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Dokumentenidentifikation DE4336087A1 27.04.1995
Titel Dickstoffspeicher
Anmelder Korthaus, Ernst, Dipl.-Ing., 58802 Balve, DE
Erfinder Korthaus, Ernst, Dipl.-Ing., 58802 Balve, DE
DE-Anmeldedatum 22.10.1993
DE-Aktenzeichen 4336087
Offenlegungstag 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse F04B 15/02
IPC-Nebenklasse F04B 11/00   E04G 21/04   
Zusammenfassung Bei einem Dickstoffspeicher in der Förderleitung einer Dickstoff-Förderpumpe, z. B. für Filterkuchen, soll eine Lösung gefunden werden, bei der mit wenigen Bauelementen eine hohe Verfügbarkeit erzielt wird.
Dies wird erfindungsgemäß erzielt, indem im Speicherzylinder (2) als Verdrängungskörper ein Plunger (3) wirkt und der Plunger (3) mittels einer Stopfbuchspackung (7) abgedichtet wird. Im Gaspolsterteil (10) wirkt ein einseitig beaufschlagter Kolben (8).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Dickstoffspeicher mit Speicherteil und Gaspolsterteil gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs 1.

Dickstoffspeicher dieser Art dienen dazu, in einer Förderleitung für Dickstoff, z. B. von Filterkuchen, der mittels Kolben- oder Plungerpumpen gefördert wird, den pulsierenden Materialfluß stark zu vergleichmäßigen.

Aus DE-OS 20 52 583 ist eine Einrichtung bekannt, bei der der Speicher einen Speicherkolben aufweist und in einer Variante dieser Kolben auf der Gegenseite auf ein Gaspolster einwirkt. Diese Variante wird gemäß der Veröffentlichung als wenig praktikabel eingestuft.

Nach DE-OS 39 10 189 ist eine Dickstoffpumpe bekannt, welche mit einem Kolbenspeicher arbeitet, wobei der Speicherkolben mit seiner dem Fördermedium abgewandten Seite auf ein Druckpolster aus einem hochgespannten Gas arbeitet. Obwohl mit einem derartigen Kolbenspeicher die Gleichförmigkeitsgrade einer Dickstofförderung verbessert werden können, erweist sich als nachteilig, daß der Speicherzylinder nicht vollständig entleert werden kann. Weiterhin ist von Nachteil, daß die ununterbrochen sich bildende Kompressionswärme nicht wirkungsvoll abgeführt werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bekannte Nachteile bei Dickstoffspeichern zu beseitigen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand des Unteranspruches.

Die erfindungsgemäße Ausbildung des Dickstoffspeichers überwindet zum einen die Vorurteile der Fachwelt, daß nur Kolbenspeicher für Dickstoffspeicher einsetzbar und Gaspolster auf der Gegenseite nachteilig sind und zum anderen, daß eine vollständige Entleerung des Speicherzylinders unbedingt notwendig ist.

Besonders vorteilhaft erweist sich bei dem neuen Dickstoffspeicher, daß der Plunger im Durchmesser größer als bei einem Kolben ausgelegt werden kann. Da die Stopfbuchspackung geschmiert wird und von außen nachstellbar ist, ist diese Art der Abdichtung jeder Kolbendichtung bei Dickstoffen überlegen. Die erfindungsgemäße Ausbildung des Gaspolsterteils macht das System besonders einfach und wartungsarm. Zusätzliche energieverbrauchende Druckerzeuger, wie z. B. Hydraulikpumpen sind nicht erforderlich. Die Ausbildung des Gaspolsterteils mit einem Freiraum zwischen Kolbenstange und Zylinder und mit den Anschlüssen für Durchlauf von Kühl- und Schmiermittel sorgt für die notwendige Wärmeabfuhr aus dem Gaspolsterteil und von der Kolbenstange. Die Erfindung wird anhand der Zeichnung beispielhaft dargestellt. Die Zeichnung ist ein Längsschnitt eines Dickstoffspeichers mit nachfolgendem Gaspolsterteil.

Der Dickstoffspeicher 1 besteht im wesentlichen aus dem Speicherzylinder 2 mit dem Plunger 3 als Verdrängungskörper und der mit dem Plunger verbundenen Kolbenstange 4. Der Speicherzylinder weist zwei Flansche 5, 6 auf für den Einbau in die Förderleitung des Dickstoffs in flüssiger Form. Der im Speicherzylinder 2 hin- und hergehende Plunger 3 erfährt sein Abdichtung gegen die Atmosphäre mittels der von außen montierbaren Stopfbuchspackung 7.

Die Kolbenstange 4 ist auf dem dem Plunger gegenüberliegenden Ende entweder kolbenähnlich, d. h. mit Kolbendichtungen ausgebildet, oder mit einem Kolben 8 verbunden, der im Zylinder 9 des Gaspolsterteils 10 sich linear und dichtend bewegen kann. Im vorderen Teil des Zylinders 9, dem Durchgang der Kolbenstange 4 ist ein Dichtungssatz 11 angeordnet. Hinter diesem Dichtungssatz 11 erhält der Zylinder 9 zwei Anschlüsse 12, 13 zur Verbindung mit der Hydraulik-Versorgung der Dickstoffpumpe, hier nicht dargestellt. Der eine Anschluß 12 ist mit der Ansaugleitung 16 und der andere Anschluß 13 ist mit der Abflußleitung 18 für Hydraulik- Flüssigkeit verbunden. Die hin- und hergehende Kolbenstange 4 mit dem Kolben 8 im Zylinder 9 pumpt fortwährend Hydraulikflüssigkeit durch den Freiraum 14 und kühlt die Kolbenstange 4 und damit indirekt auch den Kolben 8. Auf diese Weise wird ein beträchtlicher Teil der im Zylinder 9 entstehenden Kompressionswärme fortlaufend abgeführt.

Es kommt nicht zur Blockierung des Gaspolsterteils 10 infolge Überhitzung. Über dem Anschluß 15 wird der Gaspolsterteil 10 mit Gas entsprechend aufgeladen, z. B. auf 30 bar. Über den Schmierstoffanschluß 16 wird die Stopfbuchspackung 7 hinreichend geschmiert, wodurch hier eine merkliche Reibungsminderung erzielt wird. Die Hysterese der Kraftübertragung wird deutlich abgeschwächt. Eine Verminderung der Reibung erzielt man auch, wenn man den Gaspolsterteil 10 mittels Leitung 19 und Druckübersetzer 20 mit der Stopfbuchspackung 7 verbindet und so die Stopfbuchspackung 7 betriebsdruckabhängig vorspannt.


Anspruch[de]
  1. 1. Dickstoffspeicher mit Speicherteil und Gaspolsterteil, beide kraftschlüssig verbunden mit einer Kolbenstange, wobei der Speicherteil in die Förderleitung für Dickstoff eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) im Speicherzylinder (2) des Speicherteils ein Plunger (3) als Verdrängungskörper wirkt und der Plunger (3) mittels einer Stopfbuchspackung (7) abgedichtet ist,
    2. b) die Stopfsbuchspackung (7) mindestens einen Schmierstoffanschluß (16) aufweist,
    3. c) der Kolben (8) im Gaspolsterteil (10) einseitig beaufschlagt wird,
    4. d) die Kolbenstange (4) gegenüber dem Zylinder (9) des Gaspolsterteils (10) durch einen Dichtungssatz (11) abgedichtet ist.
  2. 2. Dickstoffspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (9) im stangenseitigen Teil zwei Anschlüsse (12, 13) enthält, die in Verbindung stehen mit einem Freiraum (14) zwischen Kolbenstange (4) und Zylinder (9).
  3. 3. Dickstoffspeicher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Anschlüsse (12, 13) verbunden sind mit der Ansaugleitung (16) mit Rückschlagventil (17) und verbunden mit der Ablaßleitung (18) mit Rückschlagventil (19).
  4. 4. Dickstoffspeicher nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopfbuchspackung (7) mittels einer Verbindungsleitung (19) über einen Druckübersetzer (20) mit dem Gaspolsterteil (10) verbunden ist.






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