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Dokumentenidentifikation DE4400952C1 24.05.1995
Titel Gehäusedeckel für eine Brennkraftmaschine
Anmelder Mercedes-Benz Aktiengesellschaft, 70327 Stuttgart, DE
Erfinder Kerschbaum, Walter, Ing.(grad.), 70736 Fellbach, DE;
Hufendiek, Ernst-Wilh., Dipl.-Ing., 70619 Stuttgart, DE;
Werner, Johannes, Dipl.-Ing., 71334 Waiblingen, DE
DE-Anmeldedatum 14.01.1994
DE-Aktenzeichen 4400952
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.1995
IPC-Hauptklasse F01P 11/08
IPC-Nebenklasse F01M 5/00   F01M 11/00   F02F 7/00   F01P 11/04   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Gehäusedeckel einer Brennkraftmaschine, in dem ein Ölkühler, ein Ölfilter, eine Ölfilterbypassierung und ein Kühlwasservorlauf integriert sind. Die Brennkraftmaschine umfaßt zwei Zylinderbänke mit zwei in deren Längsrichtung verlaufende Hauptwasserkanäle eines Kühlwasserkreislaufes und zwei Hauptölleitungen eines von diesem getrennten Schmierölkreislaufes, wobei mindestens die dem Kühlwasserkreislauf zugehörigen Hauptwasserkanäle durch mindestens einen auf der Stirnseite der Brennkraftmaschine quer zu deren Längsrichtung verlaufenden Querwasserkanal verbunden sind. Um eine Ölfilter-Ölkühlerkombination möglichst platzsparend in einem Gehäusedeckel einer Brennkraftmaschine derart unterzubringen, daß in diesem, im Vergleich zum Stand der Technik, weitere Funktionen für den Motorbetrieb auf kleinem Bauraum unterbringbar sind und daß gleichzeitig der Gehäusedeckel preisgünstig und einfach herstellbar ist, wird vorgeschlagen, daß der Querwasserkanal und ein Querölkanal für eine Ölzuführung zu den Hauptölleitungen mit dazwischen liegenden Öldruck- und Öltemperaturgebern in dem Gehäusedeckel untergebracht sind, der mindestens teilweise an der Stirnseite des Motorgehäuses angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Gehäusedeckel einer Brennkraftmaschine gemäß Patentanspruch 1.

Aus der Firmenschrift der Anmelderin "Die neuen Mercedes-Benz Nutzfahrzeugmotoren OM 441, OM 441LA, OM 442, OM 442A, OM 442LA" ist bereits ein gattungsgemäßer Gehäusedeckel für eine Brennkraftmaschine mit zwei V-förmig zueinander angeordneten Zylinderbänken bekannt, wobei in dem seitlich an der Brennkraftmaschine angeordneten Gehäusedeckel ein Ölkühler, ein Ölfilter, eine Ölfilterbypassierung und ein Abschnitt eines Kühlwasservorlaufes integriert ist. Die beiden Zylinderbänke umfassen zwei in deren Längsrichtung verlaufende Hauptwasserkanäle eines Kühlwasserkreislaufes und zwei Hauptölleitungen eines von diesem getrennten Schmierölkreislaufes. Die Hauptwasserkanäle sind durch mindestens einen auf der Stirnseite der Brennkraftmaschine quer zu deren Längsrichtung verlaufenden Querwasserkanal verbunden.

Aus der DE-PS 9 33 902 ist ein stirnseitig an einer Brennkraftmaschine angeordneter Gehäusedeckel für einen Ölkühler bekannt, wobei der Gehäusedeckel gleichzeitig einen Abschlußdeckel zum Kühlwasserraum der Brennkraftmaschine bildet und verschiedene, für den Kühlwasserkreislauf erforderliche Einrichtungen aufweist.

Zum allgemeinen technischen Hintergrund wird noch auf die Druckschriften DE-OS 40 29 408, DE-PS 37 01 083, DE-PS 33 32 113, DE- OS 29 51 961, DE-OS 29 09 047, DE-PS 27 37 054 und DE-AS 24 59 295 sowie auf die Firmenschrift der Anmelderin "Die neuen Mercedes-Benz Nutzfahrzeugmotoren OM 442A, OM 442LA" verwiesen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Gehäusedeckel für eine Ölkühler-Ölfilterkombination einer Brennkraftmaschine möglichst platzsparend derart auszubilden, daß in diesem weitere Funktionen für den Motorbetrieb auf kleinem Bauraum unterbringbar sind und daß gleichzeitig der Gehäusedeckel preisgünstig und einfach herstellbar ist.

Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 angegebenen technischen Merkmale gelöst.

Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Gehäusedeckels liegt darin, daß durch eine optimale räumliche und platzsparende Aufteilung der Funktionsbereiche für Ölkühlung, Ölfilterung, Ölfilterbypassierung und Kühlwasserkreislauf in dem Gehäusedeckel und durch die gleichzeitige Anordnung des Querwasserkanales des Kühlwasserkreislaufes und des Querölkanales des Schmierölkreislaufes im Gehäusedeckel wichtige Funktionen für den Motorbetrieb kompakt im Gehäusedeckel integriert sind.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Gehäusedeckels besteht darin, daß dieser verhältnismäßig einfach und kostengünstig im Aluminium-Druckgußverfahren herstellbar ist.

Des weiteren ist bei dem erfindungsgemäßen Gehäusedeckel eine kostensparende Bestückung durch konstruktiv unveränderte Zuliefer- Komponenten (z. B. Ölkühler, Ventile, Ölfilter) von bereits bekannten Motorbaureihen möglich.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß besonders durch die Anordnung des Querwasserkanales im Gehäusedeckel die Kerngestaltung des Motorgehäuses der Brennkraftmaschine wesentlich vereinfacht wird. Dadurch wird eine wesentliche Reduzierung der Fertigungskosten für das Motorgehäuse erreicht und trotz des im Vergleich zum Stand der Technik aufwendiger gestalteten Gehäusedeckels auch insgesamt ein verbleibender Kostenvorteil erzielt.

Die Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 2 und 4 ist eine bevorzugte bauliche Ausführung, da mit räumlich derart aufgeteilten Funktionsbereichen ein besonders kleiner Bauraum für die Ölfilter-Ölkühlerkombination im Gehäusedeckel realisierbar ist.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung nach Anspruch 5 wird der Totraum zwischen Keilriementrieb der Wasserpumpe und Motorgehäuse vorteilhaft genutzt.

Durch die vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 6 und 7 übernimmt ein Teil des Gehäusedeckels die stirnseitige Abdichtung der Nockenwelle. Da eine nach dem bisherigen Stand der Technik hierfür benötigte Dichtplatte und deren Einbau entfällt, wird eine weitere Reduzierung der Fertigungskosten erreicht.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung nach den Ansprüchen 8 bis 11 wird eine zuverlässige Entlüftung des Öl- und Wasserkreislaufes beim Befüllen und im Motorbetrieb erreicht.

Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Rückschlagventiles im Ölkanal vor dem Ölkühler gemäß den Ansprüchen 12 und 13 liegt darin, daß sich im Stillstand der Brennkraftmaschine das Öl aus dem Ölkühler nicht über die Ölpumpe zurück in die Ölwanne entleeren kann.

Die Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 14 bis 16 ermöglicht beim Ablassen des Öls bzw. des Wassers dessen vollständige Entleerung aus dem Ölkreislauf bzw. Kühlwasserkreislauf.

Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Ölzuführung nach Anspruch 17 liegt darin, daß durch die gleichzeitige Ölzuführung in die beiden Hauptölleitungen des Motorgehäuses Ölmenge und Öldruck des Schmieröls besonders in den von der Schmieröleinleitungsstelle am weitesten weg liegenden Schmierstellen (z. B. Lagern) erheblich verbessert wird, da nun das Schmieröl gleichzeitig in beide Hauptölleitungen der Brennkraftmaschine förderbar ist und dieses somit über kürzere Schmierölwege zu den Schmierstellen gelangt.

Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung von Öldruck -und Öltemperaturgeber zwischen den beiden Hauptölleitungen nach Anspruch 18 besteht darin, daß die Messung von Öldruck und Öltemperatur an zentraler und relativ nahe zu den Schmierstellen gelegener Stelle genauere Aussagen über die Einhaltung der zum Motorbetrieb erforderlichen Schmierungsverhältnisse ermöglicht als im gattungsgemäßen Stand der Technik.

Durch die erfindungsgemäße Teilung des Gehäusedeckels gemäß Anspruch 24 wird eine leichte Montierbarkeit und Wartbarkeit des Ölkühlers erreicht. So kann bei einer Demontage des den Ölkühler aufnehmenden Gehäusedeckelteils das Gehäusedeckelteil mit den Querkanälen am Motorgehäuse verschraubt bleiben.

Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung gehen aus den übrigen Unteransprüchen und der Beschreibung hervor.

In den Zeichnungen ist die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 in einem ersten Ausführungsbeispiel eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Gehäusedeckels, der eine Ölfilter-Ölkühlerkombination für eine Brennkraftmaschine mit zwei Zylinderbänken umfaßt, wobei der Gehäusedeckel an der Brennkraftmaschine stirnseitig angeflanscht ist,

Fig. 2 eine Ansicht der der Brennkraftmaschine zugewandten Seite des Gehäusedeckels,

Fig. 3 einen Schnitt III-III von Fig. 2,

Fig. 4 einen Schnitt IV-IV von Fig. 2, in dem ein zum Ölkühler führender Ölkanal gezeigt ist, in dem ein Rückschlagventil angeordnet ist,

Fig. 5 einen Längsschnitt durch das im Ölkanal befindliche Rückschlagventil,

Fig. 6 einen Schnitt VI-VI von Fig. 2,

Fig. 7 eine schematische Darstellung des Ölflusses durch den erfindungsgemäßen Gehäusedeckel nebst Ölkühler, Ölfilter, Rückschlagventil und Meßgebern für Öldruck und Öltemperatur,

Fig. 8 in einem zweiten Ausführungsbeispiel eine Vorderansicht eines erfindungsgemäß geteilten Gehäusedeckels mit zwei zusammengeflanschten Gehäusedeckelteilen, wobei an dem äußeren Gehäusedeckelteil der Ölkühler befestigt ist und das innere Gehäusedeckelteil an der Brennkraftmaschine angeflanscht ist und einen Querölkanal umfaßt und

Fig. 9 einen Schnitt VIII-VIII durch den geteilten Gehäusedeckel gemäß Fig. 8.

Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Ölkühler-Ölfilterkombination in einem Gehäusedeckel 1, der an der Stirnseite einer Brennkraftmaschine befestigt ist, die zwei Zylinderbänke umfaßt. Der Gehäusedeckel 1 dient zur Aufnahme eines Ölkühlers 2 und eines Ölfilters 3 und ist in einer Ansicht der der Brennkraftmaschine zugewandten Seite des Gehäusedeckels 1 dargestellt.

Die nicht dargestellte Brennkraftmaschine besitzt zwei getrennte Flüssigkeitskreisläufe, wobei der erste ein Kühlwasserkreislauf und der zweite ein Schmierölkreislauf ist.

Der Gehäusedeckel 1 ist einteilig ausgebildet und aus Aluminium- Druckguß hergestellt und umfaßt vier benachbart angeordnete und voneinander getrennte Funktionsbereiche 1a-1d. Der in Einbaulage des Gehäusedeckels 1 unterste Funktionsbereich 1a dient der Ölentnahme aus dem Motorgehäuse, der Ölzuführung zu den Hauptölleitungen H&sub1;, H&sub2; (siehe Fig. 6) der Brennkraftmaschine und der Anordnung eines Öldruckgebers D, eines Öltemperaturgebers T und eines Rückschlagventiles RV, wobei das Rückschlagventil RV im Ölkanal 8 wahlweise angeordnet ist. Der darüberliegende zweite Funktionsbereich 1b umfaßt einen Wasserraum WR, der Teil eines Kühlwasservorlaufes bezüglich des Motorgehäuses der Brennkraftmaschine ist, wobei der in dem Wasserraum WR angeordnete Ölkühler 2 allseits von Kühlwasser umgeben ist. Der Funktionsbereich 1c befindet sich im obersten Bereich des Gehäusedeckels 1 und umfaßt einen Querwasserkanal K&sub2;, der Teil eines Kühlwasserrücklaufes bezüglich des Motorgehäuses ist. Der Funktionsbereich 1d umfaßt ein Ölfiltergehäuse 4, das in Einbaulage des Gehäusedeckels 1 in Horizontalrichtung von Motormitte nach einer ersten Zylinderbank der beiden Zylinderbänke der Brennkraftmaschine hin betrachtet, seitlich und auf gleicher Höhe der drei Funktionsbereiche 1a-1c des Gehäusedeckels angegossen ist. In dem Ölfiltergehäuse 4 befindet sich das Ölfilter 3 (Filterpatrone).

Der Gehäusedeckel 1 ist auf der Stirnseite des Motorgehäuses horizontal neben einer auf der zweiten Zylinderbank angeordneten Wasserpumpe WP und auf gleicher Höhe bzw. höher als diese, jedoch getrennt von ihr und mittig am Motorgehäuse angebracht. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die drei Funktionsbereiche 1a-1c derart übereinander angeordnet, daß sie von einer Ebene normal zur Motorlängsrichtung gemeinsam geschnitten werden. Zur optimalen Ausnutzung des Bauraumes ist der untere Funktionsbereich 1a des Gehäusedeckels 1 hinter einem Keilriementrieb K für eine Wasserpumpe WP angeordnet.

Der Ölkühler 2 besitzt eine Eintrittsöffnung 5 nebst Flansch 5a und eine Austrittsöffnung 6 nebst Flansch 6a für das Schmieröl und ist an den Flanschen 5a und 6a (siehe Fig. 4) mit dem Gehäusedeckel 1 verschraubt.

Das Schmieröl gelangt von einer Eintrittsöffnung 7 des Gehäusedeckels 1 über einen Ölkanal 8 nebst Rückschlagventil RV zur Eintrittsöffnung 5 des Ölkühlers 2, strömt durch diesen zu dessen Austrittsöffnung 6 und von dort über einen Ölkanal 9 in das Ölfiltergehäuse 4 nebst Ölfilter 3 (siehe Fig. 7). Von diesem gelangt das Schmieröl über eine Öffnung 10 in einen Ölkanal 11 mit einem Ölkanalteil 11a und einem Querölkanal K&sub1; zu Hauptölleitungen H&sub1;, H&sub2; (siehe Fig. 6) der Brennkraftmaschine. Die beiden in Längsrichtung der Brennkraftmaschine verlaufenden Hauptölleitungen H&sub1;, H&sub2; sind über nicht dargestellte Y-förmige Nebenleitungen verbunden, die zu nicht dargestellten Nebenverbrauchern wie beispielsweise Kurbelwellenlager, Nockenwellenlager, Zylinderköpfe und Kolbenspritzen führen.

Der Ölkanal 9 und der Querölkanal K&sub1; sind durch ein nicht dargestelltes Bypaßventil verbunden, mit dem eine Ölfilterbypassierung schaltbar ist, beispielsweise wenn das Schmieröl während der Kaltstartphase bei niederen Außentemperaturen noch sehr zäh ist.

Der Ölkanalteil 11a des Ölkanales 11 führt vom Ölfiltergehäuse 4 in den Gehäusedeckel 1 zurück und mündet in den im Gehäusedeckel 1 befindlichen Querölkanal K&sub1;, der quer zur Längsrichtung der Brennkraftmaschine angeordnet ist und eine Nockenwellenbohrung teilweise verdeckt, wobei sich in dem Querölkanal K&sub1; im Abstand der beiden Hauptölleitungen H&sub1;, H&sub2; der Brennkraftmaschine zwei relativ kurze Längskanäle 12 und 13 befinden, die sich in Motorlängsrichtung erstrecken. Eine Kanalöffnung 12a des Längskanales 12 ist mit der Hauptölleitung H&sub1; der ersten Zylinderbank und eine Kanalöffnung 13a des Längskanales 13 mit der Hauptölleitung H&sub2; der zweiten Zylinderbank verbunden.

Im eingebauten Zustand verschließt das Ölfilter 3 im Ölfiltergehäuse 4 ein in dessen unteren Bereich angeordnetes Ölabflußventil 14, das einen Ölabflußkanal 15 zur Ölentleerung durch das Motorgehäuse in eine nicht dargestellte Ölwanne der Brennkraftmaschine steuert. Das Ölabflußventil 14 wird selbsttätig geöffnet, wenn die Filterpatrone entfernt wird.

Der Ölkühler 2 ist derart am Gehäusedeckel 1 angeordnet, daß in Einbaulage ein Niveau n&sub1; der Austrittsöffnung 6 geodätisch oberhalb eines Niveaus n&sub2; eines Ölabflußventils 14 in dem Ölfiltergehäuse 4 liegt.

Da bei einem Wechsel des Ölfilters 3 meist auch ein Ölwechsel durchgeführt wird, kann sich somit das in dem Ölkühler 2 befindliche Schmieröl unter anderem über das Ölabflußventil 14 im Ölfiltergehäuse 4 in eine nicht dargestellte Ölwanne der Brennkraftmaschine vollständig entleeren. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, liegt das Niveau n&sub2; auch unterhalb eines Niveaus n&sub3; des Querölkanals K&sub1;, so daß sich auch dieser über das Ölabflußventil 14 entleeren kann.

Andererseits kann im betriebsbereiten Zustand der Brennkraftmaschine (eingeschraubtes Ölfilter 3) durch das im Ölkanal 8 in Ölströmungsrichtung vor dem Ölkühler 2 angeordnete Rückschlagventil RV verhindert werden, daß das im Ölkühler 2 enthaltene Öl beim Stillstand des Motors zurückfließt und sich durch die Ölpumpe in die Ölwanne entleert.

Der Querwasserkanal K&sub2; und der Querölkanal K&sub1; sind in dem Gehäusedeckel 1 vorgegossen. Des weiteren ist der Querschnitt des Ölkanales 11 nebst Ölkanalteil 11a und Querölkanal K&sub1; und den beiden Längskanälen 12 und 13 größer als der Querschnitt der Hauptölleitungen H&sub1;, H&sub2; im Motorgehäuse der Brennkraftmaschine. Bei angeflanschtem Gehäusedeckel 1 überdeckt die Kanalöffnung 12a des Längskanales 12 die Stirnöffnung der Hauptölleitung H&sub1; der ersten Zylinderbank und die Kanalöffnung 13a des Längskanales 13 überdeckt die Stirnöffnung der Hauptölleitung H&sub2; der zweiten Zylinderbank.

Der Gehäusedeckel 1 ist zum Motorgehäuse hin an einer Gehäusedeckeldichtfläche 17 mit einer nicht dargestellten einteiligen und zusammenhängenden Flachdichtung abgedichtet.

Der Funktionsbereich 1a des Gehäusedeckels 1 ist in gleicher Höhe wie ein vorderstes Nockenwellenlager N (siehe Fig. 6) einer Nockenwelle der Brennkraftmaschine und unmittelbar vor diesem angeordnet und besitzt im Bereich der Nockenwelle eine rippenverstärkte Erweiterung 16 mit einer der Stirnseite des Motorgehäuses zugewandten ringförmigen Dichtfläche 17a der Gehäusedeckeldichtfläche 17 zur Abdichtung des vordersten Nockenwellenlagers. Dabei ist ein Teil des Gehäusedeckels 1 hinter einem auf der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine angebrachten Schwingungsdämpfer angeordnet.

In einer zwischen Wasserraum WR des Kühlwasservorlaufes und dem Querwasserkanal K&sub2; des Kühlwasserrücklaufes angeordneten Zwischenwand 18 befinden sich Verbindungsöffnungen 21, durch die die beiden Funktionsbereiche 1b und 1c verbunden sind. Die Öffnungen 21 sind Dampflöcher (Durchmesser ca. 3-4 mm), durch die im oberen Bereich des Wasserraumes WR befindlicher Dampf in den Querwasserkanal K&sub2; entweichen kann. Des weiteren kommuniziert der Wasserraum WR über relativ kleine Öffnungen 22 mit dem Querwasserkanal K&sub2;, so daß Kühlwasser über die Öffnungen 22 aus dem Wasserraum WR in den Querwasserkanal K&sub2; und umgekehrt strömen kann.

In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Öffnungen 22 durch einen Ausschnitt der Gehäusedeckeldichtfläche 17 (nebst Ausschnitt der zu dieser gehörenden Flachdichtung) gebildet.

Der Querwasserkanal K&sub2; ist an der höchsten Stelle der Brennkraftmaschine angeordnet und besitzt eine Öffnung 28 zum Anschluß einer Entlüftungsleitung, die in der Mitte am Gehäusedeckel 1 angeordnet ist. Sie kann auch seitlich an einem nicht dargestellten Verschlußdeckel angebracht sein.

Die zu dem Querwasserkanal K&sub2; führenden Öffnungen 26, 27 zum Anschluß an die Hauptwasserkanäle des Motorgehäuses liegen geodätisch tiefer als der Querwasserkanal K&sub2; selbst.

Zur Entlüftung des hochliegenden, von unten angeströmten Ölkühlers 2 befindet sich ein strichliert dargestelltes, senkrecht stehendes, unten und oben offenes Stahlrohr 29 mit kleinem Durchmesser in der Austrittsöffnung 6 des Ölkühlers 2.

In Fig. 3 ist ein Schnitt III-III und in Fig. 4 ein Schnitt IV-IV von Fig. 2 dargestellt. Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt durch das Rückschlagventil RV im Ölkanal 8, das wahlweise verwendbar ist. Das Rückschlagventil RV ist hier als Kompaktbauteil geschlossen ausgeführt und kann in eine vorgesehene Erweiterung 8a des Ölkanales 8 eingepreßt werden. Das Rückschlagventil RV besteht aus einem ein oder mehrteiligen Blechkäfig 30, der einen Ventilsitz 31 und Ventilführungen 32 bildet, aus einem Ventilkegel 33 und einer Ventilfeder 34.

In einer anderen Ventilbauart kann der kegelige Ventilsitz 31 auch direkt aus einer entsprechenden Ausgestaltung des Ölkanales 8 gebildet sein, während ein eingesetzter Blechkäfig lediglich die Ventilfeder aufnimmt und gleichzeitig den Ventilendanschlag darstellt.

In Fig. 6 ist in einem Schnitt VI-VI von Fig. 2 der Querölkanal K&sub1; nebst Temperaturgeber T und Druckgeber D dargestellt, wobei vom Querölkanal K&sub1; die Längskanäle 12 und 13 in die Hauptölleitungen H&sub1; und H&sub2; der Brennkraftmaschine münden. Zwischen den beiden Hauptölleitungen H&sub1;, H&sub2; befindet sich das Nockenwellenlager N. Ansonsten werden für gleiche Bauteile aus den Fig. 1 bis 5 gleiche Bezugszeichen verwendet.

Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung des bereits oben beschriebenen Ölflusses durch den Ölkühler 2, das Ölfilter 3 und den Gehäusedeckel 1. Der Ölfluß und somit die Reihenfolge der durchströmten Bauteile der erfindungsgemäßen Ölfilter-Ölkühlerkombination ist durch Pfeile dargestellt. Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

In den Fig. 8 und 9 ist in einem zweiten Ausführungsbeispiel ein erfindungsgemäß geteilter Gehäusedeckel 23 an einer Stirnseite einer teilweise dargestellten Brennkraftmaschine gezeigt, wobei Fig. 8 eine Vorderansicht und Fig. 9 einen Schnitt VIII-VIII der Stirnseite der Brennkraftmaschine nebst Gehäusedeckel 23 zeigt. Gleiche Bauteile aus den Fig. 1 bis 7 sind mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

Der Gehäusedeckel 23 besteht aus zwei mit Schrauben 19 nebst Dichtung lösbar und abdichtend zusammengeflanschten Gehäusedeckelteilen 24 und 25, wobei das Gehäusedeckelteil 24 an das Motorgehäuse der Brennkraftmaschine mit Schrauben 20 angeflanscht ist.

In dem Gehäusedeckelteil 25 ist der Ölkühler 2 analog zu Fig. 2 befestigt. In diesem Ausführungsbeispiel befindet sich der Querölkanal K&sub1; in dem Gehäusedeckelteil 24. Der Querwasserkanal K&sub2; ist im Motorgehäuse der Brennkraftmaschine integriert und die Nockenwellenabdichtung erfolgt in diesem Ausführungsbeispiel mit einer aus dem Stand der Technik bekannten Dichtplatte.

In einer weiteren Ausführung der Erfindung besitzt der einteilige Gehäusedeckel einen fünften Funktionsbereich, der ein seitlich des Ölfiltergehäuses angeordnetes Kraftstoffiltergehäuse nebst Kraftstoffilter umfaßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Gehäusedeckel (1) für eine Brennkraftmaschine, die einen Ölkühler (2), ein Ölfilter (3), eine Ölfilterbypassierung und einen Kühlwasservorlauf sowie zwei Zylinderbänke mit in zwei deren Längsrichtung verlaufenden Hauptwasserkanälen eines Kühlwasserkreislaufes und zwei Hauptölleitungen eines von diesem getrennten Schmierölkreislaufes umfaßt und bei welcher mindestens die dem Kühlwasserkreislauf zugehörigen Hauptwasserkanäle durch mindestens einen auf einer Stirnseite der Brennkraftmaschine quer zu deren Längsrichtung verlaufenden Querwasserkanal (K&sub2;) verbunden sind, welcher Gehäusedeckel (1) einteilig ausgebildet und mindestens teilweise an der Stirnseite des Motorgehäuses angeordnet ist und den Ölkühler (2), das Ölfilter (3), die Ölfilterbypassierung, den Kühlwasservorlauf den Querwasserkanal (K&sub2;) sowie einen Querölkanal (K&sub1;) aufnimmt und in drei benachbart angeordnete, getrennte Funktionsbereiche (1a, 1b, 1c) eingeteilt ist, wobei der erste Funktionsbereich (1a) für die Ölentnahme aus dem Motorgehäuse der Brennkraftmaschine und die Ölzuführung über den Querölkanal (K&sub1;) zu den Hauptölleitungen (H&sub1;, H&sub2;) und die Ölfilterbypassierung in unterster Einbaulage des Gehäusedeckels (1), über dem ersten Funktionsbereich (1a) der zweite Funktionsbereich (1b) mit einem den Ölkühler (2) umgebenden Wasserraum (WR) des Kühlwasservorlaufes und über dem zweiten Funktionsbereich (1b) der dritte Funktionsbereich (1c) mit dem Querwasserkanal (K&sub2;) eines Kühlwasserrücklaufes angeordnet ist.
  2. 2. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusedeckel (1) in Horizontalrichtung von Motormitte nach einer ersten Zylinderbank der beiden Zylinderbänke hin betrachtet, benachbart und auf gleicher Höhe der drei Funktionsbereiche (1a, 1b, 1c) einen vierten Funktionsbereich (1d) umfaßt, in dem das Ölfilter (3) nebst Ölfiltergehäuse (4) angeordnet sind.
  3. 3. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusedeckel (1) horizontal neben einer auf der zweiten Zylinderbank angeordneten Wasserpumpe (WP) auf gleicher Höhe mit dieser, jedoch getrennt von ihr und mittig am Motorgehäuse angebracht ist.
  4. 4. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Funktionsbereiche (1a, 1b, 1c) in einer Schnittebene normal zur Motorlängsrichtung liegen.
  5. 5. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in Einbaulage des Gehäusedeckels (1) unterste Funktionsbereich (1a) mindestens teilweise hinter einem Keilriemenantrieb (K) für eine Wasserpumpe (WP) angeordnet ist.
  6. 6. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in Einbaulage des Gehäusedeckels (1) unterste Funktionsbereich (1a) in gleicher Höhe wie ein vorderstes Nockenwellenlager (N) der Brennkraftmaschine und unmittelbar vor diesem angeordnet ist.
  7. 7. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusedeckel (1) im Bereich einer Nockenwelle eine rippenverstärkte Erweiterung (16) mit einer der Stirnseite des Motorgehäuses zugewandten ringförmigen Dichtfläche (17a) zur Abdichtung des vordersten Nockenwellenlagers (N) aufweist, wobei ein Teil des Gehäusedeckels (1) hinter einem auf einer Kurbelwelle der Brennkraftmaschine angebrachten Schwingungsdämpfer liegt.
  8. 8. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer zwischen den Funktionsbereichen (1b, 1c) liegenden Zwischenwand (18) Verbindungsöffnungen (21) zum Flüssigkeits- und Dampfaustausch angeordnet sind.
  9. 9. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querwasserkanal (K&sub2;) an der höchsten Stelle der Brennkraftmaschine angeordnet ist und oben eine Öffnung (28) zum Anschluß einer Entlüftungsleitung besitzt.
  10. 10. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Querwasserkanal (K&sub2;) führende Öffnungen (26, 27) zum Anschluß der Hauptwasserkanäle geodätisch tiefer als der Querwasserkanal (K&sub2;) selbst angeordnet sind.
  11. 11. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entlüftung des hochliegenden, von unten angeströmten Ölkühlers (2) in dessen Austrittsöffnung (6) ein zusätzliches, senkrecht stehendes, nach oben und unten offenes Rohr (29) angeordnet ist.
  12. 12. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Ölkanal (8) vor dem Ölkühler (2) ein Rückschlagventil (RV) angeordnet ist.
  13. 13. Gehäusedeckel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil (RV) einen Ventilkegel (33), eine Ventilfeder (34) und einen Blechkäfig (30) umfaßt, der einen Ventilsitz (31) und Ventilführungen (32) beinhaltet, wobei das Rückschlagventil (RV) als Ganzes in den Ölkanal (8) einpreßbar ist.
  14. 14. Gehäusedeckel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Öffnungen (26, 27) zum Querwasserkanal (K&sub2;) und dem Wasserraum (WR) Verbindungsöffnungen (22) bestehen.
  15. 15. Gehäusedeckel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß diese Verbindungsöffnungen (22) aus Aussparungen in der gemeinsamen Gehäusedeckeldichtfläche (17) der Zwischenwand (18) bestehen.
  16. 16. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ölkühler (2) zur vollständigen Entleerbarkeit des Öls in die Ölwanne geodätisch oberhalb eines Ölabflußkanals (15) zum Motorgehäuse und in Einbaulage senkrecht angeordnet ist.
  17. 17. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölzuführung zu den Hauptölleitungen (H&sub1;, H&sub2;) des Motorgehäuses mittels des in den Gehäusedeckel (1) integrierten Querölkanales (K&sub1;) und zwei von diesem ausmündenden, in Motorlängsrichtung verlaufenden Längskanälen (12, 13) mit Kanalöffnungen (12a, 13a), welche die Stirnöffnungen der Hauptölleitungen (H&sub1;, H&sub2;) im Motorgehäuse überdecken, erfolgt.
  18. 18. Gehäusedeckel nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Querölkanal (K1) und zwischen dem in Motorlängsrichtung an diesem anschließenden Längskanälen (12, 13) ein Öldruckgeber (D) und ein Öltemperaturgeber (T) angeordnet sind, wobei Öldruckgeber (D) und Öltemperaturgeber (T) von außen und von vorne zugänglich und montierbar sind.
  19. 19. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Motorgehäuse zugewandten Öffnungen der Funktionsbereiche (1a, 1b, 1c) des Gehäusedeckels (1) im Druckgußverfahren vorgegossen sind.
  20. 20. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume im Gehäusedeckel (1), ausgehend von der Gehäusedeckeldichtfläche (17) derart zugänglich und geöffnet ausgebildet sind, daß die Hohlräume im Druckgußverfahren durch Schieber vorgießbar sind.
  21. 21. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die übrigen Hohlräume im Gehäusedeckel (1), die beim Druckgußverfahren nicht durch Schieber vorgießbar und geöffnet ausgebildet sind, durch Kerne, die in die geöffnete Druckgußform eingelegt werden, vorgießbar sind.
  22. 22. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querkanäle (K&sub1;, K&sub2;) im Gehäusedeckel (1) Blindöffnungen nach einer Seite aufweisen, die vorgießbar, nachbearbeitbar und mit Blinddeckeln verschließbar sind.
  23. 23. Gehäusedeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusedeckel (1) an seiner Gehäusedeckeldichtfläche (17) mit einer einteiligen Flachdichtung abgedichtet ist.
  24. 24. Gehäusedeckel nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß bei der parallelen Ölanströmung der Hauptölleitungen (H&sub1;, H&sub2;) im Motorgehäuse die Querschnitte von Querölkanal (K&sub1;) und Längskanälen (12, 13) im Gehäusedeckel (1) größer sind, als die Querschnitte der Hauptölleitungen (H&sub1;, H&sub2;) im Motorgehäuse.






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