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Dokumentenidentifikation EP0529044 22.06.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0529044
Titel PATRONE DES KALIBERS 6,5 FÜR LANGWAFFEN UND PATRONENLAGER DAFÜR.
Anmelder Kramer, Thomas, 4600 Dortmund, DE
Erfinder Kramer, Thomas, 4600 Dortmund, DE
DE-Aktenzeichen 59202212
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, IT, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 12.03.1992
EP-Aktenzeichen 929066330
WO-Anmeldetag 12.03.1992
PCT-Aktenzeichen DE9200203
WO-Veröffentlichungsnummer 9216814
WO-Veröffentlichungsdatum 01.10.1992
EP-Offenlegungsdatum 03.03.1993
EP date of grant 17.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.06.1995
IPC-Hauptklasse F42B 5/26
IPC-Nebenklasse F41A 21/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Patrone für Langwaffen des Kalibers "6,5 mm" der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 umrissenen Gattung und ein dafür geeignetes Patronenlager.

Patronen nach dem etwa der Waffenverordnung zum Waffengesetz der Bundesrepublik Deutschland in der Fassung vom 01.01.1983 entnehmbaren Stand der Technik weisen generell den Nachteil auf, daß mit ein und derselben Patronenhülse nicht die ganze Bandbreite möglicher Geschosse, insbesondere leichte Geschosse einerseits und schwere Geschosse andererseits, ohne Einbuße an Präzision und Fluggeschwindigkeit verschossen werden können. Soweit hohe Fluggeschwindigkeiten angestrebt werden, bedient man sich großvolumiger, in der Regel mit langsam brennendem Pulver gefüllter Patronen. Die übliche, bezogen auf die Längsachse der Hülse vergleichsweise steile Hülsenschulter führt hierbei zu Eintrag von Abbrand sowie nicht gezündetem Pulver in den Lauf und daraus resultierend zu die Präzision der Waffe und die Standzeit des Laufs beeinträchtigender Lauferosion. Die Hülsenform schlägt durch auf die Form des Patronenlagers. Die angesprochenen Nachteile lassen sich dann auch aus den bekannten Patronenlagern herleiten.

Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung in erster Linie das Bedürfnis nach einer Patrone für Langwaffen des Kalibers "6,5 mm" zugrunde, deren Hülse für die ganze Bandbreite der Geschosse dieses Kalibers geeignet ist, wobei die Hülsenform weitergehend dann auch zur Minderung sowohl des Eigenverschleißes als auch des Waffenverschleisses beitragen soll.

Dem Bedürfnis wird mit einer gattungsgemäßen Patrone Rechnung getragen, die erfindungsgemäß die dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 entnehmbaren Parameter aufweist. In Analogie wird ein Patronenlager mit aus Patentanspruch 4 entnehmbaren Parametern vorgeschlagen.

Die nahezu zylindrische Ausbildung des Hülsenbereichs zwischen dem Boden und der Schulter der Hülse ermöglicht es, diesen Bereich kürzer auszulegen, dementsprechend dann auch den entsprechenden Bereich des Patronenlagers. Die den Übergang zum Hülsenhals bildende, mit 40° Neigung gegenüber der Hülsenlängsachse vergleichsweise flache Schulter der Hülse erbringt in Verbindung mit dem dementsprechend ausgelegten Patronenlager zum einen eine Reduzierung des Abbrandeintrages in den Lauf und zum anderen eine Erhöhung des Wirkungsgrades der Treibladung. Die Verkürzung der Hülse, zu der dann auch der flache Verlauf des Schulterbereichs beiträgt, ermöglicht die Herstellung kürzerer und damit leichterer sowie präziserer Waffen, mit denen das präzise Verschießen sowohl leichter als auch schwerer, der erfindungsgemäßen Hülse nach den jeweiligen Vorgaben zugeordneter Geschosse möglich ist. Die nahezu zylindrische Ausbildung des Hülsenbereichs zwischen Boden und Schulter der Hülse trägt dann auch zur Entlastung des Verschlusses bei der Schußabgabe bei. Aus der flachen, den Übergang in den Hülsenhals bildenden Schulter resultiert des weiteren eine größere Standzeit der wiederladbaren Hülse.

Bei den Hülsenabmessungen handelt es sich um sogenannte Maximalwerte und bei denen des Patronenlagers um sogenannte Minimalwerte entsprechend der Diktion der Waffenverordnung, womit die Abstimmung der Hülse auf das Patronenlager bzw. die des Patronenlagers auf die Hülse definiert ist. Abweichungen von den erfindungsgemäßen Maßvorgaben bei der Hülse im Sinne einer Reduzierung und bei den Patronenlager im Sinne einer Vergrößerung im Rahmen der Bearbeitungstoleranzen unter Beachtung der Zielvorstellungen in der Größenordnung von einigen hunderstel Millimetern was die Durchmesser betrifft und einigen zentel Millimetern was die Längen betrifft, fallen unter die Erfindung. Auch das Kaliber 6,5 ist nicht konkret auf 6,5 mm festgelegt. Einsetzbar sind alle bekannten Geschoßvarianten, was Gewicht, Form und Länge betrifft, unter Berücksichtigung dessen, daß der Gesamtlänge der Patrone eine Grenze durch die Länge des Patronenlagers gesetzt ist.

In der Zeichnung ist die Erfindung weitergehend erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1
die erfindungsgemäße Hülse aufweisende Patrone in Seitenansicht,
Fig. 2
angepaßtes Patronenlager,

letzteres in lediglich schematischer, nicht maßgerechter Darstellung.

Die in Fig. 1 dargestellte Patrone besteht aus der Hülse 11 und dem Geschoß 12. Die Hülse 11 weist ausgehend vom Boden 111 zunächst einen nahezu zylindrischen Bereich 112 auf, der über die Schulter 113 in den Hülsenhals 114 übergeht. Mit 116 ist die Ausziehrille im Hülsenboden 111 bezeichnet. Die im Bereich zwischen Boden 111 und Schulter 113 nahezu zylindrisch ausgebildete Hülse ergibt einen vergleichsweise großen Pulverraum 117, der im übrigen dann auch durch den von der Schulter 113 eingegrenzten Bereich 117&min; ergänzt wird. Das ermöglicht es, die Hülse kurz auszulegen. Zu dieser kurzen Auslegung der Hülse trägt der sehr flache Verlauf der den Übergang in den Hülsenhals 114 bildenden Schulter 113. Was die Länge des der Hülse 11 zuzuordnenden Geschosses 12 betrifft, ist seine Länge durch das Auflaufen des Geschosses der im Patronenlager befindlichen Patrone gegen die Stirnseite der Felder des Laufes begrenzt, in Grenzen läßt sie sich im Maximalbereich noch durch die Einlagerungstiefe des Geschosses 12 in den Hülsenhals 114 variieren.

Das in Fig. 2 in schematischer Weise dargestellte Patronenlager 21 weist die den Maximalabmessungen der Patrone 11, 12 nach Fig. 1 Rechnung tragende Minimalabmessungen auf, der dem Verschluß 31 zugewandte Bereich 211 des Patronenlagers entsprechend dem Hülsenboden 111 und dem Hülsenbereich 112. Aus der geringfügig größeren Länge des Hülsenbereichs 111, 112 ergibt sich der gewollte verschlußseitige Überstand der Patrone 11, 12, konkret der Hülse 11, über das Patronenlager 21. Der Bereich 212 des Patronenlagers entspricht dem Bereich 113 der Hülse 11, also der Hülsenschulter. An diesen Bereich 212 schließt sich der Bereich 213 des Patronenlagers 21 an, der in seinem Durchmesser auf den Hülsenhals 114 abgestimmt ist. Daran schließt sich der Bereich 214 des Patronenlagers an, in den hinein sich der Überstand 121 des Geschosses 12 über die Patronenhülse 11 erstreckt. Dieser Bereich setzt sich zusammen aus einem ersten zylindrischen Teilbereich 214&min; und einem sich daran anschließenden zweiten Teilbereich 214, der sich verjüngend in den Lauf übergeht. Der Lauf selbst ist mit 41 bezeichnet. Der Übergang vom Bereich 213 in den Bereich 214 des Patronenlagers kann, wie dargestellt, einen konischen Verlauf nehmen, er kann aber auch als Stufe ausgebildet sein.

Die vergleichsweise flachen Schultern 113 der Patronenhülse 11 einerseits und 212 des Patronenlagers 21 andererseits wirken zum einen dem Eintrag von Abbrand in den Lauf 41 entgegen, zum andern tragen sie zur Steigerung des Wirkungsgrades der Treibladung bei. Die nur geringe Konizität des Hülsenbereichs 112 einerseits und des entsprechenden Bereich des Patronenlagers andererseits erbringt im Moment der Zündung der Treibladung eine weitestgehende Fixierung der Hülse 11 in ihre Ausgangslage, woraus eine geringere Belastung des Verschlusses 31 resultiert. Aus der nur geringen Konizität des Hülsenbereichs 112 und flachen Hülsenschulter 113 resultiert weitergehend eine eingeschränkte Liderung der Hülse, die Hülse ist deshalb öfter nachladbar.


Anspruch[de]
  1. Patrone für Langwaffen des Kalibers "6,5 mm", bestehend aus einer die Treibladung enthaltenden Hülse, die über einen Übergangsbereich in den Hülsenhals übergeht, und einem im Hülsenhals gelagerten Geschoß, gekennzeichnet durch folgende Abmessungen:
  2. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hülsenboden bei einem Basisdurchmesser von 12,01 mm und einer Höhe von 3,80 mm am Übergang in den Pulverraum einen Durchmesser von 11,97 mm aufweist.
  3. Patrone nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse im Bodenbereich in an sich bekannter Weise eine Auszieherrille aufweist.
  4. Patrone nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen gebrochenen (angefasten) Übergang der Basisfläche in die Mantelfläche der Hülse.
  5. Patronenlager für Patronen nach den Ansprüchen 1 bis 4, bestehend aus einem dem Bereich der Patronenhülse zwischen Basis und Übergang in den Hülsenhals entsprechenden 1. Bereich, einem sich daran anschließenden, dem Übergang der Patronenhülse in ihren Hals entsprechenden 2. Bereich, einem sich daran anschließenden, dem Hülsenhals entsprechenden 3. Bereich und einem sich daran anschließenden, den Übergang in den Lauf bildenden 4. Bereich mit einem zylindrischen Eingangsbereich 4.1 und einem sich daran anschließenden, sich auf den Felddurchmesser des Laufes verjüngenden Bereich 4.2, gekennzeichnet durch folgende Abmessungen:
  6. Patronenlager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß der Übergang zwischen dem 3. und dem 4. Bereich als Stufe ausgebildet ist.
  7. Patronenlager nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen konischen Übergang vom 3. in den 4. Bereich.
Anspruch[en]
  1. Cartridge for long firearms of the calibre "6.5 mm", comprising a case, which contains the propellant charge and extends into the neck of the case via a transition region, and a projectile, which is mounted in the neck of the case, characterised by the following dimensions:
  2. Cartridge according to claim 1, characterised in that, with a base diameter of 12.01 mm and a height of 3.80 mm at the transition into the powder chamber, the base of the case has a diameter of 11.97 mm.
  3. Cartridge according to claim 1 or claim 2, characterised in that the case has an outlet groove in the base region in a manner known per se.
  4. Cartridge according to one of claims 1 to 3, characterised by an interrupted (chamfered) transition of the base face into the surface of the case.
  5. Cartridge chamber for cartridges according to claims 1 to 4, comprising a 1st region which corresponds to the region of the cartridge case between the base and transition into the neck of the case, a 2nd region which communicates with said 1st region and corresponds to the transition of the cartridge case into the neck thereof, a 3rd region which communicates with said 2nd region and corresponds to the neck of the case, and a 4th region which communicates with said 3rd region and forms the transition into the barrel, said 4th region having a cylindrical inlet region 4.1 and a region 4.2, which communicates with said inlet region and tapers to the field diameter of the barrel, characterised by the following dimensions:
  6. Cartridge chamber according to claim 5, characterised in that the transition between the 3rd region and the 4th region is configured as a step.
  7. Cartridge chamber according to claim 5, characterised by a conically tapering transition from the 3rd region into the 4th region.
Anspruch[fr]
  1. Cartouche pour armes longues de calibre "6,5 mm", constituée d'une douille contenant la charge propulsive, qui se prolonge, après une zone de transition, par le col de douille, et d'un projectile placé dans le col de douille caractérisée par les dimensions suivantes :
  2. Cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que le culot présente, dans le cas d'un diamètre de base de 12,01 mm et d'une hauteur de 3,80 mm, un diamètre de 11,99 mm au droit de la transition vers la chambre à poudre.
  3. Cartouche selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la douille présente de façon connue en soi, dans la zone du culot, une gorge d'extraction.
  4. Cartouche selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par une transition interrompue (chanfreinée) de la surface de base vers la surface d'enveloppe de la douille.
  5. Chambre à cartouche pour cartouches selon les revendications 1 à 4, constituée d'une première zone correspondant à la zone de la douille de la cartouche comprise entre la base et la transition vers le col de la douille, d'une deuxième zone se rattachant à la première, correspondant à la transition entre la douille et son col, d'une troisième zone se rattachant à la deuxième, correspondant au col de la douille et d'une quatrième zone se rattachant à la troisième, formant la transition vers le canon avec une zone d'entrée 4.1 cylindrique et une zone 4.2 se rattachant à celle-ci, se rétrécissant au diamètre du canon, caractérisée par les dimensions suivantes :
  6. Chambre à cartouche selon la revendication 5, caractérisée en ce que la transition entre la troisième et la quatrième zone est un gradin.
  7. Chambre à cartouche selon la revendication 5, caractérisée par une transition conique entre la troisième et la quatrième zone.






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