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Dokumentenidentifikation DE4336459A1 27.04.1995
Titel Verfahren zur Einhaltung einer frei definierbaren Zusammensetzung von Schwebstoffe, Farbstoffe, Pigmente, Fruchtfleisch u. dgl. enthaltenden Flüssigkeiten
Anmelder Becker, Thomas, Dipl.-Ing., 32758 Detmold, DE
Erfinder Becker, Thomas, Dipl.-Ing., 32758 Detmold, DE
Vertreter Stracke, A., Dipl.-Ing.; Loesenbeck, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 33613 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 26.10.1993
DE-Aktenzeichen 4336459
Offenlegungstag 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse G05D 11/13
IPC-Nebenklasse G01N 15/04   
IPC additional class // B01D 21/00  
Zusammenfassung Bei einem Verfahren zur Einhaltung einer frei definierbaren Zusammensetzung von Schwebstoffe enthaltenden Flüssigkeiten soll erreicht werden, daß der Anteil der Schwebstoffe bzw. der Farbstoffe, der Pigmente, des Fruchtfleisches in der Flüssigkeit gleichbleibend ist oder nur innerhalb von ganz engen Grenzen schwankt.
Erfindungsgemäß werden mittels mindestens einer Videokamera von der Probe Videobilder aufgenommen, die mittels eines Auswertgerätes in Signale umgesetzt werden, die von einem programmierbaren Rechner erkennbar sind. Diese Signale werden in den Rechner eingespeist und mit gespeicherten Parametern verglichen. Die Regeleinrichtung einer Anlage wird in Abhängigkeit von dem Vergleich der Signale mit den Parametern durch den Rechner gesteuert. Die Parameter sind sinngemäß wie das Fachwissen einer die Anlage kontrollierenden Person zu sehen.
Das Verfahren ist besonders bei einer Kläranlage einzusetzen, um Abwasser zu behandeln. Es ist jedoch auch bei der Herstellung und beim Abfüllen von Getränken einzusetzen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einhaltung einer frei definierbaren Zusammensetzung von Schwebstoffe, Farbstoffe, Pigmente, Fruchtfleisch und dgl. enthaltenden Flüssigkeiten, bei dem aus der zu beurteilenden Flüssigkeit Proben entnommen werden, woraufhin ggf. eine Regeleinrichtung einer Anlage zum Behandeln der Flüssigkeit betätigt wird.

Bei den in Rede stehenden Flüssigkeiten handelt es sich hauptsächlich um in einer Kläranlage zu behandelndes Abwasser. Das Verfahren ist jedoch auch im Lebensmittelbereich anwendbar, beispielsweise bei der Herstellung oder beim Abfüllen eines Getränkes, wie z. B. Fruchtsaft, Bier, Wein oder dgl. Voraussetzung ist, daß die Flüssigkeit Schwebstoffe, Farbstoffe, Pigmente, Fruchtfleisch oder dergleichen enthält.

Bei den bisher bekannten Verfahren werden die aus der Flüssigkeit in bestimmten Zeitabständen entnommenen Proben durch visuelle Beurteilung eines Fachmannes geprüft. Dieser Fachmann entscheidet, ob die Regeleinrichtung einer Anlage betätigt werden muß. Bei einer Kläranlage müßte dieser Fachmann beispielsweise entscheiden, ob eine Änderung von Zuschlagstoffen notwendig ist. Bei einer Anlage zum Abfüllen von Getränken müßte beispielsweise entschieden werden, ob der Fruchtanteil erhöht oder erniedrigt werden muß. Naturgemäß ist diese manuelle Verfahrensweise sehr ungenau, so daß der Anteil der noch in der Flüssigkeit verbleibenden Schwebstoffe bzw. Farbstoffe, Pigmente, Fruchtfleisch sehr stark schwankt.

Ein weiterer Nachteil ist auch noch darin zu sehen, daß die Beurteilung stichprobenartig erfolgt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art so weiterzuentwickeln, daß bei Anwendung dieses Verfahrens der Anteil der Schwebstoffe, Farbstoffe, Pigmente, Fruchtfleisch oder dgl. in der Flüssigkeit gleichbleibend ist oder nur innerhalb von ganz engen Grenzen schwankt.

Die gestellte Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.

Durch den Einsatz von wenigstens einer Videokamera besteht nunmehr die Möglichkeit, kontinuierlich eine Überwachung der Proben durchzuführen, so daß sofort regelnd in den Ablauf eingegriffen werden kann, wenn beispielsweise eine bestimmte Art von Schwebstoffen, bzw. von Farbstoffen, Pigmente, Fruchtfleisch oder dgl. von einem vorgegebenen Sollwert abweicht. Die Umsetzung bzw. Auflösung der Videobilder hängt auch von der Art der Flüssigkeit ab. Die im Rechner gespeicherten Parameter hängen ebenfalls von der Art der Flüssigkeit ab. Diese Parameter sind sinngemäß wie das Fachwissen der einen Ablauf überwachenden Person zu sehen. Der Ablauf wird durch die Anwendung des Verfahrens nicht nur wesentlich genauer, sondern auch automatisiert. Ferner besteht die Möglichkeit, jeweils eine Videokamera oder mehrere Videokameras an verschiedenen Stellen einzusetzen. Das Verfahren läßt sich besonders leicht umsetzen, wobei eine genaue Einhaltung der frei definierten Zusammensetzung gewährleistet ist, wenn das Videobild abgetastet oder zerlegt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Einhaltung einer frei definierbaren Zusammensetzung von Schwebstoffe, Farbstoffe, Pigmente, Fruchtfleisch und dgl. enthaltenden Flüssigkeiten, bei dem aus der zu beurteilenden Flüssigkeit Proben entnommen werden, woraufhin ggf. eine Regeleinrichtung einer Anlage zum Behandeln der Flüssigkeit betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß mittels mindestens einer Videokamera von der Probe Videobilder aufgenommen werden, die mittels eines Auswertgerätes in von einem programmierbaren Rechner erkennbare Signale umgesetzt und in den Rechner eingespeist und mit im Rechner gespeicherten Parametern verglichen werden, und daß die Regeleinrichtung in Abhängigkeit von dem Vergleich der Signale mit den Parametern durch den Rechner gesteuert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Videobild abgetastet oder zerlegt wird.






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