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Dokumentenidentifikation DE4335969A1 27.04.1995
Titel Antriebsmodul für Mittelspannungs-Schaltgeräte
Anmelder AEG Sachsenwerk GmbH, 93055 Regensburg, DE
Erfinder Nafz, Manfred, Dipl.-Ing., 93051 Regensburg, DE
DE-Anmeldedatum 21.10.1993
DE-Aktenzeichen 4335969
Offenlegungstag 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse H01H 3/32
IPC-Nebenklasse H01H 33/42   
Zusammenfassung Ein Antriebsmodul für elektrische Mittelspannungs-Schalter weist Motoren, Magnetauslöser und dgl. sowie Mittel zur Bedienung, Steuerung, Meldung und Überwachung mit den erforderlichen elektrischen und mechanischen Verbindungen auf. Um bei einfachem Aufbau eine hohe Funktionssicherheit zu gewährleisten, sind zumindest die Mittel zur Steuerung und Meldung von Betriebsabläufen auf einem gemeinsamen Geräteträger (7) montiert und verdrahtet, wobei der Geräteträger (7) als Baueinheit am Antriebsträger (1) gehalten ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Antriebsmodul gemäß dem Oberbegriff des ersten Anspruchs.

Es ist bei Antriebsmodulen für elektrische Mittelspannungsschalter ganz allgemein bekannt, Antriebsträger mit Antriebsmotoren, mechanischen Steuermitteln, mit Magnetauslösern, Hilfsschalter und dgl. sowie mit Mitteln zur manuellen Bedienung, Steuerung, Meldung und Überwachung auszurüsten und diese elektrisch zu verbinden. Die räumliche Anordnung dieser Bauteile ist verstreut über weite Bereiche des Antriebsmoduls verteilt. Dadurch können die betreffenden Anbauelemente nur bis zu einem relativ niedrigen Fertigungsgrad vormontiert werden, so daß eine Überprüfung auf Funktionstauglichkeit erst am fertigen Antriebsmodul möglich wird. Dabei ist der Einbau in das betreffende Mittelspannungs-Schaltgerät im Zuge der Schalterfertigung sehr zeitaufwendig, da der Vorfertigungsgrad, bedingt durch die dezentrale Anordnung sehr niedrig ist. Es muß jedes Bauelement einzeln justiert werden. Hinzu tritt, daß die elektrische Verdrahtung der Elemente untereinander und mit notwendigen Klemmenleisten, Steckern und dgl. für äußere Verbindungen nur am kompletten Modul möglich ist. Infolge der verteilten Anordnung dieser Elemente ist die Verdrahtung zudem mit weitläufigen Kabelverbindungen auszuführen, wodurch sich nicht nur die Anwendung von vorkonfektionierten Kabelbäumen erschwert sondern auch die Gefahr besteht, daß die Kabel in den Wirkungsbereich von bewegten Teilen gelangen und eine Beschädigung erleiden können, mit der Folge, daß ggf. die gesamte Schalterfunktion ausfällt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Schaltgerät gemäß dem Oberbegriff des ersten Anspruchs Maßnahmen zu treffen, durch welche sich ein vereinfachter Aufbau ergibt und eine erhöhte Funktionssicherheit gewährleistet wird.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten Anspruchs.

Bei einem Aufbau eines Antriebsmoduls gemäß der Erfindung werden insbesondere die Mittel zur Steuerung und Meldung von Betriebsabläufen des Schaltgeräts als komplett vormontierte und verdrahtete Einheit bereitgestellt, die für sich am Antriebsträger festzusetzen ist. Hierdurch wird erreicht, daß alle betreffenden Anbauten und Elemente, soweit erforderlich, in bereitstehenden Lehren entsprechend dem geforderten Funktionsablauf justiert werden. Dabei kann die Verdrahtung der betreffenden Bauelemente untereinander und mit der Klemmenleiste sowie mit Steckern und dgl. ebenfalls außerhalb des Schaltgeräts erfolgen, so daß der Zugriff erleichtert wird und mögliche Verdrahtungsfelder auf ein Minimumm reduziert werden. Der Einbau des fertig montierten Geräteträgers in den Antriebsträger ist dann in kurzer Zeit möglich, wobei nach außen und z. B. zu Antriebsmotoren führende Leitungen ohne besonderen Aufwand installiert werden können. Dabei werden wegen der engen örtlichen Zuordnung der betreffenden Bauelemente kurze Kabelverbindungen möglich und am Geräteträger der Einsatz von vorkonfektionierten Kabelbäumen begünstigt. Dabei kann der Geräteträger auch Schaltverbindungen nach Art der gedruckten Schaltungstechnik tragen, soweit das die zu übertragenden Stromstärken zulassen. Der mechanisch zu schaltende Teil des Schalterantriebs bleibt dadurch weitgehend frei von elektrischen Leitungen, wodurch die Gefahr von Kabelschäden durch die bewegten Teile auf ein Minimum reduziert ist. Der Geräteträger kann im übrigen noch Stecker, Magnetauslöser zur Steuerung der Last-, Leistungs-, Trenn- und/oder Erdungsschalter, Hilfsschalter zur Erfassung von Schaltstellungen und anderen Schaltinformationen sowie Mittel zur manuellen Bedienung wie Tastschalter und Überwachungseinrichtungen insbesondere zur Schaltstellungsanzeige tragen.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Prinzipskizze eines teilweise dargestellten Antriebsmoduls näher erläutert.

Ein Antriebsträger 1 für die mechanische Betätigung von nicht dargestellten Last-, Leistungs-, Trenn-und/oder Erdungsschaltern, die für die Schaltung von Mittelspannungsnetzen ausgelegt sind, ist mit einer Spannvorrichtung 2 versehen, die über eine Spannwelle 3, eine Ausschaltfeder 4 und eine Schalterwelle 5 auf Betätigungselemente der Mittelspannungsschalter einwirken kann. Die Schalterwelle 5 dient dabei gleichzeitig zur Erzeugung der Einschaltbewegung für diese Mittelspannungsschalter und ist mit einer Auslöseeinrichtung gekoppelt, welche bei Bedarf mittels eines Magnetauslösers im Falle einer Ausschaltung aus einer Verriegelungsstellung entriegelt werden kann, um den oder die Schalter zu öffnen. Die Schaltstellungspositionen können dabei mittels Hilfsschaltern überwacht werden, die in den elektrischen Steuerkreis eingelegt sind. Dem elektrischen Steuerkreis sind dabei auch Mittel zur Meldung und Überwachung zugeordnet, wobei diese Bauelemente insgesamt in der notwendigen Weise elektrisch miteinander zu verbinden sind. Um hierbei den Aufwand für elektrische Verbindungen so gering wie möglich zu halten und Kabelverbindungen insbesondere aus dem Bereich der für die Ein- und Ausschaltung der Mittelspannungsschalter notwendigen mechanischen Steuermittel herauszuhalten, sind zumindest die Mittel zur Steuerung und Meldung des Funktionsablaufs auf einem gemeinsamen Geräteträger 7 montiert. Auf diesem Geräteträger sind die betreffenden Mittel auch elektrisch miteinander verbunden, wobei dieser Geräteträger 7 als vormontierbare, justierte und verdrahtete Baueinheit am Antriebsträger 1 nach dessen vollständiger Montage festgesetzt werden kann.

Auf dem Geräteträger 7 sind auch die Schnittstellen zu Versorgungs- und Steuerspannungsquellen festgesetzt. Diese Schnittstellen sind vorzugsweise Stecker- oder Klemmenleisten 8.

In zweckmäßiger Ausgestaltung können auf dem Geräteträger 7 jedoch auch wenigstens ein Magnetauslöser zur Steuerung der Schaltwelle 5 und Hilfsschalter vorgesehen sein, welche den Steuerungsvorgang abtasten und bei Erreichen bestimmter Positionen Meldesignale für den weiteren Steuerungsablauf generieren. Der Geräteträger 7 kann jedoch auch Mittel zur Bedienung und Überwachung des Antriebsmoduls tragen, durch welche eine manuelle Steuerung vorgenommen werden kann und die zur optischen oder akkustischen Überwachung des Betriebszustandes dienen.

In Fig. 1 ist beispielhaft die Anordnung eines Geräteträgers 7 an einem Antriebsträger 1 für einen Leistungsschalter dargestellt.

Beispielhaft sind folgende Steuer- und Auslöseeinrichtungen dargestellt.

Pos. 9 Ein- oder mehrpoliger Hilfsschalter zur elektrischen Steuerung weiterer Hilfseinrichtungen.

Pos. 10 Einschalthilfsauslöser zum ferngesteuerten Einschalten.

Pos. 11 Ein oder mehrere Ausschalthilfsauslöser zum ferngesteuerten Ausschalten.

Pos. 12 Sperrmagnet zur elektromechanischen Blockierung des mechanischen Ein-Drucktasters.


Anspruch[de]
  1. 1. Antriebsmodul für elektrische Last-, Leistungs-, Trennund/oder Erdungsschalter in Mittelspannungs-Schaltgeräten mit dafür vorgesehenen, an einem Antriebsträger montierten Antrieben, die mit Motoren, Magnetauslösern, Hilfsschaltern und dergl. sowie mit Mitteln zur Bedienung, Steuerung, Meldung und Überwachung ausgerüstet und elektrisch verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Steuerung und Meldung auf einem gemeinsamen Geräteträger (7) montiert und verdrahtet sind und daß der Geräteträger (7) als Baueinheit am Antriebsträger (1) gehalten ist.
  2. 2. Antriebsmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Geräteträger (7) wenigstens eine Schnittstelle (8) trägt, an die äußere elektrische Leitungen anschließbar sind.
  3. 3. Antriebsmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Geräteträger (7) Stecker, Magnetauslöser, Hilfsschalter und Mittel zur Bedienung und Überwachung montiert sind.






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