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Dokumentenidentifikation DE69015042T2 24.05.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0411592
Titel Spritzstreckblasverfahren und -vorrichtung.
Anmelder Nissei ASB Machine Co., Ltd., Komoro, Nagano, JP
Erfinder Koga, Kouhei, Ueda-Shi, Nagano-ken, JP
Vertreter Blumbach, P., Dipl.-Ing., 65193 Wiesbaden; Weser, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Kramer, R., Dipl.-Ing., 81245 München; Zwirner, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 65193 Wiesbaden; Hoffmann, E., Dipl.-Ing., 82166 Gräfelfing; Herden, A., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 65193 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 69015042
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 31.07.1990
EP-Aktenzeichen 901147223
EP-Offenlegungsdatum 06.02.1991
EP date of grant 14.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.1995
IPC-Hauptklasse B29C 49/06
IPC-Nebenklasse B29C 49/42   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung:

Die vorliegende Effindung betrifft ein Spritzstreckblasverfahren und eine Vorrichtung dafür, die kontinuierlich einen Zyklus von Formungsschritten durch Bewegen eines Halsbackenformwerkzeuges ausführen kann, während es einen Vorformling hält, und insbesondere ein verbessertes System zum Transportieren des Halsbackenformwerkzeuges.

Beschreibung des verwandten Standes der Technik:

Systeme zum Bewegen des Halsbackenformwerkzeuges durch eine Vielzahl von Stufen, die einen Formungsschrittezyklus bilden, sind in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 22096/1978 und der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 40316/1989, die mit der EP-A-0 300 549 identisch ist, offenbart.

Die Patentveröffentlichung 22096/1978 offenbart ein System, das ein rundes umlaufendes Teil und vier Halsbackenformwerkzeuge an dem umlaufenden Teil aufweist. Die vier Halsbackenformwerkzeuge sind gegenüberliegend zur jeweiligen von vier Stufen angeordnet, d.h. der Spritzgießstufe, der Heizstufe, der Streckblasstufe und der Auswerfstufe, die alle um das umlaufende Teil herum angeordnet sind. Wenn das umlaufende Teil intermittierend gedreht wird, wird jedes der Halsbackenformwerkzeuge sequentiell durch die vier Stufen bewegt.

Die offengelegte Patentanmeldung 40316/1989 (= EP-A-0 300 549) offenbart ein System, das dem in der Patentveröffentlichung 22096/1978 veröffentlichten System ähnlich ist, mit der Ausnahme, daß es einen ersten Weg aufweist, entlang dem jedes der Halsbackenformwerkzeuge zum Realisieren des Spritzstreckblasverfahrens sequentiell durch die jeweilige von verschiedenen Stufen befördert wird, und daß es einen zweiten Weg aufweist, der parallel zu dem ersten Weg gebildet ist und verwendet wird, um jedes der Halsbackenformwerkzeuge von der letzten Formungsstufe in einem Zyklus zu dem ersten Weg zurückzubringen. Die Halsbackenformwerkzeuge werden auf den zwei Wegen mittels einer Fördereinrichtung transportiert, die ein Betätigungsorgan zum verschiebbaren Bewegen von jedem der Halsbackenformwerkzeuge von einer Stufe zu der nächsten Stufe umfaßt, eine Einrichtung zum Verlagern des Halsbackenformwerkzeugs von dem ersten zum zweiten Weg und ein weiteres Betätigungsorgan zum Zurückführen des Halsbakkenformwerkzeuges von dem zweiten Weg zum ersten Weg.

Die beiden Verfahren des Standes der Technik gleichen sich darin, daß alle Halsbackenformwerkzeuge durch eine von dem ersten und dem zweiten Weg festgelegte Schleife zirkulieren gelassen werden. Jedoch tauchen bei diesen Verfahren des Standes der Technik die folgenden Probleme auf, wenn sie direkt auf ein Spritzstreckblasverfahren zum Formen von Vorformlingen mit vergrößerten Bohrungsdurchmessern angewendet werden.

Um Vorformlinge mit größeren Bohrungsdurchmessern zu formen, ist es nicht zu vermeiden, den Bohrungsdurchmesser der dabei verwendeten Halsbackenformwerkzeuge zu vergrößern und auch einen Abstand zwischen jeden benachbarten Halsbackenformwerkzeugen, die voneinander in Längsrichtung beabstandet sind, zu vergrößern, wenn sie verwendet werden, um eine Vielzahl von Vorformlingen gleichzeitig in einer Stufe zu formen. Daher ist es nicht zu vermeiden, eine Stützweite zwischen Spannstangen zu vergrößern, die verwendet werden, um einen Spannmechanismus in seiner vertikalen Bewegung zu führen.

Bei der in der Patentveröffentlichung 22096/1978 offenbarten Konstruktion müssen die Spannstangen in einer solchen Position angeordnet werden, daß sie verschiedene von dem umlaufenden Teil gedrehte Teile nicht beeinträchtigen. Falls die Spannweite zwischen den Spannstangen für den obigen Zweck vergrößert wird, kann es nicht vermieden werden, daß ein Spannmechanismus, dessen Gewicht einige hundert Tonnen beträgt und der beim Formen von Vorformlingen mit vergrößertem Bohrungsdurchmesser verwendet wird, derart ausgelegt ist, daß er eine ausreichende Festigkeit aufweist, um einem darin erzeugten Biegemoment standzuhalten. Dies hat eine Zunahme der Größe des gesamten Formungssystems zur Folge.

Andererseits kann die in der offengelegten Patentanmeldung 40316/1989 offenbarte Konstruktion die Spannweite zwischen den Spannstangen sogar dann minimal halten, wenn der Bohrungsdurchmesser in zu formenden Vorformlingen vergrößert wird, da jedes der Halsbackenformwerkzeuge an der Spritzgießstufe verschiebbar bewegt wird. Eine solche Konstruktion muß jedoch den zusätzlichen oder zweiten Weg zum Zurückführen der Halsbackenformwerkzeuge zu ihren ursprünglichen Positionen getrennt und unterschiedlich von dem ersten Weg zum Transportieren der Halsbackenformwerkzeuge durch das Spritzstreckblasverfahren aufweisen. Dies hat auch eine Zunahme der Größe des gesamten Formungssystems zur Folge.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Spritzstreckblasen zu schaffen, das eine neuartige Konfiguration des Transportes von Halsbackenformwerkzeugen zum Realisieren eines Zyklus beim Spritzstreckblasformen verwenden kann, um die Spannweite zwischen den Spannstangen zum Halten des Spannmechanismus zu minimieren, um die Größe des gesamten Systems minimal zu halten und dennoch eine Fläche, auf der das System installiert ist, zu verkleinern, sogar wenn Vorformlinge mit vergrößertem Bohrungsdurchmesser zu formen sind.

Zu diesem Zweck stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Spritzstreckblasen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bereit.

Da die Spritzgießstufe an einem Ende des horizontalen Bewegungsweges vorgesehen ist, kann ein Satz von Halsbackenformwerkzeugen horizontal und linear in die Spritzgießstufe und aus ihr heraus bewegt werden. Selbst wenn zu formende Vorformlinge einen vergrößerten Bohrungsdurchmesser aufweisen, kann somit die Spannweite zwischen den Spannstangen im Vergleich zu dem sich drehenden Transportsystem minimiert werden. Durch Hinzufügen des vertikalen Bewegungsweges wird der gesamte Transportweg nicht als eine Schleife gebildet. Somit kann der Zyklus der Formungsvorgänge wiederholt durchgeführt werden, indem die Halsbackenformwerkzeuge sequentiell durch die leeren Stufen transportiert werden.

Die Erfindung stellt ein weiteres Verfahren zum Spritzstreckblasformen mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 2 bereit.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine zusätzliche Stufe zum Transportieren des Halsbackenformwerkzeuges entlang des vertikalen Bewegungsweges, z.B. als eine Temperatureinstellstufe, eine Rückzugstufe oder dergleichen, an einer Stelle an der zu der Auswerfstufe gegenüberliegenden Seite des horizontalen Bewegungsweges vorgesehen werden.

Die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung umfaßt einen horizontalen Bewegungsweg zum horizontalen Bewegen der Halsbackenformwerkzeuge zwischen der Spritzgießstufe und der Streckblasstufe, und einen vertikalen Bewegungsweg zum Überführen der Halsbackenformwerkzeuge zwischen dem horizontalen Weg und dem vertikalen Weg.

Durch Bewegen eines Satzes von Halsbackenformwerkzeugen, deren vorangegangener Arbeitsschritt beendet worden ist, zu einer beliebigen Stufe, in der sich kein Halsbackenformwerkzeug befindet, kann der andere Satz von Halsbackenformwerkzeugen um einen Schritt weiterbewegt werden.

Die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung verwendet keinen schleifenförmigen Transportweg für die Halsbackenformwerkzeuge, vielmehr ist die lineare Bewegung des Halsbackenformwerkzeuges in die Spritzgießstufe realisiert. Im Vergleich mit einem System, das zwei parallele Bewegungswege enthält, von denen jeder eine gerade Länge entsprechend einem Zyklus wie in der offengelegten Patentanmeldung 40316/1989 aufweist, kann die vorliegende Erfindung zu einer wesentlich reduzierten Fläche führen, auf der das gesamte System installiert ist. Falls die Vorrichtung vier Stufen enthält, von denen zwei vertikal voneinander beabstandet sind, wird nur eine Fläche benötigt, in der im wesentlichen drei Stufen vorgesehen sein können. Nur drei Sätze von zu zirkulierenden Halsbackenformwerkzeugen können für die vier Stufen vorgesehen sein. Daher können die Herstellungskosten der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung durch die reduzierte Anzahl von Halsbackenformwerkzeugen reduziert werden im Vergleich mit dem Stand der Technik, der im wesentlichen vier Sätze von Halsbackenformwerkzeugen erfordert.

Falls in irgendeiner Stufe kein Formwerkzeug vorhanden ist, kann ein Satz von Halsbackenformwerkzeugen, bei dem der vorangehende Schritt beendet worden ist, in diese leere Stufe bewegt werden. Dies bedeutet, daß ein Satz von Halsbackenformwerkzeugen unabhängig von den anderen Sätzen von Halsbackenformwerkzeugen zu irgendeiner leeren Stufe bewegt werden kann. Beim Stand der Technik konnten nicht alle Halsbackenformwerkzeuge unabhängig bewegt werden, bis der Spritzgießschritt, der normalerweise die längste Zeitdauer erfordert, beendet worden ist, da die jeweiligen Sätze von Halsbackenformwerkzeugen intermittierend in Synchronisation miteinander bewegt wurden. Wenn jeder Satz von Halsbackenformwerkzeugen unabhängig bewegt werden kann, ist es nicht erforderlich, daß der Satz von Halsbackenformwerkzeugen in seiner Bereitschaftsposition gehalten wird während der langen Zeitdauer, die beim Schritt zum Herstellen des Vorformlings benötigt wird, da dieser Satz von Halsbackenformwerkzeugen direkt von der Temperatureinstellstufe zu der Blasformstufe bewegt wird, ohne daß der Schritt zum Formen des Vorformlings abgewartet werden müßte.

Der horizontale Bewegungsweg für die Halsbackenformwerkzeuge kann vorzugsweise durch die erste Gleitschiene, die in der Spritzgießstufe angeordnet ist, durch die zweite Gleitschiene, die in der Blasformstufe vorgesehen ist, und durch zwei dritte Gleitschienen, die vertikal voneinander beabstandet zwischen der ersten und der zweiten Gleitschiene für eine vertikale Bewegung angeordnet sind, festgelegt sein. Bei einer solchen Anordnung können die dritten Gleitschienen, die einen Teil des horizontalen Bewegungsweges bilden, auch als ein vertikaler Bewegungsweg verwendet werden. Antriebsteile in einem Rahmen zum Bewegen der Halsbackenformwerkzeuge können ein erstes und ein zweites Rahmenantriebsteil sein, die einen solchen Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen in Eingriff bringen können, so daß sie sich entlang der ersten und der zweiten Gleitschiene hin- und herbewegen. Ein Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen, der an den dritten Gleitschienen durch das erste und das zweite Rahmenantriebsteil befestigt ist, kann durch das erste und das zweite Rahmenantriebsteil durch die vertikale Bewegung der dritten Gleitschienen außer Eingriff gebracht werden und kann dann zu der Rückzugstufe oder der Temperatureinstellstufe transportiert werden. Falls die dritten Gleitschienen auf der gleichen Höhe wie jene der ersten und zweiten Gleitschiene angeordnet werden, können die dritten Gleitschienen durch das Rahmenantriebsteil an der ersten oder der zweiten Gleitschiene in Eingriff gebracht werden, um horizontal zu den anderen Stufen bewegt zu werden. Falls sie in dem Spritz- oder Blasformschritt benötigt werden, können die erste und zweite Gleitschiene in jener Stufe unabhängig voneinander vertikal bewegbar sein.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine schematische Querschnittsansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Spritzstreckblasvorrichtung, die gemäß der vorliegenden Erfindung konstruiert ist.

Fig. 2A ist eine schematische Querschnittsansicht der Spritzgießeinrichtung zum Formen von Vorformlingen.

Fig. 2B ist eine schematische Längsquerschnittsansicht der Spritzgießeinrichtung.

Fig. 3A ist eine schematische Draufsicht auf den Mechanismus zum horizontalen Bewegen des Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmens.

Fig. 3B ist eine Vorderansicht des in Fig. 3A dargestellten Mechanismus.

Fig. 3C ist eine Querschnittsansicht des Mechanismus entlang einer Linie I-I in Fig. 3B.

Fig. 4A ist eine schematische Vorderansicht des Mechanismus zum vertikalen Bewegen des Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmens.

Fig. 4B ist eine Seitenansicht des in Fig. 4A dargestellten Mechanismus.

Fig. 5 ist eine schematische Querschnittsansicht des Antriebsabschnittes in der Verbindung auf der Seite der Spritz-gießstufe.

Fig. 6 ist eine schematische Querschmttsansicht des Antriebsabschnittes der Verbindung auf der Seite der Blasformstufe.

Fig. 7A bis 7G illustrieren verschiedene aufeinanderfolgende Schritte, die in der Vorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden.

Fig. 8 ist eine schematische Querschnittsansicht des Mechanismus zum vertikalen Bewegen des HalsbackenformwerkzeugBewegungsrahmens, der in der gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung konstruierten Vorrichtung verwendet wird.

Fig. 9A bis 9G illustrieren verschiedene aufeinanderfolgende Schritte, die in der Vorrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden.

Fig. 10A bis 10C illustrieren schematisch verschiedene unterschiedliche Formen der Spritzstreckblasvorrichtung, auf die die vorliegende Erfindung gerichtet ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Die vorliegende Erfindung wird jetzt in Verbindung mit einigen Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.

Erstes Ausführungsbeispiel

Es wird zuerst auf die Fig. 10A Bezug genommen, wonach die gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung konstruierte Vorrichtung vier Stufen umfaßt, und zwar eine Spritzgießstufe 200 und eine Streckblasformstufe 210 (nachfolgend nur noch "Blasstufe" genannt) jeweils an den gegenüberliegenden Enden eines horizontalen Bewegungsweges 260 für Halsbackenformwerkzeuge, und eine Rückzugstufe 220 und eine Auswerfstufe 230, die an einer oberen bzw. unteren voneinander von der Mitte des horizontalen Weges 260 beabstandeten Position angeordnet sind. Halsbackenformwerkzeuge können zwischen der Rückzugstufe 220 und der Auswerfstufe 230 über einen vertikalen Bewegungsweg 270 verlagert werden.

Die Spritzgießstufe 200 wird jetzt detaillierter mit Bezug auf die Fig.en 1 und 2 beschrieben.

Jedes der Halsbackenformwerkzeuge 10 ist an einem Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 durch eine Halsbackenformwerkzeug-Befestigungsplatte (nicht dargestellt) betriebs-fähig gehalten. Der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 hält einen Satz von vier Halsbackenformwerkzeugen 10 fest. Die Anzahl der Halsbackenformwerkzeuge in einem Satz ist jedoch nicht auf vier beschränkt. Der Halsbackenformwerkzeug- Bewegungsrahmen 12 ist auf einer ersten Gleitschiene 14 gelagert, die vertikal durch einen Antriebsmechanismus (nicht dargestellt) bewegbar ist, was im Detail später beschrieben wird.

Ein Stempel 20 ist oberhalb von jedem der Halsbackenformwerkzeuge 10 zu diesen gegenüberliegend angeordnet. Der Stempel 20 ist an einer bewegbaren Klemmplatte 24 fest angeordnet, die relativ zu Spannstangen 22 vertikal bewegbar ist. Der Stempel 20 kann durch eine Schließeinrichtung 26 vertikal bewegt werden.

Unterhalb von jedem der Halsbackenformwerkzeuge 10 ist ein Untergestell 34 angeordnet, an dem ein Gesenk 30 und ein Heizkanal-Spritzgießwerkzeug 32 fest angebracht sind. Die Stempel 20 und die Halsbackenformwerkzeuge 10 werden in das Innere des Gesenkes 30 bewegt um einen Werkzeughohlraum mittels der Schließeinrichtung 26 zu bilden. Ein Vorformling 36 wird geformt, indem eine Masse aus Harzmaterial in den Werkzeughohlraum, z. B. durch eine schneckenartige Einspritzeinrichtung eingespritzt wird.

Die Rückzugstufe 220 und die Auswerfstufe 230 werden auch mit Bezug auf Fig. 4 beschrieben.

In diesem Bereich kann der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 von zwei dritten Gleitschienen 18 und 18' gehalten werden, die vertikal voneinander beabstandet sind, was im Detail beschrieben wird. Die obere dritte Gleitschiene 18 ist zwischen dem horizontalen Weg 260, der die Spritzgießstufe 200 mit der Blasstufe 210 verbindet, und der Rückzugstufe 220, die oberhalb des horizontalen Weges 260 angeordnet ist, bewegbar. Andererseits ist die untere dritte Gleitschiene 18' zwischen dem horizontalen Weg 260 und der Auswerfstufe 230, die unterhalb des horizontalen Weges 260 angeordnet ist, bewegbar. Die obere und die untere Gleitschiene 18, 18' werden von Kolben-Zylindereinrichtungen 40 angetrieben, von denen jede an dem Untergestell 34 befestigt ist und eine Kolbenstange 40a aufweist, die mit der unteren dritten Gleitschiene 18' fest verbunden ist. Abstandsstangen 42 sind zwischen der oberen und der unteren dritten Gleitschiene 18, 18' fest angebracht. Wenn die Kolben-Zylindereinrichtungen 40 mit Energie versorgt werden, werden die obere und die untere dritte Gleitschiene 18, 18' als eine Einheit vertikal bewegt. Ein Auswurfdorn 44 ist des weiteren zwischen den dritten Gleitschienen 18 und 18' gehalten. Nachdem die untere dritte Gleitschiene 18' an die Auswerfstufe 230 gebracht worden ist, kann der Auswurfdorn 44 mit einer Nockeneinrichtung (nicht dargestellt) zum Öffnen der Halsbackenformwerkzeuge zusammen-arbeiten, um das entsprechende Halsbackenformwerkzeug 10 zu öff-nen und um auch ein Formteil 62 auszuwerfen. Der Auswurfdorn 44 wird durch eine Platte 44b betätigt, die von einer Auswurf-Kolbenzylindereinrichtung 46 auf der oberen dritten Gleitschiene 18 angetrieben werden kann.

Die Blasstufe 210 wird jetzt detaillierter mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben.

In dieser Blasstufe 210 ist der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 an der zweiten Gleitschiene 16 gehalten, was im Detail beschrieben wird. Ein Blaswerkzeug 50 ist unterhalb der Halsbackenformwerkzeuge 10 angeordnet, während ein Blaskern 52 und eine Streckformstange 54 oberhalb des Halsbackenformwerkzeuges 10 angeordnet sind. Der Blaskern 52 ist auf einem Bewegungsrahmen 56 für eine Blaskerneinheit befestigt und in der vertikalen Richtung mittels einer Kolben-Zylindereinrichtung 58 für die Blaskerneinheit bewegbar. Der Bewegungsrahmen 56 für die Blaskerneinheit ist mit einer Kolben- Zylindereinrichtung 60 für die Streckformstange versehen, die die Streckformstange 54 in der vertikalen Richtung unabhängig von dem Blaskern 52 bewegen kann. Nachdem die zweite Gleitschiene 16, der Blaskern 52 und die Streckformstange 54 als eine Einheit durch die Kolben-Zylindereinrichtung (nicht dargestellt) abwärts bewegt worden ist, wird dann die Kolben-Zylindereinrichtung 58 für die Blaskerneinheit betätigt, um den Blaskern 52 und die Streckformstange 54 in das Blaswerkzeug 50 zu bewegen. Nachdem das Blaswerkzeug 50 geschlossen worden ist, wird die Streckformstange 54 einwärts bewegt, und der Blasformschritt wird begonnen, um ein hohles Erzeugnis 62 zu bilden, das radial und axial expandiert wird.

Die gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel konstruierte Vorrichtung umfaßt vier Stufen, wohingegen drei Sätze von Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12, d. h. einer weniger als die Anzahl der Stufen, vorgesehen sind. Nachdem der vorhergehende Schritt an irgendeinem der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmem 12 beendet worden ist, wird letzterer in eine folgende Stufe bewegt, in der sich kein Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 befindet. Somit können die verbleibenden Rahmen 12 um einen Schritt bewegt werden.

Ein Mechanismus zum Bewegen der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 wird jetzt mit Bezug auf Fig. 3 beschrieben.

Jede der ersten, zweiten und dritten Gleitschienen 14, 16 und 18 zum horizontalen Bewegen und Führen der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 besteht aus einem oberen Schienenabschnitt 14a, 16a oder 18a und aus einem unteren Schienenabschnitt 14b, 16b oder 18b. Wie in Fig. 3C dargestellt ist, ist eine Führungsnut 18c zwischen den oberen und den unteren Schienenabschnitten 18a und 18b in der dritten Gleitschiene 18 ausgebildet. Andererseits enthält jeder der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 Vorsprünge 12a, die sich seitlich von den gegenüberliegenden Seitenrändern aus erstrekken. Diese Vorsprünge 12a können mit der Führungsnut 18c in Eingriff gebracht werden. Führungsnuten 14c und 16c (nicht dargestellt), die den Führungsnuten 18c ähnlich sind, sind auch in den ersten und zweiten Gleitschienen 14 und 16 ausgebildet. Diese Führungsnuten 14c, 16c und 18c sind derart angeordnet, daß, wenn ein Halsbackenformwerkzeug- Bewegungsrahmen 12 transportiert werden soll, die Vorsprünge 12a in dem Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 von der vorhergehenden Führungsnut zu der nachfolgenden Führungsnut eingefügt werden, bevor der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 von der vorhergehenden Nut getrennt wird. Die untere dritte Gleitschiene 18' enthält auch eine ähnliche darin ausgebildete Nut 18c' (nicht dargestellt). Durch Eingriff der Vorsprünge 12a mit den jeweiligen Führungsnuten 14c, 16c, 18c und 18c' kann jeder der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 nur in der horizontalen Richtung bewegt und geführt werden, während er relativ zu der vertikalen Richtung positioniert ist. Wenn jede der Gleitschienen 14, 16, 18 und 18' vertikal bewegt wird, wird der entsprechende Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 gemeinsam mit der zugeordneten Gleitschiene auch vertikal bewegt.

Die Verlagerung des Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmens 12 zwischen jeden benachbarten Gleitschienen wird jetzt beschrieben.

Jede der ersten und zweiten Gleitschienen 14 und 16 ist mit einer Rahmenantriebsplatte 70 versehen, die an der entsprechenden Führungsnut 14c oder 16c geführt ist. Wie in einem vergrößerten Ausschnitt a in Fig. 3A dargestellt ist, sind Keilabschmtte 70a in jeder der Rahmenantriebsplatten 70 an den gegenüberliegenden Seitenrändern ausgebildet. Andererseits sind ähnliche Keilabschnitte 12b in jedem der Halsbackenformwerkzeug- Bewegungsrahmen 12 an den vier Ecken ausgebildet. Wie in Fig. 3A gezeigt ist, sind die Keilabschnitte 70a und 12b miteinander in Eingriff, so daß der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 vertikal relativ zu den Rahmenantriebsplatten 70 frei bewegt werden kann, während er horizontal gemeinsam mit den Rahmenantriebsplatten 70 bewegbar ist.

Ein Mechanismus zum Antreiben der Rahmenantriebsplatten 70 wird jetzt nachfolgend beschrieben.

Ein Mechanismus zum Antreiben der Rahmenantriebsplatte 70 auf der Seite der Spritzgießstufe 200 wird mit Bezug auf Fig. 5 beschrieben. Dieser Mechanismus ist mit einem Gelenkmechanismus 72 versehen, der erste und zweite Lenker 72a und 72b umfaßt, die alle um einen Drehzapfen 73 schwenkbar gelagert sind. Der erste Lenker 72a ist ein Antriebslenker, der an einem Ende an einer sich drehenden Welle 74 fest angebracht ist, während der zweite Lenker 72b ein angetriebener Lenker ist, der an einem Ende an dem Drehzapfen 73 in der Rahmenantriebsplatte 70 drehbar befestigt ist. Die Drehwelle 74 kann von einem Zahnstangentriebmechanismus angetrieben werden, der eine Zahnstange 78 und ein Ritzel 74a umfaßt. Die Zahnstange 78 wird horizontal von einer Kolben- Zylindereinrichtung 76 angetrieben und ist mit dem Ritzel 74a in Eingriff, das auf der Drehwelle 74 fest angebracht ist. Durch Verwendung eines solchen Zahnstangentriebmechanismus kann der Gelenkmechanismus 72 innerhalb eines relativ kleinen Raumes betätigt werden. Wenn sich der erste und der zweite Lenker 72a und 72b gegenseitig überlappen, wird der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 in die Spritzgießstufe 200 gebracht. Wenn der erste und der zweite Lenker 72a und 72b auf einer geraden Linie ohne Überlappung angeordnet werden, wird der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 zu der dritten Gleitschiene 18 oder 18' verlagert.

Ein Mechanismus zum Antreiben der Rahmenantriebsplatte 70 in der Blasformstufe 210 wird auch mit Bezug auf Fig. 6 beschrieben.

Ein Gelenkmechanismus 80 zum Antreiben der Rahmenantriebsplatte 70 enthält in ähnlicher Weise einen ersten und einen zweiten Lenker 80a und 80b. Dieser Gelenkmechanismus 80 unterscheidet sich von dem Gelenkmechanismus 72 darin, daß der Gelenkmechanismus 80 einen größeren Bewegungshub hat als jener des Gelenkmechanismus 72 und darin, daß der erste Lenker 80a bei dem Gelenkmechanismus 80 an einer Drehwelle 82 angebracht ist, die eine Ausgangswelle eines hydraulischen Drehbetätigers 84 ist. Der hydraulische Drehbetätiger 84 ist vorteilhaft, da seine Konstruktion einfacher ist als jene des Zahnstangentriebmechanismus. Des weiteren kann der Drehbetätiger 84 verwendet werden, da die Blasstufe 210 einen vergrößerten Installationsraum aufweist.

Der Betrieb der vorhergehend beschriebenen Vorrichtung und insbesondere der Vorgang des Beförderns des Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmens 12 zum Ausführen eines Zyklus des Spritzstreckblasformverfahrens wird jetzt mit Bezug auf Fig. 7 beschrieben.

Der Transportvorgang für den Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 kann generell in drei Schritte eingeteilt werden. Jedoch ist der erste Schritt weiter unterteilt in zwei Abschnitte, das bedeutet, in den ersten Halbabschnitt und den zweiten Halbabschnitt. Diese Unterteilung wird vorgenommen, da die Vorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels eine Rückzugstufe 220 enthält, obwohl der erste Schritt derjenige ist, den Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 von der Spritzgießstufe 200 zu der Blasstufe 210 zu befördern.

1. Erste Hälfte des ersten Schrittes: Transport des Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmens von der Spritzgießstufe 200 zu der Rückzugstufe 220.

2. Zweiter Schritt: Transport des Rahmens von der Auswerfstufe 230 zu der Spritzgießstufe 200.

3. Dritter Schritt: Transport des Rahmens von der Blasformstufe 210 zu der Auswerfstufe 230.

4. Zweite Hälfte des ersten Schrittes: Transport des Rahmens von der Rückzugstufe 220 zu der Blasstufe 210.

Dieses Ausführungsbeispiel stellt jedoch verschiedene zeitlich überlappte Schritte bereit.

Fig. 7A - Beginn des ersten Halbabschnittes in dem ersten Schritt:

In einem solchen Stadium ist die Spritzgießstufe 200 in einer Stellung, in der ein Vorformling 36 gerade eben spritzgegossen worden ist; die Auswerfstufe 230 ist in einer Stellung in der ein blasgeformtes Erzeugnis 62 gerade eben daraus ausge-stoßen worden ist; und die Blasstufe 210 ist in einer Stellung, in der ein Blasformschritt gerade ausgeführt worden ist. Zur gleichen Zeit enthält nur die Rückzugstufe 220 keinen Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12. Jeder beliebige Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12, in dem das Formen des Vorformlings 36 beendet worden ist, kann in die Rückzugstufe 220 bewegt werden. Bei dieser Verlagerung wird der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 zuerst zu der oberen dritten Gleitschiene 18 oberhalb der ersten Gleitschiene 14 bewegt, da die obere dritte Gleitschiene 18 bündig ist mit der ersten Gleitschiene 14, die diesen Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 trägt. Zu diesem Zweck wird der erste Lenker 72a in dem Gelenkmechanismus 72 um 180º gedreht, um den ersten und zweiten Lenker 72a und 72b auf einer geraden Linie ohne Überlapppung anzuordnen. Gleichzeitig wird der Halsbackenformwerkzeug - Bewegungsrahmen 12 auf die obere dritte Gleitschiene 18 entlang der Führungsnut 14c der ersten Gleitschiene 14 durch den Gelenkmechanismus 72 durch die Rahmenantriebsplatten 72 bewegt, da die Keilabschnitte 70a der Rahmenantriebsplatten 70 mit den Keilabschnitten 12b des Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmens 12 in Eingriff sind. Der Gelenkmechanismus 72 dient als ein Mittel zum Ausgleichen der Bewegungsgeschwindigkeit in dem Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 durch einen Zyklus und zum leichten Positionieren des Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmens 12. Der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 hat eine maximale Geschwindigkeit, wenn der erste Lenker 72a um etwa 90º gedreht wird und eine minimale Geschwindigkeit, wenn der erste Lenker 72a um etwa 180º gedreht ist.

Fig. 7B - Beginn des zweiten Schrittes:

In einem solchen Stadium ist ein Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12, worin ein Vorformling geformt worden ist, auf die obere dritte Gleitschiene 18 gebracht, während ein Vorformling in der Blasstufe 210 geformt worden ist. In dieser Blasstufe 210 ist der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12, der ein Halsbackenformwerkzeug 10 hält, welches ein Formteil 62 trägt auf der gleichen Ebene wie jene der oberen dritten Gleitschienen 18 angeordnet. Da die Spritzgießstufe 200 leer wird, kann der zweite Schritt begonnen werden, indem die dritten Gleitschienen 18 und 18' aufwärts bewegt werden.

Fig. 7C - Ende der ersten Hälfte des ersten Schrittes und Beginn des dritten Schrittes:

In einem solchen Stadium ist die obere dritte Gleitschiene 18, die einen Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 hält, in dem ein Vorformling gerade eben geformt worden ist, in der Rückzugstufe 220 angeordnet (Ende der ersten Hälfte des ersten Schrittes), während die untere dritte Gleitschiene 18', die einen Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 hält, aus dem ein Formteil gerade eben ausgestoßen worden ist, auf der gleichen Ebene wie jene der ersten und zweiten Gleitschiene 14 und 16 angeordnet. Dies kann durch Betätigung der Kolben-Zylindereinrichtung 40 realisiert werden, um die Aufwärtsbewegung der oberen und der unteren dritten Gleitschiene 18 und 18' als eine Einheit auszuführen. Zu diesem Zeitpunkt ist die obere dritte Gleitschiene 18 durch die Rahmenantriebsplatten 70 mittels der Keilabschnitte 12b und 70a in Eingriff. Da die obere dritte Gleitschiene 18 in der vertikalen Richtung frei bewegbar ist, wird die Aufwärtsbewegung dieser Gleitschiene 18 in keinster Weise behindert. Wenn die untere dritte Gleitschiene 18' in die obige Position gebracht ist, sind die Rahmenantriebsplatten 70 durch die Keilabschnitte 12b und 70a in Eingriff. Da die Auswerfstufe 230 leer ist, kann der dritte Schritt begonnen werden.

Fig. 7D - Ende des zweiten Schrittes und Beginn der ersten Hälfte des ersten Schrittes:

In einem solchen Stadium ist ein Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12, aus dem gerade eben ein Vorformling ausgeworfen worden ist, horizontal in die Spritzgießstufe 200 bewegt (Ende des zweiten Schrittes) und ein Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12, in dem ein Vorformling gerade eben blasgeformt worden ist, ist an der unteren dritten Gleitschiene 18' angeordnet. Die horizontale Bewegung des Halsbackenformwerkzeug- Bewegungsrahmens, von dem gerade eben ein Vorformling ausgeworfen worden ist, kann realisiert werden, indem der erste Lenker 72a des Gelenkmechanismus 72 um 180º gedreht wird. Andererseits kann die Bewegung des Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmens 12, in dem ein Vorformling gerade eben blasgeformt worden ist, realisiert werden, indem der erste Lenker 80a des Gelenkmechanismus 80 um 180º gedreht wird. Da die Blasstufe 210 leer wird, kann der zweite Halbabschnitt des ersten Schrittes initiiert werden.

Fig. 7E - Ende des dritten Schrittes:

In einem solchen Stadium beginnt die Spritzgießstufe 200 das Spritzgießen eines Vorformlings 36 unter der Wirkung der Spanneinrichtung 26 und so weiter. Andererseits werden die obere und untere dritte Gleitschiene 18 und 18' als eine Einheit abwärts bewegt und die obere dritte Gleitschiene 18 wird auf der gleichen Ebene wie jene der zweiten Gleitschiene 16 angeordnet. Somit kann ein einen Vorformling 36 haltender Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 zu der Blasstufe 210 befördert werden. Andererseits wird ein Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12, der von der unteren dritten Gleitschiene 18' gehalten wird, in der Auswerfstufe 230 angeordnet (Ende des dritten Schrittes). Es wird möglich, den Vorformling aus diesem Halsbackenformwerkzeug- Bewegungsrahmen 12 auszuwerfen.

Fig. 7F - Ende der zweiten Hälfte des ersten Schrittes:

In einem solchen Stadium fährt die Spritzgießstufe 200 mit dem Spritzgießen eines Vorformlings 36 fort. Andererseits wird der Auswurfdorn 44 relativ zu einem Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 bewegt, der von der entsprechenden unteren dritten Gleitschiene 18' in der Auswerfstufe 230 gehalten wird, um daraus einen Vorformling auszuwerfen. Weiterhin wird ein einen Vorformling 36 haltender Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 von der oberen dritten Gleitschiene 18 zu der zweiten Gleitschiene 16 bewegt (Ende der ersten Hälfte in dem ersten Schritt). Dieser Transport kann durch Drehen des ersten Lenkers 80a des Gelenkmechanismus 80 um 180º realisiert werden.

Fig. 7G

Dieses Stadium ist das gleiche wie jenes der Fig. 7A mit Ausnahme, daß der zweite Spritzgießschritt soeben beendet worden ist. Mit anderen Worten, die Spritzgießstufe 200 hat einen Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12, in dem ein Vorformling 36 gerade eben geformt worden ist und der auf der gleichen Ebene wie jene der oberen dritten Gleitschiene 18 angeordnet ist. Andererseits beginnt die Blasstufe 210 einen Blasformschritt. Wenn der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 in der Blasstufe 210 auf die untere dritte Gleitschiene 18' gebracht ist, wie in den Fig.en 7B, 7C und 7D dargestellt ist, und wenn danach ein Auswurfvorgang ausgeführt ist, wie in den Fig.en 7E und 7F gezeigt ist, ist ein Zyklus des Spritzstreckblasformverfahrens vollendet.

Zweites Ausführungsbeispiel

Wie in Fig. 10B dargestellt ist, verwendet dieses zweite Ausführungsbeispiel eine Temperatureinstellstufe 240 anstelle der Rückzugstufe 220 in dem ersten Ausführungsbeispiel.

Um die Temperatur eines Vorformlings 36 einzustellen, enthält die gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel konstruierte Vorrichtung einen modifizierten Antriebsmechanismus (siehe Fig. 8) für die obere und die untere dritte Gleitschiene 18 und 18' wie in dem ersten Ausführungsbeispiel und eine Einrichtung zum Realisieren der Temperatureinstellung.

Die in Fig. 8 dargestellte Anordnung ist jener des ersten Ausführungsbeispiels darin ähnlich, daß die untere dritte Gleitschiene 18' durch die Kolben-Zylindereinrichtung 40 angetrieben wird, mit Ausnahme der folgenden Punkte:

Vertikal und von dem Untergestell 34 nach oben erstrecken sich vier Führungsstäbe 90 (nur einer ist hier dargestellt), von denen sich jeder auch durch einen hülsenähnlichen Abstandhalter 92 erstreckt. Jeder der Abstandhalter 92 ist an seinem Unterende an der unteren dritten Gleitschiene 18' fest angebracht. Das Kopfende des Äbstandhalters 92 ist an der Unterseite einer Platte 96 fest angebracht, die einen Heiztopf 94 trägt, der zum Erwärmen eines Vorformlings 36 angepaßt ist.

Andererseits ist die obere dritte Gleitschiene 18 an einer Kopfplatte 98 bewegbar aufgehängt die an den Kopfenden der Führungsstäbe 90 fest angebracht ist. Genauer gesagt ist ein Stopperstab 102 an seinem Unterende an jeder Ecke der oberen dritten Gleitschiene 18 fest angebracht und er erstreckt sich durch die entsprechende Öffnung 98a in der Kopfplatte 98. Jeder der Stopperstäbe 102 enthält einen an seinem Kopfende ausgebildeten Flansch 100, wobei der Flansch einen Außendurchmesser aufweist, der größer ist als der Innendurchmesser der entsprechenden Öffnung 98a. Wenn die Flansche 100 der Stopperstäbe 102 mit der Oberseite der Kopffläche 98 in Eingriff sind, ist die obere dritte Gleitschiene 18 in ihrer weiteren Abwärtsbewegung begrenzt. Somit kann die obere dritte Gleitschiene 18 in dem Bewegungsbereich vertikal bewegt werden, der von den Kopf und den Bodenenden der Stopperstäbe 102 begrenzt ist. Die Kopfplatte 98 enthält einen Heizkern 104, der in einer Position an ihrer Unterseite im wesentlichen gegenüberliegend zu dem Heiztopf 94 angeordnet ist. Ein Vorformling 36 kann erwärmt werden, indem das zugeordnete Halsbackenformwerkzeug 10 zwischen dem Heizkern 104 und dem Heiztopf 94 eingespannt wird. Dies kann erreicht werden, indem die Kolben-Zylindereinrichtung 40 zum Antreiben der Schienen in der vertikalen Richtung bewegt wird. Insbesondere wird die Heiztopftragplatte 96 gemeinsam mit der unteren dritten Gleitschiene 18' aufwärts bewegt wenn letztere aufwärts bewegt wird. In der Mitte der Aufwärtsbewegung wird der Heiztopf 94 von dem Halsbackenformwerkzeug 10 ergriffen. Wenn die Platte 96 weiter aufwärts bewegt wird, bewegt der Heiztopf 94 das Halsbackenformwerkzeug 10, den zugeordneten Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 und die obere dritte Gleitschiene 18' als eine Einheit in der Aufwärtsrichtung an eine Position, an der der Heizkern 104 angeordnet ist.

Andererseits ist jede der Auswurfkolbenzylindereinrichtungen 46 zum Antreiben des Auswurfdornes 44 derart gehalten, daß die Kolbenstange 46a an der unteren dritten Gleitschiene 18' fest befestigt ist. Der Zylinderkörper von jeder der Kolbenzylindereinrichtungen 46 ist bewegbar verbunden mit der Platte 44b, an der eine Nockeneinrichtung 44a zum Öffnen eines Halsbackenformwerkzeuges fest angebracht ist. Die Auswurfdorne 44 und auch die Nockeneinrichtung 44a zum Öffnen eines Halsbackenformwerkzeuges werden durch die Platte 44b angetrieben.

Die Bewegung jedes der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12 in die Temperatureinstellstufe 240 wird auf eine wie in Fig. 9 dargestellte Art ausgeführt. Die in Fig. 9 gezeigten Schritte unterscheiden sich von den in Fig. 7 gezeigten Schritten in den folgenden Punkten: Zuesrt werden Vorformlinge 36 in der Temperatureinstellstufe 240 erwärmt. Dann wird die obere dritte Gleitschiene 18 vertikal eher durch die Bewegung des Heiztopfes 96 während der vertikalen Bewegung der unteren dritten Gleitschiene 18' als durch die gemeinsame Bewegung mit der unteren dritten Gleitschiene 18' bewegt. Schließlich wird die untere Grenze der oberen dritten Gleitschiene 18 durch die Stopperstäbe 102 mit den Flanschen 100 festgelegt. In einer solchen Anordnung ist ein Abstand gewährleistet, in dem sowohl der Auswurfdorn 44 als auch der Heiztopf 94 zwischen die obere und die untere dritte Gleitschiene 18 und 18' angebracht werden kann.

Obwohl die gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel konstruierte Vorrichtung vier Stufen aufweist, die alle benötigt werden, um das Spritzstreckblasformverfahren auszuführen, kann ein Abstand erforderlich sein, der zum Bereitstellen von nur drei Stufen notwendig ist, wenn die Temperatureinstellstufe 240 und die Auswerfstufe 230 an den vertikal gegenüberliegenden Seiten des Hauptweges angeordnet sind.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorerwähnten Ausführungsbeispiele begrenzt, die hier vorangehend illustriert und beschrieben worden sind, und sie kann in verschiedenen modifizierten Konfigurationen und Anordnungen angewandt werden, ohne daß von dem Erfindungsgedanken und dem Umfang der Erfindung abgewichen wird.

Beispielsweise kann die vorliegende Erfindung auf ein solches Spritzstreckblasformsystem angewandt werden, wie es in Fig. 10C dargestellt ist. Ein solches System gleicht vollständig jenem der vorher erwähnten Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung mit der Ausnahme, daß nur eine Auswerfstufe 230 an einer vertikal von der Mitte des horizontalen Weges 260 verschobenen Position angeordnet ist, die die Spritzgießstufe 200 und die Blasstufe 210 verbindet. Dies erfordert zwei Sätze von Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen 12.


Anspruch[de]

1. Spritzstreckblasverfahren zum Ausführen eines Zyklus von Formungsschritten durch Zirkulierenlassen einer Vielzahl von Halsbackenformwerkzeugsätzen (10), die den Halsabschnitt von zumindest einem Vorformling (36) halten können, sequentiell zumindest durch eine Spritzgießstufe (200), eine Streckblasstufe (210) und eine Auswerfstufe (230), wobei das Verfahren die Schritte enthält:

erstens wird ein Halsbackenformwerkzeug (10), durch das ein Vorformling (36) in der Spritzgießstufe (200), die an einem Ende eines horizontalen Bewegungsweges (260) angeordnet ist, geformt worden ist, zu der Streckblasstufe (210) transportiert, die an dem anderen Ende des horizontalen Bewegungsweges (260) angeordnet ist, wenn kein Halsbackenformwerkzeug (10) in dieser Stufe (210) vorhanden ist;

zweitens wird ein Halsbackenformwerkzeug (10), aus dem ein Vorformling (36) in der Auswerfstufe (230), die vertikal von der Mitte des horizontalen Bewegungsweges (260) beabstandet ist, ausgeworfen worden ist, durch einen vertikalen Bewegungsweg (270), der den horizontalen Bewegungsweg (260) mit der Auswerfstufe (230) verbindet, und den horizontalen Bewegungsweg (260) zu der Spritzgießstufe (200), die geleert worden ist, nach dem ersten erwähnten Schritt zurückgeführt; und

drittens wird ein Halsbackenformwerkzeug (10), das ein blasgeformtes Erzeugnis (62) in der Streckblasstufe (210) hält, durch den horizontalen und den vertikalen Bewegungsweg (260 bzw. 270) in die Auswerfstufe (230), die geleert worden ist, nach dem zweiten erwähnten Schritt transportiert.

2. Spritzstreckblasverfahren zum Ausführen eines Zyklus von Formungsschritten durch Zirkulierenlassen einer Vielzahl von Halsbackenformwerkzeugsätzen (10), die den Halsabschnitt von zumindest einem Vorformling (36) halten können, sequentiell zumindest durch eine Spritzgießstufe (200), eine Streckblasstufe (210) und eine Auswerfstufe (230), wobei das Verfahren die Schritte enthält:

a) auf einem horizontalen Bewegungsweg (260)

wird ein erstes Halsbackenformwerkzeug, das einen Vorformling (36) trägt von der Spritzgießstufe (200) zu einer Zwischenposition zwischen der Spritzgießstufe (200) und der Streckblasstufe (210) transportiert;

b) auf einem vertikalen Bewegungsweg (270)

wird das erste Halsbackenformwerkzeug in eine Versatzstufe (220, 240), die auf einer Seite von dem horizontalen Bewegungsweg (260) vertikal versetzt ist, und ein zweites leeres Halsbackenformwerkzeug (10) von der Auswerfstufe (230), die auf einer anderen Seite von dem horizontalen Bewegungsweg (260) vertikal versetzt ist, in den horizontalen Weg (260) transportiert;

c) auf dem horizontalen Bewegungsweg (260)

wird das zweite Halsbackenformwerkzeug (10) zu der Spritzgießstufe (200) und ein drittes Halsbackenformwerkzeug (10), das ein spritzgeblasenes Erzeugnis (62) hält, von der Streckblasstufe (210) zu der Zwischenposition transportiert;

d) auf dem vertikalen Bewegungsweg (270)

wird das dritte Halsbackenformwerkzeug (10) von der Zwischenposition zu der Auswerfstufe (230) und das erste Halsbackenformwerkzeug (10) von der Versatzstufe (220) zu der Zwischenposition transportiert; und

e) auf dem horizontalen Bewegungsweg (260)

wird das erste Halsbackenformwerkzeug von der Zwischenposition zu der Streckblasstufe (210) transportiert.

3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Versatzstufe eine Temperatureinstellstufe (240) ist.

4. Spritzstreckblasvorrichtung zum Ausführen eines Zyklus von Formungsschritten durch Zirkulierenlassen einer Vielzahl von Halsbackenformwerkzeugsätzen (10), die den Halsabschnitt von zumindest einem Vorformling (36) halten können, sequentiell zumindest durch eine Spritzgießstufe (200), eine Streckblasstufe (210) und eine Auswerfstufe (230), enthaltend

einen horizontalen Bewegungsweg zum horizontalen Bewegen eines Halsbackenformwerkzeuges (10) zwischen der Spritzgießstufe (200) und der Streckblasstufe (210); und

einen vertikalen Bewegungsweg zum Verlagern des Halsbackenformwerkzeuges (10) zwischen dem horizontalen Weg und der Auswerfstufe (230), die von der Mitte des horizontalen Weges vertikal versetzt angeordnet ist;

wodurch ein Satz von Halsbackenformwerkzeugen (10), bei denen ein Schritt in der vorangegangenen Stufe beendet worden ist, zu der nächsten Stufe bewegt werden kann, in der kein Halsbackenformwerkzeug (10) vorhanden ist, während die anderen Sätze von Halsbackenformwerkzeugen (10) um einen Schritt weiter transportiert werden können.

5. Spritzstreckblasvorrichtung nach Anspruch 4, die weiterhin eine Temperatureinstellstufe (240) enthält, die an einer in bezug auf den horizontalen Weg zu der Auswerfstufe (230) gegenüberliegenden Stelle angeordnet ist.

6. Spritzstreckblasvorrichtung nach Anspruch 4, bei der eine Rückzugstufe (220), in die das Halsbackenformwerkzeug (10) von dem horizontalen Weg zurückgezogen werden kann, an einer in bezug auf den horizontalen Weg zu der Auswerfstufe (230) gegenüberliegenden Stelle angeordnet ist.

7. Spritzstreckblasvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, bei der drei Sätze von Halsbackenformwerkzeugen (10) für vier Stufen bewegbar vorgesehen sind, die die Spritzgießstufe (200), die Temperatureinstellstufe (240) oder die Rückzugstufe (220), die Streckblasstufe (210) und die Auswerfstufe (230) enthalten.

8. Spritzstreckblasvorrichtung nach Anspruch 4, bei der zwei Sätze von Halsbackenformwerltzeugen (10) für drei Stufen bewegbar vorgesehen sind, die die Spritzgießstufe (200), die Streckblasstufe (210) und die Auswerfstufe (230) enthalten.

9. Spritzstreckblasvorrichtung nach Anspruch 4, weiterhin enthaltend:

eine Vielzahl von Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12), von denen jeder zum Halten von einem Satz von Halsbackenformwerkzeugen (10) vorgesehen ist;

eine erste und eine zweite Gleitschiene (14, 16), die in der Spritzgießstufe (200) und der Streckblasstufe (210) angeordnet sind und von denen jede angepaßt ist, um die Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12) nur in der horizontalen Richtung verschiebbar zu führen;

dritte obere und untere Gleitschienen (18, 18'), die einen Teil des horizontalen Weges zwischen der ersten und zweiten Gleitschiene (14, 16) bilden, wobei die dritten Gleitschienen (18, 18') angepaßt sind, um die Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12) nur in der horizontalen Richtung verschiebbar zu führen, wobei die dritten Gleitschienen (18, 18') vertikal bewegbar sind zwischen einer Position auf der gleichen Höhe wie jene der ersten und zweiten Gleitschiene (14, 16) und einer Position, auf der die Auswerfstufe (230) angeordnet ist;

ein erstes und ein zweites Rahmenantriebsteil (70), die an der ersten bzw. zweiten Gleitschiene (14, 16) verschiebbar gehalten sind, wobei das erste und das zweite Rahmenantriebsteil (70) mit den Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12) in Eingriff bringbar sind, um sich gemeinsam in der horizontalen Richtung zu bewegen, und durch die vertikale Bewegung der oberen und unteren dritten Gleitschienen (18, 18') von dem Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12) lösbar sind; und

eine erste und eine zweite hin- und hergehende und antreibende Einrichtung (72, 80) zum Hin- und Herbewegen und Antreiben des ersten und zweiten Rahmenantriebsteils (70).

10. Spritzstreckblasvorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Auswerfstufe (230) unterhalb des horizontalen Weges angeordnet ist, während die Temperatureinstellstufe (240) oberhalb des horizontalen Weges angeordnet ist, und worin ein Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12), in dem ein Vorformling (36) soeben in der Spritzgießstufe (200) geformt worden ist, in die Temperatureinstellstufe (240) gebracht wird durch eine Aufwärtsbewegung der oberen dritten Gleitschiene (18) zu der Position der Temperatureinstellstufe (240).

11. Spritzstreckblasvorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Temperatureinstellstufe (240) eine Temperatureinstelleinrichtung aufweist, die einen zum Einführen in das Innere eines Vorformlings (36) angepaßten Temperatureinstelleinsatz (104) und einen zum Umgeben des Vorformlings (36) angepaßten Temperatureinstelltopf (94) enthält, wobei der Temperatureinstelleinsatz (104) in der Temperatureinstellstufe (240) fest angebracht ist, der Temperatureinstellkopf (94) an der unteren dritten Gleitschiene (18') für eine vertikale Bewegung unterhalb der oberen dritten Gleitschiene (18) festgehalten ist, die obere dritte Gleitschiene (18) eine untere Bewegungsgrenze hat und vertikal bewegbar gehalten und geführt ist, und die obere dritte Gleitschiene (18) durch den Temperatureinstelltopf (94) aufwärts bewegt wird, wenn die untere dritte Gleitschiene (18') aufwärts bewegt wird.

12. Spritzstreckblasvorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Auswerfstufe (230) unterhalb des horizontalen Weges angeordnet ist, während die Rückzugstufe (220) oberhalb des horizontalen Weges angeordnet ist, und bei der ein Halsbackenformwerkzeug- Bewegungsrahmen (12), in dem ein Vorformling (36) in der Spritzgießstufe (200) soeben geformt worden ist, in die Rückzugstufe (220) gebracht wird durch Aufwärtsbewegung der oberen dritten Gleitschiene (18) zu der Position der Temperatureinstellstufe (240).

13. Spritzstreckblasvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, bei der die erste Gleitschiene (14) gemeinsam mit dem Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12) vertikal bewegbar ist, um den Spritzgießvorgang durchzuführen.

14. Spritzstreckblasvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, bei der die erste Gleitschiene (14) gemeinsam mit dem Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12) vertikal bewegbar ist, um den Streckblasvorgang durchzuführen.

15. Spritzstreckblasvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, bei der jede der ersten und zweiten Antriebseinrichtung (72, 80) einen ersten Lenker (72a, 80a), der an einem Ende mit dem entsprechenden Rahmenantriebsteil (70) drehbar verbunden ist, und einen zweiten lenker (72b, 80b), der an einem Ende mit dem anderen Ende des ersten Lenkers (72a, 80a) drehbar verbunden ist, enthält, wobei das andere Ende des zweiten Lenkers (72b, 80b) eine Drehwelle (74) enthält, wodurch, wenn der erste und der zweite Lenker (72a, 72b, 80a, 80b) überlappt sind, ein Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12) auf die erste oder zweite Gleitschiene (14, 16) bewegt werden kann, und wenn der erste und der zweite Lenker (72a, 72b, 80a, 80b) an einer geraden Linie ohne Überlappung zueinander ausgerichtet sind, der Halsbackenformwerkzeug-Bewegungsrahmen (12) auf eine der oberen und unteren dritten Gleitschienen (18, 18') bewegt werden kann.







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