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Dokumentenidentifikation DE4418651C1 27.04.1995
Titel Bahnförmiges Material aus thermoplastischem Kunststoff sowie Verfahren zum Verbinden ein oder mehrerer Längen desselben
Anmelder Hitek Construction AG, Gstaad, CH
Erfinder Egger, Walter, Gstaad, CH
Vertreter Schmidt, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 80803 München; Müller, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 82229 Seefeld
DE-Anmeldedatum 27.05.1994
DE-Aktenzeichen 4418651
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.04.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse B29C 65/70
Zusammenfassung Ein bahnförmiges Material aus thermoplastischem Kunststoff umfaßt aus einem ebenen Bahnbasisbereich (3) ausgeformte Erhebungen (4) an wenigstens einer Seite. Die Erhebungen (4) längs eines Bahnrandbereiches (1') (2') können von den Erhebungen längs eines anderen Bahnrandbereiches (2') aufgenommen werden. Die Erhebungen (4) haben konvex gewölbte Oberseiten und etwa hyperbelartig verlaufende Flanken. Zum Verbinden zweier Bahnen (1, 2) werden die Erhebungen (4) längs des Randbereiches (1') einer Bahn in die Erhebungen (4) längs des Randbereiches (2') der anderen Bahn gesteckt, und wird auf wenigstens einige der ineinandergreifenden Erhebungen (4) eine äußere Kraft, z. B. ein Schlag, ausgeübt, so daß es zu einer plastischen verriegelnden Verformung der ineinandergreifenden Erhebungen kommt. Die geschaffene hintergreifende Verbindung kann reißverschlußartig gelöst werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein bahnförmiges Material aus einem thermoplastischen Kunststoff, mit einer rasterartigen Profilierung, gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 10. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Verbinden einander angrenzender Randbereiche ein oder mehrerer Längen eines derartigen bahnförmigen Materials.

Obschon andere Anwendungsgebiete in Frage kommen, ist Hauptanwendungsgebiet der Erfindung der Schutz von Bauten und Bauteilen gegen Feuchtigkeit, sowie die Schall- und Wärmeisolierung und Verpackung von Großteilen und dgl. Ein bekanntes bahnförmiges Material umfaßt eine erste Anzahl von Erhebungen, die über den größeren Teil seiner Fläche vorgesehen sind, und eine zweite Vielzahl von andersartigen Erhebungen, die nur längs eines Randbereiches des bahnförmigen Materials vorgesehen sind. Letztere haben eine napfförmige Querschnittskonfiguration mit flachen Oberseiten und können entsprechend positionierte napfförmige Erhebungen längs des Randbereiches einer anderen Länge des bahnförmigen Materials aufzunehmen, wenn die zu verbindenden Randbereiche der Bahnen in eine überlappende Beziehung zueinander gebracht sind. Die ineinandergreifenden napfförmigen Erhebungen bewerkstelligen zwar eine Ausrichtung der zu verbindenden Bahnen nach Länge und Breite, sie sind jedoch nicht geeignet, eine ausreichend stabile Verbindung der Bahnen zu schaffen. Im allgemeinen wird daher eine Verschweißung oder Verklebung der sich überlappenden Randbereiche vorzusehen sein. Ein weiterer Nachteil des bekannten bahnförmigen Materials ergibt sich aus der Notwendigkeit, speziell konfigurierte Erhebungen im bahnförmigen Material vorsehen zu müssen, die nur dem Zweck der Ausrichtung der Bahnen dienen. Dies bedeutet nicht nur einen höheren Aufwand bei der Herstellung des bahnförmigen Materials, sondern erfordert entsprechende Berücksichtigung beim Verbinden zweier Längen des bahnförmigen Materials am Einsatzort, indem die Verbindung nicht an jeder beliebigen Stelle des bahnförmigen Materials vorgenommen werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein bahnförmiges Material und ein Verfahren zum Verbinden ein oder mehrerer Längen desselben zu schaffen, das sich in wirtschaftlicher Weise herstellen läßt und geeignet ist, ohne die erwähnten Einschränkungen bei bekannten bahnförmigen Materialien am Einsatzort verarbeitet zu werden. Insbesondere soll die Erfindung eine ausreichend feste, jedoch grundsätzlich ohne weiteres wieder lösbare Verbindung der Bahnlängen ohne zusätzliche Schweiß- oder Klebverbindungen ermöglichen.

Das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich, ausgehend von einem bahnförmigen Material aus thermoplastischem Kunststoff mit einer rasterartigen Profilierung bestehend aus in Bahnlängs- und -querrichtung aus einem im wesentlichen ebenen Bahnbasisbereich ausgeformten Erhebungen an wenigstens einer Seite des Bahnbasisbereiches, wobei wenigstens die längs der zu verbindenden Randbereiche vorgesehenen Erhebungen aufeinander abgestimmt sind, so daß die Erhebungen des einen Randbereiches von den Erhebungen des anderen Randbereiches wenigstens teilweise aufgenommen werden können, dadurch aus, daß auf wenigstens einige der Paare von ineinandergreifenden Erhebungen eine äußere Kraft mit einer Stärke ausgeübt wird, daß diese bereichsweise plastisch verformt und in eine gegenseitig verriegelnde hintergreifende Beziehung miteinander gebracht werden. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die äußere Kraft so gesteuert, daß die verriegelnde Eingriffnahme der Erhebungen reißverschlußartig wieder lösbar ist. Die Verbindung zweier Längenabschnitte eines bahnförmigen Materials kann daher einfach dadurch erfolgen, daß eine Reihe oder zwei oder mehrere Reihen von Erhebungen in eine überlappende Beziehung miteinander gebracht und die Erhebungen ineinander gesteckt werden. Es wird danach auf die freiliegenden Erhebungen mittels eines geeigneten Werkzeuges, z. B. eines Hammers oder dgl., eine ausreichend starke Kraft ausgeübt, daß das Material der Erhebungen eine plastische Verformung erfährt und sich dadurch eine verriegelnde Verbindung zwischen den ineinandergreifenden Erhebungen ergibt. Da erfindungsgemäß vorzugsweise einheitliche Erhebungen über die gesamte Fläche des bahnförmigen Materials vorgesehen sein können, kann dieses auf einer Vorratsrolle oder dgl. mit unbestimmter Länge bevorratet und zur Baustelle transportiert werden. Der Zuschnitt des bahnförmigen Materials auf die örtlichen Gegebenheiten kann dabei erfolgen, ohne daß auf bestimmte Bereiche des bahnförmigen Materials Rücksicht genommen werden muß. Die durch die erfindungsgemäße Vorgehensweise geschaffene verriegelnde Eingriffnahme ist ausreichend fest, so daß sich weitere Verbindungsmaßnahmen grundsätzlich erübrigen.

Ein bahnförmiges Material zur Verwendung bei einem Verfahren der vorerwähnten Art zeichnet sich gemäß dem Anspruch 10 dadurch aus, daß wenigstens die längs des Bahnrandbereiches vorgesehenen Erhebungen konvex gewölbte Oberseiten und umfängliche Flankenabmessungen an den Kopfbereichen aufweisen, die wesentlich kleiner als die umfänglichen Flankenabmessungen an den Fußbereichen sind. Durch die konvex gewölbten Oberseiten der Erhebungen wird erreicht, daß eine darauf ausgeübte äußere Kraft die Erhebungen in eine pilzartige Konfiguration umformen kann, die für eine verriegelnde Eingriffnahme der ineinandergesteckten Erhebungen besonders bevorzugt wird. Dagegen bestünde bei kegelstumpfförmigen Erhebungen mit flachen Oberseiten die Gefahr, daß eine darauf ausgeübte äußere Kraft entweder zu unregelmäßigen plastischen Verformungen oder zu einem übermäßigen Kollabieren der Erhebungen führen würde. Bezüglich vorteilhafter anderer Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Patentansprüche verwiesen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles und der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 in geschnittener fragmentarischer Ansicht des bahnförmigen Materials,

Fig. 2 in Draufsicht zwei miteinander verbundene Längen des bahnförmigen Materials.

Fig. 3a-3c Schemaskizzen zur Darstellung der Schritte zum Verbinden zweier Längen des bahnförmigen Materials.

In Fig. 1 und 2 sind mit den Bezugszeichen 1 bzw. 2 zwei Längen eines bahnförmigen Materials aus einem geeigneten thermoplastischen Kunststoff, wie PVC, PS, Polyester oder einem Polyolefin, wie PE oder PP bezeichnet. Die Längen 1, 2 können werkseitig vorgegeben sein oder entsprechend den jeweiligen Anforderungen an Ort und Stelle auf die gewünschten Abmessungen von z. B. einer Vorratsrolle abgeschnitten werden.

Jede Länge 1, 2 hat eine Vielzahl von über die Oberfläche verteilten Noppen oder Erhebungen 4, die in Längs- und Querrichtung in gleichem Achsabstand A voneinander stehen. Die Erfindung ist jedoch auf eine derartige Anordnung der Erhebungen 4 nicht beschränkt. Vielmehr könnten die Erhebungen 4, wenn erwünscht, auch längs der Längs- und/oder Querreihen unterschiedlich beabstandet sein. Ferner brauchen die Erhebungen 4 nicht einheitlich über der gesamten Fläche der Längen 1, 2 ausgebildet sein. Wesentlich ist, daß wenigstens die Erhebungen 4, die längs der zu verbindenden Randbereiche 1&min;, 2&min; der Längen 1, 2 vorgesehen sind, in einem aufeinander abgestimmten, z. B. im wesentlichen gleichen Abstand voneinander stehen, so daß die Erhebungen 4 eines Randbereiches 1&min; in eine ausgerichtete Beziehung zu den Erhebungen 4 des anderen Randbereiches 2&min; gebracht werden können, wenn die Randbereiche 1&min;, 2&min; in der in Fig. 2 gezeigten überlappenden Beziehung stehen.

Es versteht sich, daß die Überlappung jeweils mehr als eine Reihe von Erhebungen 4 umfassen kann, wenn eine entsprechende Anzahl von Reihen aufeinander abgestimmter Erhebungen 4 an den Randbereichen 1&min;, 2&min; vorgesehen ist. Insbesondere können, wenn, wie dargestellt, die Erhebungen 4 über die Fläche der Längen 1, 2 einheitlich ausgebildet sind, beliebig bemessene Randbereiche 1&min;, 2&min; in Überlappung miteinander gebracht werden.

Wie in Fig. 1 gezeigt ist, stellt jede Erhebung 4 eine vorzugsweise rotationssymmetrische Ausformung aus einem ebenen Bahnbasisbereich 3 mit einer Querschnittskonfiguration dar, die annähernd hyperbelartig verlaufende Flanken 5 schafft. Jede Erhebung 4 umschließt einen entsprechend konfigurierten Raum 9, der von der gegenüberliegenden Seite des Bahnbasisbereiches 3 zugänglich ist.

Es wurde ferner festgestellt, daß das Verhältnis des Durchmessers nahe dem Kopfbereich 7 zum kürzesten Achsabstand A zwischen benachbarten Erhebungen 4 zwischen etwa 0,2 und 0,5, und daß die Druckfestigkeit des bahnförmigen Material es wenigstens an dem mit den Erhebungen 4 versehenen Randbereichen 1&min;, 2&min; zwischen etwa 80 und 1000 KN/m², vorzugsweise zwischen etwa 300 und 700 KN/m², betragen sollte.

Obschon die vorbeschriebene Konfiguration der Flanken 5 der Erhebungen 4 bevorzugt wird, könnten die Erhebungen 4 auch eine andere geeignete Flankenausbildung, z. B. die in Fig. 3a gezeigte höckerartige Konfiguration, haben, vorausgesetzt, daß das Verhältnis zwischen Fuß- und Kopfabmessung der Erhebungen 4 größer etwa 1,5, vorzugsweise größer gleich 2,0, ist. Hierdurch wird sichergestellt, daß jede Erhebung 4 einen Fußbereich 6 hat, der einer äußeren auf die Erhebung 4 ausgeübten Kraft einen größeren Widerstand gegen Verformung entgegensetzt wie der Kopfbereich 7, so daß die äußere Kraft eher zu plastischen Verformungen am Kopfbereich 7 als am Fußbereich 6 führen wird.

Ferner hat jede Erhebung 4 ein freie Oberseite oder Abschlußwand 8, die nicht flach, sondern konvex, z. B. kuppel- oder domartig, gewölbt ausgebildet ist. Dabei kann, wenn erwünscht, an der Oberseite 8 ein zentraler im Durchmesser reduzierter Bereich mit im wesentlichen flacher Ausbildung vorgesehen sein. Die gewölbte Oberseite 8 kann stetig in den Flankenbereich 5 übergehen.

Beispiel

In einer ebenen Bahn aus einem Polypropylen (PP) mit einer Dicke von 0,85 mm sind gleichartig ausgebildete und beabstandete Erhebungen 4 mit einer Höhe von 10 mm, einem Durchmesser am Fußbereich 6 von 12 mm und einem Durchmesser am Kopfbereich 7 von 6,0 mm ausgeformt. Jede Erhebung 4 hat eine gewölbte Oberseite 8 mit einem zentralen flachen Bereich mit einem Durchmesser von 2,5 mm. Der Achsabstand A zwischen benachbarten Erhebungen beträgt 17 mm. Die Flanken 5 der Erhebungen 4 verlaufen etwa hyperbolisch. Die Druckfestigkeit des bahnförmigen Materials 1 beträgt 400 KN/m².

Nachfolgend wird anhand von Fig. 3a-3c das Verfahren zum Verbinden zweier Längen 1, 2 eines bahnförmigen Materials der vorbeschriebenen Art erläutert. Der erste in Fig. 3a gezeigte Schritt besteht darin, daß geeignet bemessene Randbereiche 1&min;, 2&min; der zu verbindenden Längen 1, 2 in eine überlappende Beziehung zueinander gebracht werden, so daß die Erhebungen 4 eines Randbereiches 1&min; in die durch die Erhebungen 4 des anderen Randbereiches 2&min; gebildeten Vertiefungen 9 eingreifen können, um darin so aufgenommen zu werden, daß die Oberseiten 8 der ineinandergreifenden Erhebungen 4 einander berühren oder zumindest in eine nahe angrenzende Beziehung zueinander kommen.

Sodann wird gemäß Fig. 3b mit einem geeigneten Werkzeug, z. B. einem Schlagwerkzeug oder Hammer 10, eine Schlag auf die Oberseite 8 der jeweils freiliegenden Erhebung 4 mit einer ausreichenden Stärke ausgeübt, daß die Kopfbereiche 7 der ineinandergreifenden Erhebungen 4 eine plastische Verformung erfahren und z. B. in eine annähernd pilzartige Konfiguration umgeformt werden. Es entstehen dadurch an den Erhebungen 4 Hintergreifflächen, die eine verriegelnde Verbindung zwischen den Erhebungen 4 und damit den Längen 1, 2 schaffen.

Die Stärke der verriegelnden Eingriffnahme ist von der Stärke der auf die Erhebungen 4 ausgeübten äußeren Kraft abhängig und sollte so gesteuert werden, daß die verriegelnde Eingriffnahme reißverschlußartig unter einer auf die verbundenen Randbereiche 1&min;, 2&min; ausgeübten Zugkraft wieder gelöst werden kann, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist. Da die durch die plastischen Verformungen geschaffenen Hintergreifflächen an den Erhebungen 4 jedoch bleiben, kann die verriegelnde Eingriffnahme jederzeit nach Druckknopfart wieder hergestellt werden, ohne daß es zu weiteren plastischen Verformungen an den Erhebungen 4 zu kommen braucht.

Es versteht sich, daß nicht sämtliche längs der sich überlappenden Randbereiche 1&min;, 2&min; vorgesehenen Erhebungen 4 in der beschriebenen Weise beaufschlagt werden müssen, sondern daß es genügen kann, wenn eine ausgewählte Anzahl der ineinandergreifenden Erhebungen 4 in der beschriebenen Weise behandelt wird. Auch könnte die äußere Kraft statt schlagartig auch kontinuierlich, z. B. mittels einer hydraulischen Vorrichtung, aufgebracht werden.

Darauf hinzuweisen ist ferner, daß die Erhebungen 4 an einem Randbereich 1&min; eine Querschnittskonfiguration haben können, die sich von derjenigen der Erhebungen 4 am anderen Randbereich 2&min; unterscheidet, so daß die Erhebungen 4 des einen Randbereiches, z. B. nur teilweise in den Vertiefungen 9 der Erhebungen 4 des anderen Randbereiches aufgenommen werden. In diesem Fall könnte eine verriegelnde Eingriffnahme der Erhebungen 4 dadurch erreicht werden, daß die äußere Kraft auf die Flanken 5 der Erhebungen 4 statt auf deren Oberseiten 8 ausgeübt wird. Die äußere Kraft könnte hierbei z. B. mittels eines zangenartigen Werkzeuges aufgebracht werden.

Fig. 3c zeigt die in der vorbeschriebenen Weise verbundenen Längen 1, 2. Auf die Oberseiten 8 der Erhebungen 4 ist ferner ein geotextiles wasserdurchlässiges Gewebe 11 gelegt. Bezüglich weitere Details hierzu kann im übrigen auf die EP- B-0039847 verwiesen werden. Die Zwischenräume 12 zwischen benachbarten Erhebungen 4 werden durch das geotextile Gewebe 11 nach außen abgedeckt sind. Es wird dadurch wirksam verhindert, daß die Zwischenräume 12 durch Partikel, wie Sand, verstopft werden können.

Die überlappten Randbereiche 1&min;, 2&min; können, wenn erwünscht, nach der verriegelnden Eingriffnahme der Erhebungen 4 zusätzlich in geeigneter Weise gegeneinander abgedichtet, z. B. verschweißt oder verklebt werden.

Das Verfahren wurde vorausgehend anhand eines bahnförmigen Materials mit Erhebungen an nur einer Bahnseite beschrieben. Es versteht sich jedoch, daß ebensolche Erhebungen auch aus dem Bahnbasisbereich in Richtung auf die gegenüberliegende Bahnseite ausgeformt sein können, so daß eine Bahn mit beidseitigen Erhebungen vorliegt. Die Erhebungen brauchen ferner nicht zwingend rotationssymmetrisch zu sein, sondern könnten auch eine andere umfängliche, z. B. eckige Konfiguration haben.

Ferner ist es möglich, ein Rohr oder dgl., mit dem bahnförmigen Material zu umwickeln, indem eine der Umfangslänge des zu umwickelnden Rohres entsprechende Länge des bahnförmigen Materials von einer Vorratsrolle abgeschnitten wird, und die Randbereiche der abgeschnittenen Länge nach dem Umwickeln des Rohres in der beschriebenen Weise miteinander verbunden werden. Auch können Längen von bahnförmigem Material aus unterschiedlichem Kunststoff und/oder mit unterschiedlicher Druckfestigkeit mit Hilfe des Verfahrens miteinander kombiniert werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Verbinden einander angrenzender Randbereiche ein oder mehrerer Längen eines bahnförmigen Materials aus einem thermoplastischen Kunststoff mit einer Profilierung bestehend aus in Bahnlängs- und -querrichtung aus einem im wesentlichen ebenen Bahnbasisbereich ausgeformten Erhebungen an wenigstens einer Seite des Bahnbasisbereiches, wobei wenigstens die längs der zu verbindenden Randbereiche vorgesehenen Erhebungen aufeinander abgestimmt sind, so daß die Erhebungen des einen Randbereiches wenigstens teilweise von den Erhebungen des anderen Randbereiches aufgenommen werden können, dadurch gekennzeichnet, daß auf wenigstens einige der ineinandergreifenden Erhebungen eine äußere Kraft mit einer Stärke ausgeübt wird, daß diese bereichsweise plastisch verformt und in eine gegenseitig verriegelnde hintergreifende Beziehung miteinander gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Kraft auf die freiliegenden Oberseiten der ineinandergreifenden Erhebungen ausgeübt wird, nachdem diese in eine kopfseitig wenigstens nahe angrenzende Beziehung zueinander gebracht worden sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Kraft seitlich auf die ineinandergreifenden Erhebungen ausgeübt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Kraft schlagartig aufgebracht wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Kraft so gesteuert wird, daß die verriegelnde Eingriffnahme der Erhebungen reißverschlußartig lösbar ist.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein bahnförmiges Material mit einheitlichen Erhebungen vorgesehen wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnbasisbereiche der sich überlappenden Randbereiche gegeneinander abgedichtet werden.
  8. 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnbasisbereiche der sich überlappenden Randbereiche miteinander verschweißt oder verklebt werden.
  9. 9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verbinden der Randbereiche die durch die Zwischenräume zwischen den Erhebungen gebildeten Strömungspassagen durch eine geotextile Folie abgedeckt werden.
  10. 10. Bahnförmiges Material aus einem thermoplastischen Kunststoff, mit einer Profilierung, bestehend aus in Bahnlängs- und -querrichtung aus einem im wesentlichen ebenen Bahnbasisbereich ausgeformten Erhebungen an wenigstens einer Seite des Bahnbasisbereiches, wobei wenigstens die längs eines Bahnrandbereiches vorgesehenen Erhebungen in entsprechende Erhebungen eines zweiten bahnförmigen Materials wenigstens teilweise aufnehmbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die längs des Bahnrandbereiches (1&min;, 2&min;) vorgesehenen Erhebungen (4) konvex gewölbte Oberseiten (8) und umfängliche Flankenabmessungen an den Kopfbereichen (7) aufweisen, die wesentlich kleiner als die umfänglichen Flankenabmessungen an den Fußbereichen (6) sind.
  11. 11. Bahnförmiges Material nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen (4) im wesentlichen hyperbelartig verlaufende Flanken (5) haben.
  12. 12. Bahnförmiges Material nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfestigkeit des mit den Erhebungen (4) versehenen Bahnrandbereiches (1&min;, 2&min;) zwischen etwa 80 und 1000 KN/m², vorzugsweise zwischen etwa 300 und 700 KN/m², beträgt.
  13. 13. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der umfänglichen Flankenabmessungen nahe den Oberseiten (8) zum kürzesten Achsabstand (A) zwischen benachbarten Erhebungen (4) zwischen etwa 0,2 und 0,5 beträgt.
  14. 14. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß dieses aus einem PVC, PS, Polyester sowie die Polyolefine umfassenden Kunststoffmaterial gebildet ist.
  15. 15. Bahnförmiges Material nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß dieses mit einheitlich ausgebildeten und beabstandeten Erhebungen (4) versehen ist.






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