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Dokumentenidentifikation DE3628614C2 22.06.1995
Titel Pumpengestängeführung
Anmelder Gummi-Jäger KG GmbH & Cie, 30625 Hannover, DE
Erfinder Wolf, Günter, 3000 Hannover, DE
Vertreter Depmeyer, L., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., 30823 Garbsen
DE-Anmeldedatum 22.08.1986
DE-Aktenzeichen 3628614
Offenlegungstag 03.03.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.06.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.06.1995
IPC-Hauptklasse F04B 47/00
IPC-Nebenklasse E21B 17/22   F04B 53/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Pumpengestängeführung für rotierende Antriebsgestänge mit einer das Gestänge umschließenden Buchse und darauf angeordneten Vorsprüngen. Insb. betrifft die Erfindung solche Gestängeführungen, die festhaftend auf dem Gestänge angeordnet sind.

Diese Führungen sollen eine Zentrierung im Futter- bzw. Förderrohr bewirken und der zu fördernden Flüssigkeit keinen zu großen Widerstand bieten. Auch Reibungswiderstände sollen klein gehalten werden.

Eine Gestängeführung der eingangs genannten Art ist aus der US-21 48 740 bekannt, wobei diese Führung jedoch gleichzeitig zum Pumpen dient, wozu sie wie ein Verdichterlaufrad ausgebildet ist. Die erwähnten Vorsprünge bilden dabei die Schaufeln des Verdichterlaufrades und sind aus Metall- und Elastomerteilen zusammengesetzt.

Eine andere Gestängeführung ist aus der US-24 70 888 bekannt. Diese weist jedoch nicht einzelne Vorsprünge auf, sondern sie hat die Form einer zylindrischen Hülse, welche sich von innen gegen die Wandung des Förderrohres abstützen kann und über Stege, Bleche od. dgl. mit der das Gestänge umschließenden Buchse verbunden ist.

Eine weitere Gestängeführung zeigt die US-27 72 741. Zur Abstützung an der Wandung des Förderrohres dient hierbei ein schräggestellter Blechzylinder, welcher zwischen zwei mit gegenseitigem Abstand auf dem Gestänge angeordneten Buchsen angebracht ist.

Allen diesen Gestängeführungen ist gemeinsam, daß sie vornehmlich Metallteile aufweisen, welche durch z. B. mittels Schrauben aufgebrachte Klemmkräfte auf dem Gestänge gehalten sind. Eine festhaftende Halterung, welche demgegenüber den Vorteil größerer Sicherheit gegen ungewolltes Lösen hat, ist nicht vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Pumpengestängeführung der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, welche die eingangs erwähnten Forderungen erfüllt. Zugleich soll eine einfache Herstellung in einer Form möglich gemacht werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäß die Vorsprünge entlang einer Schraubenlinie hintereinanderliegend angeordnet. Zudem befinden sich die Vorsprünge - bei Betrachtung der Führung im Querschnitt - an diametral gegenüberliegenden Stellen, und zwar jeweils nur ein Paar oder bei zwei Paaren so, daß die ein Paar verbindenden Diametralen im rechten Winkel zueinander liegen.

Die so angeordneten Vorsprünge sind aufgrund ihrer Verteilung entlang einer Schraubenlinie geeignet, die Förderung der Medien zu unterstützen. Die vorerwähnte Verteilung in bezug auf den Querschnitt ermöglicht indessen eine einfache,in der Mitte geteilte Form, weil Hinterschneidungen oder andere die Entformung behindernde Teile entfallen.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Gestängeführung für das Gestänge einer rotierenden Tiefbohrpumpe und

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II von Fig. 1.

Die das Gestänge der Pumpe bildende Stange aus Stahl od. dgl. ist mit 1 bezeichnet. Festhaftend darauf ist eine Buchse 2 angeordnet, die die Stange 1 umschließt und an ihren Enden angeschrägt ist. Die Buchse 2 ist mit einer Vielzahl radial abstehender Vorsprünge 3 versehen. Die Vorsprünge 3 gehen einstückig über in die Buchse 2. Buchse 2 und Vorsprünge 3 bestehen dabei aus Gummi oder einem gummiähnlichen Kunststoff, der abriebfest und hart eingestellt ist.

Die Vorsprünge 3 sind entlang einer Schraubenlinie 4 (in bezug auf die Buchse 2) hintereinander angeordnet. Sie haben einen ovalen - langlochartigen Grundriß, dessen Längsachse praktisch mit der Schraubenlinie 4 zusammenfällt. Bei Betrachtung der Fig. 2 ergibt sich, daß die Vorsprünge 3 paarweise angeordnet sind. Sie liegen im Paar diametral gegenüber. Vorgesehen sind jedoch zwei Paare, deren Diametrale im rechten Winkel zueinander stehen.

Diese Anordnung der Vorsprünge 3 hat den Vorteil, daß durch die Drehung der Stange 1 eine Mitnahmewirkung für das zu fördernde Gut entsteht, ohne auf den Vorteil der Zentrierung z. B. in bezug auf das Futterbzw. Schutzrohr verzichten zu müssen. Die Verteilung der Vorsprünge gemäß Fig. 2 hat den Vorteil, daß bei einer Abformung der Buchse 2 mit den Vorsprüngen 3 zweigeteilte Formen z. B. beim Gießen oder Spritzen benutzt werden können. Die Formteilung kann dabei beliebig an verschiedenen Stellen parallel zur Längsachse der Stange 1 gelegt werden, ohne in der Form Hinterschneidungen anwenden zu müssen.

Aus strömungstechnischen Gründen, aber auch aus Gründen der besseren Ausformung ist es vorteilhaft, wenn die in Richtung der Schraubenlinie 4 aufeinanderfolgenden Vorsprünge 3 - in Axialrichtung der Führung gesehen - einen gegenseitigen Abstand aufweisen; dadurch ergeben sich wünschenswerte Strömungswege. Die parallelen Seitenflächen 5 der Vorsprünge 3 verlaufen zudem parallel zu den Diametralen 6.


Anspruch[de]
  1. 1. Pumpengestängeführung für rotierende Antriebsgestänge mit einer das Gestänge umschließenden Buchse und darauf angeordneten Vorsprüngen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (3) entlang einer Schraubenlinie (4) hintereinanderliegend und - bei Betrachtung der Führung im Querschnitt - diametral gegenüberliegend angeordnet sind, und zwar so, daß nur ein Paar vorgesehen ist oder zwei Paare vorgesehen sind in der Weise, daß die Diametralen der beiden Paare im rechten Winkel zueinander liegen.
  2. 2. Gestänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (3) einen etwa ovalen Grundriß oder einen Grundriß etwa nach einem Langloch haben und daß die Längsachsen der Vorsprünge (3) praktisch mit der Schraubenlinie (4) zusammenfallen.
  3. 3. Gestänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen (5) der Vorsprünge (3) - in Richtung der Längsachse gesehen - parallel oder praktisch parallel zueinander und diese wiederum parallel zu der zugehörigen Diametralen (6) verlaufen.






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