers werden leckverdächtige Stellen von Hand abgetastet. Durch den Schnüffler werden ständig Gase angesaugt und einem auf ein bestimmtes Testgas eingestellten Testgasdetektor zugeführt. Die Empfindlichkeit der Schnüffellecksuche ist begrenzt. Außerdem besteht bei diesem von Hand durchgeführten Lecksuchverfahren die Gefahr, daß durch menschliches Versagen eine leckverdächtige Stelle entweder gar nicht abgetastet oder ein dort befindliches Leck übersehen wird. Schließlich ist diese Art der Lecksuche zeitaufwendig.

Der vorliegenden Erfindung liegt zunächst die Aufgabe zugrunde, die Empfindlichkeit der Lecksuche bei Verdampfern zu verbessern.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Verdampfer integral auf Lecks untersucht wird. Die integrale Lecksuche ist an sich bekannt. Bei dieser Art der Lecksuche wird der einen Hohlraum aufweisende Prüfling in eine Kammer eingesetzt. Der Innenraum des Prüflings wird mit einem die Kammerwand durchsetzenden Anschluß verbunden. An die Kammer selbst ist ein testgasempfindlicher Detektor angeschlossen. Die Lecksuche wird in der Weise durchgeführt, daß in den Innenraum des Prüflings, vorzugsweise unter erhöhtem Druck, Testgas eingebracht wird. Die Kammer selbst und damit die Umgebung des Prüflings wird evakuiert. Ist der Prüfling leck, dringt Testgas in die Kammer ein und wird vom testgasempfindlichen Detektor registriert.

Mit Hilfe der integralen Lecksuche können im Vergleich zur Schnüffellecksuche wesentlich höhere Empfindlichkeiten erreicht werden, da hohe Differenzdrücke im Bereich der leckverdächtigen Wandungsbereiche erzeugt werden können. Die Lecksuche findet im Bereich aller leckverdächtigen Stellen gleichzeitig statt. Bei der Verwendung von Helium als Testgas und Differenzdrücken von einigen bar ist die integrale Lecksuche um zwei Zehnerpotenzen empfindlicher als die Schnüffellecksuche. Die Gefahr, daß Leckstellen des Verdampfers übersehen werden, besteht nicht mehr. Bei entsprechendem apparativen Aufwand kann die integrale Lecksuche wesentlich schneller als die Schnüffellecksuche durchgeführt werden.

Eine zweckmäßige Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfaßt eine den Verdampfer aufnehmende Kammer, die mit Anschlüssen für die Eintrittsöffnung und die Auslaßöffnung des Verdampfers sowie für einen Testgasdetektor ausgerüstet ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt weiterhin das Ziel zugrunde, weitere Eigenschaften von Prüflingen mit einem Hohlraum zu untersuchen. Bei Verdampfern für Kältemaschinen können das Eigenschaften sein, die für den Wirkungsgrad der Kältemaschine entscheidend sind. Eine Eigenschaft dieser Art ist beispielsweise das Verhältnis zwischen dem Volumen des Kältemittelkreislaufs und der im Kältemittelkreislauf befindlichen Kältemittelmenge. Im Zuge des oben erwähnten Verdampferplatten-Herstellprozesses sind relativ grobe Streuungen des Volumens des Verdampfer-Kältemittelkanals und auch der Düseneigenschaften unvermeidbar. Das erwähnte Verhältnis streut deshalb ebenfalls, da ein Durchschnittsvolumen des Kältemittelkreislaufs angenommen wird und die Kältemittelfüllmenge immer gleich bleibt. Weiterhin haben auch die Eigenschaften der Eintrittsdüse Einfluß auf den Wirkungsgrad der Kältemaschine.

Der Erfindung liegt deshalb weiterhin die Aufgabe zugrunde, neben der Dichtheit des Prüflings auch weitere Eigenschaften erkennen und messen zu können.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß neben der integralen Lecksuche auch noch das Volumen des Hohlraumes im Prüfling gemessen wird. Ist der Prüfling ein Verdampfer mit einer Eintrittsdüse, dann ist es weiterhin zweckmäßig, die Eigenschaften der Eintrittsdüse zu untersuchen.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß nur eine geringfügige Modifikation der für die integrale Lecksuche erforderlichen technischen Mittel notwendig ist, um genaue Kenntnisse über die erwähnten weiteren Eigenschaften des Prüflings zu erhalten. In Kenntnis dieser Daten kann beispielsweise bei Messungen an Verdampfern die Kältemittelfüllmenge jedem Verdampfer individuell angepaßt werden, so daß optimale Wirkungsgrade erreicht werden können.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sollen anhand eines in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert werden, das die Untersuchung eines Verdampfers betrifft. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Einrichtung und

Fig. 2 ein Schaltschema für eine Einrichtung zur Durchführung des Untersuchungsverfahrens.

In beiden Figuren sind mit den jeweils angegebenen Bezugszeichen die folgenden Elemente bezeichnet:

Bezugszeichenliste

1 Prüfanlage

2 Arbeitstisch

3 Prüfkammer

4 Fixierblöcke

5 Kammerdeckel

6 Pneumatikzylinder

7 Prüfling

8 Kältemittelkanal im Prüfling 7

9 Eintrittsöffnung

11 Eintrittsdüse

12 Auslaßöffnung

13 Prüfanschluß (Hochdruckseite)

14 Prüfanschluß (Niederdruckseite)

15, 16 Ventile zur Durchflußmessung

17 Flowmeter

18 Ventil zur Volumenbestimmung

19 Druckmeßgerät zur Volumenbestimmung

21 Ventil für die Heliumversorgung

22, 23 Flutventile

24 Bypassventil

25 Ventil für den Lecktest

26 Druckmeßgerät zur Kontrolle des He-Füllvorganges

27 Testgasdetektor

28 Druckmeßgerät zur Kontrolle des Druckes in der Kammer 3.

Die verschiedenen Messungen werden in der folgenden Reihenfolge durchgeführt:

  • - Messung des Durchflusses durch die Düse 11
  • - Messung des Volumens des Kühlkanals 8
  • - Lecktest.


Vor der Durchführung der Messungen wird der Verdampfer 7 in die Kammer 3 eingesetzt und fixiert (Fixierblöcke 4). Die Eintrittsöffnung 9 des Verdampfers 7 wird mit dem Hochdruckanschluß 13, die Auslaßöffnung 12 mit dem Niederdruckanschluß 14 verbunden. Danach wird die Kammer 3 mit Hilfe des Kammerdeckels 5 vakuumdicht verschlossen. Die Verschiebung des Kammerdeckels 5 erfolgt mit Hilfe des Pneumatikzylinders 6. Die Kammer 3 und die Mittel zur Verschiebung des Deckels 5 sind auf einer Arbeitsfläche 2 montiert. Oberhalb der Arbeitsfläche 2 befinden sich Bedienungs- und Anzeigeeinrichtungen. Ventile, Vakuumpumpen, Meßröhren und dergleichen befinden sich unterhalb der Arbeitsfläche 2.

Unmittelbar nach dem Anschluß des Verdampfers 7 an die vorzugsweise mit zwischenevakuierten Doppeldichtungen ausgerüsteten Prüfanschlüsse 13, 14 kann mit der Durchflußmessung begonnen werden. Dazu werden das in der Leitung 31 befindliche, in Reihe mit dem Flowmeter 17 geschaltete Ventil 15, das in der Leitung 32 befindliche Ventil 18 und das Entspannungsventil 33 geöffnet. Die übrigen Ventile - Ventil 16, Helium-Versorgungsventil 21, Flutventil 22, Evakuierventil 34 - sind während der Durchflußmessung geschlossen. Bei offenem Ventil 15 steht der Hochdruckanschluß 13 und damit die Einlaßöffnung 9 des Verdampfers 7 mit der Druckluftquelle 35 in Verbindung. Diese bewirkt eine Gasströmung durch die Leitung 31 mit dem Flowmeter 17 und dem Ventil 15, durch den Kühlmittelkanal 8 im Verdampfer 7 und durch die Leitung 32 mit dem Ventil 18 sowie durch das Entspannungsventil 33. Die Größe der Gasströmung hängt von den Eigenschaften der Eintrittsdüse 11 des Verdampfers 7 ab. Konkrete Daten für die Durchflußmenge lassen sich aus dem von der Preßluftquelle erzeugten Druck (beispielsweise 10 bar) und dem vom Flowmeter gelieferten Wert berechnen.

Um die Durchflußmessung möglichst schnell durchführen zu können, ist dem Flowmeter 17 und dem Ventil 15 eine Bypassleitung 36 zugeordnet, in der sich das Ventil 16 befindet. Dieses wird unmittelbar vor der Durchflußmessung geöffnet und sofort wieder geschlossen. Dadurch wird sichergestellt, daß der von der Druckluftquelle 35 erzeugte Druck zu Beginn der Durchflußmessung in voller Höhe vor der Düse 11 ansteht. Zur sich unmittelbar daran anschließenden Durchflußmessung reicht dann eine Meßzeit von wenigen Sekunden aus.

Zur sich anschließenden Durchführung der Volumenmessung wird lediglich das Ventil 18 geschlossen. Dadurch findet im Hohlraum des Prüflings 7 bzw. im Kältemittelkanal 8 ein Druckaufbau statt. Mit Hilfe des Druckmeßgerätes 19 wird dieser Druckaufbau registriert. Es hat sich gezeigt, daß bereits äußerst genaue Volumenmessungen durchgeführt werden können, wenn die Zeitmessungen in einem Druckbereich vorgenommen werden, in dem der zeitliche Druckaufbau im Kühlmittelkanal 8 praktisch noch linear ist. Das Volumen des Kühlmittelkanals 8 ist der gemessenen Zeit proportional. Aus der gemessenen Zeit und dem in der vorangegangenen Messung vom Flowmeter 17 gelieferten Wert lädt sich das Volumen des Kühlmittelkanals 8 im Prüfling 7 exakt bestimmen.

Bei einem anderen Verfahren wird der Messung der Druckanstieg zugrundegelegt, der im Kühlmittelkanal 8 stattfindet, und zwar ebenfalls in einem Druckbereich, in dem der zeitliche Druckanstieg praktisch noch linear ist. Je steiler die Druckanstiegskurve ist, desto kleiner ist das Volumen des Kühlmittelkanals 8. Aus dem vom Flowmeter 17 während der Druchflußmessung gelieferten Wert und dem Druckanstieg kann das Volumen des Kühlmittelkanals 8 berechnet werden.

An die Durchflußmessung und an die Volumenmessung schließt sich die Leckuntersuchung des Prüflings an. Dieses geschieht integral innerhalb der Kammer 3, indem der Kühlmittelkanal 8 mit Helium gefüllt wird. Ist ein Leck vorhanden, dringt Helium in die inzwischen evakuierte Kammer 3 und wird vom Testgasdetektor 27 registriert.

Zur Füllung des Kühlmittelkanals 8 mit Helium werden das Ventil 15 geschlossen und die in der Leitung 32 befindlichen Ventile 18 und 34 geöffnet. Dadurch wird der Prüfanschluß 14 und damit die Auslaßöffnung des Prüflings 7 mit der Vakuumpumpe 37 verbunden. Zweckmäßig wird der Prüfling 7 auf einen Druck evakuiert, der im unteren Bereich des Grobvakuums liegt. Zur Füllung des Kühlmittelkanals 8 im Prüfling 7 mit Helium wird nach dem Schließen des Ventils 34 über das Ventil 31 eine Heliumquelle (z. B. mit 8 bar) an die Leitung 32 angeschlossen. Dieses Helium strömt in den Kühlmittelkanal 8 ein, so daß mit der Lecksuche begonnen werden kann. Mit Hilfe des Druckmeßgerätes 26 werden diese Vorgänge kontrolliert.

Um sowohl den Evakuierungsprozeß als auch den Helium-Füllprozeß möglichst schnell durchführen zu können, ist es zweckmäßig, die Leitungen 31 und 32 unmittelbar vor den Prüflingsanschlüssen 13, 14 kurzzuschließen. Dieses geschieht mit Hilfe des Ventiles 38. Bei offenem Ventil 38 sind Eintrittsöffnung 9 und Auslaßöffnung 12 des Prüflings 7 in der Evakuierungsphase mit der Vakuumpumpe 37 und in der Helium-Füllphase mit der Heliumquelle verbunden. Neben der Beschleunigung des Evakuierungs- und Füllprozesses wird darüberhinaus erreicht, daß die im Kühlmittelkanal 8 noch befindlichen Restgase gründlicher entfernt werden.

Vor der Durchführung der eigentlichen Lecksuche wird die Kammer 3 mit Hilfe der Vakuumpumpe 41 evakuiert. In der die Kammer 3 mit der Vakuumpumpe 41 verbindenden Leitung 42 befindet sich das Ventil 43, das zum Zwecke der Evakuierung der Kammer 3 geöffnet wird. Sobald in der Kammer 3 ein ausreichend niedriger Druck (oberer Feinvakuumbereich) erreicht wird, wird das Ventil 43 geschlossen. Die Druckkontrolle erfolgt mit Hilfe des Druckmeßgerätes 28.

Dem Ventil 43 ist ein Bypass mit dem Drosselventil 24 zugeordnet. Dieses ermöglicht es, den Evakuierungsvorgang nach dem Schließen des Ventils 43 mit reduzierter Pumpleistung fortzusetzen. Hierdurch erreicht man eine höhere Empfindlichkeit.

Die Zuschaltung des Leckdetektors 27 erfolgt mit Hilfe des Ventils 25. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt der Leckdetektor 27 die Vorvakuumpumpe 45, die Hochvakuumpumpe (Turbomolekularvakuumpumpe) 46 sowie das Massenspektrometer 47. Mit Hilfe der beiden Vakuumpumpen 45 und 46wird im Massenspektrometer 47 der erforderliche Betriebsdruck (ca. 10-4 mbar) erzeugt. Die Kontrolle des Betriebsdruckes erfolgt mit Hilfe des Vakuummeßinstrumentes 48. Gegebenenfalls durch ein Leck im Prüfling 7 strömendes Helium gelangt entgegen der Förderrichtung der Hochvakuumpumpe 46 in das Massenspektrometer 47 (Contra-flow-Prinzip) und wird dort registriert. Nach dem Abschluß des Lecksuchschrittes wird das im Verdampfer 7 befindliche Helium über das Entspannungsventil 33 abgelassen. Die Kammer 3 wird über das Ventil 23 geflutet. Danach kann die Kammer 3 zum Zwecke des Wechsels des Prüflings 7 geöffnet werden.

Fig. 1 zeigt, daß die Kammer 3 unterhalb der Tischfläche 2 mit einer seitlich angeordneten Zusatzkammer 51 ausgerüstet ist. An diese Kammer 51 sind die der Lecksuche dienenden Bauteile (Ventile 23, 24, 25, 43, Druckmeßgerät 28) angeschlossen. Die Vorteile dieser Lösung liegen darin, daß die lichte Höhe der Kammer 3 selbst und damit ihr Volumen klein gehalten werden kann. Außerdem wird vermieden, daß reduzierte Ansaugquerschnitte eingesetzt werden müssen und daß Gasströmungen, die beim Evakuieren und Belüften der Kammer 3 auftreten, Kräfte auf den Prüfling ausüben.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Lecksuche an einem Verdampfer (7) für Kältemaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (7) integral auf Lecks untersucht wird.
  2. 2. Verfahren zur Untersuchung der Eigenschaften eines Prüflings (7) mit einem Hohlraum (8), dadurch gekennzeichnet, daß neben der integralen Lecksuche mindestens eine weitere Messung durchgeführt wird, und zwar eine Messung des Durchflusses durch den Hohlraum (8) und/oder eine Messung des Volumens des Hohlraumes (8).
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine Durchflußmessung und danach die Leckuntersuchung durchgeführt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine Volumenmessung und danach die Leckuntersuchung durchgeführt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander die Durchflußmessung, die Volumenmessung und die Leckuntersuchung durchgeführt werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Volumenmessung im Prüfling (7) eine Druckerhöhung erzeugt wird und daß der Berechnung des Volumens die Steilheit der Druckanstiegskurve zugrundegelegt wird, und zwar in einem Bereich, in dem der Druckanstieg praktisch noch linear ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung der Lecksuche Helium als Testgas und ein nach dem Contraflow-Prinzip arbeitender Leckdetektor (27) eingesetzt werden.
  8. 8. Vorrichtung zur Durchführung eines der Verfahren nach den Patentansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine der Aufnahme des Prüflings (7) dienende, vakuumdicht verschließbare Kammer (3) umfaßt, die mit Prüflingsanschlüssen (13, 14) ausgerüstet ist, welche der Herstellung der Verbindung von Meßeinrichtungen mit einer Eintrittsöffnung (9) sowie einer Austrittsöffnung (12) des Prüflings (7) dienen.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüflingsanschluß (13) über eine Leitung (31) mit einer Druckgasquelle (35) in Verbindung steht und daß sich in der Leitung (31) ein Flowmeter (17) und ein Ventil (15) befinden.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Flowmeter (17) und dem Ventil (15) eine Bypassleitung (36) mit einem Ventil (16) zugeordnet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüflingsanschluß (14) über eine Leitung (32) mit Ventilen (18, 34) an eine Vakuumpumpe (37) anschließbar ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in die Leitung (32) zwischen den Ventilen (18 und 34) Anschlußleitungen mit einem Entspannungsventil (33), einem Helium-Versorgungsventil (21) und einem Flutventil (22) münden.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß an die Leitung (32) zwischen den Ventilen (18 und 34) ein Druckmeßgerät (26) angeschlossen ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß an die Leitung (32) zwischen dem Prüflingsanschluß (14) und dem Ventil (18) ein Druckmeßgerät (19) angeschlossen ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen dem Prüflingsanschluß (13) und dem Ventil (15) gelegene Abschnitt der Leitung (31) mit dem zwischen dem Prüfungsanschluß (14) und dem Ventil (18) gelegenen Abschnitt der Leitung (32) über das Ventil (38) miteinander verbindbar sind.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an die Vakuumkammer (3) über eine Leitung (42) eine Vakuumpumpe (41) angeschlossen ist, und daß sich in der Leitung (42) zwei parallel geschaltete Ventile (24, 43) befinden, von denen das Ventil (24) als Drosselventil ausgebildet ist.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß an die Kammer (3) über ein Ventil (25) ein Leckdetektor (27) angeschlossen ist, der ein Massenspektrometer (47) und eine im Gegenstrom vom Testgas durchströmte Hochvakuumpumpe (46) umfaßt.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (3) mit einer seitlich angeordneten Zusatzkammer (51) ausgerüstet ist, an die die zur Lecksuche notwendigen Mittel angeschlossen sind.
  19. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüflingsanschlüsse (13, 14) mit zwischenevakuierten Doppeldichtungen ausgerüstet sind.
  20. 20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Arbeitsfläche (2) aufweist, daß sich oberhalb der Arbeitsfläche (2) Bedienungs- und Anzeigegeräte befinden und daß sich unterhalb der Arbeitsfläche (2) Ventile, Meßröhren, Vakuumpumpen usw. befinden.






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