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Dokumentenidentifikation DE4336002A1 27.04.1995
Titel Vorrichtung zum instrumentalen Üben von für Violoncello bestimmter Musikliteratur
Anmelder Unterer, Gisela, 89564 Nattheim, DE
Erfinder Unterer, Gisela, 89564 Nattheim, DE
Vertreter Lewinsky, D., Dipl.-Ing. Dipl.oec.publ., Pat.-Anw.; Lewinsky, K., Rechtsanw., 80689 München
DE-Anmeldedatum 21.10.1993
DE-Aktenzeichen 4336002
Offenlegungstag 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse G09B 15/06
Zusammenfassung Vorrichtung zum instrumentalen Üben von für Violincello bestimmter Musikliteratur, unter Verwendung eines in seinen Abmessungen der normalen Cellomensur entsprechenden, zu einem Steg hin nach unten sich verbreiternden und nach oben durch einen Sattel abgegrenzten Griffbretts, über dem die zwischen Sattel und Steg freischwebenden, an ihrem einen Ende an einem Halter eingehängten und am anderen Ende durch Wirbel oder dgl. Drehorgane stimmbaren Saiten verlaufen und das in seinem oberen Endbereich auf einem unten abgerundeten Hals befestigt ist, der von seinem dem Sattel abgewandten Halsansatz an in einen Träger übergeht, auf dem der beim Cello frei angeordnete untere Endbereich des Griffbretts aufsitzt, an den sich der nach unten vom Steg begrenzte Streichbereich über dem den Steg abstützenden Träger anschließt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum instrumentalen Üben von für Violincello bestimmter Musikliteratur. Von Cellisten - sowohl Amateuren als auch Berufsmusikern - wird es allgemein als lästig empfunden, auf Reisen ihr sperriges Cello mitnehmen zu müssen, um auch bei Abwesenheit vom Heimatort üben zu können. Aber selbst wenn der Raumbedarf eines solchen Cello auf Reisen keine Rolle spielt, ist es häufig nicht möglich, auf ihm in Hotels üben zu können, da die sich dabei zwangsweise einstellende Tonentwicklung von anderen Hotelgästen als zu geräuschvoll empfunden wird. Um dem Platzbedarf üblicher Cellos entgegenzuwirken, sind bereits Celloinstrumente vorgeschlagen worden, die sich beispielsweise durch teleskopartiges Ineinanderschieben verkleinern lassen. Aber auch solche Instrumente haben allgemein bei Musikern keinen Anklang gefunden, da sie in gegenständlicher Ausbildung und Tonentwicklung nicht ausreichend der Wirklichkeit entsprechen. Vor allem aber bieten die für ein solches Üben bisher ergriffenen Maßnahmen - neben mangelnder ausreichender Raumersparnis - nicht die Möglichkeit, wie auf einem normalen Violincello üben zu können und dessen Tonentwicklung ausreichend zu hören, um die Richtigkeit des Übens überprüfen zu können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum instrumentalen Üben von für Violincello bestimmter Musikliteratur zu schaffen, die in allen der Tonerzeugung dienenden Teilen ohne jegliche Abweichung üblichen Instrumenten und deren Abmessungen entspricht, so daß man auf einer solchen Vorrichtung genauso üben kann wie auf einem wirklichen Cello, ohne dessen Teile zu benötigen, die für das reine Üben überflüssig sind und vor allem nur dem Klangvolumen, der Tonfülle und Musikqualität dienen, was bedeutet, daß alles zu vermeiden ist, was nach Länge und Breite für reine Übungszwecke nicht notwendig ist.

Diese Aufgabe ist bei der hier vorgeschlagenen Vortung dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß ein in seinen Abmessungen der normalen Cellomensur entsprechendes, zu einem Steg hin nach unten sich verbreiterndes und nach oben durch einen Sattel abgegrenztes Griffbrett Verwendung findet,über dem die zwischen Sattel und Steg freischwebenden, an ihrem einen Ende an einem Halter eingehängten und am anderen Ende durch Wirbel oder dgl. Drehorgane stimmbaren Saiten verlaufen und das in seinem oberen Endbereich auf einen unten abgerundeten Hals befestigt ist, wobei darüber hinaus gemäß der Erfindung der Hals von seinem dem Sattel abgewandten Halsansatz an in einen Träger übergeht, auf dem der beim Cello frei angeordnete untere Endbereich des Griffbretts aufsitzt, an dem sich der nach unten vom Steg begrenzte Streichbereich über dem den Steg abstützenden Träger anschließt.

Aufgrund dieser Ausbildung wird bei der hier vorgeschlagenen Vorrichtung die gewollte Platzersparnis vor allem dadurch erzielt, daß der den wesentlichen räumlichen Anteil eines Cellos bildende Resonanz- oder Schallkörper - auch der Korpus oder das Corpus genannt - entfällt und dennoch das Üben auf einer solchen Vorrichtung möglich ist und dabei der Übende den von ihm mittels eines Streichbogens auf den Saiten erzeugten Ton zwecks Selbstkontrolle hören kann, wenn auch - wie beabsichtigt - in einer gegenüber einem üblichen Cello wesentlich geringeren Lautstärke. Alles in allem bietet die hier vorgeschlagene Vorrichtung alle dem Übenden dienenden und hierfür notwendigen Teile in originaler Ausbildung und Anordnung, und zwar einschließlich der Saiten, deren Tonhöhe bekanntlich primär von deren Länge und Spannung abhängig ist und die daher vom Übenden wie üblich gestimmt werden können. Der den Hauptteil dieser Vorrichtung bildende Träger gewährleistet ausreichende Steifigkeit, läßt deren Kippen und Abdrehen verhindern und gewährleistet Abstandhaltung vom Übenden und Abstützung auf dessen Körperteilen, auf denen sich auch das normale Cello abstützt. Demgemäß bildet dieser für die Vorrichtung neu beigezogene Träger den Ersatz eines für ein normales Cello vorgesehen Korpus, ohne diesen beim Üben zu missen, dennoch aber die erzeugten Töne - wenn auch mit wesentlich geringerer Lautstärke - hören und insgesamt über eine Übungsvorrichtung verfügen zu können, die ohne weiteres in einen Reisekoffer oder gar ein Handgepäck paßt.

Das Raumerfordernis einer solchen Vorrichtung läßt sich noch dadurch verringern, daß gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung der Saitenhalter der Vorrichtung am oberen, freien Ende des Halses und die Wirbel am unteren, freien Ende des Trägers angeordnet sind, so daß am oberen Ende die sonst übliche Anordnung von Wirbelkasten und Schnecke entfallen kann, während die sonst übliche Anordnung eines Schwalbenschwanzes als Saitenhalter ohnehin entfällt.

Nach weiteren bevorzugten Ausführungsformen der hier vorgeschlagenen Vorrichtung kann ein zur Auflage am Körper des Übenden bestimmtes Abstützglied vorgesehen sein, das auf den Träger aufschiebbar ist und nach oben mit dem Halsansatz abschließt. Außerdem läßt sich ein den Träger auf dem Erdboden abstützendes Organ vorsehen, das als ein üblicher Stachel ausgebildet sein kann, der in eine Längsbohrung des Trägers einschiebbar ist.

In der Zeichnung ist eine Vorrichtung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Art in einer beispielsweise gewählten Ausführungsform schematisch veranschaulicht. Es zeigen:

Fig. 1 die Vorrichtung in Draufsicht und

Fig. 2 dieselbe in einer Seitenansicht von links.

Die Vorrichtung besitzt in der dargestellten Ausführungsform ein Griffbrett 1, das in einen Abmessungen der normalen Cellomensur entspricht, sich zu einem Steg 2 hin nach unten verbreitert und nach oben durch einen Sattel 3abgegrenzt ist. Die zwischen dem Sattel 3 und dem Steg 2 freischwebenden Saiten 4 sind an ihrem oberen Ende an einem Saitenhalter 5 eingehängt und an ihrem unteren Ende durch Wirbel 6 stimmbar. Das Griffbrett 1 ist in seinem oberen Endbereich auf einem unten abgerundeten Hals 7 befestigt, der von seinem den Sattel 3 abgewandten Halsansatz 8 an in einen Träger 9 übergeht, auf dem der beim Cello frei angeordnete untere Endbereich des Griffbretts 1 aufsitzt, an den sich der nach unten vom Steg 2 begrenzte Streichbereich 10 über dem den Steg 2 abstützenden Träger 9 anschließt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum instrumentalen Üben von für Violincello bestimmter Musikliteratur, gekennzeichnet durch die Verwendung eines in seinen Abmessungen der normalen Cellomensur entsprechenden, zu einem Steg (2) hin nach unten sich verbreiternden und nach oben durch einen Sattel (3) abgegrenzten Griffbretts (1), über dem die zwischen Sattel (3) und Steg (2) freischwebenden, an ihrem einen Ende an einem Halter (5) eingehängten und am anderen Ende durch Wirbel (6) oder dgl. Drehorgane stimmbaren Saiten (4) verlaufen und das in seinem oberen Endbereich auf einem unten abgerundeten Hals (7) befestigt ist, der von seinem dem Sattel (3) abgewandten Halsansatz (8) an in einen Träger (9) übergeht, auf dem der beim Cello frei angeordnete untere Endbereich des Griffbretts (1) aufsitzt, an den sich der nach unten vom Steg (2) begrenzte Streichbereich (10) über dem den Steg (2) abstützenden Träger (9) anschließt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Saitenhalter (5) am oberen, freien Ende des Halses (7) und die Wirbel (6) am unteren, freien Ende des Trägers (9) angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein zur Auflage am Körper des Übenden bestimmtes Abstützglied, das auf den Träger (9) aufschiebbar ist und nach oben mit dem Halsansatz (8) abschließt.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, gekennzeichnet durch ein den Träger (9) auf dem Erdboden abstützendes Organ.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Abstützorgan ein üblicher Stachel vorgesehen ist, der in eine Längsbohrung des Trägers (9) einschiebbar ist.






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