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Dokumentenidentifikation DE68919669T2 22.06.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0378762
Titel Graphikbilddatenkompressionsverfahren.
Anmelder Hewlett-Packard Co., Palo Alto, Calif., US
Erfinder Miller, Steven O., Vancouver Washington 98682, US
Vertreter Stahlberg, W., Rechtsanw.; Hoormann, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 28209 Bremen; Goddar, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Liesegang, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 80801 München; Kuntze, W.; Kouker, L., Dr., Rechtsanwälte; Winkler, A., Dr.rer.nat., Pat.-Anw.; Huth, M., Rechtsanw., 28209 Bremen; Tönhardt, M., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 40593 Düsseldorf; Nordemann, A., Dr.jur., 28717 Bremen; Ebert-Weidenfeller, A., Dr. jur., Rechtsanwälte, 28209 Bremen; Tönnies, J., Dipl.-Ing. Dipl.-Oek. Dr., Pat.- u. Rechtsanw.; Biehl, C., Dipl.-Phys., 24105 Kiel; Liesegang, E., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anwälte, 80801 München; Nordemann, W., Prof. Dr.; Vinck, K., Dr.; Hertin, P., Prof. Dr.; vom Brocke, K., 10719 Berlin; Omsels, H., 80801 München; Hummel, H.; Pasetti, M., Dr., 10719 Berlin; Titz, G., Rechtsanwälte, 04103 Leipzig
DE-Aktenzeichen 68919669
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 23.10.1989
EP-Aktenzeichen 891196172
EP-Offenlegungsdatum 25.07.1990
EP date of grant 30.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.06.1995
IPC-Hauptklasse H04N 1/417
IPC-Nebenklasse H04N 1/415   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Komprimierung von Grafikdaten und insbesondere ein Verfahren, welches wahlweise Daten auf einer Rasterzeilen-Basis (Rasterzeile für Rasterzeile) oder auf einer Bytegruppen-Basis (Bytegruppe für Bytegruppe) komprimieren kann.

Datenbytes beschreiben Grafikbilder häufig als eine Anordnung von Rasterzeilen. Eine Rasterzeile ist eine Zeile oder ein Streifen eines Grafikbildes. Viele parallele Rasterzeilen können gruppiert oder geschichtet werden, um ein gesamtes Grafikbild zu erzeugen.

Jedes Datenbyte beschreibt einen Teil einer Rasterzeile innerhalb des Grafikbildes. Da jedes Byte einen Teil einer Rasterzeile beschreibt, können die Daten selbst als eine Rasterzeile aus Daten, oder als Daten, welche auf einer Rasterzeilen-Basis bzw. rasterzeilenweise angeordnet sind, bezeichnet werden, wobei im folgenden Text der Ausdruck rasterzeilenweise verwendet wird.

Da Grafikbilder oft komplex sind können die Daten, welche die Bilder beschreiben, umfangreich und ausführlich sein. Die Übertragung solcher Daten zwischen den Komponenten in einem System, wie zwischen einem Hostrechner und einem Drucker, erfordert daher häufig eine große Speicherkapazität und kann zu einer unerwünschten Zeitverzögerung führen. Um den erforderlichen Speicher zu begrenzen und um solche Zeitverzögerungen zu vermeiden, können die Daten komprimiert werden, so daß die Information unter Einsatz von weniger Daten übertragen wird, wodurch Zeit gespart wird.

Die Daten können auf viele Arten komprimiert werden. Gilbert Held beschreibt beispielsweise in seinem Buch "Data Compression", veröffentlicht von Wiley Hayden, 1984, ein Komprimierungsverfahren, bei dem Datenbits innerhalb einer Rasterzeile mit Datenbits in einer benachbarten Rasterzeile verglichen werden. Durch Vergleichen der Bits können die Unterschiede zwischen den Zeilen bemerkt werden. Wenn sie einmal bemerkt wurden, kann eine Rasterzeile dadurch beschrieben werden, daß festgelegt wird, wie sich die Bits dieser Zeile von den Bits in der anderen Zeile unterscheiden. Die Daten, welche diese Unterschiede beschreiben, können weniger umfangreich sein als die Daten, welche die Rasterzeile beschreiben, woraus sich eine Komprimierung der Daten ergibt.

Ein derartiger bitweiser Vergleich unterschiedlicher Rasterzeilen aus Daten erkennt jedoch nicht, wenn sich Daten innerhalb der Rasterzeilen selbst wiederholen. Zusätzlich bietet sich ein solcher Vergleich nicht als ein besonders präzises Verfahren zum Aufzeichnen der Bitänderungen zwischen den Zeilen an.

Aus der US-A-4 724 483 oder der US-A-4 776 028 ist es bekannt, binäre Daten in Einheiten von beispielsweise jeweils 16 Bit zu unterteilen, um diese einheitenweise oder zeilenweise zu komprimieren.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Datenkomprimierungsverfahren vorzusehen, welches die Erkennung von Wiederholungen innerhalb der Rasterzeilen sowie die präzise Aufzeichnung von Veränderungen zwischen Zeilen ermöglicht.

Das Verfahren zur Komprimierung von Grafikdaten gemäß dieser

Erfindung ist in Anspruch 1 definiert. Im wesentlichen werden Daten wahlweise auf einer Rasterzeilen-Basis oder auf einer Bytegruppen-Basis komprimiert. Die Rasterzeilen-Basis vergleicht Bytes innerhalb benachbarter Rasterzeilen und erfaßt dabei Wiederholungen zwischen den Zeilen. Wenn die Daten rasterzeilenweise verglichen werden, zeichnet das erfindungsgemäße Verfahren alle Unterschiede als relative Offset- und Ersatzbytes auf. Die Bytegruppen-Basis vergleicht verschiedene Bytegruppen innerhalb einer einzelnen Rasterzeile und erfaßt dabei Wiederholungen innerhalb der Zeile selbst. Die selektive Konprimierung von Daten gemäß dieser Basen ergibt eine hochwertige Komprimierung.

Fig. 1 zeigt ein Blockdiagramm des erfindungsgemäßen Rasterzeilen-Komprimierungsverfahrens.

Fig. 2 zeigt die Beziehung der Fig. 3A, 3B und 3C.

Fig. 3A bis 3C stellen detaillierte Blockdiagramme des erfindungsgemäßen Komprimierungsverfahrens dar.

Fig. 1 zeigt allgemein bei 10 ein Blockdiagramm des erfindungsgemäßen Rasterzeilen-Datenkomprimierungsverfahrens. Am Anfang wird ein Datenblock rasterzeilenweise angeordnet, wie durch den Block 12 dargestellt. Mit einem rasterzeilenweise angeordneten Datenblock werden also Daten bezeichnet, die ein Bild als eine Anordnung von Rasterzeilen beschreiben.

In Schritt 14 werden dann eine erste und eine zweite Rasterzeile aus Daten verglichen, und die Veränderungen zwischen den Zeilen werden in Schritt 16 bemerkt bzw. notiert. Insbesondere wird jedes Byte in der zweiten Rasterzeile, das sich von dem entsprechenden Byte in der ersten Rasterzeile unterscheidet, in einem Schritt 18 als relative Offset- und Ersatzbytes aufgezeichnet. Entsprechende Bytes sind Datenbytes, welche Teile eines Bildes definieren, die in vertikaler Richtung zueinander benachbart sind, jedoch in unterschiedlichen Rasterzeilen liegen. Mit relative Offset- und Ersatzbytes wird die Art und Weise bezeichnet, wie die Änderungen zwischen solchen Rasterzeilen aufgezeichnet werden.

Die Anzahl der Bytes, welche in einer zweiten Rasterzeile zu ersetzen sind, weil sie sich von den entsprechenden Bytes in der ersten Rasterzeile unterscheiden, kann beispielsweise als eine Drei-Bit-Zahl aufgezeichnet werden. Der Ort der zu ersetzenden Bytes kann als eine Fünf-Bit-Zahl aufgezeichnet werden. Die Fünf-Bit-Zahl ist der relative Offsetwert. Der Offset entspricht der Anzahl von Bytes in der nomentanen Rasterzeile ab dem letzten unbehandelten Byte, oder, mit anderen Worten,der Anzahl von Bytes ab dem Byte, welches dem letzten ersetzten Byte folgt. Alternativ kann der Offset relativ zu dem linken Grafikrand bestimmt werden.

Ein großer Offset kann mehrere Bytes erfordern, um diesen darzustellen. Die Zahlen von null bis dreißig können einen relativen Offset von null bis dreißig anzeigen, wobei null das nächste unkomprimierte Byte bezeichnet. Wenn die Fünf-Bit-Zahl einunddreißig ist, wird das nächste Byte als ein zusätzlicher Offsetwert interpretiert und zu der vorhergehenden Fünf-Bit- Zahl addiert. Ein Offset von einunddreißig kann beispielsweise als die Zahl einunddreißig plus einem zusätzlichen Offset von null, der in dem nächsten Datenbyte enthalten ist, aufgezeichnet werden. Zweiunddreißig kann als die Zahl einunddreißig plus einem zusätzlichen Offset von eins aufgezeichnet werden. Wenn ein solches nächstes Byte die Zahl zweihundertfünfundfünf zig enthält, dann wird dieser Wert zu der Fünf-Bit-Zahl addiert, und das nächste Byte wird als ein Ottset mit eingeschlossen, usw.

Wie erläutert, wird die Anzahl der zu ersetzenden Bytes und der Ort (Offset) dieser Bytes aufgezeichnet. Die Ersatzbytes selbst folgen den Bytes, welche den Offsetwert definieren. Für jedes Byte, welches ersetzt wird, muß ein Ersatzbyte folgen. Die Anzahl der Ersatzbytes kann im Bereich von eins bis acht liegen, sie darf jedoch für ein einzelnes Befehlsbyte acht nicht überschreiten, weil nur drei binäre Stellen zur Verfügung stehen, um die Anzahl der zu ersetzenden Bytes anzugeben. Das Format solcher Daten kann daher wie folgt ausgedrückt werden:

< Befehlsbyte> [< optionale Offsetbytes> ] < Ersatzbytes>

wobei das Befehlsbyte die Drei-Bit-Zahl der zu ersetzenden Bytes und den angfänglichen Fünf-Bit-Offsetwert enthält. Wenn beispielsweise, im Binärcode, das Befehlsbyte "0100 0000" ist, müssen die nächsten drei Bytes in der momentanen Rasterzeile durch die nachfolgenden Ersatzbytes ersetzt werden. Wenn das Befehlsbyte "0110 0101" ist, werden die nächsten fünf Bytes in der momentanen Rasterzeile übersprungen, und die folgenden vier Bytes werden durch die geeigneten vier Ersatzbytes ersetzt. Wenn das Befehlsbyte "0000 0000" ist, wird das nächste Byte ersetzt.

Bei der bevorzugten Ausführungsforn ist mit Kompilierungsänderungen zwischen Rasterzeilen oder Bytegruppen die Aufzeichnung der Anzahl und Positionen solcher Änderungen bezeichnet, wie erläutert. Es können jedoch unterschiedliche Aufzeichnungsverfahren verwendet werden, ohne das erfindungsgemäße Komprimierungsverfahren zu verlassen.

Daten, welche sich zwischen den verglichenen Rasterzeilen nicht ändern, werden im Schritt 20 reproduziert. Die reproduzierten Bytes sind nicht Teil der komprimierten Daten, weil sie bereits in einem Speicher oder Puffer eines Aufgaben-Prozessors (Task-Processor) existieren würden. Mit anderen Worten, der Schritt, bei dem die Daten reproduziert werden, läßt die Daten einfach unverändert. Die reproduzierten Daten und die relativen Offset- und Ersatzbytes beschreiben die Daten innerhalb der zweiten Rasterzeile vollständig. Die Daten können dann zu dem Aufgabenprozessor geschickt werden, wie durch Schritt 22 angedeutet. Wiederum werden nur die Offset- und Ersatzbytes zu dem Aufgabenprozessor geschickt, weil die reproduzierten Daten bereits dort sind und unverändert bleiben. Schritt 24 ermittelt dann, ob der gesamte Datenblock komprimiert worden ist. Wenn ja, beendet Schritt 26 die Komprimierung. Wenn nein, beginnt das Verfahren erneut bei Schritt 14, indem nachfolgende Rasterzeilen verglichen werden, welche Information enthalten.

Am Anfang wurden eine erste und eine zweite Rasterzeile verglichen. Bei dem Vergleich von Daten, welche nachfolgende Rasterzeilen beschreiben, ist die zuvor als die "zweite" Rasterzeile bezeichnete Zeile nun die "erste" Rasterzeile. Mit anderen Worten, "erste" Rasterzeile wird in diesem Zusammenhang verwendet, um die Bezugs- oder Keimzeile zu bezeichnen. Die nächste Rasterzeile wird zur zweiten Rasterzeile, und sie wird mit den unkomprimierten Daten verglichen, welche die neue erste Rasterzeile beschreiben. Die Begriffe erste und zweite Rasterzeilen bezeichnen also mit fortschreitender Komprimierung unterschiedliche Rasterzeilen.

Fig. 2 zeigt die Beziehung zwischen den Fig. 3A bis C, wobei Fig. 3A durch einen Block 28 dargestellt ist, Fig. 3B ist durch einen Block 30 dargestellt, und Fig. 3C ist durch einen Block 32 dargestellt. Die Fig. 3A, 3B und 3C zeigen Blockdiagramme des erfindungsgemäßen wählbaren Komprimierungsverfahrens.

In Fig. 3A gibt ein Block 34 Datenbytes wieder, welche eine Rasterzeile eines Bildes beschreiben. Schritt 36 gibt die erste Rasterzeile dieser Daten an.

Die Rasterzeile am Anfang des Komprimierungsvorgangs wird dann mit einer Bezugs-Rasterzeile verglichen, wie in Schritt 38 gezeigt. Die Bezugsrasterzeile wird von dem System, welches das erfindungsgemäße Verfahren einsetzt, erzeugt und würde üblicherweise auf einen Wert von null eingestellt werden, weil die Anfangszeilen eines Grafikbildes im allgemeinen leer sind.

Im nächsten Schritt 40 werden die Änderungen zwischen der ersten Rasterzeile und der Bezugsrasterzeile bemerkt bzw. notiert und kompiliert. Die Kompilierung dieser Änderungen bildet eine komprimierte Beschreibung der Daten, welche die erste Rasterzeile beschreiben. Schritt 42 ermittelt dann, ob die Komprimierung ausreichend war. Eine Komprimierung ist ausreichend, wenn sie ein vorgegebenes Komprimierungsverhältnis, von beispielsweise 9:1, erfüllt.

Wenn die Komprimierung nicht ausreichend ist, ermittelt das erfindungsgemäße Verfahren bei einem Schritt 44, ob die Datenbytes in der ersten Rasterzeile bytegruppenweise komprimiert worden sind. Wenn eine Bytegruppen-Komprimierung nicht stattgefunden hat, vergleicht das Verfahren Bytegruppen innerhalb der ersten Rasterzeile, wie in Schritt 46 gezeigt. Eine Bytegruppe ist eine vorgegebene Anzahl von Bytes innerhalb einer gegebenen Rasterzeile. Schritte 40 und 42 werden dann für die Bytegruppen-Komprimierung wiederholt.

Wenn die Rasterzeilen-Komprimierung ungenügend war, und wenn auch die Bytegruppen-Komprimierung ungenügend war, verwendet das erfindungsgemäße Verfahren die am meisten komprimierten Daten, wie in Schritt 48 gezeigt. Die am meisten komprimierten Daten können die Rasterzeilen-Komprimierung, die Bytegruppen- Komprimierung oder die unkomprimierten Daten selbst sein, je nach dem wer am wenigsten Speicherplatz benötigt.

Wenn entweder die anfängliche Rasterzeilen-Komprimierung ausreichend war, die nachfolgende Bytegruppen-Komprimierung ausreichend war, oder wenn zur weiteren Verwendung die am meisten komprimierten Daten ausgewählt worden sind, werden im nächsten Schritt 50 die jeweiligen Daten zu dem Aufgabenprozessor weitergeleitet. Das erfindungsgemäße Verfahren ermittelt dann in einem Schritt 52, ob die Komprimierung abgeschlossen ist. Wenn ja, wird die Aufgabe (Task) bei Schritt 54 beendet. Wenn nein, wird das Verfahren bei dem mit "A" bezeichneten Schritt bei 56 fortgesetzt.

Fig. 3B zeigt die Schritte, welche der Bezeichnung "A" folgen. Zunächst identifiziert das Verfahren die nächste Rasterzeile in einem Schritt 58. Diese Zeile wird dann auf derselben Basis komprimiert wie die vorhergehende Rasterzeile. Wenn die vorhergehende Rasterzeile beispielsweise bytegruppenweise komprimiert worden ist, wird die nächste Rasterzeile ebenfalls bytegruppenweise komprimiert. Schritt 60 ermittelt die vorhergehende Komprimierungs-Basis. Wenn die vorhergehende Rasterzeile nicht komprimiert wurde, kann jedes der beiden Komprimierungsverfahren gewählt werden.

Wenn die vorhergehende Komprimierung rasterzeilenweise erfolgte, durchläuft das erfindungsgemäße Verfahren die mit "B" bezeichneten Schritte bei 62. Wenn die vorhergehende Komprimierung bytegruppenweise erfolgt ist, durchläuft das erfindungsgemäße Verfahren die mit "C" bezeichneten Schritte bei 64.

Die mit "B" bezeichneten Schritte beginnen mit dem Vergleich der momentanen Rasterzeile mit der vorhergehenden Rasterzeile, wie durch Schritt 66 gezeigt. Die Anderungen zwischen den Zeilen werden in einem Schritt 68 notiert und kompiliert. Das Verfahren ermittelt dann in einem Schritt 70, ob die Komprimierung ausreichend war. Wenn ja, werden die sich aus der Rasterzeilen-Komprimierung ergebenden Daten verwendet, wie in Fig. 3C durch Schritt 72 gezeigt.

Wenn in Schritt 70 ermittelt wird, daß die Komprimierung ungenügend war, wird im nächsten Schritt ermittelt, ob die Rasterzeile bytegruppenweise komprimiert worden ist, wie bei 74 gezeigt. Wenn nein, geht das Verfahren zu den der Bezeichnung "C" folgenden Schritten bei 64 weiter.

Die der Bezeichnung "C" folgenden Schritte werden also ausgeführt, wenn die vorhergehende Rasterzeile bytegruppenweise komprimiert worden ist, wie in Schritt 60 ermittelt, oder wenn die Rasterzeilen-Komprimierung in den Schritten 66, 68 nicht zu einer ausreichenden Komprimierung geführt hat. In jedem Fall werden in Schritt 76 Bytegruppen verglichen. Die Änderungen zwischen Bytegruppen werden in Schritt 78 notiert und kompiliert.

Das Verfahren ermittelt dann in Schritt 80, ob die Bytegruppen-Komprimierung ausreichend war. Wenn ja, werden die bytegruppenweise komprimierten Daten verwendet, wie in Fig. 3C bei Schritt 82 gezeigt. Wenn die Bytegruppen-Komprimierung nicht zu einer ausreichenden Komprimierung geführt hat, ermittelt das Verfahren, ob die Daten rasterzeilenweise komprimiert worden sind, wie in Schritt 84 gezeigt. Wenn nein, wird das Verfahren bei den der Bezeichnung "B" folgenden Schritte bei 62 fortgesetzt.

Fig. 3C bildet das erfindungsgemäße Datenkomprimierungsverfahren weiter ab. Wenn eine Rasterzeile rasterzeilenweise und bytegruppenweise komprimiert worden ist, und keine dieser Komprimierungen zu einer ausreichenden Komprimierung geführt hat, geht das Verfahren zu Block 86 weiter und verwendet die am meisten komprimierten Daten. Die am meisten komprimierten Daten können entweder die rasterzeilenweise komprimierten Daten, die bytegruppenweise komprimierten Daten oder die unkomprimierten Daten sein.

Die Daten, welche verwendet werden sollen, werden in Schritt 88 zu dem Aufgabenprozessor weitergeleitet. Das Verfahren ermittelt dann in einem Schritt 90, ob die Datenkomprimierung abgeschlossen ist, und wenn ja, wird die Aufgabe beendet, wie in Block 92 gezeigt. Wenn die Komprimierung nicht abgeschlossen ist, geht das Verfahren zu der Bezeichnung "A" bei 56 in Fig. 3B weiter und wird mit den nachfolgenden Schritten fortgesetzt.

Das Rasterzeilen-Datenkomprimierungsverfahren und das wählbare Datenkomprimierungsverfahren sind für alle Daten anwendbar, welche Grafikbilder rasterzeilenweise beschreiben. Die Komprimierung von Daten durch Vergleichen von Rasterzeilen ergibt ein hohes Komprimierungsverhältnis bei Daten, welche sich von Rasterzeile zu Rasterzeile, oder in "vertikaler" Richtung,wiederholen. Die Bytegruppen-Datenkomprimierung ergibt eine hohe Komprimierungsraten für Daten, welche sich innerhalb einer einzelnen Rasterzeile, oder in "horizontaler" Richtung, wiederholen.

Das wählbare Datenkomprimierungsverfahren ermöglicht, daß Daten entweder rasterzeilenweise oder bytegruppenweise komprimiert werden, abhängig davon welches Komprimierungsverfahren ausreichende Ergebnisse erzielt. Ein solches wählbares Komprimierungsverfahren ergibt im Vergleich zu anderen Datenkomprimierungsverfahren eine überlegene Leistungsfähigkeit, da Grafikbilder sich oft in horizontaler oder vertikaler Richtung wiederholen, jedoch nicht immer gleichzeitig in beiden Richtungen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Komprimierung von Graphikdaten, welche in einem System verwendet werden, wobei Bytegruppen von Daten rasterzeilenweise angeordnet werden, um diese Daten zu komprimieren, mit den Verfahrensschritten:

Vergleichen (66, 76) solcher Rasterzeilen von Daten wahlweise auf der Basis benachbarter Rasterzeilen oder auf einer der Basis benachbarter Bytegruppen,

Verwenden einer ausgewählten dieser Vergleichsbasen und Notieren (68, 78) der Veränderungen zwischen verglichenen benachbarten Zeilen oder benachbarten Bytegruppen, Kompilieren (68, 78) dieser Veränderungen, so daß sie eine erste komprimierte Beschreibung einer der verglichenen Zeilen oder Bytegruppen bilden,

Bestimmen (70, 80), ob diese erste komprimierte Beschreibung eine ausreichende Komprimierung der Daten ergibt, wenn ja, Verwenden (72, 82) der ersten komprimierten Beschreibung,

wenn nein, Vergleichen (66, 76) der Daten auf der anderen Vergleichsbasis, welche beim anfänglichen Vergleich nicht verwendet wurde,

Notieren (68, 78) der Veränderungen zwischen den verglichenen benachbarten Zeilen oder benachbarten Bytegruppen, Kompilieren (68, 78) dieser Veränderungen, so daß sie eine zweite komprimierte Beschreibung einer der verglichenen Zeilen- oder Bytegruppen bilden,

Bestimmen (70, 80), ob diese zweite komprimierte Beschreibung eine ausreichende Komprimierung der Daten ergibt,

wenn ja, Verwenden (72, 82) der zweiten komprimierten Beschreibung,

wenn nein, Verwenden (86) der von der ersten und der zweiten komprimierten Beschreibung und den nicht komprimierten Daten am meisten komprimierten Beschreibung, und Wiederholen der obenbeschriebenen Schritte für nachfolgende Rasterzeilen von Daten.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Schritt des Vergleichens (76) dann, wenn er bytegruppenweise ausgeführt wird, das Vergleichen einer vorgegebenen Anzahl von Datenbytes mit einer vorgegebenen Anzahl von nachfolgenden benachbarten Datenbytes innerhalb derselben Rasterzeile umfaßt, und dieser Bytevergleich wiederholt wird, bis alle Bytes in der Rasterzeile verglichen worden sind.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Schritt des Wiederholens das Vergleichen nachfolgender Rasterzeilen von Daten gemäß denselben Verfahren wie beim unmittelbar vorhergehenden Datenvergleich umfaßt, d.h., rasterzeilenweise oder bytegruppenweise abhängig davon, wie die unmittelbar vorhergehenden Daten verglichen worden sind.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem ferner die Datenkomprimierung begonnen wird, indem die Daten rasterzeilenweise verglichen werden, die Schritte Notieren, Kompilieren und Bestimmen durchgeführt werden und dann, wenn die Komprimierung noch nicht ausreichend ist, die Daten bytegruppenweise für eine vorgegebene Anzahl von Rasterzeilen verglichen werden, die Schritte Notieren, Kompilieren, Bestimmen und Verwenden durchgeführt werden und die obenbeschriebenen Schritte wiederholt werden, indem mit den Rasterzeilen-Vergleich wiederbegonnen wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Schritte des Vergleichens (66), Notierens (68) und Kompilieren (68) dann, wenn sie rasterzeilenweise ausgeführt werden, ferner das Aufzeichnen jedes Bytes in einer zweiten Rasterzeile, welches von dem entsprechenden Byte in einer ersten Rasterzeile abweicht, als relative Offset- und Ersatzbytes und das Kompilieren dieser Offset- und Ersatzbytes umfaßt, so daß diese eine komprimierte Beschreibung der zweiten Rasterzeile bilden.







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