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Dokumentenidentifikation DE4400987A1 20.07.1995
Titel Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben
Anmelder Chen, Mu-Shin, Taipei / T'ai-pei, TW
Erfinder Chen, Mu-Shin, Taipei / T'ai-pei, TW
Vertreter Kador, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80469 München
DE-Anmeldedatum 14.01.1994
DE-Aktenzeichen 4400987
Offenlegungstag 20.07.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.07.1995
IPC-Hauptklasse D21F 11/14
IPC additional class // A41D 31/00  
Zusammenfassung Ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben, das die folgenden Schritte enthält: (i) Zerquetschen von Chemiefasern und von Papierfasern zu einem Chemiefaserbrei (1) bzw. zu einem Papierfaserbrei (2); (ii) Vermischen des Chemiefaserbreis und des Papierfaserbreis zu einem Papiergewebebrei (3); (iii) Aufbringen des Papiergewebebreis auf ein Förderband (42) durch Betätigen einer Zentrifugaleinrichtung (41), um auf dem Förderband (42) eine Schicht aus dem Papiergewebebrei zu bilden; (iv) Verwenden einer Saugeinrichtung (43), um die Schicht aus dem Papiergewebebrei anzusaugen und dadurch ein enges und gleichmäßiges Anliegen der Schicht am Förderband (42) zu bewirken; (v) Trocknen der Schicht auf dem Papiergewebebrei zu einer Papiergewebeschicht mittels eines Tockners (6); (vi) Glätten und gleichzeitig Abkühlen der Papiergewebeschicht; (vi) Glätten und gleichzeitig Abkühlen der Papiergewebeschicht mittels eines Trockners; und (vii) Aufnehmen der Papiergewebeschicht unter Verwendung einer Aufwickeleinrichtung (8).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben durch Zerquetschen von chemischen Fasern und von Papierfasern in einen entsprechenden Brei und durch anschließendes Vermischen der Breie, wobei dieses Verfahren keinerlei Verschmutzung zur Folge hat.

Papiergewebe, sogenannte Vliese, werden in großem Umfang dazu verwendet, verschiedene industrielle Produkte und Verbrauchsgüter herzustellen. Beispielsweise werden Wegwerfwindeln und Unterwäsche aus Papiergeweben hergestellt. In herkömmlichen Verfahren werden Papiergewebe vollständig aus Chemiefasern hergestellt, indem ein chemischer Binder eingebracht wird. Die Verwendung eines chemischen Binders zum Verbinden der Chemiefasern bewirkt jedoch eine Verschmutzung und verringert die Absorptionsfähigkeit der Chemiefasern. Ein aus Chemiefasern hergestelltes Papiergewebe ist weniger weich, so daß eine daraus hergestellte Wegwerfwindel oder Unterwäsche nicht angenehm zu tragen ist. Da Chemiefasern keiner Verrottung unterliegen, müssen Papiergewebeprodukte geeignet deponiert werden, damit sie keine Umweltverschmutzung bewirken. Da die Kosten von Chemiefasern hoch sind, können die Kosten von Papiergeweben nicht zufriedenstellend verringert werden.

Es ist ferner ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben bekannt, das eine Maschine verwendet, die die Chemiefasern zu einem Papiergewebe webt. Während des Herstellungsprozesses können die Nadeln der Maschine beschädigt werden, so daß die Gefahr von Unfällen besteht. Ferner ist eine solche Maschine teuer und schwierig zu warten.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben zu schaffen, in dem Chemiefasern und Papierfasern über einen Brückenbildungseffekt vermischt werden.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben zu schaffen, das die Verwendung jeglichen chemischen Binders unnötig macht, um so mögliche Verschmutzungen zu verhindern.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben zu schaffen, das die Kosten von Papiergeweben erheblich reduziert.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben zu schaffen, das die Maschinen-Installationskosten erheblich reduziert.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben zu schaffen, das die Absorptionsfähigkeit von Papiergeweben erheblich verbessert.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben zu schaffen, das leicht auszuführen ist und einen industriellen Wert besitzt.

Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben, das die im Anspruch angegebenen Merkmale besitzt.

Die Erfindung wird im folgenden anhand einer bevorzugten Ausführungsform mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht einer Papiergewebe-Fertigungsstraße gemäß der vorliegenden Erfindung; und

Fig. 2 ein Blockschaltbild, das den Fertigungsablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Papiergeweben veranschaulicht.

Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, werden Chemiefasern und Papierfasern in einen ersten Holländer 1 bzw. in einen zweiten Holländer 2 eingegeben und dann zu jeweiligen Breien zerquetscht. Die so erhaltenen Breie werden aus dem ersten Holländer 1 bzw. aus dem zweiten Holländer 2 von einem ersten Saugzug-Gebläse 32 in einen Mischer 3 gezogen, um sie miteinander zu vermischen. Anschließend wird der gut vermischte Brei von einem zweiten Saugzug- Gebläse 31 aus dem Mischer 3 in eine Zentrifuge 41 der Papiergewebemaschine gezogen. Die Zentrifuge 41 trägt den gut vermischten Brei auf ein Förderband 42 auf, wodurch auf dem Förderband 42 eine Schicht aus einem Papiergewebebrei gebildet wird. Gleichzeitig wird eine unterhalb des Förderbandes 42 befindliche Saugeinrichtung 43 betätigt, um die Schicht des Papiergewebebreis 5 anzusaugen, so daß letztere eng und gleichmäßig am Förderband 42 anliegt. Anschließend wird die Schicht des Papiergewebebreis 5 von dem Förderband 42 zu einem Trockner 6 geliefert, um die Breischicht zu trocknen. Wenn die Breischicht getrocknet ist, wird die Schicht des Papiergewebebreis in einer Presse 7 behandelt und zu einer Papiergewebeschicht geformt, woraufhin die Papiergewebeschicht von einer Aufwickeleinrichtung 8 aufgenommen wird. Wenn das Förderband 42 ununterbrochen betrieben wird, wird um die Aufwickeleinrichtung 8 eine ununterbrochene Papiergewebeschicht gewickelt. Während des Aufwickelns kann die ununterbrochene Papiergewebeschicht gleichzeitig geprägt werden.

Das beschriebene, erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben macht die Verwendung eines Binders unnötig, weil der Papierfaserbrei und der Chemiefaserbrei mittels eines Brückenbildungseffektes miteinander vermischt werden. Der Herstellungsprozeß gemäß der vorliegenden Erfindung verursacht keinerlei Verschmutzung. Ferner können Abfallpapierfasern wiedergewonnen werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung von Papiergeweben, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
    1. i) Zerquetschen von Chemiefasern und von Papierfasern zu einem Chemiefaserbrei (1) bzw. zu einem Papierfaserbrei (2);
    2. ii) Vermischen des Chemiefaserbreis und des Papierfaserbreis zu einem Papiergewebebrei (3);
    3. iii) Aufbringen des Papiergewebebreis auf ein Förderband (42) durch Betätigen einer Zentrifuge (41), um auf dem Förderband (42) eine Schicht aus dem Papiergewebebrei zu bilden;
    4. iv) Verwenden einer Saugeinrichtung (43), um die aus dem Papiergewebebrei gebildete Schicht anzusaugen und dadurch ein enges und gleichmäßiges Anliegen der Schicht am Förderband (42) zu bewirken;
    5. v) Trocknen der Schicht aus dem Papiergewebebrei zu einer Papiergewebeschicht mittels eines Trockners (6);
    6. vi) Glätten und gleichzeitig Abkühlen der Papiergewebe; und
    7. vii) Aufnehmen der Papiergewebeschicht unter Verwendung einer Aufwickeleinrichtung (8).






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