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Dokumentenidentifikation DE4336403A1 27.04.1995
Titel Vorrichtung für die Zuführung von Bewehrungsfasern
Anmelder Plettac AG, 58840 Plettenberg, DE
Erfinder Wolf, Gerhard, 58840 Plettenberg, DE;
Mau, Rainer, 08352 Langenberg, DE
Vertreter Schneiders, J., Dipl.-Ing.; Pallapies, C.; Koch, U., Rechtsanwälte; Behrendt, A., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 44787 Bochum
DE-Anmeldedatum 26.10.1993
DE-Aktenzeichen 4336403
Offenlegungstag 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse B28C 7/06
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Zuführung von Bewehrungsfasern zu einer in einem Misch- oder Transportbehälter befindlichen Betonmischung.
Bewehrungsfasern für faserverstärkten Beton neigen dazu, sich zu stabilen Nestern zusammenzuballen, die sich auch während des Mischvorgangs nicht auflösen. Die Zuführung von derartigen Nestern zur Betonmischung muß unbedingt vermieden werden.
Daraus ergibt sich die Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Vorrichtung derart auszubilden, daß die transportierten Bewehrungsfasern sicher vereinzelt werden, d. h. eine Zuführung von zusammenhängenden Bewehrungsfaser-Nestern zur Betonmischung zuverlässig vermieden wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im Bewegungsweg der Bewehrungsfasern mindestens eine Schwebestrecke (2a) angeordnet ist, in welcher die zwischen den Bewehrungsfasern wirkenden Kräfte derart reduziert sind, daß die Bewehrungsfasern vereinzelt werden.
Im Schwebezustand verlieren die Nester ihren Zusammenhalt und die Bewehrungsfasern werden zuverlässig in die Bewehrungsfasern vereinzelt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Zuführung von Bewehrungsfasern zu einer in einem Misch- oder Transportbehälter befindlichen Betonmischung.

Nach dem Stand der Technik ist es bekannt, die mechanischen Eigenschaften von Beton durch Hinzufügen von Bewehrungsfasern zu verbessern. Bei den Bewehrungsfasern handelt es sich um relativ kleine Bewehrungselemente aus hochfestem Material, z. B. Stahl, die bei der Zubereitung einer Betonmischung in den Mischer gegeben werden und dabei während des Mischvorgangs möglichst gleichmäßig in der Betonmischung verteilt werden.

Bei der Herstellung fallen die Bewehrungsfasern in großen Mengen als Schüttgut an und kommen in Kartons oder Säcke verpackt in den Handel. Beim Endverbraucher werden dann die Bewehrungsfasern aus den Verpackungseinheiten entnommen und der Betonmischung in der vorbeschriebenen Weise hinzugefügt.

Bei der Verwendung von Bewehrungsfasern ist es allerdings problematisch, daß die lose in die Verpackungseinheiten eingefüllten Bewehrungsfasern sich während des Transports und der Lagerung miteinander verkletten und sich dabei zu größeren, zusammenhängenden Agglomeraten zusammenballen. Derartige Agglomerate werden auch Nester oder Igel genannt. Eine Erklärung für diese Phänomen besteht darin, daß die einzelnen Bewehrungsfasern aufgrund ihrer Gewichtskraft und Beschleunigungskräften, die z. B. beim Transport durch Rüttelbewegungen auftreten, gegeneinandergepreßt werden. Aufgrund ihrer Oberflächenrauhigkeit werden die einzelnen Bewehrungsfasern aufgrund von Haftreibung gegeneinander fixiert; außerdem verhaken sie sich mit ihren Ausformungen und Verkröpfungen ineinander. Deswegen sind die dabei entstehenden Nester relativ stabil und zerfallen auch nicht, wenn die Bewehrungsfasern aus den Verpackungseinheiten in die Betonmischung geschüttet werden.

Die Einbringung von zu Nestern zusammengeschlossenen Bewehrungsfasern in eine Betonmischung muß jedoch unbedingt vermieden werden. Man hat nämlich beobachtet, daß zu einer Betonmischung hinzugegebene Nester auch beim Mischvorgang nicht gelöst werden, d. h., daß die Bewehrungsfasern nicht vereinzelt werden. Damit eine optimale Bewehrungswirkung erreicht wird, ist es jedoch unabdingbare Voraussetzung, daß die Bewehrungsfasern vereinzelt und statistisch gleichmäßig verteilt sind. Hingegen führen in den Beton eingebrachte Nester zu Instabilitäten, die unter Umständen schlimme Folgen haben können.

Ein weiteres Problem durch Nester ergibt sich dann, wenn die Betonmischung mittels Fördervorrichtungen, wie z. B. Betonpumpen, transportiert wird. Dann nämlich können Zusammenballungen von Bewehrungsfasern aufgrund deren hoher mechanischer Festigkeit zu Schäden an den eingesetzten Fördermaschinen führen.

Daraus ergibt sich die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung für die Zuführung von Bewehrungsfasern derart auszubilden, daß die transportierten Bewehrungsfasern sicher vereinzelt werden, d. h. eine Zuführung von zusammenhängenden Bewehrungsfaser-Nestern zur Betonmischung zuverlässig vermieden wird.

Diese Aufgabe dadurch gelöst, daß im Bewegungsweg der Bewehrungsfasern mindestens eine Schwebestrecke angeordnet ist, in welcher die zwischen den Bewehrungsfasern wirkenden Kräfte derart reduziert sind, daß die Bewehrungsfasern vereinzelt werden.

In einer erfindungsgemäß ausgestalteten Fördervorrichtung wird in besonders vorteilhafter Weise der Effekt ausgenutzt, daß die Kräfte zwischen den einzelnen Bewehrungsfasern, die eine Zusammenballung zu Nestern bewirken und diese Nester dann selbst mechanisch stabilisieren, weitgehend kompensiert werden. Durch die Reduktion der zwischen den Bewehrungsfasern wirkenden Kräfte, z. B. Gewichtskräfte, wird die Reibungshaftung zwischen den einzelnen Bewehrungsfasern soweit vermindert, daß sich miteinander verklettete Bewehrungsfasern bei ihrer Beförderung durch die Schwebestrecke voneinander lösen und vereinzelt werden. Das bedeutet, daß die Schwebestrecke gelangende, zusammenhängende Nester durch den Wegfall der sie zusammenhaltenden Kräfte ihre innere Stabilität verlieren und vollständig in einzelne Bewehrungsfasern zerfallen.

Eine physikalische Erklärung für den vorgenannten, vorteilhaften Effekt besteht darin, daß die einzelnen Bewehrungsfasern im Schwebezustand innerhalb der Schwebestrecke nahezu kräftefrei bewegen. Beim Einfüllen in die Schwebestrecke erhalten auch in agglomerierten Verbänden zusammengeschlossene Bewehrungsfasern geringfügig unterschiedliche mechanische Anfangsimpulse. Diese unterschiedlichen Anfangsimpulse führen dann im kräftefreien Schwebezustand zu einem Auseinanderdriften der einzelnen Bewehrungsfasern, d. h. zu einem Zerfall der agglomerierten Nester.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Vorrichtung sieht vor, daß die Schwebestrecke als gegen die Schwerkraft gerichtetes Luftförderrohr ausgebildet ist.

In einem Luftförderrohr werden die zu transportierenden Bewehrungsfasern in dem Luftförderrohr von einer schnellen Luftströmung erfaßt und in Strömungsrichtung mitgerissen. Die Schwebestrecke wird dadurch gebildet, daß das Luftförderrohr gegen die Schwerkraft gerichtet ist. Dann stellt sich der Schwebezustand der Bewehrungsfasern nämlich dadurch ein, daß die in Strömungsrichtung gerichtete Luftreibungskraft auf die einzelnen Bewehrungsfasern zumindest zeitweilig deren Gewichtskraft kompensiert.

Die Vereinzelung der Bewehrungsfasern im Schwebezustand innerhalb eines Luftstroms funktioniert besonders zuverlässig. Zusätzlich zu den Vorteilen, die sich aus dem Schwebezustand an sich ergeben, treten nämlich vorteilhafte Wirkungen der Luftströmung auf. Die im Schwebezustand befindlichen Bewehrungsfasern werden nämlich derart umströmt, daß aneinander haftende Bewehrungsfasern durch die Strömungskräfte voneinander getrennt werden. Durch die auftretende statistische Wirbelbildung innerhalb der Luftströmung werden erneute Agglomerationen während des Fördervorgangs ausgeschlossen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Luftförderrohr am unteren Ende mit einer Lufteinspeisung, am oberen Ende mit einer Austragsöffnung und im Bereich der Lufteinspeisung mit mindestens einer Zuführungsöffnung für die Bewehrungsfasern versehen. Dadurch, daß die Lufteinspeisung am unteren Ende des Luftförderrohrs und die Austragsöffnung am oberen Ende befindlich ist, wirkt ein Großteil des Luftförderrohrs als Schwebestrecke. Die am oberen Ende angeordnete Austragsöffnung ermöglicht eine direkte Speisung von oberhalb der Bedienungsebene angeordneten Einfüllöffnungen, z. B. Einfülltrichtern von Mischern. Selbstverständlich ist die Austragsöffnung optimal an die gegebenen Arbeitsbedingungen anpaßbar. So ist beispielsweise für die Speisung von hoch angeordneten Einfülltrichtern eine Ausgestaltung mit Ausgangskrümmern und/oder flexiblen Endstücken denkbar.

Durch die im Bereich der Lufteinspeisung angeordnete Zuführungsöffnung für die Bewehrungsfasern sind diese dem Luftstrom ohne Probleme zuführbar. Im Bereich der Lufteinspeisung sind nämlich definierte Strömungsverhältnisse vorgebbar, derart, daß im Inneren des Luftförderrohrs ein geringerer statischer Druck herrscht als außerhalb und dadurch die Bewehrungsfasern durch die Zuführungsöffnung in das Luftförderrohr hineingesogen werden.

Es ist besonders zweckmäßig, wenn vor der Zuführungsöffnung eine Eingabe- und Transporteinrichtung angeordnet ist. Bei einer solchen Ausführungsform wird die Bedienung stark vereinfacht, weil die Eingabe- und Transporteinrichtung eine gleichmäßige und sichere Einbringung der Bewehrungsfasern in das Luftförderrohr gewährleistet.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Eingabe und Transportvorrichtung eine auf die Zuführungsöffnung gerichtete Luftförderstrecke auf. Mittels dieser Luftförderstrecke kann die Einfüllgeschwindigkeit und damit die Menge der Bewehrungsfasern in weiten Grenzen eingestellt werden. Unabhängig von einer Sogwirkung an der Zuführungsöffnung ist somit besonders einfach eine Steigerung der Fördermenge erreichbar.

Ein besonders einfacher Aufbau der Vorrichtung ergibt sich daraus, daß die Luftförderstrecke mit einem Teilluftstrom des Luftförderrohres betrieben wird. Die Abzweigung eines Teilluftstroms zur Speisung der auf die Zuführungsöffnung gerichteten Luftförderstrecke ist mit einer lediglich geringen Anzahl von zusätzlichen Leitungselementen erreichbar. Der technische Aufwand ist dabei denkbar gering.

Alternativ dazu ist auch eine Ausführungsform realisierbar, bei der die auf die Zuführungsöffnung gerichtete Luftförderstrecke von einem separaten Gebläse gespeist wird. Besonders bei hohen Fördergeschwindigkeiten ist der Anschluß eines separaten Gebläses von Vorteil. Durch diese Maßnahme wird nämlich einerseits der Hauptluftstrom in dem Luftförderrohr nicht geschwächt. Andererseits ist die Strömungsgeschwindigkeit und damit die Fördergeschwindigkeit der Bewehrungsfasern in die Zuführungsöffnung unabhängig von den Strömungsverhältnissen der Luftströmung im Luftförderrohr beliebig voreinstellbar.

Ein besonders zuverlässiges Funktionieren einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird dadurch erreicht, daß die Zuführungs- und Transportvorrichtung eine in Förderrichtung geneigte, drehbare Trommel mit axialen Einfüll- und Ausgabeöffnungen enthält, an deren Innenwandung Förderschaufeln angebracht sind. Bei der Drehung der Trommel werden die eingefüllten Bewehrungsfasern in Richtung auf die Zuführungsöffnung zu transportiert und dabei gleichzeitig vorvereinzelt. In die Trommel gelangende Nester werden nämlich von den Förderschaufeln erfaßt und dabei durch wiederholte Fallbewegungen innerhalb der Trommel aufgelockert. Größere Nester werden so zumindest in kleinere Nester zerteilt; ein Großteil der Bewehrungsfasern wird schon beim Passieren der Trommel vereinzelt. Die axiale Förderbewegung innerhalb der Trommel wird dadurch erreicht, daß die Förderschaufeln an deren Innenwandung schraubenlinienförmig als Förderschnecke angebracht sind. Die durch die Trommel hindurchgeförderten Bewehrungsfasern verlassen die Trommel durch eine axiale Ausgabeöffnung und werden dem Luftförderrohr zugeführt.

Eine weitere, vorteilhafte Gestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung erhält man dadurch, daß anstelle der Trommel ein Schüttelrost angeordnet ist. Aus den Verpackungseinheiten werden die Bewehrungsfasern, die in diesem Zustand oftmals sehr stark agglomeriert sind, d. h. große, kompakte Nester bilden, auf das Schüttelrost gegeben. Durch die Schüttelbewegung des Schüttelrostes gelangen die Bewehrungsfasern jeweils in den Totpunkten der Bewegung in einen kurzzeitigen Schwebezustand. Dabei lösen sich die agglomerierten Bewehrungsfasern, größere Nester zerfallen beim anschließenden Auftreffen auf das Rost in kleinere Nester. Zum Teil werden die Bewehrungsfasern auch an dieser Stelle schon vereinzelt. Durch diese Vorvereinzelung wird eine größtmögliche Sicherheit bei der endgültigen Vereinzelung im Luftförderrohr gegeben.

Zweckmäßigerweise wird der Antriebsmechanismus des Schüttelrostes derart ausgelegt, daß die Roste des Schüttelrostes derart angetrieben sind, daß sie langsame Aufwärts- und schnelle Abwärtsbewegungen ausführen. Aufgrund ihrer Massenträgheit verharren nämlich die auf dem Schüttelrost befindlichen Bewehrungsfasern, die zu Nestern agglomeriert sind, einen kurzen Augenblick in Schwerelosigkeit, wenn das Schüttelrost nach der langsamen Aufwärtsbewegung eine schnelle Abwärtsbewegung ausführt. Im Schwebezustand, d. h. während der kurzzeitig wirkenden Schwerelosigkeit, wirken zwischen den Bewehrungsfasern geringere Haftkräfte, so daß auftretende Nester beim anschließenden Auftreffen auf das Rost durch ihre Schwerkraft zerlegt werden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen im einzelnen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform.

Zur besseren Veranschaulichung ist die Fördervorrichtung in Fig. 1 teilweise transparent dargestellt. In dieser Zeichnung ist die erfindungsgemäße Zuführungsvorrichtung als ganzes mit dem Bezugszeichen 1 versehen. Die Zuführungsvorrichtung 1 weist ein gegen die Schwerkraft nach oben gerichtetes Luftförderrohr mit einer Schwebestrecke 2a auf. Mittels eines motorgetriebenen Gebläses 3 wird am unteren Ende des Luftförderrohrs 2 Luft eingespeist. An seinem oberen Ende ist das Luftförderrohr 2 bogenförmig abgekrümmt und mündet in einer Austragsöffnung 4. Dabei besteht das austragsseitige Endstück 5 des Luftförderrohrs 2 zweckmäßig aus flexiblem Material.

Im Bereich oberhalb des motorgetriebenen Gebläses 3 ist eine Zuführungsöffnung 6 in das Luftförderrohr 2 eingebracht. Vor der Zuführungsöffnung 6 ist eine Transportrutsche 7 angeordnet, die zur Zuführungsöffnung 6 hin abfällt. Mit ihrem oberen Ende ragt die Transportrutsche 7 in eine axiale Ausgabeöffnung 8 einer motorgetriebenen drehbaren Trommel 9.

Die drehbare Trommel 9 ist ebenfalls zur Zuführungsöffnung 6 hin geneigt angeordnet. An ihrer Innenwandung sind Förderschaufeln 10 angebracht.

Die Einfüllöffnung 11 der Trommel 9 ist an einen Einfülltrichter 12 angeschlossen.

Die gesamte Zuführungsvorrichtung ist als mobiles Gerät konzipiert und zu diesem Zwecke mit Laufrädern 13 versehen.

Ein schematischer Schnitt durch eine erfindungsgemäße Zuführungsvorrichtung in einer zweiten Ausführungsform ist in Fig. 2 dargestellt. Hierbei sind identische Bestandteile mit gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen. Wie auch die Zuführungsvorrichtung 1 gemäß Fig. 1 weist diese einen Einfülltrichter 12 auf. Dieser mündet im Gegensatz zu Fig. 1 jedoch direkt in die Zuführungsöffnung 6 in dem Luftförderrohr 2.

Zusätzlich ist vor dem Einfülltrichter 12 ein Schüttelrost 14 angeordnet. Das Schüttelrost 14 wird über einen Motor 15 und ein Getriebe 16 derart angetrieben, daß das Schüttelrost 14 langsam aufwärtsbewegt wird und dann schnell in seiner Ausgangslage herunterfällt.

Zum Betrieb der erfindungsgemäßen Zuführungsvorrichtung 1 gemäß Fig. 1 wird zunächst das motorgetriebene Gebläse 3 eingeschaltet. Dadurch entsteht in dem Luftförderrohr 2 ein aufwärts gerichteter Luftstrom, der über die Austragsöffnung 4 nach außen gelangt.

Der Antrieb der motorgetriebenen drehbaren Trommel 9 wird ebenfalls eingeschaltet, wodurch die drehbare Trommel 9 in Rotation versetzt wird.

Als nächstes werden Bewehrungsfasern in den Einfülltrichter 12 eingefüllt. Über die axiale Einfüllöffnung 11 gelangen sie in die sich drehende Trommel 9. Dabei werden sie von den Förderschaufeln 10 wiederholte Male im Innern der Trommel 9 angehoben und fallengelassen. Hierdurch werden größere Nester von Bewehrungsfasern in kleinere Nester zerlegt bzw. sogar in einzelne Bewehrungsfasern vorvereinzelt.

Die derart vorvereinzelten Bewehrungsfasern gelangen über die axiale Ausgabeöffnung 8 auf die Transportrutsche 7. Auf dieser rutschen sie bis vor die Zuführungsöffnung 6 in dem Luftförderrohr 2. Aufgrund der in dem Luftförderrohr 2 herrschenden Luftströmung werde die Bewehrungsfasern durch die Zuführungsöffnung 6 ins Innere des Luftförderrohrs 2 und damit in den aufwärtsgerichteten Luftstrom eingesaugt.

Die durch die Zuführungsöffnung 6 in das Luftförderrohr 2 gelangten Bewehrungsfasern schweben zunächst im Luftstrom. Dabei lösen sie sich voneinander, so daß eventuell noch zusammenhängende, kleinere Nester innerhalb der Schwebestrecke 2a des Luftförderrohrs 2 im Luftstrom schwebend in vereinzelte Bewehrungsfasern zertrennt werden.

Die Geschwindigkeit des von dem motorgetriebenen Gebläses 3 erzeugten Luftstroms ist derart bemessen, daß die zunächst innerhalb der Schwebestrecke 2a schwebenden Bewehrungsfasern entgegen der Schwerkraft beschleunigt werden. Zusammen mit dem Luftstrom verlassen die völlig vereinzelten Bewehrungsfasern das Luftförderrohr 2 durch die Austragsöffnung 4, die am Ende des Endstücks 5 angeordnet ist.

Das Endstück 5 ragt mit der Austragsöffnung 4 in einen nicht dargestellten Einfülltrichter eines Betonmischers. Die aus der Austragsöffnung 4 austretenden Bewehrungsfasern gelangen vereinzelt in die Betonmischung, mit der sie gleichmäßig vermischt werden. Man erhält somit die gewünschte statistische Verteilung der Bewehrungsfasern in der Betonmischung.

Beim Betrieb einer erfindungsgemäßen Zuführungsvorrichtung 1 gemäß Fig. 2 werden die Bewehrungsfasern zunächst auf das Schüttelrost 14 gegeben. Nach der Inbetriebnahme eines Motors 15 führt das Schüttelrost 14 Schüttelbewegungen aus. Dabei wird zunächst eine Ecke des Schüttelrostes 14 langsam angehoben, um daran anschließend schnell in die Ausgangslage herunterzufallen. Derartige Auf- und Abwärtsbewegungen werden an den einzelnen Ecken des Schüttelrostes 14 periodisch nacheinander ausgeführt. Dadurch verharren die auf dem Schüttelrost 14 befindlichen Bewehrungsfasern jeweils kurzzeitig in schwerelosem Zustand, d. h. sie schweben. Die dabei gelockerten Nester fallen im nächsten Schritt auf das Schüttelrost 14 und zerfallen dabei in kleinere Nester oder sogar in einzelne Bewehrungsfasern, die die Maschen des Schüttelrostes passieren und in den Einfülltrichter 12 gelangen.

In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform einer Zuführungsvorrichtung 1 gelangen die durch das Schüttelrost 14 vorvereinzelten Bewehrungsfasern über die Zuführungsöffnung 6 direkt in das Luftförderrohr 2. Beim Durchgang durch die Schwebestrecke 2a innerhalb des Luftförderrohrs 2 werden sie endgültig vereinzelt, wie schon bei Fig. 1 beschrieben.

Alternativ ist natürlich auch die Anbringung eines Schüttelrostes 14 vor dem Einfülltrichter 12 einer Zuführungsvorrichtung 1 gemäß Fig. 1 möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung für die Zuführung von Bewehrungsfasern zu einer in einem Misch- oder Transportbehälter befindlichen Betonmischung, dadurch gekennzeichnet, daß im Bewegungsweg der Bewehrungsfasern mindestens eine Schwebestrecke (2a) angeordnet ist, in welcher die zwischen den Bewehrungsfasern wirkenden Kräfte derart reduziert sind, daß die Bewehrungsfasern vereinzelt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwebestrecke (2a) als gegen die Schwerkraft gerichtetes Luftförderrohr (2) ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Luftförderrohr (2) am unteren Ende mit einer Lufteinspeisung (3), am oberen Ende mit einer Austragsöffnung (4) und im Bereich der Lufteinspeisung (3) mit mindestens einer Zuführungsöffnung (6) für die Bewehrungsfasern versehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Zuführungsöffnung (6) eine Eingabe- und Transporteinrichtung (7) angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabe- und Transportvorrichtung (7) eine auf die Zuführungsöffnung (6) gerichtete Luftförderstrecke aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftförderstrecke mit einem Teilluftstrom des Luftförderrohres (2) betrieben wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftförderstrecke von einem separaten Gebläse gespeist wird.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungs- und Transportvorrichtung (1) eine in Förderrichtung geneigte, drehbare Trommel (9) mit axialen Einfüll- und Ausgabeöffnungen (11, 8) enthält, an deren Innenwandung Förderschaufeln (10) angebracht sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der Trommel (9) ein Schüttelrost (14) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Roste des Schüttelrostes (14) derart angetrieben sind, daß sie langsame Aufwärts- und schnelle Abwärtsbewegungen ausführen.






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