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Dokumentenidentifikation DE4400633A1 13.07.1995
Titel Mit Entlastungsöffnungen ausgestattetes Kreiselpumpenlaufrad aus Blech
Anmelder KSB Aktiengesellschaft, 67227 Frankenthal, DE
Erfinder Jäger, Christoph, 67229 Gerolsheim, DE
DE-Anmeldedatum 12.01.1994
DE-Aktenzeichen 4400633
Offenlegungstag 13.07.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.07.1995
IPC-Hauptklasse F04D 29/22
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist ein Kreiselpumpenlaufrad (1) aus Blech, welches in der druckseitigen Deckscheibe (5) angeordnete Entlastungsöffnungen besitzt, die jeweils durch eine in das Blech der Deckscheibe (5) geformte offene Tasche (6) gebildet werden, wobei eine solche Tasche (6) und deren Öffnung (9) einen Verlauf besitzen, der den Entlastungsstrom (12) in eine in etwa mit dem Hauptstrom (13) gleichlaufende Richtung lenkt (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist ein aus Blech geformtes Kreiselpumpenlaufrad, welches in der druckseitigen Deckscheibe angeordnete Entlastungsöffnungen besitzt.

Bisher wurden die Entlastungsöffnungen, die dem Ausgleich des Axialschubes des Laufrades dienen, bei Blechlaufrädern durch Ausstanzen in der druckseitigen Deckscheibe angebracht. Der Entlastungsstrom, der von dem auf der Deckscheibe des Laufrades gelegenen Nabenraum über die Entlastungsöffnungen in den Laufradeintritt gelangte, wurde hierbei in eine der Laufradströmung entgegengesetzte Richtung gelenkt oder er traf die Laufradströmung in einem ungünstigen Winkel. Dies beeinträchtigte die hydraulische Leistung des Laufrades, vor allem dessen Saugverhalten, und verminderte den Wirkungsgrad der Kreiselpumpe.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, ein Kreiselpumpenlaufrad aus Blech zu schaffen, dessen mit geringem Aufwand zu fertigende Entlastungsöffnungen die Entlastungsströmung in eine die Strömung im Laufradeintritt wenig beeinträchtigende Richtung lenken.

Die gestellte Aufgabe wird gelöst durch ein dem Anspruch 1 entsprechendes Laufrad.

Die Ausformung der Taschen läßt sich auf einfache Weise, gegebenenfalls gleichzeitig mit einer oder mehreren weiteren Formgebungsmaßnahmen zur Herstellung des Laufrades, bewerkstelligen. Dabei kann die einzelne Tasche durch eine nur von einer Seite in die Deckscheibe geprägte Ausbuchtung oder durch zwei einander gegenüberliegende Ausbuchtungen gebildet werden. Die am erhöhten Ende einer Ausbuchtung bzw. zwischen zwei Ausbuchtungen gelegene Öffnung kann bereits bei der Ausformung einer Tasche entstehen, so daß ein weiterer Arbeitsschritt hierfür nicht notwendig ist.

Für gegossene Kreiselpumpenlaufräder ist es bereits bekannt, Entlastungskanäle so anzuordnen, daß deren Austritt in das Laufradinnere an einer für eine gewünschte Funktion günstigen Stelle und mit einer für die Laufradströmung günstigen Richtung erfolgt. Beispiele hierfür sind die FR-PS 972 528, bei der die jeweils mit einer Knickung verlaufenden Entlastungskanäle einen nahezu parallel zur Laufradströmung gerichteten Auslaß besitzen, und die DE-PS 5 18 179, bei welcher die Entlastungskanäle auf der Saugseite der Laufradschaufeln unmittelbar hinter den Eintrittskanten ausmünden. Derartige Kanäle sind allerdings nur in einem Vollmaterial, nicht aber in Blech zu verwirklichen. Gegenüber diesen Lösungen bietet aber die erfindungsgemäße, für Blechlaufräder geltende Lösung den Vorteil eines geringeren Herstellungsaufwandes.

Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in

Fig. 1 die Teilansicht eines im Schnitt dargestellten erfindungsgemäßen Kreiselpumpenlaufrades, und in

Fig. 2 eine Draufsicht auf eine als Einzelheit dargestellte Entlastungsöffnung des Laufrades der Fig. 1.

Das aus Blech bestehende Kreiselpumpenlaufrad 1 ist mit einer Nabe 2 auf einer nicht dargestellten Welle angeordnet. Das Kreiselpumpenlaufrad 1 besitzt mehrere über seinen Umfang gleichmäßig verteilte Laufradschaufeln 3, die zwischen einer vorderen, saugseitigen Deckscheibe 4 und einer hinteren, druckseitigen Deckscheibe 5 angeordnet sind.

In der druckseitigen Deckscheibe 5 sind mehrere gleichmäßig über den Umfang verteilte Taschen 6 angeordnet, die jeweils durch zwei mit entgegengesetzter Richtung in die Deckscheibe 5 gepreßte Ausbuchtungen 7 und 8 gebildet werden. Durch den Preßvorgang wird die zunächst zwischen den Ausbuchtungen 7 und 8 vorhandene Verbindung aufgerissen, wodurch eine Öffnung 9 entsteht. Die Tasche 6 und die Öffnung 9 sind so ausgerichtet, daß der vom Nabenraum 10 in den Laufradeintritt 11 fließende Entlastungsstrom, hier durch Pfeil 12 dargestellt, etwa die gleiche Richtung hat wie die durch einen Pfeil 13 symbolisierte Hauptströmung am Laufradeintritt 11.

Abweichend von der hier dargestellten Form der Tasche 6 mit zwei Ausbuchtungen 7 und 8, kann eine solche Tasche auch durch eine einzige Ausbuchtung 7 oder 8 gebildet werden, die jeweils die gleiche Ausformrichtung besäße, wie hier dargestellt.


Anspruch[de]
  1. 1. Kreiselpumpenlaufrad (1) aus Blech, welches in der druckseitigen Deckscheibe (5) angeordnete Entlastungsöffnungen besitzt, die jeweils durch eine in das Blech der Deckscheibe (5) geformte offene Tasche (6) gebildet werden, wobei eine solche Tasche (6) und deren Öffnung (9) einen Verlauf besitzen, der den Entlastungsstrom (12) in eine in etwa mit dem Hauptstrom (13) gleichlaufende Richtung lenkt.
  2. 2. Kreiselpumpenlaufrad nach Anspruch 1, bei welchem eine als Entlastungsöffnung dienende Tasche (6) durch eine von einer Seite in das Blech der Deckscheibe (5) geformte Ausbuchtung (7 oder 8) gebildet wird.
  3. 3. Kreiselpumpenlaufrad nach Anspruch 1, bei welchem eine als Entlastungsöffnung dienende Tasche (6) durch zwei, von beiden Seiten in das Blech der Deckscheibe (5) geformte Ausbuchtungen (7 und 8) gebildet wird, wobei sich die Öffnung (9) der Tasche (6) zwischen den beiden Ausbuchtungen (7, 8) befindet.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung eines Kreiselpumpenlaufrades nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (9) der Tasche (6) während der Ausformung von einer oder zwei Ausbuchtungen (7, 8) ohne zusätzlichen Arbeitsgang entsteht.






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