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Dokumentenidentifikation DE68919646T2 22.06.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0365841
Titel Mischungen von Polyphenylenethern und modifizierten Polyestern.
Anmelder General Electric Co., Schenectady, N.Y., US
Erfinder Falk, John Carl, Northbrook Illinois 60062, US;
Khait, Klementina, Skokie Illinois 60062, US
Vertreter Schüler, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 60329 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 68919646
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.09.1989
EP-Aktenzeichen 891176679
EP-Offenlegungsdatum 02.05.1990
EP date of grant 30.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.06.1995
IPC-Hauptklasse C08L 71/12
IPC-Nebenklasse C08L 67/00   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Mischungszusammensetzungen aus Polyphenylenäther und einem Polyester, zum Beispiel Polybutylenterephthalat. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Mischungszusammensetzungen, welche Polyphenylenäther und einen Polyester enthalten, der mit einem Hydroxy- oder Carboxy-endendem Polystyrol modifiziert ist.

Hintergrund der Erfindung

Polyphenylenätherharze sind bekannt und weisen eine wünschenswerte Kombination von chemischen, physikalischen und elektrischen Eigenschaften innerhalb eines Temperaturbereiches von mehr als etwa 343ºC (650ºF) auf, die sich von einem Versprödungspunkt von etwa -170ºC (-275ºF) bis zu einer Verformungstemperatur von etwa 191ºC (375ºF) erstrecken. Diese Kombination von Eigenschaften machen Polyphenylenätherharze für einen breiten Bereich von Anwendungen geeignet. Die Brauchbarkeit von Polyphenylenätherharzen wird jedoch in einigen Anwendungsbereichen beschränkt als Konsequenz der Verarbeitbarkeit, der Schlagfestigkeit und der chemischen Beständigkeit. Es ist bekannt, Polyphenylenätherharze mit verschiedenen Verbindungen zu modifizieren, um die Verarbeitbarkeit und die Schlagfestigkeit sowie die chemische Beständigkeit der Harze zu verbessern. In alternativer Weise sind Polyphenylenätherharze mit anderen Harzen vermischt worden, um ihre unerwünschten Eigenschaften zu verbessern.

Wie jedoch auf dem polymeren Sachgebiet allgemein bekannt, führt das Mischen von Polymeren häufig zu enttäuschenden Resultaten. Die meisten Polymere sind nicht tatsächlich löslich ineinander und selbst wenn sie durch mechanische Verfahren innig gemischt werden, so kann doch die Existenz von Phasengrenzen zwischen den Komponenten zu schlechten physikalischen und mechanischen Gesamteigenschaften führen. Wenn beispielsweise Polyphenylenäther mit linearen Polyestern wie Polybutylenterephthalat gemischt werden, die für ihre guten chemischen Eigenschaften bekannt sind, dann weisen die erhaltenen Mischungen im allgemeinen schlechte Qualitäten auf aufgrund der Unverträglichkeit der Polyphenylenäther und der Polyester. Die Mischungen zeigen schlechte Grenzflächenhaftung zwischen den Phasen der Polymerkomponenten und zeigen dadurch schlechte mechanische Eigenschaften sowie schlechtes Oberflächenaussehen und sie besitzen niedrige Hitzeverformungstemperaturen.

Verschiedene Misch-Strategien, die im Stand der Technik verwendet worden sind, umfassen die Verwendung von plastifizierenden Zusatzstoffen und Styrol-Butaden-Copolymerharzen, wie es von Lee im US-Patent 4,123,410 beschrieben ist. Lee offenbart die Verwendung großer Mengen von Weichmachern, vorzugsweise 10 bis 15 Prozent, was zu einem Verlust an Hitzeverformungstemperatur führt. Solche Zusammensetzungen, die Weichmacher umfassen, sind ebenfalls wenig zweckdienlich, um die Eigenschaften beizubehalten, wenn sie Lösungsmitteln ausgesetzt werden, da die Weichmacher von den Lösungsmitteln extrahiert werden können.

Das Mischen von Polyphenylenäthern mit Polyestern ist ebenfalls durchgeführt worden unter Einschluß von Phenoxyharzen in Kombination mit den Polymeren, wie sie in EP-A-148,774 offenbart sind. Die erhaltenen Mischungen waren jedoch ganz spröde. Es steht weiterhin zu erwarten, daß der Phenoxyharzgehalt die Lösungsbeständigkeit der Mischung herabsetzt.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Mischungszusammensetzungen aus Polyphenylenäther und einem Polyester,wie einem linearen Polyester, zu schaffen, wobei die Zusammensetzungen gute chemische und Lösungsbeständigkeit sowie gute Fließfähigkeit während des Ausformens aufweisen, sowie weiterhin gute mechanische und thermische Eigenschaften im ausgeformten Produkt ergeben.

Es ist weiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, welches das Mischen eines Polyphenylenäthers mit einem Polyester wie Polybutylenterephthalat erleichtert.

Zusammenfassung dar Erfindung

Diese und zusätzliche Aufgaben werden durch die vorliegende Erfindung gelöst, die Mischungszusammensetzungen aus einem Polyphenylenäther und einer die Eigenschaften verbessernden Menge eines Polyesters umfaßt, welcher mit einem Hydroxy- oder Carboxy-endenden Polystyrol modifiziert ist. Es wurde gefunden, daß die Mischungszusammensetzungen gute Fließeigenschaften beim Ausformen aufweisen und weiterhin gute chemische Lösungsbeständigkeit und mechanische Eigenschaften im ausgeformten Kunststoff aufweisen. Besonders bevorzugte Ergebnisse werden erhalten, wenn der Polyester ein linearer Polyester wie ein Polyalkylenterephthalat ist, beispielsweise Polybutylenterephthalat. Diese und weitere Aufgaben und Vorteile werden im Hinblick auf die nachfolgende detaillierte Beschreibung besser verstanden.

Detaillierte Beschreibung

Polyphenylenätherharze, die geeignet sind für die Verwendung in thermoplastischen Mischungszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung, umfassen Polymere und Copolymere mit wiederkehrenden Struktureinheiten der folgenden allgemeinen Formel:

worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; jeweils individuell einen einwertigen Substituenten darstellen wie Wasserstoff, Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy und andere Kohlenwasserstoffgruppen, wobei wenigstens einer der Reste R&sub1;, R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; nicht Wasserstoff ist und n den Polymerisationsgrad angibt. Vorzugsweise ist n wenigstens 20, und mehr bevorzugt ist n wenigsteins 50.

Die Polyphenylenätherharze, die für die Verwendung in den thermoplastischen Mischungszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind wohlbekannt und können nach einer Reihe bekannter Verfahren aus entsprechenden Phenolen oder reaktionsfähigen Derivaten derselben hergestellt werden. BeisPiele geeigneter Polyphenylenätherharze und Verfahren zu ihrer Herstellung sind in US-A-3,306,874 und 3,306,875 sowie in US-A-4,011,200 beschrieben. Bevorzugte Phenylenätherharze (oder PPE-Harze), die für die Zwecke der vorliegenden Erfindung brauchbar sind, umfassen sowohl die Homopolymeren, die durch oxidative Kupplung eines 2,6-Dialkylphenols hergestellt werden, wie sie beispielsweise im US-A-3,306,874 offenbart sind, sowie die Copolymeren von 2,6-Dialkylphenolen und 2,3,6-Trialkylphenolen, wie sie in US-A-4,011,200 beschrieben sind. Im allgemeinen werden diese Harze durch oxidative Kupplung eines 2,6-Dialkylphenols wie 2,6-Dimethylphenol oder einer Mischung aus einem 2,6-Dialkylphenol und einem 2,3,6-Trialkylphenol wie 2,3,6-Trimethylphenol hergestellt. Zur Bildung bevorzugter Copolymerer, die für die praktische Durchführung der vorliegenden Erfindung geeignet sind, liegt der Anteil des 2,3,6-Trialkylphenols im Bereich von 2 bis 50 Gew.-%, basierend auf dem gesamten Polyphenylenäther. Besonders bevorzugte Polyphenylenäther umfassen 2 bis 20 Gew.-%, mehr bevorzugt 2 bis etwa 10 Gew.-%, 2,3,6-Trialkylphenol, und entsprechend von 98 bis etwa 80, mehr bevorzugt von 98 bis 90 Gew.-% 2,6-Dialkylphenol. Die Synthese dieser Homopolymere und Copolymere durch eine Vielzahl von oxidativen Kupplungsverfahren ist wohlbekannt und solche Polymere sind im Handel erhältlich. In der vorliegenden Beschreibung und den Ansprüchen umfaßt die Bezeichnung "Polyphenylenäther" substituierte Polyphenylenäther und substituierte Polyphenylenäther-Copolymere sowie Mischungen derselben.

Der Polyester, der von den Mischungszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung umfaßt wird, ist vorzugsweise ein linearer Polyester, der ein Kondensationsprodukt aus einem Diol und einer Dicarbonsäure oder Ester derselben umfaßt. Beispiele bevorzugter linearer Polyester sind Polyalkylenterephthalate wie Polyäthylenterephthalat, modifiziertes Polyäthylenterephthalat,worin ein Teil des Diols 1,4-Cyclohexandimethanol, Polybutylenterephthalat und Homologe desselben darstellen und aromatische Diolester von aromatischen Dicarbonsäuren wie solchen, die in US-A-3,647,921 offenbart sind. Der bevorzugte Polyester ist Polybutylenterephthalat aus Gründen der guten ausgeglichenen Eigenschaften, die derselbe den Mischungen verleiht und seiner leichten Verfügbarkeit.

Das in der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendete polybutylenterephthalat ist ein Kondensationspolymer mit abwechselnden wiederkehrenden Einheiten, die von 1,4-Butylenglycol und Terephthalsäure abgeleitet sind. Polybutylenterephthalat wird im allgemeinen kommerziell durch eine Polykondensationsreaktion von Dimethylterephthalat mit 1,4-Butandiol hergestellt. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung können die gewöhnlichen kommerziellen Polybutylenterephthalate verwendet werden, darüber hinaus können jedoch auch geringfügig modifizierte Polybutylenterephthalate, welche geringe Mengen anderer Diole, Polyole, Dicarbonsäuren und Polycarbonsäuren enthalten, verwendet werden. Wenn die Funktionalität der Komponente größer als zwei ist, dann kann das Polymere einen kleinen Betrag an Verzweigung aufweisen, im wesentlichen jedoch linear sein, im Gegensatz zu vernetzten Polyesterharzen, die für die Verwendung in der vorliegenden Erfindung nicht bevorzugt werden. Polybutylenterephthalate, wie sie in Zeile 27, Spalte 3, bis Zeile 10, Spalte 4, von US-A-4,123,410 beschrieben sind, können ebenfalls verwendet werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Polyester mit Hydroxy- oder Carboxy-endendem Polystyrol modifiziert. Vorzugsweise ist der Polyester mit Hydroxy- oder Carboxy- endendem Polystyrol-Makromer modifiziert. Der Polyester kann durch Einverleibung von Blöcken des Hydroxy- oder Carboxy-endenden Polystyrols in den Polyester durch Co-Condensation während der ursprünglichen Veresterung modifiziert werden. In alternativer Weise kann der Polyester mit dem Polystyrol in einer Vormisch-Schmelzmisch-Stufe mit oder ohne Verwendung eines Umesterungs-Katalysators modifiziert werden. Das mit Hydroxy- oder Carboxy-endende Polystyrol und der damit modifizierte Polyester umfassen, ohne indessen darauf beschränkt zu sein, solche, die in US-A- 4,217,427 beschrieben sind. Andere geeignete Hydroxy- oder Carboxy-endende Polystyrole, die verwendet werden können, um die Polyester gemäß der vorliegenden Erfindung zu modifizieren, umfassen solche, die von ARCO unter dem Handelsnamen Macromer, wie beispielsweise Macromer 4501, hergestellt werden.

Die Mischungszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung umfassen 5 bis 95 Gew.-% des Polyphenylenäthers und 95 bis 5 Gew.-% des modifizierten Polyesters, basierend auf dem vereinigten Gewicht von Polyphenylenäther und Polyester. Mehr bevorzugt werden Zusammensetzungen, welche 25 bis 75 Gew.-% Polyphenylenäther und 75 bis 25 Gew.-% modifizierten Polyester enthalten. Der modifizierte Polyester enthält das Hydroxy- oder Carboxy-endende Polystyrol in einer Menge, die ausreichend, um eine erhöhte Verträglichkeit zwischen dem Polyphenylenäther und dem Polyester zu liefern, was durch verbesserte Eigenschaften zum Ausdruck kommt. Der modifizierte Polyester enthält 0,1 bis 15 Gew.-% des Hydroxy- oder Carboxy-endenden Polystyrols, basierend auf dem Gewicht von Polyester und Polystyrol. Mehr bevorzugt enthält der modifizierte Polyester 1 bis 10 Gew.-% des Polystyrols.

Andere Ingredienzien können in den Mischungszusammensetzungen der Erfindung vorhanden sein, wie beispielsweise Farbstoffe, Füllstoffe, verstärkende Mittel, antistatische Mittel, elektroleitfähige Additive, Stabilisatoren, Weichmacher, Formentrennmittel, Schlagmodifizierungsmittel, Fließbeschleuniger, und solche anderen Polymer-Additive, die dem Fachmann aus der Polymermisch-Technik bekannt sind.

Beispielsweise können die Mischungszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung ein oder mehrere Schlagmodifizierungsmittel umfassen, die allgemein bekannt sind. Bevorzugte Schlagmodifizierungsmittel umfassen gummiartige hochmolekulare Polymere. Gummiartige hochmolekulare Polymere können natürliche und/oder synthetische polymere Materialien umfassen. Insbesondere die gummiartigen hochmolekularen Polymer-Materialien können natürliches Gummi, thermoplastische Elastomere, Homopolymere und Copolymere, einschließlich willkürlichen, Block- und Pfropf-Copolymere, umfassen, die im Stand der Technik wohlbekannt sind. Spezielle Beispiele der gummiartigen hochmolekularen Polymer-Materialien umfassen, ohne indessen darauf beschränkt zu sein, natürliches Gummi, Butadien-Polymere, gummiartige Styrol-Copolymere, hochschlagfeste Polystyrole, Butadien/Styrol-Pfropf- und Blockcopolymere, Isopren-Polymere, Chlorbutadien-Polymere, Butadien/Acrylnitril-Copolymere, Isobutylen-Polymere, Isobutylen/Butadien-Copolymere, Isobutylen/Isopren-Copolymere, Acrylester-Polymere, Äthylen-Propylen-Copolymere, Äthylen/Propylen/Dien-Copolymere, Thiokol-Gummi, Polysulfid- Gummi, Polyurethan-Gummi und Epichlorhydrin-Gummi. Darüber hinaus können beliebige der vorgenannten gummiartigen Materialien in an sich bekannter Weise mit einer Säure oder einem Anhydrid für die Verwendung in den Mischungszusammen-Setzungen der vorliegenden Erfindung modifiziert sein. Bevorzugte Schlagmodifizierungsmittel umfassen AB und ABA- artige Blockcopolymere, enthaltend Monoalkenylaren-Blöcke und hydrierte, teilweise hydrierte und nicht-hydrierte konjugierte Dienblöcke. Das Schlagmodifizierungsmittel kann den thermoplastischen Mischungszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung in einer Menge von 1 bis 50 Gew.-%, und vorzugsweise in einer Menge von 5 bis 25 Gew.-%, basierend auf dem Gewicht des Polyphenylenäthers, des modifizierten Polyesters und des Schlagmodifizierungsmittels, zugesetzt sein.

Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können durch Mischen des Polyphenylenäthers und des modifizierten Polyesters sowie beliebiger zusätzlicher Komponenten gemäß den im Stand der Technik wohlbekannten Verfahren hergestellt werden. So kann beispielsweise eine innige Mischung der Komponenten durch Trockenmischen und anschließendes Preßmischen erhalten werden. In alternativer Weise kann eine thermische Verarbeitung in einer metallischen Mischvorrichtung, wie einem Banbury oder Henschel-Mischer, einer erhitzten Walzenmühle oder einem Extruder,durchgeführt werden, um eine geeignete Harzmischung zu liefern. Verschiedene Kombinationen oder Reihenfolgen dieser Stufen können verwendet werden vorausgesetzt, daß ein inniges Mischen bewerkstelligt wird. Ein inniges Mischen der Komponenten ist vorteilhaft für die Erzielung guter physikalischer Eigenschaften.

Die praktische Durchführung der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Beispiele besser verstanden. In diesen Beispielen bedeutet die Bezeichnung "Teile" Gewichtsteile.

Beispiel 1

Eine trockene Mischung wurde aus den folgenden Ingredienzien hergestellt: 52 Teile eines modifizierten Polyesters, hergestellt durch Schmelzmischen von 50 Teilen Polybutylenterephthalat (Celanese 2002) mit 2 Teilen Macromer 4501, ein Hydroxy-endendes Polystyrol, hergestellt von ARCO und 50 Teilen Polyphenylenäther, enthaltend ein Copolymer von 2,6-Dimethylphenol und 2,3,6-Trimethylphenol. Die Mischung wurde innig gemischt, indem dieselbe durch einen Extruder geschickt wurde, und es wurden Teststäbe ausgeformt. Die Izod-Kerbschlagfestigkeit (gemäß ASTM-D256) dieser Teststäbe lag bei 0,3, die Hitzeverformungstemperatur (gemäß ASTM-D648) bei 1,82 MPa (264 psi) betrug 167ºC (333ºF) und die Stäbe hatten eine glatte glänzende Oberfläche.

Stäbe, die in ähnlicher Weise unter Verwendung von Polybutylenterephthalat, welches nicht mit dem Hydroxy-endenden Polystyrol modifiziert worden war, hatten eine Izod- Kerbschlagfestigkeit von 0,1, eine Hitzeverformungstemperatur von 151ºC (304ºF) und ein rauhes Oberflächenaussehen.

Beispiel 2

Eine Mischung aus 50 Teilen Polyphenylenäther, enthaltend ein Copolymer aus 2,6-Dimethylphenol und 2,3,6-Trimethylphenol, 10 Teilen hochschlagfestes Polystyrol und 52 Teilen modifizierten Polyester, gebildet durch Vormischen von 50 Teilen des Polybutylenterephthalats (Gaftur 46022), ein schlagmodifiziertes Polybutylenterephthalat, hergestellt durch GAF) und 2 Teilen mit Hydroxy-Endgruppen versehenem Polystyrol, wurde hergestellt. Diese Mischung wurde innig gemischt durch Hindurchleiten durch einen Extruder und dann zu Teststäben ausgeformt.

Die Teststäbe wiesen eine Hitzeverformungstemperatur von 109ºC (228ºF) auf und besaßen eine Izod-Kerbschlagfestigkeit von 0,7. Die Lösungsbeständigkeit der Stäbe wurde bestimmt und lag wesentlich höher als bei einer kommerziellen Mischung des gleichen Polyphenylenäther-Copolymeren mit hochschlagfestem Polystyrol, Äthylen-Propylen-Gummi und Butadienstyrol-Copolymer-Gummi, und war vergleichbar mit einer Mischung des gleichen Polyphenylenäthers mit Nylon, einem Standard für hohe Lösungsbeständigkeit. Die Feuchtigkeits-Absorption lag bei 0,4% und das Schrumpfen der Form betrug 1,1%, wobei beide Werte geringer waren als sie üblicherweise mit Mischungen aus Nylon und dem gleichen Polyphenylenäther erhalten werden. Der Schmelzfluß der Mischung der vorliegenden Erfindung lag bei 3800 Pa.S (poise) bei 288ºC (550ºF) und 500/sek, was besser war als bei den kommerziellen Mischungen aus Polyphenylenäther mit hochschlagfestem Polystyrol, Äthylen-Propylen-Gummi und Butadien- Styrol-Copolymer-Gummi.

Die vorstehenden Beispiele sind angeführt, um spezielle Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zu erläutern, sollen indessen den Bereich der Zusammensetzung und die Verfahren der vorliegenden Erfindung in keiner Weise beschränken. Weitere Ausführungsformen und Vorteile im Rahmen der beanspruchten Erfindung sind für den Fachmann offensichtlich.


Anspruch[de]

1. Thermoplastische Polymermischungs-Zusammensetzung enthaltend, bezogen auf das Gesamtgewicht des Polyphenylenäthers und des modifizierten Polyesters:

(a) 5 - 95 Gew.-% eines Polyphenylenäthers, und

(b) 5 - 95 Gew. -% eines Polyesters, der mit einem Hydroxy- oder Carboxy-endenden Polystyrol modifiziert ist,

worin der Polyester mit 0,1 - 15 Gew.-% des Polystyrols, bezogen auf das Gesamtgewicht von Polyester und Polystyrol, modifiziert ist.

2. Mischungszusammensetzung nach Anspruch 1, enthaltend 25 - 75 Gew.-% Polyphenylenäther und 25 - 75 Gew.-% modifizierten Polyester.

3. Mischungszusammensetzung nach Anspruch 1, worin der Polyester einen linearen Polyester umfaßt.

4. Mischungszusammensetzung nach Anspruch 3, worin der Polyester ein Polyalkylenterephthalat umfaßt.

5. Mischungszusammensetzung nach Anspruch 4, worin der Polyester Polybutylenterephthalat umfaßt.

6. Mischungszusammensetzung nach Anspruch 1, worin der Polyphenylenäther ein Produkt der oxidativen Polymerisation von 2,6-Dimethylphenol ist.

7. Mischungszusammensetzung nach Anspruch 1, worin der Polyphenylenäther ein Produkt der oxidativen Copolymerisation von 2,6-Dimethylphenol und 2,3,6-Trimethylphenol ist.

8. Verfahren zur Erzeugung von Mischungen eines Polyesters und eines Polyphenylenäthers, welches die Modifizierung des besagten Polyesters mit einem Hydroxy- oder Carboxy-endenden Polystyrol und anschließendes Mischen des erhaltenen modifizierten Polyesters mit dem Polyphenylenäther umfaßt.

9. Verfahren nach Anspruch 8, worin der Polyester und das Polystyrol durch Schmelzmischen miteinander vermischt werden.

10. Verfahren nach Anspruch 8, worin der modifizierte Polyester und der Polyphenylenäther durch Schmelzmischen miteinander vermischt werden.

11. Verfahren nach Anspruch 8, worin 5 - 95 Gew-% Polyphenylenäther mit 5 - 95 Gew.-% modifiziertem Polyester, bezogen auf das Gesamtgewicht des Polyphenylenäthers und des modifizierten Polyesters, miteinander vermischt werden.

12. Verfahren nach Anspruch 11, worin 25 - 75 Gew.-% Polyphenylenäther mit 25 - 75 Gew.-% modifiziertem Polyester vermischt werden.

13. Verfahren nach Anspruch 8, worin der Polyester mit 0,1 bis 15 Gew.-% des Polystyrols, bezogen auf das Gesamtgewicht von Polyester und Polystyrol, modifiziert wird.

14. Verfahren nach Anspruch 8, worin der Polyester einen linearen Polyester umfaßt.

15. Verfahren nach Anspruch 14, worin der Polyester ein Polyalkylenterephthalat umfaßt.

16. Verfahren nach Anspruch 15, worin der Polyester Polybutylenterephthalat umfaßt.

17. Verfahren nach Anspruch 8, worin der Polyphenylenäther ein Produkt der oxidativen Polymerisation von 2,6-Dimethylphenol ist.

18. Verfahren nach Anspruch 8, worin der Polyphenylenäther ein Produkt der oxidativen Oopolymerisation von 2,6-Dimethylphenol und 2,3,6-Trimethylphenol ist.







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