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Dokumentenidentifikation DE69012124T2 27.04.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0480997
Titel VERBESSERUNGEN BEI DER BEHANDLUNG VON ZÄHNEN.
Anmelder Dunhall Pharmaceuticals, Inc., Gravette, Ark., US
Erfinder DARNELL, Daniel, H., Hanceville, AL 35077, US
Vertreter Staeger, S., Dipl.-Ing.; Sperling, R., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anwälte, 80469 München
DE-Aktenzeichen 69012124
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.06.1990
EP-Aktenzeichen 909110900
WO-Anmeldetag 25.06.1990
PCT-Aktenzeichen US9003517
WO-Veröffentlichungsnummer 9100068
WO-Veröffentlichungsdatum 10.01.1991
EP-Offenlegungsdatum 22.04.1992
EP date of grant 31.08.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse A61C 19/06

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Gerätes für die Behandlung eines Zahns, ein Verfahren zum Behandeln eines Zahns mit einem Weissmachermittel und ein Gerät zum Behandeln eines Zahns, wie im Oberbegriff des Anspruchs 1, des Anspruchs 9 bzw. des Anspruchs 10 angegeben. Ein solcher Stand der Technik ist in Artikel "Nightguard Vital Bleaching" beschrieben, der in "Quintessence International", Band 20, März 1989 veröffentlicht worden ist.

Angabe des Standes der Technik

Im Stand der Technik sind viele Geräte und Verfahren für die äusserliche Behandlung eines Zahns oder der Zähne eines Patienten bekannt. Das einfachste Verfahren für die äusserliche Behandlung eines Zahns besteht im direkten Auftragen eines aktiven Mittels auf den Zahn des Patienten. Zu den äusserlichen Behandlungen eines Zahns gehört das direkte Auftragen von aktiven Mitteln, wie z.B. Zahn-Weissmachermitteln.

Obwohl mit der äusserlichen Behandlung eines Zahns durch direktes Auftragen eines aktiven Mittels gewisse Erfolge erzielt wurden, sind mit diesem Verfahren verschiedene Probleme verbunden. Erstens ist das direkte Auftragen eines aktiven Mittels allgemein wenig wirksam, weil das aktive Mittel nur für relativ kurze Zeit auf die Oberfläche des Zahns aufgetragen werden kann. Die relativ kurze Zeit der Auftragung ist gegeben durch die Zeit, während welcher das aktive Mittel auf dem Zahn des Patienten verbleibt. Die Länge der Zeit, während welcher das aktive Mittel auf dem Zahn des Patienten verbleibt, ist abhängig von der Viskosität des aktiven Mittels und der Fähigkeit des aktiven Mittels, auf dem Zahn zu verbleiben, sowie von der Fähigkeit des Patienten, sich während der Behandlung nicht zu bewegen.

Um diese Probleme zu überwinden, ist in gewissen bekannten Verfahren die Konzentration des aktiven Mittels erhöht worden, damit befriedigende Resultate in der beschränkten Zeit erzielt werden können, die bei der direkten Auftragung des aktiven Mittels möglich ist. Die Erhöhung der Konzentration des aktiven Mittels führt jedoch zu unerwünschten Nebenwirkungen für den Patienten.

In anderen bekannten Verfahren ist eine Kunststoff-Aussenform verwendet worden, welche die Zähne des Patienten umfasst, um ein Zahn-Weissmachermittel während längerer Zeit mit den Zähnen eines Patienten in Kontakt zu halten. Ein solches Verfahren wird beschrieben in einem Artikel mit dem Titel "Nightguard Vital Bleaching", der in Quintessence International, Band 20, März 1989 veröffentlicht worden ist. In diesem Verfahren wird eine Aussenform so geformt, dass sie über die Gesamtheit der oberen oder der unteren Zähne des Patienten passt und zum Zahnfleisch des Patienten hin abdichtet. Das aktive Mittel wird in die Aussenform eingeführt, und die Aussenform wird auf die Zähne des Patienten aufgesetzt, um das aktive Mittel in engem Kontakt mit den Zähnen des Patienten zu halten.

Durch die Verwendung einer Kunststoff-Aussenform wurde es zwar möglich, dass das aktive Mittel während längerer Zeit mit dem Zahn in Kontakt blieb, die Verwendung der Kunststoff-Aussenform besass jedoch gewisse Nachteile. Erstens war die Kunststoff-Aussenform, da sie so geformt war, dass sie eng über die Gesamtheit der oberen oder der unteren Zähne des Patienten passte, wegen der engen Anpassung an die Zähne unbequem. Zweitens war es, da die Aussenform zum Zahnfleisch des Patienten hin abdichtete, nicht möglich, die Aussenform an einen einzelnen Zahn oder an einige Zähne anzupassen, weil eine solche Aussenform nicht richtig zum Zahnfleisch des Patienten hin dichten konnte. Drittens musste die Aussenform benachbart zum Zahnfleischrand zurückgeschnitten werden, um eine unerwünschte schädliche Beeinflussung des Zahnfleisches durch die enge Berührung der Aussenform mit dem Zahnfleisch während des Behandlungsprozesses zu vermeiden. Viertens verhinderte die enge Anpassung der Aussenform an die Gesamtheit der oberen oder unteren Zähne des Patienten den Eintritt und Austritt von Sauerstoff in den bzw. aus dem inneren Bereich der Aussenform. Fünftens war wegen der engen Anpassung der Aussenform an die Gesamtheit der oberen oder unteren Zähne des Patienten das Abnehmen der Aussenform in manchen Fällen schwierig. Sechstens konnte trotz der engen Anpassung der Aussenform an die Gesamtheit der oberen oder unteren Zähne des Patienten das im inneren Bereich der Aussenform enthaltene aktive Mittel mit der Zeit aus der Aussenform austreten, wodurch die Wirkung des aktiven Mittels auf die Zähne reduziert wurde.

Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, deren Resultate besser sind als die mit dem Stand der Technik erhaltenen Resultate.

Ein anderes Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, in denen ein Rückhaltemittel in der Aussenform angeordnet ist, um das aktive Mittel in der Aussenform zu halten.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, in denen ein Rückhaltemittel in der Aussenform angeordnet ist, um das aktive Mittel mit der Oberfläche des Zahns des Patienten in Berührung zu halten.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, in denen ein Rückhaltemittel in der Aussenform angeordnet ist, um Vertiefungen für das aktive Mittel zu bilden, welche Verluste von aktivem Mittel aus der Aussenform verhindern.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, in denen die Kunststoff-Aussenform von der Oberfläche des Zahns des Patienten im Abstand gehalten wird, wodurch der Patient für eine angemessene Zeitspanne sich fügen kann, um die Behandlung mit dem aktiven Mittel zu vollenden.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, in denen die Kunststoff-Aussenform mit einem elastischen, zwischen der Aussenform und dem Zahn des Patienten angeordneten Rückhaltemittel versehen wird, um das Tragen der Aussenform für den Patienten angenehm zu machen.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns oder anderer oraler Strukturen in der Mundhöhle mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, welche an einen einzelnen Zahn oder an einige Zähne des Patienten anpassbar sind.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, in welchen die Aussenform sich über den Zahnfleischrand erstrecken kann, ohne das Zahnfleisch des Patienten nachteilig zu beeinflussen oder zu irritieren.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns zur Verfügung zu stellen, in welchen die Aussenform den Eintritt und Austritt von Sauerstoff zu dem der Aussenform benachbarten Zahnfleischgewebe gestattet.

Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren und Gerät zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel zur Verfügung zu stellen, bei denen die Aussenform vom Patienten leicht abgenommen werden kann.

Im Vorstehenden sind einige der wichtigeren Ziele der Erfindung skizziert worden. Diese Ziele stellen jedoch lediglich einige der wichtigeren Merkmale und Anwendungen der Erfindung dar. Durch Anwendung der hier beschriebenen Erfindung in unterschiedlicher Weise oder Modifizieren der Erfindung innerhalb des Rahmens der Erfindung können zahlreiche andere vorteilhafte Resultate erzielt werden. Demgemäss ergeben sich weitere Ziele und ein volles Verständnis der Erfindung aus der Zusammenfassung der Erfindung, der detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausfiihrungsform sowie dem in den Ansprüchen definierten Umfang der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung ist in den beigefügten Ansprüchen definiert, und spezifische Ausführungsformen sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt. Kurz gesagt, bezieht sich die Erfindung auf ein verbessertes Verfahren zum Behandeln eines Zahns mit einem aktiven Mittel, enthaltend die Herstellung eines Modells des Zahns und die Formung einer Aussenform zum Bilden eines inneren Bereichs zur Aufnahme eines Rückhaltematerials und Halten desselben auf dem Zahn. Ein aktives Mittel wird in das Rückhaltematerial eingeführt, und die das Rückhaltematerial und das aktive Mittel enthaltende Aussenform wird auf den Zahn aufgesetzt.

In einer spezifischen Ausführungsform der Erfindung wird die Aussenform aus einer Folie aus Kunststoffmaterial durch Vakuumverformung auf dem Modell des Zahns gebildet. In einer ersten Ausführungsform wird die Aussenform aus einer Folie aus Kunststoffmaterial durch Vakuumverformung gebildet, wobei ein Rückhaltematerial zwischen der Folie aus Kunststoffmaterial und dem Modell des Zahns angeordnet wird. Vorzugsweise wird die Aussenform so beschnitten, dass sie beim Uebergang zwischen dem Zahn und dem Zahnfleischgewebe endet.

Das Rückhaltematerial wird im inneren Bereich der Aussenform durch Reibung, Klebstoffe oder durch Anschmelzen befestigt. Das Rückhaltematerial kann während des Formens der Aussenform in den inneren Bereich der Aussenform eingeführt werden oder nach der Bildung der Aussenform. Das Rückhaltematerial kann entweder ein nichtabsorbierendes Rückhaltematerial oder ein absorbierendes Rückhaltematerial sein.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das Rückhaltematerial bevorzugt in ausgewählte Abschnitte des inneren Bereichs der Aussenform eingesetzt werden, um einen dem Rückhaltematerial benachbarten Abschnitt des Zahns bevorzugt zu behandeln.

Die Erfindung betrifft auch ein verbessertes Gerät zum Behandeln eines Zahns, enthaltend eine Aussenform mit einem inneren Bereich und einem äusseren Bereich, wobei der innere Bereich der Aussenform zur Aufnahme des Zahns bestimmt ist. Die Aussenform endet beim Uebergang zwischen dem Zahn und dem Zahnfleischgewebe. Ein Rückhaltematerial ist im inneren Bereich der Aussenform befestigt und endet beim Rand der Aussenform benachbart zum Uebergang zwischen dem Zahn und dem Zahnfleischgewebe. Das Rückhaltematerial hält das aktive Mittel zurück, so dass das aktive Mittel mit dem Zahn in Kontakt kommt, wenn die das Rückhaltematerial und das aktive Mittel enthaltende Aussenform auf den Zahn aufgesetzt wird.

Im Vorstehenden sind die wichtigeren Merkmale der vorliegenden Erfindung in eher allgemeinen Worten beschrieben worden, damit die nachfolgende detaillierte Beschreibung leichter verstanden werden kann, so dass der Beitrag zur Technik vollständiger erkannt wird. Weitere Merkmale der Erfindung, welche Gegenstand der Ansprüche bilden, werden nachstehend erläutert. Dem Fachmann wird klar sein, dass das beschriebene Konzept und die beschriebenen speziellen Ausführungsformen ohne weiteres als Ausgangspunkte für die Modifizierung oder Konstruktion anderer Strukturen zur Erreichung der Ziele der vorliegenden Erfindung dienen können. Es dürfte auch klar sein, dass solche gleichwertigen Konstruktionen nicht über den Rahmen der Erfindung hinausgehen, wie er in den beigefügten Ansprüchen angegeben ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Zum besseren Verständnis des Wesens und der Ziele der Erfindung wird auf die nachstehende detaillierte Beschreibung anhand der Zeichnungen verwiesen. In diesen zeigen:

Fig. 1A - 1F teilweise geschnittene Rückansichten des bekannten Verfahrens zum Behandeln eines Zahns mit einer Aussenform, wobei die Fig. 1A - 1F die einzelnen Verfahrensschritte darstellen,

Fig. 1A einen ersten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Anbringen eines Modells der Zähne auf einem Saugtisch dargestellt ist,

Fig. 1B einen zweiten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Erwärmen eines Kunststoffmaterials für die Bildung der Aussenform dargestellt ist,

Fig. 1C einen dritten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Auflegen des erwärmten Kunststoffmaterials auf das Modell dargestellt ist,

Fig. 1D einen vierten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Vakuumverformen des erwärmten Kunststoffmaterials auf dem Modell zum Bilden der Aussenform dargestellt ist,

Fig. 1E einen fünften Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Abnehmen der vakuumverformten Aussenform von dem Modell und das Beschneiden der vakuumverformten Aussenform dargestellt sind,

Fig. 1F einen siebten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Einführen des aktiven Mittels in die Aussenform dargestellt ist,

Fig. 2A - 2F teilweise geschnittene Rückkansichten einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zum Behandeln eines Zahns mit einer Aussenform, wobei die Fig. 2A - 2F die einzelnen Verfahrensschritte darstellen,

Fig. 2A einen ersten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Anbringen eines Modells der Zähne auf einem Saugtisch dargestellt ist,

Fig. 2B einen zweiten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Auflegen einer Folie eines Rückhaltematerials auf das Modell der Zähne und das Erwärmen eines Kunststoffmaterials zum Bilden der Aussenform dargestellt sind,

Fig. 2C einen dritten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Auflegen des erwärmten Kunststoffmaterials auf das Modell mit dazwischengelegtem Rückhaltematerial dargestellt ist,

Fig. 2D einen vierten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Vakuumverformen des erwärmten Kunststoffmaterials und des Rückhaltematerials auf dem Modell zum Bilden der Aussenform dargestellt ist,

Fig. 2E einen fünften Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Abnehmen der vakuumverformten Aussenform von dem Modell und das Beschneiden der vakuumverformten Aussenform und des Rückhaltematerials dargestellt sind,

Fig. 2F einen sechsten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Einführen des aktiven Mittels in das Rückhaltematerial in der Aussenform dargestellt ist,

Fig. 3A - 3H teilweise geschnittene Rückansichten einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zum Behandeln eines Zahns mit einer Aussenform, wobei die Fig. 3A - 3H die einzelnen Verfahrensschritte darstellen,

Fig. 3A einen ersten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Anbringen eines Modells der Zähne auf einem Saugtisch dargestellt ist,

Fig. 3B einen zweiten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Erwärmen eines Kunststoffmaterials für die Bildung der Aussenform dargestellt ist,

Fig. 3C einen dritten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Auf legen des erwärmten Kunststoffmaterials auf das Modell dargestellt ist,

Fig. 3D einen vierten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Vakuumverformen des erwärmten Kunststoffmaterials auf dem Modell zur Bildung der Aussenform dargestellt ist,

Fig. 3E einen fünften Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Abnehmen der vakuumverformten Aussenform von dem Modell und das Beschneiden der vakuumverformten Aussenform dargestellt sind,

Fig. 3F einen sechsten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Auflegen eines Rückhaltematerials auf das Modell dargestellt ist,

Fig. 3G einen siebten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Verformen des Rückhaltematerials auf dem Modell durch die geformte Aussenform dargestellt ist,

Fig. 3H einen achten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Beschneiden des Rückhaltematerials auf die Grösse der Aussenform dargestellt ist,

Fig. 3I einen neunten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Einführen des aktiven Mittels in das Rückhaltematerial in der Aussenform dargestellt ist,

Fig. 4 eine Schnittansicht der in Fig. 2A - 2F dargestellten verbesserten Aussenform, auf einem Zahn eines Patienten angeordnet,

Fig. 5 in grösserem Massstab eine Schnittansicht der in Fig. 2A - 2F dargestellten verbesserten Aussenform, auf einem Zahn eines Patienten angeordnet,

Fig. 6 eine Schnittansicht der in den Fig. 3A - 3I dargestellten verbesserten Aussenform, auf einem Zahn eines Patienten angeordnet, und

Fig. 7 eine Schnittansicht der in den Fig. 3A - 3I dargestellten verbesserten Aussenform, auf einem Zahn eines Patienten angeordnet, wobei das Rückhaltematerial bevorzugt in einen ausgewählten Abschnitt der Aussenform eingesetzt ist, um einen ausgewählten Abschnitt des Zahns bevorzugt zu behandeln.

Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in allen Figuren der Zeichnungen gleiche Teile.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Die Fig. 1A - 1F illustrieren ein Verfahren zum Weissmachen eines Zahns mit einem aktiven Mittel gemäss den Lehren des Standes der Technik, z.B. dem Artikel "Nightguard Vital Bleaching" (Quintessence International, Band 20, März 1989). Fig. 1A zeigt einen ersten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Anbringen eines Modells 10 auf einer Oberseite 12 eines Saugtisches 14 dargestellt ist. Der Saugtisch 14 enthält mehrere Oeffnungen 16, die über Leitungen 18 mit einem Verteiler 20 verbunden sind. Der Verteiler 20 ist an eine Unterdruckquelle (nicht dargestellt) angeschlossen. Ein Modell 10 ist eine Wiedergabe der Zähne 22 eines Patienten und wird in herkömmlicher Weise hergestellt, wie es dem Fachmann bekannt ist. Das Modell 10 wird wie dargestellt auf die Oberseite 12 des Saugtisches 14 verbracht.

Fig. 1B zeigt einen zweiten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Erwärmen eines Kunststoffolienmaterials 24 für die Bildung einer Aussenform 30 dargestellt ist.

Fig. 1C zeigt einen dritten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Auflegen des erwärmten Kunststoffolienmaterials 24 auf das Modell 10 dargestellt ist. Das erwärmte Kunststoffolienmaterial 24 beginnt unter dem Einfluss der Schwerkraft, sich an die Umrisse des Modells 10 anzupassen.

Fig. 1D zeigt einen vierten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Anlegen eines Unterdrucks an den Verteiler 20 dargestellt ist, zum Vakuumverformen des erwärmten Kunststoffmaterials 24 auf dem Modell 10, um die Aussenform 30 zu bilden. Durch den Vakuumverformungsprozess wird das erwärmte Kunststoffmaterial 24 zu einer genauen Wiedergabe der äusseren Oberflächen der Zähne 22 des Patienten verformt.

Fig. 1E zeigt einen fünften Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Abnehmen der Aussenform 30 von dem Modell 10 dargestellt ist. Die Aussenform 30 besitzt einen inneren Bereich 31 und einen äusseren Bereich 32. Die Aussenform 30 wird mit einem Schneidwerkzeug (nicht dargestellt), z.B. einer Kronenschere, so beschnitten, dass sie bei 34 benachbart zum Uebergang 36 zwischen den Zähnen 22 und dem Zahnfleischgewebe 38, auch als Zahnfleischrand der Zähne bezeichnet, endet.

Fig. 1F zeigt einen siebten Schritt des bekannten Verfahrens, wobei das Einführen des aktiven Mittels 40 in den inneren Bereich 31 der Aussenform 30 dargestellt ist. Das bekannte Verfahren wurde zum Weissmachen von Zähnen durch Verwendung einer nichtwässrigen oralen Peroxyverbindung als aktives Mittel angewandt. Nach dem Einführen des aktiven Mittels wird die das aktive Mittel 40 enthaltende Aussenform 30 auf den Zähnen 22 des Patienten angebracht. Der Rand 34 der Aussenform 30 dichtet gegen das Zahnfleisch 38, um das aktive Mittel 40 im inneren Bereich 31 der Aussenform 30 zu halten.

Fig. 2A - 2F zeigen teilweise geschnittene Rückansichten einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zum Behandeln eines Zahns mit einer Aussenform, wobei die Fig. 2A - 2F die einzelnen Verfahrensschritte darstellen. Fig. 2A zeigt einen ersten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Anbringen eines Modells 110 auf einer Oberseite 112 eines Saugtisches 114 dargestellt ist. Der Saugtisch 114 enthält mehrere Oeffnungen 116, die durch Leitungen 118 mit einem Verteiler 120 verbunden sind, welcher an eine Unterdruckquelle (nicht dargestellt) anschliessbar ist. Ein Modell 110 ist eine Wiedergabe der Zähne 122 eines Patienten und wird in herkömmlicher Weise hergestellt. Das Modell 110 wird wie dargestellt auf die Oberseite 112 des Saugtisches 114 verbracht.

Im Gegensatz zu dem in Fig. 1A - 1F dargestellten bekannten Verfahren, wird ein Rückhaltematerial 126 auf das Modell 110 aufgebracht. Das Rückhaltematerial ist in dieser Ausführungsform als geschlossenzelliges Schaummaterial dargestellt, z.B. geschäumtes Hochdruck-Polyethylen mit einer Dicke von 0,08 cm (1/32") bis 0,24 cm (3/32"). Das Rückhaltematerial 126 besitzt eine natürliche Elastizität und ungleichförmige äussere Oberflächen, welche für die vorliegende Erfindung erwünscht sind.

Fig. 2B zeigt einen zweiten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Erwärmen eines Kunststoffmaterials 124 für die Bildung der Aussenform 130 dargestellt ist. Das Kunststoffmaterial 124 für die Aussenform 130 ist so gewählt, dass es bei mässig erhöhten Temperaturen leicht verformt werden kann, es besteht beispielsweise aus 0,051 cm (0,020 Zoll) dickem Polycarbonat. Vorzugsweise ist die Schmelztemperatur des Rückhaltematerials 126 niedriger als die Schmelztemperatur des Kunststoffmaterials 124 für die Aussenform 130.

Fig. 2C zeigt einen dritten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Auflegen der erwärmten Folie aus Kunststoffmaterial 124 auf eine Oberfläche 126A des Rückhaltematerials 126 dargestellt ist, während das Rückhaltematerial 126 auf dem Modell 110 liegt. Da die Schmelztemperatur des Rückhaltematerials 126 niedriger ist als die Schmelztemperatur des Kunststoffmaterials 124 der Aussenform, wird die Oberfläche 126A des Rückhaltematerials 126 durch Hitze mit dem Kunststoffmaterial 124 verschmolzen.

Vorzugsweise ist die Schmelztemperatur des Kunststoffmaterials 124 für die Aussenform 130 höher als die Schmelztemperatur des Rückhaltematerials 126, damit die Oberfläche 126A angeschmolzen werden kann, jedoch ausreichend niedrig, um eine Zerstörung, Schmelzen oder Verformen des Inneren oder einer äusseren Oberfläche 126B des Rückhaltematerials 126 zu verhindern. Weiter wird nur die innere Oberfläche 126A des Rückhaltematerials 126 durch Hitze mit dem Kunststoffmaterial 124 verschmolzen, damit die Elastizität des elastischen Materials 126 erhalten bleibt.

Nachdem die erwärmte Folie aus Kunststoffmaterial 124 mit dem Rückhaltematerial 126 verschmolzen ist, beginnen die Folie aus Kunststoffmaterial 124 und das damit verschmolzene Rückhaltematerial 126 sich durch die Wirkung der Schwerkraft an die Umrisse des Modells 110 anzupassen.

Fig. 2D zeigt einen vierten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Anlegen eines Unterdrucks an den Verteiler 120 zum Vakuumverformen des erwärmten Kunststoffmaterials 124 und des zwischengelegten Rückhaltematerials 126 auf dem Modell 110 zum Bilden der Aussenform 130 dargestellt ist. Der Vakuumverformungsprozess formt das erwärmte Kunststoffmaterial 124 zu einer Wiedergabe der äusseren Oberflächen der Zähne 122 des Patienten. Jedoch hat, im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren, der innere Bereich der Aussenform 130 von den äusseren Oberflächen der Zähne 122 des Patienten einen Abstand entsprechend der Dicke des Rückhaltematerials 126.

Fig. 2E zeigt einen fünften Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Abnehmen der Aussenform 130 von dem Modell 110 dargestellt ist. Die Aussenform 130 besitzt einen inneren Bereich 131, der nun durch das Rückhaltematerial 126 begrenzt ist, und einen äusseren Bereich 132. Die Aussenform 130 wird mit einem Schneidwerkzeug (nicht dargestellt) so beschnitten, dass sie bei 134 benachbart zum Uebergang 136 zwischen den Zähnen 122 und dem Zahnfleischgewebe 138 endet. Beim Beschneiden der Aussenform 130 werden das Kunststoffmaterial 124 und das Rückhaltematerial 126 durch das Schneidwerkzeug gleichzeitig beschnitten.

Fig. 2F zeigt einen sechsten Schritt der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Einführen des aktiven Mittels 140 in den inneren Bereich 131 der Aussenform 130 dargestellt ist. Die Gegenwart des Rückhaltematerials 126 im inneren Bereich 131 der Aussenform 130 unterstützt das Zurückhalten des aktiven Mittels 140 in der Aussenform 130 und in enger Nachbarschaft zu den Zähnen 122 des Patienten, wodurch im Vergleich zum Stand der Technik bessere Resultate erzielt werden.

Nachdem das aktive Mittel 140 in den inneren Bereich 131 der Aussenform 130 eingeführt ist, wird die Aussenform 130 auf den Zähnen 122 des Patienten angebracht. Die ungleichförmige Oberfläche des Rückhaltematerials 126 in der Aussenform 130 unterstützt die Rückhaltung des aktiven Mittels 140 im inneren Bereich 131 der Aussenform 130.

Fig. 3A - 3I zeigen teilweise geschnittene Rückansichten einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung für die Behandlung eines Zahns mit einer Aussenform, wobei die Fig. 3A - 3I die einzelnen Verfahrensschritte darstellen. Fig. 3A zeigt einen ersten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Anbringen eines Modells 210 der Zähne 222 eines Patienten auf einer Oberseite 212 eines Saugtisches 214 dargestellt ist. Der Saugtisch 214 enthält mehrere Oeffnungen 216, die über Leitungen 218 mit einem Verteiler 220 verbunden sind, welcher an eine Unterdruckquelle (nicht dargestellt) anschliessbar ist.

Fig. 3B zeigt einen zweiten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Erwärmen eines Kunststoffmaterials 224 für die Bildung einer Aussenform 230 dargestellt ist. Das Kunststoffmaterial 224 ist wieder so gewählt, dass es bei mässig erhöhten Temperaturen leicht durch herkömmliche Mittel verformt werden kann.

Fig. 3C zeigt einen dritten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Auflegen des erwärmten Kunststoffmaterials 224 auf das Modell 210 dargestellt ist. Die erwärmte Folie aus Kunststoffmaterial 224 beginnt sich unter der Wirkung der Schwerkraft an die Umrisse des Modells 210 anzupassen.

Fig. 3D zeigt einen vierten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Anlegen eines Unterdrucks an den Verteiler 220 zum Vakuumverformen des erwärmten Kunststoffmaterials 224 auf dem Modell 210 dargestellt ist, um die Aussenform 230 zu bilden.

Fig. 3E zeigt einen fünften Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Abnehmen der Aussenform 230 von dem Modell 210 dargestellt ist. Die Aussenform 230 besitzt einen inneren Bereich 231 und einen äusseren Bereich 232. Die Aussenform 230 wird mit einem Schneidwerkzeug (nicht dargestellt) so beschnitten, dass sie bei 234 benachbart zum Uebergang 236 zwischen den Zähnen 222 und dem Zahnfleischgewebe 238, auch als Zahnfleischrand der Zähne bezeichnet, endet.

Fig. 3F zeigt einen sechsten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Auflegen eines Rückhaltematerials 226 auf das Modell 210 dargestellt ist. In dieser Ausführungsform ist das Rückhaltematerial 226 als dünnes Flächengebilde aus faserigem, absorbierendem Rückhaltematerial dargestellt. Vorzugsweise hat das faserige, absorbierende Rückhaltematerial 226 eine Dicke von 0,00254 cm (0,001") bis 0,0127 cm (0,005"). Das Rückhaltematerial 226 kann gewünschtenfalls befeuchtet werden, um dessen Verformung wie im Nachstehenden beschrieben zu erleichtern.

Fig. 3G zeigt einen siebten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Verformen des Rückhaltematerials 226 auf dem Modell 210 durch die Aussenform 230 dargestellt ist. Die gebildete Aussenform 230 wird unter Zwischenlegung des Riickhaltematerials 226 auf dem Modell 210 angebracht. Die Aussenform 230 und das Modell 210 bringen das Rückhaltematerial in die Form des inneren Bereichs 231. Das Rückhaltematerial 226 wird im inneren Bereich 231 der Aussenform 230 durch Reibung gehalten. Gewünschtenfalls kann ein Klebstoff auf die Aussenform 230 und/oder das Rückhaltematerial 226 aufgetragen werden, bevor die Aussenform 230 unter Zwischenschaltung des Rückhaltematerials 226 auf das Modell 210 aufgesetzt wird, um das Rückhaltematerial 226 bleibend an der Aussenform 230 zu befestigen.

Fig. 3H zeigt einen achten Schritt der zweiten Ausfiihrungsform der Erfindung, wobei das Beschneiden des Rückhaltematerials 226 auf die Grösse der Aussenform 230 dargestellt ist. Das Rückhaltematerial 226 wird mit einem Schneidwerkzeug (nicht dargestellt) beim Rand 234 der Aussenform 230 abgeschnitten.

Fig. 3I zeigt einen neunten Schritt der zweiten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Einführen des aktiven Mittels 240 in den inneren Bereich 231 der Aussenform 230 dargestellt ist. Dank der Anwesenheit des absorbierenden Rückhaltematerials 226 im inneren Bereich 231 der Aussenform 230 kann das aktive Mittel 240 in dem Rückhaltematerial 226 absorbiert werden, wodurch das aktive Mittel 240 in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Zähnen 222 des Patienten gehalten bleibt und im Vergleich mit dem Stand der Technik bessere Resultate erzielt werden.

Fig. 4 zeigt in grösserem Massstab eine Schnittansicht der in Fig. 2A - 2F dargestellten ersten Ausführungsform der verbesserten Aussenform 130, welche das aktive Mittel 140 enthält, auf einem Zahn 122 des Patienten angebracht. Der Rand 134 der Aussenform 130 liegt beim Zahnfleisch 138, um das aktive Mittel 140 im inneren Bereich 131 der Aussenform 130 zu halten.

In der in Fig. 4 gezeigten ersten Ausführungsform unterstützt das Rückhaltematerial 126 nicht nur das Zurückhalten des aktiven Mittels, sondern ermöglicht auch den Eintritt und Austritt von Sauerstoff zum Zahnfleischgewebe 138. Entsprechend kann die Aussenform 130 gemäss der vorliegenden Erfindung einen Ueberlappungsabschnitt 144 aufweisen, der sich um bis zu 3,0 mm über das Zahnfleischgewebe 138 erstreckt. Der bei der Aussenform 130 nach der vorliegenden Erfindung mögliche, sich über das Zahnfleischgewebe 138 erstreckende Ueberlappungsabschnitt 144 ermöglicht im Vergleich zu der bekannten Aussenform 30 eine bessere Anpassung zur Behandlung des Zahnfleischgewebes.

Durch die Gegenwart des Rückhaltematerials 126 und die natürliche Elastizität des geschlossenzelligen Schaums ist die Aussenform 130 für den Patienten angenehmer zu tragen. Daher ist der Patient eher geneigt, die erfindungsgemässe Aussenform 130 während längerer Zeiten zu tragen als die bekannte Aussenform 30, wodurch im Vergleich zur bekannten Aussenform 30 raschere Resultate erzielt werden. Ueberdies verstärkt die ungleichförmige Oberfläche des geschlossenzelligen Schaums das Zurückhalten des aktiven Mittels in der Aussenform 130.

Fig. 5 zeigt in grösserem Massstab eine Schnittansicht eines Teils der in Fig. 4 gezeigten verbesserten Aussenform 130. Das schaumförmige Rückhaltematerial 126 enthält eine Mehrzahl von Vertiefungen 146 zum Festhalten und Andrücken des aktiven Mittels 140 an den Zahn 122, womit im Vergleich zum Stand der Technik eine bessere Wirkung erzielt wird. Obwohl die bekannte Aussenform 30 eng an die Oberfläche der Zähne 22 angepasst war, zeigte das in der Aussenform 30 enthaltene aktive Mittel 40 die Tendenz, aus der Aussenform 30 auszuwaschen. In Bereichen, wo die bekannte Aussenform eng an der Oberfläche des Zahns anlag, konnte das aktive Mittel zudem den betreffenden Abschnitt des Zahns nicht behandeln. Dieser Nachteil der bekannten Aussenform führte zu einer unerwünscht ungleichmässigen Behandlung des Zahns.

In der ersten Ausfiihrungsform der Erfindung wird durch die Vertiefungen 146 des Rückhaltematerials 126 das aktive Mittel 140 in der Aussenform 130 gehalten und das Auswaschen des aktiven Mittels 140 aus der Aussenform 130 erschwert. Daher bleibt das aktive Mittel 140 mit der Oberfläche der Zähne 122 des Patienten in Berührung, wodurch mit dem gleichen aktiven Mittel 140 eine verbesserte Wirkung erzielt wird. Ferner halten die Vertiefungen 146 das aktive Mittel gleichmässig gegen die Oberfläche des Zahns und bewirken eine gleichförmige Behandlung.

Fig. 6 zeigt in grösserem Massstab eine Schnittansicht der in den Fig. 3A - 3I dargestellten zweiten Ausführungsform der verbesserten Aussenform 230, auf einem Zahn 222 eines Patienten angeordnet. Der Rand 234 der Aussenform 230 liegt beim Zahnfleisch 238, um das aktive Mittel 240 im inneren Bereich 231 der Aussenform 230 zu halten. In diesem Beispiel ist das Rückhaltematerial 226 gleichmässig über die ganze äussere Oberfläche des Zahns 222 des Patienten verteilt.

Fig. 7 zeigt in grösserem Massstab eine Schnittansicht der in den Fig. 3A - 3I dargestellten zweiten Ausführungsform der verbesserten Aussenform 230, auf einem Zahn 222 eines Patienten angeordnet, wobei das Rückhaltematerial bevorzugt in einem ausgewählten Abschnitt der Aussenform 230 angeordnet ist, um einen ausgewählten Abschnitt des Zahns 222 bevorzugt zu behandeln. In gewissen Fällen benötigt nur ein Abschnitt des Zahns 222 die Behandlung durch das aktive Mittel 240. Entsprechend kann das Rückhaltematerial 226 bevorzugt in einen ausgewählten Abschnitt der Aussenform 230 eingesetzt sein. Beispielsweise wird der ausgewählte Abschnitt des Zahns 222 zuerst identifiziert, und dann wird das Rückhaltematerial 226 durch Mittel, beispielsweise einen Haftkleber, am Modell 210 so befestigt, dass es den ausgewählten Abschnitt des Zahns 222 bedeckt. Danach wird die Aussenform 230 in der in Fig. 3A - 3E dargestellten Weise geformt. Das Rückhaltematerial 226 kann dann vom Modell 210 abgenommen werden und durch Mittel, beispielsweise einen dauerhaften Kleber, am ausgewählten Abschnitt der Aussenform 230 befestigt werden. Wenn das aktive Mittel im ausgewählten Abschnitt der Aussenform 230 auf das Rückhaltematerial 126 aufgetragen wird, ist das Rückhaltematerial 126 mit dem ausgewählten Abschnitt der Aussenform 230 ausgerichtet, um den ausgewählten Abschnitt des Zahns 222 bevorzugt zu behandeln. Dieser Vorteil der zweiten Ausführungsform der verbesserten Aussenform ermöglicht die selektive Behandlung eines einzelnen Zahns oder eines ausgewählten Abschnittes oder von Abschnitten eines einzelnen Zahns oder einer Mehrzahl von ausgewählten Zähnen.

Das Gerät und das Verfahren der vorliegenden Erfindung können bei verschiedenen Behandlungen eines Zahns oder von anderen oralen Strukturen verwendet werden, einschliesslich der Behandlung zum Weissmachen von Zähnen.

In einem Beispiel wurden das Gerät und das Verfahren der vorliegenden Erfindung mit Erfolg zum Weissmachen von Zähnen verwendet. Es wurde gefunden, dass eine Lösung von 11 % Perhydrol-Harnstoff in einer Basislösung von Glycerin (99,9 % wasserfrei) mit einem Basis-Stabilisator von 0,015 % Kaliumnitrat als Zahnweissmachermittel wirksam ist.

Die Aussenform kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, z.B. aus Polymeren, Copolymeren, Verbundwerkstoffen u.dgl. Aussenformen sind mit Erfolg hergestellt worden aus 0,051 cm (0,020") bis 0,102 cm (0,040") dickem Polycarbonatmaterial. Es ist festgestellt worden, dass das Polycarbonatmaterial für den Patienten angenehmer ist als härteres Material, wie Acrylharz u.dgl. Ferner erzeugt die Elastizität des Polycarbonatmaterials keine unerwünschten orthodontischen Bewegungen.

Das in den Fig. 2A - 2F gezeigte Schaum-Rückhaltematerial kann aus verschiedenen Materialien ausgewählt werden, wie es dem Fachmann klar sein wird. Ueberlegene Resultate sind jedoch erzielt worden bei Verwendung von Schaum-Hochdruckpolyethylen in einem Dickenbereich von 0,08 cm (1/32") bis 0,24 cm (3/32"). In ähnlicher Weise kann das in Fig. 3A - 3I gezeigte faserige Rückhaltematerial aus verschiedenen Materialien ausgewählt werden und eine Dicke von 0,00254 cm (0,001") bis 0,0127 cm (0,005") haben. Beispielsweise wurde festgestellt, dass konventionelle Kaffeefilter ein wirksames faseriges Rückhaltematerial darstellen. Ein anderes geeignetes Material ist auch Milioliform-Filtermaterial medizinischer Qualität.

Es ist festgestellt worden, dass das Gerät und das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung, zum Weissmachen eines Zahns verwendet, raschere Resultate mit weniger Unannehmlichkeiten für den Patienten bringen als das in den Fig. IA - 1F dargestellte bekannte Verfahren.

Die vorliegende Offenbarung enthält sowohl die Offenbarung, die in den nachstehenden Patentansprüchen enthalten ist, als auch die in der vorstehenden Beschreibung enthaltene Offenbarung. Obwohl die Erfindung in ihrer bevorzugten Ausführungsform mit verschiedenen Einzelheiten beschrieben worden ist, ist es klar, dass die vorliegende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform nur beispielsweise erfolgt ist und dass zahlreiche Aenderungen der Konstruktionseinzelheiten und der Kombination und Anordnung von Teilen vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung für die Behandlung eines in Zahnfleischgewebe eingebetteten Zahns mit einem Wirkstoff, wobei das Verfahren folgendes umfaßt:

a) Herstellen eines Modells (110) des Zahns;

gekennzeichnet durch

b) das Auftragen eines Haltematerials (126) auf das Modell (110) des Zahns;

c) das Bilden einer Folie aus Kunststoffmaterial (124) um das Zahnmodell (110) zum Formen einer Formhülle (130) über dem Zahnmodell (110) und Haltematerial (126) zur Bestimmung eines Innenbereichs (131) der-Formhülle (130), die durch das Haltermaterial (126) vom Zahnmodell (110) beabstandet ist; und

d) Beschneiden der Formhülle (130) an der Zahn-Zahnfleischgrenze des Modells (110).

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Haltematerial (126) während dem Formen der Formhülle (130) in den Innenbereich (131) der Formhülle (130) eingeführt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem das Haltematerial (126) vor dem Formen der Formhülle (130) zwischen dem Modell (110) des Zahns und der Kunststoffolie (124) angeordnet wird.

4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, bei dem die geformte Formhülle von Zahnmodell und Haltematerial entfernt wird.

5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, bei dem das Haltematerial vom Modell entfernt und auf einen ausgewählten Abschnitt des zu behandelnden Zahns aufgetragen wird.

6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 bis 4, bei dem das Haltematerial vom Zahnmodell entfernt und am beabstandeten Innenbereich der Formhülle befestigt wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Haltematerial mittels Reibung am beabstandeten Innenbereich der Formhülle befestigt wird.

8. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Haltematerial mittels eines Klebers am beabstandeten Innenbereich der Formhülle befestigt wird.

9. Verfahren zur Behandlung eines Zahns mit einem Weißtöner, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:

a) Herstellung eines Modells (110) des zu behandelnden Zahns;

gekennzeichnet durch

b) das Auftragen eines Haltematerials (126) auf einen ausgewählten Abschnitt des Modells (110) des zu behandelnden Zahns;

c) das Formen einer Folie aus Kunststoffmaterial (124), um das Zahnmodell (110), um eine Formhülle (130) über dem Zahnmodell (110) und Haltematerial (126) zur Bestimmung eines durch das Haltematerial (126) vom Zahnmodell (110) beabstandeten Innenbereichs (131) der Formhülle (130) zu bestimmen;

d) Beschneiden der Formhülle (130) an der Zahn-Zahnfleischgrenze des Modells (110);

e) Einführen eines Weißtöners in den Innenbereich (131) der Formhülle (130); und

f) Auftragen der den Weißtöner enthaltenden Formhülle (130) auf den Zahn.

10. Vorrichtung zur Behandlung eines im Zahnfleischgewebe eingebetteten Zahns mit einem Wirkstoff, welche folgendes umfaßt:

eine ein aus Kunststoffmaterial bestehendes geformtes Stück umfassende Formhülle (130) mit einem Innenbereich (131), die einen Außenbereich (132) aufweist, wobei der Innenbereich der Formhülle so geformt ist, daß er beim Gebrauch über dem Zahn liegt und bei der Verbindungsstelle zwischen Zahn und Zahnfleischgewebe endet und diese abdichtet;

dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbereich (131) der Formhülle (130) so gestaltet ist, daß er beim Gebrauch von der Oberfläche mindestens eines Abschnitts des Zahns durch die Stärke eines Haltematerials (126) beabstandet ist, welches vor dem Formen der Formhülle (130) über dem Zahnmodell und Haltematerial auf das Modell des Zahns aufgetragen worden ist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der das Haltematerial (126) innerhalb des Innenbereichs der Formhülle (130) angeordnet wird, wobei das Haltematerial (126) mit dem Ende der Formhülle (130) endet, beim Gebrauch in der Nähe der Verbindungsstelle zwischen Zahn und Zahnfleischgewebe; und bei der eine Einrichtung zum Halten des Haltematerials innerhalb des Innenbereichs der Formhülle (130) vorhanden ist, so daß beim Gebrauch das Haltematerial (126) wenigstens teilweise den Innenbereich vom Außenbereich der Formhülle (130) in der Nähe des Endes der Formhülle (130) bei der Verbindungsstelle zwischzen Zahn und Zahnfleischgewebe abdichtet, wenn die Formhülle auf dem Zahn angeordnet wird.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der das Haltematerial eine Folie absorbierenden Materials umfaßt.

13. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der das Haltematerial nicht absorbierend ist.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, bei der das Haltematerial (126) Leitflächen zum Halten des Wirkstoffes im Innenbereich (131) der Formhülle (130) aufweist.

15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, bei der die Einrichtung zum Halten des Haltematerials (126) eine Reibungseinrichtung umfaßt.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, bei der die Einrichtung zum Halten des Haltematerials (126) eine Klebereinrichtung umfaßt.

17. Vorrichtung nach den Ansprüche 11 oder 12, bei der das Haltematerial eine Folie aus absorbierendem Fasermaterial umfaßt.

18. Vorrichtung nach den Ansprüche 11 oder 13, bei der das Haltematerial (126) ein nicht absorbierendes geschlossenzeiliges Schaumstoffmaterial umfaßt.







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