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Dokumentenidentifikation DE69016485T2 01.06.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0391746
Titel Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien.
Anmelder Tosoh Corp., Shinnanyo, Yamaguchi, JP
Erfinder Iwasaki, Shuji, Fujisawa-shi, Kanagawa-ken, JP;
Kagayama, Toshi, Yokohama-shi, Kanagawa-ken, JP;
Kamata, Kazuya, Ebina-shi, Kanagawa-ken, JP
Vertreter Tauchner, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Heunemann, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Rauh, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Hermann, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Schmidt, J., Dipl.-Ing.; Jaenichen, H., Dipl.-Biol. Dr.rer.nat.; von Uexküll-Güldenband-Menzel, A., Dr.phil. (Ph.D.); Weinberger, R., Dipl.-Chem.Univ. Dr.rer.nat.; Bublak, W., Dipl.-Chem. Univ., Pat.-Anwälte, 81675 München; Barth, G., 8000 München; Tremmel, H., Rechtsanwälte, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69016485
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 09.04.1990
EP-Aktenzeichen 903037588
EP-Offenlegungsdatum 10.10.1990
EP date of grant 01.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.1995
IPC-Hauptklasse G01N 35/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien, die für die Durchführung von Arbeitsvorgängen verwendet wird, bei denen aus mehreren vorher präparierten Reagenzien ein willkürliches ausgewählt wird und dieses getrennt in ein Reaktionsgefäß in einer Anlage zugegeben wird, in der Analyseoperationen, wie biochemische Analysen oder immunochemische Messungen, automatisch durchgeführt werden.

Die Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien, die für die obenerwähnte Anlage verwendet wird, in der eine automatische Analyse durchgeführt wird, ist normalerweise und allgemein von dem Typ, bei dem eine Einzelzuführungs-Düse verwendet wird, um ein benötigtes Reagenz aus einem Reagenz-Vorratsbehälter in diese hineinzusaugen und die Düse bewegt sich auf ein gezieltes (ausgesuchtes) Reaktionsgefäß zu und gibt das Reagenz in das Reaktionsgefäß ab.

Figur 4 zeigt ein Beispiel für eine solche Vorrichtung (wie in der japanischen Kokai 55-12-1150 offenbart) zur getrennten Zugabe von Reagenzien vom Stand der Technik, wie obenstehend erklärt ist.

In der Vorrichtung dieses Beispiels wird eine Einzelzuführungs-Düse 38 in dem sich drehenden (drehbaren) Vorderende eines Halters 39 gehalten, der so vorgesehen ist, daß er von einer Stütze oder Stange 40 gelagert wird, die sich drehen und vertikal verschieben kann, und das obere Ende dieser Einzelzuführungs-Düse ist über einen Schlauch 54 mit einer Reagenzienpumpe 41 verbunden, so daß ein positiver oder negativer Druck an die Düse angelegt werden kann. Zeichen 42 bezeichnet einen Motor, der diese Reagenzienpumpe 41 antreibt.

An vorbestimmten Positionen innerhalb des Drehweges der obenerwähnten Einzelzuführungs-Düse 38 befinden sich ein Verschiebetisch 43, der mit mehreren Reagenz-Vorratsbehältern 45 versehen ist, und ein Verschiebetisch 50 mit einer Anzahl von Reaktionsgefäßen 46, deren Öffnungen an der Oberseite liegen. Der Verschiebetisch 43 ist so konstruiert, daß er bei Drehung durch einen Motor 44 einen vorgeschriebenen Reagenz-Vorratsbehälter 45 an die Reagenzansaugestellung der Einzelzuführungs-Düse 38 transportiert, so daß die Düse etwas Reagenz ansaugen kann. Die Reaktionsgefäße 46 werden für die getrennte Zugabe (Abgabe) des Reagenzes sequentiell in die Abgabestellung der Düse 38 hin- und wegbewegt, indem der Verschiebetisch 50 von einem Motor 51 gedreht wird. Außerdem ist ein Vorratsbehälter 53 einer Spülflüssigkeit 48 über ein Auswahlventil 52 mit dem obenerwähnten Schlauch 54 verbunden, der mit der Reagenzeinzelzuführungs-Düse 38 verbunden ist, so daß das Reagenz, das nach der Abgabe in der Einzelzuführungsdüse zurückbleibt, ausgewaschen werden kann. Diese Anordnung wird getroffen, weil die Ansicht herrscht, daß ein anderes ausgewähltes Reagenz, das bei einer anschließenden getrennten Zugabe angesaugt und abgegeben wird, verunreinigt werden kann, und so wird zwischen den Arbeitsgängen die Einzelzuführungs-Düse 38 an die Stelle einer Spülflüssigkeitsstation 47 bewegt, wo die Einzelzuführungsdüse mit der Spülflüssigkeit 48 durchgespült wird, um diese zu waschen.

Jedoch weist die oben beschriebene Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien vom Stand der Technik mehrere Probleme auf.

Obwohl die Spülflüssigkeit durch die Einzelzuführungsdüse durchgeleitet wird, um dessen Inneres zu waschen, um die wechselseitige Verunreinigung der Reagenzien, wie obenstehend beschrieben, zu verhindern, ist es zum Beispiel nicht leicht, das Innere der Düse vollständig auszuwaschen und das Problem, das Innere der Düse zu waschen, ist auf dem Gebiet der biochemischen Analyse, bei der der Nachweis und die Messung einer winzigen Menge eines Bestandteils verlangt werden, ein echtes und kein geringes Problem. Selbst wenn das Waschen bis zu einem erforderten Grad durchgeführt werden kann, wird eine erhebliche Zeit für dieses Waschen benötigt und dies verhindert die Durchführung schneller Analyseoperationen.

Auch was den Nechanismus der Vorrichtung betrifft, hat die in Figur 4 gezeigte Vorrichtung eine Anzahl von Betriebsteilen und dies erzeugt das Problem, daß die Vorrichtung groß bemessen und kompliziert ist.

Bei der praktischen Durchführung der getrennten Zugabe von Reagenzien ist es ferner in einigen Fällen notwendig, mehrere Arten Reagenzien getrennt in ein Reaktionsgefäß zu geben, und für die getrennte Zugabe mehrerer dieser Reagenzien kann an zwei Verfahren gedacht werden. Die obenerwähnte Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien mit der Bauart vom Stand der Technik weist das Problem auf, daß sie für beide Verfahren nicht geeignet ist. Konkret wird nach einem dieser Verfahren ein Verschiebetisch 43 geeignet gedreht, die Reagenzien werden mittels Einzelzuführungs-Düse 38 aus mehreren Reagenz-Vorratsbehältern 45 seguentiell in der Weise angesaugt, daß ein erstes Reagenz zuerst angesaugt wird, ein zweites Reagenz als zweites und ferner ein drittes Reagenz, und diese Reagenzien werden zusammen durch getrennte Zugabe in das Reaktionsgefäß 46 abgegeben. Bei diesem Verfahren kommen die Zeit zum Drehen des Verschiebetisches 43 und zum Auswählen irgendeines Reagenzes und die Zeit zum Ansaugen des Reagenzes der Reihe nach. Folglich wird eine schnelle Analyse behindert, und außerdem tritt das Problem auf, eine wechselseitige Verunreinigung der Reagenzien befürchten zu müssen, da die Düse nacheinander in die Reagenzien gegeben wird, ohne gespült zu werden.

Nach dem anderen Verfahren wird der Vorgang des Ansaugens aus dem Reagenz-Vorratsbehälter und die Abgabe in das Reaktionsgefäß 46 für jedes Reagenz wiederholt und dabei wird die getrennte Zugabe mehrerer Reagenzien ausgeführt. Dieses Verfahren weist das Problem auf, daß eine äußerst lange Zeit für die getrennte Zugabe erforderlich ist.

Das Problem der wechselseitigen Verunreinigung der Reagenzien würde nicht auftreten und die getrennte Zugabe mehrerer Reagenzien könnte schnell ausgeführt werden, wenn natürlich für die Durchführung parallel er getrennter Zugaben die Vorrichtung zur getrennten Zugabe einzeln für jedes Reagenz vorgesehen wäre. Dieses Verfahren würde jedoch eine äußerst komplizierte und in ihrem Aufbau groß bemessene Vorrichtung erfordern, und deshalb ist sie nicht praktisch und keine wirkliche Möglichkeit.

Die FR-A-2239167 offenbart eine Vorrichtung zur Zuführung mehrerer unterschiedlicher Reagenzien aus getrennten Reagenz-Vorratsbehältern in oben offene Gefäße, wobei jeder Vorratsbehälter mit mindestens einem getrennten Verteilerrohr und einer Einrichtung zum Einspeisen eines Reagenz es in das Verteilerrohr, mindestens einer Füllstation und einer Halteeinrichtung oberhalb der Station versehen ist, an die die Auslaßenden der Verteilerrohre beabstandet verbunden sind, so daß das aus jedem Rohr austretende Reagenz in ein oben offenes Gefäß geeigneter Größe fällt, wenn sich das Gefäß unterhalb der Halteeinrichtung befindet.

Die US-A-3756783 offenbart einen Analysierer, bei dem eine Transporteinrichtung, um Probenbehälter zu einer Übertragungsstelle und Reagenzbehälter zu der gleichen Übertragungsstelle und Reaktionsbehälter zu der gleichen Übertragungsstelle zu transportieren, und ein eine Spritze tragender Schaltarm mit einer Einrichtung zur horizontalen und vertikalen Verschiebung des Arms vorgesehen sind, wobei die Spritze zum Übertragen von Probe und Reagenz in die Reaktionsbehälter verwendet werden kann.

Die vorliegende Erfindung hat eine Aufgabe, eine Vorrichtung zur getrennten Zugabe bereitzustellen, die diese Probleme löst, einen einfachen und zweckdienlichen Aufbau hat, die Möglichkeit einer wechselseitigen Verunreinigung der Reagenzien ausschließt und eine schnelle getrennte Zugabe von Reagenzien ermöglicht.

Gemäß der vorliegenden Erfindung umf aßt die Vorrichtung zum Zuführen mehrerer verschiedener Reagenzien aus getrennten Reagenz-Vorratsbehältern in oben offene Behälter Vorratsbehälter, wobei jeder Vorratsbehälter mit mindestens einem getrennten Verteilerrohr und einer Einrichtung versehen ist, um ein Reagenz in das Verteilerrohr abzugeben, mindestens eine Füllstation und eine Halteeinrichtung oberhalb der Stelle, an der die Auslaßenden der Verteilerrohre beabstandet verbunden sind, so daß das aus jedem Rohr austretende Reagenz in einen geeignet bemessenen, oben offenen Behälter fällt, wenn der Behälter unterhalb der Halteeinrichtung angeordnet ist, wobei jeder Vorratsbehälter einzelne Abgabeeinrichtungen aufweist, und wobei die Vorrichtung ferner einen einzigen Antriebsmechanismus aufweist, um die Abgabeeinrichtungen zu betätigen, dadurch gekennzeichnet, daß der einzige Antriebsmechanismus jede Abgabeeinrichtung getrennt antreibt und daß die Vorratsbehälter in einer vorgegebenen gegenseitigen Positionsbeziehung angeordnet sind, die Kolben mehrerer Abgabeeinrichtungen auf dem Umfang eines Kreises angeordnet sind und daß die Antriebseinrichtung einen drehbaren Betätigungshebel aufweist, um die Kolben der Abgabeeinrichtung zu betätigen, die an der Achse dieses Kreises angeordnet sind, um die getrennte und wahlweise Betätigung der Abgabeeinrichtung zu erlauben.

Jeder Vorratsbehälter ist vorzugsweise mit einer einzelnen Abgabeeinrichtung versehen.

Wünschenswerterweise sind mehrere Füllstationen vorgesehen, die jeweils mit einer Halteeinrichtung versehen sind, mit der mindestens ein Verteilerrohr verbunden ist, und eine Einrichtung ist vorgesehen, um ein oben offenes Gefäß zur Aufnahme des Reagenzes sequentiell zu mindestens einigen der Füllstationen zu transportieren.

Die Einrichtung zum Abgeben eines Reagenz es ist vorzugsweise eine Pumpe, die durch Vor- und Rückwärtsbewegung eines Kolbens ein Reagenz in das Verteilerrohr abgibt.

Die Abgabeeinrichtung gibt wünschenswerterweise eine gemessene Reagenzmenge in das Verteilerrohr.

Die Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien der vorliegenden Erfindung funktioniert auf folgende Weise, genauso wie in einem Beispiel mit einem für sie typischen Aufbau dargestellt ist, der nachstehend mit Bezug auf eine Ausführungsform beschrieben wird.

Wenn für eine biochemische Analyse irgendein Reaktionsgefäß an die Stelle der getrennten Zugabe der Reagenzien, an der die obenerwähnten Einzelzuführungs-Stationen mehrfach vorgesehen sind, geführt und dort angehalten wird, wird zuerst ein Betätigungshebel, der den Spender des Reagenzgefäßes zur Abgabe des Reagenzes in das Reaktionsgefäß betätigt, gedreht, um aus den auf einem konzentrischen Kreis angeordneten mehreren Reagenz-Vorratsbehältern ein benötigtes Reagenz auszuwählen, und er wird genau oberhalb des Gefäßes des ausgewählten Reagenzes angehalten. Dann wird der Betätigungshebel mittels eines vertikalen Verschiebemechanismus' nach unten bewegt, um den Kolben des Spenders zu drücken, um so eine Reagenzf lüssigkeit in dem Reagenz-Vorratsbehälter durch das Verteilerrohr durchzuleiten und sie aus der Einzelzuführungs- Station getrennt in das Reaktionsgefäß zuzugeben. Nach der getrennten Zugabe wird der obenerwähnte Betätigungshebel nach oben bewegt und kehrt in seine Anfangsstellung zurück.

Im Falle, daß die getrennte Zugabe eines anderen Reagenzes nachfolgend durchgeführt wird, werden das Drehen und die Abwärtsbewegung des obenerwähnten Betätigungshebels aufeinanderfolgend durchgeführt. Mit anderen Worten, zuerst wird die getrennte Zugabe des ersten Reagenz es durch Drehen und vertikal es Verschieben des Betätigungshebels, wie oben beschrieben, durchgeführt, und in der Folge wird die getrennte Zugabe des zweiten Reagenzes sofort durch die nächste Drehung und vertikale Verschiebung ausgeführt. Ferner werden getrennte Zugaben anderer Reagenzien, je nach Bedarf, nacheinander ausgeführt. Dementsprechend können aufeinanderfolgende getrennte Zugaben mehrerer Reagenzien allein durch Drehen und vertikales Verschieben des Betätigungshebels ausgeführt werden. Außerdem tritt keine wechselseitige Verunreinigung der Reagenzien innerhalb des Verteilerrohrs auf, da das Verteilerrohr für jedes Reagenz getrennt von den anderen vorgesehen ist.

Die obenstehende und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform ersichtlich, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen vorgenommen wird, in denen die gleichen Bezugszeichen die gleichen Elemente bezeichnen.

Die Erfindung kann auf verschiedene Arten in die Praxis umgesetzt werden, und eine spezielle Ausführungsform und eine Ausführungsform vom Stand der Technik werden beschrieben, um die Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen darzustellen, in denen:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines Beispiels für den Aufbau einer Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

Figur 2 eine schematische Draufsicht der Vorrichtung aus Figur 1 ist;

Figur 3 eine Teilschnittansicht ist, die die Beziehung zwischen einem Reaktionsgefäß und einer Einzelzuführungs- Station zeigt; und

Figur 4 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien vom Stand der Technik ist.

Die vorliegende Erfindung wird nachstehend auf der Basis einer in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsform beschrieben.

Figur 1 und 3 stellen ein Beispiel einer Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien gemäß der vorliegenden Erfindung dar. In diesen Figuren bezeichnet das Zeichen 9 einen Reagenz-Vorratsbehälter, der ein zylindrischer Vorratsbehälter ist, der im Innern eine Reagenzflüssigkeit 10 vorrätig hält. Ein Spender 1 ist oben am Vorratsbehälter eingesetzt, und die Reagenzflüssigkeit 10 wird durch die Abwärtsbewegung eines Kolbens 6 von einer Abgabestation 17 in ein Verteilerrohr 18 abgegeben. Im einzelnen ist dieser Spender 1 so konstruiert, daß der von einem Zylinder 5 gehaltene Kolben 6 normalerweise durch eine Feder 7 nach oben gedrückt wird und durch ein Betätigungselement 4 in seinem oberen Teil, das von einem Betätigungshebel 19, wie nachstehend beschrieben, nach unten gedrückt wird, wird die Reagenzflüssigkeit, die in einem im unteren Teil des Zylinders 5 vorgesehenen Flüssigkeits-Vorratsbehälter 15 gehalten wird, über die obenerwähnte Abgabestation 17 aus einem Abgabeventil 16 vom Typ Absperrventil in das Verteilerrohr 18 abgegeben. Wenn dabei das Betätigungselement 4, nachdem es nach unten gedrückt wurde, durch die Federkraft wieder nach oben zurückkehrt, wird die Flüssigkeit über ein Zwischenrohr 11, das in die Reagenzflüssigkeit in dem Reagenz-Vorratsbehälter getaucht ist, und über ein Saugventil 12 vom Typ Absperrventil nach oben in den obenerwähnten Flüssigkeits-Vorratsbehälter 15 gepumpt. Demgemäß bilden das obenerwähnte Abgabeventil 16 und das Saugventil 12 zusammen eine Pumpe, die koordiniert mit der Vor- und Rückwärtsbewegung des Kolbens 6 die Reagenzflüssigkeit aus dem Reagenz-Vorratsbehälter in das Verteilerrohr abgibt.

Im Aufbau der Vorrichtung ist der obenerwähnte Spender 1 (nachstehend als Druckspender bezeichnet) im oberen Teil angebracht, und mehrere Reagenz-Vorratsbehälter 9, die jeweils verschiedene Reagenzien enthalten, sind in der Form angeordnet, daß sie in Paßlöcher 3 eines Haltetisches 2 eingesetzt sind, die in vorgegebenen Abständen auf dem Umfang eines konzentrischen Kreises, wie in Figur 1 und 2 gezeigt, angeordnet sind. Der obenerwähnte Betätigungshebel 19 erstreckt sich horizontal von dem oberen Teil eines in der Mitte des Umfangs gelegenen Trägers 20 und wird von diesem gelagert. Der Hebel 19 wird von diesem Träger 20 gedreht und vertikal aufund abbewegt.

Der obenerwähnte Träger 20 verläuft durch ein Loch in der Grundplatte einer Vorrichtungsbühne 8 und wird von einem Pulsmotor 26 über eine Folge von Getrieben 21, 22 und 23 gedreht. 24 bezeichnet eine Schlitzscheibe und 25 einen Photosensor. Durch Eingabe des Signals von diesem Sensor in einen Steuerschaltkreis (nicht in den Figuren gezeigt) detektiert der Steuerschaltkreis die Umdrehungspositions des Pulsmotors 26, und dabei kann die Drehposition des Betätigungshebels 19 im oberen Teil des obenerwähnten Trägers identifiziert werden.

Der obenerwähnte Träger 20 ist mit dem obenerwähnten Getriebe 23 verbunden, beispielsweise über eine Keilwellennut, so daß er sich in axialer Richtung (der vertikalen Richtung in Figur 1) bewegen kann. Eine Druckfeder 27 ist zwischen einem Flansch 28 (ein Federauflager) im unteren Ende des Trägers 20 und einem festen Teil der Bühne 8 vorgesehen, um so den Träger 20 nach unten (der Abwärtsrichtung in Figur 1) vorzuspannen. Diese Vorspannkraft auf den Träger wird gewöhnlicherweise von einem Sperrschieber 29 vorgehalten, so daß der Betätigungshebel normalerweise in dem in Figur 1 gezeigten Zustand gehalten wird. Der obenerwähnte Sperrschieber 29 ist an einer Zahnstange 30 angebracht, die durch den Antrieb des Ritzels 31 der Zahnstange 30 und des Ritzels 31 mittels Drehung eines Pulsmotors 32 nach unten getrieben wird. Der Träger wird dann durch die Kraft der Feder 27 nach unten bewegt. Zeichen 33 bezeichnet einen an der Zahnstange 30 befestigten Lichtabdeckschirm und 34 einen an der Bühne 8 befestigten Photosensor, mit denen die Grundstellung des Trägers 20 in vertikaler Richtung eingestellt wird und bestimmt und überprüft werden kann.

Die Menge an abzugebendem Reagenz wird durch die Strecke der Abwärtsbewegung dieses Trägers 20 festgelegt. Falls es nötig ist, die benötigte Menge an abzugebendem Reagenz, je nach Meßzweck oder sonstwie, zu ändern, kann die Strecke, um die die Zahnstange 30 aus der Grundstellung verschoben wird, durch variable Einstellung der Anzahl der Umdrehungen des Pulsmotors 32 mittels eines in den Figuren nicht gezeigten Steuerschaltkreises festgelegt werden. Zeichen 35 bezeichnet eine Trägerführung für den Träger 20, die an einem festen Teil der Bühne 8 befestigt ist.

Nach dem oben beschriebenen Aufbau kann durch Drehen des Trägers 20 der Betätigungshebel 19 gegenüber einem und oberhalb eines ausgewählten von mehreren Reagenz-Vorratsbehältern positioniert werden, die auf dem Umfang des konzentrischen Kreises angeordnet sind. Durch anschließendes Verschieben dieses Trägers nach unten kann die Reagenzflüssigkeit in dem Flüssigkeits-Vorratsbehälter 15 des Spenders 1 in das Verteilerrohr 18 abgegeben werden. Die Reagenzflüssigkeit in dem Flüssigkeits-Vorratsbehälter 15 wird durch die aufwärtsgerichtete Rückkehrbewegung des Betätigungshebels wieder aus dem Reagenz-Vorratsbehälter 9 aufgefüllt.

Unter Hinwendung nun auf Figur 2 wird die Anordnung der Reaktionsgefäße und der Verteilerrohre beschrieben.

Figur 2 zeigt in der oberen Hälfte der Figur eine Draufsicht der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung und eine Abgabestation zur Abgabe ausgewählter Reagenzien in die Reaktionsgefäße 36 an drei getrennten Orten I, II und III. Die Gefäße 36 werden fortlaufend durch die Transporteinrichtung (36H) in einzelnen Schritten entlang der Bahn von Position I zu Position III bewegt.

An jeder Position I, II und III ist über dem Weg der Gefäße 36 ein Halter 37 angebracht. Der Zweck des Halters ist, die Enden der Verteilerrohre oberhalb der Öffnung eines unterhalb des Halters gelegenen Reaktionsgefäßes zu befestigen.

Sechs Reagenzgefäße sind gezeigt (mehr oder weniger können verwendet werden) und sind mit 1A, 1H, 1C, 1D, 1E und 1F beschriftet. Jedes hat ein Verteilerrohr 18A-18E, jedoch Gefäß 1F hat zwei Reagenz-Verteilerrohre 18 f1 und 18 f2. Die Enden der Rohre sind mit f1, f2, und a, b, c, d und e beschriftet.

Das Ende f1 ist in dem Halter an der Position I befestigt, das Ende f2 an der Position III und die Enden a, b, c, d und e an der Position II. Andere Anordnungen könnten vorgesehen sein.

Die Bewegung eines Reaktionsgefäßes von Position I zu Position III erlaubt somit die Abgabe (oder nicht) aus f1 bei I, dann aus einem von a-e bei II, dann Abgabe aus f2 in gleicher oder unterschiedlicher Menge wie f1 bei III in das gleiche Reaktionsgefäß 36, ohne die Verteilerrohre 18 zu verunreinigen.

Auf diese Weise ist das Endteil des Verteilerrohrs 18 (dieses ist mehrfach vorgesehen und Verteilerrohre, die den Reagenzgefäßen 1A und 1E entsprechen, sind jeweils mit A bis E bezeichnet, während ein Verteilerrohr F, das einem Reagenzgefäß 1F entspricht, Zweige F&sub1; und F&sub2; hat), dessen anderes Ende mit der Abgabestation 17 des Spenders 1 eines der obenerwähnten Reagenz-Vorratsbehälter 1A, 1B, 1C, 1D, 1E und 1F verbunden ist, getrennt an einem Halter 37 befestigt, der an einer Position I, II oder III des getrennten Zugabesatzes an der Transportroute der Reaktionsgefäße vorgesehen ist.

Mit anderen Worten, die Enden a bis e der Verteilerrohre A bis E sind, wie in der Figur gezeigt, an der Position II der getrennten Zugabe an dem Halter 37 befestigt, und das Ende f&sub1; eines Zweiges des Verteilerrohrs F ist an der Position I der getrennten Zugabe am Halter 37 befestigt, während das Ende f&sub2; des anderen Zweiges des Verteilerrohrs F an der Position III der getrennten Zugabe am Halter 37 befestigt ist. Durch

Betätigung des Spenders 1 jedes Reagenz-Voratsbehälters kann nach diesem Aufbau eine ausgewählte Reagenzflüssigkeit an einer vorgeschriebenen Position der getrennten Zugabe getrennt in das vorgeschriebene Reaktionsgefäß 36 zugegeben werden. Außerdem wird ein Vorteil erzeugt, da es die Möglichkeit eines Verteilerkanals für jede Reagenzflüssigkeit, der eine wechselseitige Verunreinigung hervorruft, nicht gibt, da jedes Verteilerrohr 18 vollständig von den anderen getrennt ist.

Was das Reagenz in dem Reagenz-Vorratsbehälter 1F betrifft, kann es an den Positionen I und III der getrennten Zugabe gleichzeitig in verschiedene Reaktionsgefäße getrennt zugegeben werden.

Die vorliegende Erfindung ist natürlich nicht auf die Art der oben beschriebenen Ausführungsform beschränkt, sondern kann in verschiedenen abgewandelten Arten ausgeführt werden. Zum Beispiel kann ein Aufbau, bei dem eine temperaturregulierende Vorrichtung als Zusatz an dem Reagenz-Vorratsbehälter oder an anderen Teilen vorgesehen ist, vorzugsweise mitaufgenommen werden.

Die Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien gemäß der vorliegenden Erfindung erlaubt die getrennte Zugabe mehrerer Reagenzien, bei vollständigem Ausschluß deren wechselseitiger Verunreinigung, durch einen klein bemessenen und einfachen Mechanismus, und aufeinanderfolgende getrennte Zugaben können in sehr kurzer Zeit durchgeführt werden. Sie kann sehr geeignet, insbesondere für eine biochemische Analyseanlage und eine immunochemische Meßanlage, verwendet werden, bei denen die wechselseitige Verunreinigung der Reagenzien direkt falsche Messungen verursacht.

Die Vorrichtung zur getrennten Zugabe von Reagenzien der vorliegenden Erfindung entspricht ebenfalls effektiv der Anforderung einer schnellen Ausführung der getrennten Zugabe mehrerer Reagenzien durch eine klein bemessene Vorrichtung, da sie ein System verwendet, bei dem mehrere Spender unter Verwendung eines gemeinsamen Antriebsmechanismus' wahlweise angetrieben werden.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Zuführen mehrerer verschiedener Reagenzien (10) aus getrennten Reagenz-Vorratsbehältern (9) in oben offene Behälter (36), wobei die Vorrichtung aufweist: Vorratsbehälter, die jeweils mit mindestens einem getrennten Verteilerrohr (18) und einer Einrichtung (1) versehen sind, um ein Reagenz in das Verteilerrohr (18) abzugeben, mindestens eine Füllstation und eine Halteeinrichtung (37) oberhalb der Stelle, an der die Auslaßenden der Verteilerrohre (18) beabstandet verbunden sind, so daß das aus jedem Rohr (18) austretende Reagenz (10) in einen geeignet bemessenen, oben offenen Behälter (36) fällt, wenn der Behälter unterhalb der Halteeinrichtung (37) angeordnet ist, wobei jeder Vorratsbehälter einzelne Abgabeeinrichtungen aufweist, und wobei die Vorrichtung ferner einen einzigen Antriebsmechanismus (19, 20) aufweist, um die Abgabeeinrichtungen (1) zu betätigen, dadurch gekennzeichnet, daß der einzige Antriebsmechanismus jede einzelne Abgabeeinrichtung getrennt antreibt und daß die Vorratsbehälter (9) in einer vorgegebenen gegenseitigen Positionsbeziehung angeordnet sind, die Kolben (6) mehrerer Abgabeeinrichtungen (1) auf dem Umfang eines Kreises angeordet sind und daß die Antriebseinrichtung einen drehbaren Betätigungshebel (19) aufweist, um die Kolben der Abgabeeinrichtung zu betätigen, die an der Achse dieses Kreises angeordnet sind, um die getrennte und wahlweise Betätigung der Abgabeeinrichtung zu erlauben.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Füllstationen vorgesehen sind, die jeweils mit einer Halteeinrichtung (37) versehen sind, mit der mindestens ein Verteilerrohr (18) verbunden ist, und mit einer Einrichtung (36B) zum Transportieren eines oben offenen Behälters (36) sequentiell zu mindestens einigen der Füllstationen zum Aufnehmen des Reagenz.

3. Vorrichtung zum getrennten Injizieren von Reagenzien nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Abgeben eines Reagenz eine Pumpe (12, 16) ist, die durch Vor- und Rückwärtsbewegung eines Kolbens (6) ein Reagenz in das Verteilerrohr (18) abgibt.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgabeeinrichtung (1) eine gemessene Reagenzmenge in das Verteilerrohr (18) abgibt.







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