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Dokumentenidentifikation DE68920572T2 11.05.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0393297
Titel Antriebsvorrichtung zur Steuerung von Nadelbar und von Legeschienen an schnell laufenden Strickmaschinen.
Anmelder Omodeo Zorini, Luigi, Cilavegna, IT
Erfinder Omodeo Zorini, Luigi, Cilavegna, IT
Vertreter von Füner, A., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Ebbinghaus, D., Dipl.-Ing.; Finck, K., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Hano, C., Dipl.-Ing. Univ., Pat.-Anwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 68920572
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, LI, LU, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 08.09.1989
EP-Aktenzeichen 898303854
EP-Offenlegungsdatum 24.10.1990
EP date of grant 11.01.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.1995
IPC-Hauptklasse D04B 27/08

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung zur Steuerung des Nadelbarrens und der Legeschienen an schnellaufenden Strickmaschinen, nach der Art bestehend aus: einem mit mindestens zwei Seitenständern versehenen Traggestell; mindestens einer ersten Steuerwelle, die durch jeden der Ständer drehbar in Eingriff steht; einem Paar von Schwingarmen, die jeweils mit einem der Ständer drehbar verbunden sind und den Nadelbarren starr ergreifen; einem Paar von ersten Steuerkurbelstangen, die jeweils ein erstes an einem der Schwingarme angelenktes Ende und ein abgewandtes Ende aufweisen, das wirksam mit einem ersten von der ersten Steuerwelle getragenen Exzenter in Eingriff steht; mindestens einer zweiten gegenüber den Ständern drehbar gelagerten Steuerwelle; ei nem Paar von schwingenden Trägern, von denen jeder gleitbar in senkrechter Richtung mit einem der Ständer in Eingriff steht und mindes eine Legeschiene im Bereich eines Endes derselben ergreift; einem Paar von zweiten Steuerkurbelstangen, von denen jede ein mit einem der schwingenden Trägern verbundenes Ende und ein abgewandtes Ende aufweist das mit einem zweiten, von der zweiten Steuerwelle getragenen Exzenter wirksam in Eingriff steht; wobei die erste und die zweite Steuerwelle gleichzeitig drehantreibbar sind, um jeweils den Antrieb des Nadelbarrens mit horizontaler Schwenkbewegung und den Antrieb der Legeschiene mit senkrechter Schwenkbewegung zu bewirken.

Wie bekannt ist bei schnellaufenden Textilmaschinen der Nadelbarren mit seinem abgewandten Enden an zwei Schwingarmen festgelegt, die längs einer horizontale Achse an zwei Ständern angelenkt sind, die dem Maschinengestell angehören. Auf jeden der Schwingarme wirkt eine erste Steuerkurbel stange, die über einen auf der Hauptwelle angebrachten Exzenter wirksam angreift, dessen abgewandten Enden durch die Ständer drehbar greifen. Die Hauptwelle wird durch einen Antrieb drehangetrieben, um dem Nadelbarren eine Schwenkbewegung in im wesentlichen horiziontaler Richtung über die Exzenter, die ersten Steuerkurbelstangen und die Schwingarme zu erteilen.

Die Drehbewegung der Hauptwelle wird durch ein Zahnriemenpaar oder ähnliche, auf die gegengesetzten Enden der Hauptwelle wirkende Mittel einem Paar von zweiten Wellen übertragen, von denen jede drehbar an einem der Ständer in Eingriff steht. Jeder der zweiten Wellen ist ein zweiter Exzenter zugeordnet, der wirksam eine zweite Steuerkurbel stange ergreift. Die beiden Steuerkurbelstangen bestimmen die Bewegung der beiden schwingenden Träger, die jeweils mit zwei Führungsstangen gleitbar in Eingriff stehen, die vom entsprechenden Ständer senkrecht nach oben verlaufen.

An den schwingenden Trägern ist mit ihren entgegengesetzten Enden mindestens eine Legeschi ene in Eingriff, die eine Vielzahl von Fadenführungshülsen abstützt, die derart angeordnet sind, daß sie mit den vom Nadelbarren getragenen Nadeln und mit anderen Organen der Textilmaschine zusammenwirken, um das Stricken der Ware durchzuführen.

Zufolge der den zweiten Steuerwellen erteilten Drehung, betätigen die zweiten Kurbelstangen die Halter und daher den Nadelbarren oder die Legeschienen, wo denselben eine im wesentlichen senkrechte Schwingbewegung übertragen wird.

Auf die Legeschienen wirkt auch eine zweite Antriebsvorrichtung, die über eine Gliederkette angetrieben den Legeschienen selbst eine Schwingbewegung in horizontaler Richtung erteilt, wobei diese Bewegung vektoriell sich aus den von der oben beschriebenen Antriebsvorrichtung übertragenen senkrechten Schwingungen zusammensetzt.

Es ist zu bemerken, daß eines der größten Probleme der schnellaufenden Strickmaschinen durch die hohen Schwingungen gegeben ist, denen diese Maschinen bei hoher Geschwindigkeit unterliegen. Es ist klar, daß aufgrund des Vorhandenseins dieser Schwingungen es unmöglich ist, die Arbeitsgeschwindigkeit oberhalb bestimmter Werte zu erhöhen, was sich klarerweise auf eine Begrenzung der Produktivität dieser Maschinen umschlägt.

Aufgrund dieser Schwingungen unterliegen die verschiedenen Maschinenteile hohen mechanischen Beanspruchungen und es ist deshalb erforderlich, die Maschine mit schweren Grundgestellen und Tragrahmen zu versehen, um eine ausreichende Standfestigkeit zu gewährleisten.

Es wurde gefunden, daß ein großer Teil der oben genannten Schwingungen durch die horizontale Hin- und Herbewegung des Nadelbarrens und von der senkrechten Auf- und Abbewegung der Legeschienen verursacht wird. Jede dieser Barren bzw. Schienen, sowie die verschiedenen mit ihnen verbundenen Glieder, bilden eine beträchtliche Masse, die hohen Verzögerungen und Beschleunigungen bei jeder Bewegungsumkehr unterliegen. Als Ergebnis dieser Beschleunigungen und Verzögerungen, werden hohe Trägheitskräfte unmittelbar dem Gestell der Maschine übertragen.

Im Hinblick auf die oben erläuterten Mängel, besteht die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung im wesentlichen darin, die Probleme des Standes der Technik zu lösen, indem eine Antriebsvorrichtung ausgeführt wird, die derart ausgebildet ist, daß alle durch die horizontale Schwingbewegung des Nadelbarrens und durch die senkrechte Schwingbewegung der Legeschienen verursachten Schwingungen beseitigt werden.

Das Dokument GB 948 868 erläutert eine Flachstrickmaschine, die ei ne Reihe von Nadeln, Nadelzungen, Führungsösen und Platinen umfaßt, wobei jede dieser Reihen auf ei nem separat en Steuerglied des Barrens bzw. der Schienen angebracht ist. Jedes solcher Steuerglieder des Barrens bzw. der Schienen wird durch eine mit einem jeweiligen Zapfenglied verbundene Drehverbindung hin- und herbewegt Das Zapfenglied wird um 90º durch eine jeweilige Kurbelstange verschwenkt. Die Kurbelstangen werden durch eine einzelne Kurbelwelle betätigt. Gegengewichte sind jeweils mit dem jeweiligen Zapfenglied über eine weitere Zapfenverbindung verbunden.

Diese Konstruktion ermöglicht die Herabsetzung der Schwingungen, die auf die Hin- und Her- bzw. Auf- und Abbewegung der Steuerglieder von oben genannten Barren bzw. Schienen zurückzuführen sind, ihre Verwendung ist jedoch nur auf Flachstrickmaschinen möglich, wo die Kettfäden verstrickt werden indem sie sich an einer vorbestimmten Vermaschungsstelle kreuzen. Im Gegensatz dazu, ist eine solche Konstruktion nicht für die Verwendung an schnellaufenden Strickmaschinen geeignet, die dazu bestimmt sind eine Strickware durch Bearbeitung von Schußfäden mit Kettfäden zu bilden.

Die oben genannte Aufgabe, die näher im Verlaufe der vorliegenden Erfindung hervorgeht, wird durch eine Antriebsvorrichtung zur Steuerung des Nadelbarrens und der Legeschienen an schnellaufenden Strickmaschinen gelöst, dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt: mindestens ein Paar von Hilfsschwingarmen, die jeweils an einem der Ständer angelenkt sind; mindestens ein Paar von ersten Gegengewichten von denen jedes an einem der Hilfsschwingarmen festliegt; mindestens ein Paar von ersten Hilfskurbelstangen, von denen jede ein an einem der Hilfsschwingarmen angelenktes Ende und das abgewandte Ende aufweist, das wirksam mit einem ersten Hilfsexzenter in Eingriff steht, der an der ersten Steuerwelle angebracht ist; mindestens ein Paar von zweiten Gegengewichten, von denen jedes einem der Ständer zugeordnet ist und in senkrechter Richtung gleitbar geführt wird; mindestens einem Paar von zweiten Hilfskurbelstangen, von denen jede ein erstes an einem der zweiten Gegengewichte angelenktes Ende und das abgewandte Ende aufweist, das mit dem zweiten Hilfsexzenter wirksam in Eingriff steht, der von der entsprechenden zweiten Steuerwelle getragen wird; wobei die ersten und die zweiten Hilfsexzenter im Gegentakt zu den ersten und den zweiten Exzentern angebracht sind, um die ersten und die zweiten Gegengewichte im Gegentakt zu vom Nadelbarren und von den Legeschienen ausgeführten Schwingungen hin und her bzw. auf und ab zu verschwenken.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen näher aus der ausführlichen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Antriebsvorrichtung zur Stuerung des Nadelbarrens und der Legeschienen an schnellaufenden Strickmaschinen hervor, die nachfolgend beispielsweise, jedoch nicht auf beschränkende Art unter Bezug auf die bei gelegte Zeichnung gegeben wird, in der die einzige Figur ein unterbrochenes Schaubild einer Hälfte des Antriebswerkes ist, an dem eine schnellaufende Strickmaschine angebracht ist, wobei dei andere Hälfte im wesentlichen identisch und spiegelbildlich gegenüber der ersten Hälfte angeordnet ist.

Unter Bezug auf diese Figur, ist mit 1 im allgemeinen eine Antriebsvorrichtung zur Steuerung des Nadelbarrens und der Legemaschinene von schnellaufenden Maschinen gemäß der vorliegenden Erfindung angegeben.

Die Antriebsvorrichtung 1 ist an einem Paar von Ständern 2 angebracht, von denen nur einer in der Figur dargestellt ist und zu einem Traggestell gehören, das auf herkömmliche Art und Weise in der Strickmaschine, der die Antriebsvorrichtung selbst zugeordnet ist, vorgesehen ist. Insbesondere ist die Antriebsvorrichtung in zwei Hälften ausgeführt, von denen jede auf einem dieser Ständer 2 angebracht ist. Zur größeren Verständlichkeit wird im Verlauf der vorliegenden Beschreibung, außer bei andersweitiger Notwendigkeit, auf die Hälfte der Antriebsvorrichtung besonderer Bezug genommen, die dem hier dargestellten Ständer 2 zugeordnet ist, während die andere Hälfte im wesentlichen identisch und spiegelbildlich gegen über der ersteren angeordnet ist.

Auf an und für sich bekannte Weise, ist die Antriebsvorrichtung 1, wie durch den Pfeil 3a angegeben, dazu bestimmt, eine im wesentlichen horizontale Schwingbewegung einem Nadelbarren 3 zu erteilen, der sich zwischen den Ständern 2 des Gestells erstreckt und eine Vielzahl von zweckmäßig längs des Barrens selbst angeordneten Nadeln 4 lagert. Die Antriebsvorrichtung 1 ist überdies dazu ausgelegt, eine vertikale Schwingbewegung, wie durch den Pfeil 5a angegeben, einer oder mehreren Legeschienen 5 zu übertragen, deren abgewandten Seiten gleitbar über Schwinghalter 6 (von denen nur einer dargestellt ist) in Eingriff stehen, von denen jeder an einem Paar von Führungsstäben 7 gleitbar angreift, die sich senkrecht vom entsprechenden Ständer 2 nach oben erstrecken

Immer auf bekannte Art und Weise, werden die Legeschienen 5 auch durch eine zweite, nicht dargestellte, da sie für die Erfindung nicht bedeutend ist, Antriebsvorrichtung mit einer horizontalen Schwingbewegung in Langsrichtung, wie durch den Pfeil 5b angegeben, betätigt.

In der beigelegten Figur ist auch, nur beispielsweise, ein Einfädelnadelbarren 8 dargestellt, der eine Vielzahl von Einfädelnadeln 9 trägt und mit einer Schwingbewegung betätigt wird, die aus Winkelschwingungen zusammengesetzt ist, wie dies durch den Pfeil 8a angegeben ist und durch horizontale Schwingungen, die durch den Pfeil 8b angegeben sind. Es ist auch die Antriebsvorrichtung zur Betätigung des Einfädelnadelbarrens weder dargestellt noch beschrieben, da sie für die vorliegende Erfindung von keiner Bedeutung ist.

Die Antriebsvorrichtung 1 umfaßt mindestens eine Steuerwelle 10, die vom jeweiligen Ständer 2 gelagert wird. Insbesondere ist bevorzugterweise ein Paar von ersten Steuerwellen 10 vorgesehen, die jeweils an einem der Ständer 1 zugeordnet sind und durch eine enzige Steuerwelle 11 drehbewegt werden, die sich zwischen den Ständern erstreckt und von diesen in der Nähe ihres Unterteils drehbeweglich gelagert wird.

Insbesondere überträgt die durch einen mit einem nicht dargestellten Motor verbundenen Keilriemen 12 betätigte Hauptwelle 11 eine Drehbewegung jeder der ersten Steuerwellen 10 über einen Zahnriemen 13, der wirksam mit den der ersten Steuerwelle und der Hauptwelle selbst getragen werden.

Mindestens eine der ersten Steuerwellen 10 ist einem Schwungrad 14 zugeordnet.

Die Antriebsvorrichtung 1 umfaßt überdies ein Paar von ersten Steuerkurbelstangen 15, von denen jede ein erstes Ende 15a aufweist, das am Schwingarm 16 angelenkt ist, der seinerseits mit einem der Ständer 2 drehbewegbar verbunden ist und den nadelbarren 3 an einem seiner Enden ergreift. Das zweite Ende 15b der Steuerkurbelstange 15 greift wirksam an einem ersten Exzenter 17 an, der von der entsprechenden ersten Steuerwelle 10 fest getragen wird.

Vorteilhafterweise ist jeder der ersten Steuerwellen 10 ein erster Hilfsexzenter 18 zugeordnet, der in Gegenphase, d.h. um 180º gedreht, gegenüber dem ersten Exzenter 17 angebracht ist, und bevorzugterweise eine Exzentrizität aufweist, die gleich jener des letzteren ist.

Am ersten Hilfsexzenter 18 ist wirksam ein erstes Ende 19a einer ersten Hilfskurbelstange 19 im Eingriff, deren abgewandtes Ende 19b an einem Hilfsschwingarm 20 angelenkt ist, der am entsprechenden Ständer 2 drehbar angreift. Am Hilfsarm 20 ist mindestens ein Gegengewicht 21 angebracht, das bevorzugterweise eine Masse aufweist, die die Hälfte der Masse des Nadelbarrens 3 beträgt oder jedenfalls derart ist, daß die Gesamtheit des Gegengewichtes 21, des Hilfsarms 20, der Hilfskurbelstange 19, des Hilfsexzenters 18 eine Masse aufweisen, die im wesentlichen gleich der Summe der Massen des Nadelbarrens 1, des Schwingarm 16, der ersten Steuerkurbelwelle 15 und des ersten Exzenters 17 ist.

Die Antriebsvorrichtung 1 umfaßt überdies ein Paar von zweiten Steuerwellen 22, von denen jede gegenüber dem entsprechenden Ständer 2 drehbeweglich gelagert ist. Insbesondere ist bevorzugterweise vorgesehen, daß jede zweite Steuerwelle 22 drehbar über einem am Ständer 2 befestigten Lagerbügel 23 angreift.

Die zweite Steuerwelle 22 ist mit einem Zahnrad 22a versehen, das wirksam mit dem Zahnriemen 13 in Eingriff steht, um die Welle selbst in Drehung zu versetzen.

Die zweite Steuerwelle 22 trägt überdies fest einen zweiten Exzenter 24, der an einem zweiten Ende 25a einer zweiten Steuerkurbelwelle 25 in Eingriff steht, deren abgewandetes Endes 25b einem der Schwinglager 6 verbunden ist.

An jedem der zweiten Steuerwellen 22 greift überdies ein zweiter Hilfsexzenter 26 drehfest an, der gegenüber dem zweiten Exzenter 24 im Gegentakt angebracht ist und bevorzugter Weise eine Exzentrizität aufweist, die gleich jener dieses letzteren ist. Am zweiten Hilfsexzenter 26 greift ein erstes Ende 27a einer zweiten Hilfskurbelstange 27 an, deren anderes Ende 27b mit einem zweiten Gegengewicht 28 verbunden ist, das gleitbar in einer im wesentlichen senkrechten Richtung geführt ist. Insbesondere steht das zweite Gegengewicht 28 gleitbar an einer Hilfsführung 29 in Eingriff, die vom Lagerbügel 23 starr getragen wird. Insbesondere weist das zweite Gegengewicht 28 eine Masse auf, die im wesentlichen gleich der Masse der Legeschienen 4 oder jedenfalls derart ist, daß die Gesamtheit des Gegengewichtes 28, der Hilfskurbelstange 27, des Hilfsexzenters 26 eine Gesamtmasse besitzt, die im wesentlichen gleich der Summe der halben Massen der Legeschienen 4, eines der Schwinglager 6, eines der zweiten Steuerkurbelstange 25 und eines der zweiten Exzenter 24 ist.

Nach dieser vor allem baulichen Beschreibung, ist die Betriebsweise der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung wie folgt.

Wie oben angedeutet, wird die der Hauptwelle 11 erteilte Drehbewegung über jeden der Zahnriemen 13 den ersten und den zweiten Steuerwellen 10, 22 übertragen.

Die Drehung der ersten Steuerwelle 10 bestimmt über den ersten Exzenter 17 eine Bewegung der Kurbelwelle 15, die folglich den Arm 16 um seine Anlenkachse verschwenkt. Der Verschwenkung des Arms 16 entspricht eine im wesentlichen horizontale Hin- und Herbewegung des Nadelbarrens 3 gemäß dem Pfeil 3a. Gleichzeitig bestimmt die Drehung der ersten Welle 10 über den ersten Hilfsexzenter 18 die Betätigung der ersten Hilfskurbelwelle 19 mit einer derartigen Verschwenkbewegung, daß auch der Hilfsarm 20 um die eigene Anlenkachse verschwenkt wird. Das erste Gegengewicht unterliegt somit einer Schwingbewegung, wie durch den Pfeil 21a angegeben, um die Anlenkachse des Hilfsarms 20. Damit ist der erste Hilfsexzenter 18 um 180º gegenüber dem ersten Exzenter 17 versetzt, sodaß das erste Gegengewicht 21 in Gegenphase zum Nadelbarren 3 in Schwingung gebracht wird. Das Gegengewicht 21 und der Nadelbarren 3 werden folglich dem Ständer 2 und daher der Strickmaschine in ihrer Gesamtheit Trägheitskräfte übertragen, die die gleiche Stärke, jedoch in entgegengesetzter Richtung, besitzen, sodaß sie gegenseitig annul liert werden.

Die Drehung der ersten Steuerwelle 22 bestimmt ihrerseits die Betätigung der zweiten Steuerkurbelwelle 25 auf eine Weise, daß dem entsprechenden Schwinglager 6 und daher den Legeschienen 5 eine im wesentlichen senkrechte Aufund Abbewegung, wie durch den Pfeil 5a gezeigt, übertragen wird. Der zweite Hilfsexzenter 27a betätigt gleichzeitig derart die zweite Hilfskurbelstange 25 mit einer Schwingbewegung, daß das zweite Gegengewicht 28 im wesentlichen senkrechten Richtung, wie durch den Pfeil 28a angegeben bewegt wird.

Da der zweite Hilfsexzenter 26 um 180º gegenüber dem Exzenter 24 versetzt ist, sind die Schwingbewegungen des zweiten Gegengewichtes 28 im Gegentakt zu jenen der Legeschienen 5. Die im Aufbau der Maschine seitens des zweiten Gegengewichtes 28 und der Legeschienen 5 übertragenen Trägheitskrafte werden folglich gegenseitig annulliert.

Die vorliegene Erfindung erreicht somit die vorgeschlagenen Ziele.

Bei der beschriebenen Antriebsvorrichtung werden nämlich die von dem Nadelbarren und den Legeschienen erzeugten Trägheitskräfte von den Gegengewichten annulliert, die zur Ausführung der Bewegung der Schienen bzw. Barren bestimmter Wellen selbst betätigt werden. So werden alle Schwingungen unterdrückt, die beim Stand der Technik im Aufbau der Maschine aufgrund der oben angegebenen Trägheitskräft übertragen werden.

Mit der Unterdrückung dieser Schwingungen werden klarerweise beträchtliche Vorteile erhalten, vor allem jene um eine höhere Betätigungsgeschwindigkeit der Strickmaschine selbst und daher eine höhere Produktivität zu erhalten. Mit der Unterdrückung dieser Schwingungen, werden überdies die Beanspruchungen reduziert, die normalerweise an den verschiedenen Maschinenteilen entstehen, was sich in eine höhere Zuverlässigkeit ausdrückt. Ein weiterer Vorteil wird durch die Möglichkeit dargestellt, die Masse des Grundgestelles der Maschine auf beträchtliche Weise herabzusetzen.

Schließlich ist zu unterstreichen, daß die originelle Lösung bei der Verwendung von zwei durch eine Hauptwelle drehbetätigten ersten Steuerwellen, es erlaubt, die Abmessungen und daher die Masse der den Nadelpaaren betätigenden Exzenter herabzusetzen, Bei den bekannten Lösungen waren die Exzenter nämlich unmittelbar auf der Hauptwelle angebracht die zwingenderweise einen großen Durchmesser aufwies, und die Exzenter daher überdimensioniert werden mußten.


Anspruch[de]

1. Antriebsvorrichtung (1) zur Steuerung des Nadelbarrens (3) und der Legeschienen (5) an schnellaufenden Strickmaschinen, bestehend aus:

- einem mit zwei Seitenständern (2) versehenen Traggestell;

- mindestens einer ersten Steuerwelle (10), die durch jeden der Ständer (2) drehbar in Eingriff steht;

- einem Paar von Schwingarmen (16), die jeweils mit einem der Ständer (2) drehbar verbunden sind und den Nadelbarren (3) starr ergreifen;

- einem Paar von ersten Steuerkurbelstangen (15), die jeweils ein erstes an einem der Schwingarme (16) angelenktes Ende (15a) und ein abgewandtes Ende aufweisen, das wirksam mit einem ersten von der ersten Steuerwelle (10) getragenen Exzenter (17) in Eingriff steht;

- mindestens einer zweiten gegenüber den Ständern (2) drehbar gelagerten Steuerwelle (22);

- einem Paar von schwingenden Trägern (6), von denen jeder gleitbar in senkrechter Richtung mit einem der Ständer (2) in Eingriff steht und mindestens eine Legeschiene (5) im Bereich eines Endes derselben ergreift;

- einem Paar von zweiten Steuerkurbelstangen (25), von denen jede ein mit einem der schwingenden Trägern (6) verbundenes Ende und ein abgewandtes Ende aufweist, das mit einem zweiten, von der zweiten Steuerwelle (22) getragenen Exzenter (24) wirksam in Eingriff steht;

wobei die erste und die zweite Steuerwelle (10, 22) gleichzeitig drehantreibbar sind, um jeweils den Antrieb des Nadelbarrens (3) mit horizontaler Schwenkbewegung und den Antrieb der Legeschiene (5) mit senkrechter Schwenkbewegung zu bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:

- mindestens ein Paar von Hilfsschwingarmen (20), die jeweils an einem der Ständer (2) angelenkt sind;

- mindestens ein Paar von ersten Gegengewichten (21), von denen jedes an einem der Hilfsschwingarmen (20) festliegt;

- mindestens ein Paar von ersten Hilfskurbelstangen (19), von denen jede ein an einem der Hilfsschwingarmen (20) angelenktes Ende und das abgewandte Ende aufweist, das wirksam mit einem ersten Hilfsexzenter (l8) in Eingriff steht, der an der ersten Steuerwelle (10) angebracht ist;

- mindestens ein Paar von zweiten Gegengewichten (28), von denen jedes einem der Ständer (2) zugeordnet ist und in senkrechter Richtung gleitbar geführt wird;

- mindestens einem Paar von zweiten Hilfskurbelstangen (27), von denen jede ein erstes an einem der zweiten Gegengewichte (28) angelenktes Ende (27b) und das abgewandte Ende (27a) aufweist, das mit dem zweiten Hilfsexzenter (26) wirksam in Eingriff steht, der von der entsprechenden zweiten Steuerwelle (22) getragen wird;

wobei die ersten und die zweiten Hilfsexzenter (18, 26) im Gegentakt zu den ersten und den zweiten Exzentern (17, 24) angebracht sind, um die ersten und die zweiten Gegengewichte (21, 28) im Gegentakt zu vom Nadelbarren (3) und von den Legeschienen (5) ausgeführten Schwingungen hin und her zu verschwenken.

2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei der ersten Steuerwellen (10), von denen jede einem der Ständer (2) zugeordnet ist (2), und zwei der zweiten Steuerwellen (22) umfaßt, von denen jede einem der Ständer (2) zugeordnet ist, wobei die ersten und die zweiten Steuerwellen (10, 22) wirksam mit einer Hauptwelle (11) verbunden sind, die drehangetrieben wird und drehbar die Ständer selbst (2) in der Nähe der Basis derselben durchquert.

3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich eines jeden Ständers (2) die Hauptwelle (11) wirksam mit der ersten Steuerwelle (10) und mit der zweiten Steuerwelle (22) mittels mindestens eines Zahnriemens (13) verbunden ist.

4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens zwei der zwei Steuerwellen (22) umfaßt, von denen jede jedem der Ständer (2) zugeordnet ist, wobei jede zweite Steuerwelle (22) drehbar auf ei nem starr mit dem Ständer selbst verbundenen Haltebügel (23) angebracht ist.

5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes zweite Gegengewicht (28) gleitbar längs einer Hilfsführung (29) in Eingriff steht und an einem am entsprechenden Ständer (2) festliegenden Haltebügel (23) befestigt ist.

6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse eines jeden der ersten Gegengewichte (21) im wesentlichen gleich der Hälfte der Masse des Nadelbarrens (3) ist.

7. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse eines jeden der zweiten Gegengewichte (28) im wesentlichen gleich der Hälfte der Masse der Legeschienen (5) ist.







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