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Dokumentenidentifikation DE69014376T2 27.04.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0390335
Titel Mehrstufiges Leistungsgetriebe.
Anmelder General Motors Corp., Detroit, Mich., US
Erfinder Sherman, James Francis, Brighton, Michigan 48116, US;
Hauser, Kenneth Clair, Canton, Michigan 48187, US
Vertreter Manitz, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Finsterwald, M., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 80538 München; Rotermund, H., Dipl.-Phys., 70372 Stuttgart; Heyn, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69014376
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 28.02.1990
EP-Aktenzeichen 903021400
EP-Offenlegungsdatum 03.10.1990
EP date of grant 30.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.1995
IPC-Hauptklasse F16H 3/54
IPC-Nebenklasse F16H 37/04   F16H 3/66   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Mehrgeschwindigkeitsleistungsgetriebe und insbesondere solche Getriebe, die sowohl eine Planetenzahnradanordnung als auch eine Vorgelegewellenzahnradanordnung in Kombination aufweisen, um eine Vielzahl von Geschwindigkeitsverhältnissen zu schaffen, wie im Oberbegriff von Anspruch 1 offenbart. Ein derartiges Getriebe ist aus der EP-A-0 227 503 bekannt.

Ein Mehrgeschwindigkeitsleistungsgetriebe gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt Eingangsantriebsmittel zur Lieferung von Leistung zum Getriebe; angetriebene Ausgangsmittel zur Lieferung von Leistung vom Getriebe; eine Eingangswelle, die antriebsmäßig mit den Eingangsantriebsmitteln verbunden ist; einen Planetenzahnradsatz, der koaxial mit der Eingangsweile angebracht ist und eine Vielzahl von Bauteilen aufweist; ein erstes Antriebszahnrad, das zur Drehung koaxial mit der Eingangswelle angebracht und kontinuierlich mit einem ersten Bauteil des Planetenzahnradsatzes verbunden ist; ein zweites Antriebszahnrad, das zur Drehung koaxial mit der Eingangswelle angebracht ist; eine Ausgangswelle, die zur Drehung auf einer Achse parallel zur Eingangswelle angebracht ist; ein erstes angetriebenes Zahnrad, das drehbar auf der Ausgangswelle angebracht ist und sich mit dem ersten Antriebszahnrad in Eingriff befindet; ein zweites angetriebenes Zahnrad, das auf der Ausgangswelle angebracht ist und sich mit dem zweiten Antriebszahnrad in Eingriff befindet; erste selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel zur Verbindung eines zweiten Bauteils des Planetenzahnradsatzes mit der Eingangswelle; zweite selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel zur Verbindung eines dritten Bauteils des Planetenzahnradsatzes mit der Eingangswelle; dritte selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel zur Verbindung des zweiten Antriebszahnrads mit dem dritten Bauteil des Planetenzahnradsatzes, vierte selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel zur Verbindung des ersten angetriebenen Zahnrads mit der Ausgangswelle; und fünfte bzw. sechste selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel zum Errichten des zweiten Bauteils bzw. des dritten Bauteils des Planetenzahnradsatzes als Reaktionsbauteile im Getriebe; wobei das Getriebe durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 spezifizierten Merkmale gekennzeichnet ist.

Die vorliegende Erfindung weist eine Planetenzahnradanordnung oder einen Planetenzahnradsatz auf, die oder der zwischen den Getriebeeingangs- und -ausgangsbauteilen angeordnet ist, wobei die Planetenzahnradanordnung durch eine Vielzahl von selektiv in Eingriff bringbaren Reibungsantrieb errichtenden Mitteln gesteuert wird, wie beispielsweise Kupplungen und Bremsen, um eine Vielzahl von Geschwindigkeitsverhältnissen einschließlich eines Reduzierungsantriebs, eines direkten Antriebs, eines Schnellgangantriebs und eines Rückwärtsantriebs zu errichten. Die Planetenverhältnisse sind mit zwei Paaren von Vorgelegewellenzahnradsätzen (Antriebszahnräder und angetriebene Zahnräder) kombiniert, um wenigstens vier Vorwärtsgeschwindigkeitsverhältnisse und ein Rückwärtsgeschwindigkeitsverhältnis zwischen den Getriebeeingangs- und -ausgangsbauteilen zu schaffen. Die Vorgelegewellenzahnradsätze sind zwischen den Getriebeeingangs- und -ausgangsbauteilen angeordnet. Das Eingangsbauteil ist vorzugsweise ein Drehmomentkonverter und das Ausgangsbauteil ein Zahnraddifferential.

Die Vorgelegewellenzahnradsätze allein oder in Kombination sind in jedem der Geschwindigkeitsverhältnisse wirksam, so daß durch Wechseln lediglich der Vorgelegewellenzahnradsätze die Gesamtgetriebeverhältnisabdeckung und jedes individuelle Verhältnis geändert werden können. Dies schafft einen breiten Spielraum, in dem die grundlegenden Bereiche Planetenzahnradanordnung, Getriebegehäuse, Wellenanordnung und Steuerungen in Mechanismen von Leistungsgetrieben verwendet werden können. Die Vorgelegewellenzahnräder sind am billigsten herzustellen und zusammenzusetzen. Daher werden die Umstellungskosten von einem Getriebe zum anderen auf einem Minimum gehalten.

Es ist daher ein Ziel dieser Erfindung, ein verbessertes Mehrgeschwindigkeitsleistungsgetriebe zu schaffen, worin eine Planetenzahnradanordnung mit zwei Paaren von Vorgelegewellenzahnradsätzen gekuppelt ist, um durch die Verwendung von selektiv in Eingriff bringbaren Kupplungen und Bremsen eine Vielzahl von Geschwindigkeitsverhältnissen zwischen den Getriebeeingangs- und -ausgangsbauteilen zu errichten.

Es ist ein weiteres Ziel dieser Erfindung, ein verbessertes Mehrgeschwindigkeitsgetriebe zu schaffen, welches eine einfache Planetenzahnradanordnung und ein Paar von Vorgelegewellenzahnradsätzen aufweist, die zwischen dem Getriebeingangsbauteil und einem Ausgangsdifferential kuppelbar sind, um wenigstens vier Vorwärtsgeschwindigkeiten und eine Rückwärtsgeschwindigkeit zu schaffen, wobei wenigstens der eine oder der andere der Vorgelegewellenzahnradsätze im Getriebeweg während jedes Geschwindigkeitsverhältnisses mit eingeschlossen ist und der eine der Vorgelegewellenzahnradsätze eine Reaktion schafft, während der andere Vorgelegewellenzahnradsatz einen Antriebsweg schafft, und zwar während des einen Geschwindigkeitsverhältnisses.

Die vorliegende Erfindung wird nun beispielhaft anhand der nachfolgenden Beschreibung und der begleitenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:

Figur 1 eine schematische Darstellung einer die vorliegende Erfindung enthaltenden Zahnradanordnung ist; und

Figur 2 eine geschnittene Aufrißansicht eines Teils einer die vorliegende Erfindung enthaltenden Getriebeanordnung ist.

In Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines Mehrgeschwindigkeitsleistungsgetriebes zu sehen, welches einen herkömmlichen Drehmomentkonverter 10 (Eingangsantriebsmittel) einschließt, der so ausgebildet ist, daß er durch eine mit einem Motor, nicht gezeigt, verbundene Leistungseingangswelle angetrieben wird.

Das Getriebe umfaßt außerdem eine Eingangswelle 12, ein Paar von Eingangskupplungsanordnungen 14 und 16, ein Paar von Ausgangskupplungsanordnungen 18 und 20, ein Paar von Bremsenanordnungen 22 und 23, einen Ein-Weg-Kupplungsmechanismus 24, einen einfachen Planetenzahnradsatz 26, ein Paar von Antriebs- oder Verhältniszahnrädern 28 und 30, ein Paar von angetriebenen oder Verhältniszahnrädern 32 und 34, eine Ausgangswelle 36 und ein Leistungsausgangszahnrad 38 (angetriebenes Ausgangsmittel). Die Eingangskupplungsanordnungen 14 bzw. 16 definieren zweite bzw. erste selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel. Die Ausgangskupplungsanordnungen 18 bzw. 20 definieren dritte bzw. vierte selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel. Die Bremsenanordnungen 22 bzw. 23 definieren sechste bzw. fünfte selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel.

Der Planetenzahnradsatz 26 umfaßt ein Sonnenzahnrad 40, ein Ringzahnrad 42 und eine Planetenträgeranordnung 44. Die Planetenträgeranordnung 44 weist eine Vielzahl von Ritzeln 46 auf, die sich mit dem Sonnenzahnrad 40 und dem Ringzahnrad 42 in Eingriff befinden. Das Sonnenzahnrad 40 ist antriebsmäßig mit der Eingangskupplungsanordnung 16 verbunden, die auch antriebsmäßig mit der Eingangswelle 12 verbunden ist. Ein Eingriff der Eingangskupplungsanordnung 16 veranlaßt das Sonnenzahnrad 40, durch die Eingangswelle 12 angetrieben zu werden. Das Sonnenzahnrad 40 ist auch wirksam mit der Bremsenanordnung 23 derart verbunden, daß auf einen Eingriff der Bremsenanordnung 23 hin das Sonnenzahnrad 40 stationär gehalten wird.

Die Planetenträgeranordnung 44 ist wirksam mit der Eingangskupplungsanordnung 14 verbunden, welche bei einem Eingriff eine Antriebsverbindung zwischen der Eingangswelle 12 und der Planetenträgeranordnung 44 schafft. Die Planetenträgeranordnung 44 ist auch wirksam mit der Bremsenanordnung 22 verbunden, welche bei einem Eingriff die Planetenträgeranordnung 44 stationär hält. Die Planetenträgeranordnung 44 ist auch wirksam mit der Ausgangskupplungsanordnung 18 verbunden, welche bei einem Eingriff eine Antriebsverbindung zwischen der Planetenträgeranordnung 44 und dem Antriebszahnrad 28 schafft. Das Ringzahnrad 42 ist kontinuierlich antriebsmäßig mit dem Antriebszahnrad 30 verbunden.

Das angetriebene Zahnrad 32 befindet sich in Eingriff mit dem Antriebszahnrad 28 und ist antriebsmäßig mit der Ausgangswelle 36 verbunden. Das angetriebene Zahnrad 34 befindet sich in Eingriff mit dem Antriebszahnrad 30 und ist wirksam mit der Ausgangskupplungsanordnung 20 und dem Ein-Weg-Kupplungsmechanismus 24 verbunden. Wenn sich die Ausgangskupplungsanordnung 20 in Eingriff befindet, ist das angetriebene Zahnrad 34 antriebsmäßig mit der Ausgangswelle 36 verbunden. Der Ein-Weg-Kupplungsmechanismus 24 ist wirksam, um das angetriebene Zahnrad 34 und die Ausgangswelle 36 miteinander zu verbinden, wenn sich das angetriebene Zahnrad 34 langsamer als die Ausgangswelle 36 dreht.

Die in Figur 1 gezeigte Zahnradanordnung ist betreibbar, um vier Vorwärtsgeschwindigkeitsverhältnisse und ein Rückwärtsgeschwindigkeitsverhältnis zwischen dem Leistungseingangsbauteil, dem Drehmomentkonverter 10 und dem Leistungsausgangszahnrad 38 durch selektiven Eingriff der Kupplungen und Bremsen zu errichten.

Um das erste und niedrigste Vorwärtsgeschwindigkeitsverhältnis zu errichten, werden die Eingangs- und Ausgangskupplungsanordnungen 16 und 18 in Eingriff gebracht. Mit dem Eingriff dieser Kupplungen wird das Sonnenzahnrad 40 mit Motorgeschwindigkeit angetrieben und das Antriebszahnrad 28 mit der Planetenträgeranordnung 44 verbunden. Wenn das Sonnenzahnrad 40 vorwärts durch den Motor angetrieben wird, versucht das Ringzahnrad 42, sich in der Rückwärtsrichtung zu drehen. Aufgrund der Verbindung des Ein-Weg-Kupplungsmechanismus 24 versuchen auch das Antriebszahnrad 30 und das angetriebene Zahnrad 34, sich in der Rückwartsrichtung zu drehen. Die Planetenträgeranordnung 44 treibt das Antriebszahnrad 28 und das angetriebene Zahnrad 32 in der Vorwärtsrichtung an.

Durch Steuerung der Anzahl von Zähnen auf den verschiedenen Zahnradbauteilen und daher der Durchmesser der verschiedenen Zahnradbauteile wird das Drehmoment am angetriebenen Zahnrad 32 größer als das Drehmoment am angetriebenen Zahnrad 34, und daher dreht sich die Ausgangswelle 36 in der Vorwärtsrichtung. Das Ringzahnrad 42, das Antriebszahnrad 30 und das angetriebene Zahnrad 34 errichten eine Rotationsreaktion innerhalb der Zahnradanordnung. Diese Zahnräder (42, 30, 34) werden vorwärts durch die Ausgangswelle 36 angetrieben und übertragen regenerierte Leistung durch die Zahnradanordnung.

Um das zweite Geschwindigkeitsverhältnis zu errichten, wird die Eingangskupplungsanordnung 14 in Eingriff gebracht, während die Eingangs- und Ausgangskupplungsanordnungen 16 und 18 in Eingriff bleiben. Mit der sich in Eingriff befindenden Eingangskupplungsanordnung 14 wird die Planetenträgeranordnung 44 in der Vorwärtsrichtung mit der Geschwindigkeit der Eingangswelle 12 angetrieben. Da sich sowohl das Sonnenzahnrad 40 als auch die Planetenträgeranordnung 44 in der Vorwärtsrichtung dreht, dreht sich das Ringzahnrad 42 auch in der Vorwärtsrichtung.

Das Antriebszahnrad 28 wird auch in der Vorwärtsrichtung gedreht und überträgt Drehmoment von der sich in Eingriff befindenden Ausgangskupplungsanordnung 18 und der sich in Eingriff befindenden Eingangskupplungsanordnung 14 durch die Eingangswelle 12 direkt zu dem angetriebenen Zahnrad 32 und daher der Ausgangswelle 36. Da das Ringzahnrad 42 in der Vorwärtsrichtung mit Motorgeschwindigkeit angetrieben wird, dreht sich das angetriebene Zahnrad 34 aufgrund des Verhältnisses der Zahnräder 30, 34 vorwärts mit einer größeren Geschwindigkeit als die Ausgangswelle 36. Der Ein-Weg-Kupplungsmechanismus 24 gestattet dem angetriebenen Zahnrad 34, die Ausgangswelle 36 zu überlaufen. Das Geschwindigkeitsverhältnis im zweiten Zahnrad ist durch die Anzahl von Zähnen auf dem Antriebszahnrad 28 und dem angetriebenen Zahnrad 32 bestimmt.

Um das dritte Geschwindigkeitsverhältnis zu errichten, wird die Ausgangskupplungsanordnung 18 außer Eingriff gebracht, während die Ausgangskupplungsanordnung 20% in Eingriff gebracht wird. Der Eingriff der Ausgangskupplungsanordnung 20 verbindet das angetriebene Zahnrad 34 mit der Ausgangswelle 36 zur gemeinsamen Drehung damit. Das Ausrücken der Ausgangskupplungsanordnung 18 gestattet dem Antriebszahnrad 28, sich frei zu drehen. Da sich die Eingangskupplungsanordnungen 14 und 16 beide in Eingriff befinden, wird der Planetenzahnradsatz 26 als eine Baueinheit angetrieben und daher das Antriebszahnrad 30 mit der Geschwindigkeit der Eingangswelle 12 gedreht. Das Geschwindigkeitsverhältnis im dritten Vorwärtsgang wird durch die Anzahl von Zähnen auf dem Antriebszahnrad 30 und dem angetriebenen Zahnrad 34 bestimmt.

Das vierte Vorwärtsgeschwindigkeitsverhältnis wird durch das Ausrücken der Eingangskupplungsanordnung 16 und den Eingriff der Bremsenanordnung 23 errichtet. Die Bremsenanordnung 23 veranlaßt das Sonnenzahnrad 40, stationär gehalten zu werden, so daß das Ringzahnrad 42 übersteuert wird, das heißt sich schneller als die Eingangswelle 12 dreht.

Da die Ausgangskupplungsanordnung 20 im vierten Gang in Eingriff bleibt, wird die Ausgangswelle 36 durch das angetriebene Zahnrad 34 angetrieben. Das Geschwindigkeitsverhältnis im vierten Gang wird durch das Übersteuerungsverhältnis des Planetenzahnradsatzes 26 und das Zahnradverhältnis zwischen dem Antriebszahnrad 30 und dem angetriebenen Zahnrad 34 bestimmt.

Das Rückwärtszahnradverhältnis wird von einem neutralen Zustand aus errichtet, indem die Eingangskupplungsanordnung 16, die Bremsenanordnung 22 und die Ausgangskupplungsanordnung 20 in Eingriff gebracht werden. Wenn die Planetenträgeranordnung 44 durch die Bremsenanordnung 22 stationär gehalten und das Sonnenzahnrad 40 durch die Eingangswelle 12 vorwärts gedreht wird, dreht sich das Ringzahnrad 42 in einer Rückwärtsrichtung bei einem Geschwindigkeitsverhältnis, das durch die Anzahl von Zähnen auf dem Sonnenzahnrad 40, dem Ringzahnrad 42, dem Antriebszahnrad 30 und dem angetriebenen Zahnrad 34 bestimmt ist.

Das Antriebszahnrad 30 und das angetriebene Zahnrad 34 werden durch das Ringzahnrad 42 gedreht, und da sich die Ausgangskupplungsanordnung 20 in Eingriff befindet, wird die Ausgangswelle 36 in der Rückwärtsrichtung gedreht, das heißt entgegengesetzt zur Drehrichtung der Eingangswelle 12. Das Gesamtrückwärtsverhältnis zwischen der Eingangswelle 12 und der Ausgangswelle 36 ist durch das Rückwärtsverhältnis des Planetenzahnradsatzes 26 und die Antriebsverhältnisse zwischen den Antriebsund angetriebenen Zahnrädern 30 und 34 bestimmt.

Das Folgende ist eine Aufstellung der Anzahl von Zähnen auf jedem Zahnrad und der Zahnradverhältnisse, die durch den selektiven Eingriff der verschiedenen Kupplungen und Bremsen in einer exemplarischen Ausführungsform der Erfindung geschaffen werden.

Zahnräder Anzahl von Zähnen Sonnenzahnrad Ringzahnrad Antriebszahnrad Angetriebenes Zahnrad

Das erste Zahnradverhältnis beträgt 3,99, das zweite Zahnradverhältnis 2,125, as dritte Zahnradverhältnis 1,325, das vierte Zahnradverhältnis 0,928 und das Rückwärtsverhältnis 3,093. Die Gesamtverhältnisgeschwindigkeitsabdeckung, die in den Vorwärtsgeschwindigkeitsverhältnissen geschaffen wird, beträgt 4,3.

Aus der obigen Aufstellung sollte zu erkennen sein, daß die Gesamtzahnzählung der Antriebs- und angetriebenen Zahnräder 28 und 32, das heißt 100 Zähne, gleich der Gesamtzahnzählung der Antriebs- und angetriebenen Zahnräder 30 und 34, das heißt 100 Zähne, ist. Dies ist der Fall, da der Abstand zwischen den Achsen (Eingangswelle 12, Ausgangswelle 36) gleich bleibt und daher die Summe der Durchmesser der sich in Eingriff befindenden Zahnräder, die sich auf diesen Achsen drehen, eine konstante Zahl sein muß.

Aus der Beschreibung der Antriebsverhältnisse sollte zu erkennen sein, daß die Antriebs- und angetriebenen Zahnräder 28, 30, 32 und 34 in jedem der Antriebsverhältnisse benutzt werden. Daher beeinflußt eine Änderung der Anzahl von Zähnen jedes Zahnrads innerhalb eines Paars wenigstens zwei Zahnradverhältnisse. Falls beispielsweise eines der beiden Paare der Antriebs- und angetriebenen Zahnräder 28, 32 und 30, 34 geändert wird, wird das erste Zahnradverhältnis beeinflußt. Falls das Durchmesserverhältnis der Antriebszahnräder 28 und 30 geändert wird, wird das zweite Vorwärtszahnradverhältnis beeinflußt. Falls das Durchmesserverhältnis der Antriebsund angetriebenen Zahnräder 30 und 34 geändert wird, werden die dritten, vierten und Rückwärtszahnradverhältnisse beeinflußt. Eine Änderung im Durchmesserverhältnis der Zahnräder muß innerhalb von Grenzen durchgeführt werden, die durch den Zentrumslinienabstand zwischen den Eingangs- und Ausgangswellen 12 und 36 bestimmt ist.

Figur 2 ist ein Teilquerschnitt einer Leistungsgetriebeanordnung, welche die in Figur 1 gezeigte schematische Anordnung enthält. Zur Vereinfachung wurde jedem Zahnradbauteil das gleiche identifizierende Bezugszeichen gegeben, wie es für Figur 1 verwendet wurde, wie es bei den Kupplungsanordnungen, Bremsenanordnungen und Wellenbauteilen der Fall ist.

Die Bremsenanordnungen 22 und 23 können Bremsen vom herkömmlichen Bandtyp, wie gezeigt, oder Mehrscheibentyp sein, von denen beide auf eine bekannte Weise durch Betätigung eines Servomotors in Eingriff gebracht werden. Die Eingangs- und Ausgangskupplungsanordnungen 14, 16, 18 und 20 sind Kupplungen vom Mehrscheibentyp, die jede durch einen fluidbetriebenen Kolben in Eingriff gebracht wird.

Das angetriebene Zahnrad 32 ist an der Ausgangswelle 36 verkeilt, während das angetriebene Zahnrad 34 drehbar auf Lagern auf der Ausgangswelle 36 gehalten wird. Der Ein-Weg-Kupplungsmechanismus 24 ist zwischen den angetriebenen Zahnrädern 32 und 34 angeordnet, wodurch der Ein-Weg-Kupplungsmechanismus 24 wirksam zwischen dem angetriebenen Zahnrad 34 und der Ausgangswelle 36 angeordnet ist.

Das Antriebszahnrad 28 wird drehbar auf einer Nabe 48 gehalten, die einen Teil der Eingangskupplungsanordnung 14 darstellt, welche antriebsmäßig mit der Planetenträgeranordnung 44 verbunden ist. Das Antriebszahnrad 30 wird drehbar auf einem Teil der Planetenträgeranordnung 44 durch ein Lagerbauteil gehalten. Die Ausgangswelle 36 wird drehbar auf Lagern 50 bzw. 52 gehalten, die in einer Endabdeckung 54 bzw. einem Getriebegehäuse 56 befestigt sind. Die Eingangswelle 12 und die Ausgangswelle 36 sind so aufgebaut, daß eine Vielzahl von Kupplungszufuhrwegen und Schmiermittelflußwegen innerhalb der Leistungsgetriebeanordnung geschaffen wird. Ein Fluidfluß durch die Ausgangswelle 36 findet über eine Endkappe 58 durch eine Vielzahl von Durchgangsverbindungen damit statt, die nicht gezeigt sind.

Nach Figur 2 ist keines der Verhältniszahnräder 28 bis 34 starr befestigt, das heißt einstückig mit ihren jeweiligen Rotationshaltebauteilen ausgebildet. Somit können die Zahnradanordnungen leicht geändert werden, um spezifische Zahnradverhältnisse für Getriebeanordnungen zu schaffen, die dazu entworfen sind, unter bestimmten bekannten Bedingungen wirksam zu sein. Falls ein maximaler Drehmomentausgang für das Fahrzeug erwünscht ist, werden die Zahnradverhältnisse so geändert, daß eine maximale Drehmomentübertragung vom Motor eintritt. Falls maximale Geschwindigkeit das Kriterium ist, werden dann natürlich die Zahnradverhältnisse in der entgegengesetzten Richtung geändert.

Der Getriebeaufbau macht es ganz einfach, Verhältniswechsel von der einen Anordnung zur nächsten zu bewirken, und schafft demgemäß viel Flexibilität innerhalb der Leistungsgetriebeanordnung.


Anspruch[de]

1. Ein Mehrgeschwindigkeitsleistungsgetriebe mit Eingangsantriebsmitteln (10) zur Lieferung von Leistung zum Getriebe; angetriebenen Ausgangsmitteln (38) zur Lieferung von Leistung vom Getriebe; einer Eingangswelle (12), die antriebsmäßig mit den Eingangsantriebsmitteln (10) verbunden ist; einem Planetenzahnradsatz (26), der koaxial mit der Eingangswelle (12) angebracht ist und eine Vielzahl von Bauteilen aufweist; einem ersten Antriebszahnrad (30), das zur Drehung koaxial mit der Eingangswelle (12) angebracht und kontinuierlich mit einem ersten Bauteil (42) des Planetenzahnradsatzes (26) verbunden ist; einem zweiten Antriebszahnrad (28), das zur Drehung koaxial mit der Eingangswelle (12) angebracht ist; einer Ausgangswelle (36), die zur Drehung auf einer Achse parallel zur Eingangswelle (12) angebracht ist; einem ersten angetriebenen Zahnrad (34), das sich mit dem ersten Antriebszahnrad (30) in Eingriff befindet; einem zweiten angetriebenen Zahnrad (32), das auf der Ausgangswelle (36) angebracht ist und sich mit dem zweiten Antriebszahnrad (28) in Eingriff befindet; ersten selektiv in Eingriff bringbaren Reibungsantrieb errichtenden Mitteln (16) zur Verbindung eines zweiten Bauteils (40) des Planetenzahnradsatzes (26) mit der Eingangswelle (12); zweiten selektiv in Eingriff bringbaren Reibungsantrieb errichtenden Mitteln (14) zur Verbindung eines dritten Bauteils (44) des Planetenzahnradsatzes (26) mit der Eingangswelle (12); und fünften (23) bzw. sechsten (22) selektiv in Eingriff bringbaren Reibungsantrieb errichtenden Mitteln zum Errichten des zweiten Bauteils (40) bzw. des dritten Bauteils (44) des Planetenzahnradsatzes (26) als Reaktionsbauteile im Getriebe; dadurch gekennzeichnet, daß das erste angetriebene Zahnrad (34) drehbar auf der Ausgangswelle (36) angebracht ist; daß sich das zweite angetriebene Zahnrad (32) mit der Ausgangswelle (36) dreht; daß dritte selektiv in Eingriff bringbar Reibungsantrieb errichtende Mittel (18) zur Verbindung des zweiten Antriebszahnrads (28) mit dem dritten Bauteil (44) des Planetenzahnradsatzes (26) vorhanden sind; und daß vierte selektiv in Eingriff bringbare Reibungsantrieb errichtende Mittel (20) zur Verbindung des ersten angetriebenen Zahnrads (34) mit der Ausgangswelle (36) vorhanden sind; wobei die selektiv in Eingriff bringbaren Reibungsantrieb errichtenden Mittel ausgewählt sind, um vier Vorwärtsgeschwindigkeitsverhältnisse und ein Rückwärtsgeschwindigkeitsverhältnis zwischen den Eingangsantriebsmitteln (10) und den angetriebenen Ausgangsmitteln (38) zu errichten; und die ersten Antriebs- und angetriebenen Zahnräder (30, 34) mit dem Planetenzahnradsatz (26) zusammenwirken, um dafür eine Reaktion während eines Vorwärtsgeschwindigkeitsverhältnisses zu errichten.

2. Ein Mehrgeschwindigkeitsleistungsgetriebe wie in Anspruch 1 beansprucht,

worin die Bauteile des Planetenzahnradsatzes (26) ein Sonnenzahnrad (40), ein Ringzahnrad (42), eine Planetenträgeranordnung (44) und Ritzel (46) einschließen, die drehbar auf der Planetenträgeranordnung (44) in Eingriffsbeziehung mit den Sonnen-(40)- und Ring-(42)-Zahnrädern angebracht sind.

3. Ein Mehrgeschwindigkeitsleistungsgetriebe wie in Anspruch 2 beansprucht,

worin das erste Bauteil des Planetenzahnradsatzes (26) das Ringzahnrad (42), das zweite Bauteil des Planetenzahnradsatzes das Sonnenzahnrad (40) und das dritte Bauteil des Planetenzahnradsatzes die Planetenträgeranordnung (44) darstellt.







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