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Dokumentenidentifikation DE69012782T2 27.04.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0439971
Titel Lager oder Wälzlager insbesondere mit aneinanderstossenden Rollkörpern.
Anmelder S.N.R. Roulements, Annecy, FR
Erfinder Feppon, Philippe, F-74000 Annecy, FR
Vertreter Haft, U., Dipl.-Phys., 80469 München; Berngruber, O., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 83457 Bayerisch Gmain; Czybulka, U., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 80469 München
DE-Aktenzeichen 69012782
Vertragsstaaten BE, CH, DE, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 23.11.1990
EP-Aktenzeichen 904033156
EP-Offenlegungsdatum 07.08.1991
EP date of grant 21.09.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse F16C 43/06

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lager oder Wälzlager mit aneinander stoßenden Rollkörpern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die Veröffentlichung FR-A 22 79 971 beschreibt ein derartiges Lager, in dem eine Verschlußanordnung, welche die Rollkörper berührt, eine Innenfläche aufweist, welche eine Einführöffnung für die Rollkörper berührt, sowie eine obere, in radialer Richtung flexible Fläche aufweist.

Die Veröffentlichung FR-A 23 39 773 beschreibt ein Verfahren zum Zusammenbau eines Kugellagers mit aneinander stoßenden Kugeln zwischen einem unverformbaren Ring und einem Ring aus verformbarem Kunststoff.

Das Verfahren des Einsetzens der Rollkörper sowie die dergestalt erhaltenen Wälzlager erfordern ausgewählte Materialien, deren Verformung die korrekte Herstellung des Wälzlagers beeinträchtigt.

Die Veröffentlichung FR-A 346 386 beschreibt ein Wälzlager, bei dem einer der Ringe eine Montageaussparung für die Rollkörper aufweist, während der andere Ring eine verschließbare Radialöffnung aufweist, welche die Einführöffnung vergrößert. Derartige Montageanordnungen sind jedoch für dünne Wälzlager oder für Wälzlager, deren eine Rollbahn in einer massiven Scheibe ausgebildet ist, nicht anwendbar.

Die Erfindung hat zum Ziel, die Nachteile der bekannten Wälzlager und Verfahren zu vermeiden und betrifft insbesondere ein Lager oder ein Wälzlager mit aneinanderstoßenden Rollkörpern, die einer Belastung in einer im wesentlichen konstanten Richtung bezüglich des sich drehenden Ringes ausgesetzt sind.

Der kennzeichnende Teil des Anspruchs 1 beseitigt die oben genannten Nachteile. Mit einem derartigen Wälzlager ist es also möglich, eine größere Anzahl von Rollkörpern einzusetzen, ohne jegliche Verformung der Ringe.

Weitere Eigenschaften und Vorteile der Wälzlager gehen aus der Lektüre der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit der Zeichnung hervor; es zeigen:

Figur 1 eine Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Wälzlagers mit Montageaussparung,

Figur 2 eine perspektivische Ansicht der Verschlußanordnung für die Montageausparung des in Figur 1 gezeigten Wälzlagers,

Figur 3 einen Schnitt durch ein anderes Ausführungsbeispiel der Verschlußanordnung aus zwei flexiblen Teilen mit einer gegenseitigen Verankerung,

Figur 4 eine Draufsicht auf ein Wälzlager mit einer anders ausgestalteten Aussparung,

Figur 5 einen Radialschnitt durch das in Figur 4 gezeigte Wälzlager entlang der Linie V-V und

Figur 6 eine perspektivische Ansicht des flexiblen Verschlusses für die in Figur 4 gezeigte Aussparung des Wälzlagers.

Aus Vereinfachungs- und Klarheitsgründen sind gleiche Teile der Wälzlager und Vorrichtungen in den verschiedenen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Gemäß dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eines Wälzlagers besteht dieses aus einem äußeren Ring 1 und einem inneren Ring 2, die konzentrisch zueinander angeordnet sind und einen ringförmigen Raum zur Aufnahme der Rollkörper 4 bilden, welche die in den Ringen 1 und 2 vorgesehenen Rollbahnen 5e, 5i berühren.

Der innere Ring 2 weist die Form einer Scheibe auf, welche mit herkömmlichen Befestigungsteilen versehen ist.

Der äußere Ring 1 ist drehbar und wird durch eine Kraft F beaufschlagt, welche radial zu seiner Drehachse gerichtet ist.

Eine axiale Aussparung 6, die am Umfang des Ringes 2 vorgesehen ist, ermöglicht das Einsetzen der Rollkörper 4 zwischen die beiden Ringe 1 und 2.

Der Boden der Aussparung 6 ist zylindrisch, wie es in Figur 1 dargestellt ist oder eben gemäß dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel.

Erfindungsgemäß mündet die Aussparung 6 auf Höhe der sich gegenüberliegenden Flächen 7, 8 des Ringes 2, wobei die Abmessung derart gewählt wird, daß der Abstand R1 vom Boden der Aussparung 6 zur Drehachse des Ringes 1 kleiner ist als der entsprechende Abstand R2 der Rollbahn 5e vom Ring 2.

Gemäß einem anderen erfindungsgemäßen Merkmal nimmt die Aussparung 6 eine Verschlußanordnung 10 auf.

Gemäß den beiden in den Figuren 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen der Verschlußanordnung 10 weist der Verschluß eine untere Fläche 11 auf, welche die Aussparung 6 berührt und eine obere flexible Fläche 12. Die Flexibilität der Fläche 12 ermöglicht eine Radialdeformation der Anordnung bei Berührung mit den Rollkörpern 4 während des Verschließens der Aussparung. Die obere Fläche 12 trägt außerdem zwei Rippen 13, 13' zur axialen Zurückhaltung des Verschlusses, die sich seitlich auf den Rollkörpern abstützen und entlang deren Länge ein Winkelabschnitt alpha der Rollbahn 5i ausgebildet ist.

Wie Figur 3 zeigt, besitzt die untere Fläche des Verschlusses 10 eine Rippe 14, welche in eine Nut der Aussparung 6 eingreift, um dergestalt eine zusätzliche axiale Rückhalteanordnung für den Verschluß zu bilden.

Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiels des Verschlusses besteht letzterer aus zwei flexiblen Teilen 17, 17' die mit einer gegenseitig wirkenden Verankerungsanordnung 18 versehen sind, wie es schematisch in Figur 3 dargestellt ist. Dieses Ausführungsbeispiel ermöglicht die axiale Montage der Teile 17, 17', welche die beiden Flächen des Ringes berühren ohne merkliche Radialverformung des einen oder anderen Teils, wenn diese mit Rippen, wie z.B. 13, 13' versehen sind.

Gemäß dem in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel des Verschlusses besitzt dieser eine C-förmige Gestalt.

Die senkrechte Fläche 18 des Verschlusses liegt in der Ebene des Ringes 2. Der Verschluß besitzt zwei axiale Flügel 19, 20, wobei der Flügel 19 die obere flexible Fläche bildet und mit Rippen 13, 13' versehen ist, zwischen denen ein Teil der Rollbahn 5i verläuft, während der Flügel 20 sich auf dem Boden der Aussparung 6 abstützt.

Das Wälzlager kann einen Käfig mit dünnen Wänden aufnehmen, in denen die Wälzkörper in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet sind ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Lager oder Wälzlager mit aneinanderstoßenden Rollkörpern, das einen äußeren Ring (1) und einen inneren konzentrischen Ring (2) aufweist, die mit Rollbahnen (5i, 5e) versehen sind, wobei eine Vielzahl von Rollkörpern (4) derart angeordnet ist, daß sie die Bahnen berühren und wobei eine axiale Aussparung (6), die in einen der Ringe eingearbeitet ist, einen Einführweg für die Rollkörper (4) bildet und in wenigstens einer Axialfläche des Ringes mündet zur Aufnahme einer Verschlußanordnung (10), die mit den Rollkörpern (4) in Verbindung steht und die eine axiale Rückhalteanordnung (13, 13') trägt, innerhalb derer der Verschluß eine die Aussparung (6) berührende untere Fläche (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß eine obere in radialer Richtung flexible Fläche (12) aufweist, die einen Winkelabschnitt der Rollbahn bildet und daß die obere Fläche die axiale Rückhaltanordnung (13, 13') des Verschlusses (10) trägt.

2. Lager oder Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Rückhalteanordnung des Verschlusses (10) aus zwei Rippen (13, 13') besteht, die sich seitlich auf den Rollkörpern (4) abstützen und zwischen denen der Winkelabschnitt der Rollbahn ausgebildet ist.

3. Lager oder Wälzlager nach einem der Ansprüdche 1, 2, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Fläche des Verschlusses (10) eine axiale Rückhalterippe (14) besitzt, welche mit einer Nut in der Aussparung (6) zusammenwirkt.

4. Lager oder Wälzlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (C) aus zwei flexiblen Teilen (17, 17') mit einer gegenseitigen Verankerungsanordnung besteht.

5. Lager oder Wälzlager nach einem der Asnprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (10) eine C- förmige Gestalt aufweist, deren eine senkrecht Fläche in der Ebene des Ringes (2) zwei axiale Flügel (19, 20) aufweist, von denen einer (19) gebogen sein kann.

6 Lager oder Wälzlager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der flexible axiale Flügel (19) des Verschlusses seitliche Rippen (13, 13') trägt, welche einen Abschnitt der Rollbahn begrenzen.







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