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Dokumentenidentifikation DE4343538A1 22.06.1995
Titel Köderdose zur Bekämpfung von Ungeziefer
Anmelder Fa. Frunol-Chemie Jürgen Friedel, 59425 Unna, DE
Erfinder Friedel, Jürgen, 59423 Unna, DE
Vertreter Wablat, W., Dipl.-Chem. Dr.-Ing. Dr.jur., Pat.-Anw., 14129 Berlin
DE-Anmeldedatum 14.12.1993
DE-Aktenzeichen 4343538
Offenlegungstag 22.06.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.06.1995
IPC-Hauptklasse A01M 1/02
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt eine Köderdose (1) zur Bekämpfung von Ungeziefer, wobei die Köderdose aus einem den Giftköder (4) aufnehmenden Basisteil (2) und einer Abdeckung (3) besteht. Das Basisteil (2) ist für den Ein- und/oder Austritt der Ameisen mit gegeneinander versetzten Öffnungen (8) versehen. Die Aufgabe der Erfindung ist darin zu sehen, eine Köderdose zu schaffen, die jederzeit leicht und sicher verschließbar ist und darüber hinaus nicht leicht zerlegt werden kann. Dadurch wird insbesondere der Zugang von Kindern zu den Inhaltsstoffen verhindert.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, indem das Basisteil (5) als ein aus Segmentabschnitten (6) bestehender erster Hohlzylinder (7) ausgebildet ist, über den ein an der Abdeckung (3) entsprechend angeordneter zweiter Hohlzylinder (14) drehbar gesteckt wird. Hierfür sind an den Segmentabschnitten (6) Rastelemente (12) vorgesehen, die in einer definierten Endstellung mit im zweiten Hohlzylinder (14) entsprechend ausgebildeten Aussparungen (13) funktionell zusammenwirken und die beiden Hohlzylinder (7, 14) miteinander ortsfest und drehbar verbinden.
Außerdem sind in dem zweiten Hohlzylinder (14) schlitzförmige Öffnungen (19) vorgesehen, die im geöffneten Zustand der Köderdose mit den Öffnungen (8) des Basisteils (2) übereinstimmen und einen äußeren Zugang für das Ungeziefer bilden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Köderdose zur Bekämpfung von Ungeziefer, bestehend aus einem den Giftköder aufnehmenden Basisteil und einer mit diesem verbundenen Abdeckung, wobei das Basisteil für den Ein- und/oder Austritt des Ungeziefers mit gegeneinander versetzten Öffnungen versehen ist.

Bei einer bekannten Köderdose der gattungsgemäßen Art werden die Ränder der Abdeckung mit den Rändern der äußeren Gehäusewandung des Basisteils verklebt, wobei die äußere Gehäusewandung mit Öffnungen versehen ist, durch die die Insekten über im Basisteil labyrinthisch ausgebildete Wege zum Giftköder gelangen, der in einem inneren Abteil des Basisteils angeordnet ist (DE 32 12 859 A1). Bei dieser bekannten Köderdose ist es als Nachteil anzusehen, daß die Dose stets von außen zugänglich und für den Fall einer Nichtbenutzung unverschließbar ist. Es gilt zu vermeiden, daß Menschen, insbesondere Kinder oder auch Haustiere mit dem Giftköder in Berührung kommen oder von dem ausströmenden Wirkstoff belästigt werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Köderdose zur Bekämpfung von Ungeziefer der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß die Dose jederzeit leicht und sicher verschließbar ist und darüber hinaus nicht leicht auseinander genommen werden kann.

Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe liegt in der Bereitstellung einer Köderdose zur Bekämpfung von Ungeziefer, bestehend aus einem den Giftköder aufnehmenden Basisteil und einer mit diesem verbundenen Abdeckung, wobei das Basisteil für den Ein- und/oder Austritt des Ungeziefers mit gegeneinander versetzten Öffnungen versehen ist.

Die erfindungsgemäße Köderdose zeichnet sich dadurch aus, daß

  • a) das Basisteil (5) als ein aus Segmentabschnitten (6) bestehender erster Hohlzylinder (7) ausgebildet ist, über den ein an der Abdeckung (3) entsprechend angeordneter zweiter Hohlzylinder (14) gesteckt wird,
  • b) an den Segmentabschnitten (6) des ersten Hohlzylinders (7) Rastelemente (12) vorgesehen sind, die in einer definierten Endstellung mit im zweiten Hohlzylinder (14) entsprechend ausgebildeten Aussparungen (13) funktionell zusammenwirken und die beiden Hohlzylinder (7, 14) miteinander ortsfest und drehbar verbinden und
  • c) in dem zweiten Hohlzylinder (14) schlitzförmige Öffnungen (19) vorgesehen sind, die im geöffneten Zustand der Köderdose (1) mit den Öffnungen (8) des Basisteils (2) übereinstimmen und einen äußeren Zugang für das Ungeziefer bilden.


Vorteilhafte Weiterentwicklungen sind in den abhängigen Patentansprüchen gekennzeichnet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Köderdose, wobei die Abdeckung teilweise abgeschnitten ist,

Fig. 2 eine Schnittdarstellung entlang der Linie A-B gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine Schnittdarstellung der Abdeckung,

Fig. 4 eine Draufsicht der Abdeckung C gemäß Fig. 3,

Fig. 5 einen vergrößerten Ausschnitt X gemäß Fig. 3,

Fig. 6 eine Schnittdarstellung des Basisteils

Fig. 7 eine Draufsicht des Basisteils

Fig. 8 einen vergrößerten Ausschnitt Y gemäß Fig. 6 und

Fig. 9 eine Draufsicht auf zwei Basisteile als Doppelpack.

Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, besteht die erfindungsgemäße Köderdose 1 im wesentlichen aus einem Basisteil 2 und einer mit diesem verbundenen Abdeckung 3, wobei ein Giftköder 4 zentrisch auf dem Boden 5 des Basisteils 2 angeordnet ist. Auf dem Boden 5 des Basisteils 2 ist mittig ein aus Segmentabschnitten 6 bestehender erster Hohlzylinder 7 angeformt, wobei vorzugsweise vier in einem entsprechenden Abstand zueinander angeordneten Segmentabschnitte vorgesehen sind, um jeweils gegeneinander versetzte Öffnungen für den Ein- und/oder Austritt des Ungeziefers zu bilden (vgl. Fig. 6, 7 und 9) . Diese Öffnungen werden derart gestaltet, daß sie nur Tieren bestimmter Größe Zutritt gewähren oder durch die Form und/oder Farbe der Öffnung bestimmte Tiere bevorzugt anlocken. So eignen sich beispielsweise runde Öffnungen entsprechender Dimensionierung für Ameisen, während rechteckige oder quadratische Öffnungen eher von Kakerlaken (Schaben) oder Silberfischchen bevorzugt werden. Die Segmentabschnitte 6 sind jeweils an senkrecht hochstehenden Abstützungen 9 mit einem Boden 5 des Basisteils 2 festgelegt und bilden auf diese Weise mit dem Boden einen stabilen Verbund. Dies ist auch erforderlich, weil die Segmentabschnitte 6 eine Abdeckung 3 tragen und drehbar führen müssen (vgl. Fig. 2). Zu diesem Zweck erstrecken sich jeweils an den oberen Rändern 10 der Segmentabschnitte 6 entlang der kreisförmigen Innenwandung 11 wulstartige Rastelemente 12 (vgl. Fig. 7 und 8), die jeweils in entsprechende Aussparungen 13 in der Abdeckung 3 einrasten (vgl. Fig. 2) und auf diese Weise die Abdeckung mit dem Basisteil 2 drehbar verbinden.

Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, besteht die Abdeckung 3 im wesentlichen aus einem zweiten Hohlzylinder 14, der an einer oberen Flächenseite 15 von einem quadratischen Haubenteil 16 abgedeckt wird. An der Innenseite 17 des Haubenteils 16 ist ein Zylinderteil 18 angeformt, das außen die ringsumführende Aussparung 13 aufweist, in welche die Rastelemente 12 des Basisteils 2 im zusammengebauten Zustand der Köderdose 1 einrasten und in der Aussparung drehbar geführt werden, wenn die Köderdose 1 für den Ein- und/oder Austritt des Ungeziefers geöffnet werden soll.

Für diesen Zweck sind in dem zweiten Hohlzylinder 14 der Abdeckung 3 schlitzförmige Öffnungen 19 vorgesehen, die kleinere Abmaße als die Öffnungen 8 des Basisteils 2 aufweisen und die zum Öffnen der Köderdose durch Drehung der Abdeckung 3 mit den Öffnungen 8 in Übereinstimmung gebracht werden.

Für den Fall der Nichtbenutzung der Köderdose 1 soll diese aufgabengemäß sicher verschlossen werden können. Dies erfolgt durch eine Verdrehung der Abdeckung 3 auf dem Basisteil 2 derart, daß die Öffnungen 8 des Basisteils von der Wandung 20 des zweiten Hohlzylinders 14 überdeckt werden. Hierbei erfolgt die Verdrehung der Abdeckung 3 bis in eine festgelegte Position an dem Basisteil 2, indem an der Stirnfläche 21 des zweiten Hohlzylinders 14 ringsum in Abständen voneinander nockenartige Vorsprünge 22 angeformt sind, die in einer bestimmten Endposition in am Basisteil 2 vorgesehenen entsprechenden Vertiefung 23 einrasten und dort sicher verbleiben. Auf diese Weise ist dann die Abdeckung 3 am Basisteil 2 verdrehsicher festgelegt (vgl. Fig. 2, 3, 4 und 7).

An der Innenseite 24 der Abdeckung 3 ist zentrisch ein Zylinderstück 25 angeformt, welches zur Fixierung des Giftköders 4 zwischen der Abdeckung und dem Basisteil 2 dient. Der Giftköder 4 liegt vorzugsweise in Tablettenform vor und kann eine pastenartige oder feste Konsistenz haben. Es kann ein Gemisch eines langsam wirkenden Giftes und gegebenenfalls eines das Ungeziefer anziehenden Futters sein. Die verwendete Art des Giftes und des gegebenenfalls zugesetzten Futters richtet sich nach der Art des zu bekämpfenden Ungeziefers. So wird beispielsweise zur Bekämpfung von Silberfischchen oder Schaben (Kakerlaken) ein langsam wirkendes Gift verwendet, welches die Tiere selbst tötet. Zur Bekämpfung von staatenbildenden Insekten, wie beispielsweise Ameisen, wird dagegen ein Gift mit einem Futter vermischt, welches diese Insekten anzieht, die dieses Futter an ihre Ameisenkönigin weitergeben. Durch den Tod der Ameisenkönigin wird die Gründung eines neuen Ameisenstaates verhindert.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann die Köderdose als ein sogenannter Doppelpack 26 ausgeführt werden, in dem jeweils die beiden Basisteile 2 an einer Verbindungsstelle 27 zusammengefügt sind und somit zwei Köderdosen 1 in einem Stück darstellen (vgl. Fig. 9). Die Köderdose 1 ist vorteilhaft als Spritzgußteil ausgeführt.

Ferner läßt sich durch entsprechende Farbgebung der gesamten, beispielsweise aus Spritzguß gefertigten Köcherdose die Attraktivität für bestimmtes Ungeziefer steigern. Die Farbgebung trägt aber auch zur Sicherheit bei, da Verwechslungen durch den Verwender vermieden werden können und auch solche Farben gewählt werden können, die beispielsweise nicht die Neugier spielender Kinder oder auch die der Haustiere erweckt.

Bezugszeichenliste

1 Köderdose

2 Basisteil

3 Abdeckung

4 Giftköder

5 Boden des Basisteils

6 Segmentabschnitte

7 erster Hohlzylinder

8 Öffnung

9 Abstützung

10 oberer Rand der Segmentabschnitte

11 kreisförmige Innenwandung

12 Rastelement

13 Aussparung

14 zweiter Hohlzylinder

15 obere Flächenseite

16 Haubenteil

17 Innenseite des Haubenteils 16

18 Zylinderteil

19 schlitzförmige Öffnungen

20 Wandung

21 Stirnfläche

22 nockenartige Vorsprünge

23 Vertiefungen

24 Innenseite der Abdeckung 3

25 Zylinderstück

26 Doppelpack

27 Verbindungsstelle


Anspruch[de]
  1. 1. Köderdose (1) zur Bekämpfung von Ungeziefer, bestehend aus einem den Giftköder (4) aufnehmenden Basisteil (5) und einer mit diesem verbundenen Abdeckung (3), wobei das Basisteil für den Ein- und/oder Austritt des Ungeziefers mit gegeneinander versetzten Öffnungen (8) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) das Basisteil (5) als ein aus Segmentabschnitten (6) bestehender erster Hohlzylinder (7) ausgebildet ist, über den ein an der Abdeckung (3) entsprechend angeordneter zweiter Hohlzylinder (14) gesteckt wird,
    2. b) an den Segmentabschnitten (6) des ersten Hohlzylinders (7) Rastelemente (12) vorgesehen sind, die in einer definierten Endstellung mit im zweiten Hohlzylinder (14) entsprechend ausgebildeten Aussparungen (13) funktionell zusammenwirken und die beiden Hohlzylinder (7, 14) miteinander ortsfest und drehbar verbinden und
    3. c) in dem zweiten Hohlzylinder (14) schlitzförmige Öffnungen (19) vorgesehen sind, die im geöffneten Zustand der Köderdose (1) mit den Öffnungen (8) des Basisteils (2) übereinstimmen und einen äußeren Zugang für das Ungeziefer bilden.
  2. 2. Köderdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Segmentabschnitten (6) jeweils senkrecht hochstehende Abstützungen (9) angeordnet und an einem Boden (5) des Basisteils (2) festgelegt sind.
  3. 3. Köderdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den oberen Rändern (10) der Segmentabschnitte (6) und entlang der kreisförmigen Innenwandung (11) wulstartige Rastelemente (12) erstrecken, die jeweils in die entsprechenden Aussparungen (13) in der Abdeckung (3) einrasten.
  4. 4. Köderdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Hohlzylinder (14) an einer oberen Flächenseite (15) ein quadratisches Haubenteil (16) aufweist und von diesem abgedeckt wird.
  5. 5. Köderdose nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite (17) des Haubenteils (16) ein Zylinderteil (18) angeordnet ist, das außen die ringsumführende Aussparung (13) aufweist, in welche die Rastelemente (12) des Basisteils (2) einrasten und drehbar geführt werden.
  6. 6. Köderdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stirnfläche (21) des zweiten Hohlzylinders (14) der Abdeckung (3) ringsum in Abständen voneinander nockenartige Vorsprünge (22) angeordnet sind, die in einer vorherbestimmten Endposition in am Basisteil (2) vorgesehenen entsprechenden Vertiefungen (23) einrasten.
  7. 7. Köderdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite (24) der Abdeckung (3) zentrisch ein Zylinderstück (25) angeordnet ist, welches zur Fixierung des Giftköders (4) zwischen der Abdeckung (3) und dem Basisteil (2) dient.
  8. 8. Köderdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Basisteile (2) vorgesehen und an einer Verbindungsstelle (26) zusammengefügt sind, um zwei Köderdosen (1) als eine doppelte Packung von Köderdosen zu bilden.






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