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Dokumentenidentifikation DE3852942T2 22.06.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0323570
Titel Verfahren zur Herstellung bedruckter Verpackungen für sterilisierbare Gegenstände.
Anmelder Showa Denko K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Takahashi, Takeshi, Yokohama-shi Kanagawa, JP;
Hamada, Yoshitsugu, Kawasaki-shi Kanagawa, JP
Vertreter Feiler, L., Dr.rer.nat.; Hänzel, W., Dipl.-Ing.; Kottmann, D., Dipl.-Ing, Pat.-Anwälte, 81675 München
DE-Aktenzeichen 3852942
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 29.11.1988
EP-Aktenzeichen 881199004
EP-Offenlegungsdatum 12.07.1989
EP date of grant 01.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.06.1995
IPC-Hauptklasse B29C 59/08

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung bedruckter Gefäße für Kochgut, z.B. kochbare Nahrungsmittel und dergleichen, und insbesondere ein Verfahren zur Herstellung bedruckter Gefäße für Kochgut, bei welchem selbst nach der Kochbehandlung eine hervorragende Fixierung des Aufdrucks erreicht wird.

Hintergrund der Erfindung

Üblicherweise wird als Harz für Nahrungsmittelbehälter ein Ethylenpolymer, ein Propylenpolymer, ein Polymer aus Ethylen oder Propylen und einem sonstigen Olefin und dergleichen verwendet.

In jüngster Zeit wurden sogenannte kochbare Nahrungsmittel, die in einem Behälter, in dem sie verpackt sind, in siedendem Wasser erwärmt werden können, immer populärer. Zur Herstellung von Behältern für solche kochbaren Nahrungsmittel wurde eines der genannten Harze verwendet.

Behälter für solche Materialien, wie Nahrungsmittel, werden in vorbestimmter Weise bedruckt. So werden beispielsweise Behälter in endgültiger Form oder Folien, die zu Behältern ausgeformt werden sollen, hergestellt und erhalten dann einen Druckauftrag dergestalt, daß Namen und Merkmale der Nahrungsmittel angegeben und/oder zur Verbesserung des Aussehens der Behälter Farben und/oder Muster aufgedruckt werden.

Da jedoch für die bedruckten Behälter für Kochgut zu verwendende Olefinpolymere nicht polar und kristallin sind, sind sie in der Regel chemisch inert. Darüber hinaus ist wegen ihrer hohen Kristallinität ihre Löslichkeit in den verschiedensten Lösungsmitteln gering. Folglich besitzen unter Verwendung solcher Olefinpolymerer hergestellte bedruckte Behälter für Kochgut eine schlechte Kochbeständigkeit, d.h. die Affinität zwischen der Druckfarbe und dem Polymer ist so schlecht, daß die Bedruckbarkeit und die Beschichtbarkeit der Behälteroberflächen gering und die Haftung aufgedruckter Buchstaben oder Muster auf der Behälteroberfläche schwach sind. Folglich neigen aufgedruckte Buchstaben und/oder Muster dazu, sich leicht von der Behälteroberfläche zu trennen.

Um nun die Bedruckbarkeits- und Auftragseigenschaften sowie die Haftungseigenschaften des Aufdrucks zu verbessern, wurde bereits vorgeschlagen, die Polarität des zur Herstellung der Behälter verwendeten Harzes durch Zusatz eines Polymers oder anorganischen Materials mit einer polaren Gruppe zu dem Harz zu verstärken oder die Affinität zwischen Druckfarbe und Harz durch Oberflächenbehandlung, z.B. Koronaentladungsbehandlung, Abflammen und dergleichen, zu verbessern.

Bei aus den genannten Olefinpolymeren hergestellten üblichen bedruckten Behältern für Kochgut war es selbst bei Durchführung der geschilderten Maßnahmen jedoch nicht möglich, die Bedruckbarkeits- und Auftragseigenschaften der Behälteroberfläche in ausreichendem Maße zu verbessern. Darüber hinaus war es schwierig, hervorragende Druckhaftungseigenschaften ohne Trennung aufgedruckter Buchstaben und/oder Muster von dem Behälter bei der Kochbehandlung zu erreichen. Derzeit gibt es folglich im Handel keine bedruckten Kochbehälter hervorragender Kochbeständigkeit und Bedruckbarkeit.

Die FR-A-2 126 349 und die EP-A-0 164 190 beschreiben Polymerzusammensetzungen zur Herstellung von sterilisierbaren bzw. gute Tieftemperatureigenschaften aufweisenden Verpackungen. Keine der beiden Literaturstellen erwähnt jedoch, wie bedruckte Behälter für Kochgut hergestellt werden könnten.

Zusammenfassung der Erfindung

Der Erfindung lag folglich die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Probleme des Standes der Technik zu lösen und ein Verfahren zur Herstellung bedruckter Behälter für Kochgut, die sich sowohl durch hervorragende Bedruckbarkeits- und Beschichtungseigenschaften sowie eine ausgezeichnete Haftung des Aufdrucks auszeichnen und deren sogenannte Kochbeständigkeit so gut ist, daß sich aufgedruckte Buchstaben und/oder Muster von den Behälteroberflächen selbst bei der Kochbehandlung nicht ablösen, zu schaffen.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung bedruckter Behälter für Kochgut durch Abflammen der Außenseiten von Polyolefinfolien oder -behältern zur Erzeugung eines Naßindex von 45 x 10&supmin;³ N/m (45 Dyn/cm) oder höher und anschließendes Bedrucken der Außenseiten, bevor der numerische Wert des Naßindex zu sinken beginnt, wobei das verwendete Polyolefin

(1) eine Olefinpolymermischung in Form eines Gemischs aus (a) 100 Gew.-Teilen eines kristallinen Propylenpolymers eines Schmelzindex von 0,1 - 100 g/10 min und (b) 3,0 bis 30 Gew.-Teilen eines Ethylenpolymers einer Dichte von 0,925 - 0,975 g/ml und eines Schmelzindex von 0,1 - 20 g/10 min oder

(2) eine Olefinpolymermischung in Form eines Gemischs aus (a) 100 Gew.-Teilen eines kristallinen Propylenpolymers eines Schmelzindex von 0,1 - 100 g/10 min, (b) 3,0 - 30 Gew.-Teilen eines Ethylenpolymers einer Dichte von 0,925 - 0,975 g/ml und eines Schmelzindex von 0,1 - 20 g/10 min und (c) 2,0 bis 25 Gew.-Teilen eines Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuks einer Mooney-Viskosität (ML 1+4; 100ºC) von 140 oder weniger, wobei der Ethylen-Propylen- Mischpolymerkautschuk 20 - 70 Gew.-% Propylen enthält,

umfaßt.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung bedruckter Gefäße für Kochgut in seinen Einzelheiten beschrieben.

Bei den erfindungsgemäß verwendeten Propylenpolymeren (a) handelt es sich um kristalline Polymere einschließlich Homopolymeren von Propylen oder Mischpolymeren von Propylen und einem sonstigen Olefin. Bevorzugte Olefine sind Ethylen oder ein α-Olefin mit 4 - 12 Kohlenstoffatomen, wie Buten-1, Hexen-1, 4-Methylpenten-1, Octen-1 und dergleichen. Das sonstige Olefin ist vorzugsweise derart vorhanden, daß ein willkürliches Copolymer oder Block-Copolymer des Olefins und Propylens gebildet wird. Im allgemeinen beträgt die Copolymerisationsmenge des sonstigen Olefins in dem Copolymeren aus Propylen und dem Olefin 25 Gew.-% oder weniger. Der Schmelzindex (im folgenden als "SI" abgekürzt) des Propylenpolymers beträgt 0,1 - 100 g/10 min, vorzugsweise 0,1 - 50 g/10 min. Wenn der SI unter 0,1 g/10 min liegt, sind die Formgebungseigenschaften der Polymermischung so schlecht, daß keine Formgebung durchführbar ist oder im Falle, daß eine Formgebung möglich ist, die Festigkeit der ausgeformten Behälter unzureichend ist. Wenn der SI 100 g/10 min übersteigt, ist die Fließfähigkeit der Mischung so hoch, daß keine Formgebung durchführbar ist.

Als Ethylenpolymer (b) kann erfindungsgemäß ein Polymer von Ethylen oder ein willkürliches Copolymer oder Block-Copolymer von Ethylen und einem sonstigen Olefin verwendet werden. Bevorzugte, zusammen mit dem Ethylen verwendbare Olefine sind α-Olefine mit 12 Kohlenstoffatomen oder weniger, wie Propylen, Buten-1, Hexen-1, 4-Methylpenten-1 oder Octen-1. Die Copolymerisationsmenge an dem sonstigen Olefin in dem Copolymer aus Ethylen und dem Olefin beträgt zweckmäßigerweise 20 Gew.-% oder weniger, vorzugsweise 15 Gew.-% oder weniger. Die Dichte des Ethylenpolymers beträgt 0,925 - 0,975 g/ml, vorzugsweise 0,950 - 0,960 g/ml. Der Schmelzindex (im folgenden als "SI" bezeichnet) des Ethylenpolymers beträgt 0,1 - 20 g/10 min, vorzugsweise 0,5 - 10 g/10 min. Wenn der SI unter 0,1 g/10 min liegt, ist die Fließfähigkeit der Polymermischung so schlecht, daß sie keine gleichmäßige Zusammensetzung aufweist. Wenn der SI 20 g/10 min übersteigt, ist die Fließfähigkeit der Mischung so hoch, daß die Formgebungseigenschaften schlecht sind. Bezogen auf 100 Gew.-Teile des Propylenpolymers beträgt die Menge an dem Ethylenpolymer 3,0 - 30 Gew.-Teile.

Als Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk (c) wird erfindungsgemäß ein Block-Copolymer oder willkürliches Copolymer einer Mooney-Viskosität (ML 1+4 100ºC) von 140 oder weniger mit 20 - 70 Gew.-% Propylen verwendet. Der Anteil an dem Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk beträgt, bezogen auf 100 Gew.-Teile des Propylenpolymers, 2,0 - 25 Gew.-Teile.

Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen bedruckten Behälter für Kochgut wird zunächst durch Vermischen des genannten Propylenpolymers, Ethylenpolymers und Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuks in den angegebenen Mengen eine Polymermischung zubereitet. Gegebenenfalls können der Mischung ein anorganischer Zusatz, ein antistatisches Mittel, ein Pigment und dergleichen einverleibt werden. Danach wird das Gemisch durch Trockenmischung und/oder durch Kneten in aufgeschmolzenem Zustand gründlich durchgemischt.

Bei der Polymermischung handelt es sich (1) um eine durch Vermischen von 100 Gew.-Teilen Propylenpolymer (a) mit 3 - 30 Gew.-Teilen Ethylenpolymer (b) zubereitete Olefinpolymermischung oder (2) eine durch Vermischen von 100 Gew.-Teilen Propylenpolymer (a), 3 - 30 Gew.-Teilen Ethylenpolymer (b) und 2,0 - 25 Gew.-Teilen eines Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuks (c) zubereitete Olefinpolymermischung. Das Trockenmischen kann unter Verwendung eines Bandmischers und dergleichen durchgeführt werden. Das Schmelzkneten kann unter Verwendung einer Strangpresse und dergleichen in der Regel bei einer Harztemperatur von etwa 230 - 260ºC durchgeführt werden.

Behälter einer gegebenen Form oder Folien zur Herstellung von Behältern werden durch Spritzguß, Blasformen und dergleichen hergestellt. So kann beispielsweise der Spritzguß unter Verwendung einer Spritzgußvorrichtung von etwa 60 Oz bei einer Temperatur, bei der die Harztemperatur 250ºC beträgt, zur Herstellung von Folien durchgeführt werden. Aus den Folien werden dann Behälter jeweils einer Dicke von etwa 2 mm und der gewünschten Form, z.B. der Form eines Beutels, in Kartonform, in zylindrischer Form und dergleichen, hergestellt.

Danach werden die Oberflächen der erhaltenen Folien oder Behälter abgeflammt, um die Oberfläche mit einem Index von 45 Dyn/cm oder höher auszustatten. Beim Abflammen wird die Flamme extrem kurz mit der Behälter- oder Folienoberfläche in Berührung gebracht, um die Moleküle in der Oberflächenschicht des Behälters oder der Folie unter Erhöhung der Polarität der Oberflächenschicht zu oxidieren. Dadurch verbessert sich die Affinität zwischen der Druckfarbe und der Behälter- oder Folienoberfläche derart, daß die Folien oder Behälter in fester Form bedruckt werden können. Die Wirkungen der Behandlung lassen sich kontinuierlich und wirksam erreichen. Neben der geschilderten Maßnahme kann eine Oberflächenbehandlung aber auch in einer Plasmabehandlung, einer Ozonbehandlung, einer Koronaentladungsbehandlung und dergleichen bestehen, diese Oberflächenbehandlungsverfahren sind jedoch von Nachteil, da sie keine ausreichende Wirkung gewährleisten.

Wenn der Oberflächennaßindex unter 45 Dyn/cm liegt, läßt sich die Affinität zwischen der Druckfarbe und dem Harz nicht erhöhen. Man kann folglich keine ausreichenden Bedruckbarkeitseigenschaften und auch keine ausreichende Haftung des Aufdrucks erreichen.

Danach werden rasch Buchstaben und/oder Muster zur Angabe des Namens und der Merkmale der Nahrungsmittel oder zur Hinzufügung von Merkmalen eines guten Aussehens auf die Außenseiten der Folien oder Behälter, die eine Oberflächenbehandlung zur Gewährleistung eines Oberflächennaßindex von 45 Dyn/cm oder höher erfahren haben, aufgedruckt. Das Bedrucken erfolgt im allgemeinen mittels einer üblichen Druckpresse, einer Druckpresse mit gekrümmter Oberfläche und dergleichen durch Tiefdruck, Siebdruck, Offsetdruck, Abziehbilderdruck und dergleichen.

Geeignete Druckfarben sind UV-härtbare Druckfarben, Eindringdruckfarben, Oxidation-Polymerisation-Druckfarben, Verdampfungsdruckfarben und dergleichen. Diese Druckfarben enthalten ein geeignetes Pigment in Mischung mit einem Träger, z.B. einem Harz, einem Lösungsmittel und dergleichen und besitzen die gewünschte Farbe. Im Hinblick auf die Dichte bzw. Körperlichkeit und Haftung der auf der Behälteroberfläche erhaltenen Druckbuchstaben und/oder -muster oder die Verarbeitbarkeit wird vorzugsweise eine UV-härtbare Druckfarbe mit einem durch Bestrahlen mit UV-Licht härtbaren Harz verwendet. So kann beispielsweise eine durch Vermischen eines Farbstoffs oder Pigments mit einem Urethan- oder Acrylharz und dergleichen erhaltene Druckfarbe verwendet werden.

Die derart erhaltenen und bedruckten Behälter werden als "bedruckte Behälter für Kochgut" verwendet. Weiterhin werden die derart erhaltenen und bedruckten Folien zu der gewünschten Form, z.B. zu Beuteln, Kartons, Zylindern und dergleichen einer Dicke von etwa 2 mm ausgeformt.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung bedruckter Behälter für Kochgut umfaßt folgende Stufen: Vermischen (1) einer Polymermischung in Form eines Gemischs aus (1) einem Propylenpolymer (a) und einem Ethylenpolymer (b) in den angegebenen Mengen oder (2) einer Polymermischung aus einem Propylenpolymer (a), einem Ethylenpolymer (b) und einem Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk (c) in den angegebenen Mengen, Flammbehandlung der erhaltenen Polymermischung bis zu einem Oberflächennaßindex von 45 Dyn/cm oder höher und Bedrucken der Oberfläche der einer Flammbehandlung unterworfenen Polymermischung vor dem Absinken des numerischen Werts des Naßindex. Da hierbei die Affinität zwischen der Druckfarbe und der Behälter- oder Folienoberfläche derart verbessert werden kann, daß die Bedruckbarkeits- und Beschichtungseigenschaften verbessert werden, erhöht sich auch die Haftungseigenschaft der aufgedruckten Buchstaben und/oder Muster auf der Behälter- oder Folienoberfläche. Man kann somit bedruckte Behälter für Kochgut, bei denen sich die aufgedruckten Buchstaben und/oder Muster selbst bei der Kochbehandlung nicht von der Behälteroberfläche ablösen, herstellen.

Da weiterhin bei den erfindungsgemäß hergestellten bedruckten Behältern für Kochgut die die Behälter bildende Polymerkomponente als Hauptkomponenten ein Propylenpolymer (a) und ein Ethylenpolymer (b) enthält, sind in vorteilhafter Weise die bedruckten Behälter nicht nur bezüglich Wärmebeständigkeit, Härte und Oberflächenglanz, sondern auch bezüglich ihrer Kältebeständigkeitseigenschaften und Schockbeständigkeitseigenschaften von besonderer Güte.

Unter Verwendung von Polymermischungen entsprechend den Angaben in Tabelle 1 wurden acht (8) erfindungsgemäße Beispiele und Vergleichsbeispiele (4) durchgeführt.

Es wurden kristallines Polypropylen eines SI von 10 g/10 min und ein Polyethylen einer Dichte von 0,951 g/ml und eines SI von 0,80 g/10 min verwendet. Als Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk wurde ein willkürliches Copolymer einer Mooney-Viskosität (ML 1+4; 100 ºC) von, 80 mit 30 Gew.-% Propylen verwendet. Als willkürliches Propylen-Buten-Copolymer wurde ein Copolymer mit 2 Gew.-% Buten-1 eines SI von 10 g/10 min verwendet. Als willkürliches Ethylen-Buten-Copolymer wurde ein Copolymer mit 2 Gew.-% Buten-1 einer Dichte von 0,93 g/ml und eines SI von 12 g/10 min verwendet.

Diese Polymere wurden in den in Tabelle 1 angegebenen Mengen gemischt. Das Mischen erfolgte durch Trockenmischen unter Verwendung eines Bandmischers während 10 min. Die hierbei erhaltenen Polymermischungen wurden dann bei einer Temperatur, bei der die Harztemperatur 220ºC betrug, im Schmelzezustand verknetet und anschließend unter Verwendung einer Strangpresse (50 ml Querschnitt) mit einer Entlüftung extrudiert. Auf diese Weise wurden die Polymermischungen pelletiert.

Danach wurden die pelletierten Polymermischungen mit Hilfe einer Spritzgußvorrichtung von 5 Oz bei einer Temperatur, bei der die Harztemperatur 230ºC betrug, durch Spritzguß zu zylindrischen Behältern jeweils einer Dicke von 1,5 mm, eines Körperdurchmessers von 50 mm Querschnitt und einer Höhe von 40 mm ausgeformt. Sie besaßen ein verjüngtes Bodenteil mit einem Abschrägwinkel von 10º.

Danach wurden die Oberflächen der Behälter einer Flammbehandlung unterworfen. Das Abflammen erfolgte derart, daß die Behälter etwa 0,4 s durch eine durch Verbrennen von Propangas erzeugte Flamme einer Temperatur von 750ºC hindurchgeführt wurden. Die Tabelle 1 enthält Angaben über die Naßindizes der Behälteroberflächen nach der Flammbehandlung.

Tabelle 1
Propylenpolymer Ethylenpolymer Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk Prüfling Nr. Art Gew.-Teile Oberflächennaßindex 10&supmin;³ N/m (Dyn/cm) erfindungsgemäße Beispiele Vergl.-Beispiele Polypropylen willkürliches Propylen-Buten-1-Copolymer Polyethylen willkürliches Ethylen-Buten-1-Copolymer willkürlicher Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk

Schließlich wurden die Oberflächen der Behälter der erfindungsgemäßen Beispiele (8 Beispiele) und der Vergleichsbeispiele (4 Beispiele) entsprechend Tabelle 1 unter Verwendung einer Druckpresse mit gekrümmter Oberfläche (hergestellt von FUJI MACHINERY CO., LTD.) vierfarbig bedruckt. Die verwendete Druckfarbe bestand aus einer UV-härtbaren Druckfarbe (Handelsbezeichnung: DFC-6, hergestellt von TOYO INK MANUFACTURING CO., LTD.), bei der ein Pigment in ein UV-härtbares Harz eingemischt war.

Die derart hergestellten bedruckten Behälter wurden einer Kochbehandlung unterworfen. Danach wurde mit den bedruckten Behältern zur Bestimmung der Haftung des Aufdrucks ein Trenntest durchgeführt.

Die Kochbehandlung bestand darin, daß die bedruckten Behälter 40 min lang in eine auf 121ºC erwärmte und einen konstanten Druck aufweisende Behandlungszelle eingetaucht wurden. Der Trenntest wurde durchgeführt, indem nach der Kochbehandlung auf den auf die Behälteroberfläche aufgedruckten Buchstaben und/oder Mustern ein handelsübliches Klebeband zum Haften gebracht und dieses dann von der Behälteroberfläche abgezogen wurde. Die Aufdruckhaftungseigenschaft wurde auf der Grundlage des Ausmaßes, in dem die aufgedruckten Buchstaben und/oder Muster von der Oberfläche entfernt wurden und an dem Klebeband hafteten, bestimmt. Die Tabelle 2 enthält Angaben über die Aufdruckhaftungseigenschaft. Die Symbole "0", "Δ" und "X" stehen für den Grad an Aufdruckhaftungseigenschaft in abnehmender Reihenfolge.

Tabelle 2
Haftung des Aufdrucks erfindungsgemäße Beispiele Vergleichsbeispiele

Den Ergebnissen der Tabelle 2 ist zu entnehmen, daß sämtliche bedruckten Behälter für Kochgut gemäß den erfindungsgemäßen Beispielen bessere Aufdruckhaftungseigenschaften aufwiesen als diejenigen der Vergleichsbeispiele. Bei den Behältern der Vergleichsbeispiele 9 und 10, die lediglich aus einem Propylen-Polymer bzw. Ethylen-Polymer bestanden, bei dem Behälter des Vergleichsbeispiels 11, bei dem der Mengenanteil an einer der Komponenten Propylenpolymer (a), Ethylenpolymer (b) und Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuk (c) außerhalb des erfindungsgemäß einzuhaltenden Bereichs lag, und bei dem Behälter des Vergleichsbeispiels 12, bei dem der Oberflächennaßindex der Behälteroberfläche trotz Einhaltung der Mengenanteile der Polymere innerhalb des erfindungsgemäß einzuhaltenden Bereichs außerhalb des erfindungsgemäß einzuhaltenden Bereichs lag, war die Aufdruckhaftungseigenschaft schlecht, so daß keine ausreichenden Kochbeständigkeitseigenschaften erreichbar waren.

Wie bereits ausgeführt, werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung bedruckter Behälter für Kochgut die Außenflächen von Folien oder Behältern aus Polyolefin einer Flammbehandlung unterworfen, um ihren Naßindex auf 45 Dyn/cm oder höher einzustellen und danach bedruckt. Hierbei besteht das verwendete Polyolefin aus (1) einer Olefinpolymermischung in Form eines Gemischs aus (a) 100 Gew.-Teilen eines kristallinen Propylenpolymers eines Schmelzindex von 0,1 bis 100 g/10 min und (b) 3,0 - 30 Gew.-Teilen eines Ethylenpolymers einer Dichte von 0,925 - 0,975 g/ml und eines Schmelzindex von 0,1 - 20 g/10 min oder (2) einer Olefinpolymermischung in Form eines Gemischs aus (a) 100 Gew.- Teilen eines kristallinen Propylenpolymers eines Schmelzindex von 0,1 bis 100 g/10 min, (b) 3,0 - 30 Gew.-Teilen eines Ethylenpolymers einer Dichte von 0,25*- 0,975 g/ml und eines Schmelzindex von 0,1 - 20 g/10 min und (c) 2,0 - 25 Gew.-Teilen eines Ethylen-Propylen-Copolymerkautschuks einer Mooney-Viskosität (ML 1+4; 100ºC) von 140 oder weniger mit 20 - 70 Gew.-% Propylen. Mit solchen Polyolefinen erzielt man vorteilhafte Ergebnisse. Man kann folglich bedruckte Behälter für Kochgut herstellen, bei denen die Affinität zwischen der Druckfarbe und der Behälteroberfläche hoch und die Bedruckbarkeit und Beschichtbarkeit hervorragend sind. Darüber hinaus ist die Haftungseigenschaft der aufgedruckten Buchstaben und/oder Muster auf der Behälteroberfläche so gut, daß die Kochbeständigkeit ausgezeichnet ist und sich die aufgedruckten Buchstaben und/oder Muster selbst bei der Kochbehandlung nicht von der Behälteroberfläche ablösen.

*Fußnote: wahrscheinlich 0,925


Anspruch[de]

Verfahren zur Herstellung bedruckter Behälter für Kochgut durch Abflammen der Außenseite von Folien oder Behältern aus Polyolefin zur Erzeugung eines Naßindex von 45 x 10&supmin;³ N/m oder höher und anschließendes Bedrucken der Außenseiten, bevor der numerische Wert des Naßindex abnimmt, wobei das verwendete Polyolefin

(1) eine Olefinpolymermischung in Form eines Gemischs aus (a) 100 Gew.-Teilen eines kristallinen Propylenpolymers eines Schmelzindex von 0,1 - 100 g/10 min und (b) 3,0 - 30 Gew.-Teilen eines Ethylenpolymers einer Dichte von 0,925 - 0,975 g/ml und eines Schmelzindex von 0,1 - 20 g/10min oder

(2) eine Olefinpolymermischung in Form eines Gemischs aus (a) 100 Gew.-Teilen eines kristallinen Propylenpolymers eines Schmelzindex von 0,1 - 100 g/10 min, (b) 3,0 bis 30 Gew.-Teilen eines Ethylenpolymers einer Dichte von 0,925 - 0,975 g/ml und eines Schmelzindex von 0,1 - 20 g/10min und (c) 2,0 - 25 Gew.-Teilen eines Ethylen- Propylen-Copolymerkautschuks einer Mooney-Viskosität (ML 1+4 100ºC) von 140 oder weniger mit 20 bis 70 Gew.-% Propylen,

umfaßt.







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