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Dokumentenidentifikation DE69013835T2 27.04.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0419079
Titel Gefärbter Golfball.
Anmelder Acushnet Co., New Bedford, Mass., US
Erfinder Concepcion, Judy L., New Bedford, Massachusetts 02742, US;
Lala, Joseph P., Fairhaven, Massachusetts 02719, US
Vertreter Meissner, P., Dipl.-Ing.; Presting, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 14199 Berlin
DE-Aktenzeichen 69013835
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.09.1990
EP-Aktenzeichen 903096014
EP-Offenlegungsdatum 27.03.1991
EP date of grant 02.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse A63B 37/12

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Golfbälle und insbesondere Golfbälle mit einer Balatabeschichtung sowie eine verbesserte weiße Farbzusammensetzung, die für die Färbung der Balatabeschichtung von den Golfbällen verwendet wird.

Herkömmlicherweise werden Golfbälle hergestellt, indem eine Beschichtung um einen Kern geformt wird. Der Kern ist entweder ein massiver Kern, eine massive Masse an Material oder ein gewickelter Kern, bei dem elastische Fasern um ein Mittelstück herumgewickelt werden. Das Mittelstück ist entweder eine massive Masse an Material oder eine mit Flüssigkeit gefüllte Umhüllung, die vor dem Wickeln eingefroren wird. Golfbälle mit massiven Kernen sind im allgemeinen zweiteilige Golfbälle, während Golfbälle mit gewickelten Kernen im allgemeinen dreiteilige oder gewickelte Golfbälle sind. Einteilige Golfbälle werden aus einer homogenen Masse an Material hergestellt.

Alle drei Golfballtypen, die ein-, zwei- und dreiteiligen Golfbälle haben eine äußere Oberfläche, in der Vertiefungen oder brombeerartige Vorsprünge ausgebildet sind. Die Vertiefungen sind Eindrücke in die äußere Oberfläche des Golfballs, während die brombeerartigen Vorspriinge Verwölbungen von der äußeren Oberfläche des Golfballs sind. Im allgemeinen werden sowohl die Vertiefungen als auch die brombeerartigen Vorsprünge auf dem Golfball ausgebildet, um die Aerodynamik des Golfballs während des Flugs zu beeinflussen.

Balata war ein sehr weit verbreitetes Standardmaterial, das in der Industrie für die Golfballbeschichtungen bis in die Mitte der 60er-Jahre verwendet wurde, als dann E.I.Dupont de Nemours &Co. eine neue Serie von Harzen entdeckten, die als Ionomer bekannt sind. Diese Ionomere werden unter dem Handelsnamen SYRLYN (Warenzeichen) vertrieben. Balata ist ein natürlicher Harz, der von Bäumen in Süd- und Zentralamerika gewonnen wird, und der im wesentlichen aus Trans-Polyisoprenen besteht. Balata wird auch heute noch als Golfballbeschichtungsmaterial verwendet, und zwar wegen des "Klicks" und des "Gefühls", das dem Golfer durch die Balatabeschichtung beschert wird. Das "Klick" ist das Geräusch eines Golfschlägerkopfs, wenn dieser den Ball trifft, während das "Gefühl" der gesamte Eindruck ist, der dem Golfer nach dem Treffen des Balls übermittelt wird.

Mindestens seit Anfang der 30er Jahre wurde die Herstellung der Golfbälle damit beendet, daß eine Serie von Farbschichten oder dgl. auf der äußeren Oberfläche des Golfballs aufgetragen wurde. Typischerweise umfaßte die abschließende Operation das Auftragen einer ersten deckenden Schicht auf der äußeren Oberfläche des Golfballs, gefolgt von einer zweiten deckenden Schicht. Die erste deckende Schicht war eine Grundbeschichtung, während die zweite deckende Schicht eine abschließende Beschichtung war. Herkömmlicherweise gaben diese deckenden Schichten dem Golfball ein weißes Aussehen. Typischerweise waren die beiden Farbschichten weiße Farbe.

Nach dem Auftragen der zweiten deckenden Schicht wurde der Golfball mit Identifizierungsmerkmalen, wie einem Warenzeichen, einer Identifizierungsnummer, einer Modellnummer und dgl. bestempelt. Weil diese Bestempelungen ihrer Natur nach nicht beständig waren, wurden typischerweise ein bis zwei "klare Beschichtungen" auf die zweite deckende Schicht des Golfballs aufgetragen. Die klare(n) Beschichtung(en) war(en) dadurch gekennzeichnet, daß sie glänzend, transparent und frei oder im wesentlichen frei von Pigmenten war(en). Zusätzlich zu dem Schutz der identifizierenden Merkmale, die auf der äußeren Oberfläche der zweiten deckenden Schicht aufgestempelt oder auf andere Weise aufgebracht waren gab(en) die klare(n) Beschichtung(en) dem Ball einen glänzenden Abschluß, der die Ansehnlichleit des Golfballs verbesserte.

Die Bezeichnung "klare Beschichtung" oder "klare Beschichtungen" bedeutet eine auf der zweiten deckenden Schicht des Golfballs aufgebrachte Beschichtung, die transparent ist und dem Golfball Glanz verleiht. Die für die klaren Beschichtungen verwendeten Materialien sind im allgemeinen frei von Pigmenten und haben die Erscheinungsform von Wasser. Jedoch können sie kleine Mengen an Farbstoff oder Pigmenten enthalten, solange sie noch transparent bleiben. Materialien für die klare Beschichtung sind im Stand der Technik für Golfbälle bestens bekannt. Sie sind im allgemeinen entweder Epoxide oder Urethane. Wo zwei klare Beschichtungen verwendet werden, ist die erste im allgemeinen ein Epoxid oder ein einschichtiges Urethan und die zweite im allgemeinen ein zweischichtiges Polyurethan, das aus getrennten Schichten des Polyols und des Diisozyanats besteht.

Anfang der 80er Jahre wurde in der Golfwelt das Konzept der farbigen Golfbälle eingeführt, insbesondere mit oranger oder gelber Färbung. Die Farbe wurde als Farbschicht zwischen der(den) klaren Beschichtung(en) und der äußeren Oberfläche des Golfballs zugegeben. Das Farbmaterial war, tatsächlich universell, eine Farbe bestehend aus fluoreszierendem Material. Fluoreszierende Materialien sind Arten des Gattungsbegriffs optische Aufheller. Der Gebrauch von fluoreszierendem Material in der Farbe wurde ebenfalls in der weißen Farbe sowie in der farbigen Farbe verwendet.

Nach dem Auftragen der fluoreszierenden Farbe, weiß oder bunt, wurden Warenzeichen und andere identifizierende Merkmale auf traditionelle Weise aufgestempelt, und dann wurden die Golfbälle wie vorstehend beschrieben mit einer oder mehreren klaren Beschichtungen beschichtet.

Vor kürzerer Zeit ist die weiße und farbige Farbschicht in SURLYN (Warenzeichen) beschichteten Golfbällen eliminiert worden, indem das fluoreszierende Material und der Farbstoff oder die Pigmente vor dem Formen der Beschichtung um den Kern herum dem Grundmaterial selbst zugesetzt wurde. Mit Balata beschichtete Bälle werden noch immer auf konventionelle Weise hergestellt, indem zwei Farbschichten zwischen der Beschichtung und der(den) klaren Beschichtung(en) aufgetragen werden.

Die US-PS-4,679,794 beschreibt einen Golfball, dessen äußere Schicht ein anorganisches weißes Pigment, ein blaufärbendes Agens und ein fluoreszierendes weißmachendes Agens einschließt.

Die UK-PS-2,144,045 beschreibt bspw. einen Golfball, dessen äußere Schicht einen optischen Aufheller einschließt, der einen fluoreszierenden Effekt hat.

Einer der Nachteile von mit Balata beschichteten Golfbällen ist deren Mangel an Weißheit verglichen zu Golfbällen, die mit SURLYN (Warenzeichen) beschichtet sind. Es hat daher die Notwendigkeit bestanden, mit Balata beschichtete Golfbälle zu produzieren, die im Vergleich zu mit SURLYN (Warenzeichen) beschichteten Golfbällen eine ähnlich weiße Erscheinung haben.

Es ist nun herausgefunden worden, daß die Zugabe einer kleinen Menge an blauem Agens und einer kleinen Menge an violettem Agens zu dem Basisharz weißer Färbung in einer weißen Zusammensetzung resultiert, die, wenn sie der Beschichtung eines mit Balata beschichteten Golfballs zugegeben wird, einen Golfball mit einer sehr weißen, glänzenden Erscheinung produziert.

Umfassend enthält ein weißgefärbter, mit Balata beschichteter Golfball gemäß der vorliegenden Erfindung einen Kern und eine Beschichtung, bei dem auf der Beschichtung eine erste deckende Schicht aus einer weißen Farbzusammensetzung aufgetragen wird, und auf der ersten deckenden Schicht eine zweite deckende Schicht aus einer weißen Farbzusammensetzung aufgetragen wird, wobei die weiße Farbzusammensetzung einen Basisharz weißer Färbung, ein blaues Agens und ein violettes Agens umfaßt, wobei das blaue und das violette Agens in einer ausreichenden Menge vorliegen, so daß der weißgefärbte, mit Balata beschichtete Golfball eine "L"-Ablesung von zwischen ca.85 und 95, eine "a"- Ablesung von ca. -0.5 bis ca. -2.5 und eine "b"-Ablesung von ca. -4.0 bis ca. -10.00 hat, wenn er auf einem HUNTER LAB COLORIMETER LABSCAN 11 bei D65 untersucht wird mit einer 20 Sehklappe und 0º Beleuchtung, 45º Umfangssicht durch optische Fasern. Solche Messungen wurden in Übereinstimmung mit der ASTM D2244-89 gemacht. Solch ein Ball hat einen Weiße-Index (WI) von ca. 94 bis ca. 124, wenn in Übereinstimmung mit der ASTM E313 von 1973 gemessen wird (erneut überprüft 1978). Vorzugsweise liegt die "L"-Ablesung zwischen ca. 86 und ca. 88.

Die weißfarbige Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung umfaßt ungefähr 100 Gewichtsanteile eines Basisharzes von weißer Färbung; ungefähr 0.3 bis ungefähr 0.03 Gewichtsanteile eines blauen Agens, die auf 100 Gewichtsanteilen des Basisharzes basieren; und ungefähr 0.1 bis ungefähr 0.01 Gewichtsanteile eines violetten Agens, die auf 100 Gewichtsanteilen des Basisharzes basieren.

Vorzugsweise werden ungefähr 0.2 bis 0.08 Gewichtsanteile eines blauen Agens und ungefähr 0.02 bis 0.06 Gewichtsanteile eines violetten Agens verwendet. Noch vorteilhafter ist es, ungefähr 0.1 Gewichtsanteile eines blauen Agens und ungefähr 0.04 Gewichtsanteile eines violetten Agens in dem erfindungsgemäßen Basisharz von weißer Färbung zu verwenden.

Der Gewichtsverhältnis vom blauen zum violetten Agens liegt zwischen ungefähr 1.5 bis ungefähr 4.0 und vorzugsweise bei ungefähr 2.5. Die Beibehaltung von diesem Verhältnis sichert die geeignete Menge von blauem und violettem Agens in der erfindungsgemäßen Farbzusammensetzung.

Zusätzlich zu dem blauen und dem violetten Agens, die dem weißgefärbten Basisharz zugesetzt werden, können der erfindungsgemäßen weißfarbigen Zusammensetzung auch andere Komponenten zugesetzt werden. Insbesondere können diese anderen Komponenten U.V.-Inhibitoren, Flußagens, Grundpigmente (Füllpigmente) und fluoreszierende Materialien oder optische Aufheller sein.

Der Basisharz von weißer Färbung ist vorzugsweise eine auf Urethanen basierende Flüssigkeit mit einem darin befindlichen weißen Pigment. Geeigneterweise sind solche weißen Pigmente Titandioxid, Bariumsulfat mit einer Partikelgröße von ca. 0.1 bis ca. 0.2 um, Aluminiumsilikat, Zinksulfid und verschiedene Tone. Vorzugsweise wird Titandioxid verwendet. Gute Ergebnisse sind mit einem Basisharz von weißer Färbung erzielt worden, der von Midland Dexter unter dem Namen 61-701 oder 61-352 Urethan Top Coat oder 61-800 Urethan Basecoat vertrieben wird.

Zum Einstellen dieses Basisharzes weißer Färbung werden ein Verdünner und ein Aktivierungsmittel verwendet. Gute Resultate sind bei Verwendung von ungefähr 36 Gewichtsanteilen eines Aktivierungsmittels, die auf 100 Gewichtsanteilen des Basisharzes basieren, erzielt worden. Gute Ergebnisse sind mit einem Aktivierungsmittel erzielt worden, das von Midland Dexter unter dem Namen 62-105 Activator vertrieben wird. Dieses Aktivierungsmittel ist eine Mischung aus Butylacetat und Ethylacetat. Gute Resultate sind ebenso mit 13.4 Gewichtsanteilen eines Verdünners erzielt worden, die auf 100 Gewichtsanteilen des Basisharzes basieren. Gute Ergebnisse sind mit einem Verdünner erzielt worden, der von Midland Dexter unter dem Namen 2-162 Thinner verkauft wird. Dieser Verdünner ist eine Mischung aus Toluen und Ethylacetat.

Das blaue Agens ist vorzugsweise Phthalozyanin-Blau, Ultramarin- Blau, Miloriblau, Eisen-Blau und Kobalt-Blau. Phthalozyanin-Blau ist bevorzugt. Gute Resultate sind mit einem blauen Agens von Midland Dexter erzielt worden, das Blue Paste 40-1236 heißt. Diese blaue Paste ist ein Polyol in xylen.

Das violette Agens ist vorzugsweise Alizarin-Kastanienbraun, 14- 4103 Novaperm Rot Violett MRS, x-1550 Alizarin-Marokko-Kastanienbraun oder Sunfast Violett #23. Gute Ergebnisse sind mit Violet Paste 40-824 von Midland Dexter erzielt worden. Diese violette Paste ist ein Polyol in Toluen.

Der Begriff fluoreszierendes Agens oder optischer Aufheller, wie er hier verwendet wird, ist im allgemeinen derselbe wie bei Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, 3.Auflage, Vol.4, Seite 213. Wie dort ausgeführt ist, absorbieren optische Aufheller den unsichtbaren ultravioletten Bereich des Tageslichtspektrums und konvertieren diese Energie in den Bereich mit längerer Wellenlänge von dem Spektrum. Kirk-Othmer beschreibt typische optische Aufheller, die Stilben-Derivate, Styryl-Derivate des Benzens und Biphenyls, Bis(Benzazol-2-yl) Derivate, Coumarin, Karbostyril, Naphthalimid, Derivate des Dibenzothiophen-5,5-Dioxids, Pyren-Derivate und Pyridotriazole einschließen. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann jeder dieser oder jeder andere bekannte optische Aufheller allein oder in Kombination verwendet werden, so lange sie miteinander und mit der Farbzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kompatibel sind. Beispiele von spezifischen optischen Aufhellern sind Derivate der 4,4'-diamino Stilben-2,2'-disulfon Säure, 4-methyl- 7-diethylamino Coumarin und 2,5-bis(5-tert-butyl)-2-benzoxazolyl) Thiophen, von denen der letztere der bevorzugte optische Aufheller zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung ist.

Die Menge an optischem Aufheller, der in der erfindungsgemäßen Farbzusammensetzung enthalten sein soll, kann weitestgehend ausgewählt werden. Die Menge kann von ungefähr 0 bis .01 Gewichtsanteilen oder mehr rangieren, basierend auf 100 Gewichtsanteilen des Basisharzes von weißer Färbung.

Die weiße Farbzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung wird vorzugsweise als erste und zweite deckende Schicht verwendet, die auf der äußeren Oberfläche von dem Golfball aufgetragen werden.

Diese und andere Merkmale der vorliegenden Erfindung können genauer unter Bezugnahme auf die nachfolgend aufgeführten Beispiele verstanden werden.

Beispiel 1

Dieses Beispiel zeigt die Herstellung einer Farbzusammensetzung zur Verwendung auf einem mit Balata beschichteten Golfball.

Tabelle 1
erste deckende Schicht Teile Gewicht(in Gramm) Urethan Base Coat Activator Blaue Paste Violette Paste zweite deckende Schicht Urethan Top Coat Activator Thinner Blaue Paste 40-1236 Violette Paste 40-824

Alle Komponenten in Tabelle 1 wurden von Midland Dexter bezogen.

Die beiliegende Figur zeigt einen Golfball, bei dem eine Farbzusammensetzung gemäß Tabelle 1 aufgetragen ist. Der Golfball 10 hat eine Beschichtung 14, die um den Kern 16 geformt ist. Die Figur stellt einen zweiteiligen Golfball 10 mit massivem Kern dar. Der Kern 16 kann auch gewickelt sein, was den Golfball 10 zu einem dreiteiligen Golfball macht. Natürlich ist, wenn die Beschichtung 14 und der Kern 16 aus demselben Material und homogen sind, der Golfball 10 ein einteiliger Golfball. Egal ob der Golfball ein-, zwei- oder dreiteilig ist, er hat eine äußere Oberfläche 18.

Auf der äußeren Oberfläche 18 ist eine erste deckende Schicht 20 aufgetragen. Auf der ersten deckenden Schicht 20 ist eine zweite deckende Schicht 22 aufgetragen. Die Schichten 20 und 22 umfassen die Farbzusammensetzungen gemäß Tabelle 1. Auf der Schicht 22 ist eine klare Beschichtung 24 aufgetragen.

Beispiel 2

Zur Darstellung der besseren Weißheit des erfindungsgemäßen Golfballs mit Balatabeschichtung im Vergleich zu einem konventionellen Golfball mit Balatabeschichtung wurden die unten in Tabelle 2 aufgeführten HUNTER LAB COLORIMETER LABSCAN II "L", "a" und "b" Ablesungen gemacht;

Tabelle 2
Ball Vorliegende Erfindung (Beispiel 1) Titleist Tour (Balata)
Ball Maxfli DDH (Balata) Slazenger (Balata) Pinnacle Gold (SURLYN)

Wie aus den obigen Resultaten ersichtlich ist, hatte der farbige, mit Balata beschichtete Golfball gemäß der vorliegenden Erfindung "L", "a" und "b" Ablesungen, die vergleichbar sind zu denen eines mit SURLYN (Warenzeichen) beschichteten Golfballs von hoher Qualität, bei dem das Farbpigment in dem Grundmaterial enthalten ist.

Das HUNTER COLORIMETER wurde in Ubereinstimmung mit seinem Betriebshandbuch betrieben oder bei einem D65, 2º Sehklappe, und Licht, das den Golfball in einem 0º Winkel traf, und 45º Umfangssicht. Dies wurde in Übereinstimmung mit der ASTM D2244-89 durchgeführt. Das HUNTER COLORIMETER ist ein konventionelles Ausrüstungsstück, das von der Hunter Corporation in Reston, Virginia hergestellt wird.

Ein weißgefärbter, mit Balata beschichteter Golfball umfaßt einen Kern und eine Beschichtung, wobei auf der Beschichtung eine erste deckende Schicht aus einer weißen Farbzusammensetzung aufgetragen wird, und auf der ersten deckenden Schicht eine zweite deckende Schicht aus einer weißen Farbzusammensetzung aufgetragen wird, wobei die weiße Farbzusammensetzung einen Basisharz weißer Färbung, ein blaues Agens und ein violettes Agens umfaßt, wobei das blaue und das violette Agens in einer ausreichenden Menge vorliegen, so daß der weißgefärbte, mit Balata beschichtete Golfball eine "L"-Ablesung von zwischen ca.85 und 95, eine "a"-Ablesung von ca. -0.5 bis ca. -2.5 und eine "b"-Ablesung von ca. -4.0 bis ca. -10.00 hat, wenn er auf einem HUNTER LAB COLORIMETER LABSCAN 11 bei D65 untersucht wird mit einer 2º Sehklappe und Licht, das auf den Golfball in einem Winkel von 0º scheint, 45º Umfangssicht in Übereinstimmung mit der ASTM D2244-89.

Für jede Zahl, die in den Ansprüchen genannt ist und nicht durch den Begriff "ungefähr" modifiziert ist, ist es selbstverständlich, daß der Begriff "ungefähr" eine solche Zahl modifizieren soll.

Es ist selbstverständlich, daß die Patentansprüche alle Veränderungen und Modifikationen der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung abdecken sollen, die hier zum Zwecke der Darstellung ausgewählt worden sind und keine Entfernung vom Umfang der Erfindung sind.


Anspruch[de]

1.Gefärbter, mit Balata beschichteter Golfball mit einer Farbschicht, die auf die äußere Oberfläche der Balatahülle aufgebracht wird und die folgende Merkmale umfaßt:

ungefähr 100 Gewichtsanteile eines Basisharzes von weißer Färbung;

ungefähr 0.3 bis ungefähr 0.03 Gewichtsanteile, die auf 100 Gewichtsanteilen des Basisharzes basieren, eines blauen Agens; und

ungefähr 0.1 bis ungefähr 0.01 Gewichtsanteile, die auf 100 Gewichtsanteilen des Basisharzes basieren, eines violetten Agens, worin der Gewichtsanteil des blauen Agens zum Anteil des violetten Agens im Verhältnis von ungefähr 4 bis ungefähr 1.5 steht.

2.Golfball nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Golfball aus der Gruppe der einteiligen, zweiteiligen und dreiteiligen Golfbälle ausgewählt wird.

3.Golfball nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das blaue Agens Phthalozyanin-Blau ist.

4.Golfball nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das violette Agens Alizarin-Kastanienbraun ist.

5.Golfball nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ungefähr 0.1 Gewichtsanteile des blauen Agens und ungefähr 0.04 Gewichtsanteile des violetten Agens verwendet werden.







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