PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE68920441T2 10.08.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0437495
Titel ROTIERBARER GRIFF MIT GEGENWINKEL UND STEUERVORRICHTUNGEN.
Anmelder Stripping Technologies Inc., Tucson, Ariz., US
Erfinder ABBOTT, Kenneth, Edward, Tucson, AZ 85749, US;
LYONS, Patrick, James, Tucson, AZ 85715, US;
SATARIANO, Richard, Mark, Tucson, AZ 85712, US
Vertreter Schaumburg und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 68920441
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.10.1989
EP-Aktenzeichen 899114896
WO-Anmeldetag 02.10.1989
PCT-Aktenzeichen US8904315
WO-Veröffentlichungsnummer 9003869
WO-Veröffentlichungsdatum 19.04.1990
EP-Offenlegungsdatum 24.07.1991
EP date of grant 04.01.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.1995
IPC-Hauptklasse B24C 5/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Griffvorrichtung für einen Druckschlauch gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die Anwendung eines unter Druck stehenden Stoffes wie Gas oder Flüssigkeit (auch als Medium bezeichnet) ist allgemein bekannt und wird seit mehr als einem Jahrhundert beispielsweise zur Entfernung von schadhaften Farbanstrichen und anderen Beschichtungen, zur Entfernung von Rost, zur Imprägnierung von Substraten mit Chemikalien, zum Schneiden von Substraten und zur Beförderung von ausgewählten Mitteln für eine Vielzahl verschiedener Zwecke eingesetzt.

Grundsätzlich benötigt man für dieses Verfahren ein Medium bzw. ein mit einer ausgewählten Substanz (auch als Mittel bezeichnet) vermischtes Medium, das unter Druck befördert werden soll. Das Medium bzw. eine Mischung aus Medium und ausgewähltem Mittel (beispielsweise eine Chemikalie oder Schleifpartikel) kann zur Behandlung, zum Schneiden oder Abschleifen einer Oberfläche bzw. eines Zielobjektes eingesetzt werden.

Grundsätzlich hat sich diese Technik seit ihrer Erfindung vor mehr als einem Jahrhundert nicht verändert, jedoch haben sich die Oberflächen bzw. Substrate, auf die die Methode angewendet wird, drastisch verändert. Es gibt nun Deckanstriche und darunterliegende Substrate, wie z.B. Kunststoffe, Verbundstoffe, dünne oder außergewöhnliche Metalle und andere Oberflächen, bei denen diese Technik nutzbringend angewendet werden kann. Diese neuen Oberflächen oder Substrate erfordern ein hohes Maß an Sorgfalt und Geschick, um eine Beschädigung der Oberfläche, des Substrates oder eines anderen Zielobjektes zu vermeiden.

Im Hinblick auf die erforderliche Sorgfalt bei der Anwendung konzentrieren sich viele Erfindungen auf die Bereitstellung eines Griffes, der der Bedienperson eine größere mechanische Kontrolle über den Strahlkopf gibt. Dazu gehören die US-A-3 069 812 und die US-A 2 369 576.

Bei beiden sorgt der Griff für eine sichere mechanische Kontrolle über den Druckschlauch. Der Griff ist am Schlauchende befestigt und erstreckt sich in einer "Pistolengriff"-Anordnung nach unten.

Zwar sorgt dies für eine gute Übereinstimmung zwischen den Bewegungen der Bedienperson und der Düse des Schlauches, doch ist die Bedienperson aufgrund des natürlichen Drehmomentes des Schlauches, das durch den Druckerzeugungsvorgang verstärkt wird, gezwungen, ständig gegen das Drehmoment des Schlauches "anzukämpfen" bzw. diesem entgegenzuwirken. Dies führt zu einer schnelleren Ermüdung der Bedienperson und verringert dadurch die Fähigkeit der Bedienperson, auf Veränderungen des Substrats oder Veränderungen des Zielobjektzustandes zu reagieren. So kann es zu Beschädigungen des Substrates oder Zielobjektes kommen.

Veränderungen des Substratmaterials sind heutzutage sehr häufig. Ein beschichtetes Material, das aus ein und derselben Substanz zu bestehen scheint, kann von tieferliegenden Schichten aus einem anderen Material durchzogen sein, die durch eine Beschichtung verdeckt sind. Die Anwendung eines unter Druck stehenden Mediums oder einer Mischung aus Medium und Mittel, die beim einen Zielobjekt gut funktioniert, kann bei anderen Oberflächen, Substraten oder Zielobjekten Schäden verursachen.

Um dem entgegenzutreten, wurden mehrere Verbesserungen in diesem Bereich vorgeschlagen, bei denen man versuchte, das Mischen des Materials in den Griff zu verlegen. Zu diesen Verbesserungen gehören die US-A-4 628 644, die US-A-2 526 403 und die US-A-2 577 465.

Bei allen oben genannten Verfahren führt das zusätzliche Gewicht des Sandes, des Schleifmaterials oder eines anderen anzuwendenden Materials zu einer weiteren Ermüdung der Bedienperson, da dieses Gewicht zusammen mit dem Kopf des Druckschlauches hin- und herbewegt werden muß.

Gewerblich sind diese Lösungen nicht praktikabel, da die anzuwendende Materialmasse so groß ist, daß die Bedienperson körperlich nicht dazu in der Lage wäre, sie zu bewegen. Wird eine leichter zu bewegende Menge im Sprühkopf vorgesehen, so ist die Bedienperson gezwungen, ständig zu unterbrechen und nachzufüllen. Dadurch wird die Arbeitsleistung beträchtlich eingeschränkt.

Ein weiteres schwieriges Problem im Zusammenhang mit der Beförderung von unter Druck stehendem Medium bzw. einer Mischung aus Medium und Mittel ist die Sicherheit. Die Bedienung eines Hochdruckschlauches ist äußerst gefährlich. Bei einem Fehler im System oder selbst bei einem kleinen Zwischenfall wie beispielsweise beim Stolpern einer Bedienperson kann der losgelassene Druckschlauch Erzeugnisse und Anlagen beschädigen und auch Verletzungen bei Personen verursachen.

Aus diesem Grund wurden Sicherheits-("dead-man")-Schalter entwickelt, wie sie in den US-Patenten US-A-2 837 874 und US- A-2 753 664 beschrieben sind. Bei beiden Patenten ist der Sicherheitsschalter am Griff angeordnet. Dieser ist am Schlauch so befestigt, daß die Bedienperson für eine normale Betätigung den Sicherheitsschalter hinunterdrücken muß. Wird der Schalter gedrückt, so steht der Schlauch unter Druck und arbeitet normal. Läßt die Bedienperson jedoch den Schalter entweder absichtlich oder unabsichtlich los, so läßt sich der Schlauch nicht unter Druck setzen. Somit ist es nicht möglich, daß die Bedienperson den Schlauch losläßt und dieser weiterhin unter Druck steht.

Wie der zuvor erwähnte Pistolengriff zwingt der Sicherheitsschalter die Bedienperson dazu, den Schlauch festzuhalten. Somit ist sie auch dazu gezwungen, gegen das natürliche und beträchtliche Drehmoment anzukämpfen, was zur Ermüdung der Bedienperson führt. Aufgrund der ermüdenden Art der Arbeit kann die Bedienperson keine effiziente Arbeit leisten und muß häufig Arbeitspausen einlegen.

Aus dem gerade Gesagten ist ersichtlich, daß es keine effiziente Griff- und Druckanwendungsvorrichtung gibt, die es erlaubt (i) ein Druckschlauchsystem optimal einzusetzen, und (ii) Druckschlauchsysteme zweckmäßig zu steuern, um sie auf die unterschiedlichen Deckanstriche, Substrate oder andere Zielobjekte einzustellen.

Eine Griffvorrichtung mit einem Ring und einem Griff ist aus der US-A-1 876 718 bekannt. Die Achse des Griffes steht senkrecht zur Ebene des Ringes. Der Ring läuft um den starren Abschnitt einer Düse, an der ein Schlauch befestigt ist. Die Düse ist drehbar in dem Ring angeordnet und dient in bezug auf den Ring als Stoppmechanismus. Indem man den Griff in bezug auf Düse und Schlauch auf diese Weise anordnet, ist es möglich, einen Teil des Schlauches in einen S-förmigen Stiel zu verwandeln, der die Düse trägt und den Gegendruck am Kontaktpunkt zum Erdboden ableitet.

Die vorliegende Erfindung stellt einen Bedienungsgriff bereit, der frei um den Druckschlauch drehbar ist. Dadurch kann das natürliche Drehmoment des Schlauches sich durch Verdrehen des Schlauches verbrauchen, statt daß das Drehmoment auf die Bedienperson übertragen wird. Die Erfindung ist in Anspruch 1 definiert.

Ein zusätzliches Merkmal einer Ausführungsform des Bedienungsgriffes besteht im Vorsehen eines "Gegenwinkel"-Griffes, der mit der Düse des Schlauches einen spitzen Winkel (weniger als 90º) bildet. Dieser spitze Winkel erlaubt es der Bedienperson, den Schlauch über ihre Schulter zu legen und den Griff bequem zu halten, während das Gewicht des Schlauches hauptsächlich auf der Beinmuskulatur lastet.

Ein weiteres Merkmal einer Ausführungsform der Erfindung ist der Einbau eines Schaltfeldes am Bedienungsgriff selbst. Dieses Schaltfeld ermöglicht es der Bedienperson, unter anderem die folgenden Parameter einzustellen: (i) den Druck des Trägermediums (d.h. des Gases oder der Flüssigkeit) oder (ii) das Mischungsverhältnis von Medium und Mittel (z.B. die Zahl von Schleifpartikeln pro Luftvolumen bei einer Strahlbehandlung).

Zwar wird die Erfindung hier im Zusammenhang mit der Strahlbehandlung erörtert, und insbesondere im Zusammenhang mit der Strahlbehandlung mit Strahlpartikeln, doch ist die Erfindung nicht darauf beschränkt. Die Erfindung kann auf sehr unterschiedlichen Anwendungsgebieten eingesetzt werden, so z.B. bei Feuerwehrschläuchen, bei der Versprühung von Insektiziden, beim Aufsprühen von Farbe, beim Beschichten mit Materialien hoher Viskosität oder beim Hochdruckschneiden. Weitere Gebiete, auf denen die Vorteile der Erfindung eingesetzt werden können, sind dem Durchschnittsfachmann unmittelbar ersichtlich.

Dabei stehen dem Fachmann zahlreiche bekannte Strahlmechanismen zur Auswahl, wie sie z.B. in den US-Patenten US-A-4 333 277, US-A-4 045 915 und US-A-3 858 358 beschrieben sind. Auf die genannten Patente wird hier ausdrücklich Bezug genommen.

Ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist u.a. die Bereitstellung eines "beweglichen" bzw. frei drehbaren Griffes. Diese Drehbarkeit ermöglicht eine unproblematische Ableitung des Drehmoments des Schlauches ohne Beeinträchtigung der Bedienperson. In den meisten Fällen merkt die Bedienperson nicht einmal, daß sich der Schlauch aufgrund des Drehmoments verdreht.

Durch die Drehbarkeit wird ein Großteil der Belastung eliminiert, der die Bedienperson bei der normalen Bedienung eines Strahlmechanismus ausgesetzt ist.

Es existieren zahlreiche Ausführungsformen dieses erfindungsgemäßen Merkmales, so z.B. eine einfache Hülle, die über dem Druckschlauch oder Strahlschlauch angeordnet ist. Der innere Durchmesser der Hülle muß größer sein als der äußere Durchmesser des Druckschlauches.

Wird der Schlauch unter Druck gesetzt, so tendiert er dazu, sich zurückzuziehen. Um die relative Position des Druckschlauches beizubehalten und den "beweglichen" Bedienungsgriff zu sichern, drückt ein Stoppelement am Düsenende des Schlauches gegen den Bedienungsgriff. Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird dieses Stoppelement einfach durch die Düse des Druckschlauches gebildet, wie es in dem US-Patent Nr. 2 332 407 mit dem Titel "Nozzle Used for Sand Blasting Purposes" ("Düse zum Sandstrahlen"), erteilt am 19. Oktober 1943 (Patentinhaber: Spenle) beschrieben ist, auf das hier ausdrücklich Bezug genommen wird.

Dem Durchschnittsfachmann sind weitere Düsenausbildungen ohne weiteres ersichtlich. Die einzige Bedingung für das Stoppelement ist, daß es fest am Druckschlauch angebracht sein muß und nicht am Schlauch entlangwandern darf.

Ein weiteres Merkmal einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung eines Gegenwinkel-Griffes. Dabei handelt es sich um einen Griff, der mit dem Düsenende des Schlauches einen Winkel von weniger als neunzig Grad bildet. Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel beträgt dieser Winkel siebenundzwanzig Grad, jedoch erkennt der Durchschnittsfachmann, daß auch andere Winkel geeignet sein können.

Der Vorteil des spitzen Winkels besteht darin, daß er es im Gegensatz zu einem rechten Winkel oder einem stumpfen Winkel ermöglicht, daß die Bedienperson einen Druckschlauch während des Betriebes über die Schulter legt. Diese Möglichkeit, den Schlauch zu schultern, ist äußerst wichtig, da so die Traglast des schweren Strahlschlauches auf den Beinmuskeln der Bedienperson ruht. Ansonsten trägt die Bedienperson den Schlauch üblicherweise in den Armen. Das Tragen des Druckschlauches in den Armen ist äußerst ermüdend, wohingegen das Tragen über der Schulter die Beinmuskulatur beansprucht und die Bedienperson nur geringfügig ermüdet.

Durch den spitzen Winkel in Kombination mit der erfindungsgemäßen Drehbarkeit ist es der Bedienperson ferner möglich, den Griff zu drehen, um so den Bedienungsgriff oben an der Griffvorrichtung zu plazieren, so daß der Druckschlauch aus Hüfthöhe eingesetzt werden kann. Da die Bedienperson zwischen dem Tragen des Schlauches über der Schulter und dem Tragen in Hüfthöhe wählen und abwechseln kann, wird die Ermüdungsgefahr noch weiter verringert.

Ein weiteres wichtiges Merkmal einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Vorsehen eines Schaltfeldes im Bedienungsgriff. Dadurch wird es der Bedienperson ermöglicht, verschiedene Parameter eines Drucksystems einzustellen, um diese unterschiedlichen Oberflächen, Substraten und Zielobjekten anzupassen.

Unterschiedliche Substratdeckschichten, unterschiedliche Substrate und sogar Substrate aus dem gleichen Material, jedoch mit unterschiedlicher Dicke und unterschiedlichem Alter, erfordern unterschiedliche Drücke und Mischungen des Mittels zur optimalen Bearbeitung. Dies kann mit der Zähigkeit der Deckschicht oder mit Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung der Substrate, mit der Härte, dem Alter, den Witterungsbedingungen und anderen Faktoren zusammenhängen. Es ist insbesondere wünschenswert, daß der Druck, das Mischungsverhältnis des Mittels und andere Druckbearbeitungsvariablen schnell und exakt am Strahlkopf eingestellt werden können, um eine Beschädigung von Substraten oder anderen Zielobjekten auszuschließen. Dies ist insbesondere von Bedeutung beim Entfernen von Beschichtungen an Flugzeugzellen, in der Raumfahrt verwendeten Bauteilen und anderen empfindlichen Substraten wie z.B. modernen Kompositen.

Die Bedienperson kann durch normales visuelles Überprüfen oder anhand von Drucküberwachungsvorrichtungen während der Drucksystembehandlung feststellen, ob der Druck geeignet ist.

Durch einfaches Betätigen des Bediener-Schaltfeldes im Bedienungsgriff kann die Bedienperson den Druck erhöhen oder senken, bis der optimale Druck eingestellt ist.

Bisher bestand diese Möglichkeit nicht. Um beim Stand der Technik den Druck einzustellen, mußte das gesamte Drucksystem abgestellt werden, damit die Bedienperson den Druck einstellen konnte. Alternativ dazu mußte eine zweite Bedienperson den Druck am Druckbehälter einstellen. Beide Vorgehensweisen führten leicht zu Fehlern, wodurch das Substrat oder das Zielobjekt beschädigt werden konnten.

Ferner kann die Bedienperson, da sie sich nahe an der gerade ausgeführten Arbeit (d.h. dem Zielobjekt) befindet, leicht feststellen, ob ausreichend Mittel verwendet wird. Bei der vorliegenden Erfindung kann die Bedienperson, wenn für das jeweilige Ziel ein höheres oder niedrigeres Mischungsverhältnis von Medium und Mittel erforderlich ist, dieses Verhältnis ohne Unterbrechung der Strahlbehandlung unter Verwendung der Steuerung im Druckschlauchgriff exakt einstellen, bis das optimale Verhältnis erreicht ist.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird das jeweilige Volumen und der Druck, der vom Verdichter geliefert wird, über das Bediener-Schaltfeld gesteuert. Dies wird erreicht, indem man den Ausgangsdruck des Verdichters abläßt, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.

Zwar sind Druck und Mischungsverhältnis des Mittels zwei wichtige Faktoren, jedoch erkennt der Durchschnittsfachmann, daß auch andere Variablen, die bei einer Druckbehandlung eine Rolle spielen, am besten am Strahlkopf gesteuert werden. Dies wird durch das Bediener-Schaltfeld am Griff des Druckschlauches ermöglicht.

Die Erfindung mit verschiedenen Ausführungsbeispielen wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine Seitenansicht eines Beispiels für einen Bedienungsgriff,

Figur 2 eine Schnittperspektive eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels des Bedienungsgriffes,

Figur 3 eine Ansicht einer Ausführungsform des Bedienungsgriffes, welche das Schaltfeld und den Sicherheitsschalter zeigt,

Figur 4 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der Erfindung bei der Anwendung,

Figur 5 eine Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung bei der Anwendung in einer Strahlumgebung.

Figur 1 zeigt ein Beispiel, bei dem die Düse als Stoppelement verwendet wird. Dieses Beispiel ist nicht vollständig durch die Erfindung gedeckt, zeigt jedoch einzelne Merkmale der abhängigen Ansprüche. Der Bedienungsgriff 10 umschließt den Druckschlauch 11a. Der Griff 10 drückt den Schlauch 11a nicht ein und klemmt ihn nicht ab, und erlaubt es ihm, sich über den Griff hinaus zu erstrecken, wie anhand des Schlauchabschnittes 11b dargestellt. Wird der Schlauch 11a unter Druck gesetzt, so zieht sich der Schlauch 11a als natürliche Folge zurück, bis die Düsenhalterung/das Stoppelement 12 gegen den Griff 10 (nicht dargestellt) drückt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Schlauchabschnitt 11b nicht mehr sichtbar.

Das Stoppelement 12 ist eine Düsenhalterung zur Anpassung der Düse 13 an den Schlauch 11a. Somit erfüllt das Stoppelement 12 zwei unterschiedlichen Aufgaben, da sie die Düse 13 festhält und gleichzeitig auch den Griff 10 in der Längsrichtung in seiner Position hält, während der Schlauch unter Druck gesetzt wird.

Die Griffvorrichtung 10 hat ferner einen Griff 14a und 14b. Dieser Griff ist so angeordnet, daß er einen spitzen Winkel bildet, wie den abgebildeten Winkel 15. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung beträgt der Winkel 15 siebenundzwanzig Grad. Der Durchschnittsfachmann erkennt ohne weiteres, welche anderen Winkel gleichermaßen für den Anwendungszweck akzeptabel sind.

Ein weiterer Griff 17, der oben an der Griffvorrichtung angeordnet ist, ist so ausgebildet, daß er es der Bedienperson erlaubt, den Schlauch zu bewegen, indem sie diesen hinter sich herzieht. Dieser Griff 17 wird insbesondere dann verwendet, wenn der Schlauch zu einem neuen Einsatzort gezogen wird, bevor eine Druckbehandlung beginnt.

Der Griff 17 stellt ferner eine Befestigungsfläche für eine Hochleistungs-Lichtquelle 16 zur Verfügung. Durch den von dem Griff 17 bereitgestellten Winkel wird das Licht auf die Zielregion vor der Düse 13 gerichtet.

Bei der Anwendung liegt der Schlauch 11a über der Schulter der Bedienperson. Die Bedienperson faßt entweder den Griff 14a oder den Griff 14b, um die Ausrichtung der Düse 13 beizubehalten bzw. zu steuern.

Aufgrund der Drehbarkeit des Griffes 10 kann dieser auch um 180 Grad gedreht werden. Dadurch kommen die Griffe 14a und 14b "oben" auf dem Druckschlauch zu liegen, so daß es der Bedienperson möglich ist, die Griffe 14a und 14b zur Strahlbehandlung aus Hüfthöhe heraus zu verwenden.

Der Bedienungsgriff gemäß Figur 1 bewegt sich zwar frei um den Druckschlauch herum, jedoch ermöglicht er die gezielte Bewegungsübertragung, die für Druckbehandlungen erforderlich ist. Die Beweglichkeit und der spitzwinklige Griff tragen beide zu einer Verringerung der Ermüdung der Bedienperson bei. Je weniger die Bedienperson ermüdet, desto genauer kann sie die Düse steuern, desto unwahrscheinlicher ist die Verursachung eines Unfalls und die versehentliche Beschädigung des Zielobjektes, und desto länger kann sie ohne Pause arbeiten.

Figur 2 zeigt eine Schnittperspektive einer Ausführungsform der Erfindung. Die Griffvorrichtung 20 hat einen spitzwinkligen Griff 14a, 14b. Die Düse 13 ist durch die Befestigungsvorrichtung 12 am Schlauch 11a angebracht. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird die Stoppfunktion von einem Ring 22 erfüllt, der in eine innere Nut 21a und 21b paßt.

Bei dieser Ausführungsform der Erfindung kann die Schlauchverlängerung, die bei 11b dargestellt ist, starr befestigt sein oder weggelassen werden, selbst wenn der Schlauch unter Druck gesetzt wird, da der Stoppring 22 das Zurückziehen des Schlauches verhindert.

Der Ring 22 ist starr an dem Schlauch 11a befestigt und wird durch den Griff 20 weder eingeklemmt noch eingedrückt. Auch hier kann sich der Griff 20 frei um den Schlauch 11a drehen.

Da der Bedienungsgriff an einer beliebigen Stelle entlang des Druckschlauches 11a angeordnet werden kann, ist dieses Ausführungsbeispiel insbesondere dann nützlich, wenn eine Anbringung des Griffes am Ende des Druckschlauches nicht erwünscht ist. Ein Beispiel ist die Verwendung der Düse 13 in einem eng begrenzten Bereich, der nicht zugänglich wäre, wenn sich der Griff nahe der Düse befände.

Figur 3 ist eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform, die den Sicherheitsschalter und das Bediener-Schaltfeld zeigt.

Wie vorstehend beschrieben, hat der Sicherheitsschalter die Aufgabe, den Druck im Schlauch abzustellen, wenn die Bedienperson eine Arbeit beendet hat oder den Griff nicht mehr unter Kontrolle hat. Aus diesem Grund ist der Sicherheitsschalter 33 am spitzwinkligen Griff 35 angeordnet. Am spitzwinkligen Griff 35 wird der Schlauch von der Bedienperson während der normalen Bedienung mit über der Schulter liegendem Schlauch gehalten und auch, wenn der Griff zur Bedienung aus Hüfthöhe in seine obere Position geschwenkt wird.

Während der Schlauch mittels des Griffes 35 ausgerichtet wird, kann die Bedienperson mit der freien Hand leicht das Bediener-Schaltfeld 34 bedienen. Bei diesem Ausführungsbeispiel enthält das Bediener-Schaltfeld 34 zwei Arten von Steuerungen. Der Druck des Mediums kann über Schalter 32a, 32b erhöht bzw. verringert werden. Die Dichte oder das Mischungsverhältnis des den Schlauch passierenden Mittels wird über die Schalter 31a und 31b erhöht oder verringert. Für den Fachmann ergeben sich ohne weiteres andere Steuerungsarten, die ebenfalls eingesetzt werden können.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Schalter 31a, 31b, 32a, 32b elektrische Schalter, die mit einer Steuereinrichtung entweder über Leitungen oder über Funksignale in Verbindung stehen. Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein Druckluftsystem verwendet, wobei die Schalter 31a, 31b, 32a, 32b den Luftdruck einstellen, um die fernbedienten Ventile zu steuern.

In jedem Fall erlaubt das Bediener-Schaltfeld 34 der Bedienperson, mit einer Hand die Betriebsparameter exakt einzustellen. Diese Möglichkeit, die bisher nicht gegeben war, erweitert das Anwendungsfeld von Druckschläuchen beträchtlich. Durch visuelles Überprüfen eines Zielobjekts kann die Bedienperson die Auswirkungen der von ihr vorgenommenen Aktionen erkennen und sofortige Maßnahmen ergreifen, um das am Zielobjekt erzielte Resultat zu optimieren.

Figur 4 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung bei der Anwendung. Die Bedienperson 40 trägt den Druckstrahlschlauch 11a über der Schulter und steuert die Strahlrichtung mit einer Hand über den Griff 14b.

Da sie die andere Hand frei hat, kann die Bedienperson damit das Bediener-Schaltfeld 34 bedienen, um eine optimale Anwendung zu erzielen. Das Signal oder die Daten vom Bediener- Schaltfeld werden (elektrisch oder über Druckluft) über das Kabel 41 zu den Servomechanismen und anderen Vorrichtungen (nicht dargestellt) geleitet, die die erforderlichen Einstellungen ausführen.

Das Kabel 41 dient auch zur Leitung des Signals von dem Sicherheitsschalter am Griff 14b (nicht dargestellt).

Das unter Druck stehende Mittel aus der Düse 13 trifft auf das Zielobjekt, das durch die Lampe 16 beleuchtet wird.

Auf diese Weise steuert die Bedienperson unter minimalem physischem Kraftaufwand alle Bedienungsparameter am Düsenkopf.

Figur 5 ist eine Ansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung für ein Strahlsystem zur Beförderung eines Mittels.

Bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung senden die Steuereinrichtungen im Bedienungsgriff 10 über die Verbindungsleitung 41 Signale zum Steuermechanismus 57. Der Steuermechanismus 57 steuert den Druck des Mediums und das Verhältnis zwischen Medium und Mittel.

Dabei ist das Mittel für die Strahloperation in einem Sammeltrichter 50 enthalten, von dem aus es durch das Vakuumdruckgebläse 54 zu einem Zyklonabscheider 53 befördert wird. Im Zyklonabscheider 53 wird das Mittel in verwendbares Mittel und unverwendbares Material getrennt. Das verwendbare Mittel wird in den Vorratsbehälter 52 für das Mittel geleitet.

Ein Luftverdichter, nicht dargestellt, liefert Luft, um den Strahlkessel 51 unter Druck zu setzen, und Luft, um das Mittel in den Strahldruckschlauch 11a zu befördern.

Auf diese Weise wird eine ganze Strahloperation vom Strahlgriff aus gesteuert. Die Bedienperson, die die Strahloperation ausführt, hat vollständige Kontrolle über alle Strahlparameter.

Aus den vorstehenden Erläuterungen ist ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung eine einzigartige Vorrichtung schafft, die eine Strahl- bzw. Druckbehandlung mit Medium und Mittel erlaubt, wie sie in dieser Art bisher nicht durchführbar war, und mit einer Steuermöglichkeit in einem Grad, der eine Beschädigung von empfindlichen Substraten und anderen Zielobjekten ausschließt bzw. auf ein Minimum reduziert.


Anspruch[de]

1. Griffvorrichtung für einen Druckschlauch, umfassend: einen im wesentlichen an einem ersten Abschnitt eines Druckschlauches (11a) befestigten Stoppmechanismus (22); und einen oberhalb des Stoppmechanismus (22) angebrachten Bedienungsgriff (10), wobei der Griff (10) den Schlauch (11a) umgibt derart, daß der Schlauch (11a) im Griff (10) drehbar ist und der Stoppmechanismus (22) gegen den Griff (10) drückt, während der Schlauch (11a) unter Druck steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (10) den Schlauch (11a) umgibt und sich über eine Länge des Schlauches (11a) auf beiden Seiten des ersten Abschnitts des Schlauches (11a) erstreckt, so daß sich der Stoppmechanismus (22) vollkommen innerhalb des Griffs (10) befindet.

2. Griffvorrichtung nach Anspruch 1, ferner dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Bedienungsgriff (10) ein Sicherheitsschalter (33) angebracht ist und daß der Druck im Druckschlauch (11a) bei Auslösung des Sicherheitsschalters (33) reduziert wird.

3. Griffvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spritzrohr (13) durch den Stoppmechanismus im ersten Abschnitt des Druckschlauches (11a) fixiert wird.

4. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienungsgriff (10) ferner einen an den Bedienungsgriff (10) befestigsten ersten Griff (14a, 14b) hat, der sich relativ zum Schlauch (11a) in einem spitzen Winkel (15) erstreckt.

5. Griffvorrichtung nach Anspruch 4, ferner dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Griff (17) an dem Bedienungsgriff (10) befestigt ist und daß der zweite Griff (17) und der erste Griff (14a, 14b) im wesentlichen in derselben Ebene liegen.

6. Griffvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der spitze Winkel (15) des ersten Griffs (14a, 14b) zwischen 20 und 45 Grad beträgt.

7. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienungsgriff (10) ein Schaltfeld (34) hat für wahlweises Steuern des Drucks im Druckschlauch (11a) durch den Bediener.

8. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorichtung umfaßt:

eine Speichereinrichtung zur Aufbewahrung des Schleifmittels;

eine Druckvorrichtung für die Luft;

eine Mischvorrichtung zum wahlweisen Mischen des Schleifmittels aus der Speichereinrichtung mit der unter Druck gesetzten Luft.

9. Griffvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Bediener-Schaltfeld (34) elektrische Schalter (31a,b; 32a,b) enthält.

10. Griffvorrichtung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Bediener-Schaltfeld (34) pneumatisch gesteuerte Schalter (31a,b; 32a,b) enthält.

11. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:

Kommunikationsmittel für die Datenkommunikation von dem Bediener-Schaltfeld (34); und

eine auf die Daten des Bediener-Schaltfeldes ansprechende Betätigungsvorrichtung, wobei die Betätigungsvorrichtung eine Vorrichtung zum Einstellen des Drucks der Druckvorrichtung hat, und das Verhältnis von ausgewähltem Mittel und Medium in der Mischvorrichtung steuert.

12. Griffvorrichtung nach Anspruch 11, ferner gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Einstellen des Abgabenwerts der Druckvorrichtung.

13. Griffvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kommunikationsmittel eine elektrisch leitende Leitung (41) enthält.

14. Griffvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kommunikationsmittel einen pneumatisch unter Druck gesetzten Steuerschlauch (11a) enthält und daß das Bediener-Schaltfeld (34) eine Vorrichtung zum kurzzeitigen Einstellen des pneumatischen Drucks im Steuerschlauch (11a) hat.

15. Griffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Bediener-Schaltfeld (34) zum Steuern der Betriebsfunktionen auf den Druckschlauch (11a) einwirkt und außerhalb der Griffvorrichtung angeordnet ist.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com