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Dokumentenidentifikation DE69107696T2 29.06.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0462010
Titel yinrichtung zum Erleichtern des Herausziehens einer Schalung, und Verwendung zum Herstellen einer Bodenschlitzwand.
Anmelder Bouygues, Saint-Quentin en Yvelines, FR
Erfinder Longchamp, Pierre, F-78280 Guyancourt, FR
Vertreter Türk, Gille, Hrabal, Leifert, 40593 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69107696
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 13.06.1991
EP-Aktenzeichen 914015714
EP-Offenlegungsdatum 18.12.1991
EP date of grant 01.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.1995
IPC-Hauptklasse E02D 5/18

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erleichtern des Herausziehens einer vertikalen Schalung, die zum Herstellen einer Wand aus Beton gedient hat, wobei die Schalung einen Kasten bildet, welcher eine Schalungsfläche, die gegen die geformte Wand gerichtet ist, einen Rücken, der der Schalungswand gegenüberliegt, und zwei seitliche Wände zeigt.

Sie findet Anwendung insbesondere bei der Herstellung einer Wand, die aus armiertem Beton in dem Boden geformt ist und mit Bezug auf diese Anmeldung beschrieben werden wird.

Man kennt verschiedene Ausbildungen einer derartigen Schalung für die Herstellung einer in dem Boden geformten Wand, wie sie beispielsweise in der Veröffentlichung CH-A-665241 und der Veröffentlichung EP-A-0 101 350 beschrieben sind.

Die Herstellung einer Wand aus armiertem Beton in dem Boden mittels solcher Schalungen besteht darin, eine senkrechte Grube auszuheben, die Schalung an den Enden der Grube einzusetzen, in die Grube die Bewehrungen der Wand einzuführen und den Beton in die Grube zu gießen, wobei diese Arbeitsgänge bei aneinanderstoßenden, aufeinanderfolgenden Gruben wiederholt werden, bis man die gewünschte Wand hergestellt hat, beispielsweise eine zylindrische Wand.

Um von einer Grube zur folgenden zu gelangen, ist es notwendig, die Schalungen herauszuziehen, die bei der ersten Grube verwendet worden sind, um sie bei der ersten nachfolgenden Grube wieder zu verwenden, und dieser Arbeitsgang des Herausziehens ist oftmals schwierig, wenn der Beton daran abgebunden hat, derart, daß man dieses Herausziehen nicht mehr hinausschieben kann, wie man es oftmals möchte, um es zu vermeiden, daß auf der Baustelle Nachtmannschaften gehalten werden müssen.

Die Veröffentlichung CH-A-665 241 empfiehlt zu diesem Zweck eine Vorrichtung, die in dem Rücken der Schalung eine vertikale Führungskehle aufweist, die über ihre gesamte Länge in eine Richtung gegenüber der Schalungsfläche geöffnet ist, sowie Mittel zum Entschalen, die vertikal verlagerbar und von der Kehle geführt sind. Diese Vorrichtung ist dazu bestimmt, in dem Fall verwendet zu werden, wenn die Schalung aus mehreren übereinanderliegenden, voneinander trennbaren Elementen gebildet ist und wenn die Schalung zwischen zwei niedrigen Führungswänden angeordnet ist.

Die vorliegende Erfindung beabsichtigt, dieses Herausziehen zu vereinfachen.

Gemäß der Erfindung gelangt man dazu mittels einer Vorrichtung, so wie sie in dem Anspruch definiert ist, in dem die Kennzeichen im einleitenden Teil aus dem vorgenannten Dokument CH-A-665241 bekannt sind. Die Erfindung hat weiterhin die Anwendung einer solchen Vorrichtung zum Gegenstand, vergleiche Anspruch 12.

Man wird hiernach Ausführungsbeispiele einer derartigen Vorrichtung beschreiben, mit Bezug auf die Figuren der beigefügten Zeichnung, wobei die Beschreibung und die Figuren weitere Einzelheiten der vorliegenden Erfindung deutlich machen werden.

In den Figuren:

- Die Figur 1 ist eine schematische Darstellung der Schalung und der Vorrichtung der Erfindung im Horizontalschnitt;

- die Figur 2 ist eine schematische Ansicht von unten zweier aneinanderstoßender, aufeinanderfolgender Gruben;

- die Figur 3 ist eine schematische Ansicht der beiden Gruben im vertikalen Schnitt;

- die Figur 4 ist eine schematische Ansicht, die die Verwendung des Greifbaggers zum Ausüben eines Zugs auf die Schalung veranschaulicht;

- die Figur 5 ist ein schematischer horizontaler Schnitt des Kastens der Schalung, in bezug auf eine Einzelheit der Ausführung;

- die Figur 6 ist ein schematischer lokaler vertikaler Schnitt des Werkzeuges zum Entschalen, in bezug auf eine Einzelheit der Ausführungsform;

- die Figuren 7 und 8 sind schematische horizontale Schnitte auf zwei Höhen A (Figur 7) und B (Figur 8) der Figur 6 und

- die Figur 9 ist ein schematischer horizontaler Schnitt der Vorrichtung, der eine Einzelheit der Ausführungsform zeigt.

Man hat in der Figur 1 im horizontalen Schnitt den Schalungskasten dargestellt, gebildet aus einem Hauptkörper 1, der den Kasten bildet und der eine vertikale Schalungswand zeigt, die in ihrer Mitte mit einer an sich bekannten Verbindung 2 versehen ist, einem Rücken 1b gegenüber der Schalungswand und zwei Seitenwänden 3, 4, vertikal und leicht geneigt, um das nachfolgende Entschalen zu vereinfachen.

Gemäß der Erfindung sind zwei Platten 5, 6 lösbar auf dem Rücken der Schalung befestigt, beispielsweise durch eine Schraubverbindung, um zwischen sich die Öffnung 7' einer vertikalen Kehle 7 zu bilden.

Man sieht gleichermaßen in der Figur 1, im horizontalen Schnitt, das Werkzeug zum Entschalen, das aus einer dicken Platte 8 gebildet ist, die mit zwei seitlichen Leisten 9, 10 in Form von Platten versehen ist, dazu ausgelegt, Schneidkanten zu bilden, wobei der Abstand der Leisten entsprechend der Größe der Schalung gewählt ist, so daß die Schneidkanten die Wände der Schalung vertikal abziehen können.

Das Werkzeug zeigt in seiner Mitte ein profiliertes Teil 11 in Form eines T, dessen Kopf dazu ausgelegt ist, vertikal in der Kehle 7 der Schalung zu gleiten, wobei es immer in dieser Kehle gehalten wird.

Das Werkzeug ist dazu ausgelegt, an einem Steuermittel befestigt zu werden, das dazu in der Lage ist, die vertikale Verlagerung des Werkzeuges zu steuern, beispielsweise mit dem Greifbagger, der verwendet wird, um die Grube zu bilden.

In der Figur 1 hat man diesen Greifer bei 12 schematisch dargestellt, und man hat die Schalung, das Werkzeug und den Greifer voneinander beabstandet dargestellt, aus Gründen der Klarheit der Figur, man versteht jedoch, daß beim Gebrauch das Werkzeug an den Greifer angehängt wird, an dem es behelfsmäßig durch irgendeine geeignete Einrichtung befestigt ist (z.B. durch Verkeilen in den Ringen, die an dem Greifer befestigt sind) und, im gewünschten Augenblick, so gegriffen wird, daß sein Teil 11 in der Kehle 7 gleitet, während die Schneidkanten 9, 10 die Wände 3, 4 der Schalung abziehen.

Die Figuren 2 und 3 veranschaulichen die Abfolge der Arbeitsgänge. Nachdem man ein erste Grube A gebildet hat, richtet man die Schalung 1 (deren Höhe bevorzugt größer ist als die Tiefe der Grube) und die eventuellen Bewehrungen der zu bauenden Wand ein, dann gießt man den Beton in die Grube. Falls notwendig, wird vor dem Gießen die Grube behelfsmäßig mit Bentonit oder dergleichen verfestigt.

Man bildet danach, zu jedem gewünschten Zeitpunkt, die folgende Grube B, indem man den Greifbagger 12 absenkt, an dem man, falls notwendig, das Werkzeug zum Entschalen 8-11 befestigt hat, dessen Führungsteil 11 von oben in die Rückenkehle der Schalung gegriffen hat. Die Schneidkanten des Werkzeuges brechen den Beton der Grube A ab, der gegebenenfalls die Schalung umlaufen hat und der die Schalung blockiert, während die Führung 11, die in der Kehle 7 gehalten ist, das Werkzeug gegen die Schalung drückt. Wenn die Kehle von dem Beton verstopft werden sollte, gibt das Entfernen der Platten 5, 6 Zugang zu der Kehle, um sie zu reinigen.

Gegebenenfalls kann die Kehle behelfsmäßig mit einem Schutzelement oder -material während des Betonierens gefüllt, um jedes Einlassen von Beton in die Kehle zu verhindern.

Das Entschalen kann vereinfacht werden, indem man einen Zug in Richtung auf den Hohlraum ausübt, der durch das Bohren im Verlaufe der Bauarbeiten erzeugt wird. In diesem Fall findet das Entschalen statt, indem man die Schalung von der Sohle abhebt und wieder aufbaut.

Der Zug kann beispielsweise durch ein leichtes Schließen eines Greifers ausgeübt werden. Um dieses zu bewerkstelligen, kann ein Teil oder Ansatz 13 ähnlich dem Führungsansatz 11 des Werkzeuges an einer Backe des Greifers 12 befestigt und in die Mittelfurche 7 der Schalung eingeführt werden (Figur 4).

Der Greifer liegt mit der Spitze der Abdeckung auf der Schalung und arbeitet wie ein Hebel.

Die Erfindung ist weder auf eine Anzahl noch auf ein spezielles Profil der Kehle, so wie 8, und der Führung, so wie 11, beschränkt.

Die Erfindung ist nicht auf die spezielle Vorrichtung beschränkt, die mit Bezug auf die Figuren 1 bis 4 beschrieben worden ist.

Somit zeigt die Vorrichtung in den Abänderungen der Ausführungsform, die auf schematische Weise in den Figuren 5 bis 9 gezeigt ist, eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften:

- Ein Rohr 14 wird zeitweilig in die Kehle 7 des Kastens der Schalung 1 eingeführt (Figur 5). Dieses Rohr hat Abmessungen, die so gewählt sind, die Kehle zu befüllen und das Verschmutzen der Kehle während des Aushebens der Baugrube zu verhindern, und es ist aus einem Material hergestellt, so daß das Werkzeug zum Entschalen (8-11) auf einfache Weise fortschreitend das Rohr abschneiden kann, in dem Maße, wie es voranschreitet. Das Rohr besteht beispielsweise aus Polyvinylchlorid;

- das Werkzeug zum Entschalen (8-11) weist unter dem Ansatz 11 einen Finger 15 auf (Figuren 6 - 8), beispielsweise in Form einer Schneidkante, dazu ausgelegt, in die Öffnung 7' der Kehle 7 einzudringen (ohne darin eingeschlossen zu werden), um das Werkzeug in Längsrichtung zu führen und das Rohr 14 aufzuschneiden;

- das Werkzeug zum Entschalen (8-11) umfaßt beidseits des Ansatzes auf einer gewünschten Höhe Rollen 16 (Figur 9), die dazu ausgelegt sind, an der Wand gegenüber dem Kasten der Schalung abzurollen, um das Werkzeug im gesteuerten Abstand von dieser Wand zu halten, was insbesondere nützlich ist, wenn das Werkzeug vom Typ einer Fräse ist,

- die ebene Fläche der Schalung ist mit einem Schutz überzogen, der aus einem nicht aus Eisen bestehenden Überzug (17) gebildet ist, beispielsweise aus Kunststoff, um einen direkten Kontakt zwischen dem Aushebewerkzeug und dem Metall der Schalung zu verhindern.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Erleichtern des Herausziehens einer vertikalen Schalung, die zum Herstellen einer Wand aus Beton gedient hat, wobei die Schalung aus einem Kasten besteht, der eine Schalungsfläche, die auf geformte Wand gerichtet ist, einen Rücken gegenüber der Schalungsfläche und zwei seitliche Wände aufweist, wobei diese Vorrichtung, die die Schalung (1) aufweist, in dem Rücken (1b) der Schalung wenigstens eine vertikale Führungskehle (7) aufweist, die über ihre gesamte Länge in einer Richtung gegenüber der Schalungsfläche (1a) geöffnet ist, und Mittel zum Entschalen, vertikal verlagerbar und von der Kehle geführt, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Entschalen aus einem Werkzeug gebildet sind, das einem Führungsteil (11), dazu ausgelegt, vertikal in der Kehle zu gleiten, wobei es immer in der Kehle eingeschlossen gehalten wird, und seitliche Schneidkanten (9, 10), dazu ausgelegt, die Seitenwände (3, 4) der Schalung während dieser Gleitbewegung abzuziehen, aufweist und daß die Vorrichtung lösbare Mittel (5, 6) zum Bilden der Kehle (7) in dem Rücken der Schalung und Mittel (12) zum Steuern der Gleitbewegung des Werkzeuges aufweist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsteil (11) des Werkzeuges zum Entschalen ein Profil mit Querschnitt in Form, eines T ist.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden seitlichen Schneidkanten (9, 10) des Werkzeuges zum Entschalen ebene Wände sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ebene Wände mit einer quer verlaufenden Wand (8) verbunden sind, die in der Mitte des Führungsteiles (11) vorgesehen ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Bilden der Kehle zwei lösbare Platten (5, 6) aufweisen, die einander gegenüberliegend in einer Ebene an dem Rücken der Schalung zum Bilden einer Öffnung (7') der Kehle (7) zwischen sich befestigt sind.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung einen Teil (13) umfaßt, der dazu ausgelegt ist, in die Kehle (7) eingeführt zu werden.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Führungskehle (7) der Schalung behelfsmäßig mit einem Rohr (14) ausgefüllt wird, das so ausgelegt ist, daß es durch das Werkzeug zum Entschalen (8-11) abgeschnitten werden kann.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug zum Entschalen (8-12) unter dem Führungsteil (11) einen Finger (15) aufweist, der dazu ausgelegt ist, daß er in die Öffnung (7') der Kehle (7) der Schalung eingeführt werden kann, ohne daß er von der Kehle umschlossen wird.

9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Finger (15) in Form einer Schneidkante gebildet ist, um das Rohr (14) aufzuschneiden.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug zum Entschalen (8-11) beidseitig des Führungsteiles 11 auf einer gewünschten Höhe Rollen (16) aufweist, die dazu ausgelegt sind, an der Fläche gegenüber der Schalung abzurollen.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche der Schalung, die gegenüber dem Werkzeug zum Entschalen (8-11) liegt, einen nicht aus Eisen bestehenden Überzug aufweist.

12. Anwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Herstellung einer gegossenen Wand im Boden.

13. Anwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel ein Greifbagger (12) oder eine Fräse sind, an der das Werkzeug behelfsmäßig angebracht ist.







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