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Dokumentenidentifikation DE68921268T2 29.06.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0357975
Titel Schussspannungskontrolleinrichtung bei einer Webmaschine mit ununterbrochener Schusszufuhr.
Anmelder Nuova Vamatex S.p.A., Villa di Serio, Bergamo, IT
Erfinder Pezzoli, Luigi, I-24026 Leffe (Bergamo), IT
Vertreter Boehmert & Boehmert, Nordemann und Partner, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 68921268
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 07.08.1989
EP-Aktenzeichen 891145559
EP-Offenlegungsdatum 14.03.1990
EP date of grant 22.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.1995
IPC-Hauptklasse D03D 47/34

Beschreibung[de]

Es ist bekannt, daß die Ökonomie in der Produktion bei modernen Webvorgängen im wesentlichen auf zwei Faktoren basiert:

1 - Hohe Produktivität der Maschinen (Webstühle);

2 - die kürzest möglichen Totzeiten zum Ändern der Artikel und zum Vorbereiten der geänderten Artikel.

Beide diese Faktoren werden durch die Einstellung der Schußfadenspannung beeinfußt. Tatsächlich fühlt der Wirkungsgrad und somit die Produktivität eines Webstuhles - insbesondere in dem Fall eines Hochleistungswebstuhles - stark die Wirkungen der verschiedenen Schuß-Spannungseinstellungen, ebenso wie die Schuß-Spannungsvariationen in bezug auf die gewünschte, jedoch nicht vorliegende, stetige Eigenschaften, so wie Farbpigmente, Spulenöle und produktive Prozesse im allgemeinen. Weiterhin kann ein Webstuhl, der mit einem neuen Garn arbeitet oder mit einem Garn, daß zu einem unterschiedlichen Los gehört, - und er tut es üblicherweise - eine neue Spannungseinstellung erfordern; dies wird nun durch Versuche durchgeführt, und die Schnelligkeit der Einstellung hängt von den Fähigkeiten des Technikers ab.

Beim Versuch, die Einstellung der Schußfadenspannung in den Webstühlen zu automatisieren, schlägt die DE-U-87 13 752 vor, in generischer Weise einen Spannungssensor einer Fadenbremse zuzuordnen, während die FR-A-2 568 559 die Verwendung eines Spannungssensors vorschlägt, der zwischen der Bremseinrichtung und der Schußfaden-Zuführeinrichtung des Webstuhls angeordnet ist. Ein Signal von dem Spannungssensor kann zu der Bremssteuereinrichtung zurückgespeist werden. Keines dieser Systeme löst wirksam das Problem, den Prozeß der Schußfaden-Spannungseinstellung in Webstühlen zu automatisieren. Ein Problem, das stattdessen die vorliegende Erfindung wirksam löst.

Es ist bekannt, daß die meisten dieser Webstühle und vor allem die modernen Webstühle mit kontinuierlicher Schußfadenzufuhr mit einem Schußspeiser, der eine Fadenbremseinrichtung hat, mit einer Schußfadenwechseleinrichtung und mit einem Sensor, der das Aufnehmen des Schußfadens steuert oder einer Schußfadenstoppantriebseinrichtung, die üblicherweise stromabwärts des Schußfadenspeisers und der Bremseinrichtung und stromaufwärts der Schußfadenwechselvorrichtung angeordnet ist, ausgestattet sind.

In einer so ausgestatteten Webmaschine sorgt die vorliegende Erfindung für ein System zum automatischen Steuern der Spannung von Schußfäden, die ihr zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußfadenstoppantriebseinrichtung darin als ein Spannungssensor dient, wobei die Signale von der Schußfadenstoppantriebseinrichtung (die den Wert der Schußfadenspannung darstellen) in geeigneter Weise in einer elektronischen Schnittstellenschaltung verarbeitet und zu einem Betätigungselement zum Steuern der Bremseinrichtung des Schußfadenspeisers gesendet werden, um eine gewünschte Schußfadenspannung aufrechtzuerhalten.

Die gewünschte Spannung kann eine Referenzspannung sein, die in der elektronischen Schnittstellenschaltung eingestellt ist, oder sie kann eine Spannung sein, die in dem Arbeitszyklus der Webmaschine bereits als variabel vorangeordnet ist, wobei in diesem Fall sie mittels der Signale von der Schußfadenstoppantriebseinrichtung moduliert wird.

Um das Schußfadenbremsen zu steuern, kann das Betätigungselement auf die Bremseinrichtungen wirken, die bereits an dem Auslaß des Schußfadenspeisers vorgesehen sind, oder auf eine Bremsvorrichtung, die zu dem Zweck stromaufwärts des Schußfadenspeisers vorgesehen ist.

Die Erfindung wird nun in weiteren Einzelheiten beschrieben, mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung, in der

Figuren 1 und 2 Schaubilder sind, die zwei verschiedene Ausführungsformen des Systems gemäß der Erfindung veranschaulichen.

Das Schaubild der Figur 1 veranschaulicht einen kontinuierlichen Schußspeiser-Webstuhl 1, dem der Schußfaden von einem Schußfadenspeiser 2 zugeführt wird, der eine Schußfaden- Wickeltrommel 3 hat, auf die eine Bremseinrichtung 4 wirkt.

Eine Schußfadenstoppantriebseinrichtung 5 ist zwischen dem Schußfadenspeiser 2 und dem Webstuhl 1, stromaufwärts der Fadenwechselvorrichtung, angeordnet.

Gemäß der Erfindung ist die Schußfadenstoppantriebseinrichtung des Typs, der ein Signal einer Intensität aussenden kann, die proportional zu dem Reiben des Schußfadens ist, der auf ein speziell vorangeordnetes Element 6 aufgenommen wird, das heißt, ein Signal proportional zu der Spannung des Schußfadens.

Immer noch gemäß der Erfindung wird das Signal - in zweckmäßiger Weise in einer speziellen elektronischen Schnittstellschaltung 7 verarbeitet - an ein Betätigungselement 8 geschickt, das vorgesehen ist, mittels geeigneter Hebelkräfte 9 die Bremseinrichtung 4 des Schußfadenspeisers 2 zu steuern. Die von dieser Einrichtung ausgeübte Bremswirkung wird somit von der Schußfadenspannung abhängen, die von der Schußfadenstoppantriebsvorrichtung 5 erfaßt worden ist.

Das Schaubild der Figur 2 veranschaulicht einen kontinuierlichen Schußfadenzuführ-Webstuhl 1, der noch ein Schußfadenspeiser 2, eine Schußfadenstoppantriebsvorrichtung 5 desselben Typs wie die vorangehende, eine elektronische Schaltung 7 zum Verarbeiten der Signale, die von der Schußfadenstoppantriebs-Vorrichtung gesendet werden, und ein Antriebselement 8 zugeordnet ist, doch dieses letztere, anstatt die Bremseinrichtung des Schußfadenspeisers 2 zu steuern, wirkt auf eine unabhängige Bremse 10, die zu dem Zweck stromabwärts des Speisers 2 vorgesehen ist.

In beiden Fällen, wenn einmal ein Referenzspannungswert - der als optimal für die Arbeit angesehen wird, die auf dem Webstuhl ausgeführt wird - in der Schnittstellenschaltung 7 voreingestellt worden ist, erzeugt jegliche Änderung im Hinblick auf den Wert der Spannung des Fadens f, die von der Schußfadenstoppantriebsvorrichtung 5 erfaßt wird, eine Steuerung auf die Bremseinrichtung über das Betätigungselement 8, das dazu ausgelegt ist, die Spannung wieder auf den gewünschten Referenzwert einzurichten. Dazu, falls weniger Spannung vorliegt, wird die Bremswirkung erhöht werden (um somit die Spannung des Fadens f zu erhöhen). Hingegen, wenn die Spannung höher ist, wird die Bremswirkung reduziert werden (um die Spannung des Fadens f zu reduzieren).

Mit dem System gemäß der Erfindung - entsprechend der Natur und dem Typ der Wechselwirkung, die zwischen dem Betätigungselement und der Bremseinrichtung hergestellt wird (üblicherweise mechanisch oder magnetisch) -, wird es möglich sein, mit unterschiedlichen Antwortzeiten zu arbeiten, so daß Anpassungen bereits während des aktuellen Arbeitszyklus des Webstuhls erhalten werden, in dem die Arbeit durchgeführt wird, oder die Einstellung auf statistische Konzepte begründen und somit die Einstellung nach einer bestimmten Anzahl von Zyklen zu erhalten.

Gemäß den Schußfaden-Aufnahmekennlinien, die zwischen Webstühlen einfacher Breite und doppelter Breite ganz unterschiedlich sind, ist es sogar möglich, zwischen einer sofortigen und einer statistischen Einstellung entsprechend der Breite des Webstuhles auszuwählen.

In dem Fall, daß die Bremseinrichtung in variabler Weise während des Arbeitszyklus des Webstuhls arbeitet, wird es nicht möglich sein, einen Referenzwert der Spannung festzulegen, mit dem der momentane Wert, der von der Schußfadenstoppbewegungsvorrichtung aufgenommen wird, zu vergleichen ist, jedoch wird eine Modulation des gewöhnlichen Signals, das die Tätigkeit des Betätigungselementes 8 steuert, durch die Signale durchgeführt werden, die von der Schußfadenstoppantriebsvorrichtung 5 ausgesendet werden.

Es wird verstanden, daß jeder der Schußfäden, die in dem Webstuhlfach aufgenommen werden, in einer Position sein muß, daß er seine eigene Spannung in der oben erläuterten Weise selbst einstellt. Der Sensor kann jedoch ein einzelner Sensor sein, wenn er mehrere Möglichkeiten der Steuerung hat.

Die elektronische Schnittstellenschaltung 7 wird ein Anzeigeelement, ein Überwachungselement und eine Logik zur Verfügung stellen müssen.

Die Schaltung sollte die folgenden Funktionen ausführen:

1 - von dem Code des Artikels, der hergestellt wird, der alle die Arbeitsparamter des Webstuhls für den Artikel enthält, den Spannungsreferenzwert nehmen, wobei der Wert direkt von dem Bediener eingegeben werden kann;

2 - in einer "erforschenden" Funktion die Spannungswerte, selbst an unterschiedlichen Positionen des Aufnahmezyklus zu visualisieren: der Bediener wählt den Wert aus, von dem er annimmt, daß er als Referenzwert geeigneter ist (entsprechend dem Verhalten des Webstuhls und der Qualität des Gewebes). Der Wert wird für die anderen Fäden reproduziert, wenn sie dieselben Eigenschaften haben (wobei die Information durch einen Code oder durch den Bediener gegeben wird) auf demselben Webstuhl und/oder (durch Verbindung an das öffentliche Versorgungsnetz) auch bei anderen Webstühlen;

3 - falls es erforderlich ist, daß das Bremsen während des Zyklus moduliert wird, können die Spannungsparamter in verschiedenen Positionen definiert werden, und jeder von ihnen bildet die Referenz für jeden Zyklus: dies bedeutet, daß das Betätigungselement seinen Zyklus sogar in seiner unterschiedlichen Art für jede Position modulieren wird;

4 - der Webstuhl kann auch mit einer Datenbank versehen werden, durch die, wenn der Typ des Schußfadens, die Geschwindigkeit der Webmaschine und die Breite angegeben sind, es möglich ist, den Referenzwert der Spannung des Fadens f zu wählen;

5 - es ist auch möglich, für eine Verbindung zwischen dem Referenzparameter und der Arbeit der Webmaschine zu sorgen: dies bedeutet, daß beim Reißen des Schußfadens in bestimmten Schritten es möglich ist, eine Änderung in der Referenzspannung einzugeben, die somit kontinuierlich bei jedem Faden optimiert wird, um jegliche relativen Unterschiede zwischen den Systemen zu kompensieren. In diesem Fall wird ein sogenanntes "offenes System" realisiert werden.


Anspruch[de]

1. System zum Steuern der Spannung von Schußfäden, die einer Webmaschine mit ununterbrochener Schußfadenzufuhr zugeführt werden von der Art, die mit einem Schußfadenspeiser (2) ausgerüstet ist, der ein Fadenbremsmittel (4) aufweist, mit einer Schußfadenwechseleinrichtung und mit einer Schußfadenstoppantriebsrichtung (5), die stromabwärts des Schußfadenspeisers (2) und des Bremsmittels (4) und stromaufwärts der Fadenwechseleinrichtung angeordnet ist, wobei die Schußfadenstoppantriebseinrichtung (5) als ein Spannungssensor dient, die Signale von der Schußfadenstoppantriebseinrichtung (5) (die den Wert der Schußfadenspannung darstellt) geeignet in einem elektronischen Schnittstellenschaltkreis (7) verarbeitet werden und zu einem Betätigungselement (8) gesandt werden, um das Bremsmittel (4) des Schußfadenspeisers zu steuern, um eine gewünschte Schußfadenspannung zu erhalten.

2. Steuersystem nach Anspruch 1, wobei die gewünschte Spannung eine Bezugsspannung ist, die in der elektronischen Schnittstellenschaltung (7) voreingestellt ist.

3. Steuersystem nach Anspruch 2, wobei die gewünschte Spannung eine Spannung ist, die vorgewählt ist, um in dem Arbeitszyklus der Webmaschine variabel zu sein, wobei die Spannung mittels der Signale von der Schußfadenstoppantriebseinrichtung (5) moduliert ist.

4. Steuersystem nach einem der Ansprüche 1 - 3, wobei das Betätigungselement (8) die Bremswirkung einer unabhängigen Bremse (10), die zu diesem Zwecks stromabwärts des Schußfadenspeisers (2) angeordnet ist, steuert.







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