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Dokumentenidentifikation DE69015542T2 22.06.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0421519
Titel Vorrichtung zum Zuführen von flachen und gestapelten Pappschachteln in ein senkrechtes Magazin an der Spitze einer Maschine um Pappschachteln zu fabrizieren.
Anmelder Marchetti, Augusto, Mailand/Milano, IT
Erfinder Marchetti, Augusto, Mailand/Milano, IT
Vertreter Hoffmann, Eitle & Partner Patent- und Rechtsanwälte, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69015542
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 27.09.1990
EP-Aktenzeichen 902025535
EP-Offenlegungsdatum 10.04.1991
EP date of grant 28.12.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.06.1995
IPC-Hauptklasse B65H 1/30

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen flachgelegter und gestapelter Pappschachteln in ein vertikales Hauptmagazin, das über einer Maschine zum Aufstellen von Pappschachteln liegt.

Die Maschinen zum Aufstellen von Pappschachteln sind Maschinen, die ausgehend von Pappschachteln, die in flacher Form gefaltet sind, diese zu einer Schachtelform aufstellen und ihren Bodenteil dadurch schließen, daß entsprechende Faltklappen, die sich von den Kastenwänden aus erstrecken, übereinandergelegt werden. Bekannte Maschinen dieser Bauart, wie sie beispielsweise im US-Patent Nr. 4 857 038 beschrieben ist, ziehen die Faltschachteln von einem vertikalen Magazin ab, das über der Maschine angeordnet ist und in dem die altschachteln in zusammengefalteter aufeinandergestapelter Korm liegen.

Bei einer solchen Maschine zum Aufstellen von Pappschachteln mit einem vertikalen Magazin, das über der Maschine angeordnet ist, besteht ein Problem in der begrenzten Kapazität zum Lagern der Pappschachteln, wobei dieses Problem daraus folgt, daß das Gewicht des Magazins sowie die Gesamthöhe der Maschine innerhalb akzeptabler Grenzen gehalten werden müssen. Andererseits ist es sinnvoll, ein Magazin mit einer hohen Kapazität zu haben, damit es nicht zu oft nachgefüllt werden muß.

Die Aufgabe, solche Aufstellmaschinen mit Vorrichtungen zu versehen, die in der Lage sind, den genannten Nachteil zu überwinden, ist bereits durch die US-A 3 982 749 gelöst, die ihrerseits eine Maschine nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1 beschreibt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Antriebsvorrichtung zum Zuführen der flachgelegten und gestapelten Pappschachteln zu einem vertikalen Hauptmagazin zu verbessern, das über der Maschine zum Aufstellen der Pappschachteln liegt. Diese Aufgabe wird mit Mitteln gelöst, die im Patentanspruch 1 angegeben sind.

Da nach wie vor die Höhe des vertikalen Hauptmagazins und damit der Aufstellmaschine als Ganzes begrenzt wird, steht auf diese Weise ein Hilfsmagazin zur Verfügung, das eine erhebliche Kapazität haben kann und das zum Nachfüllen des Hauptmagazins unmittelbar zugänglich ist, wobei ferner die Antriebsvorrichtung verbessert ist.

Die Einzelheiten der vorliegenden Erfindung gehen aus der nachfolgenden, genauen Beschreibung einer Ausführungsform hervor, die in den beigefügten Zeichnungen in nicht begrenzender Weise dargestellt ist.

Es zeigen:

Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Aufstellmaschine, die mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung versehen ist, die ihrerseits im Längsschnitt dargestellt ist;

Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die an der Maschine angebaute Vorrichtung;

Eig. 3 zeigt den Zusammenbau der Maschine und der Vorrichtung aus der Blickrichtung von hinten; und

Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Einzelheit der Überführungsvorrichtung der Pappschachteln als Schnittansicht längs der Linie IV-lV in Kig. 2.

Unter Bezugnahme auf Fig. 1 hat die Aufstellmaschine, die als Ganzes mit 1 bezeichnet ist, ein vertikales Hauptmagazin 2, das über ihr angeordnet ist, und das durch zwei hochstehende Teile 3 und durch zwei Seitenteile 4 gebildet wird und von dem die Pappschachteln einzeln zur nachfolgenden Aufstellbehandlung mit Hilfe von Saugköpfen 5 abgezogen werden.

An einer Seite der Aufstellmaschine 1 befindet sich ein Hilfsmagazin 6 (Fig. 2 und 3), das durch einen festen Rahmen 30, durch eine vertikal bewegliche Tragplatte 7 und durch Führung 32 gebildet wird, die an einem der Seitenteile 4 des Hauptrrtagazins 2 befestigt ist, um die seitliche, horizontale Ausrichtung der gestapelten Pappschachteln zu ermöglichen. Die Tragplatte 7 ist seitlich mit Hilfe von Hülsen 8 gelagert, die jeweils an Spindelmuttern 9 befestigt sind, die ihrerseits in der Lage sind, ohne Drehung längs der Säulen 10 des Rahmens 30 des Hilfsmagazins 6 zu gleiten und die jeweils mit senkrechten Spindeln 11 im Eingriff sind, die oben mit Hilfe eines Kegelradpaares 12 mit einer gemeinsamen, horizontalen Welle 13 (Fig. 1 und 3) in Verbindung stehen.

Die Welle 13 ist so ausgelegt, daß sie ein Drehmoment abwechselnd von einem langsamen Motor 14 oder von einem schnellen Motor 15 empfangen kann. Im einzelnen ist die Welle 13 mit dem schnellen Motor 15 über eine Kette 18 (Fig. 2 und 3) ständig im Eingriff und sie ist ferner normalerweise auch mit dem langsameren Motor 14 über eine Kette 16 im Eingriff, kann jedoch von diesem mit Hilfe einer pneumatisch gesteuerten Kupplung getrennt werden.

Zwischen dem Hauptmagazin 2 der Aufstellmaschine 1 und dem Hilfsmagazin 6 befindet sich eine Überführungsvorrichtung für die einzelnen Pappschachteln, die als Ganzes mit der Bezugsziffer 19 bezeichnet ist und die zum Abziehen der Pappschachtel von der Oberseite des Hilfsmagazins 6 ein Paar von Riemen 20 aufweist, die auf Rollen 21 gelagert sind und mit ihrer Hilfe betrieben werden. Gemäß Fig. 4 wird die Drehung der Rollen 21 mit Hilfe eines Paares von Kegelrädern 25 bewirkt, die mit der Welle 26 in Verbindung stehen, die ihrerseits mit Hilfe eines Riementriebes 35 von einem Motor 34 in Drehung versetzt werden kann.

Während ihrer Überführung von einem Magazin zum anderen mit Hilfe der Riemen 20 liegt die Pappschachtel auf einer Reihe von Leerlaufrollen 36 auf, die seitlich von phantographartigen Rahmen 37 gehalten werden, deren hintere Enden festgelegt sind und deren vordere Enden an Gleithülsen 38 befestigt sind, die ihrerseits mit Spindelmuttern 22 einstückig sind, die wiederum mit horizontalen Spindeln 23 im Eingriff sind, die mit Hilfe von Kegelradpaaren 24 mit einer Antriebswelle 45 mit einer Betätigungskurbel 46 in Verbindung stehen (Fig. 1 und 3). Auf diese Weise ist es möglich, die Einstellung des Vorderendes der Rollentragrahmen 37 durchzuführen und auf diese Weise auch die Stellung, an der die Pappschachtel beginnt, von den Rollen 36 in das Magazin 2 zu fallen, wobei diese Stellung von den Abmessungen der Pappschachteln abhängt.

Der Überführungsvorrichtung 19 an der Oberseite des Hilfsmagazins 6 ist ein Magnetventil 42 zugeordnet, mit dessen Hilfe die Aufwärtsbewegung der Pappschachteln im Hilfsmagazin 6 in dem Zeitintervall zwischen dem Beginn des Abzuges der Pappschachtel aus dem Hilfsmagazin und ihrer Ablegung auf den Rollen 36 gestoppt wird.

An der Oberseite des vertikalen Hauptmagazines 2 befindet sich eine obere Fotozelle 39, die zum Anhalten der Bewegung der Riemen 20 dann dient, wenn das Magazin voll ist. Ferner befindet sich dort eine untere Fotozelle 41, mit deren Hilfe die Riemen 20 dann wieder angetrieben werden können, wenn die Zahl der Pappschachteln im Magazin geringer ist als ein bestimmter Schwellenwert.

Unter Bezugnahirie auf die oben erwähnten Figuren wird nun die Wirkungsweise der Vorrichtung im einzelnen erläutert.

Der langsame Motor 14 ist zu Beginn mit Hilfe der Kupplung 17 abgeschaltet und der schnelle Motor 15 wird so betätigt, daß die Tragplatte 7, auf der sich keine Pappschachteln befinden, innerhalb des Rahmens 30 des Hilfsmagazins 6 ganz nach unten gefahren wird; danach wird der schnelle Motor 15 abgeschaltet. In dieser Stellung wird auf die Tragplatte 7 ein horizontaler Stapel von Pappschachteln 40 aufgebracht, die mit Hilfe einer Führung 32 horizontal ausgerichtet sind. Danach wird die Kupplung 17 eingekuppelt und der langsame Motor 14 wird angeschaltet, der nun seinerseits den schnellen Motor antreibt, um die Aufwärtsbewegung der Tragplatte 7 zusammen mit dem Stapel von Pappschachteln zu steuern. Wenn die im Stapel zu oberst liegende Pappschachtel das oberste Ende des Hilfsmagazins 6 erreicht, kommt die oberste Pappschachtel mit den Riemen 20 in Berührung sowie mit dem Magnetventil 42, das den langsamen Motor 14 und damit die Aufwärtsbewegung der Pappschachteln stoppt. Die oberste Pappschachtel wird dann durch die Riemen 20 auf die Leerlauf-Tragrollen 36 übertragen, wodurch das Magnetventil 42 wieder freikommt und den langsamen Motor 14 wieder startet, so daß die Tragplatte 7 mit dem Stapel von Pappschachteln wiederum angehoben wird. Wenn die Pappschachtel, die von den Riemen 20 nach vorne bewegt und dabei von den Leerlaufrollen 36 getragen wird, das vordere Ende des Rollentragrahmens 37 erreicht, dann fällt die Pappschachtel selbst in das Hauptmagazin 2 hinein und vergrößert den vorher gebildeten Stapel. Aus dem Hauptmagazin 2 werden die Pappschachteln in bekannter Weise durch Saugköpfe 5 abgezogen und werden im Anschluß daran aufgestellt.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Zuführen flachgelegter und gestapelter Pappschachteln in ein vertikales Hauptmagazin (2), das über einer Maschine zum Aufstellen der Pappschachteln liegt und die an einer Seite der Aufstellmaschine zum Aufnehmen eines Stapels flachgelegter Pappschachteln ein Hilfsmagazin (6) aufweist sowie eine Überführungsvorrichtung (19) zum fortlaufenden Überführen aufeinanderfolgender Pappschachteln von dem Milsmagazin (6) auf die Oberseite des Pappschachtel-Stapels im Hauptmagazin (2), wobei das Hilfsmagazin (6) einen festen Rahmen (30) umfaßt sowie für die aufgestapelten Pappschachteln eine Tragplatte (7), die in bezug auf den Rahmen (30) vertikal bewegbar ist, wobei zum Steuern der Bewegung der Platte (7) Motoren (14, 15) vorgesehen sind sowie Vorrichtungen (9, 10, 12, 13) zur Übertragung der Bewegung von den Motoren (14, 15) zu der Platte (7), dadurch gekennzeichnet, daß die Motoren (14, 15) einen schnellaufenden Motor (15) für die abwärts gerichtete, vertikale Bewegung der Platte (7) umfassen sowie einen langsam laufenden Motor (14) für die aufwärts gerichtete, vertikale Bewegung der Platte (7), wobei die Motoren abwechselnd zueinander betrieben werden können und wobei eine Kupplung (17) vorgesehen ist, die so gesteuert werden kann, daß der langsam laufende Motor (14) von den BewegungsÜbertragungsvorrichtungen (9, 10, 12, 13) dann gelöst werden kann, wenn der schnellaufende Motor (15) aktiviert wird.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überführungsvorrichtung (19) ein Paar von motorgetriebenen Riemen (20) umfaßt, die dazu dienen, die Oberseite der im Pappschachtel-Stapel zuoberst liegenden Pappschachtel im Hilfsmagazin (6) anzutreiben sowie eine Aufliegeebene aus Leerlaufrollen (36) zum Abstützen der abgezogenen Pappschachtel bis zum Hauptmagazin (2).

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (36) seitlich durch pantographartige Rahmen (37) gehalten werden, deren hinteres Ende festgelegt ist und deren vorderes Ende horizontal beweglich ist, um eine unterschiedliche Länge der Rollenebene (36) in bezug auf die Abmessungen der Pappschachteln zu bilden.

4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Überführungsvorrichtung (19) oberhalb des Hilfsmagazins (6) ein Magnetventil (42) zugeordnet ist, das in der Lage ist, die Aufwärtsbewegung der Pappschachteln im Hilfsmagazin (6) in dem Zeitraum anzuhalten, der zwischen dem Beginn des Abziehens der Pappschachtel vom Hilfsmagazin (6) und ihrem Ablegen auf den Rollen (36) liegt.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Hauptmagazins (2) eine obere Fotozelle (39) angeordnet ist, die in der Lage ist, die Bewegung der Überführungsvorrichtung (19) dann anzuhalten, wenn das Hauptmagazin voll ist sowie eine untere Fotozelle (41), die in der Lage ist, die Überführungsvorrichtung (19) dann wiederum in Bewegung zu setzen, wenn die Anzahl der Pappschachteln, die im Hauptmagazin (2) enthalten sind, unterhalb einer gegebenen Mindestanzahl liegt.







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