PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69200790T2 04.05.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0506361
Titel Fahrzeugreifen.
Anmelder SP Reifenwerke GmbH, 63450 Hanau, DE
Erfinder Sponagel, Peter, D-6200 Wiesbaden, DE
Vertreter Manitz, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Finsterwald, M., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 80538 München; Rotermund, H., Dipl.-Phys., 70372 Stuttgart; Heyn, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Finsterwald, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing.; Thul, S., Dipl.-Phys.; Albrecht, R., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69200790
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.03.1992
EP-Aktenzeichen 923025662
EP-Offenlegungsdatum 30.09.1992
EP date of grant 07.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.05.1995
IPC-Hauptklasse B60C 11/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugreifen mit einer Lauffläche mit einem in Längsrichtung orientierten Profil, das insbesondere durch Rippen, Balken oder Blöcke ausgebildet ist, zwischen denen zumindest Längsrillen und optional auch Querrillen angeordnet sind. Ein Reifen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus der US-A-4 388 960 bekannt.

Insbesondere bei Profilen, die in Längsrichtung orientiert sind und die somit zwangsläufig Umfangs- oder Längsrillen haben, ist herausgefunden worden, daß die Reifen oft sehr empfindlich auf Längsrillen in der Straße reagieren.

Längsrillen in der Straße sind beispielsweise in Straßenoberflächen zu finden, die bei Wartungsarbeiten heruntergefräßt worden sind, um einen neuen Straßenbelag aufzubringen.

Zusätzlich zu solchen Längsrillen in der Straße, die nur zeitweise in der Fahrbahn vorhanden sind, sind die Oberflächen von einigen Kraftfahrstraßen auch mit Längsrillen versehen, um die Sicherheit durch eine Verringerung von Aguaplanning zu verbessern. Solche Längsrillen, die beispielsweise in der Autobahn um Paris und Los Angeles zu finden sind, sind mit einem Abstand von etwa 20 mm angeordnet und haben eine Breite von ca. 5 mm.

Wenn nun der Abstand von sich gegenseitig entsprechenden Längsrillenkeilen oder Blockkeilen des Profils im wesentlichen dem Abstand der Rillen auf der Straße entspricht, dann werden seitliche Wirkungskräfte erzeugt, die zu einer Wanderbewegung des Fahrzeugs auf der Fahrbahn führen. Solche Wanderbewegungen des Fahrzeugs sind nicht nur störend, sondern können auch zu gefährlichen Fahrsituationen, insbesondere auf einer Autobahn mit hohem Verkehrsaufkommen, führen.

Das der Erfindung zugrundeliegende Problem und somit die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Fahrzeugreifen mit in Längsrichtung orientiertem Profil der eingangs genannten Art anzugeben, der eine hohe Richtungs- oder Spurstabilität unabhängig von der Art der Straßenoberfläche hat.

Entsprechend schafft die Erfindung einen Fahrzeugreifen mit einer Lauffläche, die ein in Längsrichtung orientiertes Profil hat, das insbesondere durch Rippen, Balken oder Blöcke gebildet ist, zwischen denen zumindest Längsrillen und wahlweise auch Querrillen angeordnet sind, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Länge (a) der Längsrillen in der Laufrichtung (L) zwischen 50% und 180% der Länge A der Bodenkontaktteilung des Reifens beträgt; und daß zwei entsprechende Längsrillen, die einander in der Laufrichtung folgen, stufenweise gegeneinander versetzt sind.

Mittels des gemäß der Erfindung vorgesehenen Versatzes der Längsrillen der Profile, die Längen haben, die in dem Bereich der Bodenkontaktteilung des Reifens liegen, wird gewährleistet, daß das sogenannte "Fangen" der Kanten der Längsrillen des Laufflächenprofils an den Längskanten der Straßenrillen durch den kontinuierlichen Versatz gestört wird, so daß die durch das Zusammenwirken der Straßenrillen mit den Profillängsrillen erzeugten Seitenkräfte ihre Orientierung viele Male in kurzen Intervallen während einer Umdrehung des Fahrzeugreifens ändern und somit praktisch keinen Effekt haben.

Das grundsätzliche Konzept, daß der Erfindung zugrundeliegt, ist somit darin zu sehen, daß im Vergleich mit der Umfangslänge des Fahrzeugreifens kurze Längsrillenabschnitte vorgesehen sind, die so gegeneinander versetzt sind, daß aufeinanderfolgende Längsrillenabschnitte im Wechsel auf der linken oder rechten Seite der Straßenrille, die vorhanden sein kann, liegen. Wenn somit die Längsrille, die momentan die Fahrbahn berührt, im wesentlichen auf der rechten Seite einer Straßenlängsrille verläuft, dann läuft die nachfolgende Längsrille im wesentlichen auf der linken Seite der Fahrbahnrille.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Tatsache, daß aufgrund des Versatzes der Längsrillen oder der Profilelemente, die in der Umfangsrichtung aufeinanderfolgen, Wasser, das auf der Fahrbahn vorhanden ist, während der Fahrt besser in den nachfolgenden Rillenbereich hineingepreßt werden kann, der durch den Versatz auftritt. Somit wird durch den Aufbau des Profils gemäß der Erfindung eine verbesserte Wasserunterbringung in dem Profil erreicht.

Auch kann der Querversatz "g" der Längsrillen, die einander entweder direkt oder mit einem Abstand folgen, so ausgewählt sein, daß eine in Längsrichtung liegende Seitenwandung einer Längsrille zu der anderen in Längsrichtung verlaufenden Seitenwandung der anderen Längsrille so ausgerichtet ist, daß die entsprechenden Seitenwandungen aneinander anstoßen. Der Querversatz "g" von zwei aufeinanderfolgenden Längsrillen kann auch zumindest der größten Breite "b" der engeren Längsrille entsprechen. Es ist bevorzugt, daß der Querversatz "g" von zwei aufeinanderfolgenden Längsrillen größer ist als die Breite "b" der versetzten Längsrille an ihrem Ende, das der anderen Längsrille zugewandt ist.

Eine weitere Verbesserung in der Wasserverdrängung kann gemäß der Erfindung durch zwei aufeinanderfolgende Längsrillen erreicht werden, die in Querrichtung relativ zueinander versetzt und so angeordnet sind, daß sie sich in der Laufrichtung überlappen, wobei die Länge des Überlappungsbereichs weniger als 25% der Länge der Längsrillen entspricht.

Um die Richtungsstabilität weiter zu verbessern, d. h. die Möglichkeit, der Spur in korrekter Weise zu folgen, und um verlässlich ein "Fangen" der Profilrillenkanten zu verhindern, können zwei aufeinanderfolgende gegeneinander versetzt angeordnete Längsrillen vorgesehen sein, die einen Abstand in der Laufrichtung voneinander haben, der weniger als 25% der Länge "a" der Längsrillen beträgt. Bei dieser Anordnung ist es vorteilhaft, wenn zwei aufeinanderfolgende Längsrillen, die einander folgen, miteinander durch eine Querrille verbunden sind. Auf diese Weise wird die Wasserverdrängung auf nassen Fahrbahnen in vorteilhafter Weise beeinflußt, da Fahrbahnwasser, das in den Längsrillen vorhanden ist, durch die Querrillen in die nachfolgenden Rillenbereiche gepreßt werden kann.

Weiterhin können die Längsrillen symmetrisch zu der Mittellinie der Lauffläche, die die Mittelebene des Reifens bestimmt, angeordnet sein. Weiterhin können die Längsrillen im wesentlichen rechteckig in der Draufsicht sein. Sie können aber auch wellenförmig sein und erstrecken sich vorzugsweise über eine Wellenlänge. Alternativ können sie von einer Keilform in der Draufsicht sein und können in der Tat im wesentlichen diamantförmig in der Draufsicht sein. Um eine permanent gute Wasseraufnahme durch das Profil über den Umfang des Fahrzeugreifens zu erreichen, werden vorzugsweise Vorkehrungen so getroffen, daß der gesamte Querschnittsbereich der Längsrillen, die längsseits nebeneinander über die gesamte Lauffläche angeordnet sind, im wesentlichen in Umfangsrichtung konstant ist.

Im Zusammenhang mit der Erfindung kann es auch von Vorteil sein, die Rippen, Blöcke, Balken und dgl., die die Längsrillen und die Querrillen begrenzen, mit speziell geformten Rillen oder Einschnitten zu versehen. Solche Rippen, Blöcke, Balken und dgl. sind auch von praktischer Bedeutung unabhängig von dem beschriebenen Längsrillenversatz, sie können aber auch insbesondere vorteilhaft in Kombination mit einem Längsrillenversatz verwendet werden.

Durch die Rillen oder Einschnitte, die an den Kanten der Profilblöcke oder -balken vorgesehen sind, werden Vorkehrungen für ein besseres Zusammenwirken des Profils mit der Fahrbahnoberfläche getroffen, was zu einer besseren Übertragung der Brems- und Traktionskräfte führt. Mit dieser Maßnahme der Erfindung, die auch die Richtungsstabilität des Fahrzeugreifens verbessert, werden die Wintereigenschaften des Reifens insbesondere durch das spezielle Zusammenwirken verbessert.

Die Rillen haben angenehmerweise eine Breite von 0,2 mm bis 1,5 mm und eine Länge in der Laufrichtung von 2 mm bis 8 mm. Die Rillen haben vorzugsweise auch einen rechteckigen Querschnitt, und sie können auch einen V-förmigen Querschnitt und wahlweise einen V-förmigen Querschnitt mit konvex abgerundeten Seitenflächen haben. Als Alternative können die Rillen einen treppenähnlich gestuften Querschnitt haben.

Die Erfindung wird nun nachfolgend anhand eines Beispiels und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen genauer beschrieben werden, in denen gezeigt sind:

Figur 1 ist eine schematische abgewickelte Draufsicht eines Teils der Lauffläche;

Figur 2 ist eine teilweise geschnittene perspektivische Ansicht der Lauffläche von Figur 1;

Figur 3 ist eine schematische Draufsicht eines individuellen Profilblocks;

Figur 4 sind verschiedene vergrößerte Ansichten einer individuellen Rille oder Lamellierung entsprechend dem Kreis IV in Figur 3, und

Figuren 5a bis 5g sind verschiedene Draufsichten von Laufflächen gemäß Figur 1 mit verschiedenen schematisch dargestellten Profilen.

Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Lauffläche 19 eines Fahrzeugreifens, in der eine längliche Rillenanordnung symmetrisch zu der Mittellinie M, die die Mittelebene des Reifens definiert, vorgesehen ist. Die Querrillen, die allgemein in den Reifenprofilen zu finden sind, sind in dieser Darstellung nicht gezeigt, um das wichtige Prinzip der Erfindung, welches die Anordnung von Längsrillen und den Aufbau der Längsrillen betrifft, klar hervorzuheben. Die Querrillen, die in der Regel vorhanden sind, können in herkömmlicher Weise angeordnet und ausgebildet sein.

Die Längsrillenanordnung hat erste Längsrillen 10, deren Länge "a" größer als die Xontaktteilungslänge A des Fahrzeugreifens auf der Straße ist. Natürlich sollte diese Laufflächenstreifendarstellung gemäß den Figuren 1 und 2 nur als schematische Darstellung verstanden werden, um das Prinzip der vorliegenden Erfindung zu erläutern. In der vorliegenden Ausführungsform einer Lauffläche gemäß der Erfindung kann irgendeine gewünschte Anzahl von entsprechend ausgebildeten Längsrillen in Verbindung mit herkömmlichen Querrillen vorgesehen sein.

Die in Figur 1 durch den mit einer unterbrochenen Linie gekennzeichneten Rahmen gezeigte Kontaktfläche hat eine von vielen möglichen Formen. Die Längsrille 10, die symmetrisch zu der Nittellinie M liegt, liegt in der Längsrichtung L neben zwei Längsrillen 11, die dieselbe Länge (a) wie die Längsrille 10 haben. Die Längsrillen 11 sind gegenüber der Längsrille 10 versetzt angeordnet, so daß die Seitenwandung 17 auf der rechten Seite der Längsrille 10 in Figur 1 mit der linken Seitenwandung 16 der entsprechenden rechtsseitigen Längsrille 11 fluchtet. Die Verschiebung bzw. der Versatz "g" der Längsrille 11 entspricht dabei ihrer Breite.

Somit schließt in der Längsrichtung L des Fahrzeugreifens jeweils ein Längsrillenbereich an einen Blockbereich an einer Versatzlinie und umgekehrt an.

Ein Profilblock 21, der durch die Längsrillen 10, 11 begrenzt ist, hat, wie schematisch in Figur 3 dargestellt ist, zwei Einschnitte 25 und auch eine Mehrzahl von Sackrillen 22, d. h. Rillen mit einem toten Ende, die an den Kanten des Blocks 21 vorgesehen sind, welche in Umfangsrichtung, d. h. in die Laufrichtung zeigen.

Die Sackrillen 22 haben unterschiedliche Querschnittsformen, die von den besonderen Anforderungen, die an die Fahrzeugreifen gestellt werden, abhängen, wie in Figur 4 dargestellt ist. Figur 4a zeigt einen dünnen schlitzähnlichen Einschnitt 22. Die Rille 22 in Figur 4b hat einen im wesentlichen U-förmigen rechteckigen Querschnitt.

Die Rillen 22 von den Figuren 4c und 4d haben V-förmige Querschnitte, und die Seitenfläche 23 (Figur 4d) kann konvex gekrümmt sein. In Figur 4e ist eine Rille 22 gezeigt, in der eine Stufe in den Seitenflächen vorgesehen ist. Die Breite x der Rillen 22 liegt vorzugsweise zwischen 0,2 mm, beispielsweise bei den Einschnitten 22 von Figur 4a, und 1,5 mm, in jedem Fall gemessen an der Außenseite des Profilblocks 21. Die Länge "y" der Rille 22 beträgt in der Längsrichtung L betrachtet vorzugsweise zwischen 2 und 8 mm.

Der Aufbau und die Anordnung der unter Bezugnahme auf die Figuren 3 bis 4e beschriebenen Rillen ist fundamental von praktischer Bedeutung und auch unabhängig von dem Längsrillenversatz, der unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 beschrieben worden ist, und diese Rillen können in Reifen von irgendeinem gewünschten Aufbau verwendet werden. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung können sie aber vorteilhaft zusätzlich vorgesehen sein.

Wenn ein Fahrzeugreifen mit einem Laufflächenprofil, das gemäß der Prinzipdarstellung in Figur 1 aber mit einer Mehrzahl solcher versetzten Längsrillen und optional auch mit Querrillen ausgebildet ist, auf einer Straße mit Längsrillen läuft, und wenn die durch die Seitenwandungen 16, 17 der Rillen 10, 11 bestimmte Linie auf einer Straßenrille liegt, und wenn dann beispielsweise die linksseitige Längsseitenwandung der Rille 11 die rechts liegende Seite der Straßenrille berührt, kann sie eine Seitenkraft auf den Reifen ausüben, die nach links gerichtet ist. Sobald der Fahrzeugreifen um eine Längsrillenlänge "a" weitergerollt ist, wird er auf der Längsrille 10 stehen, die gegenüber der Längsrille 11 auf der Fahrbahn versetzt ist. Die rechte Längsseitenwandung 17 der Längsrille 10 berührt dann die Straßenrille und kann in Eingriff mit der linksliegenden Seite der Straßenrille kommen, wodurch eine Seitenkraft auf den Reifen wirkt, die nach rechts gerichtet ist.

Während eines weiteren Rollens des Fahrzeugreifens kommen die entsprechenden Längsseitenwandungen 16 und 17 der Längsrillen 10, 11 alternativ in Eingriff mit der Straßenrille, so daß die durch das Zusammenwirken der Laufflächenprofilrillen und der Straßenrillen erzeugten Seitenkräfte im schnellen Wechsel zur linken und zur rechten Seite wirken, so daß sie sich im wesentlichen gegenseitig aufheben und keinen wesentlichen Einfluß auf die Richtungsstabilität des Reifens ausüben können.

Wenn der Fahrzeugreifen der Erfindung auf einer nassen Fahrbahn läuft, dann wird das Wasser, das auf der Fahrbahn vorhanden ist, in den Längsrillenbereich, der direkt in Kontakt mit dem Boden steht, gepreßt, und der Versatz der Laufflächenprofilrillen wird das Wasser durch den Profilblock und in jedem Fall jeweils in den nächsten entsprechenden Rillenbereich hineinpressen, wodurch ein verbesserter Durchfluß von Wasser erreicht wird. Figur 5a zeigt schematisch eine Lauffläche 19, in der zwei Längsrillen 10, die einander in der Längsrichtung L folgen, einen Versatz "g" haben, der größer ist als die Breite der Längsrillen 10.

In dem Laufflächenstreifen 19 von Figur 5b sind erste breite Längsrillen 10 vorgesehen, die symmetrisch an der Mittellinie M des Laufflächenstreifens 19 angeordnet sind. Zweite Längsrillen 11 sind symmetrisch zu der Mittellinie M auf beiden Seiten der Längsrillen 10 angeordnet, wobei die Breite der Längsrillen 11 etwa der Hälfte der Breite der ersten Längsrillen 10 entspricht.

In der Laufrichtung folgen den Längsrillen 10 zwei Längsrillen 11, deren Breite in ähnlicher Weise im wesentlichen der halben Breite der Längsrillen 10 entspricht. Die Längsrillen 11 sind gegenüber den Längsrillen 10 wie in dem Fall von Figur 1 versetzt.

Die außen angeordneten Längsrillen 11 wechseln sich jeweils mit Längsrillen 11 derselben Breite, die in ähnlicher Weise symmetrisch zu der Mittellinie angeordnet sind, ab.

Figur 5c zeigt einen Laufflächenstreifen 19 mit diamantförmigen bzw. keilförmigen Längsrillen 12 bzw. 13. In dieser Anordnung sind die Längsrillen 12, 13 auch symmetrisch zu der Mittellinie M angeordnet. Der Querschnittsbereich der Längsrillen 12, 13 ist dadurch vorzugsweise von derselben Größe an jeder Umfangsstelle, und dies ist auch der Fall bei den andern dargestellten Profilanordnungen.

Figur 5d zeigt eine Lauffläche 19 mit wellenförmigen Längsrillen 11, zwischen denen entsprechende wellenähnliche Profilblöcke 21 angeordnet sind. Die Längsrillen 14 sind dadurch entsprechend den Längsrillen 10, 11 in Figur 1 versetzt zueinander angeordnet. Außerdem sind Längsrillen 15 vorgesehen, die enger als die Längsrillen 14 sind und die sich jeweils mit den äußeren Längsrillen 14 ohne Versatz abwechseln.

Figur 5e zeigt eine Längsrillenanordnung eines Laufflächenstreifens 19, bei der Längsrillen 10', die auf der Mittellinie M liegen, Kanten haben, die in der Laufrichtung liegen, so gestuft sind, daß die engen quer versetzten Längsrillen 11 auf der einen Seite der Mittellinie M in der Laufrichtung L relativ zu der anderen engen quer versetzten Längsrille 11 versetzt sind.

Solche gestuften Kanten können auch bei den anderen Profilanordnungen vorgesehen sein.

Figur 5f zeigt anhand des Beispiels eines Längsrillenprofils einer Lauffläche 19, die symmetrisch zu der Mittellinie M ausgebildet ist, daß die individuellen Längsrillen 11 in der Laufrichtung L betrachtet jeweils einen Überlappungsbereich haben. Die Länge "a'" von diesem Überlappungsbereich ist dabei relativ klein und beträgt höchstens 25% der Länge a der Längsrillen 11. Auf diese Weise wird insbesondere eine gute Wasserverdrängung gewährleistet, wenn der Reifen auf einer nassen Fahrbahn abrollt.

Figur 5g zeigt schematisch den Übergang zwischen Längsrillen 11, in denen der seitliche Versatz "q" größer ist als die Breite der Längsrillen 11. In diesem Fall sind entsprechende Längsrillen, die auch einen Abstand "a"" in der Laufrichtung L haben, miteinander durch Querrillen 18 verbunden. Der Abstand "a"" beträgt dabei vorteilhafterweise höchstens 25% der Länge "a" der Längsrillen.


Anspruch[de]

1. Ein Fahrzeugreifen mit einer Lauffläche, die ein in Längsrichtung orientiertes Profil hat, das insbesondere durch Rippen, Balken oder Blöcke gebildet ist, zwischen denen zumindest Längsrillen und wahlweise auch Querrillen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (a) der Längsrillen (10, 11, 12, 13, 14, 15) in der Laufrichtung (L) zwischen 50% und 180% der Länge A der Bodenkontaktteilung des Reifens beträgt; und daß zwei entsprechende Längsrillen (10, 11, 12, 13, 14), die einander in der Laufrichtung folgen, stufenweise gegeneinander versetzt sind.

2. Ein Fahrzeugreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querversatz (g) der Längsrillen (10, 11, 12, 13, 14), die einander entweder direkt oder mit einem Abstand folgen, so gewählt ist, daß die eine in Längsrichtung verlaufende Seitenwandung (16) der einen Längsrille (10, 11, 12, 13, 14, 15) zu der entsprechenden anderen in Längsrichtung verlaufenden Seitenwandung (17) der anderen Längsrille (10, 11, 12, 13, 14, 15) in der Weise ausgerichtet ist, daß die entsprechenden Seitenwandungen (16, 17) im wesentlichen aneinander angrenzen.

3. Ein Fahrzeugreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querversatz (g) von zwei aufeinanderfolgendenLängsrillen (10, 11, 12, 13, 14, 15) mindestens der größten Breite (b) der engeren Längsrille (10, 11, 12, 13, 14, 15) entspricht.

4. Ein Fahrzeugreifen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Querversatz (g) zweier aufeinanderfolgender Längsrillen (10, 11, 12, 13, 14, 15) größer ist als die Breite (b) der versetzten Längsrille an ihrem Ende, das der anderen Längsrille (10) zugewandt ist.

5. Ein Fahrzeugreifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei aufeinanderfolgende Längsrillen (10), die in Querrichtung relativ zueinander versetzt sind, so angeordnet sind, daß sie sich in der Laufrichtung (L) überlappen, wobei die Länge (a') der Überlappung weniger als 25% der Länge (a) der Längsrillen (10) entspricht.

6. Ein Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei aufeinanderfolgende gegeneinander versetzte Längsrillen (10) einen Abstand (a") zueinander in der Laufrichtung haben, der weniger als 25% der Länge (a) der Längsrillen (10) beträgt.

7. Ein Fahrzeugreifen nach den Ansprüchen 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei aufeinanderfolgende gegeneinander versetzte Längsrillen (10) miteinander durch eine Querrille (18) verbunden sind.

8. Ein Fahrzeugreifen nach einem der vorhergenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrillen (10, 11, 12, 13, 14) mittig zu der Mittellinie (M) des Laufflächenstreifens (19), welche die Mittelebene des Reifens bestimmt, angeordnet sind.

9. Ein Fahrzeugreifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrillen (10, 11) in der Draufsicht rechteckig sind.

10. Ein Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrillen (14, 15) wellenförmig sind und sich vorzugsweise über eine Wellenlänge erstrecken.

11. Ein Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrillen (13) in der Draufsicht keilförmig sind.

12. Ein Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrillen (12) in der Draufsicht im wesentlichen diamantförmig sind.

13. Ein Fahrzeugreifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Querschnittsbereich der Längsrillen (10, 11, 12, 13, 14, 15), die längsseits nebeneinander über die gesamte Lauffläche angeordnet sind, im wesentlichen in Umfangsrichtung konstant ist.

14. Ein Fahrzeugreifen, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dessen Lauffläche Rippen, Balken, Blöcke oder dgl. hat, die Längs- und Querrillen definieren, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen (22), die sich in der Laufrichtung (L) erstrecken, zumindest in den Querwandungen (20) der Rippenn Balken oder Blöcke (231) vorgesehen sind, die vorzugsweise die Längsrillen (10, 11, 12, 13, 14, 15) in der Laufrichtung (L) begrenzen.

15. Ein Fahrzeugreifen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen (22) eine Breite (x) von 0,2 mm bis 1,5 mm haben.

16. Ein Fahrzeugreifen nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das die Rillen (22) eine Länge (Y) in der Laufrichtung (L) von 2 mm bis 8 mm haben.

17. Ein Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 14, 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen (22) einen rechteckigen Querschnitt haben.

18. Ein Fahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 14, 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen (22) einen V-förmigen Querschnitt haben.

19. Ein Fahrzeugreifen nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der V-förmige Querschnitt konvex abgerundete Seitenflächen (22) hat.

20. Ein Fahrzeugreifen nach den Ansprüchen 14, 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen (22) einen treppenähnlich gestuften Querschnitt haben.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com