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Dokumentenidentifikation DE4402891A1 03.08.1995
Titel Fahrzeug, insbesondere für Rettungsdienste oder dergleichen
Anmelder Iveco Magirus AG, 89079 Ulm, DE
Erfinder Zawadke, Thomas, 79336 Herbolzheim, DE;
Frank, Martin, 77933 Lahr, DE
Vertreter ter Meer, N., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Müller, F., Dipl.-Ing., 81679 München; Steinmeister, H., Dipl.-Ing.; Wiebusch, M., 33617 Bielefeld; Urner, P., Dipl.-Phys. Ing.(grad.); Merkle, G., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 01.02.1994
DE-Aktenzeichen 4402891
Offenlegungstag 03.08.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.08.1995
IPC-Hauptklasse B60R 11/06
IPC-Nebenklasse B60P 1/00   B62B 3/00   A62B 37/00   A62C 27/00   
Zusammenfassung Ein Fahrzeug, insbesondere für Rettungsdienste, für den Brand- oder Katastrophenschutz oder dergleichen, weist wenigstens einen Schubkasten (10) zur Aufnahme von Ausrüstungsteilen auf, der verschiebbar in einem Schubkastenfach im Aufbau des Fahrzeugs geführt ist. Der Schubkasten (10) ist vollständig entnehmbar und weist ankoppelbare Laufrollen (12, 14) auf, mit denen er zum Einsatzort transportiert werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere für Rettungsdienste, für den Brand- oder Katastrophenschutz oder dergleichen, mit wenigstens einem in einem Schubkastenfach im Aufbau des Fahrzeugs verschiebbar geführten Schubkasten zur Aufnahme von Ausrüstungsteilen oder -geräten.

Bei Fahrzeugen der hier interessierenden Art, beispielsweise bei Brandschutzfahrzeugen, sind verschiedene Fächer zur Aufnahme von Ausrüstungsgegenständen und -geräten vorgesehen. Eine sinnvolle Nutzung der vollen Tiefe dieser Fächer ist nicht einfach. Das gilt auch dann, wenn in den Fächern ausziehbare Schubkästen oder Schieber angeordnet sind, da es oft nicht möglich ist, eine vollständige Übersicht über alle vorhandenen Ausrüstungsteile in angemessen kurzer Zeit zu gewinnen. Es wird daher versucht, gleiche Gegenstände, z. B. Schläuche oder Behälter, zusammenzufassen und hintereinanderliegend anzuordnen. Bekannt sind ferner Drehfächer oder Schwenkvorrichtungen, die zur Seite geschwenkt werden können und die hinter ihnen liegenden Räume freigeben. Auch dabei besteht der Nachteil, daß die gesamte Einsatzmannschaft alle benötigte Geräte bei verhältnismäßig engen Platzverhältnissen heraussuchen und mitnehmen muß. Die Entnahme aller jeweils zusammengehörenden Ausrüstungsteile ist nicht gewährleistet. Der Transport aller benötigten Einzelteile über längere Strecken ist sehr personalintensiv. Das Reinigen der Aufnahmefächer ist umständlich.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug der eingangs genannten Art mit Fächern in der Form von Schubkästen auszurüsten, die es gestatten, die Entnahme der Ausrüstungsteile und auch die Entnahme von Gruppen von zusammengehörigen Ausrüstungsteilen und den Transport dieser Teile vom Einsatzort erheblich zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Fahrzeug der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Schubkasten vollständig aus dem Schubkastenfach herausnehmbar ist und daß Laufrollen vorgesehen sind, die lösbar an dem Schubkasten befestigbar sind.

Der Schubkasten kann daher als Geräteeinheit in seiner Gesamtheit mitgenommen und ggfs. auch zu einem weiter entfernten Einsatzort transportiert werden. Zusätzlich können Griffe an dem Schubkasten vorgesehen sein, mit deren Hilfe der Schubkasten durch mehrere Personen getragen werden kann. So ist es möglich, den Schubkasten auch über unwegsames Gelände, in einen U-Bahn-Schacht, auf die Autobahn etc. zu transportieren. Der Schubkasten kann auch mit Hilfe eines Krans oder einer Drehleiter an einen höher oder tiefer gelegenen Ort transportiert werden. Die Laufrollen können schienentauglich sein, so daß der Schubkasten auch im Schienenbereich eingesetzt werden kann. Ggfs. können Laufrollen durch Kufen zu ergänzen oder ersetzen sein, so daß der Schubkasten auch bei Schnee und Eis eingesetzt werden kann.

Im vorliegenden Zusammenhang ist die Aussage, daß der Schubkasten aus dem Schubkastenfach herausnehmbar sein soll, im Sinne von leicht oder nach Betätigung eines einfachen Knopfes oder Hebels herausnehmbar zu verstehen. Schubkästen, die verschiebbar in einem Schubkastenfach angeordnet sind, werden stets in irgendeiner Form herausnehmbar sein. Im vorliegenden Zusammenhang geht es darum, daß der erfindungsgemäße Schubkasten am Einsatzort nach Betätigung eines leicht zu bedienenden Sperrmechanismus herausgenommen werden kann.

Die in dem Schubkasten transportierten Geräte müssen ihrerseits keine Laufrollen aufweisen, da sie mit Hilfe des Schubkastens vom Einsatzort transportiert werden können. Dadurch läßt sich viel Platz und Gewicht sparen.

Ggfs. können die Laufrollen selbst auch so ausgebildet sein, daß sie zum Transport anderer Geräte - etwa Stromerzeuger oder Tragkraftspritzen - einsetzbar sind.

Vorzugsweise sind zwei Laufrollenpaare vorgesehen, von denen wenigstens eines ein Lenkrollenpaar ist. Anstelle dieses Lenkrollenpaares kann auch ein lenkbares Einzelrad vorgesehen sein.

Die Laufrollen sind vorzugsweise an einem insgesamt U-förmigen Bügel gelagert, der den Schubkasten von unten untergreift und einen waagerechten Träger sowie an dessen Enden aufragende Rungen umfaßt, zwischen denen der Schubkasten liegt. Der Träger kann zur Anpassung an unterschiedliche Schubkastenbreiten ausziehbar sein.

Die Höhe der seitlichen Rungen kann so bemessen sein, daß wenigstens zwei Schubkästen übereinander aufgenommen werden können, für deren oberen an der Innenseite der Rungen zusätzliche Auflagen befestigt sind.

Die an dem Schubkasten angeordneten Griffe können versenkbar sein, so daß sie das Einschieben in das Schubkastenfach nicht behindern.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 ist eine schematische Stirnansicht eines erfindungsgemäßen Schubkastens mit Laufrollen;

Fig. 2 ist eine entsprechende Seiten-Teilansicht;

Fig. 3 ist eine vergrößerte, teilweise aufgebrochene Teilansicht von der Stirnseite her;

Fig. 4 zeigt eine gegenüber Fig. 1 veränderte Ausführungsform in Stirnansicht;

Fig. 5 ist eine entsprechende Seiten-Teilansicht.

In Fig. 1 und 2 ist ein Schubkasten mit 10 bezeichnet. Der Schubkasten wird unter anderem durch Laufrollen 12, 14 abgestützt, die im dargestellten Beispiel als feste Rollen ausgebildet sind, deren Achsen 16, 18 durch parallele, dreieckige Bleche 20, 22 bzw. 24, 26 getragen werden.

Gemäß Fig. 1 und 2 sind die Bleche 20, 22, 24, 26 an einem Träger 28 in der Form eines nach unten offenen, U-förmigen Profils befestigt, beispielsweise verschweißt. Der Träger 28 kann in seiner Längsrichtung entgegen der dargestellten Ausführungsform ausziehbar oder zusammenschiebbar sein, so daß er an Schubkästen 10 unterschiedlicher Breite angepaßt werden kann.

An beiden seitlichen Enden des Trägers 28 in Fig. 1 befinden sich senkrecht aufragende Rungen 30, 32, die in Stirnansicht gemäß Fig. 1 einen trapezförmigen Umriß mit einer schräg nach außen und unten abfallenden, nicht bezeichneten Außenkante aufweisen. Auf diese Weise wird der Schubkasten 10 gegen seitliche Verschiebung zuverlässig abgestützt. Von oben betrachtet, kann es sich bei den Rungen 30, 32 um ein U-förmig gebogenes, auf der Außenseite offenes Blech handeln.

Im Inneren der Rungen 30, 32 sind federnd vorgespannte Riegel 34 vorgesehen, deren Riegelbolzen 36 in eine entsprechende Ausnehmung 38 in den senkrechten seitlichen Längswänden des Schubkastens 10 eintreten kann, wie es in Fig. 3 gezeigt ist. Auf diese Weise wird der Schubkasten 10 mit den Laufrollen zu einer festen Einheit verbunden.

Eine abgewandelte Ausführungsform ist in Fig. 4 und 5 dargestellt, in denen für entsprechende Teile die bereits in Fig. 1 bis 3 verwendeten Bezugsziffern eingesetzt werden. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 und 5 sind in die nach außen offenen U-Profile der Rungen 30, 32 Bügel 40, 42 eingelegt, die die Form eines nach unten offenen U aufweisen. Diese Bügel können innerhalb der Rungen 30, 32 verschweißt sein. Sie dienen zum einen der Handhabung des aus dem Schubkasten 10 und den Laufrollen 12, 14 gebildeten Wagens, d. h. zum Schieben des Wagens in aufrechter Stellung. Im übrigen gestatten sie, bei Anbringung entsprechender Auflagen 44, 46 an den einander zugewandten Innenseiten der Bügel 40, 42, einen weiteren Schubkasten 10&min; In einer höher gelegenen Position aufzunehmen. Auch zur Festlegung dieses Schubkastens 10&min; kann ein nicht gezeigter, federnd vorgespannter Riegel 34 gem. Fig. 3 vorgesehen sein.

Die in der Zeichnung gezeigten Laufrollen 12, 14 sind als sogenannte feste Rollen ausgebildet. Wie erwähnt, können neben den festen Rollen oder alternativ zu diesen auch Lenkrollen vorgesehen sein.

Der Einsatz der vorliegenden Erfindung ist nicht auf Rettungsdienste im weitesten Sinne beschränkt. So ist beispielsweise auch ein Einsatz für gewerblich genutzte Transportfahrzeuge möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeug, insbesondere für Rettungsdienste, für Brand- oder Katastrophenschutz oder dergleichen, mit wenigstens einem in einem Schubkastenfach im Aufbau des Fahrzeugs verschiebbar geführten Schubkastens zur Aufnahme von Ausrüstungsteilen oder -geräten, dadurch gekennzeichnet, daß der Schubkasten (10) vollständig aus dem Schubkastenfach herausnehmbar ist und daß Laufrollen (12, 14) vorgesehen sind, die lösbar an dem Schubkasten (10) befestigbar sind.
  2. 2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Laufrollenpaare (12, 14) vorgesehen sind, von denen wenigstens eines ein Lenkrollenpaar ist.
  3. 3. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Laufrollenpaar mit festen Rollen (12, 14) und eine einzelne Lenkrolle vorgesehen sind.
  4. 4. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrollen (12, 14) an U-förmigen Bügeln (28, 30, 32) gelagert sind, die den zugehörigen Schubkasten (10) in der montierten Stellung mit einem waagerechten Träger (28) und an dessen Enden aufragenden Rungen (30, 32) von unten untergreifen.
  5. 5. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (28, 30, 32) zur Anpassung an unterschiedliche Schubkastenbreiten ausziehbar ist.
  6. 6. Fahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der seitlichen Rungen (30, 32, 40, 42) so bemessen ist, daß wenigstens zwei Schubkästen übereinander aufgenommen werden können, und daß auf den einander zugewandten Innenseiten der Rungen in Abständen oberhalb des Trägers (28) Auflagen (44, 46) für wenigstens einen Schubkasten befestigt sind.
  7. 7. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rungen (30, 32) federnde Riegel (34) zum Einrasten in entsprechenden Ausnehmungen (38) in den Seitenwänden der Schubkästen aufweisen.
  8. 8. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrollen (12, 14) schienentauglich sind.
  9. 9. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schubkasten (10) Kufen montierbar sind.
  10. 10. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem im Schubkastenfach und am Schubkasten zusammenwirkende Führungsschienen angebracht sind, die zusammenwirkende Anschläge zur Bestimmung der ausgezogenen Endstellung des Schubkastens im Schubkastenfach aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge zur Entnahme des Schubkastens (10) leicht lösbar sind.
  11. 11. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schubkasten (10) versenkbare Griffe vorgesehen sind.






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