PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4436934A1 18.05.1995
Titel Haltevorrichtung zum Festlegen von Pflanzenteilen an Spanndrähten
Anmelder Reisacher, Raimund, Dr.-Ing., 67105 Schifferstadt, DE
Erfinder Reisacher, Raimund, Dr.-Ing., 67105 Schifferstadt, DE
Vertreter Fischer, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 67061 Ludwigshafen
DE-Anmeldedatum 15.10.1994
DE-Aktenzeichen 4436934
Offenlegungstag 18.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.05.1995
IPC-Hauptklasse A01G 17/08
IPC-Nebenklasse A01G 17/02   A01G 17/10   
Zusammenfassung Die Haltevorrichtung dient zum Festlegen von Pflanzenteilen, insbesondere eines zu bindenden Rebenabschnittes an Spanndrähten und besteht aus einem Halteteil 1 mit versetzt gegenüberliegenden, eingestanzten und herausgeformten Haltelaschen 4, die den Spanndraht 2 übergreifen und gegen das Halteteil 1 drücken. An das Halteteil 1 schließen Federbeine 3 an, die den Spanndraht 2 zwischen sich aufnehmen. Den Haltelaschen 4 gegenüberliegend sind Verriegelungslaschen 5 zugeordnet, die den Spanndraht 2 seitlich abstützen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zum Festlegen von Pflanzenteilen, insbesondere eines zu bindenden Rebenabschnittes, an Spanndrähten, bestehend aus einem Halteteil mit versetzt gegenüberliegenden, eingestanzten und herausgeformten Haltelaschen, die den Spanndraht übergreifen und gegen das Halteteil drücken, und an das Halteteil anschließenden Federbeinen, die den Spanndraht zwischen sich aufnehmen.

Derartige Haltevorrichtungen werden insbesondere beim Binden von Rebenabschnitten verwendet, wobei der betreffende Rebenabschnitt mit Hilfe dieser Haltevorrichtung zwischen den Federbeinen und dem Spanndraht festgehalten wird. Die beiden parallel verlaufenden Federbeine sind so geformt, daß bei eingespanntem Pflanzenteil die beiden Beine, ausgehend von dem Halteteil, seitlich schräg am Spanndraht vorbeilaufen, so daß die Haltevorrichtung gegen seitliches Verschwenken festgehalten wird, wobei gegen das Ende der Federbeine diese zur Aufnahme des Pflanzenteiles abgekröpft und mit einer Handhabe versehen sind.

Der Nachteil dieser bekannten Ausführungsform besteht darin, daß sich die Haltevorrichtung beim Einsatz von Vollerntern unter der Einwirkung der Schlagstäbe vom Spanndraht lösen kann und verlorengeht, wenn kein Rebenabschnitt zum Festhalten eingelegt ist. Die Haltevorrichtungen fallen in das Lesegut und können Maischepumpen und Keltereinrichtungen beschädigen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Haltevorrichtung nicht diebstahlgesichert ist und von Hand abgenommen werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß diese fest mit dem Spanndraht verbunden ist.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß den Haltelaschen gegenüberliegend Verriegelungslaschen zugeordnet sind, die den Spanndraht seitlich abstützen.

Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß die Verriegelungslaschen aus in das Halteteil eingestanzten und herausgeformten Teilen bestehen, die in etwa auf halber Durchmesserhöhe des Spanndrahtes enden.

Die Erfindung bringt den Vorteil, daß die Haltevorrichtung einfach am Spanndraht angebracht werden kann und hierbei automatisch in ihrer Gebrauchsstellung einrastet, wobei die Haltevorrichtung dann nur unter Gewaltanwendung abgenommen werden kann, d. h. diebstahlgesichert und auch vollernterfest ist. Vor dem Einsetzen des zu bindenden Pflanzenteiles kann die Haltevorrichtung auf dem Draht in Längsrichtung verschoben und somit ausgerichtet werden. Nach dem Einlegen des Pflanzenteiles wird die Haltevorrichtung auf dem Spanndraht verspannt und läßt sich nicht mehr verschieben.

Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 die erfindungsgemäße Ausführungsform der Haltevorrichtung im Aufriß,

Fig. 2 einen Grundriß von Fig. 1,

Fig. 3 eine Seitenansicht von Fig. 1,

Fig. 4 die Darstellung gemäß Fig. 1 bei eigelegtem Pflanzen- bzw. Rebenabschnitt,

Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht der Haltevorrichtung beim Aufsetzen auf den Spanndraht und

Fig. 6 eine schaubildliche Ansicht der Haltevorrichtung in der Gebrauchsstellung.

Die in den Zeichnungen dargestellte Haltevorrichtung besitzt ein in etwa rechteckiges Halteteil 1, an dem der Spanndraht 2 anliegt. In diesem Halteteil 1 sind zungenförmige Haltelaschen 4 eingestanzt und derart herausgeformt, daß diese Haltelaschen 4 einander diametral gegenüberliegen und mit ihren Zungen 8 federnd auf dem Spanndraht 2 anliegen. Die Zungen 8 sind mit einer zum Spanndraht 2 gerichteten Einprägung 13 versehen, so daß der Zungenrand aufgewölbt ist. Damit läßt sich der Spanndraht 2 leicht einlegen und es ist eine gerundete Drahtauflage gewährleistet. Diesen Haltelaschen 4 gegenüber, jedoch seitlich etwas gegenüber den Zungen 8 versetzt, befinden sich Verriegelungslaschen 5, die ebenfalls aus in das Halteteil 1 eingestanzten Teilen bestehen, die etwas aus der Ebene des Halteteiles 1 herausgeformt sind. Sie sind derart hochgestellt, daß sie in etwa der halben Durchmesserhöhe des Spanndrahtes enden und nicht unmittelbar bis an den Spanndraht heranreichen.

An das Halteteil 1 sind Federbeine 3 angeformt, die aus einem etwas schräg vom Spanndraht 2 wegführenden Teil 9 und den daran angeordneten Abschnitten 10 bestehen, die seitlich vom Spanndraht 2, diesen schneidend, vorbeigeführt sind. Am Ende dieses Abschnittes 10 bilden diese Federbeine 3 eine Abkröpfung 7, die zur Aufnahme eines Pflanzen- oder Rebenabschnittes 11 dienen. Anschließend an diese Abkröpfung sind schräg entgegengesetzt geführte Handhaben 6 vorgesehen.

Zum Einsetzen der Haltevorrichtung wird diese in einem Winkel von etwa 90° zum Spanndraht 2 angesetzt (Fig. 5) und dann in Pfeilrichtung 12 verschwenkt. Hierbei wird die Haltevorrichtung an den Haltelaschen 4 festgehalten und durch die Verriegelungslaschen 5 gesichert (Fig. 6). Die Haltevorrichtung läßt sich über den am Spanndraht 2 angelegten Pflanzen- oder Rebenabschnitt 11 durch den schrägen Verlauf der Handhaben 6 aufschieben.


Anspruch[de]
  1. 1. Haltevorrichtung zum Festlegen von Pflanzenteilen, insbesondere eines zu bindenden Rebenabschnittes, an Spanndrähten, bestehend aus einem Halteteil mit versetzt gegenüberliegenden, eingestanzten und herausgeformten Haltelaschen, die den Spanndraht übergreifen und gegen das Halteteil drücken, und an das Halteteil anschließenden Federbeinen, die den Spanndraht zwischen sich aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, daß den Haltelaschen (4) gegenüberliegend Verriegelungslaschen (5) zugeordnet sind, die den Spanndraht (2) seitlich abstützen.
  2. 2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungslaschen (5) aus in das Halteteil (1) eingestanzten und herausgeformten Teilen bestehen, die in etwa auf halber Durchmesserhöhe des Spanndrahtes (2) enden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com