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Dokumentenidentifikation DE4336046A1 27.04.1995
Titel Elektrisch beheizte Düse für geschmolzenes Glas
Anmelder Böttger, Diether, 65375 Oestrich-Winkel, DE
Erfinder Böttger, Diether, 65375 Oestrich-Winkel, DE
DE-Anmeldedatum 22.10.1993
DE-Aktenzeichen 4336046
Offenlegungstag 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse C03B 7/098
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrisch beheizte Glas-Düse für die Herstellung von Glas-Tropfen und einer Tragevorrichtung für diese, damit sie wirksam bei der Bildung von Glas-Tropfen arbeiten kann.
Bei dem beschriebenen Verfahren und der Vorrichtung zur Herstellung von Glas-Tropfen fließt das zuvor in einem Glasofen fließfähig gemachte Glas aus einem Glasspeiser, der aus feuerfestem Material und/oder aus einem Platinmetall aufgebaut werden kann, in die unter dem Boden des Speisers installierte elektrisch beheizte Glas-Düse, wobei die Glasmasse in Form von Tropfen nach unten in automatisch arbeitende Verarbeitungsmaschinen geführt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Glas-Tropfen mit einem beheizten aus feuerfestem Steinmaterial und/oder aus einer Platinlegierung aufgebauten Glasspeiser, mit wenigstens einer Öffnung am Boden für das geschmolzene Glas zur beheizten Glas- Düseneinrichtung.

Es ist allgemein bekannt, Glas-Tropfen herzustellen. Bei den bekannten Verfahren werden die Glas-Tropfen aus einer nicht beheizten Keramik-Düse mittel eines sogenannten Plungers oder Nadel herausgepreßt.

Nachteilig an den bekannten Verfahren ist die Tatsache, daß diese nur mit einer hohen Anzahl Tropfen pro Minute einwandfrei arbeiten. Bei geringer Tropfenzahl pro Minute kühlt sich das Glas so stark ab, daß das ein Einfrieren des Glases in der Düse zur Folge hat.

Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die bei wenigen Glas-Tropfen bis kleiner ein Glas-Tropfen pro Minute noch hervorragend arbeitet und ein Einfrieren des Glases in der Glas-Düse ausschließt.

Gemäß der Erfindung wird eine elektrisch beheizte, aus einer Metallegierung bestehenden Glas-Düse am Boden eines beheizten aus feuerfestem Steinmaterial und/oder aus einer Platinlegierung aufgebauten Glasspeiser, mit wenigstens einer Öffnung am Boden, angesetzt.

Die beheizte Glas-Düse ist aus einer Metallegierung, die beständig gegenüber der Temperatur des erschmolzenen Glases zu sein vermag und die man auf Temperatur, die sich der Glastropfenbildungstemperatur des Glasmaterials nähert, und die unter Durchleiten eines elektrischen Stromes erhitzt werden kann.

Ein bei der Herstellung von beheizten Glas-Düsen zu benutzendes Metall ist eine Platin und/oder Platin-Rhodium Legierung. Es können auch Edelstahllegierungen z. B. Nickel/Chrom und/oder Stahl verwendet werden.

Stromanschlußklemmen in der Form von Streifen aus einer Metallegierung, vorzugsweise Platin, Platin/Rhodium, Iridium und/oder Palladium, sind an den gegenüberliegenden Enden der elektrisch beheizten Glas-Düse angeschweißt oder durch Schraubverbindungen gehalten.

Diese Stromanschlußklemmen sind an Stromschienen für die Anlieferung von Strom zur Beheizung der Glas-Düse angeschlossen.

Zur Temperatursteuerung der elektrisch beheizten Glas-Düse sind Thermoelemente in die Seitenwand der Glas-Düse eingelassen.

Der Stütz- oder Trageteil für die elektrisch beheizte Glas- Düse besteht aus einer keramischen Masse, die sich dicht gegen die Oberfläche des zu beheizenden Metalls der Glas-Düse anpaßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung von Glas-Tropfen, mit einem Glasspeiser aus feuerfesten oder Platinmaterial für das geschmolzene Glas mit wenigstens einer Glas-Düse, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene Glas von einem Glasspeiser über wenigstens eine im Boden des Glasspeisers befindliche Öffnung in eine Glas-Düse geleitet wird, daß das Glas in dieser Glas-Düse unter Durchleiten eines elektrischen Stroms durch die Glasdüse erwärmt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Glasspeiser und der Glas-Austrittsöffnung eine elektrisch beheizte Glas-Düse vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Glas-Düse aus Platin - Platin/Rhodium- und/oder einer Edelstahllegierung hergestellt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden der Glas-Düse Strom-Anschlußklemmen angeschweißt und/oder angeschraubt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Glas-Düse temperatur-, strom- oder spannungsgesteuert ist.






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