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Dokumentenidentifikation DE4339346A1 24.05.1995
Titel Steuervorrichtung für die Nachbarschaftssteuerung im Schreitausbau unter Tage
Anmelder Ecker Maschinenbau GmbH & Co KG, 66538 Neunkirchen, DE
Erfinder Mateja, Ernst, 66538 Neunkirchen, DE;
Ecker, Felix, 66583 Spiesen-Elversberg, DE
Vertreter Bernhardt, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 66123 Saarbrücken
DE-Anmeldedatum 18.11.1993
DE-Aktenzeichen 4339346
Offenlegungstag 24.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.1995
IPC-Hauptklasse E21D 23/12
IPC-Nebenklasse E21D 23/16   
Zusammenfassung In einer Steuervorrichtung für die Nachbarschaftssteuerung im Schreitausbau unter Tage sind in den Ausbaugestellen jeweils Vorsteuerblock und Hauptsteuerblock zu einer Baueinheit (1-6, 8-11, 13, 14) zusammengefaßt. Kern der Baueinheit ist ein die betreffenden Leitungsverbindungen als Bohrungen (5; 10) aufweisender länglicher Quader (1), an dessen einer, als Vorderseite vorgesehenen Breitseite die Vorsteuerventile (4) und an dessen anderer, als Hinterseite vorgesehenen Breitseite die Hauptsteuerventile (8) angeordnet sind. Die Anschlüsse (6; 11) für den abgehenden (7) und für den ankommenden (11) Mehrfach-Hydraulik-Schlauch bzw. -Steuerschlauch sind beide an der einen schmaleren Längsseite oder an beiden Stirnseiten angeordnet. Der Quader (1) sitzt mit seiner einen schmaleren Längsseite auf einem Teil des Ausbaugestelles oder hängt darunter. An der Rückseite des Quaders (1) sind ferner Anschlüsse (9) für Verbraucherleitungen angeordnet. Diesen Anschlüssen (9) zugeordnete Steuerventile (3) sind zusammen mit den Vorsteuerventilen (4) erforderlichenfalls über ein Zwischenteil (2) an der Vorderseite des Quaders (1) angebracht und sitzen auf der Oberseite und der Unterseite des Zwischenteils (2).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für die Nachbarschaftssteuerung im Schreitausbau unter Tage, bei der jeweils von im einen Ausbaugestell als Vorsteuerblock angeordneten Vorsteuerventilen ein Mehrfach-Hydraulik-Schlauch bzw. -Steuerschlauch zu im nächsten Ausbaugestell als Hauptsteuerblock angeordneten Hauptsteuerventilen führt.

Solche Steuervorrichtungen sind durch Benutzung vielfach bekannt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs angegebenen Einrichtungen zu vereinfachen und übersichtlicher zu machen.

Gemäß der Erfindung wird dieser Zweck damit erfüllt, daß in den Ausbaugestellen der Vorsteuerblock und der Hauptsteuerblock zu einer Baueinheit zusammengefaßt sind.

Zweckmäßigerweise hat dies die Form eines die betreffenden Leitungsverbindungen als Bohrungen aufweisenden länglichen Quaders, an dessen einer, als Vorderseite vorgesehenen Breitseite die Vorsteuerventile und an dessen anderer, als Hinterseite vorgesehenen Breitseite die Hauptsteuerventile angeordnet sind.

Die Anschlüsse für den abgehenden und für den ankommenden Mehrfach-Hydraulik- Schlauch bzw. -Steuerschlauch können dabei an mindestens der einen schmaleren Längsseiten und/oder mindestens der einen Stirnseite des Quaders angeordnet sein; vorzugsweise befinden sich beide an der einen schmaleren Längsseite oder an den beiden Stirnseiten.

Die Verbraucheranschlüsse sind bevorzugt an den Hauptsteuerventilen unmittelbar angeordnet, vorzugsweise hinten stirnseitig am freien Ende.

Dies bedeutet eine besonders günstige Aufteilung und Platzausnutzung: Vorne, d. h. dem Standplatz des Mannes zugekehrt, befinden sich leicht zugänglich die von ihm zu bedienenden Ventile. Nach hinten erstrecken sich die Hauptsteuerventile und die Verbraucheranschlüsse, von denen die Verbraucherleitungen abgehen, was dort nicht stört. Der abgehende und der ankommende Mehrfach-Hydraulik-Schlauch bzw. -Steuerschlauch gehen nach den Seiten ab oder nach oben oder unten, je nachdem, ob der Quader, wie weiter vorzugsweise vorgesehen, mit seiner einen schmaleren Längsseite auf einem Teil des Ausbaugestelles sitzt oder darunter hängt.

Sind außerdem Direktsteuerungen vom einen zum anderen Ausbaugestell hin vorgesehen, so sind an der Rückseite des Quaders ferner die betreffenden Anschlüsse für Verbraucherleitungen angeordnet. Diese Anschlüsse brauchen nicht unmittelbar an der Rückseite des Quaders die Vorkehrungen für Schlauchkupplungen o. ä. zu haben; es kann beispielsweise eine Umlenkplatte angesetzt werden, die erst zu den Kupplungen führt.

Den genannten Anschlüssen zugeordnete Steuerventile können zusammen mit den Vorsteuerventilen erforderlichenfalls über ein Zwischenteil an der Vorderseite des Quaders angebracht sein und auf der Oberseite und der Unterseite des Zwischenteils sitzen. Damit wird der größere Platzbedarf der Steuerventile gegenüber den Anschlüssen für die Verbraucherleitungen auf der Hinterseite ausgeglichen.

Die Zeichnungen geben Ausführungsbeispiele der Erfindung, beschränkt auf das Schaltschema, wieder.

Fig. 1 zeigt eine erste Steuerung,

Fig. 2 zeigt eine zweite Steuerung,

Fig. 3 zeigt eine dritte Steuerung,

Fig. 4 zeigt eine vierte Steuerung und

Fig. 5 zeigt eine Abwandlung.

Ein strichpunktiert umrissenes Rechteck repräsentiert jeweils einen länglichen Quader 1. Die Darstellung ist jedoch rein schematisch, sie ist nicht körperlich zu verstehen. Die Seiten des Rechtecks bedeuten nicht dem Rechteck entsprechende Quaderflächen, auch wenn sie teilweise so aufgefaßt werden können. Entsprechendes gilt für die weiteren, jeweils als Rechteck umrissenen Bauelemente:

An der einen, als Vorderseite angeordneten, Breitseite des Quaders 1 ist ein Zwischenteil 2 angebracht. Auf der Oberseite des Zwischenteils 2 sitzen drei Steuerventile 3. An der Unterseite sitzen drei Vorsteuerventile 4. Die Steuerventile 3 und Vorsteuerventile 4 sind über Leitungs-Bohrungen 5 in dem Zwischenteil 2 und dem Quader 1 mit einer Anschlußkupplung 6 für einen Mehrfach-Hydraulik-Schlauch bzw. -Steuerschlauch 7 verbunden.

An der als Hinterseite angeordneten Breitseite des Quaders 1 sind drei mit Verbraucheranschlüssen 18 versehene Hauptsteuerventile 8 und ferner drei Anschlüsse 9 für direkt beaufschlagte Verbraucher angebracht. Sie sind durch Leitungs-Bohrungen 10 in dem Quader 1 mit einer Anschlußkupplung 11 für einen zweiten Mehrfach-Hydraulik-Schlauch bzw. -Steuerschlauch 12 verbunden.

Die Anschlußkupplungen 6 und 12 befinden sich beispielsweise auf der Oberseite des, mit seiner Unterseite auf einem Teil des Ausbaugestelles sitzenden, Quaders 1. Der Mehrfach-Hydraulik-Schlauch bzw. -Steuerschlauch 7 führt zum nächsten Ausbaugestell. Der Mehrfach-Hydraulik-Steuerschlauch 12 kommt entsprechend vom anderen Ausbaugestell.

Beispielsweise an einer Stirnseite des Quaders 1 sind über ein mit einem Filter versehenes Bauteil 13 eine hydraulische Druckleitung P und über ein mit einem Rückschlagventil versehenes Bauteil 14 eine Rücklaufleitung R angeschlossen, die in dem Quader 1 und dem Zwischenteil 2 wiederum durch gebohrte Leitungen fortgesetzt sind.

In Fig. 4 sind die Anordnungen der Anschlußkupplungen 6 und 11 gegen die Anordnung der Bauteile 13 und 14 insofern vertauscht, als sich die Anschlußkupplungen 6 und 11 an den Stirnseiten des Quaders 1 befinden und die Bauteile 13 und 14 an der einen schmaleren Längsseite.

In Fig. 2 sind die Anordnungen spiegelbildlich zu Fig. 1 für umgekehrte Wirkrichtung und Reihenfolge des Schreitens.

In Fig. 3 wird das Gleiche erreicht durch Kreuzen der Mehrfach-Hydraulik-Schläuche bzw. -Steuerschläuche 7 und 12.

Nach Fig. 4 sollen sich die Anschlußkupplungen 6 und 11 an den beiden Stirnseiten des Quaders 1 befinden und die Bauteile 13 und 14 stattdessen an der längeren Schmalseite.

Fig. 5 verdeutlicht die Möglichkeit, die Steuervorrichtung nach Fig. 1 bis 3 durch Austausch der Anschlußkupplungen 6 und 11 gegen ein überbrückendes Bauteil 15 mit Leitungsbohrungen 16 für eine Steuerung an dem Ausbaugestell o.a. selbst umzurüsten.


Anspruch[de]
  1. 1. Steuervorrichtung für die Nachbarschaftssteuerung im Schreitausbau unter Tage, bei der jeweils von im einen Ausbaugestell als Vorsteuerblock angeordneten Vorsteuerventilen (4) ein Mehrfach-Hydraulik-Schlauch bzw. -Steuerschlauch (7) zu im nächsten Ausbaugestell als Hauptsteuerblock angeordneten Hauptsteuerventilen (8) führt, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ausbaugestellen der Vorsteuerblock und der Hauptsteuerblock zu einer Baueinheit (1-6, 8-11, 13, 14) zusammengefaßt sind.
  2. 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen die betreffenden Leitungsverbindungen als Bohrungen (5; 10) aufweisenden länglichen Quader (1), an dessen einer, als Vorderseite vorgesehenen Breitseite die Vorsteuerventile (4) und an dessen anderer, als Hinterseite vorgesehenen Breitseite die Hauptsteuerventile (8) angeordnet sind.
  3. 3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse (6; 11) für den abgehenden (7) und für den ankommenden (11) Mehrfach-Hydraulik-Schlauch bzw. -Steuerschlauch an mindestens der einen schmaleren Längsseite und/oder mindestens der einen Stirnseite des Quaders (1) angeordnet sind, vorzugsweise beide an der einen schmaleren Längsseite oder an beiden Stirnseiten.
  4. 4. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbraucheranschlüsse (18) an den Hauptsteuerventilen (8) unmittelbar angeordnet sind, vorzugsweise stirnseitig am freien Ende.
  5. 5. Steuervorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Quader (1) mit seiner einen schmaleren Längsseite auf einem Teil des Ausbaugestelles sitzt oder darunter hängt.
  6. 6. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite des Quaders (1) ferner Anschlüsse (9) für Verbraucherleitungen angeordnet sind.
  7. 7. Steuervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß den genannten Anschlüssen (9) zugeordnete Steuerventile (3) zusammen mit den Vorsteuerventilen (4) erforderlichenfalls über ein Zwischenteil (2) an der Vorderseite des Quaders (1) angebracht sind und auf der Oberseite und der Unterseite des Zwischenteils (2) sitzen.






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