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Dokumentenidentifikation DE4336328A1 27.04.1995
Titel Verfahren und Schaltungsanordnung zum Ansteuern eines bistabilen Relais
Anmelder Siemens Nixdorf Informationssysteme AG, 33106 Paderborn, DE
Erfinder Busch, Peter, Dipl.-Ing. (FH), 86179 Augsburg, DE
Vertreter Fuchs, F., Dr.-Ing., Pat.-Anw., 81541 München
DE-Anmeldedatum 25.10.1993
DE-Aktenzeichen 4336328
Offenlegungstag 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse H01H 47/22
IPC additional class // H01H 51/12  
Zusammenfassung Es werden ein Verfahren und mehrere Schaltungsanordnungen zum Ansteuern eines bistabilen Relais mit einer oder zwei Relaisspulen (Rel1 bzw. Rel1a, Rel1b) vorgeschlagen, die es erlauben, das Relais (R) mit einer jeweiligen Betätigung eines Taster-Schalters (T) in jeweils die andere Position umzuschalten. Die Schaltungsanordnungen kommen dabei mit nur wenigen einfachen diskreten Bauteilen aus.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Schaltungsanordnungen zum Ansteuern eines bistabilen Relais gemäß der Oberbegriffe der Ansprüche 1, 2 und 5 bis 8.

Eine Ein-/Ausschaltinformation beispielsweise für die Stromversorgung einer Rechnereinheit soll über einen Setz- und einen Rücksetzeingang gesetzt und gelöscht werden können und über einen sogenannten Toggle-Eingang in den jeweils anderen Schaltzustand wechselweise umgekippt werden. Bei Netzausfall soll diese Information gespeichert werden und bei Wiederkehr der Netzspannung im vorherigen Zustand erhalten bleiben.

Wenn mehr als nur eine Information (Bit) gespeichert werden soll, werden CMOS-Speicher mit Batteriepufferung oder EEPROM- Bausteine eingesetzt. Bei Speicherung eines einzigen Schaltzustandes ohne Toggle-Funktion bietet sich ein bistabiles Relais an. Wird bei dem Relais eine Toggle-Funktion gefordert, ist ein vorgeschaltetes Toggle-Flip-Flop nötig, dessen Einschaltzustand bei Netzwiederkehr von der Stellung des Relais bestimmt wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Ansteuern eines bistabilen Relais und wenigstens eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens anzugeben, durch das mit geringem Aufwand das bistabile Relais mit einer Toggle-Funktion betrieben werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, das die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Verfahrensschritte aufweist. Erfindungsgemäße Schaltungsanordnungen weisen die in den kennzeichnenden Teilen der Ansprüche 2 und 5 bis 8 angegebenen Merkmale auf.

Gemäß dem Verfahren wird ausgehend von einem bistabilen Relais mit einem Umschaltkontakt und einer oder oder zwei Relaisspulen zum elektromagnetisch bewirkten Hin- und Herschalten über den Umschaltkontakt und über ein oder zwei Speicherkondensatoren und ein oder zwei Vorwiderständen je nach Stellung des Umschaltkontakts einer von zwei elektrophysikalischen Zuständen hergestellt, der auf Anregung durch einen Taster-Schalter gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von ein oder zwei gesteuerten oder einfachen Schaltern auf die ein oder zwei Relaisspulen des Relais geschaltet wird. Damit wird ein Umschalten des Umschaltkontakts und ein Herstellen des anderen der zwei elektrophysikalischen Zustände in Vorbereitung auf eine erneute Anregung durch den Taster-Schalter bewirkt. Die elektrophysikalischen Zustände sind davon geprägt, daß der eine oder die zwei Vorwiderstände nicht in der Lage sind, allein das Relais zu betreiben, sondern nur die Ladung, die in dem einen oder in den zwei Speicherkondensatoren jeweils enthalten ist.

Die erfindungsgemäßen Schaltungsanordnungen tragen dem geschilderten Verfahren Rechnung. Dabei unterscheiden die einzelnen Schaltungsanordungen, ob ein bistabiles Relais mit einer oder mit zwei Relaiswicklungen verwendet wird.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen

Fig. 1 bis 6 jeweils ein Ausführungsbeispiel einer Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung.

Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für die Ansteuerung eines bistabilen Relais. Das bistabile Relais weist einen Umschaltkontakt und zwei gegensinnig gewickelte Relaisspulen Rel1a, Rel1b zum elektromagnetisch bewirkten Hin- und Herschalten auf. Für die beiden Relaisspulen Rel1a, Rel1b sind zwei gesteuerte Schalter T1, T2, zwei Speicherkondensatoren C1, C2 und zwei Vorwiderstände R1, R2 vorgesehen. Die Bauelemente sind in der Weise angeordnet, daß die gesteuerten Strecken der gesteuerten Schalter T1, T2 zusammen mit den jeweils in Serie dazugeschalteten Relaisspulen Rel1a, Rel1b jeweils parallel zu den Kondensatoren C1, C2 angeordnet sind. Die Kondensatoren C1, C2 werden wechselweise über den Umschaltkontakt K des Relais R und die Vorwiderstände R1, R2 mit einer Versorgungsspannung UB verbunden. Ausgehend von der Versorgungsspannung UB und dem Umschaltkontakt K des Relais R ist ein zusammengefaßter Schaltpfad für die steuernden Strecken der gesteuerten Schalter T1, T2 vorgesehen. Über den zusammengefaßten Schaltpfad sind die steuernden Strecken der gesteuerten Schalter T1, T2 parallel zu den Verbindungen der Versorgungsspannung UB mit den Kondensatoren C1, C2 während eines Anregens durch einen Taster-Schalter T mit einem Bezugspotential GND verbunden.

Noch nicht erwähnte Einzelheiten können der Detaildarstelllung der Fig. 1 entnommen werden. Dies gilt analog auch für die Beschreibung der übrigen Figuren.

Wird in der Fig. 1 die Versorgungsspannung UB angelegt, lädt sich in der gezeigten Position 2 des Umschaltkontakts K des bistabilen Relais der Kondensator C2 über R2 auf. Der Widerstand R4 ist wesentlich größer als R2 und dient zur Entladung der Restladung von C2 nach erfolgtem Schaltvorgang. Der Kondensator C1 bleibt bei der gezeichneten Anfangsposition des Relais entladen. Wird nun der Taster-Schalter T betätigt, werden beide Transistoren auf jeden Fall vorbereitet zum Durchschalten. Durchgeschaltet wird derjenige Transistor, der von dem jeweils aufgeladenen Kondensator, hier C2 versorgt wird.

Der Kondensator C2 entlädt sich damit über die Relaiswicklung Rel16. Der Umschaltkontakt K wird von der Position 2 nach 1 bewegt.

Es sei angemerkt, daß die Positionen 1 und 2 die Einzelkontakte 1 und 2 des Umschaltkontakts K bezeichnen.

Die Relaisspule Rel1a ist eine Relaiswicklung auf dem gleichen Relais, aber gegenphasig gepolt. Die Relaisspule Rel1a bleibt bis zum Umschalten des Relais stromlos, da der Speicherkondensator C1 entladen war.

Nach dem Umschalten fließt Strom über den Vorwiderstand R1 und den gesteuerten Schalter T1 in die Relaisspule Rel1a, solange der Taster-Schalter T festgehalten wird. Dieser Strom reicht nicht zum erneuten Schalten. Das Relais R bleibt umgeschaltet.

Nach dem Loslassen des Taster-Schalters T lädt sich C1 auf. Danach ist die Schaltung bereit für den nächsten Umschaltvorgang.

Voraussetzung für die Funktion der Schaltung ist, daß in den Speicherkondensatoren C1 bzw. C2 mindestens soviel Ladung enthalten ist, daß das Relais R ohne Probleme umschaltet, bevor der jeweilige Speicherkondensator entladen ist. Bei entladenem Speicherkondensator darf der Strom durch die Vorwiderstände R1 bzw. R2 nicht über dem Wert liegen, bei dem das Relais R bereits anziehen kann.

Eine Set- und Reset-Funktion werden durch getrennte Aktivierung der Transistoren erreicht. Ist das Relais R bereits in der gewünschten Position, hat der zugehörige Transistor keine Versorgung durch den Speicherkondensator. Der Kontakt bleibt damit, wo er ist.

Die Taster-Schalter S, T und R können wahlweise als mechanische Schalter oder elektrische Schalter ausgeführt sein. Der elektrische Schalter kann beispielsweise durch einen gesteuerten Open-Collector-Transistor gebildet sein.

Die in der Fig. 1 vorgestellte Schaltungsanordnung erfordert im wesentlichen nur 2 Transistoren und ein paar passive Bauelemente. Ein CMOS-Toggle-Flip-Flop kann entfallen.

Die in der Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung erfordert als minimale Betätigungsdauer der Taster-Schalter die Schaltzeit des Relais.

Bei der in der Fig. 2 dargestellten Schaltungsanordnung kann die Betätigungsdauer kürzer sein.

Die Funktion der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 entspricht der Schaltungsanordnung nach Fig. 1, bis auf die Funktion der Transistorschalter. In der Schaltungsanordnung der Fig. 2 wird statt der Transistorschalter ein jeweils aus 2 Transistoren T1, T3 bzw. T2, T4 gebildeter Thyristor gezündet. Die Speicherkondensatoren C1 bzw. C2 entladen sich durch die jeweilige Relaisspule, bis der Haltestrom des jeweiligen Thyristors unterschritten wird. Aus diesem Grund kann die Betätigungsdauer der Taster-Schalter (bzw. eines Steuertransistors) kürzer sein als die Schaltzeit des Relais R.

Die Schaltungsanordnung nach Fig. 3 benötigt keine Transistor-Schalter zum Laden und Entladen der Speicherkondensatoren C1 und C2. Möglich ist dies, wenn eine Set- und Reset- Funktion nicht benötigt werden.

Die Schaltungsanordnung gemäß der Fig. 3 weist für die beiden Relaisspulen Rel1a, Rel1b zwei Speicherkondensatoren C1, C2, zwei Vorwiderstände R1, R2, zwei Diodenschaltungen D1, D2 und einen gemeinsamen Taster-Schalter T auf. Die Bauelemente sind in der Weise angeordnet, daß jeweils ausgehend von einem Einzelkontakt 1, 2 des Umschalters K ein Vorwiderstand, z. B. R1, und ein Speicherkondensator, z. B. C1, in Serie auf ein Bezugspotential GND geschaltet sind. Ferner sind von einem Mittelabgriff zwischen dem Vorwiderstand, z. B. R1, und dem Speicherkondensator, z. B. C1, in Richtung Bezugspotential GND gepolt eine Diodenschaltung, z. B. D1, und eine Relaisspule, z. B. Rel1a, auf den Taster-Schalter T geschaltet. Der Taster- Schalter T ist mit seiner freien Anschlußseite auf das Bezugspotential GND geschaltet.

Die Funktion der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 entspricht der Schaltungsanordnung nach Fig. 1. Die Diodenschaltungen D1 und D2 verhindern eine gegenseitige Aufladung der Speicherkondensatoren C1 und C2.

Die Schaltungsanordnung nach Fig. 4 findet Anwendung bei bistabilen Relais R mit nur einer Relaisspule Rel1. Zur Betätigung des Relais R wird die zugehörige Relaisspule Rel1 in beide Richtungen abwechselnd betrieben.

Nach Fig. 4 sind die beiden Anschlüsse der Relaisspule Rel1 mit jeweils einem Einzelkontakt 1, 2 des Umschaltkontakts K über Wege verbunden, in denen ein gesteuerter Schalter T1; T2 hier Transistoren) und ein Vorwiderstand R1; R2 angeordnet sind. Die gesteuerten Strecken der gesteuerten Schalter T1; T2 sind jeweils mit einer Diodenschaltung, z. B. D7, überbrückt, die in der Weise angeordnet ist, daß sie in Richtung des Umschaltkontakts K gepolt geschaltet ist. Die Emitteranschlüsse der gesteuerten Strecken sind ferner über Speicherkondensatoren C1, C2 jeweils mit einem Bezugspotential GND verbunden. Die steuernden Strecken der gesteuerten Schalter T1, T2 sind über jeweils einen Basiswiderstand RB1; RB2 und eine Diodenschaltung D1; D2 mit einem Taster-Schalter T verbunden, dessen freie Anschlußseite mit einem Bezugspotential GND verbunden ist. Wahlweise ist jeweils zwischen einem Basiswiderstand und der zugehörigen Diodenschaltung, z. B. RB1, D1, für eine Set- und/oder Reset-Funktion ein weiterer, auf das Bezugspotential GND bezogener Taster-Schalter S; R angeordnet.

Die Transistoren T1, T2 wirken mit ihren Kollektoren unmittelbar auf beide Relaisanschlüsse. In der gezeigten Stellung des Umschaltkontakts K lädt sich bei einem Start der Schaltung der Speicherkondensator C2 über die Diodenschaltung D5 und dem Vorwiderstand R2 auf. Der Speicherkondensator C1 wird über den Vorwiderstand R1 und den Transistor T3 aktiv auf einem Low-Potential gehalten, da ein Ableitungswiderstand R10 ebenfalls auf das Low-Potential bezogen geschaltet ist.

Wird der Taster-Schalter T betätigt, fließt Strom vom Speicherkondensator C2 über den Transistor T2, die Relaisspule Rel1 und eine Diodenschaltung D7 bzw. den Transistor T1 in den Speicherkondensator C1. Die Spannung über dem Speicherkondensator C2 sinkt, während die Spannung über den Speicherkondensator C1 steigt.

Die Spannung über der Relaisspule Rel1 fällt im Vergleich mit der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 doppelt so schnell. Für die Speicherkondensatoren ist daher der doppelte Kapazitätswert nötig, um ein sicheres Umschalten zu gewährleisten.

Nach dem Umschalten des Umschaltkontakts K wird der Stromfluß umgepolt. Der Strom wird aber durch die Vorwiderstände R1 und R2 begrenzt. Diese Strombegrenzung bewirkt, daß trotz weiterem Betätigen des Taster-Schalters T kein Rückschalten des Relais R ausgelöst wird. Nach dem Loslassen des Taster-Schalters T wird der Speicherkondensator C1 über die Diodenschaltung D6 und R1 aufgeladen. Der Speicherkondensator C2 wird über den Vorwiderstand R2 und den Transistor T4 auf ein Low- Potential gezogen. Nach kurzer Aufladezeit kann der Taster- Schalter T erneut betätigt werden. Da der Speicherkondensator C1 aufgeladen ist, fließt nun der Strom von der linken Seite der Schaltungsanordnung durch die Relaisspule Rel1 zur rechten Seite. Wird einer der Taster-Schalter S, R für eine Set- bzw. Reset-Funktion betätigt, wird nur jeweils eine der beiden Schaltrichtungen freigegeben. Sind die Speicherkondensatoren C1, C2 nicht in der richtigen Polung aufgeladen, erfolgt keine Betätigung des Umschalters K, da dann das Relais R schon in der richtigen Position steht.

Das Ausgangssignal kann niederohmig am Emitter des Transistors T4 abgegriffen werden. Die Diodenschaltungen D3 und D4 sind Schutzschaltungen.

In der Schaltungsanordnung nach Fig. 5 ist einer der beiden Einzelkontakte, z. B. 2, des Umschaltkontakts K mit einer Versorgungsspannung UB beaufschlagt und der andere, z. B. 1, mit einem Bezugspotential GND verbunden. An einen Sammelanschluß des Umschaltkontakts K ist ein auf das Bezugspotential bezogenes RC-Glied bestehend aus einem Vorwiderstand R1 und einem Speicherkondensator C1 angeschlossen, das einen Mittelabgriff aufweist, an den die Relaisspule Rel1 mit einer Anschlußseite angeschlossen ist. Die gegenüberliegende Anschlußseite der Relaisspule Rel1 ist mit zwei gegensinnig parallel geschalteten gesteuerten Strecken zweier gesteuerter Schalter T1, T2 verbunden, die gegeneinander durch gegensinnig gepolte Diodenschaltungen entkoppelt sind. Die beiden gesteuerten Strecken der gesteuerten Schalter T1, T2 sind zusammen auf einen Mittelabgriff eines zwischen der Versorgungsspannung UB und dem Bezugspotential GND angeordneten Spannungsteiler R5, R6 und einen auf das Bezugspotential GND bezogen geschalteten Speicherkondensator C2 geschaltet. Die steuernden Strecken der gesteuerten Schalter T1, T2 sind über jeweilige Basiswiderstände RB1, RB2 gemeinsam auf einen Taster-Schalter T geführt, der mit dem Bezugspotential GND verbunden ist. Wahlweise können wieder für eine Set- und/oder Reset-Funktion parallel zum vorhandenen Taster-Schalter T weitere Taster-Schalter S, R vorgesehen sein, die durch Diodenschaltungen D1, D2 wie in der Fig. 5 dargestellt voneinander entkoppelt sind.

Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 5 wird der Speicherkondensator C2 über den Spannungsteiler R11, R12 auf eine Mittelspannung gehalten, die vorzugsweise die Hälfte der Versorgungsspannung UB ausmacht. Die Einzelwiderstände des Spannungsteilers R11, R12 sind demzufolge jeweils gleich groß.

Während der Speicherkondensator C2 auf die halbe Versorgungsspannung 1/2 UB aufgeladen wird, wird der Speicherkondensator C1 über den Vorwiderstand R1 entweder auf die volle Versorgungsspannung UB oder 0 Volt geladen. Bei Betätigen des Taster-Schalters T kann je nach Spannungsrichtung über das Relais R der Strom in eine von beiden Richtungen fließen. Das Relais R schaltet um.

Wird der für eine Reset-Funktion zuständige Taster-Schalter R oder der für eine Set-Funktion zuständige Taster-Schalter S betätigt, ist nur eine der beiden Richtungen für den Strom ausgewählt.

Ist es nicht notwendig, Taster-Schalter gegen 0 Volt anzuordnen, können die Transistoren durch die Taster-Schalter ersetzt werden.

Wenn eine Mittelspannung zwischen zwei beliebigen Spannungen vorhanden sind, beispielsweise eine Versorgungsspannung UB in voller Höhe und 0 Volt, kann die Schaltungsanordnung nach Fig. 5 vereinfacht werden, indem der Spannungsteiler R11, R12 und der Speicherkondensator C2 entfallen und an deren bisherige Anschlußstelle die Mittelspannung angeschlossen wird.

Eine derartige Schaltungsordnung ist in der Fig. 6 gezeigt. In der Schaltungsanordnung nach Fig. 6 ist einer der Einzelkontakte, z. B. 2, des Umschaltkontakts K mit einer ersten größeren Versorgungsspannung, z. B. UB, und der andere Einzelkontakt, z. B. 1, mit einer zweiten kleineren Versorgungsspannung, z. B. 0 Volt, beaufschlagt. An einen Sammelanschluß des Umschaltkontakts K ist ein auf die zweite kleinere Versorgungsspannung, z. B. 0 Volt, bezogenes RC-Glied bestehend aus einem Vorwiderstand R1 und einem Speicherkondensator C1 angeschlossen, das einen Mittelabgriff aufweist, an den die Relaisspule Rel1 mit einer Anschlußseite angeschlossen ist. Die gegenüberliegende Anschlußseite der Relaisspule Rel1 ist mit einem Taster-Schalter T verbunden, der mit der Mittelspannung zwischen der ersten größeren Versorgungsspannung, z. B. UB, und der zweiten kleineren Versorgungsspannung, z. B. 0 Volt, beaufschlagt ist. Die Mittelspannung weist eine Mindesthöhe entsprechend der minimalen Anzugsspannung des Relais R zuzüglich einer Sicherheitsspannung auf.

Wenn eine Set- und/oder eine Reset-Funktion realisiert werden soll, sind Taster-Schalter S, R in Reihe mit Diodenschaltungen entsprechend der bisher beschriebenen Schaltungsanordnungen vorzusehen.

Bei den bisher beschriebenen Schaltungsanordnungen außer Fig. 5 und 6 ist unterstellt, daß zur Entladung der jeweiligen Speicherkondensatoren C1, C2 Entladeschaltungen vorgesehen sind. Diese können beispielsweise durch einfache, den Speicherkondensatoren C1, C2 parallel geschaltete Entladewiderstände, z. B. R3, R4 in Fig. 1, oder aktiv wirkende Entladeschaltungen, z. B. Entkopplungs-Diodenschaltung D6, gesteuerter Schalter T3 und Ansteuerwiderstand R10 im Bereich des Umschaltkontakts K wie in Fig. 4 dargestellt und dort erläutert, gebildet sein.

Der E/A-Ausgang der einzelnen Schaltungsanordnungen nach Fig. 1 bis 6 dient zum Bereitstellen einer Ein-/Ausschaltinformation, mit der gegebenenfalls über Datenleitungen eine Stromversorgung ein- und ausgeschaltet werden kann.

Mit einer Diodenschaltung D5 in Verbindung mit einem Widerstand R7 wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, erfolgt eine Entkopplung des Speicherkondensators C2, so daß dieser in einem teilaufgeladenen Zustand kurz nach einem Umschalten des Umschaltkontakts K nicht zu einer Fehlinformation am E/A-Ausgang führt.

Der E/A-Ausgang könnte auch auf Seiten der Einzelkontakts 1 der Umschaltkontakts K angeordnet sein.

Die Widerstände R5 bis R10 dienen zum Einstellen der einzelnen Transistor-Schalter.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Ansteuern eines bistabilen Relais mit einem Umschaltkontakt und einer oder zwei Relaisspulen zum elektromagnetisch bewirkten Hin- und Herschalten des Umschaltkontakts, dadurch gekennzeichnet, daß über den Umschaltkontakt (K) und über ein oder zwei Speicherkondensatoren (C1 bzw. C1, C2) und ein oder zwei Vorwiderständen (R1 bzw. R1, R2) je nach Stellung des Umschaltkontakts (K) einer von zwei elektrophysikalischen Zuständen hergestellt wird, der auf Anregung durch einen Taster-Schalter (T) gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von ein oder zwei gesteuerten oder einfachen Schaltern (T1, T2) auf die ein oder zwei Relaisspulen (Rel1 bzw. Rel1a, Rel1b) des Relais (R) geschaltet und damit ein Umschalten des Umschaltkontakts (K) und ein Herstellen des anderen der zwei elektrophysikalischen Zustände in Vorbereitung auf eine erneute Anregung durch den Taster-Schalter (T) bewirkt wird, wobei die elektrophysikalischen Zustände davon geprägt sind, daß der eine oder die zwei Vorwiderstände (R1 bzw. R1, R2) nicht in der Lage sind, allein das Relais (R) zu betreiben, sondern nur die Ladung, die in dem einen oder in den zwei Speicherkondensatoren (C1 bzw. C1, C2) jeweils enthalten ist.
  2. 2. Schaltungsanordnung zum Ansteuern eines bistabilen Relais mit einem Umschaltkontakt und zwei gegensinnig gewickelten Relaisspulen zum elektromagnetisch bewirkten Hin- und Herschalten des Umschaltkontakts, dadurch gekennzeichnet,

    daß für die beiden Relaisspulen (Rel1a, Rel1b) zwei gesteuerte Schalter (T1, T2), zwei Speicherkondensatoren (C1, C2) und zwei Vorwiderstände (R1, R2) vorgesehen sind, die in der Weise angeordnet sind, daß die gesteuerten Strecken der gesteuerten Schalter (T1, T2) zusammen mit den jeweils in Serie dazugeschalteten Relaisspulen (Rel1a, Rel1b) jeweils parallel zu den Kondensatoren (C1, C2) angeordnet sind, die wechselweise über den Umschaltkontakt (K) des Relais (R) und die Vorwiderstände (R1, R2) mit einer Versorgungsspannung (UB) verbunden sind, und

    daß ausgehend von der Versorgungsspannung (UB) und dem Umschaltkontakt (K) des Relais (R) ein zusammengefaßter Schaltpfad für die steuernden Strecken der gesteuerten Schalter (T1, T2) vorgesehen ist, über den die steuernden Strecken der gesteuerten Schalter (T1, T2) parallel zu den Verbindungen der Versorgungsspannung (UB) mit den Kondensatoren (C1, C2) während eines Anregens durch einen Taster-Schalter (T) mit einem Bezugspotential (GND) verbunden sind.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gesteuerten Schalter (T1, T2) durch Thyristorschaltungen (T1, T3; T2, T4) gebildet sind.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Set- und Reset-Funktion jeweils ein Taster-Schalter (S, R) parallel zum Taster-Schalter (T) vorgesehen sind, die gegeneinander durch gegensinnig gepolte Diodenschaltungen (D1, D2) und gegenüber dem Taster- Schalter (T) jeweils durch jeweils eine der gegensinnig gepolten Diodenschaltungen (D1, D2) getrennt sind.
  5. 5. Schaltungsanordnung zum Ansteuern eines bistabilen Relais mit einem Umschaltkontakt und zwei gegensinnig gewickelten Relaisspulen zum elektromagnetisch bewirkten Hin- und Herschalten des Umschaltkontakts, dadurch gekennzeichnet, daß für die beiden Relaisspulen (Rel1a, Rel1b) zwei Speicherkondensatoren (C1, C2), zwei Vorwiderstände (R1, R2), zwei Diodenschaltungen (D1, D2) und ein gemeinsamer Taster- Schalter (T) vorgesehen sind, die in der Weise angeordnet sind, daß jeweils ausgehend von einem Einzelkontakt (1, 2) des Umschalters (K) ein Vorwiderstand (z. B. R1) und ein Speicherkondensator (z. B. C1) in Serie auf ein Bezugspotential (GND) und von einem Mittelabgriff zwischen dem Vorwiderstand (z. B. R1) und dem Speicherkondensator (z. B. C1) in Richtung Bezugspotential (GND) gepolt eine Diodenschaltung (z. B. D1) und eine Relaisspule (z. B. Rel1a) auf den Taster- Schalter (T) geschaltet sind, der mit seiner freien Anschlußseite auf das Bezugspotential (GND) geschaltet ist.
  6. 6. Schaltungsanordnung zum Ansteuern eines bistabilen Relais mit einem Umschaltkontakt und einer Relaisspule zum elektromagnetisch bewirkten Hin- und Herschalten des Umschaltkontakts, dadurch gekennzeichnet,

    daß die beiden Anschlüsse der Relaisspule (Rel1) mit jeweils einem Einzelkontakt (1, 2) des Umschaltkontakts (K) über Wege verbunden sind, in denen ein gesteuerter Schalter (T1; T2) und ein Vorwiderstand (R1; R2) angeordnet sind,

    daß die gesteuerten Strecken der gesteuerten Schalter (T1; T2) jeweils mit einer Diodenschaltung (z. B. D7) überbrückt sind, die in der Weise angeordnet ist, daß sie in Richtung des Umschaltkontakts (K) gepolt ist,

    daß die Emitteranschlüsse der gesteuerten Strecken ferner über Speicherkondensatoren (C1, C2) jeweils mit einem Bezugspotential (GND) verbunden sind,

    daß die steuernden Strecken der gesteuerten Schalter (T1, T2) über jeweils einen Basiswiderstand (RB1; RB2) und eine Diodenschaltung (D1; D2) mit einem Taster-Schalter (T) verbunden sind, dessen freie Anschlußseite mit einem Bezugspotential (GND) verbunden ist, und

    daß wahlweise jeweils zwischen einem Basiswiderstand und der zugehörigen Diodenschaltung (z. B. RB1, D1) für eine Set- und/oder Reset-Funktion ein weiterer, auf das Bezugspotential bezogener Taster-Schalter (S; R) angeordnet ist.
  7. 7. Schaltungsanordnung zum Ansteuern eines bistabilen Relais mit einem Umschaltkontakt und einer Relaisspule zum elektromagnetisch bewirkten Hin- und Herschalten des Umschaltkontakts, dadurch gekennzeichnet,

    daß einer der Einzelkontakte (z. B. 2) des Umschaltkontakts (K) mit einer Versorgungsspannung (UB) beaufschlagt und der andere Einzelkontakt (z. B. 1) des Umschaltkontakts (K) mit einem Bezugspotential (GND) verbunden ist,

    daß an einen Sammelanschluß des Umschaltkontakts (K) ein auf das Bezugspotential bezogenes RC-Glied bestehend aus einem Vorwiderstand (R1) und einem Speicherkondensator (C1) angeschlossen ist, das einen Mittelabgriff aufweist, an den die Relaisspule (Rel1) mit einer Seite angeschlossen ist,

    daß die gegenüberliegende Anschlußseite der Relaisspule (Rel1) mit zwei gegensinnig parallel geschalteten gesteuerten Strecken zweier gesteuerter Schalter (T1, T2) verbunden ist, die gegeneinander durch gegensinnig gepolte Diodenschaltungen entkoppelt sind,

    daß die beiden gesteuerten Strecken der gesteuerten Schalter (T1, T2) zusammen auf einen Mittelabgriff eines zwischen der Versorgungsspannung (UB) und dem Bezugspotential (GND) angeordneten Spannungsteiler (R11, R12) und einen auf das Bezugspotential (GND) bezogen geschalteten Speicherkondensator (C2) geschaltet sind,

    daß die steuernden Strecken der gesteuerten Schalter (T1, T2) über jeweilige Basiswiderstände (RB1, RB2) gemeinsam auf einen Taster-Schalter (T) geführt sind, der mit dem Bezugspotential (GND) verbunden ist, und

    daß wahlweise für eine Set- und/oder Reset-Funktion parallel zum vorhandenen Taster-Schalter (T) weitere Taster-Schalter (S, R) vorgesehen sind, die durch Diodenschaltungen (D1, D2) voneinander entkoppelt sind.
  8. 8. Schaltungsanordnung zum Ansteuern eines bistabilen Relais mit einem Umschaltkontakt und einer Relaisspule zum elektromagnetisch bewirkten Hin- und Herschalten des Umschaltkontakts, dadurch gekennzeichnet,

    daß einer der Einzelkontakte (z. B. 2) des Umschaltkontakts (K) mit einer ersten größeren Versorgungsspannung (z. B. UB) und der andere Einzelkontakt (z. B. 1) mit einer zweiten kleineren Versorgungsspannung (z. B. 0 Volt) beaufschlagt ist,

    daß an einen Sammelanschluß des Umschaltkontakts (K) ein auf die zweite kleinere Versorgungsspannung (z. B. 0 Volt) bezogenes RC-Glied bestehend aus einem Vorwiderstand (R1) und einem Speicherkondensator (C1) angeschlossen ist, das einen Mittelabgriff aufweist, an den die Relaisspule (Rel1) mit einer Anschlußseite angeschlossen ist, und

    daß die gegenüberliegende Anschlußseite der Relaisspule (Rel1) mit einem Taster-Schalter (T) verbunden ist, der mit einer Mittelspannung zwischen der ersten größeren Versorgungsspannung (z. B. UB) und der zweiten kleineren Versorgungsspannung (z. B. 0 Volt) beaufschlagt ist, die vom Betrag der Differenz zu den beiden Versorgungsspannungen eine Größenordnung entsprechend der minimalen Anzugsspannung des Relais (R) zuzüglich einer Sicherheitsspannung aufweist.
  9. 9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß den jeweiligen Speicherkondensatoren (C1, C2) Entladewiderstände (R3, R4) zugeordnet sind.
  10. 10. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß den jeweiligen Speicherkondensatoren (C1, C2) aktive Entladeschaltungen bestehend aus einem gesteuerten Schalter (z. B. T3) einem Ableitungswiderstand (z. B. R10) und einer Entkopplungs-Diodenschaltung (z. B. D6) zugeordnet sind, die im Bereich des Umschaltkontakts (K) angeordnet sind.






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